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Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
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shalako
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Verfasst: Mittwoch 4. Oktober 2023, 13:39 |
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04.10.2023  Zitat: YB erwartet in Belgrad ein Hexenkessel – für Darian Males ist es fast ein Heimspiel
Für die Young Boys geht es im zweiten Spiel in der Champions League bei Roter Stern Belgrad bereits um viel. Im Fokus steht dabei auch der ehemalige Basel- und Luzern-Profi Darian Males.
Es wird eine heissblütige Atmosphäre am Mittwochabend für die Young Boys in Belgrad. «Dieses Stadion ist ein Hexenkessel», sagt Darian Males. Er spricht voller Ehrfurcht über das Stadion Rajko Mitić, das von allen nur Marakana genannt wird. 40'000 Anhängerinnen und Anhänger finden im Stadion von Roter Stern Platz, sie sorgen jeweils für eine elektrisierende Atmosphäre.
YB-Neuzugang Males weiss, wovon er spricht. Seine Eltern stammen aus Serbien, weshalb die Gefühlslage vor dieser zweiten Champions-League-Partie für ihn aussergewöhnlich ist. «Natürlich ist eine gewisse Verbundenheit vorhanden. Für mich wird die Partie sicher ein spezielles Spiel.» Seine ganze Familie wird in Belgrad im Stadion sein, einige seiner Verwandten sehen ihn zum ersten Mal spielen. «Ich musste viele Tickets organisieren.»
Langsam kommt er in Bern an – aber die Zahlen fehlen
Auch sportlich soll die Partie für den 22-jährigen Innerschweizer, der beim FC Luzern ausgebildet wurde und zuletzt beim FC Basel spielte, zu einem Karrierehighlight werden. Ausgerechnet in der Hauptstadt des Geburtslandes seiner Eltern könnte Males zum ersten Mal von Beginn an auf dem Platz stehen, wenn die Hymne der Königsklasse erklingt. Im ersten Spiel gegen Leipzig (1:3) wurde der Offensivallrounder lediglich kurz vor Schluss eingewechselt.
Zuletzt aber zeigte die Formkurve von Males nach oben, auch wenn seine Zahlen noch weit von jenen in Basel entfernt sind. In der letzten Saison war der Stadtluzerner mit 28 Torbeteiligungen in 47 Spielen FCB-Topskorer. Seit seinem Wechsel in die Hauptstadt gelang ihm in zehn Partien jedoch noch kein einziges Tor, nur eines hat er vorgelegt.
Dennoch fühlt sich Males immer wohler in Bern, stand in der Vorwoche in allen drei Ligapartien in der Startelf. «Diese drei Spiele haben mir gutgetan, ich fühle mich sehr fit», erzählt er beim Onlineportal «Nau». Nun will die ehemalige Basel-Leihgabe, die für rund zwei Millionen Franken fix von Inter Mailand in die Schweizer Hauptstadt wechselte, in Bern den nächsten Schritt machen.
YB will mutig spielen – und Ergebnisse liefern
Die Partie der Berner in Belgrad wird derweil nicht nur speziell für Males und Filip Ugrinic, der ebenfalls einen serbischen Pass besitzt, sondern auch zu einem wegweisenden Duell bezüglich eines wichtigen Saisonziels. Roter Stern und die Young Boys dürften sich um den dritten Platz in der Gruppe G duellieren, der zur Teilnahme an der Europa League berechtigt.
Es geht im heissblütigen Belgrad also um nichts weniger als das Überwintern in Europa. Die beiden Meister ihrer Länder haben zum Start der Königsklasse gegen die favorisierten Leipzig und Manchester City jeweils mit 1:3 verloren. «Wir wollen europäisch überwintern, genau wie Roter Stern», sagt YB-Trainer Raphael Wicky, der von einem Finalspiel dennoch nichts wissen möchte. «Es ist erst das zweite von sechs Spielen. Es ist zu früh, von einer Entscheidung zu sprechen.»
Dennoch geht es für den Schweizer Meister darum, sich in diesem Duell eine gute Ausgangslage herauszuspielen. Dabei stellt sich die Frage, wie offensiv Wicky YB diesmal auflaufen lässt. Im ersten Champions-League-Spiel gegen Leipzig schickte er sein Team so defensiv auf dem Platz, wie noch nie seit er in Bern an der Seitenlinie steht. Er beorderte eine Fünferabwehr und davor zwei Sechser auf den Platz, das Team zog sich weit zurück. Diesmal könnte YB gegen den Gegner auf Augenhöhe wieder etwas aktiver agieren. Wicky verrät vor der Partie in Belgrad nichts, sagt aber: «Wir wollen mutig spielen – auch in der Champions League.»
Vor grossem Selbstvertrauen dürfte der Schweizer Meister derzeit dennoch kaum strotzen, zu bescheiden sind die Auftritte in der heimischen Liga. Gegen St. Gallen gab es eine Niederlage und am letzten Samstag enttäuschte YB auch bei GC. Nur dank eines Kunststücks von Cedric Itten gelang immerhin ein 1:0-Erfolg. Seine Direktabnahme aus der Luft mit der Hacke sorgte für das einzige Highlight einer schwachen Ligapartie. Itten findet, in Belgrad gehe es insbesondere darum, ein gutes Resultat zu holen: «Klar ist die Champions League der grösste Wettbewerb auf Klubebene. Aber natürlich wollen wir auch positive Resultate erzielen.»
Die Partie in Belgrad bietet sich nun dafür ideal an. An mangelnder Unterstützung für Darian Males dürfte es dabei nicht liegen. https://www.watson.ch/sport/champions%2 ... en-belgrad
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shalako
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Verfasst: Mittwoch 4. Oktober 2023, 15:42 |
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04.10.2023  Zitat: Roter Stern Belgrad
YB spielt in Belgrad gegen Roter Stern – und dessen Hooligans
Der Berner Fussballclub YB spielt heute in Belgrad gegen Roter Stern Belgrad – und gegen dessen Hooligans.
Die Fans von Roter Stern Belgrad sind berühmt für ihre lautstarke Unterstützung und ihre hohe Gewaltbereitschaft. Die YB-Spieler dürfte heute Abend ein volles und lautes Stadion erwarten.
Während sich die Fangruppen in Westeuropa oft betont unpolitisch geben, identifizieren sich viele Fankurven Südosteuropas mit nationalistischen Positionen, die in Gesängen und Choreografien zur Schau gestellt werden.
Hegemonie im Stadion
Abweichende Meinungsäusserungen werden nicht geduldet. Die vorgegebenen Positionen der Kurve werden den anderen Zuschauern im Stadion aufgezwungen, notfalls mit Gewalt – auch bei Roter Stern. Im Juli sorgte eine Choreografie der Delije, den organisierten Fans des Clubs, international für Aufsehen. Vor dem Hintergrund der serbischen Trikolore füllte ein Panzer die gesamte Kurve. Darunter stand eine explizite Drohung als Schriftzug: «Wenn die Armee nach Kosovo zurückkehrt.»
Die Gründe für diesen offenen Nationalismus und die Gewaltbereitschaft in den Stadien Südosteuropas liegen in der Vergangenheit. In den 1980er Jahren bildeten sich europaweit die heutigen Fussballgruppierungen. In Jugoslawien war das eine Zeit des Umbruchs: politisch, ökonomisch, aber auch gesellschaftlich. «In einer Phase eines aufkommenden Nationalismus formieren sich Fussballfangruppen, wie wir sie heute verstehen», sagt Dario Brentin, Experte für Sport und Politik auf dem Balkan.
Die Stadien lieferten Kämpfer für die Kriege
In den darauffolgenden Zerfallskriegen werden die Fankurven der grossen Vereine des ehemaligen Jugoslawiens zu Rekrutierungsorten. So auch bei Roter Stern Belgrad: Aus den Reihen der Delije bilden sich, im Auftrag des Geheimdienstes, paramilitärische Einheiten mit Verbindungen in die organisierte Kriminalität. Diese Einheiten sind in Bosnien und Kroatien für zahllose schwere Kriegsverbrechen verantwortlich.
Die damals entstandenen Verbindungen sind bis heute aktiv. «Diese engen Verbindungen zwischen Fussballfans, der organisierten Kriminalität und der Staatssicherheitsspitze ist sicherlich in keinem anderen Land Südosteuropas vorzufinden», sagt Brentin. Er bezeichnet dies als Unikum des serbischen Fussballs.
Viele Fussballfans sind neben der Tribüne auch in kriminellen Geschäften aktiv. Sie mischen etwa im Drogenhandel mit. Die Politik lässt sie dabei gewähren und spannt die Fans dafür gelegentlich für eigene Zwecke ein. Im Stil paramilitärischer Einheiten greifen die Hooligans dann unliebsame Demonstranten an oder schüchtern politische Gegnerinnen ein, zum Beispiel an der Europride in Belgrad vor einem Jahr.
Vorteile für beide Seiten
So profitieren beide Seiten von der Situation: Die Fans können in Ruhe ihre Geschäfte abwickeln und die Politik hat durch die Fans einen zusätzlichen Machtfaktor. Allerdings geschehe diese Zusammenarbeit nur punktuell, betont Brentin. Da sich vieles im Verborgenen abspiele, lasse sich nur schwer abschätzen, wie eng die Beziehungen tatsächlich sind. Daher sei es auch schwierig, zu beurteilen, wie viel Macht die Fans effektiv haben.
Klar ist: In den Stadien geben sie den Ton an. Darunter leidet nicht zuletzt der serbische Fussball. Im Ligaalltag bleiben die Stadien vielfach leer. Dabei begeistern sich in Serbien viele Menschen für Fussball. Und viele haben weder mit den politischen noch kriminellen Machenschaften etwas zu tun. https://www.srf.ch/news/international/r ... -hooligans
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shalako
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Verfasst: Mittwoch 4. Oktober 2023, 16:26 |
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04.10.2023  Zitat: YB-Gegner Roter Stern Belgrad hat eine glorreiche Seite – und eine dunkle
Heute Abend (21.00 Uhr) steht für die Young Boys in der Champions League das erste Auswärtsspiel an. Mit Roter Stern Belgrad steht dem Schweizer Meister ein im wahrsten Sinne des Wortes geschichtsträchtiger Klub gegenüber.
Vier Jahre ist es her, seit die Young Boys in der Champions-League-Qualifikation auf Roter Stern Belgrad trafen. 2:2 endete das Hinspiel im Wankdorf. Nach einem 1:1 im Stadion Rajko Mitic – besser bekannt als Marakana – zog der serbische Meister aufgrund der Auswärtstorregel in die Gruppenphase der Königsklasse ein.
Für Schlagzeilen im weltweiten Blätterwald sorgte aber nicht dieser Verlauf, sondern die Art und Weise, wie die Serben ihren Erfolg feierten. Sie zogen mit einem Panzer durch die Strassen und platzierten diesen vor dem Stadion – ein T55, der im Jugoslawien-Krieg eingesetzt wurde.
Allein diese Episode reicht, um zu verstehen, dass Roter Stern Belgrad mehr ist als ein Fussballverein. Mag das Klischee, Sport und Politik hätten miteinander nichts zu tun, an manchen Orten stimmen. In Serbien und allen voran in Belgrad ist dies nicht der Fall.
Erst diesen Sommer zeigten Fans von Roter Stern im heimischen Stadion bei einem Freundschaftsspiel gegen die AC Fiorentina eine Choreografie mit einem Panzer vor den serbischen Landesfarben, darunter ein Spruchband mit den Worten: «Wenn die Armee nach Kosovo zurückkehrt». Ein Affront. Und ein Vorbote für das, was momentan an der Grenze dieser beiden Länder geschieht.
Der Anfang vom Ende Jugoslawiens
Man fühlt sich zurückversetzt ins Jahr 1990. Damals trafen am 13. Mai im Maksimir-Stadion in Zagreb mit Dinamo und Roter Stern Belgrad die besten Mannschaften Jugoslawiens aufeinander. Um Fussball ging es in diesem Spiel nicht. Es kam zu Ausschreitungen der verfeindeten Fanlager. Es war kein Kampf zwischen Roter Stern und Dinamo, sondern einer zwischen Serbien und Kroatien. Über 100 Menschen wurden dabei verletzt.
Als ein am Boden liegender Dinamo-Anhänger von einem Polizisten angegriffen wurde, streckte Zagrebs Captain Zvonimir Boban besagte Sicherheitskraft mit einem Kung-Fu-Tritt zu Boden. Ein symbolischer Moment für all das, was noch folgen sollte. Mag dieser Augenblick auch nicht der alleinige Auslöser für den blutigen Bürgerkrieg im Balkan sein, so steht er doch am Anfang vom Ende Jugoslawiens.
Von der Tribüne in den Krieg
Denn ein Jahr später fliegen nicht mehr nur die Fäuste. Die Hooligans von Roter Stern Belgrad melden sich bei der Armee und gehen an die Front. Rekrutiert werden sie von Zeljko Raznatovic, besser bekannt unter dem Namen «Arkan». Der stolze Serbe arbeitete einst für den jugoslawischen Geheimdienst, startete später eine kriminelle Karriere und war 1990 Sicherheitschef von Roter Stern – offiziell zumindest.
Tatsächlich (und das ist wörtlich zu nehmen) war er der Anführer der Hooligans. Als der Bürgerkrieg ausbrach, stellte er eine paramilitärische Truppe auf. Seine Krieger, die Arkan hauptsächlich aus Hooligans von Roter Stern rekrutierte, nannten sich «Die Tiger». Arkans serbische Freischärler waren auch an der Schlacht um Vukovar und den anschliessenden Gräueltaten in der kroatisch-serbischen Grenzstadt beteiligt, bei denen ein Massaker an über 250 Zivilisten und Kriegsgefangenen verübt wurde – und bei dem auch der eingangs erwähnte Panzer im Einsatz gestanden haben soll.
Die Folgen der Teilung
All dies geschah nur kurz nach dem grössten Erfolg im jugoslawischen Fussball, als Roter Stern Belgrad 1991 das favorisierte Olympique Marseille im Final des Meistercups im Penaltyschiessen bezwang und sensationell den Titel gewann. An die sportlichen Grosstaten scheinen sich die Anhänger mehr als 30 Jahre später aber weniger zu erinnern als an die kriegerischen Auseinandersetzungen.
Trotz Vormachtstellung in der heimischen Liga (13 Mal serbischer Meister, zuletzt sechs Mal in Serie), dank der es Roter Stern in den vergangenen Jahren regelmässig in die Gruppenphase der Champions League schaffte, konnte der Verein nie an die sportlichen Erfolge von damals anknüpfen. Die Qualität des Fussballs hat sich seit der Teilung des Landes verschlechtert. Nicht wenige fordern deshalb den Zusammenschluss der Ligen. Ein aufgrund der nach wie vor herrschenden Feindschaft ein nur schwer vorstellbarer Schritt.
«In Belgrad gibt es keine Regeln»
Denn von modernem Denken sind zumindest einige Fans von Roter Stern Belgrad weiter entfernt als ihre Mannschaft vom Erfolg von 1991. Bände sprechen dabei die Hooligans selbst, die in einer vom britischen Fernsehmoderator Danny Dyer gedrehten Dokumentation über die Szene in Belgrad sagen: «Überall, wo wir hingehen, kämpfen wir mit jemandem»; «Ich stehe drauf, wenn wir uns gegenseitig prügeln oder mit der Polizei schlagen – das ist das Leben, das ist Fussball»; «Wenn wir Waffen haben, kämpfen wir auch mit Waffen. In Belgrad gibt es keine Regeln».
Zumindest am letzten Satz bedarf es nur wenig Zweifel. Für seine Kriegsverbrechen wurde Arkan nie zur Rechenschaft gezogen. Am 15. Januar 2000 starb er in einem Hotel in der serbischen Hauptstadt. Er wurde ermordet. https://www.watson.ch/sport/fussball/25 ... nkle-seite
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shalako
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Verfasst: Mittwoch 4. Oktober 2023, 16:28 |
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04.10.2023  Zitat: Roter Stern gegen YB ist für Doppelbürger Darian Males das Spiel des Lebens
«Bei einem Tor werde ich ganz normal jubeln»
Das Spiel im Marakana-Hexenkessel zu Belgrad ist für jeden Spieler speziell. Noch ein bisschen spezieller ist es für YB-Flügel Darian Males.
Letztes Mal, 2019, war es YB-Ikone Miralem Sulejmani (35), Serbe ohne zweiten Pass, für den der Gang ins Marakana Gummibeine bedeutete. Diesmal ist es Darian Males (22), schweizerisch-serbischer Doppelbürger, der Herzrasen haben wird, wenn er den Rasen des Stadions in Belgrad betritt. Seine Familie stammt aus Banja Luka, dem serbischen Teil des heutigen Bosnien-Herzegowina, vier Autostunden von der Hauptstadt entfernt.
«Viele werden mich zum ersten Mal live spielen sehen.» DARIAN MALES, YB-SPIELER
«Ich musste ganz viele Tickets organisieren», sagt der Luzerner. Es gebe wichtige Menschen in seinem Leben, die ihn zum ersten Mal werden spielen sehen. «Meine ganz Familie wird im Stadion sein. Aber ich versuche, das auszublenden.» Trotzdem verbindet er das Spiel in Serbien in der Champions League mit einem Wort: «Stolz!»
Vergangene Saison war Males mit 28 Punkten noch bester Skorer des FC Basel – ein Umstand, der aus einem anderen Leben zu kommen scheint. Bei YB steht für den offensiv orientierten Flügelspieler bisher erst ein Assist zu Buche. Für den Fall, dass er gegen Belgrad treffen sollte, hat er sich jedenfalls kein Jubelverbot auferlegt. «Ich werde bei einem Tor ganz normal jubeln. Ich bin Spieler von YB und überglücklich, hier zu sein. Klar, ich bin von klein auf Fan von Roter Stern. Aber der Respekt vor meiner Mannschaft und den YB-Fans geht da vor. In diesem Spiel gibt es im anderen Team keine Freunde.»
Males' erstes YB-Tor ist überfällig
Klare Kante! Fehlt jetzt nur noch das Tor, das diesen Jubel nötig machen würde. Immerhin sind mittlerweile 535 Einsatzminuten zusammengekommen – da ist es für einen, der vergangene Saison in 47 Spielen elfmal traf und 17-mal den letzten Pass gab, langsam an der Zeit für den ersten Volltreffer.
Spielzeit hatte der exzellente Techniker zuletzt jedenfalls genug. Die letzten vier Super-League-Partien durfte er von Beginn weg ran. Der Abgang von Fabian Rieder und die Verletzung von Kastriot Imeri haben geholfen. Mal schauen, wie es in Belgrad ausschaut. Sollte Trainer Raphael Wicky wie gegen RB Leipzig mit einer Dreierabwehr ins Rennen gehen, sitzt Males wohl auf der Bank. Andernfalls ist die Chance auf einen Einsatz von Beginn weg sehr gross.
Kosovare Rrudhani ist trotz serbischen Hasses dabei
Weniger Freude dürfte ein anderer YBler am Spielort Belgrad haben: Donat Rrudhani (24), Kosovare. In den YB-Fan-Foren wurde spekuliert, ob es nicht gescheiter sei, den Mittelfeldspieler, der in dieser Saison ohnehin erst zu 52 Einsatzminuten gekommen ist, gar nicht erst mitzunehmen. Der Hass zwischen Serben und Kosovaren ist ungebrochen. Die Eskalation an der Grenze spricht Bände. Dennoch ist Rrudhani mitgereist. https://www.blick.ch/sport/fussball/cha ... 03922.html
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shalako
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Verfasst: Mittwoch 4. Oktober 2023, 16:29 |
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04.10.2023  Zitat: Unter den «Tollkühnen» durch
Diesen eindrücklichen Weg muss YB ins Stadion gehen
Den elend langen Gang durch den Tunnel im Marakana, wo am Ende Pyros warten werden. Hier hindurch müssen die Gäste, heute YB, gehen. Blick zeigt dir den neu renovierten Eingang ins Stadion. https://www.blick.ch/sport/fussball/cha ... 07136.html
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shalako
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Verfasst: Mittwoch 4. Oktober 2023, 17:08 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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04.10.2023  Zitat: Vielschichtiger YB-Gegner
Die glorreiche und kriegerische Seite von Roter Stern Belgrad
Mit Belgrad steht den Young Boys in der Champions League ein im wahrsten Sinne des Wortes geschichtsträchtiger Klub gegenüber.
Vier Jahre ist es her, seit die Young Boys in der Champions-League-Qualifikation auf Roter Stern Belgrad trafen und am serbischen Meister scheiterten. Für Schlagzeilen im weltweiten Blätterwald sorgte aber nicht diese Tatsache, sondern die Art und Weise, wie die Serben ihren Erfolg feierten: Sie zogen mit einem Panzer durch die Strassen – ein T55, der im Jugoslawien-Krieg eingesetzt wurde.
Allein diese Episode reicht, um zu verstehen, dass Roter Stern Belgrad mehr ist als ein Fussballverein. Mag das Klischee, Sport und Politik hätten miteinander nichts zu tun, an manchen Orten stimmen. In Serbien und allen voran in Belgrad ist dies nicht der Fall.
Choreo mit einem Panzer
Erst diesen Sommer zeigten Fans von Roter Stern bei einem Freundschaftsspiel eine Choreografie mit einem Panzer vor den serbischen Landesfarben, darunter die Worte: «Wenn die Armee nach Kosovo zurückkehrt». Ein Affront. Und ein Vorbote für das, was momentan an der Grenze dieser beiden Länder geschieht.
Man fühlt sich zurückversetzt ins Jahr 1990. Damals trafen am 13. Mai in Zagreb mit Dinamo und Roter Stern Belgrad die besten Klubs Jugoslawiens aufeinander. Um Fussball ging es in diesem Spiel nicht. Es kam zu Ausschreitungen: Es war kein Kampf zwischen Roter Stern und Dinamo, sondern einer zwischen Serbien und Kroatien. Über 100 Menschen wurden verletzt.
Als ein am Boden liegender Dinamo-Anhänger von einem Polizisten angegriffen wurde, streckte Zagrebs Captain Zvonimir Boban besagte Sicherheitskraft mit einem Kung-Fu-Tritt zu Boden. Ein symbolischer Moment für all das, was noch folgen sollte. Mag dieser Augenblick auch nicht der alleinige Auslöser für den blutigen Bürgerkrieg sein, so steht er doch am Anfang vom Ende Jugoslawiens.
Von der Tribüne in den Krieg
Denn ein Jahr später fliegen nicht mehr nur die Fäuste. Die Hooligans von Roter Stern Belgrad melden sich bei der Armee und gehen an die Front. Rekrutiert werden sie von Zeljko Raznatovic, besser bekannt unter dem Namen «Arkan». Der stolze Serbe arbeitete einst für den jugoslawischen Geheimdienst, startete später eine kriminelle Karriere und war 1990 Sicherheitschef von Roter Stern – offiziell zumindest.
Tatsächlich war er der Anführer der Hooligans. Als der Bürgerkrieg ausbrach, stellte er eine paramilitärische Truppe auf. Seine Krieger, «Die Tiger», waren auch an der Schlacht um Vukovar und den anschliessenden Gräueltaten in der kroatisch-serbischen Grenzstadt beteiligt, bei denen ein Massaker an über 250 Zivilisten und Kriegsgefangenen verübt wurde und bei dem auch der eingangs erwähnte Panzer im Einsatz gestanden haben soll.
Sportlicher Erfolg und die Folgen der Teilung
All dies geschah nur kurz nach dem grössten Erfolg im jugoslawischen Fussball, als Roter Stern Belgrad 1991 das favorisierte Olympique Marseille im Final des Europapokals der Landesmeister bezwang und sensationell den Titel gewann. An die sportlichen Grosstaten scheinen sich die Anhänger heute aber weniger zu erinnern als an die kriegerischen Auseinandersetzungen.
Trotz Vormachtstellung in der heimischen Liga (zuletzt 6 Mal in Serie serbischer Meister) konnte der Verein nie an die Erfolge von damals anknüpfen. Die Qualität des Fussballs hat sich seit der Teilung des Landes verschlechtert. Nicht wenige fordern deshalb den Zusammenschluss der Ligen. Ein aufgrund der nach wie vor herrschenden Feindschaft ein nur schwer vorstellbarer Schritt. https://www.srf.ch/sport/fussball/champ ... rn-belgrad
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shalako
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Verfasst: Mittwoch 4. Oktober 2023, 17:10 |
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04.10.2023  Zitat: YB-Trainer Raphael Wicky zum CL-Spiel in Belgrad
Heute Mittwochabend geht das Champions-League-Abenteuer der Young Boys in Belgrad weiter. Trainer Raphael Wicky freut sich auf das Spiel.
Vor vier Jahren liefen die Berner Young Boys zum letzten Mal im Stadion Rajko Mitic auf. Damals wie am Mittwoch werden sie nicht nur elf Mann gegen sich haben.
Der Spielertunnel von den Katakomben hinaus ins «Marakana» genannte Stadion gleicht mehr einer U-Bahn denn einem Spielertunnel. Graffiti an den grauen Betonwänden, dazu die Polizei in Kampfmontur. Dies kann durchaus einschüchternd wirken – muss es aber nicht. Zumindest, wenn es nach YB-Trainer Raphael Wicky geht.
«Das Stadion wirst du nicht still kriegen»
«Ich war 2019 noch nicht dabei, deshalb hat das Spiel von damals für mich keine Relevanz.» Klar sei, dass es hitzig und laut werde, dass jeder Einwurf und jede Grätsche von den Heimfans gefeiert würden. «Daraus müssen wir versuchen, Energie zu gewinnen. Denn genau hierfür, für solche Spiele, trainiert man.» Die Emotionen soll seine Mannschaft im Griff haben, sich nicht provozieren lassen. Denn eines ist für den Trainer klar: «Das Stadion wirst du nicht still kriegen. Wir müssen unser Spiel machen, viel Mut und Glaube an den Tag legen.»
In der Verantwortung, die Mannschaft auf einen besonders hitzigen Match vorzubereiten, ist für einmal nicht der Trainer, sondern sind die erfahrenen Spieler. Einer, der bereits 2019 mit dabei war, ist Ulisses Garcia. Zwar kam der Aussenverteidiger im Rückspiel der Champions-League-Qualifikation nicht zum Einsatz, die Stimmung aber hat auch er mitbekommen.
«Hier herrscht schon eine besondere Atmosphäre. Aber wir Spieler lieben das.» Ausblenden könne man die 50'000 Fans nicht. Vielmehr sei es wichtig, kühlen Kopf zu bewahren und sich auf die eigene Leistung zu fokussieren. Etwas, das beim letzten Aufeinandertreffen dieser beiden Mannschaften nur halbwegs geglückt ist.
Wegweisendes Duell um Platz drei
Am Mittwochabend steht für beide Mannschaften einiges auf dem Spiel. Sowohl YB als auch Roter Stern haben ihre Auftaktpartie verloren. Allgemein wird ein Duell dieser beiden Mannschaften um den dritten Gruppenplatz erwartet. Umso wichtiger wäre es, mit einem positiven Resultat – sprich mindestens einem Punkt – aus der serbischen Hauptstadt abzureisen.
Für Wicky ändert die Tatsache, dass es in diesem Spiel wohl ums europäische Überwintern geht, nichts an seiner Herangehensweise. «Wir gehen in jedes Spiel, um es zu gewinnen. So auch am Mittwoch.» Personell kann der YB-Trainer, abgesehen vom verletzten Kastriot Imeri, aus dem Vollen schöpfen. https://www.jungfrauzeitung.ch/artikel/214225/
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shalako
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Verfasst: Mittwoch 4. Oktober 2023, 18:45 |
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04.10.2023  Zitat: YB – Hakan Yakin: «Erwarte keinen YB-Sieg in Belgrad»
Schafft YB im zweiten Gruppenspiel der Champions League den ersten Sieg? Hakan Yakin ist skeptisch, traut den Bernern in Belgrad aber einen Punkt zu.
Das Wichtigste in Kürze
- Um 21 Uhr spielt YB heute in der Champions League in Belgrad gegen Roten Stern. - Ex-Nati-Star Hakan Yakin hofft auf seinen Ex-Club, rechnet aber nicht mit einem Sieg. - National haben die Berner aus der Sicht von Yakin aber das mit Abstand stärkste Team.
Auf YB wartet heute Mittwoch der Hexenkessel von Belgrad! Der Schweizer Meister trifft im zweiten Spiel der Champions League auf Roter Stern. «Es ist ein entscheidendes Spiel», ist Hakan Yakin überzeugt. «Die ersten beiden Plätze sind vergeben, Rang drei machen YB und Roter Stern unter sich aus.»
Aber wie stark sind die Serben eigentlich? «Ich habe das Spiel gegen ManCity geschaut, dort haben sie beim 1:3 in der ersten Halbzeit die einzige Chance verwertet. Es ist die beste Mannschaft Serbiens, das wird nicht einfach für YB.»
Abgesehen vom Ausrutscher beim FCSG laufe es bei den Bernern resultatmässig gut. «Aber sie haben keinen Gradmesser in der Schweiz. Ich war gegen Leipzig im Stadion – sie haben gut gespielt, aber hatten keine Chance», so Yakin.
Hakan Yakin: «Champions League hat andere Gesetze»
Die Stimmung werde für die Berner garantiert zum Faktor. «Spiele im Ostblock sind immer heissblütig, die Fans leben für den Verein. Das wird schon vor dem Stadion so sein. Es ist für jeden Spieler eine einmalige Sache.»
Dass YB zuletzt nicht gegen jeden Gegner in der Super League performt hat, ist aus Yakins Sicht erklärbar. Die Königsklasse habe man immer irgendwie im Hinterkopf. Darum könne man die Spiele in der Liga auch nicht vergleichen: «Die Champions League hat andere Gesetze, da geben alle Schweizer Teams 100 Prozent.»
Über 100 Mal trug Hakan Yakin in seiner Karriere das YB-Trikot, sammelte 43 Tore und 31 Assists. An einen Sieg seines früheren Clubs in Belgrad glaubt er aber nicht: «Ich hoffe auf YB, aber wenn alles normal läuft, gewinnen sie in Belgrad nicht. Ein Unentschieden liegt aber drin.»
National hingegen ist der Weg klar: «YB hat mit Abstand die beste Mannschaft der Super League. Das Kader wird immer gezielt verstärkt. Die sportliche Leitung unter Christoph Spycher handelt klug und holt die richtigen Spieler.» https://www.nau.ch/sport/fussball/yb-ha ... d-66620903
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shalako
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Verfasst: Mittwoch 4. Oktober 2023, 18:50 |
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04.10.2023  Zitat: «Turin schlimmer als Belgrad»: YB-Fanarbeit reist gelassen nach Serbien
YB bestreitet am Mittwochabend auswärts gegen Roter Stern Belgrad das zweite Gruppenspiel der Champions League. 300 Berner Fans reisen in die serbische Hauptstadt – weniger als die Fanarbeit Bern erwartet hat. Stellenleiter Lukas Meier sagt, weshalb dies so ist und warum er sich vor Reisen nach Italien mehr Sorgen macht.
BärnToday: Wie viele YB-Fans reisen nach Belgrad zum Champions League-Spiel gegen Roter Stern?
Lukas Meier: Etwas weniger als erwartet. Es sind knapp über 300 Leute dabei, die via Car oder individuell anreisen und das Spiel gemeinsam mit uns im Stadion verfolgen.
Weshalb sind es weniger Fans als erwartet?
Belgrad ist für YB kein Neuland. Wir haben schon gegen Roter Stern und Partizan Belgrad gespielt. Neue Städte wie etwa Leipzig sind deshalb attraktiver. Klar ist die Stimmung in Belgrad grossartig, eine Reise nach Serbien kann aber auch mühsam sein. Bei einer der letzten Fanfahrten mussten wir etwa bis um halb zwei Uhr morgens im Stadion ausharren. Zudem haben wir mit YB viele Auswärtsspiele. Da muss sich der eine oder andere auch aus Kostengründen gegen die Reise entscheiden.
Spielt der aktuelle Konflikt zwischen Serbien und Kosovo eine Rolle?
Natürlich war der Konflikt im Norden des Kosovo in den Medien und deshalb bei den Leuten ein Thema. Vor Ort wird uns der Konflikt aber wohl nicht beeinflussen.
Sollten YB-Fans mit Wurzeln im Kosovo nicht mitreisen?
Dazu macht man sich selbstverständlich Überlegungen. Das macht man vor jedem Spiel zu verschiedenen Aspekten. Unsere Fans sind aber nicht dafür bekannt, dass sie stark provozieren. Wir machen uns diesbezüglich keine Sorgen und denken, dass es für niemanden Probleme geben wird.
Was erwarten Sie für eine Stimmung in Belgrad?
Es wird eine grossartige Stimmung, das war bei unseren Spielen in Belgrad immer so. Ich hoffe, dass wir mit 300 Bernerinnen und Bernern etwas dazu beitragen können. Der sportliche Erfolg von YB würde da natürlich helfen.
Was ist Ihre Aufgabe als Fanarbeiter vor Ort?
Unser Hauptaspekt ist es, verlässliche Informationen zu liefern – bei der Anreise und bei den Treffpunkten. Wir bieten allen Partien den Dialog an und versuchen Probleme bereits im Vorfeld zu antizipieren und zu lösen. Während der Fanfahrt sind wir stets Ansprechpartner für die Fans, die Verantwortlichen des Clubs und die Sicherheitskräfte.
Gibt es einen Fanmarsch?
Nein, das ist alles vorgegeben. Es wird einen Treffpunkt ausserhalb der Stadt geben. Von dort aus geht es dann mit dem Car zum Stadion. Das ist eigentlich immer so – national und international.
Die Fans von Roter Stern Belgrad sind berühmt-berüchtigt. Bereitet Ihnen das Sorgen?
International ist es immer spezieller, als wenn man zum 50. Mal in den Letzigrund fährt. Es birgt Unsicherheiten, aber mittlerweile ist das für uns und auch für die Fans Routine. Es gibt gewisse Orte, wo wir etwas mehr Bammel haben, beispielsweise in Spanien wegen der dortigen Polizei. Auf dem Balkan haben wir bisher immer gute Erfahrungen gemacht, auch im Dialog mit den Behörden.
Was ist in Spanien anders?
Es gibt Länder, die bekannt sind für Gewalt an Fans oder anderen Gruppierungen. Dazu gehört Spanien, das auch von der EU dafür beobachtet wird. Negative Erfahrungen haben wir auch in Rotterdam, Anderlecht oder Turin gemacht. Bei einer Reise in diese Destinationen war die Unsicherheit und Anspannung deutlich grösser. Die Polizei reagierte jeweils stark auf die kleinsten Verstösse, nahm Personen gar in Haft. Auch solche, die sich nichts zuschulden kommen liessen, wurden dabei teilweise schikaniert.
Wie schätzen Sie als Fanarbeiter die Chancen von YB ein?
Wenn man sportlich etwas erreichen will, ist Roter Stern jener Gegner, den man fordern muss. Auswärts wäre zumindest ein Unentschieden sehr wichtig, wenn man den dritten Platz erreichen will. Das wäre für die weitere Kampagne und die Stimmung bedeutsam. Die Absprache mit den serbischen Behörden läuft dabei mehrheitlich über die Sicherheitsabteilung von YB.
Die YB-Spiele in Belgrad
In der serbischen Hauptstadt Belgrad gibt es zwei grosse Fussballvereine: Roter Stern Belgrad und Partizan Belgrad. Die Young Boys mussten bereits gegen beide Clubs antreten.
Das letzte Auswärtsspiel in Belgrad fand im August 2019 gegen Roter Stern statt. YB schied damals im Playoff-Rückspiel der Champions League nach einem 1:1 aus. Im August 2004 verloren die Young Boys in der Champions-League-Qualifikation auswärts gegen Roter Stern gleich mit 0:3 und schieden damit ebenfalls gegen die Serben aus.
Auf Partizan trafen die Berner 2017 in der Gruppenphase der Europa League. In Belgrad setzte es eine 2:1-Niederlage ab. https://www.baerntoday.ch/sport/fussbal ... -153876463
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shalako
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Verfasst: Mittwoch 4. Oktober 2023, 18:53 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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04.10.2023  Zitat: Holt YB heute den ersten Auswärtssieg in der CL-Gruppenphase?
Bis jetzt hat YB noch kein Auswärtsspiel in der CL-Gruppenphase gewinnen können. Ändert sich das heute in Belgrad? Bei Nau gehen die Meinungen auseinander.
Das Wichtigste in Kürze
- Heute um 21 Uhr trifft YB auswärts auf Roten Stern Belgrad. - Gegen die Serben haben die Berner in vier Vergleichen noch nie gewonnen.
Nach dem 1:3 gegen RB Leipzig gilt es heute für YB in der Königsklasse richtig ernst: Das Auswärtsspiel gegen Roten Stern Belgrad kann im Kampf um den dritten Gruppenplatz schon vorentscheidend sein.
In bisher vier Vergleichen mit den Serben holte YB drei Unentschieden und verlor einmal. Gelingt heute im «Marakana» der erste Sieg? Auf der Nau-Sportredaktion ist man sich nicht einig.
Matthias Neuhaus, Sportredaktor
«Die Heim-Bilanz vom Roten Stern Belgrad ist schon gewaltig. Aus den letzten 48 Heimspielen resultierte eine einzige Niederlage. Es ist für keine Mannschaft der Welt einfach, im Hexenkessel ‹Marakana› zu bestehen.
Allerdings befinden sich die Serben nicht gerade in einer Hochform. Die letzten Wochen waren schwierig. Das Derby gegen Partizan musste aus nicht-sportlichen Gründen verschoben werden, es fehlt an Spielpraxis.
In der Liga musste Roter Stern in acht Spielen zudem schon zwei Niederlagen einstecken. Und liegt derzeit nur auf Rang drei. Zum Vergleich: Die vergangene Saison beendete das Team makellos und ohne eine einzige Pleite an der Spitze.
So unwiderstehlich ist Belgrad in dieser Spielzeit längst nicht mehr – im Gegenteil. Die Serben sind verwundbar! Es gilt, in erster Linie hinten dichtzumachen. Vorne wird der formstarke Elia die gegnerischen Verteidiger auf die Probe stellen.
Es ist an der Zeit, dass Roter Stern erstmals seit über einem Jahr ein Heimspiel verliert. Wieso nicht heute gegen YB?»
Christoph Böhlen, Sportchef
«Natürlich wäre ein Sieg für YB heute Gold wert! Mit drei Punkten könnte man einen grossen Schritt in Richtung europäisches Überwintern machen. Das ist den Bernern in der Champions League noch nie gelungen.
Doch die Auswärtsbilanz des Schweizer Meisters ist in den Gruppenspielen der Königsklasse nicht berauschend. In sechs Auftritten holte man bisher erst einmal einen Punkt: Beim 1:1 gegen eine B-Elf von Manchester United vor zwei Jahren. Ansonsten setzte es Niederlagen gegen ManUtd, Juve, Atalanta, Valencia und Villarreal ab.
Auch in der Gruppenphase der Europa League holte YB seine Siege meist im Wankdorf. Neben dem Sechzehntelfinal-Exploit gegen Bayer Leverkusen gewann man seit 2013 noch in Sofia und Bratislava.
Natürlich hoffe ich heute auf eine Premiere: Der erste Auswärtssieg in einem CL-Gruppenspiel wäre eine super Sache. Aber ich würde mich heute im Hexenkessel von Belgrad auch mit einem Remis begnügen.
Denn: YB ist eine Heimmacht! Am 28. November wird der Schweizer Meister mit einem Heimsieg über Roter Stern einen grossen Schritt Richtung Platz drei machen. Darum reicht heute auch mal ein Punkt.» https://www.nau.ch/sport/fussball/holt- ... e-66620909
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