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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2010/2011
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 26. August 2010, 17:57 
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Der Bund, 26.08.2010

Die positiven Seiten der Fankultur

Wenn über Fans berichtet wird, dann meist im Zusammenhang mit Ausschreitungen. Das will ein Fanprojekt ändern – neben den Fans von YB und SCB sind auch die Polizei und Bernmobil dabei.

Renato Stefani weiss, wie böse Buben ticken, er war selber mal einer. Aber jetzt hat er Familie, ist älter geworden – und ruhiger. Stefani gehört nun zu den Fans, die sich zu benehmen wissen: Er ist Präsident des Fanklubs Mutzebügler und Vertreter der offiziellen Fanklubs (OFC) des Berner Schlittschuhclubs. Diese 26 Fanklubs haben eine Vereinbarung mit dem Verein unterschrieben, in der sie sich unter anderem dazu verpflichten, keine Gewalt auszuüben und keine Petarden im Stadion zu zünden.

Es sind auch diese Fans, die sich am Fanprojekt «Sport fägt . . . mit de Fans no meh!» beteiligen. Das Projekt ist von den beiden Berner Sportklubs SCB und YB gemeinsam mit den Fans lanciert worden. Mit an Bord sind auch andere Player, die bei der Durchführung der Spiele beteiligt sind: die Stadionbetreiber, Bernmobil – und die Kantonspolizei. Das Projekt will die positiven Seiten der Fankultur fördern. Gestern ist es an den Präventionstagen der Kantonspolizei an einem Info-Stand zum ersten Mal der Öffentlichkeit vorgestellt worden.

Auch Stefani steht hinter dem Stand. Sehr viel halte er von diesem Projekt, sagt er. «So bekommt die Presse auch mal Wind davon, dass positive Sachen passieren.» Und Stefani zeigt auf grossformatige Bilder, die Choreografien der Fans zeigen. Es sind Dokumente der immensen Arbeit, die im Hintergrund geleistet wird. Da ist etwa die Choreo, die in einem Spiel gegen Langnau vor Weihnachten organisiert wurde: Ein haushoher Tannenbaum aus Folie prangt an der «Wand», der imposanten Stehplatzrampe in der Bern-Arena. Alleine der Stern, der auf dem Baum thronte, habe einen Durchmesser von sechs Metern gehabt, schwärmt Stefani.

Solche Choreos sind aufwendig: Mehrere Tage arbeiten die Fans an einer solchen Aktion, finanziert werden sie von der Kurve selbst – mit Sammelaktionen, durch ein Magazin und über ein «Lädeli», wo die Fanklubs ihre Artikel verkaufen. Über Choreos werde kaum je berichtet, stellt Stefani fest. Kommt es aber zu Schlägereien, Ausschreitungen und Problemen mit Pyro, sei die Presse stets zur Stelle.

«Ein gutes Spiel lebt von den Fans, nicht von den Schlägereien», sagt auch Peter Bischoff, der beim SCB eine wichtige Figur ist – und auch in der Fankurve ein respektierter Mann. Auf Bischoffs Visitenkarte steht «Head of Event Logistics»: Er ist zuständig für einen reibungsfreien Verlauf der Spiele. Damit dies möglich sei, brauche es einen Austausch der verschiedenen Beteiligten. Das neue Fanprojekt sei auch eine Art Forum, in dem man sich etwa mit Polizei und Bernmobil austauschen könne. Vierteljährlich wolle man sich innerhalb der Projektgruppe treffen. Weitere konkrete Aktionen werden zurzeit erst angedacht.

Hüpfen: Ein Problem für Trams

Bei einem solchen Austausch kämen Bedürfnisse und Probleme zum Vorschein, die vorher nicht bekannt gewesen seien, bestätigt auch Su Elsener, die Fanbeauftragte des SCB. Etwa, dass es für Bernmobil ein Problem darstellt, wenn Fans im Trams hüpfen. Zudem sollten die Fans merken, dass auch die Polizei oder die Verkehrsbetriebe Teil der Veranstaltung seien. «Dadurch wächst der Respekt», glaubt Elsener. Laut der Fandelegierten hätten die hartgesottenen Fans auch fast beim Projekt mitgemacht, der Teil der Fans also, welche die OFC-Vereinbarung nicht unterschrieben haben – und sich unter dem Dach «Szene Bern» vereinigen. Da es kürzlich zu einigen Stadionverboten gekommen sei, habe man sich im Moment nicht mit der Polizei ins Boot setzen wollen. Mit einem solchen Projekt sei es tatsächlich schwierig, die Risikofans zu erreichen, räumt Elsener ein. Und trotzdem sei es wichtig, den Dialog mit der Polizei aufzunehmen, auch als Zeichen gegenüber polizeiskeptischen Fankreisen. «Sie sollen sehen, dass wir auch mit der Polizei reden – dieser Dialog soll zur Gewohnheit werden.»

Ist das Projekt auch eine Vorwärtsstrategie der Klubs in Sachen Sicherheitskosten? Schliesslich müssen sich YB und SCB daran lediglich mit 60 000 Franken pro Jahr beteiligen. Elsener gibt sich diplomatisch: «Wir wollen einfach zeigen, was in Sachen Prävention alles gemacht wird – und den Fokus mal nicht auf Kameras und Zäune richten.»

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2010/2011
 Beitrag Verfasst: Freitag 27. August 2010, 17:27 
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CH-Nationalteam: Fünf YB-Spieler aufgeboten

Der Schweizer Nationalcoach Ottmar Hitzfeld hat für das Testspiel vom Freitag, 3. September 2010, 20:15 Uhr in St. Gallen gegen Australien sowie für das erste EM-Qualifikationsspiel am Dienstag, 7. September 2010, 20:45 Uhr in Basel gegen England nicht weniger als fünf YB-Spieler aufgeboten: Goalie Marco Wölfli, die Verteidiger François Affolter und Scott Sutter sowie die Offensivkräfte Moreno Costanzo und David Degen. Für Scott Sutter ist es das erste Aufgebot für das Nationalteam. Entsprechend gross ist seine Freude. «Dieses Aufgebot passt zu den tollen letzten Wochen bei YB. Dass wir mit der Schweiz im ersten EM-Qualifikationsspiel ausgerechnet gegen England spielen, macht die Sache noch einmal spezieller», sagt Sutter, der seit acht Jahren in der Schweiz lebt und zuvor in London aufgewachsen war.


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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2010/2011
 Beitrag Verfasst: Samstag 28. August 2010, 20:11 
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Berner Zeitung, 28.08.010

Schweiz mit 5 YB-Spielern

Ottmar Hitzfeld hat Marco Wölfli, François Affolter, Moreno Costanzo und David Degen aufgeboten – und erstmals Scott Sutter.

YB stellt seit gestern fünf Nationalspieler. Nationaltrainer Ottmar Hitzfeld hat die starken Leistungen der YB-Akteure im Europacup registriert. Und so ist neben Marco Wölfli und den zuletzt gegen Österreich erstmals aufgebotenen François Affolter und Moreno Costanzo auch Rechtsverteidiger Scott Sutter nominiert worden. Zudem wurde später David Degen nachgemeldet – für Basels Valentin Stocker (Fersenverletzung). «Das ist der verdiente Lohn», sagt YB-Trainer Vladimir Petkovic. Die jungen Affolter und Costanzo hätten ja auch für die U-21 aufgeboten werden können, aber sie haben Hitzfeld überzeugt. Affolter spielte beim 1:0-Erfolg in Österreich ausgezeichnet, und der eingewechselte Costanzo erzielte nach zwei Minuten Einsatzzeit sogar das Siegestor.

Sutters «englische Wochen»

Am Freitag, im Testspiel in St. Gallen gegen Australien, dürften alle YB-Spieler eingesetzt werden. Vier Tage später, im Startspiel der WM-Qualifikation in Basel gegen Favorit England, wird Wölfli der Ersatzgoalie von Diego Benaglio sein. Affolter ist der (leicht favorisierte) Konkurrent Steve von Bergens um den Platz neben Stéphane Grichting im Abwehrzentrum, während Costanzo und Degen Offensivjoker sind. Und auf Sutters Position ist Stephan Lichtsteiner gesetzt. «Ich bin seit acht Jahren in der Schweiz. Dieses Land ist meine Heimat geworden», sagt der gebürtige Engländer Sutter. Für den 24-Jährigen gehen die «englischen Wochen» in jeder Hinsicht weiter. Zuletzt stand Sutter in den Schlagzeilen, weil er mit YB zweimal gegen Tottenham antrat. Als Bub hatte er Jahreskarten der Hotspurs besessen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2010/2011
 Beitrag Verfasst: Montag 30. August 2010, 17:31 
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Berner Zeitung, 30.08.2010

YB-Spieler freuen sich

Heute trifft sich das Schweizer Nationalteam in Feusisberg mit fünf YB-Spielern zur Vorbereitung auf zwei Länderspiele.

Heute Abend versammelt Trainer Ottmar Hitzfeld seine Nationalspieler in Feusisberg – am Freitag testet die Schweiz in St. Gallen gegen Australien, und morgen in einer Woche startet die Auswahl in Basel in die EM-Qualifikation gegen England. Mit dabei sind auch fünf YB-Spieler, die sich trotz zuletzt zwei Niederlagen bei Tottenham (0:4) und in Sion (0:2) natürlich auf die Zeit in der Nationalmannschaft freuen. «Es ist immer schön im Nationalteam», sagt Torhüter Marco Wölfli, hinter Diego Benaglio die Nummer 2. Der junge Verteidiger François Affolter kann sich sogar Hoffnungen machen, in der Innenverteidigung zu spielen, während Rechtsverteidiger Scott Sutter weiss: «Auf meiner Position ist Stephan Lichtsteiner gesetzt. So war es bereits vor Jahren bei GC. Lichtsteiner ist ein starker Spieler, aber ich freue mich, erstmals dabei zu sein. Und vielleicht komme ich ja auch zu einem Einsatz.» YB-Spielmacher Moreno Costanzo ist eine Alternative in der Offensive («ich bin stolz, wieder aufgeboten worden zu sein»), und David Degen formuliert seine Ansprüche trotz der Konkurrenz durch Tranquillo Barnetta und Xherdan Shaqiri auf den Flügelpositionen offensiv: «Ich will mich aufdrängen und dem Trainer zeigen, dass er gegen England auf mich setzen kann.»

Ohne Lampard und Terry

England muss derweil zu Beginn der EM-Qualifikation auf zwei Teamstützen verzichten. Die Chelsea-Spieler Frank Lampard und John Terry verletzten sich beim 2:0-Sieg gegen Stoke City. Sie verpassen die Partien gegen Bulgarien und in der Schweiz. Laut Chelseas Trainer Carlo Ancelotti gehen die Leistenprobleme des 83-fachen Nationalspielers Lampard auf dessen Zeit bei West Ham United vor zehn Jahren zurück. Nun sei ein leichter operativer Eingriff nicht mehr zu vermeiden. Der ehemalige Nationalcaptain Terry, der die zweite gewichtige Absenz in der Innenverteidigung nach Manchester Uniteds Rio Ferdinand darstellt, sagte wegen einer Muskelverletzung im rechten Oberschenkel und im Gesäss ab.

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2010/2011
 Beitrag Verfasst: Dienstag 31. August 2010, 10:10 
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Berner Zeitung, 31.08.2010

YB und der grosse Zwiespalt

Erst sechs Wochen ist die Saison alt – und YB hat bereits wieder turbulente Zeiten erlebt. Stabilisiert sich das begabte Team, ist die Zukunft rosig. Doch vor der «Wachstumsphase 3» folgt jetzt zuerst die «Konsolidierungsphase 1».

Und jetzt: die grosse Ratlosigkeit, Krise und Missstimmung – wie in Teilen der Fangemeinde? Oder doch: Aufbruch, Optimismus und Ruhe – wie im Verein? YB ist mal wieder YB: dramatisch und wechselhaft und grosses Theater. Die ersten sechs Wochen der Saison waren ein perfektes Abbild des manchmal rätselhaften, manchmal bezaubernden, stets aber unterhaltsamen Betriebs im Stade de Suisse. Gestern rückten fünf Schweizer Nationalspieler ins Trainingslager in Feusisberg ein, alle jung und entwicklungsfähig, talentiert und wertvoll. Das ist grossartig. Und: YB begeisterte in der Qualifikation zur Champions League mit phasenweise fantastischem Offensivfussball. Aber, auf der anderen Seite, mal wieder auch Hektik, Negativschlagzeilen, Unruhe nach der stillosen, überraschenden Absetzung des erfolgreichen, beliebten Stefan Niedermaier. Und, vor allem: Platz 7 nach sieben Runden mit bloss 8 Punkten und 6 Toren – und teilweise grottenschlechten Vorstellungen. «Wichtig ist jetzt», sagt Verwaltungsratspräsident Benno Oertig, der sich mehr im Tagesgeschäft engagiert, «dass sachlich und konzentriert weitergearbeitet wird.» Ilja Kaenzig, der Delegierte des Verwaltungsrats und neuer «Mister YB», will sich ebenfalls nicht von Emotionen leiten lassen. Er sagt: «Die Basis stimmt. Und wir machen jetzt nicht den Fehler und entscheiden mit einer Kurzschlussaktion irgendetwas, das wir später bereuen. Wir wollen die Möglichkeiten optimieren und haben Vertrauen in Trainer und Team.»

Konstant ohne Konstanz

Und so gehen die Young Boys nach strengem Startprogramm mit elf Pflichtspielen in 43 Tagen (!) mit zwiespältigen Gefühlen in die zweiwöchige Länderspielpause. «Die Mannschaft hat bewiesen, über welch herausragende Qualitäten sie verfügt», lobt Kaenzig. Aber er kritisiert gleichzeitig: «Mit der ungewohnten Mehrbelastung im Europacup sind wir nicht klargekommen. Das muss sich sofort verbessern.» In 14 Wochen stehen bis Mitte Dezember zwanzig Ernstkämpfe an, zwischen Stuttgart in der Europa League und Spiez im Cup. Eigentlich wäre das Kader ja genug breit, um auch fleissig zu rotieren. Allein: Die Ersatzleute wie Mario Raimondi, Alberto Regazzoni, Marco und Christian Schneuwly drängen sich noch nicht zwingend auf; Sturmzugang Emanuel Mayuka bekommt Zeit zur Akklimatisation; und die Stammkräfte lassen Konstanz mit bemerkenswerter Konstanz vermissen. Immerhin: Abwehrchef Emiliano Dudar, eine Säule des Teams, kehrt im nächsten Spiel am 12.September gegen Basel zurück, er wird die Mannschaft stabilisieren. Der junge, talentierte Nebenmann François Affolter spielt an der Seite Dudars um Klassen besser, und der erfahrene Christoph Spycher kann dann im Mittelfeld seine Routine ausspielen.

Treueschwüre für Petkovic

Vor einem Jahr lag YB nach Traumstart und sieben Runden mit 19 Zählern bereits 7 Punkte vor dem ersten Verfolger Zürich. Steigerungspotenzial ist derzeit überall vorhanden. Die begabten, im Ausland begehrten Spieler sollten ihr Potenzial in Zukunft nicht bloss im reizvollen Schaufenster Europacup ausschöpfen, sondern auch im weniger grell beleuchteten Tagesgeschäft Super League. Und Trainer Vladimir Petkovic spürt erstmals in Bern stärkeren Gegenwind, er hat das Spielsystem zuletzt geändert und lässt jetzt mit einer Viererkette verteidigen. «Aber wir müssen in allen Bereichen variabel bleiben und reagieren können», sagt Petkovic.

Die Chefetage steht hinter dem Trainer. Doch Treueschwüre sind im Resultatgeschäft Fussball nur so viel wert wie die Leistungen auf dem Rasen. Die Ansprüche an YB sind riesig, Unterhaltung plus Titelgewinne sollen es – bitte schön – sein. Doch vor der ehrgeizig angekündigten «Wachstumsphase 3» steht jetzt zuerst einmal die «Konsolidierungsphase 1» an.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussball/YB-und-der-grosse-Zwiespalt/story/27089317

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2010/2011
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 1. September 2010, 15:05 
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Berner Zeitung, 01.09.2010

Fritz Bösch tritt als Verwaltungsrat der YB-Muttergesellschaft zurück

Fritz Bösch kehrt der YB-Besitzerin Sport & Event Holding den Rücken. Der Lysser Unternehmer zieht sich aus dem Aufsichtsgremium zurück, bleibt aber im Beirat des BSC Young Boys.

Das gab der Verwaltungsrat der Sport & Event Holding AG am Mittwochnachmittag bekannt. Bösch legt gleichzeitig auch das Verwaltungsratsmandat der Stade de Suisse Wankdorf Nationalstadion AG nieder. Das Unternehmen ist eine Tochtergesellschaft der Sport & Event Holding.

Seit 2005 dabei

Bösch war im August 2005 ins Aufsichtsgremium der Sport & Event Holding AG eingetreten. Von Dezember 2005 bis Mai 2007 war der Gründer der Lysser Firma Feintool (FTON 336 -1.18%) Präsident des BSC Young Boys. Der Rücktritt erfolgt per Ende Jahr. Das Amt neu zu besetzen sei «nicht geplant», sagte YB-Sprecher Albi Staudenmann auf Anfrage.

Der 76-jährige Bösch bleibt aber Beirat des BSC YB und lebenslanges Mitglied des President’s Club von YB. Das zeige die Verbundheit Böschs zum Club, so der YB-Sprecher.

Die Sport & Event Holding AG deutet in ihrer Mitteilung vom Mittwoch an, Bösch habe schon im Frühling 2010 angekündigt, dass er sich aus dem Verwaltungsrat zurückziehen wolle. Seinen Entscheid beschleunigt haben dürfte die Absetzung von Stefan Niedermaier als Chef von YB. Bösch war vom Aufsichtsgremium nicht konsultiert worden, dass dieses Ilja Känzig zum Delegierten des Verwaltungsrats ernennen will. Neben Bösch sitzen auch Benno Oertig und die Gebrüder Andy und Hans-Ueli Rihs im Verwaltungsrat.

Ob Bösch seinen Anteil von 1,7 Prozent an der Sport & Event Holding verkaufen will, wurde im Communiqué offen gelassen. Bösch sagte indes am späten Mittwochnachmittag gegenüber der Berner Zeitung, dass er mit Andy Rihs Gespräche über einen Verkauf führe.

Bösch bestätigte auch, dass er bereits Anfang Jahr den Verwaltungsrat über seinen geplanten Rückzug informiert habe. Das Hickhack um die Ernennung von Ilja Känzig habe diesen Schritt jedoch beschleunigt, so Bösch.

Erfolgreicher Unternehmer

Der gebürtige Zürcher Fritz Bösch hatte 1959 mit 20'000 Franken zusammen mit seinem Kollegen Wilfried Hügi in Biberist die Vorläuferfirma des Lysser Unternehmens Feintool gegründet. Anfang der 60er-Jahre erfolgte der Umzug nach Lyss und die Umbenennung in Feintool. Seither wohnt Bösch in der Seeländer Gemeinde.

Bis 1998 war er Firmenchef, danach Verwaltungsratspräsident der börsenkotierten Gesellschaft. Inzwischen hat sich Bösch vollständig aus dem Management von Feintool zurückgezogen.

2005 erhielt Bösch die Ehrenbürgerschaft von Lyss. Er ist verheiratet und Vater von drei Töchtern, darunter Zwillinge, und einem Sohn.

http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussball/Fritz-Boesch-tritt-als-Verwaltungsrat-der-YBMuttergesellschaft-zurueck/story/21641840

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2010/2011
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 1. September 2010, 17:03 
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Zitat:
Fritz Bösch tritt als Verwaltungsrat der YB-Muttergesellschaft zurück

das war ja zu erwarten.


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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2010/2011
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 2. September 2010, 09:25 
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NZZ, 02.09.2010

Nachbeben bei den Young Boys

Fritz Bösch tritt als Verwaltungsrat der Sport & Event Holding AG zurück

In der Vereinsführung des letztjährigen Meisterschaftszweiten kommt es zu einer weiteren personellen Rochade. Nur knapp drei Wochen nach der Entmachtung von Stefan Niedermaier als CEO der Young Boys ist der Abgang des Verwaltungsrats Fritz Bösch bekanntgegeben worden.

(si) Die Sport & Event Holding AG, die Besitzerin der Young Boys und des Stade de Suisse, ist Mitte August mit der überraschenden Entlassung des CEO Stefan Niedermaier in die Schlagzeilen geraten. Bösch wurde damals erst wenige Minuten vor der kurzfristig angesetzten Medienkonferenz über den Entscheid seiner Kollegen informiert. An der vorhergehenden entscheidenden Sitzung des Verwaltungsrats mit den Brüdern Rihs und dem VR-Präsident Benno Oertig war er nicht eingeladen gewesen.

Der Berner Unternehmer Fritz Bösch war von 2005 bis 2007 Präsident der Young Boys. Er wird dem Verein aber trotz seinem Rücktritt aus dem Verwaltungsgrat per Ende Jahr verbunden bleiben und dem 22-köpfigen YB-Beirat angehören.

http://www.nzz.ch/nachrichten/schweiz/nachbeben_in_der_yb-fuehrung_1.7416214.html

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2010/2011
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 2. September 2010, 18:21 
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Berner Zeitung, 02.09.2010

Bösch tritt ab – und ist skeptisch

Es hat sich abgezeichnet, nun ist es Tatsache: Der Berner Industrielle Fritz Bösch verlässt den Verwaltungsrat der YB-Muttergesellschaft. Er führt zudem Gespräche mit Andy Rihs über einen Verkauf seiner Aktien.

Kurz nach der Bekanntgabe des Rauswurfs von Stefan Niedermaier als Chef des Stade de Suisse war Fritz Bösch aufgebracht: Er weilte Anfang August im Tirol und erholte sich von einer Krankheit. Doch er war nicht an die Verwaltungsratssitzung eingeladen worden, an der Benno Oertig und die Gebrüder Rihs über die Ablösung von Stefan Niedermaier durch Ilja Kaenzig entschieden. Dies, obwohl er telefonisch erreichbar war. Schon damals liess Bösch durchblicken, dass er sich bei den Young Boys zurückziehen will.

Beschleunigter Rückzug

Nun hat Bösch seinen Abgang vollzogen: Er tritt per Ende Jahr aus dem Verwaltungsrat der Sport & Event Holding AG zurück. Diese ist die Besitzergesellschaft des Stadions (ohne Einkaufszentrum) und des Fussballklubs. In der Medienmitteilung betont der Verwaltungsrat der Sport & Event Holding AG, dass Bösch dem Verwaltungsrat seinen Rücktritt bereits im Frühling 2010 angekündigt habe. Bösch bestätigt dies. Er betont aber, dass die abrupte Absetzung von Niedermaier diesen Schritt beschleunigt habe.

Verkaufsgespräche mit Rihs

Bösch bricht indes nicht vollständig mit den Young Boys. Er bleibt im Beirat des Fussballklubs und lebenslanges Mitglied des President’s Club von YB. Ausserdem ist er nach wie vor Aktionär der Sport & Event Holding, an der er einen Anteil von 1,7 Prozent besitzt. Allerdings hegt er Verkaufsabsichten: «Ich führe mit Andy Rihs Gespräche über einen Verkauf meines Aktienpakets», sagt er.

Ärger über den Stil

Im Gespräch macht Bösch deutlich, dass er die Art und Weise der Absetzung von Niedermaier nach wie vor als Fehler erachtet: «Hinter einem solchen Vorgehen kann ich nicht stehen. Es ist damit viel Goodwill zerstört worden. Ein solcher Stil kommt in Bern schlecht an», betont er. Er hoffe nun, dass dieser Entscheid keine negativen Folgen für die Unterstützung durch die Fans oder die Sponsoren haben werde, betont er.

Auch er sei der Ansicht gewesen, dass es bei Stefan Niedermaier zu einer zu starken Kumulierung von Aufgaben gekommen sei. «Am Schluss hat er das gesamte Fussballgeschäft geführt», sagt er. Laut Bösch hätte es aber durchaus eine andere Lösung gegeben. Seiner Ansicht nach wäre es möglich gewesen, das Aufgabengebiet von Stefan Niedermaier als Verantwortlichen für den Stadionbetrieb neu zu definieren.

Für Bösch war es nicht ausgeschlossen, dass Stefan Niedermaier bereit gewesen wäre, auch unter dem neuen Delegierten des Verwaltungsrats Ilja Kaenzig zu arbeiten. «Es ist ein Unternehmen, das 40 Millionen Franken umsetzt. Da gibt es genug Aufgaben.»

Für die Absetzung von Niedermaier sieht er vor allem einen Grund: «Der Kern des Problems bestand darin, dass sich Benno Oertig, der Präsident der Sport & Event Holding AG, und Stefan Niedermaier nicht verstanden haben», sagt Bösch.

«Sport und dann das Geld»

Was die laufende Saison betrifft, ist Bösch skeptisch: «Es stellt sich die strategische Frage, ob zuerst die sportlichen oder die finanziellen Ziele kommen», sagt er. Für ihn sei klar, dass zuerst die sportlichen Ziele erreicht werden müssten. «Dann kommt auch der finanzielle Erfolg – wie das Beispiel Basel zeigt.»

Bösch ist der Ansicht, dass sich die Besitzer des Stadions und des Fussballklubs überlegen müssen, die Fussballmannschaft weiter zu verstärken, denn es gebe noch zu viele Schwachstellen in der Mannschaft. «Doch das braucht Investitionen», sagt er.

In Bezug auf die laufende Saison hat er Bedenken. «Im Hinblick auf die neue Saison hat innerhalb der Mannschaft ein massiver Umbruch stattgefunden. Es ist noch nicht ersichtlich, dass jeder für den anderen rennt. Mit elf Fussballern hat man noch kein Team», betont er. In dieser Saison komme nun noch erschwerend hinzu, dass die Mannschaft in der Meisterschaft nicht überzeugt habe: «Wenn eine Mannschaft schlecht in die Meisterschaft startet, dann wird es schwierig. Eine Mannschaft kommt dann schnell unter Druck», erklärt er.

Verwaltungsrat seit 2005

Bösch gehörte dem Verwaltungsrat der Sport & Event Holding seit dem Umzug ins Stade de Suisse im Juli 2005 an. Von Dezember 2005 bis Mai 2007 präsidierte er zudem die YB-Betriebs AG, eine Tochtergesellschaft der Sport & Event Holding.

Der im Kanton Zürich aufgewachsene Bösch wohnt seit 50 Jahren im Kanton Bern. Er ist in erster Linie bekannt als Unternehmer: Er hatte 1959 mit 20 000 Franken zusammen mit seinem Kollegen Wilfried Hügi in Biberist die Vorläuferfirma des Lysser Unternehmens Feintool gegründet. Anfang der 1960er-Jahre erfolgte der Umzug nach Lyss und die Umbenennung in Feintool. Seither wohnt Bösch in der Seeländer Gemeinde.

Bis 1998 war er Firmenchef, danach Verwaltungsratspräsident der börsenkotierten Gesellschaft. Inzwischen hat sich Bösch vollständig aus dem Management von Feintool zurückgezogen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2010/2011
 Beitrag Verfasst: Samstag 18. September 2010, 11:36 
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Berner Zeitung, 18.09.2010

Druck und Unruhe steigen

Nach der harmlosen Vorstellung und der 0:3-Niederlage in Stuttgart müssen sich die Young Boys steigern. Heute im Cup in Spiez und nächste Woche in St. Gallen sowie gegen Thun wird vom Team eine Reaktion erwartet.

Am Ende des Ausflugs ins Schwabenland blieb den frustrierten Young Boys fast nur noch Hohn und Spott. Die Berner waren bereits vor der Partie von den deutschen Medien kaum beachtet worden, und nach dem harmlosen, schwachen Auftritt in Stuttgart und der 0:3-Niederlage fiel die Kritik vernichtend aus. Vom «willkommenen Aufbaugegner» für gleichfalls kriselnde Stuttgarter war zum Beispiel die Schreibe. Die Berner Spieler hatten sich ja auch nur unwesentlich geschickter angestellt als ein Teil ihrer Fans, der von der «Bild» als «Berner Blödmänner» bezeichnet wurde, weil im Gästesektor Pyros gezündet worden waren.

Derzeit keine Kontinuität

Ein sportliches Feuerwerk hat YB derweil zuletzt selten veranstaltet. Aber möglicherweise ist das Team, gespickt mit vielen begabten Nationalspielern, auch ein Opfer des eigenen Potenzials. «Wir haben in den letzten Wochen zum Teil ausgezeichnet gespielt», sagt Captain Marco Wölfli. «Und es muss jetzt unser Anspruch sein, diese Leistungen konstant abzurufen.»

Weil der Verein nach drei Vizemeisterschaften in Serie vor der Saison ehrgeizige Ziele formuliert hatte («wir wollen besser sein als letztes Jahr»), in der Liga aber nur auf Rang 7 liegt, steigt der Druck – und die Unruhe. Mal wieder sind die Zeiten bei den Young Boys hektisch und die Schlagzeilen vielfältiger Art. Die erschreckend mutlose Vorstellung in Stuttgart mit dem Ausfall des verletzten Abwehrchefs Emiliano Dudar zu begründen, greift zu kurz. Und natürlich fehlten mit Senad Lulic und David Degen die beiden Flügelspieler. Aber Trainer Vladimir Petkovic überraschte vorgestern erneut mit seiner Aufstellung – und nominierte auf den Seiten im Mittelfeld einen Mittelstürmer (Marco Schneuwly) und einen Rechtsverteidiger (Scott Sutter). Für die letztjährigen Stammspieler Mario Raimondi und Alberto Regazzoni, mit ihrem Reservistendasein ohnehin kaum glücklich, muss das ziemlich ernüchternd gewesen sein. Und weil die YB-Fussballer zuletzt immer wieder herumgeschoben wurden, lässt sich nur schwer Kontinuität aufbauen. Routinier Christoph Spycher würde den teilweise verunsicherten Youngsters im Team in dieser heiklen Zeit mit seiner Erfahrung und Klasse im zentralen Aufbau zudem vielleicht mehr helfen können als hinten links.

1.Krisenstufe gezündet

YB-Chef Ilja Kaenzig mag keine Taktik- und Personendiskussionen eröffnen («Fans und Medien können wir das aber nicht verbieten»). Doch er erhöht nach der tristen Darbietung in Stuttgart den Druck auf die teure, talentierte, ambitionierte Mannschaft (siehe Interview links). Und Kaenzig sagt auch: «Stuttgart hat uns gezeigt, wie man sich nach enttäuschenden Resultaten mit Wille und Leidenschaft zur Wehr setzt.» Von einer Krise will bei den Young Boys keiner reden, höchstens von einer «Ergebniskrise» (Kaenzig). Aber natürlich ist im angespannten Umfeld nach dem Fehlstart die 1. Krisenstufe gezündet worden. Gefordert wird von Trainer und Team jetzt vor allem eines: Erfolg!

Glücklicherweise für YB bietet sich im Tagesgeschäft Fussball bereits heute die erste Gelegenheit zur Korrektur – in der 1. Cuprunde beim FC Spiez (2. Liga Inter) wartet ab 16.30 Uhr eine lästige Pflichtaufgabe, wobei einige Ersatzspieler eine Bewährungschance erhalten dürften – Xavier Hochstrasser und David Degen sind gesperrt. Und in der nächsten Woche visieren die Young Boys in der Liga beim FC St. Gallen (am Mittwoch) sowie im Derby gegen den FC Thun (morgen in einer Woche) sechs Punkte und den Befreiungsschlag an. Die Europa League geniesst dagegen nicht erste Priorität. Vladimir Petkovic, der erstmals als Trainer im Gegenwind steht, betont stets: «Die Super League ist der wichtigste Wettbewerb für uns.» Und so will YB nun, wie letztes Jahr der FC Basel, zum imposanten Steigerungslauf ansetzen.

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