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Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
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shalako
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Verfasst: Donnerstag 28. April 2022, 21:52 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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28.04.2022  Zitat: Erinnerungen an Ende einer Ära
Wie eine Asien-Reise die YB-Meisterserie beendete
Auch 1961 streben die Young Boys den fünften Titel in Serie an. In der Winterpause treten sie eine fünfwöchige Reise durch Südostasien an.
Vor ihrem grössten Abenteuer stehen sie am Gleis und winken aufgeregt. Hansruedi Fuhrer aus Bern ist damals 24 Jahre alt, Offsetdrucker bei Kümmerly+Frey und Verteidiger bei YB, im Sommer war er mal in Rimini, im Winter meist in Wengen. Félix Ansermet aus Cugy ist 25, Wirtschaftsstudent und Praktikant bei der Kreditanstalt, Goalie bei YB, «ich bin doch bis dahin nie geflogen – jetzt würde ich in 30 Tagen etwa zehn Flugzeuge besteigen».
Es ist der 28. Januar 1961, und in Bern besteigen die Fussballer mit der schweizweit breitesten Brust den Zug nach Zürich, brechen auf zu einer Reise nach Asien. Kairo, Karachi, Colombo, Singapur, Kuala Lumpur, Hongkong, Saigon, Bangkok und Kalkutta, neun Städte und neun Länder in 31 Tagen, ein Erlebnis, wie es zu dieser Zeit den allermeisten Leuten verwehrt bleibt.
Fuhrer und Ansermet sind Teil einer grossen Mannschaft. Amtierender Meister sind die Young Boys, zum vierten Mal haben sie im Sommer 1960 den Titel gewonnen, bei der Meisterfeier im Kursaal waren hohe Beamte zu Gast, mit diesem YB lässt man sich gern sehen. Der nächste Meister? «Da waren sich alle einig: Das konnten nur wir sein», erinnert sich Hansruedi Fuhrer.
«Die Muskeln zu lockern, die Reihen zu kitten»
Es mag die einzige Parallele aus dieser Vormoderne des Fussballs zu den aktuellen Young Boys sein: Auch der in diesen Wochen entthronte Meister vermochte nach vier Titeln den fünften nicht zu gewinnen – ansonsten sind die beiden grossen Dynastien des Clubs nicht zu vergleichen.
1961 fragt sich kaum einer, ob eine fünfwöchige Reise für den Titelverteidiger die richtige Vorbereitung auf die Rückrunde ist, als unbesiegbar gilt die Mannschaft von Trainer Albert Sing. Geni Meier, Ernst Wechselberger, Heinz Schneiter – illustre Fussballer versammeln sich beim Meistercup-Halbfinalisten von 1959, der 1958 auch den Cup und somit das erste Double der Vereinsgeschichte gewinnt.
Durch die unkonventionelle Vorbereitung verspricht man sich eine Form, «in der die ‹Boys› nach wie vor als ernsthafteste ‹Thronprätendenten› anzusprechen sind», wie der «Bund» am Tag der Abreise festhält. Und das «Bieler Tagblatt» schreibt von einer «Reise, die Gelegenheit bietet, den Winterschlaf auf guten Terrains aus den Augen zu reiben, die Muskeln zu lockern, die Reihen zu kitten und den YB-Geist zu erwecken». Nun denn.
Das Interesse an den abenteuerlustigen Young Boys ist gross, der Bahnsteig am Tag der Abreise voll. Jede Bewegung wird festgehalten von Kameramann Peter Saas, der die 25-köpfige Delegation begleitet und acht Monate später einen Film vorlegt, der in ausgewählten Berner Kinos läuft.
In Bern rollt der Zug an, es geht nach Zürich zum Flughafen, YB reist 1. Klasse – auf 12'000 Franken schätzt das «Bieler Tagblatt» damals die Reisekosten pro Spieler, einen Teil davon gedenkt man mit Einnahmen aus den dreizehn Testpartien wieder einzuspielen.
Der Film von Saas ist ein grossartiges Zeitdokument, die Filmrollen waren während Jahren verschollen und fanden erst 2016 aus einem privaten Nachlass wieder ihren Weg an die Öffentlichkeit – heute kann man sich den Streifen im YB-Museum ansehen. Er zeigt, wie beschwerlich Reisen damals noch war. Bis die Young Boys in Asien ankommen, machen sie dreimal halt, verbringen fast 20 Stunden im Flugzeug. Auf den Flügen wird Karten gespielt, aus Gläsern getrunken und vor allem geraucht – murrend kommt man 30 Minuten vor der Landung jeweils der Aufforderung des Piloten nach, die Zigaretten auszumachen.
Für die jungen Fussballer ist das Geschenk, das ihnen die Vereinsführung nach den grossen Verdiensten macht, eine einmalige Gelegenheit. «Zwei Jahre zuvor wusste man schon davon, für mich war es 1959 ein Grund, dass ich von Freiburg zu YB und nicht zu Servette oder GC wechselte», sagt Ansermet, der noch bis Ende der 60er-Jahre Goalie bei YB bleibt.
Bei Fuhrer gehen sämtliche Ferien drauf, «und mein Job war mir wichtig, denn mit Fussball verdiente ich ausser mit den Prämien nicht viel». Etwa 800 Franken erhalten die meisten pro Monat, für Siege gibt es 150, für ein Unentschieden 50 Franken obendrauf. Auch Geni Meier, der beste Schweizer Stürmer der Dekade, bekommt nicht mehr – mit seinem Abschiedsspiel Mitte der 60er-Jahre erwirtschaftet er 48 Franken, parallel zu seiner Karriere und bis zur Pensionierung arbeitet er als Spediteur beim Fussballverband.
Ein König in Kuala Lumpur, Minen in Vietnam
Auf dem YB-Flug herrscht gute Stimmung, aber bei der Zwischenlandung in Karachi gibt es den ersten Aufreger. Veranstalter und Reiseleiter Willi Treml wird von den örtlichen Behörden aus dem Flieger geholt, bleibt über eine Stunde weg. «Wir dachten schon, er taucht nicht mehr auf», erzählt Fuhrer lachend. Treml ist eine illustre Figur, steckt immer mal wieder in Schwierigkeiten. 1951 steigt der Deutsch-Tscheche als Trainer mit den Grasshoppers auf und gewinnt in der ersten NLA-Saison das Double. Später spezialisiert er sich darauf, für Schweizer Clubs die zu der Zeit immer beliebteren Auslandstourneen zu organisieren. Und schliesslich hilft er Ende der 60er-Jahre im Prager Frühling, Schweizer Journalisten in die damalige Tschechoslowakei zu schleusen.
In Südostasien bestreiten die Young Boys ihre ersten Spiele. In Kuala Lumpur spielen sie vor 10’000 Zuschauern und dem König, in Saigon gegen eine Auswahl der südvietnamesischen Armee, aus der Stadt dürfen sie dort nicht, da die Gegend zur Zeit des Vietnamkonflikts vermint ist. Oft ist es heiss, einmal um die 50 Grad, wie eine Zeitung schreibt. Die Delegation um Präsident Willy Sigrist und Sportchef Achilles Siegrist repräsentiert fleissig, die kommunikativste Figur bei YB aber ist Trainer Sing. Der Deutsche ist offenbar schon in Bern auf die Idee gekommen, den Gastgebern etwas vorzusingen – geprobt wurde nach den Trainings in einem Café.
Von dreizehn Spielen verliert YB nur fünfmal, nach dem 2:4 gegen die Luftwaffe Thailands ist Sing so erzürnt, dass er den Ausgang streicht – nur Ansermet darf ihn in die Stadt begleiten. In Kairo gegen den ägyptischen Meister Zamalek trägt ein Sandsturm den Ball zweimal ins YB-Tor, schon zur Pause steht es 0:2 aus Berner Sicht, YB verliert 2:4.
Mit «reisegegerbten Bärten und Schnäuzern», wie eine Zeitung festhält, zeigen sich die Young Boys nach der Landung am 26. Februar in Kloten der Heimat. Noch im Flughafen gibt es eine Pressekonferenz, später in Bern einen grossen Empfang. Die Aufregung ist gross. «Wir waren müde, voll von Erlebnissen», sagt Goalie Ansermet. «Es war eine anstrengende Reise.»
Der Geist lebt weiter im Tessin
Zwei Wochen später, am 12. März, geht es in der Rückrunde gegen GC los, von Rang 3 aus bräuchte es eine Siegesserie, um den schon fünf Punkte entrückten Leader Servette einzuholen. Den Widersacher aus Genf mit dem brillanten Jacky Fatton schlägt YB zwar Ende April mit 3:1, insgesamt aber verliert der Meister dreimal, lässt fünfmal Punkte liegen. Der Titel geht an Servette, YB wird Zweiter, nach vier gewonnenen Meisterschaften ist Schluss. «Vielleicht hat uns diese Reise den Titel gekostet», sinniert Ansermet. «Wir waren alle kaputt», sagte der mittlerweile verstorbene Heinz Schneiter noch 2016.
Was den Young Boys von der grossen Ära bleibt, ist der Teamgeist. Noch während Jahren kommt das Meisterteam immer wieder zusammen, erst in Sings Haus am Murtensee, später in seinem Domizil im Tessin. «Es war ein aussergewöhnlicher Zusammenhalt», sagt der Welsch-Freiburger Ansermet, der sich mit dem Schwaben Sing besonders gut versteht.
Eine Nordamerika-Reise 1953 galt als Geburtsstunde der Ära Sing, acht Jahre später hat die legendäre YB-Auswahl auf der Asien-Tournee ihren sportlichen Zenit erreicht. Was im Westen anfing, geht im Osten unter. https://www.bernerzeitung.ch/sie-waren- ... 0659862779
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shalako
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Verfasst: Sonntag 1. Mai 2022, 19:24 |
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01.05.2022  Zitat: Vor der grossen Wende
Spielt der FC Breitenrain nächste Saison doch im Wankdorf?
Fünf Runden vor Schluss führen die Stadtberner die Promotion League an. Für den Aufstiegsfall könnte es bald eine Lösung geben.
Es ist ein weiterer bemerkenswerter Auftritt. 3:1 schlägt der FC Breitenrain die U-21 des FC Zürich, die aktuell beste Nachwuchsmannschaft des Landes. Das dritte Tor der Stadtberner erzielt der eingewechselte Andri Rüegsegger. Der Aufbauer mag gewöhnlich kein Schlüsselspieler sein. Dieser Tage aber ist er so gefragt und so gefordert wie kaum ein anderer seines Teams: Beim Quartierclub fungiert er nicht nur als Fussballer – er ist vor allen Dingen Geschäftsführer und Vorstandsmitglied. Und hat deswegen gerade sehr viel zu tun.
Am Rande des Heimspiels gaben die Verantwortlichen bekannt, dass sie Rekurs gegen den Entscheid der Swiss Football League eingereicht haben. Diese untersagt «Breitsch» nach erster Prüfung die Teilnahme an der Challenge League – weil die Infrastruktur auf dem Spitalacker, der Heimstätte, nicht ausreicht.
Vier Punkte vor Bellinzona
Auf der Suche nach alternativen Austragungsorten sind die Stadtberner offenbar fündig geworden. Sie streben eine Lösung im Wankdorfstadion an. Das überrascht insofern, als ihnen die Young Boys eigentlich bereits eine Absage erteilten. «Wohl schon Anfang Woche» werde sich zeigen, ob sich das realisieren lasse, heisst es aus dem Umfeld des FC Breitenrain.
Dieser führt die Promotion League fünf Runden vor Schluss mit vier Punkten Vorsprung auf Verfolger Bellinzona an. Auch den Tessinern wurde die Lizenz in erster Instanz verweigert. https://www.berneroberlaender.ch/spielt ... 8514140809
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shalako
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Verfasst: Donnerstag 5. Mai 2022, 22:26 |
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05.05.2022  Zitat: Beitrag an Sicherheitskosten
Stadt Bern verlängert Vereinbarung mit YB und SCB
Vom Stadtrat genehmigt: Die Berner Sportklubs der höchsten Schweizer Fussball- und Eishockeyliga beteiligen sich auch künftig an Sicherheitskosten.
Die Stadtberner Sportklubs YB und SC Bern werden sich bis Ende Saison 2025/26 im gewohnten Ausmass an den Sicherheitskosten der öffentlichen Hand beteiligen. Der Stadtrat hat am Donnerstag einstimmig grünes Licht für die Verlängerung der bestehenden Vereinbarungen gegeben.
YB und SCB leisten seit 2009 einen Beitrag an die Sicherheitskosten, die der Stadt Bern in Zusammenhang mit den Heimspielen der beiden Vereine entstehen. Die aktuelle Vereinbarung besteht seit der Saison 2014/15. Reicht für die Aufrechterhaltung der Sicherheit während der ganzen Saison die übliche Polizeipräsenz, kostet dies die Klubs nichts.
Die Sicherheitskosten bewegen sich bei beiden Vereinen auf stabilem Niveau, wie ein Blick auf die Saisons 2018/19, 2019/20 und 2020/21 zeigt. In der Saison 2020/21 fielen wegen Corona deutlich weniger Sicherheitskosten an.
Beim SC Bern betrugen die Sicherheitskosten in diesen drei Spielzeiten rund 292'000 Franken und lagen damit unter dem Aufwand für die polizeiliche Grundversorgung. Der SCB musste also nichts zahlen. Beim BSC Young Boys entstanden in der gleichen Zeit Sicherheitskosten von 5,21 Millionen Franken. Gemäss Vereinbarung wurden dem Verein rund 1,3 Millionen Franken in Rechnung gestellt. https://www.bernerzeitung.ch/stadt-bern ... 3714923080
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shalako
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Verfasst: Donnerstag 5. Mai 2022, 23:27 |
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05.05.2022  Zitat: Die Kohle-Tabelle der Super League
YB zahlt 698'000 Franken pro Punkt!
Der FC Lugano gibt am wenigsten Geld für seine Punkte aus. Auf dem letzten Platz der Rangliste: YB! Dort kostet ein Zähler fast eine Dreiviertelmillion!
In der ewigen Rangliste der berühmtesten Fussballzitate liegt jenes von Trainer-Legende Otto Rehhagel weit vorne. «Geld schiesst keine Tore», sagte der damalige Trainer des 1. FC Kaiserslautern. Damals, 1998, als er mit den Pfälzern sensationell als Aufsteiger Meister wurde.
Solche Husarenstücke gehören im heutigen Fussball zwar zur absoluten Seltenheit, die aktuelle Super-League-Saison aber demonstriert, dass auch Klubs mit weniger Budget am Ende von ganz oben grüssen können. Sowohl YB als auch der FC Basel weisen in ihren Bilanzen mehr als doppelt so viel Geld aus wie die Zürcher. Und liegen fünf Runden vor Schluss trotzdem kilometerweit hinter der Breitenreiter-Elf.
Je 37 Millionen Personalaufwand haben Basel und YB im Geschäftsjahr 2021 bekannt gegeben. Macht bei den Bernern 698’000 Franken pro gewonnenem Punkt, beim FCB, der drei Zähler vor YB liegt, sind es 673’000. Der FCZ hingegen gibt bloss 214’000 Franken pro Punkt aus. Am besten wirtschaftet der FC Lugano: 47 Zähler bei einem Personalaufwand von 9,9 Millionen (siehe Tabelle). Anzumerken ist, dass beispielsweise bei YB und beim FCB die Stadion-Organisation in den Personalkosten enthalten ist, diese beim FCZ aber wegfällt.
Keine Transparenz bei GC
Der einzige Klub, der die Kennzahlen nicht veröffentlicht hat, ist der Grasshopper Club Zürich. Muss er auch nicht. Laut Uefa sind nur jene Klubs dazu verpflichtet, die international spielen. Aber da der Rekordmeister mittelfristig unter europäischem Scheinwerfer spielen will, wird den chinesischen Investoren irgendwann nichts anderes übrig bleiben, als für Transparenz zu sorgen.
Dafür stehen die anderen neun Super-League-Vereine, die alle Kennzahlen aus dem Geschäftsjahr 2021 veröffentlicht haben. Krösus bleibt YB, das dank der Champions-League-Teilnahme fast 15 Millionen Franken Gewinn ausweisen konnte. Der FCB hingegen schreibt 15 Millionen Verlust und hat nur dank den mittlerweile aufgebrauchten Reserven aus der Ära Heusler/Heitz kein gröberes Problem.
Den grössten Abschreiber muss der FC Lugano hinnehmen, mit 6,2 Millionen liegen die Tessiner in den roten Zahlen. Eine Summe, die für den amerikanischen Milliardär Joe Mansueto einer Portokasse gleicht. Auch der Verlust des FC Sion (minus 3,1 Mio.) wird durch einen Mann ausgeglichen, der rund 300 Millionen Franken schwer sein soll: Christian Constantin.
Gehts ohne Investor?
Hinter Servette steht mit der Rolex-Stiftung ebenfalls ein finanzielles Schwergewicht. Auch bei YB muss man sich in dieser Hinsicht wenig Sorgen machen: Mit Stefan Rihs sitzt der Sohn von Hans Ueli Rihs im Verwaltungsrat.
Beim FCB hingegen ist derzeit noch kein Investor in Sicht. Darauf angesprochen, ob die Basler in Zukunft ohne überleben können, antwortet Boss David Degen: «Wenn immer jemand Geld einschiessen muss, ist das ein Rattenschwanz. Das geht nicht. Ausser man hat einen Mäzen, aber das ist nicht die Zukunft des FCB. Auch eine Partnerschaft, um an Geld zu kommen, ist kein Thema. Wenn es einen Verlust gibt, muss man Sanierungsmassnahmen ergreifen, und das werden wir Aktionäre tun. Der Verein muss jetzt aber gesund werden.»
Heisst: Die Personalkosten von 37 Millionen werden massiv gekürzt. Nur: Ob weniger Geld mehr Tore schiessen wird?
Die Kohle-Tabelle der Super League
YB: 37 Mio./53 Punkte/698’000 pro Punkt Basel: 37,7 Mio./56 Punkte/673’000 pro Punkt Lausanne: 9,5 Mio./20 Punkte/475’000 pro Punkt Luzern: 12,8 Mio./30 Punkte/427’000 pro Punkt Sion: 12,8 Mio./34 Punkte/376’000 pro Punkt Servette: 13,2 Mio./41 Punkte/322’000 pro Punkt St. Gallen: 14 Mio./47 Punkte/298’000 pro Punkt Zürich: 15,4 Mio./72 Punkte/214’000 pro Punkt Lugano: 9,9 Mio./47 Punkte/211’000 pro Punkt
*GC hat die Kennzahlen nicht veröffentlicht. https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 60752.html
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shalako
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Verfasst: Freitag 6. Mai 2022, 20:26 |
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06.05.2022  Zitat: YB HILFT «KLEINEM BRUDER»:
Der FC Breitenrain darf nun doch ins Wankdorf einziehen
YB bietet dem Spitzenreiter der Promotion League nun doch an, seine Heimspiele bei einem Aufstieg im Wankdorf auszutragen. Die Challenge-League-Lizenz scheint damit in Griffweite.
Darum gehts
- Der FC Breitenrain startet am Samstag mit vier Punkten Vorsprung in die Aufstiegsrunde. - Der Antrag des Quartiervereins auf eine Challenge-League-Lizenz war aufgrund der unzureichenden - Infrastruktur in erster Instanz abgelehnt worden.
Nun aber ist ein Happy End in Sicht: YB liesse den «FC Breitsch» im Falle eines Aufstiegs im Wankdorf spielen.
Mit einem abgeklärten 3:1-Heimsieg gegen den Nachwuchs des FC Zürich sicherte sich der FC Breitenrain am vergangenen Wochenende den ersten Platz in der regulären Meisterschaft und startet nun mit vier Punkten Vorsprung in die Aufstiegsrunde. Neben dem Platz sahen die Aufstiegschancen bis vor kurzem allerdings nicht so rosig aus: Der Antrag des FC Breitenrain auf eine Challenge-League-Lizenz wurde wegen ungenügender Infrastruktur in erster Instanz abgelehnt. Die Clubverantwortlichen legten in der Folge Rekurs ein und prüften alternative Austragungsorte für ihre Heimspiele.
Die Partien im Wankdorf auszutragen, schien für den Berner Quartierverein zunächst unmöglich, weil im Stadion der Young Boys keine freien Kapazitäten bestehen. Nun die überraschende Wende: YB kommt dem «kleinen Bruder» jetzt doch entgegen, wie Nau.ch berichtet. «Wir haben dem FC Breitenrain mitgeteilt, dass wir im Fall des Aufstiegs zu einem Kraftakt bereit wären, damit er im Wankdorf spielen könnte», lässt YB gegenüber dem Newsportal verlauten. Hierfür würde YBs U21-Team, das ebenfalls in der Promotion League spielt, für seine Heimspiele auf den Spitalacker ausweichen. Der Ball liege nun beim FC Breitenrain.
Der Entscheid der Swiss Football League in zweiter Instanz fällt am 20. Mai. Die Aufstiegsrunde beginnt am Samstag gegen Etoile Carouge. https://www.20min.ch/story/der-fc-breit ... 9791436788
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shalako
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Verfasst: Freitag 6. Mai 2022, 20:30 |
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06.05.2022  Zitat: YB lässt den FC Breitenrain doch im Wankdorf spielen
Der FC Breitenrain darf vom Aufstieg in die Challenge League träumen. YB kommt dem Berner Quartierklub doch entgegen. Und gibt grünes Licht fürs Wankdorf.
Das Wichtigste in Kürze
- Der FC Breitenrain geht als Leader der Promotion League in die Aufstiegsrunde. - Für die Challenge League wäre der Platz auf dem Spitalacker nicht geeignet. - Nun steht fest: «Breitsch» dürfte bei einem Aufstieg im Wankdorf auflaufen.
Nur noch fünf Runden sind in der Promotion League zu absolvieren. Gut möglich, dass ein Fussballmärchen geschrieben wird. Denn: Der kleine FC Breitenrain, ein Quartierverein in Bern, führt die Tabelle vor Bellinzona an und darf von der Sensation träumen.
Ein Aufstieg wäre für den Quartierklub allerdings mit grossen Hürden verbunden. Die Spielstätte des Vereins, der Spitalacker mitten im Wohnquartier, entspricht bei weitem nicht den Vorgaben der Swiss Football League. «Breitsch» müsste für seine Heimspiele auf einen anderen Platz ausweichen.
Eine Möglichkeit wäre das Wankdorfstadion, welches nur wenige Minuten entfernt ist. YB hat dem FC Breitenrain aber zuletzt einen Korb gegeben. Die Begründung damals: «In Anbetracht unserer fehlenden Trainingsplätze ist es nicht vorstellbar, dass wir dem FC Breitenrain bei einem allfälligen Aufstieg für eine ganze Saison bei uns im Stadion Wankdorf Heimrecht gewähren könnten.»
Die Young Boys haben ihre Meinung nach gemeinsamen Gesprächen aber jetzt geändert - und kommt Breitenrain doch entgegen.
YB bestätigt nun exklusiv gegenüber Nau.ch: «Wir haben dem FC Breitenrain mitgeteilt, dass wir im Fall des Aufstiegs zu einem Kraftakt bereit wären, damit er im Wankdorf spielen könnte.»
Die Lösung: YBs U21-Team, das ebenfalls in der Promotion League spielt, würde bei einem Aufstieg Breitenrains nächste Saison auf dem Spitalacker seine Heimspiele austragen. Dafür dürfte Breitenrain ins Wankdorf. Der Ball liege jetzt beim Quartierklub.
Ob der Klub damit sämtliche Anforderungen für die Challenge League erfüllt, bleibt weiter unklar. In erster Instanz hat er die Lizenz von der SFL nicht erhalten. Der Entscheid in zweiter Instanz fällt am 20. Mai.
Sportlich müsste der Aufstieg dann natürlich auch noch klappen. Am Samstag beginnt die Aufstiegsrunde gegen Etoile Carouge (16 Uhr). Eine Woche später kommt Bellinzona mit dem neuen Trainer Marco Schällibaum zum Spitzenkampf auf den «Spitz». https://www.nau.ch/sport/fussball/yb-la ... n-66171504
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shalako
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Verfasst: Samstag 7. Mai 2022, 21:45 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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07.05.2022  Zitat: Im Falle des Aufstiegs
Der FC Breitenrain darf im Wankdorfstadion spielen
Die Chancen des Quartierclubs, künftig in der Challenge League engagiert zu sein, sind erheblich gestiegen – dank der Unterstützung von YB.
Am Samstag startet der FC Breitenrain mit einem Heimspiel gegen Etoile Carouge in die Aufstiegsrunde. Er tut dies mit einem Vorsprung von vier Punkten auf die AC Bellinzona, seinen ersten Verfolger – der auf die U-21 des FC Zürich trifft und damit zumindest nicht die leichtere Aufgabe vor sich hat.
Am darauffolgenden Wochenende empfangen die Stadtberner die Tessiner zum Spitzenkampf. Und im für sie idealen Fall steigt im Anschluss eine kleine Feier.
Zehn Zähler könnten die Teams da schon trennen. Bei drei ausbleibenden Runden stünde der Quartierclub bereits als Promotion-League-Sieger fest. Und im Wissen, dass der Ausdruck im Jargon gewiss zu oft verwendet wird: Das wäre nun in der Tat eine kleine Sensation.
Keine Garantie – aber mehr als eine gute Basis
Immer wahrscheinlicher wird, dass «Breitsch» auch wirklich in die zweithöchste Spielklasse aufsteigen würde, zumal die Konkurrenz die Challenge-League-Lizenz in erster Instanz gleichfalls nicht gekriegt hat. Das Team von Coach Martin Lengen dürfte die Heimspiele im Wankdorfstadion austragen. Die Medienstelle der Young Boys bestätigt gegenüber dieser Zeitung eine entsprechende Meldung von «Nau.ch».
Eine Garantie dafür, dass die Liga nun grünes Licht gibt, ist dies freilich nicht. Aber das Bekenntnis von Nachbar YB ist eine sehr gute Basis für eine Lösung, an der die Verantwortlichen auch in Kooperation mit Vertretern der Stadt Bern arbeiten. Die nicht ausreichende Infrastruktur auf dem Spitalacker, der eigentlichen Spielstätte des FC Breitenrain, war der Hauptgrund, warum diesem die Lizenz zunächst verweigert wurde. https://www.bernerzeitung.ch/und-ploetz ... 7172136302
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shalako
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Verfasst: Dienstag 17. Mai 2022, 08:02 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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17.05.2022  Zitat: Dank Cupsieger Lugano sind die Berner fix europäisch
Nimmt YB jetzt die Barrage-Kandidaten auf die leichte Schulter?
YB ist wegen des Cupsiegs des FC Lugano fix für Europa qualifiziert. Und spielt nun das Zünglein an der Waage des Barrage-Platz-Fights!
Mit dem Cupsieg des FC Lugano sind die letzten europäischen Fragen geklärt. YB steht fix in der Conference-League-Qualifikation, weil es von St. Gallen nicht mehr eingeholt werden kann. Sollte es Cupsieger Lugano gelingen, den entthronten Meister noch abzufangen, so ist das europäisch irrelevant. YB ist so oder so drin.
Basel und YB gesetzt, Lugano eher nicht
Die Tessiner nehmen die Mission Conference League von der dritten Quali-Runde aus in Angriff (und das im Cornaredo!), müssen also zwei Runden überstehen, denn das letzte Hindernis bilden die Playoffs.
Ob am Ende der Saison Basel oder der YB auf Platz zwei stehen, ist auch unerheblich, steigen doch beide in der Quali-Runde zwei ein, müssen also drei Runden überstehen. Beide werden zumindest für die Runden zwei und drei sicher gesetzt sein. In den Playoffs ist das noch offen, aber wahrscheinlich. Lugano hingegen dürfte von Beginn weg in der Tendenz ungesetzt sein.
Letztmals nur vier Teams - hoffentlich
Die nächste wird die letzte Saison mit nur vier Schweizer Teams sein. Danach sind es wieder fünf, weil wir drei Ränge im Uefa-Ranking gewonnen haben. Zudem haben wir wieder zwei Champions-League-Quali-Plätze, und der Cupsieger kämpft um die höherwertige Europa League, und nicht um die Conference League.
YB hat nur noch das Ziel Vizemeister
Relevant ist die endgültige Europa-Quali von YB aber auch für den Abstiegskampf. Denn nun geht es für die Berner nicht mehr um Europa. Nur noch darum, Vizemeister zu werden und vor allem dem FC Basel Platz zwei wieder abzuluchsen. Dabei treffen die Berner mit Luzern und GC auf zwei der drei in den brutalen Barrage-Platz-Fight involvierten Teams! https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 93800.html
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Rino
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Verfasst: Dienstag 17. Mai 2022, 15:36 |
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Exklusiv: YB-Juwel Ayefouni Ogouvide rückt in die U21 aufDiese Saison hatte für Ayefouni Ogouvide einige Highlights parat. Das nächste folgt mit seiner Beförderung in das U21-Team des BSC Young Boys, wo der nächste Entwicklungsschritt des Schweizer Juniorennationalspielers erwartet wird. Der Coup des Nachwuchses des BSC Young Boys in der UEFA Youth League ist zwar ausgeblieben. Für Ayefouni Ogouvide war aber allein das Mitwirken bei den beiden Spielen gegen Atalanta Bergamo und der Begegnung gegen den FC Villarreal ein Riesenerlebnis. Ogouvides weiterer Höhepunkt war die erstmalige Nomination für die Schweizer U18, für die er im Freundschaftsspiel gegen Frankreich im September vorigen Jahres 90 Minuten auf dem Platz stand. Und auch im Tagesgeschäft könnte es nicht besser laufen. Vor einem Monat holte Ogouvide mit YB den Schweizer U18-Cup, in der Elite League führt er fünf Spiele vor Ende der Saison das Tableau an – das Double ist zum Greifen nahe. Nach 4-4-2.ch-Informationen steigt Ogouvide zur kommenden Saison in die Berner U21-Mannschaft auf und könnte dort in der Promotion League erstmals regelmässige Spielpraxis im Erwachsenenbereich sammeln. Ayefouni Ogouvide liebt den NahkampfOgouvide hat sich in seiner Altersklasse einen Namen als emsiger Zweikämpfer gemacht. Zu den hervorzuhebenden Attributen des 18 Jahre alten Innenverteidigers gehören ausserdem sein Kopfballspiel sowie das Defensivverhalten im Eins gegen Eins. Im Abwehrzentrum schlüpft Ogouvide gerne in die Führungsrolle, was das phasenweise Betrauen mit der Captainsbinde in dieser Saison unterfüttert. In Beton gegossen ist allerdings nicht, dass Ogouvide auch in der kommenden Saison das gelb-schwarze Berner Jersey überstreifen wird. Unter Vertragsdruck steht der talentierte Verteidiger nicht, sein Kontrakt ist noch bis 2023 datiert. Ein Teilnehmer aus der Challenge League sowie Klubs aus Portugal und Italien sollen Ogouvide jedoch Avancen machen und ihm eine Perspektive bieten. https://www.4-4-2.com/super-league/yb-b ... founi-u21/
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shalako
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Verfasst: Mittwoch 18. Mai 2022, 23:24 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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18.05.2022  Zitat: «Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um abzutreten»
37 Jahre lang stand Kurt Feuz als Coach des FC Münsingen an der Seitenlinie, Ende Monat ist Schluss. Nach einer langen Zeit mit vielen speziellen Erlebnissen. Und der Erkenntnis, dass der Verein in der ersten Liga genau am richtigen Ort ist.
Kurt Feuz steht auf dem Sportplatz Sandreutenen in Münsingen. Hier kennt er jeden Winkel. Seit 1984 hat er hier Tausende von Trainings geleitet, an Hunderten von Spielen stand er an der Seitenlinie des FCM. Noch zweimal wird der 69-Jährige die Münsinger betreuen, dann ist seine unvergleichliche Karriere bei den Aaretalern zu Ende. 37 Saisons ist er dann beim gleichen Verein Trainer gewesen. Verspürt er Wehmut? «Nein, ich bin bereit abzuschliessen», sagt er.
Bereits im April 2021 hatte Feuz entschieden, den ein Jahr später auslaufenden Vertrag nicht noch einmal zu verlängern. «Es soll nun jemand Jüngeres übernehmen, mit zunehmendem Alter wird man auch weniger belastbar», sagt er. Am Samstag findet das letzte Heimspiel gegen Köniz statt. «Da wird es sicher nochmals emotional werden.» Genauso wie am 2. Juni, wenn mit 80 geladenen Gästen die interne, von Bänz Friedli moderierte, Verabschiedung über die Bühne geht.
Burgdorf wollte ihn doch nicht
Begonnen hatte alles im Jahre 1984. Feuz war 32, als Linksverteidiger Stammspieler bei YB. Der spätere Meistertrainer Alexander Mandziara wollte fortan auf jüngere Spieler setzen, der Routinier hätte wohl öfter auf der Bank Platz nehmen müssen.
Feuz entschied, sich vom Spitzenfussball zu verabschieden. Auch als NLA-Spieler war er nie Profi gewesen. Er arbeitete bei der Krankenkasse Helvetia, die heute Helsana heisst. Diesem Arbeitgeber blieb er bis zur Pension treu, zuletzt als Leiter Infrastruktur. Mit den Verantwortlichen des damaligen Erstliga-Spitzenteams Burgdorf war er sich bereits weitgehend einig, doch entschieden sich die Emmentaler kurzfristig um. «Ich erfuhr aus der Zeitung, dass sie einen anderen nehmen», schildert er jenen wenig erfreulichen Augenblick, der erst dazu führte, dass Münsingen ins Spiel kam.
Der FCM war damals ein regionaler Fussballverein wie viele andere auch, spielte in der dritten Liga. Feuz und Münsingen, das passte von Anfang an. Gleich im ersten Jahr stieg das Team mit Spielertrainer Feuz als Linksverteidiger und Innenverteidiger Jörg Schmidlin, der mit dem Coach von YB ins Aaretal gekommen war, in die zweite Liga auf. «Dabei schlugen wir in einem Entscheidungsspiel Ostermundigen mit 8:1, nachdem wir zuvor zweimal gegen dieses Team verloren hatten», erinnert er sich. Vier Jahre später war Münsingen bereits in der ersten Liga angelangt.
Feuz verhindert Konter
Spezielle Vorkommnisse gab es in den 37 Jahren beim FCM natürlich auch einige. Feuz erinnert sich an eine Szene in Le Locle, als der Gegner zu einem Konter ansetzen wollte und vermutlich alleine vor dem Münsingen-Goalie aufgetaucht wäre. Feuz stoppte den Ball auf der Seitenlinie, wollte dann dem Schiedsrichter klarmachen, dass er das Spielgerät bereits im Aus gewähnt hatte. Auf die Tribüne musste er dennoch, später setzte es eine Busse und eine strenge Verwarnung mit Androhung schärferer Sanktionen im Wiederholungsfall ab. Und es war nicht einfach, mit dem Car das Stadiongelände zu verlassen.
Auch mit Carlos Bernegger, dem bald scheidenden Trainer des FC Thun, verbindet Feuz ein spezielles Spiel. Bernegger war Trainer von Basels U21, als Münsingen aus dem einzigen vernünftigen Angriff das Siegtor zum 1:0 erzielte, während die klar überlegenen Basler mehrfach die Torumrandung trafen. «Carlos konnte sich da lange nicht beruhigen und nicht glauben, dass sie verloren hatten.»
Nach einem Jahr zurück
Einmal wurde Feuz dem FC Münsingen doch untreu. 1996 lockte der FC Biel den im solothurnischen Derendingen aufgewachsenen Coach. Die Seeländer wollten damals aus der ersten Liga in die NLB aufsteigen und hatten ein starkes Team zur Verfügung, unter anderem standen die ehemaligen YB-Spieler Thomas Hartmann und Ivan Eberhard unter Vertrag. Schon bald passte es für Feuz nicht mehr. «Der Präsident wollte Einfluss auf das Sportliche nehmen, und die Spieler waren untereinander nicht so kollegial verbunden wie ich mir das vorgestellt hatte.» Bereits im Spätherbst signalisierte er daher den Verantwortlichen, Biel Ende Saison wieder zu verlassen.
In Münsingen wiederum war man mit Feuz-Nachfolger Dieter Schwemmle nicht glücklich. Das eine ergab das andere. Schon weit vor dem Saisonende war klar, dass Feuz zum FCM zurückkehren würde. Und er blieb weitere 25 Jahre.
Viele sind Freunde geworden
Wie war das möglich? «Das Umfeld hier stimmte immer, mit allen Präsidenten bin ich gut ausgekommen, nie hat mir jemand reingeredet», zählt er wichtige Faktoren auf, die eine so lange Amtszeit möglich machten. Viele ehemalige Spieler seien Freunde geworden. «Und wenn ich etwa einen suspendieren musste oder ihm mitteilte, dass ich nicht mehr mit ihm plane, ist das trotzdem korrekt abgelaufen. Ich bin nie mit einem Spieler im Krach auseinandergegangen.»
Feuz hinterlässt den FC Münsingen als Erstligisten, drei Runden vor Schluss konnte der Ligaerhalt gesichert werden. «Ich bin froh darüber, in der letzten Saison nicht bis am Ende gegen den Abstieg kämpfen zu müssen. Das wäre nicht schön gewesen.» Münsingen sei aktuell genau in der richtigen Liga vertreten. «Auch die Promotion League wäre für den Verein eine Stufe zu hoch.»
Der 70-Jährige sagt im Rückblick auch, dass es gut gewesen sei, dass der FCM nie in die NLB aufgestiegen sei. Gleich fünfmal hatte man die Aufstiegsspiele erreicht. «Das wäre nicht gut gewesen, hätte dem Verein gar schaden können», sagt Feuz. «Man hätte statt in Münsingen in Bern, im Neufeld oder im Wankdorf spielen müssen. Das wäre von den Finanzen her gar nicht gegangen.» Als warnendes Beispiel können Vereine wie Burgdorf oder Bümpliz dienen, die in die NLB aufstiegen, sich dort nicht halten konnten und später in tiefere Ligen abstürzten.
Scout beim YB-Nachwuchs
Nach seiner Verabschiedung wird der in Kirchberg wohnhafte Feuz vorerst Distanz zur Mannschaft halten. Gemeinsam mit dem Verein hat er bereits im August 2021 entschieden, dass der neue, junge Trainer Patrick Baumann (39) sein Amt antreten soll, ohne dass sein langjähriger Vorgänger noch im Umfeld des Teams tätig ist. «Am Anfang der Saison werde ich sicher etwas Distanz halten, nicht gleich beim ersten Spiel wieder auf der Sandreutenen auftauchen. Im späteren Verlauf der Saison werde ich aber sicher das eine oder andere Mal vorbeischauen», sagt Feuz.
Dem Fussball bleibt er erhalten. Ab 1. Juli ist er zu 30 Prozent als Scout für den YB-Nachwuchs tätig. Für jenen Verein, bei dem er einst als Spieler seine Spuren hinterlassen hatte.
Der FC Münsingen ohne Kurt Feuz? Kaum vorstellbar, aber in zwei Wochen Tatsache.
Erst Legendenspiel, dann FCM – Köniz
Am kommenden Samstag steht Kurt Feuz letztmals in einem Heimspiel des FC Münsingen an der Seitenlinie. Die Aaretaler treffen auf Köniz, Spielbeginn ist um 16.00 Uhr. Im Vorspiel um 13.30 Uhr tritt eine Auswahl ehemaliger Münsinger Erstliga-Spieler gegen die YB-Old-Stars an.
Die Erstliga-Meisterschaft wird am 28. Mai abgeschlossen. Kurt Feuz tritt zum Abschluss seiner FCM-Karriere mit seinem Team im aargauischen Wohlen an. https://www.jungfrauzeitung.ch/artikel/199779
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