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Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
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shalako
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Verfasst: Freitag 17. April 2009, 08:57 |
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Tagesnanzeiger, 17.04.2009 YB nach dramatischem Cupfight im FinalDie Young Boys haben sich erstmals seit 2006 wieder für den Schweizer Cupfinal qualifiziert – und wieder heisst der Gegner Sion.     Die Berner gewannen im Stade de Suisse im Halbfinal den Klassiker gegen den FC Basel 3:2 im Penaltyschiessen und treffen nun am 20. Mai, ebenfalls in Bern, auf den FC Sion. Nach torlosen 120 Minuten avancierte YB-Torhüter Marco Wölfli in der Entscheidung vom Elfmeterpunkt zum Matchwinner. Der Schweizer Internationale parierte die Penaltys von Benjamin Huggel, David Abraham und Jürgen Gjasula. Doumbias MatchballBereits zuvor hatten in der Verlängerung der eingewechselte Seydou Doumbia, Alberto Regazzoni und Xavier Hochstrasser die mögliche Entscheidung für das Heimteam verpasst. Der Ivorer drosch den letzten Angriffsversuch der Berner an die Latte (120.). Bereits in der 96. Minute hatte der YB-Edeljoker die Entscheidung auf dem Fuss: Anstatt den Ball zum freistehenden Thomas Häberli zu passen, suchte der Topskorer alleine vor Franco Costanzo aber selbst den Torerfolg. Drei Minuten später scheiterte Regazzoni mit seinem Schuss am starken FCB-Captain, der auch den Abschlussversuch von Hochstrasser aus 25 Metern entschärfte (109.). Dass es zu diesem dramatischen Ende kam, hätte Mario Raimondi bereits zwei Minuten vor der Pause der regulären Spielzeit verhindern können. Nachdem Basels Abwehrchef Abraham nach einer Regazzoni-Flanke Thomas Häberli im Strafraum zu Boden gerissen hatte, zeigte Schiedsrichter Claudio Bertolini zurecht auf den Elfmeterpunkt. Raimondi scheiterte aber mit seinem harmlosen Versuch an FCB-Captain Franco Costanzo. Das Ende der langen Basler CupserieIm 14. Cup-Duell der beiden Schwergewichte war es für YB erst der vierte Erfolg, der erste seit knapp 30 Jahren. Gegen den nächsten Kontrahenten, Finalgegner Sion, weisen die Young Boys zwar eine positive Bilanz auf (7:6), alle drei Cupfinal gegen die Walliser gingen allerdings verloren (1980, 1991, 2006). Vor drei Jahren unterlag YB, das auf den ersten Cupsieg seit 1987 wartet, als man gegen den damaligen Challenge-Ligisten im Penaltyschiessen verloren hatte. Der heutige Berner Alberto Regazzoni hatte damals den entscheidenden Penalty für die Walliser verwandelt. Für die Basler, die Cupsieger der letzten beiden Jahre, war es die erste Niederlage im K.o-Wettbewerb seit 16 Spielen. Letztmals hatte das Team von Christian Gross am 18. Dezember 2005 gegen den FC Zürich (3:4 n.V.) eine Cuppartie verloren. Telegramm und Penaltyschiessen Young Boys - Basel 0:0 n.V. YB 3:2-Sieger im Penaltyschiessen Stade de Suisse. - 31'120 Zuschauer (ausverkauft). - SR Bertolini. - Penaltyschiessen: Huggel 0:0 (Wölfli wehrt ab). Yapi 1:0. Ergic 1:1. Hochstrasser 1:1 (darüber). Abraham 1:1 (Wölfli wehrt ab). Bastians 2:1. Chipperfield 2:2. Schneuwly 3:2. Gjasula 3:2 (Wölfli hält). Young Boys: Wölfli; Portillo, Ghezal, Affolter; Schwegler, Hochstrasser, Yapi, Raimondi (71. Bastians); Varela (75. Doumbia), Häberli (101. Schneuwly), Regazzoni. Basel: Costanzo; Zanni, Ferati, Abraham, Safari (115. Safari); Frei (101. Gjasula), Ergic, Huggel, Chipperfield; Streller, Derdiyok (65. Stocker). Bemerkungen: YB ohne Doubaï (rekonvaleszent), Basel ohne Carlitos, Hodel, Marque, und Stöckli (alle verletzt). 43. Raimondi scheitert mit Foulpenalty an Costanzo. 120. Lattenschuss Doumbia. Verwarnungen: 23. Portillo (Foul). 37. Abraham (Foul). 43. Safari (Foul). 73. Varela (Foul). 78. Hochstrasser (Foul). 121. Stocker (Unsportlichkeit). http://www.tagesanzeiger.ch/sport/fussball/YB-nach-dramatischem-Cupfight-im-Final/story/21147299
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shalako
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Verfasst: Freitag 17. April 2009, 09:03 |
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Tagesanzeiger, 17.04.2009
«Mit Glück – und meinem Bauchgefühl»
YB-Torhüter Marco Wölfli wurde zum Berner Helden des Cup-Halbfinals. Er wehrte drei von fünf Basler Penaltys ab
Thomas Häberli schaute aus der Ferne zu und hatte eine Hoffnung: «Dass Wölfli einen, vielleicht zwei Penaltys hält.» Als das Elfmeterschiessen anfing, traute der YB-Stürmer seinen Augen nicht. Der 26-jährige Wölfli hielt grandios, einmal, zweimal, dann sogar ein drittes Mal und führte die Berner in den Cupfinal gegen Sion am 20. Mai. Danach gab sich der Torhüter bescheiden.
Marco Wölfli, wer im Penaltyschiessen drei Versuche des Gegners abwehrt, darf von einem traumhaften Abend reden, oder? Wir hatten im Spiel einen Elfmeter verschossen, in der 120. Minute verzeichneten wir einen Lattenschuss. Da sagte ich mir, dass es nicht sein kann, das Ziel nicht zu erreichen. Schön ist es natürlich, dass ich meinen Teil dazu beitragen konnte.
Klingt bescheiden. Ihr Teil war riesig. Haben Sie gewusst, welcher Basler wie schiesst? Vor zwei Jahren fing mein Goalietrainer an, eine Liste mit Penaltyschützen zu erstellen. Aber ich hielt kaum einen Elfmeter. Seit diese Liste nicht mehr existiert und ich nicht mehr weiss, welche Ecke die Schützen bevorzugen, klappt es besser.
Aber nur Glück ist es nicht. Ich würde sagen, dass ich mit Glück reagiert habe und auf mein Bauchgefühl Verlass war. Entscheidend ist einfach, dass man als Goalie möglichst lange auf den Beinen bleibt. Das gelang mir sehr gut.
Ahnten Sie, dass Sie zur grossen Figur des Abends avancieren würden? Ich hoffte es. Aber geahnt habe ich das nicht unbedingt, nein.
Haben Sie schon einmal drei Penaltys gehalten? (schmunzelt) Ja, im OBI-Cup vor der Saison gegen Dortmund. Aber das ist eine Seltenheit.
Würden Sie von einem verdienten YB-Sieg reden? Ja, ich glaube schon, dass wir uns verdient für den Final qualifiziert haben. Wir haben für die Offensive ziemlich viel gemacht. Und wie gesagt: Vor dem Penaltyschiessen besassen wir schon gute Möglichkeiten, die Partie zu entscheiden.
Freuen Sie sich jetzt schon auf Sion und denken Sie an die Revanche für die Finalniederlage 2006? Ich muss zuerst das Erlebte verarbeiten und den Sieg feiern. Danach kommt am Sonntag GC. Wir haben noch genügend Zeit, uns auf den Final einzustimmen.
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shalako
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Verfasst: Freitag 17. April 2009, 09:06 |
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NZZ, 17.04.2009
Wölfli – Matchwinner für die Young Boys
Berner Keeper pariert im Cup-Halbfinal gegen Basel drei von vier Penaltys
Nach Sitten hat sich auch YB für den Cup-Final qualifiziert. Die Berner bezwangen den FC Basel 3:2 im Penaltyschiessen, nachdem die Partie nach 120 Minuten torlos geblieben war. Zum YB-Matchwinner avancierte Goalie Wölfli, der drei der fünf Penaltys parierte. Nachdem Huggel und Abraham scheiterten, blieb als letzter Basler Schütze Gjasula am Berner Keeper hängen.
(si) Nach torlosen 120 Minuten avancierte YB-Torhüter Marco Wölfli in der Entscheidung vom Elfmeterpunkt zum Matchwinner. Der Schweizer Internationale parierte die Penaltys von Benjamin Huggel, David Abraham und Jürgen Gjasula.
Bereits zuvor hatten in der Verlängerung der eingewechselte Seydou Doumbia, Alberto Regazzoni und Xavier Hochstrasser die mögliche Entscheidung für das Heimteam verpasst. Der Ivorer drosch den letzten Angriffsversuch der Berner an die Latte (120.).
Bereits in der 96. Minute hatte der YB-Edeljoker die Entscheidung auf dem Fuss: Anstatt den Ball zum freistehenden Thomas Häberli zu passen, suchte der Topskorer alleine vor Franco Costanzo aber selbst den Torerfolg. Drei Minuten später scheiterte Regazzoni mit seinem Schuss am starken FCB-Captain, der auch den Abschlussversuch von Hochstrasser aus 25 m entschärfte (109.).
Raimondi vergibt Penaltychance
Dass es zu diesem dramatischen Ende kam, hätte Mario Raimondi bereits zwei Minuten vor der Pause der regulären Spielzeit verhindern können. Nachdem Basels Abwehrchef Abraham nach einer Regazzoni-Flanke Thomas Häberli im Strafraum zu Boden gerissen hatte, zeigte Schiedsrichter Claudio Bertolini zurecht auf den Elfmeterpunkt. Raimondi scheiterte aber mit seinem harmlosen Versuch an FCB-Captain Franco Costanzo.
Im vierzehnten Cup-Duell der beiden Schwergewichte war es für YB erst der vierte Erfolg, der erste seit knapp dreissig Jahren. Gegen den nächsten Kontrahenten, Final-Gegner FC Sion, weisen die Young Boys zwar eine positive Bilanz auf (7:6), alle drei Cup-Final gegen die Walliser gingen allerdings verloren (1980, 1991, 2006). Vor drei Jahren unterlag das YB-Ensemble, das auf den ersten Cup-Sieg seit 1987 wartet, als man gegen den damaligen Challenge-Ligaverein im Penaltyschiessen verloren hatte.
Für die Basler, die Cup-Sieger der letzten beiden Jahre, war es die erste Niederlage im K.-o-Wettbewerb seit sechzehn Spielen. Letztmals hatte das Team von Christian Gross am 18. Dezember 2005 gegen den FC Zürich (3:4 nach Verlängerung) eine Cup-Partie verloren.
YB - Basel 0:0 n. V. – YB 3:2-Sieger im Penaltyschiessen Stade de Suisse. - 31'120 Zuschauer (ausverkauft). - Schiedsrichter: Bertolini. - Penaltyschiessen: Huggel 0:0 (Wölfli wehrt ab). Yapi 1:0. Ergic 1:1. Hochstrasser 1:1 (darüber). Abraham 1:1 (Wölfli wehrt ab). Bastians 2:1. Chipperfield 2:2. Schneuwly 3:2. Gjasula 3:2 (Wölfli hält).
Young Boys: Wölfli; Portillo, Ghezal, Affolter; Schwegler, Hochstrasser, Yapi, Raimondi (71. Bastians); Varela (75. Doumbia), Häberli (101. Schneuwly), Regazzoni.
Basel: Costanzo; Zanni, Ferati, Abraham, Safari (115. Safari); Frei (101. Gjasula), Ergic, Huggel, Chipperfield; Streller, Derdiyok (65. Stocker).
Bemerkungen: YB ohne Doubaï (rekonvaleszent), Basel ohne Carlitos, Hodel, Marque, und Stöckli (alle verletzt). 43. Raimondi scheitert mit Foulpenalty an Costanzo. 120. Lattenschuss Doumbia. Verwarnungen: 23. Portillo (Foul). 37. Abraham (Foul). 43. Safari (Foul). 73. Varela (Foul). 78. Hochstrasser (Foul). 121. Stocker (Unsportlichkeit).
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shalako
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Verfasst: Freitag 17. April 2009, 09:16 |
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sf.tv, 17.04.2009
YB gewinnt Cup-Krimi
YB steht nach einem spannenden Cup-Spiel gegen Basel im Final. Die Berner setzten sich nach 120 spektakulären aber torlosen Minuten im Penaltyschiessen durch. Goalie Marco Wölfli parierte dabei drei FCB-Versuche.
«Es ist immer auch ein wenig Bauchgefühl bei den Penaltys», gab der YB-Schlussmann nach dem Spiel zu, «wir haben im Spiel viele Chancen vergeben, umso schöner wenn ich der Mannschaft am Ende helfen konnte».
Hohe Intensität von Anfang an
Die beiden Teams schenkten sich von Beginn weg keinen Meter. Die 31'120 Zuschauer sahen einen offenen Schlagabtausch. Dazu trugen nicht nur die wie gewohnt offensiv eingestellten Berner Gastgeber bei, sondern auch die überraschend mit zwei Stürmern angetretenen Basler Gäste.
YB hatte zwar zu Beginn mehr Spielanteile, die erste hochkarätige Chance ergab sich dann aber für FCB-Routinier Scott Chipperfield - der Australier verzog jedoch den Schuss nach schönem Zuspiel von Marco Streller.
Penalty für YB kurz vor Spiel-Hälfte
Für die beste Torgelegenheit der ersten 45 Minuten sorgte Schiedsrichter Carlo Bertolini. Bei einer missglückten Flanke von Mario Raimondi wurde im Strafraum abseits der Blicke der Zuschauer Thomas Häberli regelwiedrig zurückgehalten - Penalty für die Young Boys. Basel-Goalie Franco Costanzo hielt allerdings den schlecht getretenen Schuss von Raimondi ohne grössere Mühe.
Matchbälle für beide Teams
Auch in der zweiten Halbzeit gingen die Mannschaften dasselbe hohe Tempo. Der eben eingewechselte Valentin Stocker scheiterte in der 65. Minute aus kurzer Distanz am starken Nationalspieler Marco Wölfli, auf der anderen Seite verzog Alberto Regazzoni wenig später alleine vor Costanzo. Dazwischen beklagten die Basler ein penaltywürdiges Foul - YB-Verteidiger Saif Ghezal war der Ball nach einem Chipperfield-Kopfball an den Arm gesprungen, der Schiedsrichter-Pfiff blieb aber aus.
Verlängerung: Doumbia vergibt Matchball
Das Spiel fand in der regulären Spielzeit keinen Sieger. In der Verlängerung vermochten die Spieler dem horrenden Rhythmus nicht mehr ganz standzuhalten. Die Fehlerquote im Spielaufbau stieg beidseits stark an. Den letzten Matchball hatte der Berner Edeljoker Seydou Doumbia auf dem Fuss. In der 120. Minute sah er seinen Schussversuch aber von der Latte abprallen.
Wölfli Held des Abends
Das Penaltyschiessen musste entscheiden - die Chance für einen der beiden Goalies, zum Matchwinner zu avancieren. Schliesslich sollte Wölfli vor der eigenen Fankurve zur grossen Form auflaufen und die Schüsse von Benjamin Huggel, David Abraham und Jürgen Gjasula abwehren, während auf der anderen Seite nur Xavier Hochstrasser verzog. Für die Berner ging im Cup gegen den FC Basel eine lange Durststrecke zu Ende. Im 14. Duell der beiden Schwergewichte war es für das Team aus der Bundeshauptstadt erst der vierte Erfolg, der erste seit knapp 30 Jahren.
Die Hauptstädter treffen damit am 20. Mai wiederum zuhause auf den FC Sion, der sich am Dienstag gegen den FC Luzern ebenfalls im Penaltyschiessen durchgesetzt hatte.
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shalako
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Verfasst: Freitag 17. April 2009, 09:18 |
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Basler Zeitung, 17.04.2009
FC Basel verpasst Cup-Final
Die Young Boys gewannen im Stade de Suisse im Halbfinal den Klassiker gegen den FC Basel 3:2 im Penaltyschiessen und treffen nun am 20. Mai, ebenfalls in Bern, auf den FC Sion.
Nach torlosen 120 Minuten avancierte YB-Torhüter Marco Wölfli in der Entscheidung vom Elfmeterpunkt aus zum Matchwinner in diesem packenden Spiel. Der Schweizer Internationale parierte die Penaltys von Benjamin Huggel, David Abraham und Jürgen Gjasula.
Bereits zuvor hatten in der Verlängerung der eingewechselte Edeljoker Seydou Doumbia, Alberto Regazzoni und Xavier Hochstrasser die mögliche Entscheidung für das Heimteam verpasst. Der Ivorer drosch den letzten Angriffsversuch der am Ende überlegen Berner an die Latte (120.). Bereits in der 96. Minute hatte der YB-Topskorer die Entscheidung auf dem Fuss: Anstatt den Ball zum freistehenden Thomas Häberli zu passen, suchte Doumbia alleine vor Franco Costanzo aber selbst den Torerfolg. Drei Minuten später scheiterte Regazzoni, einer der Aktivposten im Berner Angriff, mit seinem Schuss am starken FCB-Captain, der auch den Abschlussversuch von Hochstrasser aus 25 Metern entschärfte (109.).
Abraham provozierte Penalty
Dass es zu diesem dramatischen Ende kam, hätte Mario Raimondi bereits zwei Minuten vor der Pause der regulären Spielzeit verhindern können. Nachdem Basels Abwehrchef Abraham nach einer Regazzoni-Flanke Thomas Häberli im Strafraum zu Boden gerissen hatte, zeigte Schiedsrichter Claudio Bertolini zurecht auf den Elfmeterpunkt. Raimondi, der etatmässige Penaltyschütze der Berner, scheiterte aber mit seinem harmlosen Versuch an FCB-Captain Franco Costanzo.
Für die Berner ging im Cup gegen den FC Basel eine lange Durststrecke zu Ende. Im 14. Duell der beiden Schwergewichte war es für das Team aus der Bundeshauptstadt erst der vierte Erfolg, der erste seit knapp 30 Jahren. Gegen den nächsten Kontrahenten, Final- Gegner Sion, weisen die Young Boys zwar eine positive Bilanz auf (7:6), alle drei Cupfinals gegen die Walliser gingen allerdings verloren (1980, 1991, 2006). Vor drei Jahren unterlag YB, das auf den ersten Cupsieg seit 1987 wartet, dem damaligen Challenge- Ligisten im Penaltyschiessen.
Für die Basler, die Cupsieger der letzten beiden Jahre, war es die erste Niederlage im K.o-Wettbewerb seit 16 Spielen. Letztmals hatte das Team von Christian Gross am 18. Dezember 2005 gegen den FC Zürich (3:4 n.V.) eine Cuppartie verloren. Zudem war es für den Double-Gewinner von 2008 erst die zweite Pleite in diesem Jahr in einem Pflichtspiel. Zum Auftakt der Rückrunde in der Axpo Super League verloren die Basler Anfang Februar ebenfalls im Stade de Suisse geegn die Berner nach einer ebenso spektakuläreren Partie 2:3.
Lauer Beginn
Im Gegensatz zur dramatischen Schlussphase hatte die Partie behutsam begonnen. Beide Teams waren zu Beginn darauf bedacht, möglichst wenig Eigenfehler zu produzieren. Dementsprechend harzig verlief die erste halbe Stunde, die zwar ein intensives Spiel aber kaum Torchancen bot. Das Heimteam versuchte das Zepter in die Hand zu nehmen und hatte optisch ein leichtes Übergewicht, die besseren Gelegenheiten boten sich aber zuerst den Gästen aus Basel.
Nachdem YBs Spielmacher Yapi am gegnerischen Strafraum den Ball gegen Huggel vertändelt hatte, führte ein schnell vorgetragener Konter über Derdiyok und Streller zur ersten guten Gelegenheit für die Gäste. Der Schuss von Scott Chipperfield wurde im letzten Moment von einem Berner Verteidiger entscheidend abgelenkt (33.). Vier Minuten später war es wiederum der Australier, mit 12 Saisontoren Basels bester Torschütze, der mit einem satten Schuss aus 18 Metern den zuvor kaum beschäftigten Marco Wölfli zu einer Glanzparade zwang.
Packender Cupfight
Mit Fortdauer der Partie entwickelte sich das Spiel im mit 31'120 Zuschauern ausverkauften Stade de Suisse aber immer mehr zu einem packenden Cupfight. Und waren gute Torchancen in der ersten Halbzeit noch Mangelware, boten sich den beiden besten Schweizer Teams dieses Jahres in der zweiten Halbzeit mehrere Gelegenheiten, das Spiel noch vor der Verlängerung zu entscheiden.
Regazzoni verzog in der 72. Minute alleinstehend aus acht Metern kläglich, neun Minuten später wurde das Solo von Doumbia erst im letzten Moment gestoppt. Auf der Gegenseite hatte Wölfli nach 65 Minuten mit einem wachen Fussreflex gegen den 30 Sekunden zuvor eingewechselten Valentin Stocker einen Berner Rückstand verhindert.
Basel mit zwei Stürmern
In der Startaufstellung wartete Basels Trainer Christian Gross, der auf die verletzten François Marque und Carlitos verzichten musste, mit einer Überraschung auf und nominierte mit Derdiyok und Marco Streller zwei Sturmspitzen. Fabian Frei nahm die Position von Carlitos ein. Die Berner spielten in ihrem gewohnten 3-4-3-System, wobei Capatin Häberli erstmals seit über einem Monat wieder als Mittelstümer beginnen durfte. Abgesehen vom Penalty, den Häberli herausholte, agierte der einsatzfreudige Routinier aber bis zu seiner Auswechslung glücklos.
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shalako
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Verfasst: Freitag 17. April 2009, 15:45 |
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Berner Zeitung, 17.04.2009
Ein Umweg übers Penaltyschiessen
Erneut hat YB vom Schub von der Ersatzbank profitiert. Und am Ende des Abends wurden die Berner zu Penaltyspezialisten.
Pünktlich zur YB-Viertelstunde betrat der De-Luxe-Joker der Liga die Bühne. Und Seydou Doumbia, der alle 12 Saisontore als Einwechselspieler erzielt hat, benötigte bloss wenige Minuten, um sich mit einem atemberaubenden Slalomlauf standesgemäss einzuführen. Kurz darauf vergab der Ivorer aus kurzer Distanz das 1:0, so gesehen passte er sich seinen spielfreudigen, aber ineffizienten Mitspielern prächtig an. Gleichzeitig mit Doumbias Eintritt veranstaltete ein unbelehrbarer Teil der YB-Fans ein grosses, beeindruckendes, aber eben verbotenes Feuerwerk. Die abgebrannten Petarden werden den Young Boys eine saftige Busse bescheren – leisten können sie es sich, die Bruttoeinnahmen des Halbfinals belaufen sich für YB auf rund eine Million Franken.
Schub von der Bank
Seydou Doumbia, die fleisch gewordene Rakete, zündete auch in der Verlängerung mehrmals den Turbo, er war jetzt der Antreiber einer stürmischen Mannschaft. YB drängte, YB dominierte, und ein anderer Einwechselspieler, Felix Bastians, gab den engagierten Vorkämpfer. Der Deutsche unterstrich mit seinem generösen Vortrag die eigenwillige These seines Trainers Vladimir Petkovic, wonach die Young Boys 19 Stammspieler hätten. Bastians war derart motiviert, dass er die 20 Minuten bis zur Verlängerung zwar mit dem richtigen Leibchen, aber mit dem falschen Sponsorenlogo auf der Brust bestritt.
Wie fast immer in diesen Wochen profitierte YB auch gestern vom Schub von der Ersatzbank. Doumbia und Bastians aber reüssierten während der regulären Spielzeit ebenfalls nicht. In der 120. Minute kombinierten sie sich zur letzten Gelegenheit, als der eine, Doumbia, die Hereingabe des anderen, Bastians, an die Lattenoberkante setzte.
YB und die Elfmeter
Und so musste wie im ersten Halbfinal zwischen Luzern und Sion das Penaltyschiessen entscheiden. YB startete den finalen Akt gewiss in der Rolle des Aussenseiters, zumal Mario Raimondi kurz vor der Pause einen Elfmeter verschossen hatte.
In den letzten Wochen hatte YB bei den Penaltyversuchen nicht brilliert. Gilles Yapi verschoss einen Elfmeter beim 3:2-Sieg in Sion, Raimondi einen beim 4:0 gegen Aarau. Diese Fehlversuche waren ohne Folgen geblieben. Und auch Raimondis gestriges Malheur spielte am Ende keine Rolle mehr. YB-Torhüter Marco Wölfli avancierte mit drei spektakulären Paraden zum Helden der Veranstaltung. Wölfli und seine Kollegen wurden noch Minuten nach dem Schlusspfiff frenetisch gefeiert. Vermutlich könnten für den Cupfinal YB - Sion 80000 Tickets verkauft werden. Beide Vereine dürften rund 12000 Karten erhalten, der Rest geht an Sponsoren und geladene Gäste. Die ungefähr 10500 YB-Saisonkartenbesitzer geniessen ein Vorkaufsrecht.
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Bierflasche
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Verfasst: Freitag 17. April 2009, 16:23 |
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Krimi vor ausverkauften Haus - YB erreicht den Cupfinal
Im ausverkauften STADE DE SUISSE (31'120 Zuschauer) starteten beide Teams engagiert. Nach wenigen Minuten besass Häberli eine Möglichkeit per Kopf, stand dabei aber hauchdünn im Abseits. YB machte vor allem über die rechte Seite mit Varela und Schwegler Druck. Der entscheidende letzte Pass war aber zu ungenau, so dass keine grossen Chancen entstanden.
Noch vor der Pause ereigneten sich zwei heisse Szenen vor den beiden Toren. Chipperfields Schuss wurde von Wölfli mit einer guten Parade vereitelt (38.). Auf der anderen Seite wurde Häberli kurz zurückgehalten, Schiedsrichter Bertolini entschied auf Penalty. Doch Basels Goalie Costanzo hielt den von Raimondi getretenen Elfmeter (45.).
Der Spielverlauf änderte sich nach dem Seitenwechsel kaum. YB hatte viel Ballbesitz, die Gäste waren aber ebenfalls oft vor dem Tor der Berner anzutreffen. Regazzoni (72.) und Stocker (65.) vergaben je eine gute Möglichkeit. Auch verpasste der eingewechselte Doumbia nach einem Solo den richtigen Zeitpunkt zum Schuss (81.). Die Basler reklamierten ihrerseits einen Penaltypfiff, als der Ball Ghezal an die Hand sprang (74.). So kam es nach animierten 90 Minuten zur Verlängerung.
In der 30-minütigen «Nachspielzeit» wirkte YB frischer. Doumbia hatte schon bald eine weitere Torchance, doch sein Abschluss war schwach. Auch Regazzoni und Hochstrasser beschäftigten die Basler Hintermannschaft. In der 120. Minute kam Doumbia nach einem zügigen Angriff über die linke Seite zur letzten Chance des Spiels: Der Ivorer traf die Oberkante der Latte … und es kam zum Elfmeterschiessen.
Dort wurde YB-Goalie Marco Wölfli zum Helden. Er hielt die Elfmeter von Huggel, Abraham und Gjasula. Für YB trafen Yapi, Bastians und Schneuwly. Die Young Boys erreichen den Cupfinal!
Stadion: STADE DE SUISSE Wankdorf Bern Zuschauer: 31'120 (ausverkauft) Schiedsrichter: Bertolini
Tore: keine.
Penaltyschiessen: Huggel, Wölfli hält. Yapi 1:0. Ergic 1:1. Hochstrasser, übers Tor. Abraham, Wölfli hält. Bastians 2:1. Chipperfield 2:2. Schneuwly 3:2. Gjasula, Wölfli hält.
Auswechslungen: 65. Stocker für Derdiyok. 71. Bastians für Raimondi. 75. Doumbia für Varela. 101. Gjasula für Frei. 101. Schneuwly für Häberli. 115. Perovic für Safari.
Ersatz: YB: Collaviti, Schneider, Baykal, Degen. Basel: Sommer, Gelabert, Mustafi, Sahin.
Bemerkungen: YB ohne Doubaï (rekonvaleszent) und Pereyra (kein Aufgebot). Basel ohne Hodel, Marque, Carlitos und Stöckli (alle verletzt). 120. Doumbia trifft die Lattenoberkante.
Verwarnungen: 23. Portillo (Foul), 37. Abraham (Foul), 73. Varela (Foul), 77. Hochstrasser (Foul), 120. Stocker (Unportlichkeit).
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shalako
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Verfasst: Samstag 18. April 2009, 10:42 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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NZZ, 18.04.2009
YB - FC Sion, das alte, neue Endspiel
Die Berner gewinnen den Cup-Halbfinal gegen Der Goalie Wölfli pariert im Elfmeterschiessen drei Schüsse und führt YB in den Cup-Final. Gegner ist am 20. Mai im Berner Stade de Suisse der in zehn Cup-Endspielen unbesiegte FC Sion. bsn. Bern, 16. April
Die «Züri West»-Siegesballade, die fünf Minuten nach dem letzten Penalty scheu in das Stade de Suisse scholl, war kaum hörbar – zu laut jubelten, schrien und sangen die Fans der Young Boys, die soeben den Cup-Halbfinal gegen den FC Basel für sich entschieden hatten. Sie gewannen wieder einmal, die Berner, namentlich dank Wölfli, dem arbeitsamen Torhüter, der im Elfmeterschiessen drei Schüsse pariert hatte: Huggel scheiterte, Abraham ebenfalls, Gjasula auch. YB verzeichnete einen einzigen Fehlschuss (Hochstrasser) und musste nur vier Schützen an den Punkt schicken – denn Wölfli erledigte den Schweizer Primus gleichsam im Sololauf.
Anzeige Gross die grössere Wundertüte
Der Basler Trainer Gross hatte im Vorfeld vieles versucht, um das erklärte Saisonziel des dritten Cup-Sieges in Serie nicht vorzeitig zu verpassen. Obwohl sich der YB-Trainer Petkovic gerne als taktische Wundertüte gibt, überraschte eher die Aufstellung seines Antipoden. Mit Streller und Derdiyok schickte Gross erstmals seit letztem Herbst zwei Stürmer aufs Feld. In Szene setzte sich vorerst keiner der beiden, womit Derdiyok kaum Argumente lieferte, warum ihm Gross zuletzt mehr Spielzeit hätte gewähren sollen.
In der ersten Halbzeit war die Partie für Schweizer Klub-Verhältnisse von hoher Intensität – beidseitig mit grossem Engagement geführt und tendenziell nach vorne gerichtet, mit vielen Zweikämpfen, etlichen Fehlern, aber eher wenig Torszenen. Die grösste Chance vergab der Young Boy Raimondi, der kurz vor der Pause zu einem Foulpenalty antreten durfte, jedoch schlecht schoss und an Costanzo scheiterte. Der Misserfolg erstaunte insofern wenig, als Raimondi vor knapp vier Wochen seine zwei Penaltytreffer gegen den FC Zürich glückhaft erzielt hatte.
Ähnlich viel Glück hätte Raimondi gegen den FCB höchstens verdient, weil die spielerisch versierteren Berner vor der Pause ein Quentchen aktiver gewesen waren. Mit steilen Diagonalpässen aus dem Zentrum nach rechts entstand im Basler Strafraum wiederholt Gefahr. Wunschgemäss vermochten die Young Boys ihr oft attraktives Spiel aus dem 3:4:3-System aber nicht aufzuziehen. Das war auch daran erkennbar, dass Wölfli öfter als gewohnt weite Bälle nach vorne schlug, was Petkovic im Vorfeld der Partie «nicht als Stärke» seiner Mannschaft bezeichnet hatte.
Costanzo und ein Lattenschuss
In der zweiten Hälfte änderte die Physiognomie der Partie kaum, die Intensität blieb hoch, die Fehlerquote ebenso. Grösser wurde indes die Anzahl der Torchancen aus dem Spiel heraus, weshalb das torlose Resultat nach 120 Minuten nicht einmal die halbe Wahrheit erzählt. Der YB-Captain Häberli scheiterte in der 57. Minute ebenso knapp wie 8 Minuten danach Stocker. Später vergab im Basler Strafraum Regazzoni kläglich (72.), auf der anderen Seite scheiterte Streller an fehlender Präzision (74.), Ergic aus der Distanz an Wölfli (88.). Und schliesslich prallten die Schüsse der YB-Afrikaner Yapi und Doumbia an unendlich vielen Basler Beinen und Rücken ab (89.). Die Offensive wurde hüben wie drüben bis in die Endphase der regulären Zeit forciert – was für das Selbstbewusstsein und die taktische Reife beider Teams und das funktionierende Umschalten von Abwehr auf Angriff spricht.
Weil die Berner mehr dieser Tugenden in die Verlängerung retteten, wurden sie zunehmend überlegen. Doch die Latte verhinderte in der 120. Minute das Siegtor Doumbias und wurde zur Verbündeten des Basler Goalies Costanzo, der sich zuvor als unüberwindbarer Turm im Basler Abwehrkampf entpuppt hatte.
Im Penaltyschiessen aber war Wölfli der bessere Turm. Die letzte Cup-Prüfung stellt ihm am 20. Mai ausgerechnet der FC Sion. Seit 1987 jagen die Berner einem Titel hinterher. Seither qualifizierten sie sich zweimal für das Endspiel, aber scheiterten zweimal am . . . FC Sion.
Beliebtes, unbeliebtes Stade de Suisse
Beliebtes, unbeliebtes Stade de Suisse brb. Stefan Niedermaier, der CEO des Stade de Suisse und Verwaltungsrat des BSC Young Boys, sagte eines Tages, für den Cup-Halbfinal gegen den FC Basel sei «ein volles Haus» das Ziel. Alle hätten ihn damals ausgelacht ob seines ehrgeizigen Vorhabens. Aber dank gesunden Preisen und der Einräumung von Vorverkaufsrechten sei es gelungen, «trotz schlechtem Wetter am Matchtag», wie Niedermaier sagt. Zum zwölften Mal war also das beliebte, unbeliebte Stade de Suisse ausverkauft (31 120). Meist wurde bisher vor vollen Rängen gespielt, wenn andere sich Lorbeeren verdienten, nicht YB: der FC Thun in der Champions League, das Schweizer Nationalteam in WM-Qualifikationsspielen oder Holland als (Stadt-)Attraktion an der EM.
YB schaffte das Kunststück am Donnerstag gegen Basel nach dem (verlorenen) Final im Schweizer Cup gegen den FC Sion 2006 und der Niederlage gegen Xamax im Kampf um die Meisterschaft 2008 erst zum dritten Mal. Aber der Heimklub ist am Aufholen. Denn die Bernerinnen und Berner mögen das Stade de Suisse oder das Tore schiessende YB – oder das Gesamtpaket. Der durchschnittliche Zuschaueraufmarsch im Jahr 2008 betrug 19 569; ein Wert, der sich für die Investoren rechnet, und auch im Jahr 2009 liegt man ungefähr dort. Knapp über 60 Prozent des Umsatzes von 37 Millionen generiert «das Bewegungselement YB» (Niedermaier). Das Bühnenbild bei Spielbeginn mit den erstmals grossflächig verteilten schwarz-gelben Fähnchen war dann auch eine starke erste Inszenierung.
Aber nicht alle lieben das Stade de Suisse mit dem Kunstrasen wie die YB-Getreuen. Walter Stierli, der Präsident des FC Luzern, hätte gerne nach der Finalqualifikation «ein paar klare Worte» zum Austragungsort geäussert. Aber die Worte blieben ihm im Halse stecken, Sitten kommt zum Final nach Bern. Stierlis Rede hätte den Heimvorteil der Kunstrasen-Künstler bekämpft, und er hätte moniert, dass man eigentlich erst nach dem Halbfinal über den Austragungsort habe entscheiden wollen. Dies bestreitet Peter Gilliéron, der Generalsekretär des Verbandes. Aus Marketinggründen könne man gar nicht so spät entscheiden, man diskutiere aber immer wieder über den günstigsten Zeitpunkt. In diesem Jahr ist also Bern an der Reihe. Und weil YB mitspielt, kommen für die Berner 300 000 Franken für die Finalqualifikation dazu. Und natürlich der Heimvorteil auf dem Plastic. Und die Diskussionen können ihren Fortgang finden.
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