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Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
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shalako
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Verfasst: Dienstag 29. August 2023, 14:47 |
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29.08.2023  Zitat: YB vor Champions League Playoff gegen Haifa – es winken 30 Millionen Franken
Schafft YB den Sprung in die Champions League, enteilt der Meister der Konkurrenz finanziell noch weiter – braucht es eine Solidaritätsabgabe?
Die Saison ist noch jung, doch heute geht es für YB schon um sehr viel: Die Qualifikation zur Gruppenphase der Champions League ist nach dem 0:0 bei Maccabi Haifa zum Greifen nah.
Wenn der Schweizer Meister den Sprung schafft, tut er das zum dritten Mal nach 2018 und 2021. Den Bernern winkt dann ein Geldsegen. Insgesamt rechnet YB-CEO Wanja Greuel mit Einnahmen von mehr als 30 Millionen.
30 Millionen, mindestens, und das allein aus der Champions League: Für Schweizer Verhältnisse ist das eine gewaltige Summe. Nur drei Super-League-Vereine wiesen für das Geschäftsjahr 2022 Einnahmen jenseits dieser Marke aus, neben Basel und YB der FC St.Gallen, und das nur, wenn man sämtliche Einnahmen berücksichtigt: Sponsoring, Spielerverkäufe, Fernseh- und Eintrittsgelder. Alles eben, was es für einen Fussballklub so an Geldquellen gibt.
Das sind Grössenordnungen, von denen es nicht weit ist zu übergeordneten Themen: zur berühmten «competitive balance», der Ausgeglichenheit des Wettbewerbs. Oder zur Frage: YB in der Champions League – ist das nun gut oder schlecht, Fluch oder Segen für den Schweizer Fussball?
Fluch oder Segen? Für beides gibt es Argumente. Wenn YB in der Champions League spielt, beschert das der ganzen Liga Interesse und Aufmerksamkeit. Alle profitieren ein wenig von der Strahlkraft. Das Ansehen der Super League steigt, Spieler werden eher mal entdeckt. Und das Geld der Berner bleibt zumindest teilweise im Land – siehe Transfers wie jenen von Kastriot Imeri im Jahr 2022, früher Servette, jetzt YB, Ablöse rund drei Millionen Franken – Rekord innerhalb der Schweiz.
Die Champions League verzerrt in kleinen Ligen den Wettbewerb
Die Millionen, darüber muss man indes nicht diskutieren, sind primär ein Segen für jene, die sie bekommen. Doch sie haben vielerorts den Wettbewerb verzerrt; Serienmeister sind heute an der Tagesordnung. Und je kleiner eine Liga ist, desto heftiger wirken die Kräfte der Champions-League-Gelder. Die Schweizer Super League ist da ein gutes Beispiel.
Wenn YB heute gewinnt, wird es dem Rest noch weiter enteilen. Doch enteilt war einst auch der FC Basel. Er hat seine Vormachtstellung dann rasch verspielt. Fehler sind teuer, auch wenn man viel Geld hat.
Kann man also alles den Kräften des Spiels überlassen? Oder braucht es doch einen Eingriff, eine Art Umverteilung?
Sogar Forscher der Universität St.Gallen, die sonst nicht als Hochburg von Umverteilungs-Verfechtern gilt, machten sich in einem Gastbeitrag in der NZZ für letzteres stark. Dafür, dass die Preisgelder solidarischer verteilt werden müssen, um den sportlichen Wettbewerb am Leben zu erhalten.
Auch das Komitee der Swiss Football League (SFL) – dem strategischen Führungsorgan der Fussballliga – beschäftigt das Thema. In seinem Strategiepapier für 2023 bis 2027 steht nun unter Punkt 5: «Prüfung der Einführung von Solidaritätszahlungen von Klubs, die in der Gruppenphase der Champions League teilnehmen.»
Die überraschende Skepsis der Klubs
Das SFL-Komitee hat seine Pläne im November vorgestellt. Für die Einführung einer Solidaritätsabgabe braucht es die Zustimmung der Klubs aus der Super League und Challenge League. Allerdings stösst die Idee dort auf wenig Begeisterung. Claudius Schäfer, der CEO der SFL, formuliert es so: Man habe die Massnahme vordiskutiert – und sei auf eine «gewisse Grundskepsis» gestossen.
«Die Ausgeglichenheit einer Liga ist das höchste Gut, und wenn ein Klub so viel Geld auf einen Schlag einnimmt, gerät etwas aus dem Lot» Claudius Schäfer
Schäfer betont, dass die Massnahme nicht vom Tisch sei, man erst im Rahmen einer Klubkonferenz erste Gespräche geführt habe. Und doch kommt das Verdikt der Klubs überraschend, auch für den SFL-CEO. «Die Ausgeglichenheit einer Liga ist das höchste Gut, und wenn ein Klub so viel Geld auf einen Schlag einnimmt, gerät etwas aus dem Lot», sagt Schäfer.
Wanja Greuel wäre als CEO von YB der Hauptbetroffene einer Abgabe. Greuel sitzt auch im SFL-Komitee, ist dort Vizepräsident, und er macht keinen Hehl daraus, dass er sich schon dort gegen die Einführung einer Solidaritätsabgabe ausgesprochen hat. «Unsere Motivation, die Einnahmen zu teilen, ist natürlich nicht riesig», sagt Greuel.
Der YB-CEO führt dafür verschiedene Gründe an. Er weist darauf hin, dass schon die TV- und Marketinggelder hierzulande viel solidarischer verteilt werden als anderswo. Tatsächlich teilen sich die Super-League-Klubs satte 84 Prozent paritätisch. In anderen Ligen ist es meist deutlich weniger. Doch in der Schweiz werden auch nur 20 Millionen Franken an die Super-League-Klubs verteilt; die TV-Gelder spielen für die hiesigen Klubs eine kleinere Rolle als anderswo.
Daneben, sagt Greuel, finanziere YB eben auch einen Kader, der für Europa gebaut sei. Und brauche das Geld daher selbst, um irgendwie mithalten zu können. Dann weist der YB-CEO noch darauf hin, dass die Schweizer Klubs ja schon heute mitprofitieren, wenn sein Klub den Sprung in die Champions League schafft: Der Solidaritätsfonds der Uefa sieht vor, dass dann ein grösserer Betrag ausbezahlt wird.
Greuel spricht es an: Auf europäischer Ebene gibt es schon einen Solidaritätsmechanismus. Die Gelder fliessen aus den Uefa-Kassen an jene Klubs, die in keiner europäischen Gruppenphase teilgenommen haben. Als YB 2021 in der Champions League spielte, erhielten die Super-League-Klubs laut der SFL rund je 600’000 Franken.
Die Uefa soll es richten
Dass YB-CEO Greuel keine Abgabe will, ist naheliegend. Doch woher rührt die Skepsis der anderen Klubs? Laut Claudius Schäfer lautet ein Argument, dass ja die Hälfte der Super-League-Klubs die Chance habe, sich für Europa zu qualifizieren. Weiter wurde auf die Solidarität bei der Verteilung der TV-Gelder hingewiesen. Und schliesslich finden die SFL-Klubs, dass die Uefa über ihren Fonds für mehr Solidarität sorgen sollte.
Derzeit fliessen 4 Prozent der Einnahmen aus den europäischen Wettbewerben – zuletzt rund 134,5 Millionen Euro – in den Solidaritätstopf. Dieser Anteil, so die SFL-Klubs, müsse ab dem nächsten Jahr grösser werden, gegen zehn Prozent. So, wie es auch «European Leagues», der Verband der europäischen Ligen, fordert.
«Das ist ein Teil des Päckchens – ein anderes müsste die Solidaritätsabgabe sein», Claudius Schäfer
SFL-CEO Claudius Schäfer sitzt im vierköpfigen Management Board von «European Leagues». Er sagt, wenn künftig die Uefa für mehr Solidarität sorge, würde das die Dringlichkeit einer Schweizer Regelung vermindern. Dennoch hält er auch eine Abgabe innerhalb der Schweiz weiterhin für eine «sehr gute Idee». Als Vorbild nennt er die holländischen Liga, wo fünf Prozent der Einnahmen von Champions-League-Teilnehmern umverteilt werden.
Zurück in die Schweiz: Fünf Prozent der 30 YB-Millionen, das wären 1,5 Millionen, und diese dann noch zu verteilen an jene neun Klubs, die heuer nicht in einer europäischen Gruppenphase mitspielen. Ein Topfen auf den heissen Stein, mehr nicht.
Natürlich weiss auch Schäfer, dass fünf Prozent nicht die Welt sind. Aber er glaubt, dass sie doch eine Wirkung erzielen. Der SFL-CEO sagt auch noch, dass die Klubs sich solidarisch mit YB gezeigt haben, weil Meisterschaftsspiele, die zwischen zwei Playoff-Spielen liegen, seit dieser Saison ohne Zustimmung des Gegners verschoben werden können. «Das ist ein Teil des Päckchens – ein anderes müsste die Solidaritätsabgabe sein», sagt er. Die soll dann zweckgebunden für nachhaltige Projekte – etwa in Nachwuchsförderung, Infrastruktur oder Digitalisierung – eingesetzt werden, so Schäfer.
Wie es mit der Solidarität weiter geht, steht in den Sternen. Klar ist aber bereits heute: Bald geht es um noch viel mehr Geld. Derzeit nimmt die Uefa 3,5 Milliarden Euro pro Saison ein. Ab 2024 könnten es bis zu fünf Milliarden sein.
YB – Maccabi Haifa
Im Rückspiel der Champions-League-Playoffs treffen die Young Boys am Dienstag (21.00 Uhr) zuhause auf Maccabi Haifa. Wollen sich die Berner für die Königsklasse qualifizieren, muss nach dem 0:0 im Hinspiel gegen den israelischen Meister ein Sieg her - nach 90 Minuten, nach Verlängerung oder im Penaltyschiessen. Für YB wäre es die dritte Teilnahme in der Champions League nach 2018/19 und 2021/22. Bei einer Niederlage geht die europäische Saison für die Berner in der Europa League weiter. https://www.watson.ch/sport/yb/67819826 ... egen-haifa
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shalako
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Verfasst: Dienstag 29. August 2023, 14:49 |
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29.08.2023  Zitat: Champions League Playoff
Haifa-Spieler kicken auf der Kleinen Schanze
Vor dem CL-Rückspiel YB – Haifa um 21 Uhr tummeln sich am Dienstagnachmittag bereits einige israelische Fans und auch die Haifa-Spieler selber in der Berner Innenstadt.
Rund sechs Stunden vor dem Anpfiff sind die Spieler von Maccabi Haifa in der Berner Innenstadt anzutreffen. Vom Hotel Schweizerhof, wo die israelische Mannschaft gastiert, schlendern die Fussballer auf die kleine Schanze, wo sie locker im Kreise zusammen kicken. Das Ganze geschieht allerdings unter Polizeischutz. Und diese ist nicht nur in der Nähe der Spieler präsent.
Wie ein Reporter vor Ort berichet, steht etwa am Eingang der Aarbergergasse ein grösseres Polizeiaufgebot bereit – inklusive einem Wasserwerfer. Vor dem grossen Spiel hat die Kantonspolizei Bern alle Wachen im Kanton geschlossen, um genügend Personal vor Ort in der Stadt Bern zu haben.
Nebst den Spielern sind auch bereits einige Fans in der Innenstadt anzutreffen. https://www.bernerzeitung.ch/champions- ... 8858221684
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shalako
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Verfasst: Dienstag 29. August 2023, 17:03 |
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29.08.2023  Zitat: Alles zum Millionenspiel gegen Maccabi
YB-Spieler sind erholt, Penalty-Training gabs nicht
YB und Maccabi Haifa duellieren sich am Dienstagabend (21 Uhr) nach der Nullnummer in Israel im Playoff-Rückspiel um den Einzug in die Champions-League-Gruppenphase. Im Fokus: Kunstrasen, Spielverschiebung, Schiedsrichter und Penaltys.
Pluspunkt Plastik
Der Kunstrasen im Wankdorf ist ein Vorteil für YB. In den obersten zwei Ligen in Israel spielen alle Teams auf Naturrasen, die synthetische Unterlage kommt erst ab der dritthöchsten Liga zum Einsatz. Ganz neu ist die Unterlage für Haifa nicht: Auf Kunstrasen schlugen die Israelis in der Champions-League-Quali in Malta die Hamrun Spartans 4:0. Ein ganz anderes Kaliber als YB.
Spielfreies Weekend
Seit dieser Saison können Super-Ligisten zwischen internationalen Playoff-Auftritten unkompliziert die Verschiebung von Ligaspielen beantragen. YB hat das spielfreie Wochenende genutzt, um sich nach dem energieraubenden Hinspiel in der Hitze von Haifa optimal vorzubereiten. Das Programm: Am Donnerstag stand nach der neunstündigen Reise aus Haifa zum Wankdorf ein Abendtraining an. Am Freitag hatte die Mannschaft dann frei. Von Samstag bis Montag stand jeden Tag Training auf dem Plan.
Schiri mit WM-Erfahrung
Schiedsrichter ist der Slowene Slavko Vincic (43). Ein hoch erfahrener Mann, der zum Beispiel an der WM in Katar die Spiele zwischen Argentinien und Saudi-Arabien mit dem Sensationssieg der Saudis (2:1) sowie das 3:0 von England gegen Wales leitete. Uns brachte er auch schon Glück. Er pfiff unseren 3:1-Sieg an der EM 2021 gegen die Türkei. YB hat er noch nie arbitriert.
Penalty-Training?
YB-Trainer Wicky hat im Hinblick auf ein drohendes Penaltyschiessen keine Sonderschichten aus elf Metern angeordnet. «Aber wir haben viele Spieler, die zwei, drei Mal pro Woche nach den Trainings regelmässig Penaltys für sich selber trainieren.» Auch Haifa-Trainer Messay Dego (37) hat die Disziplin nicht speziell üben lassen. Penaltys im Training seien mit Penaltys vor 30’000 Fans nicht zu vergleichen und daher schwierig zu simulieren. https://www.blick.ch/sport/fussball/cha ... 86949.html
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shalako
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Verfasst: Dienstag 29. August 2023, 23:33 |
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29.08.2023  Zitat: YB vor dem grossen Spiel
Hoarau sagt: «Als YB-Spieler wäre ich jetzt schlaflos»
Die Young Boys empfangen Maccabi Haifa fürs Playoff-Rückspiel zur Champions League. Experten zweifeln nicht am Weiterkommen – auch solche nicht, die YB zuletzt kritisierten.
Der grosse Tag ist gekommen. So formuliert es Guillaume Hoarau am Freitag, als er über das bevorstehende Rückspiel von YB im Playoff zur Champions League gegen Maccabi Haifa spricht. Er sagt: «Als YB-Spieler wäre ich bis Dienstag schlaflos. Weil ich mich wie ein Kind auf diese Partie freuen würde.»
28’000 Tickets haben die Young Boys bis Montagmittag abgesetzt. Ein vielleicht ausverkauftes Wankdorf, die Sterne der Champions League zum Greifen nah – es waren diese Momente, für die Hoarau als Spieler lebte. Und in denen er nicht selten lieferte.
Der 39-Jährige war es, der YB fast auf den Tag genau vor fünf Jahren mit zwei Treffern im Playoff-Rückspiel bei Dinamo Zagreb erstmals in die Königsklasse führte und so weiter an seiner gelb-schwarzen Legendenbildung arbeitete. Er war es auch, der mit seinen zwei Toren im Dezember 2018 gegen Juventus Turin um Cristiano Ronaldo den ersten Sieg der Berner in der Champions League sicherte.
Hoarau sieht neue YB-Traumabwehr
Seit dieser Saison ist Hoarau TV-Experte beim französischsprachigen Ableger von Blue, er begleitete das Hinspiel seines früheren Clubs im Studio des Bezahlsenders in Freiburg. Er sagt: «YB kann sehr happy mit dem 0:0 sein. Auswärts kein Tor zuzulassen und dann noch bei einem so heimstarken Team wie Maccabi, das war beeindruckend.» Für ihn ist die Basis zum Weiterkommen gelegt. Oder wie er es formuliert: «YB hat 60 Prozent der Arbeit erledigt.»
In Haifa bildeten Mohamed Camara und Loris Benito die Abwehr. Für Stéphane Henchoz, 72-facher Schweizer Nationalspieler und langjähriger Liverpool-Verteidiger, war die Wahl von Trainer Raphael Wicky «eine kleine Überraschung». Der 48-Jährige, der für Blue nach Haifa reiste, hält enorm viel von Aurèle Amenda, dem 20-jährigen Innenverteidiger von YB, der für Benito weichen musste. Dieser werde dereinst in eine europäische Topliga wechseln, ist Henchoz überzeugt.
Aber rasch wurde dem Westschweizer klar, dass Wicky, sein früherer Teamkollege im Nationalteam, die richtige Wahl getroffen hat. «Die Atmosphäre war extrem hitzig. So eine Stimmung gibt es in Europa höchstens bei Spielen in der Türkei oder Griechenland.» Da könne die Routine entscheidend sein. Für Henchoz war Camara gar der beste Spieler auf dem Platz.
Das wiederum überrascht Hoarau nicht. Er war in Bern zwei Jahre lang Teamkollege Camaras. Er sagt: «Er braucht diesen Druck. Die Super League kennt er in- und auswendig, da lässt sein Fokus manchmal etwas nach. Aber auf der grossen Bühne entfacht er das Feuer, dann sieht man den besten Camara.»
Auch von Benito war Hoarau angetan. «Mit ihm kann man in jede Schlacht ziehen», sagt er. Er findet, Innenverteidiger sei die beste Position für Benito. Er traut ihm zu, dass er in dieser Rolle bei YB prägend sein kann.
Maue Offensive? «Sekundär», findet Henchoz
Benito machte Eindruck, was für die YB-Offensivspieler nicht galt. Ob Fabian Rieder, der vor einem Wechsel zu Rennes steht und am Dienstag seine letzte Partie für YB bestreiten dürfte, Kastriot Imeri oder Cedric Itten – sie alle blieben hinter den Erwartungen zurück. Nur Meschack Elia konnte hie und da noch etwas Gefahr heraufbeschwören.
Für Henchoz, dessen Sohn Sonny in der U-21 von YB als Innenverteidiger zu den vielversprechendsten Talenten gehört, ist das jedoch sekundär. Der frühere Trainer von Xamax und Sion findet, es sei offensichtlich gewesen, dass YB in erster Linie kein Tor habe erhalten wollen. «Was enorm wichtig war. Hätte Maccabi getroffen, wäre es im Stadion noch lauter und noch schwieriger geworden.» Es gehe in solchen Partien immer darum, die Balance zwischen Defensive und Offensive zu finden – also so anzugreifen, dass bei einem Ballverlust die Abwehr nicht entblösst ist. Henchoz ist der Meinung, dass dies YB gelungen sei.
Hediger erwartet mehr von YB
Zu acht Abschlüssen kam Maccabi, zu acht Abschlüssen kamen auch die Young Boys, wobei kein einziger der Berner den Weg aufs gegnerische Tor fand. Das sorgte dafür, dass beim deutschsprachigen Ableger von Blue nicht mit Kritik am Auftritt der Berner gegeizt wurde – mit im Studio dabei: Thuns langjähriger Captain Dennis Hediger, heute Trainer der U-21 des FC Basel und Blue-Experte. Er sagt: «Von einem Team mit dieser Qualität erhofft man sich mehr Dominanz im Ballbesitz.» Schon letzte Saison habe er bei Auftritten der Berner regelmässig dieses Gefühl gehabt. «Aber da kam YB immerhin zu Chancen – mit Flanken und einer hohen Präsenz im Strafraum.»
Hediger mutmasst, dass sich die Gegner auf die Taktik von YB eingestellt hätten und den Weg über die Seiten nun besser versperren würden. Und beim Spiel durch die Mitte fehle es zurzeit noch an den richtigen Lösungen. Er ist gespannt, welche Entwicklungsschritte die einzelnen Spieler in den nächsten Wochen und Monaten unter Wicky machen. Als wichtig für YB schätzt der 36-jährige Coach die Rückkehr von Ulisses Garcia ein. Der Linksverteidiger dürfte nach Verletzungspause am Dienstag erstmals wieder im Kader stehen. Hediger sagt: «Er ist eine Bereicherung. Er ist stark am Ball, kann gut flanken und ins Eins-gegen-Eins gehen.»
Allerdings macht sich der Berner fürs Rückspiel «null Sorgen», wie er meint. «Die Young Boys haben ihre wichtigste Waffe noch gar nicht eingesetzt.» Er meint damit die physische Präsenz, die Dynamik im Spiel gegen den Ball, die sie gerade daheim entwickeln können. «In Haifa verzichtete YB auf ein ausgeprägtes Pressing, das wird im Wankdorf anders sein», ist er überzeugt. Hediger tippt auf ein 2:0.
Henchoz findet derweil, dass ein Aus gegen Maccabi einem «Scheitern» gleichkäme. Weil die Ausgangslage, die sich die Young Boys in Israel erarbeitet hätten, ausgezeichnet sei. «YB hat die bessere Mannschaft. Der Kunstrasen ist ebenfalls ein Vorteil. Und dazu spielen sie vor den eigenen Fans.» Aber Henchoz will sich nicht lange mit negativen Gedanken aufhalten, er ist überzeugt: «YB wird sich für die Champions League qualifizieren.»
So sieht es auch Hoarau. Weil YB im Wankdorf immer treffe, fügt der einstige Grandseigneur der Young Boys an. Ohne Torerfolg blieben sie daheim letztmals vor einem Jahr im Hinspiel des Playoffs zur Conference League gegen Anderlecht.
Ein schlechtes Omen? Nicht, wenn es nach Hoarau, Henchoz und Hediger geht. https://www.bernerzeitung.ch/yb-vor-dem ... 5337957808
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shalako
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Verfasst: Dienstag 29. August 2023, 23:34 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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29.08.2023  Zitat: Effiziente Berner
YB zieht nach 3:0 gegen Haifa in die Champions-League-Gruppenphase ein
Die Young Boys stehen zum dritten Mal in fünf Jahren in der Gruppenphase der Champions League. Der Schweizer Meister gewinnt das Playoff-Rückspiel gegen Maccabi Haifa 3:0.
Anders als noch im torlosen Hinspiel vom letzten Mittwoch gab es in Bern kein langes Abtasten. Beide Seiten legten los wie die Feuerwehr, wobei die Gäste das gefährlichere Team waren.
YB zeigte sich an diesem Dienstagabend vor ausverkauftem Haus äusserst effizient. Innerhalb von fünf Minuten lenkten sie die Partie bereits Mitte der ersten Halbzeit in die gewünschten Bahnen. Erst köpfte der bis dato wirkungslos gebliebene Cedric Itten eine Flanke von Meschack Elia wuchtig aus fünf Metern ins Tor. Dann war es Innenverteidiger Abdoulaye Seck, der wiederum nach scharfer Hereingabe von Elia seinen eigenen Torhüter düpierte.
Für die Entscheidung sorgte nur eine Minute nach Wiederanpfiff Filip Ugrinic. Der Mittelfeldspieler, der nach dem 2:0 vom Flügel in die Zentrale gewechselt hatte, profitierte von einem unzureichenden Klärungsversuch der Gäste und schoss den Ball von der Strafraumgrenze zum 3:0 ins Tor, wobei der Schuss von Daniel Sundgren unhaltbar abgefälscht wurde.
Gäste beklagen drei Alluminiumtreffer
Bis zum Doppelschlag der Berner waren die Gäste das gefährlichere Team. Doch anders als der Schweizer Meister waren sie im Abschluss zu ungenau – respektive zielten zu genau. So traf Maccabi Haifa in der ersten Halbzeit gleich zweimal Alluminium. In der 3. Minute stellten sich Loris Benito und Captain Mohamed Ali Camara nicht sonderlich geschickt an, sodass Dean David alleine vor Anthony Racioppi auftauchte, den Ball jedoch an den rechten Pfosten schob. In der 31. Minute war es Frantzdy Pierrot, der mit seinem Kopfball aus kurzer Distanz an der Latte scheiterte.
Die zweite Halbzeit war nicht mehr ganz so spektakulär wie die erste. Das Team von Raphael Wicky hatte die Partie im Griff und liess in der Defensive kaum Möglichkeiten für Maccabi zu. In der Offensive setzten die Berner immer wieder Nadelstiche. Mit der Drei-Tore-Führung im Rücken agierte YB aber nicht mehr ganz so zielstrebig, sodass die eine oder andere vielversprechende Kontermöglichkeit ungenutzt blieb.
Auf der anderen Seite war Racioppi nur einmal in der zweiten Halbzeit wirklich gefordert. Mit dem Abschluss des eingewechselten Dia Saba – den Flügelspieler hatten viele in der Startformation erwartet – von der Strafraumgrenze bekundete der Goalie von YB aber keine Mühe. Gegen den Abschluss von Dolev Haziza rund fünf Minuten vor dem Ende wäre Racioppi hingegen chancenlos gewesen. Wieder klatschte der Ball an die Latte.
Dritte Teilnahme an der Champions League
Scheiterten die Berner in der Vorsaison in den Playoffs zur Conference League unglücklich an Anderlecht, war es über zwei Partien gegen Maccabi Haifa eine abgeklärte Leistung des Schweizer Meisters, der sich gegen den israelischen Meister verdient durchsetzte.
Somit steht YB zum dritten Mal nach 2018 und 2021 in der Gruppenphase der Champions League. Auf wen der Schweizer Meister dort trifft, entscheidet sich bei der Auslosung am Donnerstag. https://www.bluewin.ch/de/sport/champio ... 66804.html
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shalako
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Verfasst: Dienstag 29. August 2023, 23:38 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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29.08.2023  Zitat: Gala gegen Maccabi – YB steht in der Champions League
Mit einem 3:0-Sieg im Playoff-Rückspiel gegen Maccabi Haifa sichert sich Meister YB das lukrative Ticket zur Gruppenphase der Champions League.
Die Szene des Spiels
Die 28. Minute. Mit einem haarsträubenden Eigentor stellte Haifa-Verteidiger Abdoulaye Seck vor 31’500 Fans (ausverkauft) auf 2:0 für YB. Nach einem Horror-Start samt Pfostenschuss und Abseits-Tor von Haifa konnten die Berner von da an schalten und walten, wie sie wollten. Und die Szene dürfte in den inoffiziellen Rankings fürs Eigentor des Jahres wieder auftauchen.
Die Schlüsselfigur
Meschack Elia. Der wirbelige Kongolese bereitete das 1:0 durch Itten vor, provozierte das Eigentor zum 2:0 und war auch danach ein konstanter Unruheherd. Der 26-Jährige dürfte auch in der Gruppenphase den einen oder anderen Verteidiger überfordern.
Das bessere Team
YB. YB. Und nochmals YB. Zwar legten die Israeli starke erste Minuten hin. Doch wohl mit dem Wissen, dass die Berner über die ganze Spieldauer sämtliche spielerischen Vorteile auf ihrer Seite haben würden. Und so kam es auch: YB war ab der Mitte von Hälfte eins die dominante Mannschaft – und hatte mit Spielern wie Jean-Pierre Nsame oder Darian Males grosse Kaliber zum Nachfeuern auf der Bank.
Das Tribünen-Gezwitscher
In der 74. Minute wurde Eigengewächs Fabian Rieder unter stehenden Ovationen ausgewechselt und durch Lukasz Lakomy ersetzt. Der Grund war wohl nicht nur der Spielstand, denn der A-Nati-Spieler steht unmittelbar vor einem Wechsel zu Stade Rennes. Apropos Millionen-Segen: Dieser Transfer dürfte YB noch einmal einen zweistelligen Millionen-Betrag einbringen.
Die Tore
23’ | 1:0 | Meschack Elia flankte in den Fünfmeterraum und fand da Cedric Itten, der wuchtig aufs Tor köpfelte. Goalie Itamar Nitzan war noch dran, doch der Ball fand trotzdem den Weg ins Netz. Das erste Tor in diesem Duell nach fast 113 Minuten offizieller Spielzeit.
29’ | 2:0 | Wieder war es der emsige Meschack Elia, der den Ball von rechts in den Maccabi-Strafraum brachte, diesmal flach. Haifas Innenverteidiger Abdoulaye Seck grätschte mit beiden Beinen in den Ball, worauf dieser über Goali Nitzan hinweg im Tor landete. Slapstick par excellence.
46’ | 3:0 | Viele YB-Fans standen noch fürs Pausenbier an, als die Anhänger auf der Tribüne bereits wieder explodierten: Filip Ugrinic profitierte von einem Fehlpass der Haifa-Abwehr und traf mit einem satten Schuss von der Strafraumgrenze.
Der Ausblick
Die Auslosung der Gruppengegner findet am Donnerstag statt (18.00 Uhr). In der Liga muss YB am Sonntag bei Vizemeister Servette ran (14.15 Uhr). Die Gruppenphase läuft dann ab dem 19. September. https://www.20min.ch/story/champions-le ... ium=social
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shalako
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Verfasst: Dienstag 29. August 2023, 23:43 |
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29.08.2023 Zitat: 3:0-Sieg über Maccabi Haifa
Vorne effizient, hinten im Glück: YB löst Champions-League-Ticket
- YB gewinnt das Rückspiel der Champions-League-Playoffs zuhause gegen Maccabi Haifa 3:0, das Hinspiel hatte 0:0 geendet. - Zwei Flanken von Meschack Elia und ein Blitztreffer in der 2. Halbzeit durch Filip Ugrinic bescheren effizienten, aber defensiv auch glücklichen Bernern den letztlich klaren Sieg. - Damit steht «Gelb-Schwarz» zum 3. Mal nach 2018 und 2021 in der Gruppenphase der «Königsklasse».
Exakt 59 Sekunden waren nach dem Seitenwechsel gespielt, als die Berner Champions-League-Träume Gestalt annahmen. Filip Ugrinic reagierte nach einer ungenügenden Abwehr der Gäste am schnellsten. Sein Aussenrist-Geschoss wurde unhaltbar für Maccabi-Keeper Itamar Nitzan abgefälscht. Das 3:0, die 3-Tore-Hypothek für Haifa – man konnte sich kaum vorstellen, dass YB hier noch ins Straucheln geraten könnte. Dementsprechend euphorisch war die Stimmung der 31'500 Fans auf den Rängen.
Und dabei blieb es auch. Fabian Rieder bei seinem vielleicht letzten Einsatz für «Gelb-Schwarz» und Cedric Itten vergaben gar gute Gelegenheiten zum 4. Treffer. Bei den Israelis wich die Hoffnung schleichend der Resignation, vereinzelte Chancen auf den Ehrentreffer wurden vergeben. Rieder seinerseits erhielt nach 73 Minuten angeschlagen Feierabend. Bei seinem Abgang schien er die Atmosphäre im Wankdorf noch einmal so gut wie möglich aufzusaugen. Geld in die Kassen spülen wird nicht nur sein wohl bevorstehender Transfer zu Stade Rennes, sondern auch der Einzug in die Champions League. Dieser ist immerhin knapp 16 Millionen Euro wert.
Fortuna schützt, Elia flankt
Dass für YB-Goalie Anthony Racioppi am Ende die Null stand, war keine Selbstverständlichkeit. War YB beim Gastspiel in Israel noch hinten stabil und vorne harmlos gewesen, war 6 Tage später zu Beginn der Partie nahezu das Gegenteil der Fall. Die Defensive präsentierte sich wacklig. Nach einem doppelten Fehler von Loris Benito und Mohamed Ali Camara traf Dean David schon in der 3. Minute den Pfosten. Nach einer halben Stunde war das Innenverteidiger-Duo abermals indisponiert, ein Lattenkopfball von Frantzdy Pierrot war die Folge.
Fortuna half zweifellos. Doch auch in der Berner Offensive herrschte mehr und vor allem effizienterer Betrieb. Zweimal – jeweils über den omnipräsenten Meschack Elia auf dem rechten Couloir – trugen die Bemühungen Früchte:
- 23. Minute: Nach sehenswerter Kombination flankt Elia zur Mitte. Sein Zuspiel findet den Kopf von Itten, der sich nicht zweimal bitten lässt. - 28. Minute: Nur 5 Zeigerumdrehungen später sucht Elia abermals Itten. Haifa-Verteidiger Abdoulaye Seck grätscht dazwischen und lenkt den Ball in einer unhaltbaren Bogenlampe ins eigene Tor ab.
War man nach halbem Pensum mit der 2:0-Führung noch äusserst gut bedient gewesen, liess Ugrinic in der 2. Halbzeit jegliche Zweifel nach nur 1 Minute im Keim ersticken. Der Weg zu magischen Europa-Nächten im Wankdorf ist geebnet. Welche Hochkaräter ab 19./20. September die Young Boys fordern, erfahren wir am Donnerstag ab 18 Uhr, wenn in Monaco die Gruppen ausgelost werden. https://www.srf.ch/sport/fussball/champ ... gue-ticket
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shalako
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Verfasst: Dienstag 29. August 2023, 23:45 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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29.08.2023  Zitat: YB steht in der Champions League
Nach der Nullnummer in Israel gewinnen die Young Boys das Rückspiel gegen Maccabi Haifa im Wankdorfstadion mit 3:0.
YB effizient – Maccabi im Aluminium-Pech
YB steht zum dritten Mal nach 2018 und 2021 in der Gruppenphase der Champions League. Nach dem 0:0 in Haifa gewinnen die Berner das Playoff-Rückspiel vor eigenem Anhang mit 3:0.
Ein Spiel, das auch anders hätte verlaufen können. Die Gäste beginnen stark. Bereits in der dritten Minute scheitern die Israeli am Pfosten. YB-Goalie Racioppi ist noch leicht, aber entscheidend mit den Fingerspitzen am Ball. Nur eine Zeigerumdrehung später wird ihnen ein Tor wegen eines knappen Offsides aberkannt. Jubeln können schliesslich die Berner. Eine herrliche Hereingabe vom auffälligen Elia verwandelt Itten mit dem Kopf wuchtig zum 1:0 (23.). Fünf Minuten danach ist es erneut Elia, der in der Mitte Itten sucht. An den Ball kommt jedoch Seck, der diesen unglücklich ins eigene Tor ablenkt (28.). Und Maccabi Haifa? Der Meister aus Israel scheitert erneut an der Torumrandung. Pierrots Kopfball landet an der Latte. So gehen effiziente Berner mit einem schmeichelhaften 2:0 in die Halbzeitpause.
Nach Wiederanpfiff dauert es nur etwas mehr als 60 Sekunden, ehe die grosse Mehrheit der 31 500 Zuschauerinnen und Zuschauer im ausverkauften Wankdorfstadion erneut jubelt. Die Israeli verteidigen schlecht, und Ugrinic haut einfach mal drauf – 3:0. Die Gäste sind in der Folge zwar bemüht, können aber bis zum Schluss nicht reüssieren. Zu mehr als einem dritten Aluminiumtreffer (84.) kommen sie nicht.
Und so jubeln die Berner nach 93 Minuten über den Einzug in die Königsklasse. Zu diesem Zeitpunkt bereits nicht mehr auf dem Platz steht Fabian Rieder. Der Berner Mittelfeldspieler wird in der 74. Minute ausgewechselt. Vermutlich sein letzter Auftritt in Gelb-Schwarz. Rieder steht vor einem Wechsel zu Stade Rennes.
Nächster wichtiger Termin für alle YB-Spieler und Fans: Die Auslosung zur Gruppenphase der Champions League am Donnerstag. https://www.bernerzeitung.ch/jetzt-im-l ... 9992687688
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shalako
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Verfasst: Dienstag 29. August 2023, 23:47 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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29.08.2023  Zitat: YB erreicht Champions League
Ein Abend wie ein einziges Traumszenario
Die Berner besiegen Maccabi Haifa im Rückspiel des Playoffs zur Königsklasse 3:0. Auch weil sie im Wankdorf das Glück auf ihrer Seite haben.
Hätten sich die Young Boys wünschen dürfen, wie dieser Abend verlaufen soll, dann wären sie ziemlich genau bei dem Geschehen gelandet, das sich im ausverkauften Wankdorf abspielt. Sie führen im Rückspiel des Playoffs zur Champions League gegen Maccabi Haifa nach der ersten Halbzeit 2:0. Sie erhöhen gleich nach der Pause durch Filip Ugrinic auf 3:0 und rauben damit auch noch dem letzten Israeli die Hoffnung aufs Weiterkommen.
Ugrinic sprintet zur Eckfahne, bald sind alle Mitspieler bei ihm – auch jene, die den Match von der Ersatzbank aus verfolgen. Die Young Boys jubeln vor 31’500 Zuschauern, als wäre ihnen gerade das entscheidende Tor im Cupfinal oder dem Spiel um die Meisterschaft gelungen.
So bedeutsam ist für sie die Teilnahme an der Champions League: Die Einnahmen von 30 Millionen Franken, die den Club dank der Qualifikation für die Gruppenphase nun erwarten, dürfen die Clubführung beschäftigen. Den Spielern geht es derweil um die grossen Gefühle, die sie mit der Königsklasse verbinden. Das beginnt schon mit der Hymne, die jeweils den Ton setzt. Und hört mit den prominenten Gegnern auf, die nun auf sie warten. Die Champions League ist auch ein grell ausgeleuchtetes Schaufenster, ein Höhepunkt in der Karriere der YB-Spieler.
Wickys Forderungen
Für die prägende Partie entscheidet sich YB-Trainer Raphael Wicky, noch einmal die genau gleichen elf Spieler aufzustellen wie sechs Tage zuvor beim 0:0 in Haifa. Er sagt, es sei nicht der Moment, die Mannschaft auszuwechseln. Einerseits, weil er mit dem Hinspiel zufrieden war, gerade in der Defensive. Andererseits gehe es darum, ein Team zu finden. Er meint eines, dem er vertrauen kann. Natürlich ist ihm nicht entgangen, dass es seiner Equipe in den ersten Wochen der Saison an Stabilität und Esprit mangelte.
Insofern kann Wicky nicht gefallen, was er zu Beginn sieht. YB kommt zwar durch Kastriot Imeri nach 2 Minuten und 7 Sekunden zum ersten Torschuss – und damit schon zu einem mehr als im Hinspiel. Aber nur 26 Sekunden später braucht es schon eine Glanztat von Anthony Racioppi, um nicht in Rückstand zu geraten. Der Goalie lenkt einen Schuss von Maccabis Stürmer Dean David an den Pfosten, nachdem Mohamed Camara und Loris Benito, in Haifa die überragenden Figuren, sich behindert haben. Eine Minute später gehen die Israeli durch einen herrlichen Heber von Dolev Haziza in Führung – der erlösende Pfiff des Schiedsrichters kommt für die Young Boys allerdings sofort, weil Maccabis Spieler knapp im Offside gestanden ist.
Wicky hatte von seiner Mannschaft auch weniger Hektik im Ballbesitz gefordert. Doch wer Rieder und Imeri zusieht, wie sorglos sie mit dem Ball umgehen, der kann nur zu einem Schluss kommen: Botschaft nicht angekommen.
Die Young Boys wirken verkrampft, der Sehnsuchtswettbewerb Champions League, der «zum Greifen nah» ist, wie das die YB-Fans vor der Partie mit ihrer Choreographie veranschaulicht haben, diese Aussicht scheint die Spieler zu hemmen statt zu beflügeln. Die Fans im Rücken, der Kunstrasen unter den Sohlen, das alles wirkt sich nicht zu ihrem Vorteil aus.
Maccabis Pech
Aber dann kommen die erlösenden Minuten. Meschack Elia flankt von rechts, Cedric Itten nimmt Anlauf und wuchtet sich mit dem Kopf in den Ball: 1:0 (23.). Kurz darauf sucht Elia erneut von rechts seinen Sturmpartner, findet diesmal aber Maccabis Verteidiger Abdoulaye Seck, der den Ball äusserst unglücklich über den eigenen Goalie ins Tor lenkt (28.).
Die Israeli müssen da schon hadern, aber es kommt für sie noch bitterer: In der 31. Minute nehmen sie einen weiteren Anlauf, diesmal ist es ihr Stürmer, der nahe am Tor zum Kopfball kommt. Doch Frantzdy Pierrot trifft nicht wie Itten ins Tor, sondern die Latte. Der Maccabi Haifa FC kann nur ein Gefühl haben: Hier und heute, das ist nicht sein Abend.
Mit diesem Gefühl gehen die Israeli in die Pause, weil sie bis dahin nichts mehr zustande bringen. Derweil bejubeln die YB-Fans ihre Mannschaft beim Gang in die Kabine, als wäre noch ein drittes Tor gefallen. Die Rollen sind klar verteilt.
Das dritte Tor fällt kurz nach Wiederanpfiff durch Ugrinic (46.). Er erzielt es mit dem linken Aussenrist und weil Maccabi-Verteidiger Daniel Sundgren den Ball entscheidend ablenkt. Als hätte es noch einen weiteren Beleg gebraucht, wer an diesem Abend das Glück auf seiner Seite hat. Und wer das Pech. Maccabi trifft in der Schlussphase noch zum dritten Mal die Torumrandung.
Rieders Abschied
Alles will für die Berner dann doch nicht aufgehen: Nach einer Stunde schiebt Rieder den Ball knapp am Tor vorbei. Der 21-Jährige steht vor einem Wechsel zu Stade Rennes, womöglich reist er schon am Mittwoch für den Medizincheck nach Frankreich. Ein Tor in seinem wohl letzten Spiel für YB, seinem Jugendclub, von dem er schon als Kind Fan war, das wäre es gewesen. Das i-Tüpfelchen.
Stattdessen wird Rieder ohne eigenes Tor nach 73 Minuten ausgewechselt, unter stehenden Ovationen des Publikums. Die Champions League wird er in Rennes vor dem Fernseher verfolgen müssen, die Franzosen stehen in der Europa League. Er wird es verkraften.
Derweil erfahren die Young Boys am Donnerstag (ab 18 Uhr), auf welche Topteams sie treffen. Gut möglich, reisen sie bald nach Manchester, Mailand, München, Madrid oder Paris. https://www.bernerzeitung.ch/yb-erreich ... 8005396740
_________________ For Ever
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shalako
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Verfasst: Dienstag 29. August 2023, 23:51 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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29.08.2023  Zitat: YB steht in der Champions League
Itten und Ugrinic holen die Sterne nach Bern
Es ist geschafft. YB schlägt Maccabi Haifa im Playoff-Rückspiel und steht damit in der Gruppenphase der Champions League.
Das Spiel
YB qualifiziert sich nach 2018 und 2021 zum dritten Mal für die Gruppenphase der Champions League! Die Berner bezwingen im Playoff-Rückspiel den israelischen Meister Maccabi Haifa klar und deutlich. Ein Doppelschlag in der ersten Halbzeit ebnet den Weg in die Königsklasse.
Dabei beginnt die Partie im ausverkauften Wankdorf mit einem Schockmoment für YB. Nach wenigen Minuten taucht Din David alleine vor Anthony Racioppi auf. Der Keeper aber bleibt cool, lenkt den Ball an den Pfosten und verhindert damit den Fehlstart aus Schweizer Sicht.
Ein Weckruf für Racioppis Vorderleute – und wie. Erst köpfelt Cedric Itten die Berner in Führung, wenige Minuten später versenkt Abdoulaye Seck den Ball im eigenen Tor. Besser kann es für den Schweizer Meister nicht laufen. Oder doch?
Nur eine Minute nach der Pause fasst sich Filip Ugrinic von ausserhalb des Strafraums ein Herz und haut den Ball in die Maschen. Die Gäste aus Israel können auf den erneuten Rückschlag nicht mehr reagieren. Die Sterne sind zurück in Bern.
Der Beste
Meschack Elia ist fast schon hyperaktiv. Wie wenn er zeigen wollte, dass er kurz vor Transferschluss doch noch in einer grossen Liga landen will. Hoffen wir für YB, dass das nicht klappt. Der Kongolese bereitet die ersten beiden Tore vor.
Der Schlechteste
UIuiui, Abdoulaye Seck! Mit Senegal ist er Afrikameister geworden. In Bern aber wird er zum Unglücksraben für Maccabi, als er das zweite Tor bucht. Ins falsche Tor.
Das gab zu reden
Als Fabian Rieder in der 74. Minute vom Feld genommen wird, ist das nicht einfach eine Auswechslung. Der Koppiger geht lachend und klatschend von dannen. Die Fans im Stadion stehen auf – und klatschen. Standing Ovation! Alle spüren, dass dies ein Bye bye ist. Rieder geht nach Rennes. Und spielt dort Europa statt Champions League.
So gehts weiter
Für YB steht bereits am Donnerstag (18 Uhr) die Auslosung der Champions-League-Gruppenphase auf dem Programm (live auf Blick). In der Super League geht es für den Meister am Sonntag (14.15 Uhr) auswärts gegen Servette weiter.
YB – Maccabi Haifa 3:0 (2:0)
Wankdorf, 31’500 Fans (ausverkauft) – SR: Vincic (Slowenien)
Aufstellungen: YB: Racioppi; Janko (83. Blum), Camara, Benito, Persson; Lauper; Ugrinic (83. Males), Imeri (70. Monteiro); Rieder (74. Lakomy); Itten (70. Ganvoula), Elia. Maccabi Haifa: Nitzan; Sundgren, Seck, Goldberg, Haziza; Chery (70. Refaelov), Mohamed Jaber (70. Simic); Khalaili (55. Sabia), Pierrot (55. Podgoreanu), David (76. Shuranov).
Tore: 23. Itten (Elia, Rieder) 1:0, 28. Seck (Eigentor, Elia) 2:0, 46. Ugrinic (Imeri, Janko) 3:0
Gelb: 67. Podgoreanu. 75. Janko (beide Foul).
Bemerkungen: YB ohne Von Ballmoos (rekonvaleszent). 3. Pfostenschuss David. 31. Latten-Kopfball Pierrot. https://www.blick.ch/sport/fussball/cha ... 87038.html
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