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 Beitrag Verfasst: Sonntag 16. Oktober 2005, 20:07 
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Registriert: Montag 25. Juli 2005, 19:36
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Ich bin lange für Bidu gewesen, finde aber, dass er nach dem heutigen Spiel einfach soviel Mut haben sollte von selbst zurückzutreten, um es seinem Vorgesetzten und "Freund" Hottiger etwas leichter zu machen. Es hat mich dereart Aufgeregt, dass er Ausgerechnet Raimondi ausgewechselt hat, der einen guten Eindruck hinterliess und auch Mal für ein Spätes Tor gut ist. Zudem hat Eugster einmal ziemlich gut gespielt und musste auch raus. Da fragt sich der Spieler wieso er sich noch in der Arsch kneiffen soll, wenn es vom Trainer nicht honoriert wird. Bidu bitte etwas Courage!!

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...habe fertig!


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 Beitrag Verfasst: Montag 17. Oktober 2005, 10:32 
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Beiträge: 29376
BZ, 17.10.2005


Für Trainer Zaugg wird es eng

Durch eine indiskutable Leistung hat YB in Aarau den Anschluss an die Spitze verloren. Für Trainer Hans-Peter Zaugg wird die Luft dünn. Sportchef Marcel Hottiger traf sich noch gestern mit dem Verwaltungsrat.

Hans-Peter Zaugg / BZLänger als üblich blieb Hans-Peter Zaugg gestern nach dem Spiel in der Kabine, bevor er den Medien Rede und Antwort stand. Das 0:1 gegen Aarau hatte dem YB-Trainer zugesetzt. Obwohl es für die Young Boys die erste Niederlage seit zwei Monaten war, wird die Luft für den Trainer dünner.

Denn zu wenig stimmte auch gestern im YB-Spiel. Obwohl das Team gut vorbereitet und motiviert in die Partie gegangen war, wie Aussenverteidiger Ronny Hodel versicherte, liessen sich die Berner vom FC Aarau den Schneid abkaufen. Zwar kam YB durch Joao Paulo zur ersten Chance des Spiels, in der Folge jedoch liessen die Spieler den Willen, diese Partie gegen den Tabellensiebten unbedingt gewinnen zu wollen, vermissen. Ohne über eine längere Zeit des Spiels zwingend zu sein, lief YB nach Bielis Führungstor dem Rückstand hinterher. Ein geordneter Spielaufbau war bei den Bernern nicht auszumachen. Miguel Portillo und Tiago fanden in der Angriffsauslösung keine Anspielstationen und mussten sich mit langen Bällen auf die Stürmer Neri und Joao Paulo behelfen. Das Mittelfeld war statisch.


Zum Schluss vier Stürmer

YB kam so während dieses Spiels nur zu wenigen Torchancen. Und das, obwohl Zaugg zum Schluss die Offensive forcierte und mit Shi Jun und Schneuwly zwei weitere Stürmer einsetzte, um die Niederlage noch abzuwenden. Nach dem Spiel sagte Hans-Peter Zaugg, es sei klar, dass jetzt bei der grossen Erwartungshaltung, die in Bern herrsche, wieder Kritik an ihm aufkomme. Damit müsse er leben.


Verwaltungsrat tagt

Entscheidend, ob Zaugg weiter Trainer der Young Boys bleibt, ist allerdings nicht die Erwartungshaltung der Fans, sondern diejenige seiner Vorgesetzten. Und deren Vertrauen, dass Zaugg das Team an die Spitze führen kann, ist stark erschüttert. Mit finsterer Miene gingen YB-Präsident Peter Mast und Sportchef Marcel Hottiger durch die Katakomben im Aarauer Brügglifeld. «Intern sorgt diese Niederlage und vor allem die Leistung, die dazu führte, in den nächsten Tagen für Unruhe», sagte Hottiger, der sehr unzufrieden war mit dem YB-Auftritt. Noch am Sonntagabend traf sich der Sportchef mit dem YB-Verwaltungsrat. Anfang Woche findet die nächste Sitzung statt. Das Thema: der Trainer. «Jeder kennt die Gesetze des Fussballs. Der Trainer ist das schwächste Glied», sagt Hottiger. Dieses Gesetz gelte auch in Bern. «Denn», sagt Hottiger, «so wie heute geht es nicht.»

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 Beitrag Verfasst: Montag 17. Oktober 2005, 10:36 
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
Bund, 17.10.2005


Konzeptlos, kraftlos, freudlos

Die Leistungskurve der Young Boys verläuft weiterhin steil abwärts. Gestern leisteten sich die in jeder Beziehung enttäuschenden Stadtberner eine 0:1-Niederlage beim bescheidenen FC Aarau. Es dürfte eine Niederlage mit Folgen sein.

Konzeptlos: Der Auftritt der Young Boys auf dem Brügglifeld war keine Offenbarung. Es fehlte (trotz drei Brasilianern in ihren Reihen) nicht nur ein Kreativspieler, es fehlte vor allem auch ein taktisches Konzept, mit dem die oft ratlos scheinenden Berner den kämpferisch viel stärkeren FC Aarau in Bedrängnis hätten bringen können. YB operierte ideenlos, meist viel zu langsam (Abwehr) und nie druckvoll.
Kraftlos: Einmal in Rückstand, gelang den Young Boys kaum eine echte Offensivreaktion. Zwar wurden im Angriff bis zuletzt alle verfügbaren Leute eingesetzt (inklusive Schneuwlys und des Chinesen Jun Shi), trotzdem hatte der abwartende Gegner bis zuletzt leichtes Spiel: Statt einen Gang zuzulegen, wurden die Berner mangels Kraft im gegnerischen Strafraum immer ungefährlicher. Meistens kamen sie aber gar nicht so weit.
Freudlos: Auf den Rängen gewann man den Eindruck, als werde das Pensum bei den Bernern einfach abgespult. Da gab es kein Aufbäumen, keine kollektive «Jetzt-erst-recht-Reaktion» – die verunsicherten Young Boys versuchten sich auch in der Schlussphase lustlos vor allem in Einzelaktionen.


Der fatale Gegentreffer

Insgesamt sahen die geschätzten 500 mitgereisten YB-Fans, die ihre Mannschaft bis zuletzt vorbildlich anfeuerten, eine sehr schwache Vorstellung der Berner. Es fällt schwer, in dieser Mannschaft positive Aspekte zu finden.
Immerhin darf den Young Boys zugute gehalten werden, dass sie vor dem fatalen Gegentor (Joao Paulo fälschte einen Schuss Bielis unglücklich ab, so dass Wölfli den Ball nicht mehr erreichen konnte), die besseren Chancen besassen als der FC Aarau. Nur: Der äusserst tüchtige Goalie Colomba liess sich eben nicht bezwingen bzw. die Abschlussversuche von Joao Paulo (3.) und Raimondi (16.) fielen nicht zwingend genug aus. Gleiches war bei Aktionenen des einst so torgefährlichen Neri zu sagen: Der Brasilianer (dem ein Kopfball- sowie ein Konditionstraining gut täten) hätte bei besserem Formstand gestern eigentlich drei Treffer erzielen müssen . . .
In Form präsentierte sich bei den Young Boys ausser Torhüter Wölfli und der mit Togo für die WM-Endrunde qualifizierte Aziawonou aber niemand. Unter solchen Umständen waren die Berner mit der 0:1-Niederlage auf dem Brügglifeld eigentlich ganz gut bedient. In der Tat besassen die kämpferisch überzeugenden Aarauer, die sich in der zweiten Halbzeit verständlicherweise auf die defensive Arbeit konzentrierten, bei Konterangriffen durchaus die Chance, auch ein zweites Tor zu schiessen. Ein echtes Aufbäumen der Young Boys hätte wohl auch in diesem Fall nicht stattgefunden.
Es stellt sich deshalb die Frage, ob die Gelbschwarzen die Länderspielpause (mit sicher gewonnenen Testspielen gegen Subigen, Baulmes und Lyss) sinnvoll genutzt haben. Auf jeden Fall waren sie gestern zu einem Punktegewinn auf höherem Niveau nicht bereit. Ohne klare Leistungssteigerung werden sie am nächsten Sonntag auch an der Cup-Hürde La Chaux-de-Fonds scheitern.



Aarau - Young Boys 1:0 (1:0)
Brügglifeld. – 5100 Zuschauer. – SR Leuba. – Tor: 24. Bieli 1:0. – Verwarnungen: 35. Bekiri (Foul). 68. Christ (Foul). – Bemerkungen: Aarau ohne Carreño (verletzt), Giallanza (rekonvaleszent); YB ohne Varela (gesperrt) und Yakin (verletzt)).
Aarau: Colomba; Schmid, Tcheutchoua, Christ, Bilibani; Burgmeier, Opango, Bättig, Bekiri (71. Menezes); Berisha (79. Simo), Bieli (89. Fejzulahi).
Young Boys: Wölfli; Eugster (77. Schneuwly), Tiago, Portillo, Hodel; Sermeter, Häberli (46. Schwegler), Aziawonou, Raimondi (67. Jun Shi); Neri, João Paulo.


Das Ende der Ära Zaugg

Offiziell ist der Entscheid noch nicht, aber nach der gestrigen Leistung der Berner in Aarau ist nicht mehr daran zu zweifeln: Der BSC Young Boys steht vor einem Trainerwechsel. Heute oder morgen wird Trainer Hans-Peter Zaugg unter Verdankung der geleisteten Dienste entlassen.

Heute tagt – mit nur einem Traktandum – der Verwaltungsrat der YB Betriebs AG. Es wird darum gehen, das weitere Vorgehen in der Trainerfrage zu besprechen. Es ist ein offenes Geheimnis, dass der direkte Vorgesetzte von Trainer Hans-Peter Zaugg, Marcel Hottiger, für ein sofortiges Handeln plädieren wird. Gestern äusserte sich der YB-Verantwortliche für den Bereich Sport zum Thema nur mit einem vielsagenden Satz: «Das schwächste Glied in solchen Situationen ist eben stets der Trainer.»
Es ist auch bekannt, dass sich Hottiger beim Verwaltungsrat sehr lange vor Zaugg gestellt hatte – nach den jüngsten schwachen Spielen der Young Boys (die eine nach unten verlaufende Leistungskurve aufweisen) kann er solches aber offensichtlich nicht mehr verantworten. Sein Antrag an den Verwaltungsrat dürfte heute lauten: Sofortige Freistellung des bisherigen Trainers, Regelung der Nachfolge.


Schlechte Heimspielbilanz

Der YB-Verwaltungsrat hatte sich vor dem Umzug ins neue Stadion dazu entschlossen, dem bisherigen Trainer Hans-Peter Zaugg trotz schwachen Leistungen der Mannschaft im letzten Frühjahr eine faire Chance einzuräumen – dies entgegen zahlreichen Publikumsstimmen. Doch Zaugg hat die Erwartungen und Vorgaben der Verantwortlichen nicht erfüllen können: Es sind in erster Linie die schwachen Heimspiele (0:0 gegen Aarau, 0:0 gegen Thun, 0:3 gegen die Grasshoppers, 2:2 gegen Yverdon) und die krass sinkenden Zuschauerzahlen, die ihm nun zum Verhängnis werden.
Im Publikum (sowie bei Sponsoren und Investoren) hatte der Trainer schon seit einiger Zeit sehr viel Kredit eingebüsst. Wohl nur mit einer Serie positiver Resultate hätte er sich definitiv aus der Schusslinie der Kritik nehmen können – doch das ist ihm nicht gelungen. Im Gegenteil: Auch intern glaubt bei YB niemand mehr an eine positive Zukunft mit Hans-Peter Zaugg.


Kandidat Nr. 1: Gernot Rohr

Noch ist offen, wann sich die Young Boys mit einer offiziellen Verlautbarung an die Öffentlichkeit wenden. Es ist anzunehmen, dass die Trainerentlassung erst mit der Verpflichtung des Zaugg-Nachfolgers publik gemacht wird.
Immerhin scheint ein bestens qualifizierter Mann für die Zaugg-Nachfolge bereits in den Startlöchern zu stehen: Gernot Rohr.
Rohr, geboren am 28. Juni 1953, stammt aus Süddeutschland, er wurde mit Bayern München als Spieler Meister und Europacupsieger, seine grosse Karriere fand aber in Frankreich statt: Er führte die Girondins de Bordeaux (bei denen er als «Einheimischer» gilt) zu nationalen und internationalen Ehren; später war er Sportdirektor bei Eintracht Frankfurt und zuletzt zwei Jahre Trainer in der ersten Division Frankreichs bei Nizza. Rohr gilt als hervorragender Ausbildner.
YB hat die Kontakte zu Rohr inoffiziell zwar bestätigt, offiziell aber gibt es noch keine Verlautbarung: Man müsse die Verwaltungsratssitzung abwarten, unterschrieben sei noch nichts – und es seien auch noch andere Trainernamen im Gespräch.
Wie auch immer: Die Ära Zaugg dürfte bei den Young Boys zu Ende sein.(cb)

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