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 Beitrag Verfasst: Montag 12. Dezember 2005, 09:34 
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shalako hat geschrieben:
BZ, 09.12.2005


YB-FCB: Rigorose Sicherheitskontrollen

Um Ausschreitungen zu verhindern, wird die Stadtpolizei mit dem Spielveranstalter vor dem Stadion rigorose Zugangskontrollen durchführen.

Hooligans sollen draussen bleiben / KeystoneWer sich vor dem Match am kommenden Sonntag nicht anständig verhalte, werde nicht ins Stade de Suisse eingelassen, teilt die Stadtpolizei Bern mit. Durchsucht würden die Besucher insbesondere nach verbotenen Gegenständen wie Flaschen, massive Fahnenstangen, Büchsen, Feuerwerk, Waffen und Schlaggegenstände.

Im Weiteren empfiehlt die StaPo den Besuchern, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen.


:lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol:


MUAHAHAHA, e so billigi ygangskontrolle git's nid emol in basel.
es isch fascht gar nüd durchsuecht worde, MUAHAHAHA.

_________________
ALTE SÄCKE BASEL


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 Beitrag Verfasst: Montag 12. Dezember 2005, 10:13 
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Rino hat geschrieben:
Genau wegen solchen Interviews wie sie der Herr Smiljanic gibt, habe ich für das Chemiepack keine Nettigkeiten übrig.



hehe ja der Smiljanic spielt schon in einer eigenen Liga mit den Degens was den Sympathiewert betrifft. Delgado ist auch furchtbar unsympathisch, aber der kann wenigstens Fussball spielen.

_________________
Und so sprach Hakin zum Menschengeschlecht:
"E trener wäggsel isch immer positiv. mängisch aber ou negativ..."


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 Beitrag Verfasst: Montag 12. Dezember 2005, 18:35 
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BZ, 12.12.2005

Ein Flitzer und ein YB-Debakel

Gegen den FC Basel setzte es für YB vor 27 546 Zuschauern und einem Flitzer eine fürchterliche Heimniederlage ab. Gleich mit 1:6 verloren die defensiv miserablen und personell geschwächten Berner gegen den souveränen Leader.

Bild
Ein Flitzer rennt während des Spiels YB gegen Basel über den Rasen

Mehr zum Thema:
Basler Fans bedrängten Sicherheitskräfte (12.12.2005)
Der Flitzer erschien wie ein Geschenk für die Young Boys. Nur mit einer Unterhose bekleidet sprintete ein wohl masochistisch veranlagter Mann kurz vor 18 Uhr am Sonntagabend über den Platz und erwärmte die frierenden Zuschauer im Wankdorf mit einer sekundenlangen Performance als tanzendes Nackedei. Endlich gab es auch für die immer unzufriedener werdenden Berner Besucher etwas zu lachen – demütigend und erschreckend war das Geschehen zuvor für die YB-Anhänger gewesen. 1:5 stand es zu diesem Zeitpunkt, nach 75 Minuten, gegen den FC Basel.


Basler Demonstration

Des Meisters Machtdemonstration im Stade de Suisse fiel heftig aus, die chancenlosen Young Boys wurden im Basler Spielrausch zuweilen der Lächerlichkeit preisgegeben. «Es war wichtig, dass wir hier eine Reaktion auf die unnötige 2:3-Niederlage bei Xamax gezeigt haben», sagte Christian Gross nach dem 6:1-Kantersieg zufrieden. Der Basler Erfolgstrainer hatte zwecks Schonung für den finalen Uefa-Cup-Auftritt am Mittwoch bei der AS Roma die Stammspieler Mladen Petric, Patrick Müller, Papa Malick Ba und Julio Hernan Rossi aus seiner Formation rotiert. Welch Luxus – und welch eindrückliches Zeichen an die frustrierte nationale Konkurrenz. Die überforderten Young Boys jedenfalls haben feststellen müssen, wie weit der Abstand zum helvetischen Branchenleader Basel noch ist.

Gernot Rohr hat seinen Nimbus der Ungeschlagenheit als YB-Trainer auf brutale Art eingebüsst. Allerdings dürfen für diese fürchterliche Heimniederlage für einmal mildernde Umstände angeführt werden. Gleich acht gestandene Super-League-Spieler fehlten den Bernern gesperrt oder verletzt, buchstäblich mit dem letzten Aufgebot traten die Young Boys gegen Basel an –es war gewissermassen ein Duell YB 3 gegen Basel 2. «Varela mit seiner Schnelligkeit, Schwegler mit seiner Ballsicherheit und Gohouri mit seiner Kopfballstärke haben uns sicherlich gefehlt», sagte Rohr, «und auch die anderen Abwesenden hätten wir gut gebrauchen können.» Weil der Konjunktiv aber die Sprache der Verlierer ist, und weil Gernot Rohr auch wenige Minuten nach einem derartigen Rückschlag ein echter Gentleman ist, hielt er sachlich fest: «Der FC Basel war heute mindestens eine Klasse besser als wir.»


Delgados Vorstellung

Rohr, bislang als Defensivminister bei YB erfolgreich, hatte sein Jugendcombo mit einer etwas mutigeren Ausrichtung als zuletzt auf den Rasen geschickt. Früh bereits glichen die Gastgeber nach einem feinen Angriff durch Mario Raimondi zum 1:1 aus (20. Minute). Doch im Gegenzug führte Boris Smiljanic die Basler nach einem Eckball mit einem wuchtigen Kopfstoss wieder auf die Siegesstrasse. Wie bereits beim 0:1 durch David Degen hatte der grossartige Matias Delgado die Vorarbeit geleistet.

Der argentinische Regisseur Delgado verwandelte das Wankdorf bei arktischen Temperaturen zu seinem persönlichen Wohlfühlzimmer. Der wunderbare Techniker vernarrte nicht nur seinen Gegenspieler, YB-Debütant Ferhat Cökmüs, immer wieder, er setzte auch seine Mitspieler mit genialen Zuspielen derart mustergültig ein, dass diese den Ball wie Eduardo beim 1:4 kurz vor der Pause nur ins verlassene Tor schieben mussten.


Katastrophale YB-Abwehr

Nicht nur bei diesem Gegentor präsentierte sich die YB-Defensive als Erste Allgemeine Verunsicherung. Der desorientierte Abwehrverbund der Young Boys stand beim souveränen Basler Marsch zum Fussballfest artig Pate. Katastrophale Fehlpässe, zögerliches Zweikampfverhalten, Stellungsfehler, Abstimmungsprobleme – die Palette an Mängeln liest sich wie ein defensives Horrorprotokoll. «Wir haben vieles falsch gemacht, einige Spieler sind an ihre Limiten gestossen», analysierte Rohr schonungslos. «Aber ich habe mit Bordeaux als amtierender Meister einmal 0:9 in Monaco verloren.» Er verliere lieber einmal 1:6 als mehrmals 0:1, erklärte der Deutschfranzose auch noch. Die krassen taktischen Patzer seiner Schützlinge sind auch dem Fussballlehrer aufgefallen. «Da müssen sie die Spieler fragen», antwortete Rohr auf die Frage, was sich seine hasardierenden Fussballer bei ihrem unglaublichen Fehlerfestival gedacht haben.


Wankdorf nicht ausverkauft

Die Young Boys jedenfalls haben gestern eine ausgezeichnete Gelegenheit verpasst, Werbung in eigener Sache zu betreiben. Dass das Wankdorf nicht einmal gegen Basel ausverkauft war, ist zwar betrüblich, aber durch das unangenehme Klima und die Liveübertragung am TV einigermassen zu erklären. Rätselhaft blieb derweil der ungenügende YB-Auftritt.

Gernot Rohr setzt jetzt auf die Winterpause, in der intensiv trainiert und geprobt werden soll, sowie auf mindestens drei Neuverpflichtungen. «Wir brauchen in jeder Linie eine Verstärkung», erklärte Rohr. Vielleicht sollte sich der YB-Trainer die Adresse des munteren Flitzers besorgen. Zielstrebig hatte der nackte Irrläufer den Ball nach einem fulminanten Lauf übers halbe Feld ins Tor bugsiert – selbstverständlich in jenes von YB.


--------------------------------------------------------------------------------


Young Boys – Basel 1:6 (1:4)

Stade de Suisse, Wankdorf 27 547 Zuschauer

Schiedsrichter: Busacca.

Tore: 10. David Degen 0:1. 20. Raimondi (Vorarbeit Sermeter) 1:1. 22. Smiljanic 1:2. 27. Ergic 1:3. 43. Eduardo 1:4. 61. Delgado 1:5. 81. Sterjovski 1:6.


Einwechslungen: 46. Shi Jun (Note 3) für Urdaneta und Rossi für Chipperfield. 60. Baykal für Eduardo. 70. Schneuwly (Note 3) für Cökmüs. 74. Kuzmanovic für David Degen. 88. Hadorn (1. Spiel) für Magnin.

Verwarnungen: 23. Hodel (Foul). 24. Tiago (Foul). 29. Delgado (Foul).
Bemerkungen: YB ohne Gohouri, Schwegler und Varela (gesperrt) sowie Hakan Yakin, Häberli, Eugster, Neri und Friedli (verletzt). – Basel ohne Murat Yakin, Mesbah und Carignano (alle verletzt) sowie Petric und Müller (geschont).

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 Beitrag Verfasst: Montag 12. Dezember 2005, 18:38 
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Bund, 12.12.2005

Eine schallende Ohrfeige

Höchste Heimniederlage der Young Boys seit 1977: 1:6 (1:4) gegen den FC Basel beendet die erste Meisterschaftshälfte
Damit hatten wohl auch die Basler nicht gerechnet: Vor nahezu 28 000 Zuschauern gelang ihnen gegen die ersatz-geschwächten Young Boys ein 6:1-Auswärtserfolg. Für die Berner wars bei bitterer Kälte die höchste Heimniederlage seit fast 30 Jahren – und sie hätten sogar noch höher geschlagen werden können.

1:6. Da gibt es nicht mehr viel zu sagen. Das Stärkeverhältnis – zumindest, was das gestrige Spiel betraf – wird damit klar und eindeutig deklariert. 1:6 – das ist eine schallende Ohrfeige für die Young Boys. Letztere wurden vom entfesselten und spielfreudigen FC Basel regelrecht vorgeführt. Ihre Taktik, wenn man von einer eigentlichen Strategie überhaupt sprechen kann, erlitt erbärmlich Schiffbruch. Aus Berner Sicht gibt es diesmal gar nichts schönzureden, sondern es bleibt nüchtern festzustellen: In der gestrigen Runde 18 war man für die grosse Prüfung nicht bereit; man ist vom Gegner auf dem falschen Fuss erwischt und zum Statisten degradiert worden. Und das vor eigenem Publikum, das so viel vom neuen YB unter Gernot Rohr erwartet hatte...


YB mit dem letzten Aufgebot

Der FC Basel war gestern eine oder zwei Klassen besser als die Young Boys, die in der ersten Halbzeit allerdings gar nicht so schlecht spielten. Mit einer Serie schwerer individueller Fehler machten sie dem FCB das Toreschiessen viel zu leicht – und das war nebst der bemerkenswerten Effizienz der Basler im Abschluss der Hauptgrund, dass der Match für die Gelb-Schwarzen schon zur Pause verloren war. Nur ein (mögliches) Anschlusstor zum 2:3 in der Phase nach dem unglücklichen und entscheidenden dritten Gegentor (Urdaneta wehrte einen Ball, der in «toraus» gelandet wäre, zu Ergic ab) hätte die Young Boys zurück ins Geschäft bringen können – doch das war eben nur Theorie. Die Praxis sah anders aus: Sie brachte weitere FCB-Tore. Nach 90 Minuten konnten die überforderten Young Boys, die sich bis zuletzt Mühe gaben, eigentlich froh sein, nicht mit einer «Zweistelligen» bedient worden zu sein. Basel jedenfalls vergab noch ein paar Chancen, und in den Schlussminuten hätte der Schiedsrichter auch noch einen Penalty gegen YB pfeifen müssen.

Aber auch so bleibt das 1:6 für die Berner sehr schwer verdaulich. Sie können als Erklärung für das Debakel immerhin anmerken, dass sie gestern auf eine Reihe Leistungsträger verzichten mussten. Der Vergleich der Namen der Ersatzspieler sprach da tatsächlich Bände: Bei YB sassen Shi Jun, Gerhardt, Schneuwly, Werro, Hadorn und Schweizer auf der Bank, bei Basel, das Petric und Müller freiwillig schonte (es wartet am Mittwoch der Uefa-Cup-Match in Rom) u. a. Spieler wie Rossi oder Baykal. Dennoch: Bei den Berner Akteuren der Startformation handelte es sich mit Ausnahme des Debütanten Ferhat Cökmüs um bestandene Spieler, die zuletzt freilich nicht alle erste Wahl waren.


Diesmal kein Beton

Dennoch hatte sich Trainer Gernot Rohr diesmal für eine offensivere Spielweise entschieden: Der junge U-21-Internationale Cökmüs wurde als Delgado-Bewacher «geopfert», alle andern sollten wenn immer möglich nach vorne spielen. «Daheim wollte ich keinen Beton mischen», sagte Rohr, «dafür hätte ich diesmal auch nicht die richtigen Spieler – Gohouri hinten, Varela vorn – zur Verfügung gehabt.» Der Trainer nahm die schwere (seine erste) Niederlage denn auch recht gelassen entgegen, wusste er doch: Im Grund war YB unter seinem wahren Wert geschlagen worden: «Wir hatten auch insofern Pech», sagte Rohr, «dass der FC Basel nach seiner Niederlage gegen Xamax unbedingt eine Reaktion zeigen musste. Auch so gesehen trafen wir im falschen Moment auf diesen Gegner.»

Vier Gegentore – so viele wie in den letzten sieben Ernstkämpfen zusammen – kassierten die Young Boys bereits in der ersten Halbzeit. Das war nicht nur eine Folge des Systemwechsels im Vergleich zu den jüngsten Spielen, sondern vor allem das Produkt so genannt unnötiger individueller Fehler, die vom stets präsenten Gegner gekonnt ausgenützt wurden. Das 0:1 entsprang einem Fehlpass Hodels (die Berner waren bereits in der Vorwärtsbewegung), das 1:2 einem verlorenen Kopfballduell des schwachen Tiago gegen Smiljanic, «Sünder» beim 1:3 war wie erwähnt Urdaneta, und so weiter und so fort. Auch Torhüter Wölfli leistete mit mindestens einem «Haltbaren»(1:5 Delgado, dem klar besten Mann auf dem Feld) seinen Anteil an der Kanterniederlage. Sehenswert bei den Bernern war immerhin ihr einziges Tor (Raimondi schoss eine Kombination über Magnin und Sermeter ab).

Kurz und gut: Zwar kämpften die Young Boys ohne grossen Erfolg bis zuletzt, auf die Dauer wurden sie von den frisch und beschwingt wirkenden Basler immer wieder unter Druck gesetzt und zu Fehlern gezwungen. Das war gestern der grosse Unterschied zwischen YB und dem FCB.

YOUNG BOYS - BASEL 1:6 (1:4)

Stade de Suisse. – 27 547 Zuschauer. – SR Busacca. – Tore: 10. Degen 0:1. 20. Raimondi 1:1. 22. Smiljanic 1:2. 27. Ergic 1:3. 43. Eduardo 1:4. 61. Delgado 1:5. 81. Sterjovski 1:6. – Bemerkungen: YB ohne Gohouri, Schwegler, Varela (alle gesperrt), Yakin, Häberli, Eugster, Neri und Friedli (alle verletzt); Basel ohne Petric und Müller (geschont). – 52. Zuberbühler lenkt Schuss von João Paulo an die Latte. – Verwarnungen: 23. Hodel (Foul). 24. Tiago (Foul). 29. Delgado (Foul).

Young Boys: Wölfli; Portillo, Tiago, Aziawonou; Sermeter, Magnin (88. Hadorn), Cökmus (70. Schneuwly), Hodel; Urdaneta (46. Shi Jun), Raimondi; João Paulo.

Basel: Zuberbühler; Zanni, Quennoz, Smiljanic, Berner; Degen (74. Kuzmanovic), Ergic, Chipperfield (46. Rossi); Delgado; Sterjovski, Eduardo (60. Baykal).


EXTRA


Verstärkung aus Bielefeld?

Der Match stand 1:5, als ein neuer Mann auf Feld stürmte: Ein Flitzer wars, allerdings mit Unterhose bekleidet (wer hat es ihm bei diesen Minustemperaturen verdenken wollen!?), der die Berner Zuschauer mit einem frechen Sololauf über die rechte Seite – abgeschlossen mit sattem Torschuss – etwas aufheiterte.

Ja, er müsse sich nach diesem Spiel schon überlegen, ob man dem Mann nicht einen Stürmervertrag anbieten sollte, schmunzelte YB-Sportchef Marcel Hottiger. Eigentlich war es ihm nach der 1:6-Ohrfeige nicht gross zum Spassen zumute – aber allzu tragisch nahm der Berner Cheftechniker die Kanterniederlage auch nicht: «So etwas passiert im Fussball eben immer wieder.»

Den Young Boys ist solches allerdings schon lange nicht mehr passiert. Gemäss YB-Archivar Moritz Rapp kassierten die Berner eine derart hohe Heimniederlage letztmals im Herbst 1977. Damals setzte es ein 0:6 ab; der Gegner hiess ebenfalls FC Basel – unter Helmut Benthaus mit den Spielern Odermatt und Hitzfeld. Der YB-Trainer, es war Kurt Linder, wurde kurz darauf von Präsident Zloczower entlassen. Damals schon dabei: Physiotherapeut Fredy Häner, der inzwischen das Pensionsalter erreicht hat und von den Young Boys gestern offiziell verabschiedet und geehrt wurde.

Noch höher als beim damaligen 0:6 verloren die Young Boys in der Saison 1963/64, als der FC Zürich mit einem gewissen Köbi Kuhn im Stadion Wankdorf mit 8:0 siegte. Apropos Kanterniederlagen: Auch der jetzige YB-Trainer hat in dieser Hinsicht bereits Erfahrungen sammeln müssen: «Als amtierende Meistermannschaft verloren wir einmal mit Bordeaux sogar 0:9 gegen Monaco – um alsdann wieder zu reagieren», erinnert sich Gernot Rohr.

Reagieren – genau das haben die Young Boys nun auch vor: Am nächsten Sonntag soll das unterklassige Kriens im Swisscom-Cup-Achtelfinal die Zeche für die Kanterniederlage bezahlen. «Das wäre», sagt Sportchef Hottiger, «dann doch noch ein versöhnlicher Saisonschluss. Denn mit einem 1:6 möchten wir uns bei unseren Fans nicht in den Winter verabschieden.»

Apropos Abschied: Es ist denkbar, dass gestern im Stade de Suisse der Venezolaner Gabriel Urdaneta seine Abschiedsvorstellung bei YB gegeben hat: Im Gegensatz etwa zu Thomas Häberli, der für ein weiteres Jahr vorzeitig verlängerte, will man sich noch in dieser Woche mit Urdaneta über einen sofortigen Klubwechsel unterhalten. Auch Roman Friedli dürfte an einen anderen Verein ausgeliehen werden – hingegen ist noch offen, ob man weiter mit Francisco Neri (für den es gute Angebote gibt) planen soll.

Kommt Christian Schwegler?

Auf der anderen Seite will sich YB in jeder Reihe verstärken. Noch nicht offiziell bestätigt ist die wahrscheinliche Verpflichtung des Rechtsverteidigers Christian Schwegler. Der 22-jährige Bruder des YB-Mittelfeldspielers Pirmin steht in der Bundesliga bei Arminia Bielefeld unter Vertrag. (Charles Beuret)

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 Beitrag Verfasst: Montag 12. Dezember 2005, 19:02 
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Was war den das für eine komisches Gebilde?
Solche amteurhafte Choreos sollte man unterlassen. Keiner kapierte was dieses gelbe Zeugs bedeuten soll. :roll:


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 Beitrag Verfasst: Montag 12. Dezember 2005, 20:29 
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harhar...viele rotblaue auf diesem bild...dabei war der sektor direkt neben dem d. naja lieber solche spiele mit starkem gästeanhang als sonst was. fand ich stark den anhang des fcb. kann mir jemand sagen wann er das letzte mal eine solche Gästeschar in Nat A erlebt hat?....aussert bei cupfinals oder so..

apropos cupfinal: wann wird jetzt eigentlich entschieden wo der cupfinal ist? will man warten bis möglicherweise die finalpaarung feststeht? was macht man wenns plötzlich yb - basel ist...wie entscheidet man dann wohl? oder muss man annehmen das solang man nichts hört er nach wie vor in basel stattfindet? murmeltier täte gut daran dies demnächst zu entscheiden.

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 Beitrag Verfasst: Montag 12. Dezember 2005, 21:25 
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Zitat:
murmeltier täte gut daran dies demnächst zu entscheiden.


Really true! Murmeltier geht demnächst in den in Winterschlaf wenn er seine grossen Bäckchen gefüllt hat. 8)


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 Beitrag Verfasst: Montag 12. Dezember 2005, 21:31 
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Ach was rotblaue Fans, das ist Photoshop - leicht gemacht! :wink:

Was steht eigentlich dort oben geschrieben ob der Choreo, lese irgendwas von "Aare", kann das sein?


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 Beitrag Verfasst: Montag 12. Dezember 2005, 23:27 
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Rino hat geschrieben:

Was steht eigentlich dort oben geschrieben ob der Choreo, lese irgendwas von "Aare", kann das sein?


"fare" und "halbzeit" standen dort drauf....


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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 15. Dezember 2005, 17:02 
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Die Wurst ist unser Wesen

Von Christian Pauli

In Bern gibt es einen Fussballverein und dazu eine Wurst. Beide sind stadtbekannt. Und beide überwinden mit grosser Leichtigkeit - man kann es begrüssen oder beklagen - die Gräben zwischen den sozialen Klassen. So findet man sich also mit zirka 22 000 anderen YB-Fans (der Rest ist aus Basel) am Sonntagnachmittag im Stade de Suisse, wo der FC Basu zu Gast ist, friert sich den Arsch ab, kassiert eine schmerzhafte Kanterniederlage und lässt es sich trotzdem gut gehen - der YB-Wurst sei Dank. Nach einer gut halbstündigen Warterei in der bissigen Bise und gegen ein Entgelt von immerhin 6.50 Franken gehört sie einem, die 140 Gramm schwere Schwartenwurst aus Rind- und Schweinefleisch. Das hebt die Stimmung, selbst wenn der übermächtige Meister Tore fünf und sechs schiesst und die eigenen Boys nur noch schlapp rumtanzen.

Bei der Namenswahl und der Eröffnung haben die Betreiber des neuen Stadions so ziemlich alles falsch gemacht und der sensiblen Seele des echten YB-Fans arg zugesetzt - die kulinarisch-soziale Bedeutung der YB-Wurst aber haben sie glücklicherweise nicht unterschätzt. Und so verkauft der Stadionfleischlieferant im Stade de Suisse das Leibgericht der Berner Fussballfans prominent an vier der insgesamt sechzehn Cateringboxen, neben den unvermeidlich gewordenen Pizzas und Kebabs. (YB will in Zukunft ja europäisch spielen.)

Doch die YB-Wurst ist mehr als ein identitätsstiftendes Fleischerzeugnis im globalisierten Fussballgeschäft. Zum Siegeszug mag auch deren legendäre Eigenheit verholfen haben, bei einem Biss meterweit Fett zu spritzen und derart unzählige spontane soziale Kontakte unter den Fans verursacht zu haben. Die Wurst aber steht für mehr. Die Wurst ist ein geradezu archetypischer Topos der Berner Seele. Kurzum, die Wurst ist unser Wesen: In der Berner Mentalität scheint das Siegen weniger wichtig als das Zusammensein. Man skandiert hier nicht: «Der Gegner ist uns wurscht», sondern verschanzt sich hinter einem Appell an die eigenen Reihen: «YB isch mir nid wurscht.» Auch im Stade de Suisse, diesem grosskotzigen Businesstempel, hat sich eine kontemplative Auffassung vom Dasein erhalten - manifestiert in der YB-Wurst.

Und so mag der FCB zwar besser tschutten, aber der Beppi-Glöpfer ist neben einer YB-Wurst halt doch nur ein billiger Cervelat. Das zeigt ein kleiner Besuch im Internet. Google verzeichnet nicht weniger als 515 Einträge für die Wurst der Young Boys - der FCB-Glöpfer kommt auf lediglich 359. Mit dieser beruhigenden Gewissheit im Sack kehrt der notorisch gemütliche YB-Fan nach Hause - irgendwie wissend, dass er/sie mit dieser Mentalität nie ganz zu den Grossen gehören wird. Man kann es begrüssen oder beklagen.

Christian Pauli ist Mitbetreiber des «Café Kairo» in Bern.


woz.ch


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