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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 23. August 2023, 08:20 
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YB vor Duell mit Maccabi

Lange Anreise, grosse Hitze – und eine enorm hitzige Atmosphäre

Im Playoff zur Champions League gastieret YB bei Maccabi Haifa. Die Anreise war verhältnismässig strapaziös. Aber nicht nur das macht die Partie in Israel aussergewöhnlich.

Fabian Rieder ist beeindruckt. Und das will in seinem Fall etwas heissen. Klar, der YB-Mittelfeldspieler ist erst 21-jährig, aber er ist schon auf der Bühne der Champions League und der WM aufgetreten. Er sagt: «Uns wird in Haifa eine enorm hitzige Atmosphäre erwarten.»

Er will das wissen, weil er sich Videoschnipsel von Spielen Maccabis angeschaut hat. Das 2014 eröffnete Sammy-Ofer-Stadion ist ausverkauft, 30’780 Zuschauer werden am Mittwochabend bei Anpfiff um 22 Uhr Ortszeit (21 Uhr Schweizer Zeit) in der Arena sein (darunter rund 150 YB-Fans). Heiss wird es dann immer noch sein, gefühlt rund 30 Grad, aber das wäre in der Schweiz in diesen Tagen kaum anders. Trainer Raphael Wicky sagt deshalb auf entsprechende Frage eines israelischen Journalisten. «Wir sind an die Hitze gewöhnt. Und das Wetter können wir sowieso nicht kontrollieren.»

Was die Young Boys hingegen kontrollieren können, ist die Vorbereitung aufs Spiel. Und da unternehmen sie alles, um bereit zu sein. Sie reisten bereits am Montag an. Los ging es am Mittag beim Stadion Wankdorf, der Charterflug hob in Payerne ab, weil die Startbahn in Belp für diesen Typ Flugzeug zu kurz gewesen wäre. Dasselbe gilt für die Landebahn in Haifa, deshalb landete die YB-Delegation in Tel Aviv. Nach zehnstündiger Reise kam sie am Montagabend im Hotel an.
Noch herrscht Ruhe: Die Young Boys beim Abschlusstraining am Dienstagabend in Haifa.

Am Dienstag standen ein Spaziergang, eine Videoanalyse des Gegners sowie das Abschlusstraining am Abend im Stadion auf dem Programm. Sämtliche Spieler in Wickys Kader sind gesund, Goalie David von Ballmoos und Linksverteidiger Ulisses Garcia traten die Reise jedoch nicht an. Ein Einsatz käme für sie zu früh.

«Wir sind bereit», sagt Wicky. Der Trainer bezeichnet das Playoff gegen die Israeli als «Riesenchance». Und fügt an: «Wir wollen uns für die letzte Saison belohnen. Es ist ein Privileg, in unserer Situation zu sein.»


So könnte YB in Haifa spielen

Racioppi; Janko, Camara, Amenda, Benito; Niasse; Ugrinic, Rieder, Monteiro; Nsame, Elia. – YB ohne von Ballmoos, Garcia (im Aufbau), Deme, Mambimbi (nicht im Aufgebot).


https://www.bernerzeitung.ch/yb-vor-due ... 4189435169

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 23. August 2023, 09:44 
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YB: Das schreiben Israelis vor CL-Duell gegen Maccabi Haifa

Für YB geht es gegen Maccabi Haifa um den Einzug in die Champions League. Insbesondere die Offensive der Berner hinterlässt bei den Israelis offenbar Eindruck.

Das Wichtigste in Kürze

- Israelische Medien sehen YB im Playoff-Duell gegen Maccabi Haifa im Vorteil.
- Stürmer Cedric Itten wird als «gefährlichster Mann» in der Berner Offensive betitelt.
- Das Hinspiel wird am Mittwoch um 21 Uhr in Haifa angepfiffen.

Eine Hürde muss YB noch nehmen, um an die prallgefüllten Geldtöpfe der Champions League zu gelangen. Rund 15 Millionen Franken würden die Berner alleine für die Qualifikation zur Gruppenphase kassieren.

Gegner in den Playoffs ist Maccabi Haifa, das bereits Sheriff Tiraspol und zuletzt auch Slovan Bratislava ausschaltete. Für den israelischen Meister wäre es die zweite Qualifikation für die Königsklasse in Folge.

In den israelischen Medien wird im Vorfeld natürlich heiss über die Partie diskutiert. Schliesslich geht es um die Teilnahme am wichtigsten europäischen Klub-Wettbewerb.

YB wird nicht zuletzt wegen des deutlich höheren Marktwerts als Favorit dargestellt. Dieser beläuft sich bei Gelbschwarz auf rund 71 Millionen Franken. Und ist damit rund 50 Millionen Franken höher als jener von Maccabi Haifa.

«Festung» Wankdorfstadion

YB sei nach der Ära des FC Basel zur «dominierenden Mannschaft im Schweizer Fussball geworden». Das schreibt etwa die israelische Zeitung «Ma’ariw». Dabei wird insbesondere das Double aus der vergangenen Saison erwähnt.

Zudem wird die Heimstärke der Young Boys thematisiert. «Die letzte Niederlage im Wankdorf gab es im August des letzten Jahres gegen Anderlecht», heisst es weiter. Das Stadion der Berner wird gar als «Festung» betitelt.

In der Tat ist YB seit 19 Pflichtspielen zu Hause ungeschlagen. Dass das Rückspiel am 29. August (21 Uhr) in Bern stattfindet, könnte durchaus zum Vorteil werden.

Trainer Raphael Wicky lasse meist im 4-4-2-System mit Raute spielen, schreibt «Ma’ariw» weiter. Sein Team zeichne sich durch «viel Bewegung ohne Ball und hohem Pressing» aus.

Zwar habe YB mit den Abgängen von Zesiger und Fassnacht wichtige Spieler verloren. Dennoch habe das Kader weiterhin viel Qualität. Fabian Rieder wird speziell erwähnt. Er gelte als «eines der grössten Talente im Schweizer Fussball».

«YB ist ein absolutes Spitzenteam»

Weiter hinterlässt der Angriff der Schweizer offenbar Eindruck. «Der gefährlichste Mann in der Offensive ist Cedric Itten», heisst es. Aber auch Jean-Pierre Nsame und Joel Monteiro würden herausstechen.

Maccabi Haifa holte sich am Wochenende mit einem 2:0-Sieg im Liga-Cup gegen Maccabi Petach Tikwa das nötige Selbstvertrauen. Trainer Messay Dego weiss aber: «YB ist ein absolutes Spitzenteam, das wird eine andere Geschichte. Wir müssen noch besser werden.»

Anpfiff zum Hinspiel im Quali-Duell ist um 21 Uhr im Sammy Ofer Stadion in Haifa. Die Berner erwartet dort ein regelrechter Hexenkessel. Alle gut 30'000 Tickets waren innerhalb von 40 Minuten ausverkauft.


https://www.nau.ch/sport/fussball/yb-da ... a-66580322

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 23. August 2023, 14:29 
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Die Young Boys können bei Haifa-Kracher aus dem Vollen schöpfen

Die Young Boys haben vor dem Hinspiel der Champions-League-Playoffs gegen Maccabi Haifa keine Personalsorgen und freuen sich auf eine tolle Atmosphäre.

Dem Schweizer Meister glückte am Wochenende die Hauptprobe für die Europacup-Premiere in dieser Saison. Gegen den kleinen Nachbarn Breitenrain feierte YB in der ersten Cuprunde einen ungefährdeten 5:0-Sieg.

Ungleich schwieriger wird die Aufgabe am Mittwoch, wenn das Team von Trainer Raphael Wicky bei Maccabi Haifa gastiert. Während der israelische Meister bereits drei Qualifikationsrunden überstand, greift der Schweizer Meister erst in den Playoffs ins Geschehen ein.

YB-Coach Wicky hat die Qual der Wahl

Seit Montag weilen die Young Boys in Israel und bereiten sich auf die wichtige Auswärtspartie in Haifa vor. Bis auf die drei Rekonvaleszenzen David von Ballmoos, Ulisses Garcia und Felix Mambimbi sind alle Spieler mit dabei. Trainer Raphael Wicky hat also die Qual der Wahl. «Alle Spieler sind gesund, das ist natürlich fanatisch», sagte er im Rahmen der Pressekonferenz am Tag vor dem Spiel.

Der Trainer von YB erwartet vom Gegner «eine routinierte und spielerisch gute Mannschaft mit Stärken in der Offensive, die in der letzten Saison bereits Erfahrungen in diesem Wettbewerb sammeln konnte», betonte aber gleichzeitig, dass man den Fokus auf die eigene Leistung legen wolle. «Die Champions League ist das höchste Niveau, das man auf Klubebene spielen kann. Es bietet sich die riesige Chance, uns und unsere Fans für das letzte Jahr belohnen zu können.»

Mittelfeld-Motor Rieder: «Spiele, von denen man träumt»

Mittelfeldspieler Fabian Rieder freut sich auf die Partie in einem ausverkauftem Stadion. «Das sind die Spiele, für die man sein Leben lang trainiert und von denen man träumt. Als Spieler liebt man es, vor so einer Kulisse auflaufen zu können.» Die tolle Atmosphäre im Stadion von Haifa habe er in Videos gesehen. «Die Anhänger brennen für ihren Verein – genau wie unsere Fans.»

Auf seine persönliche Situation – Rieder wird seit längerem mit einem Transfer ins Ausland in Verbindung gebracht – wollte der Top-Vorbereiter von YB nicht eingehen. «Ich werde alles dafür geben, in die Champions League zu kommen und will mit diesem Team etwas Grosses erreichen.»


https://www.bluewin.ch/de/sport/champio ... 58369.html

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 23. August 2023, 14:33 
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Maccabi Haifa: Der Klub, der für Israel Geschichte schrieb

Der Playoff-Gegner von YB in der Champions League ist derzeit der erfolgreichste Klub in Israel.

Zwei Spiele ist YB von der Champions League entfernt. Mit Maccabi Haifa wartet zwar ein weitegehend unbekannter Gegner auf die Berner. Doch der Klub aus der Hafenstadt am Mittelmeer ist derzeit das Mass aller Dinge in Israel.

Haifa ist zuletzt 3 Mal in Folge Meister geworden. Mit 15 Titeln ist man zwar noch ein gutes Stück von Rekordmeister Maccabi Tel Aviv entfernt (24), dennoch gibt es an «The Greens» derzeit kein Vorbeikommen. Die gute Form konnte das Team von Messay Dego auch in dieser Saison konservieren.

Zwar hat die Meisterschaft in Israel noch nicht begonnen, doch Maccabi Haifa hat bereits 6 Qualifikationsspiele in der Champions League hinter sich. 5 Siege konnte Maccabi dabei feiern, einzig auswärts bei Sheriff Tiraspol resultierte eine Niederlage. Und mit 15 Treffern hat vor allem die Offensive überzeugt.

Der Coup gegen Juventus Turin

Während YB vom 3. Einzug in die Gruppenphase der Champions League träumt, strebt Maccabi Haifa bereits die 4. Teilnahme an. 2002 schrieb Maccabi Geschichte: Als erster israelischer Klub konnte man sich für eine Gruppenphase in der Königsklasse qualifizieren.

Weitere Teilnahmen folgten 2009 und zuletzt 2022. Im letzten Oktober sorgten die Israeli für Aufsehen, als sie das Heimspiel gegen Juventus Turin 2:0 gewonnen haben und so das frühe Scheitern des italienischen Rekordmeisters in die Wege leiteten.

Premiere gegen Schweizer Klub

Maccabi Haifa ist einer der beliebtesten Klubs des Landes und kann sich voll auf die Unterstützung seiner Anhänger verlassen. Regelmässig strömen zwischen 25'000 und 30'000 Fans zu den Spielen und verwandeln das 2014 eröffnete ins Sammy-Ofer-Stadion in einen Hexenkessel.

Das wird auch am Mittwoch gegen YB so sein, wenn das Hinspiel in den Playoffs zur Champions League über die Bühne geht. Es wird das erste Mal sein, dass Maccabi Haifa ein Pflichtspiel gegen einen Schweizer Klub bestreitet.


https://www.srf.ch/sport/fussball/champ ... te-schrieb

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 23. August 2023, 14:35 
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Rote Karten sitzen locker

Schiri Massa hat YB schon mal Glück gebracht

YB spielt in Haifa gegen Maccabi um eine gute Ausgangslage fürs Rückspiel im Wankdorf. Es geht um die Qualifikation für die Champions League. Ergo um 36 Millionen Franken. Die letzten News zum Spiel.

Alter Bekannter als Schiedsrichter

Schiedsrichter im heissen Haifa ist der Italiener Davide Massa (42). Der Bankkaufmann aus Imperia pfiff 2021 den italienischen Cupfinal. Ein halbes Jahr später stieg er in die Kategorie der Uefa-Elite-Schiedsrichter auf. Massa hat YB schon mal Glück gebracht. Er pfiff den grossartigen 2:0-Sieg der Berner in den Europa-League-Sechzehntelfinals 2021 in der Bay-Arena gegen Bayer Leverkusen.

Aber Achtung: Massa ist einer, bei dem die Rote Karte locker sitzt. Einen Eindruck dazu gibts in der Galerie oben.

Beschwerliche Anreise

150 YB-Fans haben den langen Weg nach Haifa angetreten. Die Reise dorthin ist nicht ohne, weshalb das Team einen Tag früher als gewohnt anreiste. Aus gutem Grund. Die Netto-Reisezeit am Montag betrug zehn Stunden. Um 22 Uhr war man im Hotel. Die Fans ihrerseits hatten Bedenken wegen dieser langen Reisezeit, dies wegen der rigorosen Einreisekontrollen inklusive genauer Befragung und wegen der hohen Kosten.

Hitze in Israel

Am Vortag des Spiels liessen es die YB-Spieler gemächlich angehen. Theorie und Videostudium sowie ein kurzer Spaziergang standen auf dem Programm. Mehr lässt die Hitze nicht zu. Es war gestern zwar «nur» 31 Grad, also ein paar Grad weniger als in der Schweiz. Doch wegen der deutlich höheren Luftfeuchtigkeit sind es gefühlt mindestens 38 Grad. Das Spiel wird um 22 Uhr Lokalzeit angepfiffen. Dann wird es in Israel immer noch 26 Grad warm sein.

Lauper wieder mit dabei

Die Reise nach Israel nicht mitgemacht haben die rekonvaleszenten David von Ballmoos und Ulisses Garcia sowie die überzähligen Felix Mambimbi und Malick Deme. Mit dabei ist hingegen Sandro Lauper, nachdem er zweimal erfolgreich in der U21 zum Einsatz gekommen ist. Garcia könnte für das Rückspiel fit werden.


https://www.blick.ch/sport/fussball/cha ... 68697.html

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 23. August 2023, 17:35 
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Bringt dreimal mehr als Europa League

Auf so viel Kohle hofft YB in der Champions League

Ob Champions oder Europa League, ist ein fundamentaler Unterschied. In der Königsklasse winken YB enorme Einnahmen.

Da ist der sportliche Aspekt, klar: Schafft YB die Quali zur Champions League, trifft man auf die Crème de la Crème des europäischen Fussballs. Manchester City, Barcelona, Bayern, PSG, Napoli, Benfica, Inter oder Arsenal.

Aber der Schweizer Meister würde sich im Erfolgsfall auch die Taschen füllen. In der Jahresrechnung 2021, als die Berner letztmals in der Champions League waren, haben sie 32,2 Millionen Franken an Einnahmen aus Uefa-Wettbewerben ausgewiesen. Allerdings enthält diese Zahl neben der Gruppenphase in der Königsklasse auch den erfolgreichen Europa-League-Sechzehntelfinal gegen Leverkusen und den Achtelfinal gegen Ajax Amsterdam im Februar und März.

Ein ausverkauftes Wankdorf bringt zwei Millionen

Würde es gegen Maccabi Haifa klappen, sähe die Rechnung so aus: Alleine die Antrittsgage beträgt 15 Millionen Franken. Dazu gibts pro Sieg 2,7 Millionen und für ein Remis 900'000 Franken.

2021 holte YB fünf Punkte. Rechnen wir mit gleich viel. Macht also weitere rund 4,5 Millionen. Dann gibts noch einen Anteil aus dem Koeffizientenpool. YB steht da an 25. Stelle der 36 hypothetischen Teilnehmer. Da gibts pro Rangpunkt 1,08 Millionen Franken. Das ergäbe weitere rund 8,5 Millionen Franken. Zudem erhalten die 32 Teilnehmer noch was aus dem Marktpool. Weil unser TV-Markt finanziell unergiebig ist, muss man vorsichtig mit 2 Millionen rechnen.

Und dann sind da noch die Spieleinnahmen. Da kann man bei einem vollen Wankdorf, was wegen der Kombi-Abos wohl dreimal garantiert sein sollte, von gegen 2 Millionen pro Spiel ausgehen. Macht also nochmals 6 Millionen Franken.

Euro-Kurs drückt aufs Budget

Unter dem Strich locken in der Champions League rund 36 Millionen Franken. Die Zahl ist leicht höher als jene aus dem Jahr 2021. Allerdings werden die Uefa-Prämien in Euro ausgeschüttet. In diesen zwei Jahren hat die Europawährung gegenüber dem Schweizer Franken weiter deutlich an Wert verloren.

In der Europa League sind alle Zahlen bescheidener. Da würden noch etwa 12 Millionen Franken warten. Immerhin. Doch das ist eine Summe, die YB auch mit einem einzelnen Transfer generieren kann. 36 Millionen hingegen niemals.



Die Milchbüechli-Rechnung von YB auf einen Blick

Allfällige Einnahmen in der Champions League (in Millionen Franken):

- 15 Antrittsgage
- 4,5 Siegprämien
- 8,5 Koeffizientenpool
- 2 Marktpool
- 6 Spieleinnahmen


Allfällige Einnahmen in der Europa League (in Millionen Franken):

- 3,6 Antrittsgage
- 2,5 Siegprämien (bei angenommenen zehn Punkten wie 2020/21)
- 1,9 Koeffizientenpool
- 1 Marktpool
- 3 Spieleinnahmen

Unter dem Strich ergibt sich bei den beiden Wettbewerben ein Unterschied von circa 24 Millionen Franken.


https://www.blick.ch/sport/fussball/cha ... 65653.html

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 23. August 2023, 22:46 
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Maccabi Haifa: Seriös, ausgebufft, überaltert

Das ist die YB-Hürde auf dem Weg in die Königsklasse

Maccabi Haifa ist der Vorzeigeverein Israels. Ein von einem Auto-Importeur alimentiertes, höchst routiniertes und ausgebufftes Team. Das im zentralen Mittelfeld sein Glanzstück hat.

Seriös und gut geführt. Der Ruf, der Maccabi Haifa vorauseilt, ist exzellent. Dies verdankt der Klub in der 300'000-Einwohner-Hafenstadt einem Mann, der Maccabi 1992 gekauft hat und seither auch als Präsident am Ruder ist: Ya’akov Shahar, Businessmann und Israel-Importeur von Volvo und Honda. Der Mann, den alle nur «Yankale» nennen, alimentiert den Klub, sucht sich aber auch die Coaches aus.
Der populärste Klub des Landes

Der Erfolg gibt der Methode Shahar recht. Maccabi hat 15 Meistertitel gewonnen, ist damit die Nummer zwei hinter Maccabi Tel Aviv (23). Aber Haifa ist der populärste Klub Israels. Da haben Umfragen sowohl unter jüdischen als auch arabischen Israelis ergeben. Und er hat die grösste Fanbase des Landes.

Das Stadion namens Sammy Ofer ist erst 2014 (für 120 Millionen Franken) fertiggestellt worden und ist eines von zwei Stadien, in welchem die Nationalmannschaft spielt. Es bietet 30'900 Fans Platz und ist regelmässig sehr gut gefüllt. Schnitt: 24'000. Gegen YB wird es restlos ausverkauft sein. Und die Stimmung wird heiss sein dank der Hardcore-Fans des Klubs, die sich «grüne Affen» nennen.

Dreimal in der Königsklassen-Gruppenphase

Auch international hat Maccabi Haifa Geschichte geschrieben. Als erstes israelisches Team qualifizierte man sich 2002 für die Champions League. Der Coup gelang weitere zwei Male. Zuletzt 2022, als man Roter Stern Belgrad in den Playoffs eliminierte. Ein Gegner, an den YB leidvolle Erinnerungen hat. In der Gruppenphase gabs dann fünf Niederlagen in sechs Spielen, aber immerhin einen Sieg – ausgerechnet gegen Juventus Turin. Die Italiener waren 2018 auch der einzige Gegner gewesen, den YB bei seiner ersten Teilnahme besiegen konnte. Heuer kämpfte sich neben dem polnischen Meister Rakow Czestochowa einzig Maccabi durch alle drei Königsklassen-Qualifikationsrunden ins Playoff.

Topspieler ist ein 35-jähriger Surinam-Holländer

Das Glanzstück von Maccabi? Das zentrale Mittelfeld. Mit dem 35-jährigen Captain Tjaronn Chery, der einst für die Queens Park Rangers spielte und mit 185 Einsätzen für Maccabi eine Klublegende ist. Der Surinam-Holländer ist der wohl beste Fussballer in Reihen der mehr als routinierten israelischen Mannschaft, die beim entscheidenden 3:1-Sieg in der dritten CL-Qualirunde einen Altersschnitt von gegen 30 erreichte. Die YB-Startelf beim 1:1 gegen Luzern war fast fünf Jahre jünger. Was man ganz sicher von Maccabi sagen kann: Die Israelis sind ein eingespieltes, ausgebufftes Team.
Nationalspieler Jaber: Auf dem Klub-Parkplatz verhaftet

Ein besonderes Auge wird YB auch auf Mahmoud Jaber (23) werfen müssen, der vor einem Jahr im israelischen Nationalteam debütierte, bevor er sich den Oberschenkel (!) brach. Gegen die Schweiz stand er beim 0:3 53 Minuten auf dem Platz. Freilich ohne gross Impulse setzen zu können. Bei den beiden Siegen gegen Belarus und Andorra stand er nicht im Aufgebot.

Was den Regisseur speziell macht, ist sein … Bruder. Der heisst Abdallah (30) und ist wie Mahmoud arabischer Israeli, aufgewachsen in der arabischen Stadt Taybeh in Israel. Abdallah, der Ältere, ist zu einer Legende geworden, weil er für die Nationalmannschaft von Palästina spielt, sie sogar als Captain anführte. 49 Spiele hat Abdallah für den natürlichen politischen Feind Israels gemacht.

Und Jaber stand wegen einer anderen Sache in den Schlagzeilen, als er vor einem Jahr mit seinem Privatauto vor einem Spiel ins Stadion-Parking fahren wollte. Er war verletzt, war deshalb nicht im Teambus. Ein übereifriger Polizist verweigerte ihm den Zugang. Selbst Klubmitglieder und Security Staff konnten den guten Mann nicht davon abhalten, Jaber zu verhaften, weil er sich nicht ausweisen und keine Parkberechtigung vorweisen konnte. Er wurde in Handschellen in einem Streifenwagen abgeführt. Allerdings: Nachdem er sich identifizieren konnte, auch schnell wieder auf freien Fuss gesetzt. Man merke: In Israel ist mit der Polizei nicht zu spassen!


https://www.blick.ch/sport/fussball/cha ... 68220.html

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 23. August 2023, 22:48 
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Wochenduell: Die Berner in EuropaIst es gut für die Schweiz, wenn YB Champions League spielt?

Die Young Boys duellieren sich im Playoff mit Maccabi Haifa. Danach würden die vielen Millionen der Königsklasse winken, viele Koeffizientenpunkte – aber wohl auch übermächtige Gegner.

Ja: YB kann Koeffizientenpunkte für die Schweiz sammeln. In der Champions League – oder wenn sie aus dieser in die Europa League abrutscht

Ein Schweizer Club, der in der Champions League spielt. Darüber müsste man sich freuen, selbst wenn man es nicht mit den Berner Young Boys hält. Zu selten kam dies in den letzten Jahren vor, seit die glorreichen Zeiten des FC Basel auf der höchsten europäischen Ebene der Vergangenheit angehören.

Die Europa League mag mit Teilnehmern wie dem FC Liverpool dieses Jahr gut besetzt sein. Doch die Schwergewichte des europäischen Fussballs sind nach wie vor in der Königsklasse vertreten. Die Superstars des Weltfussballs könnten bald wieder den Weg in die Schweiz finden. Als Manchester United mit Cristiano Ronaldo vor zwei Jahren im Wankdorf auftrat und Jordan Siebatcheu mit seinem 2:1 den haushohen Favoriten in der 95. Minute stürzte – das war doch was. Solch magische Nächte sind in der Europa League auch gegen einen grossen Gegner kaum möglich. Weil die Bühne einfach eine andere ist.

Ja: YB kann Koeffizientenpunkte für die Schweiz sammeln. In der Champions League – oder wenn sie aus dieser in die Europa League abrutscht

Ein Schweizer Club, der in der Champions League spielt. Darüber müsste man sich freuen, selbst wenn man es nicht mit den Berner Young Boys hält. Zu selten kam dies in den letzten Jahren vor, seit die glorreichen Zeiten des FC Basel auf der höchsten europäischen Ebene der Vergangenheit angehören.

Die Europa League mag mit Teilnehmern wie dem FC Liverpool dieses Jahr gut besetzt sein. Doch die Schwergewichte des europäischen Fussballs sind nach wie vor in der Königsklasse vertreten. Die Superstars des Weltfussballs könnten bald wieder den Weg in die Schweiz finden. Als Manchester United mit Cristiano Ronaldo vor zwei Jahren im Wankdorf auftrat und Jordan Siebatcheu mit seinem 2:1 den haushohen Favoriten in der 95. Minute stürzte – das war doch was. Solch magische Nächte sind in der Europa League auch gegen einen grossen Gegner kaum möglich. Weil die Bühne einfach eine andere ist.

Klar: Ein europäisches Überwintern und die Aussicht, weitere Punkte für das Uefa-Ranking der Schweiz zu sichern, dürfte ein schwieriges Unterfangen für YB werden. Allerdings könnten die Vorzeichen auch schlechter sein: Durch das Ausscheiden von Dinamo Zagreb in der CL-Qualifikation gegen AEK Athen hat YB die Chance, in Lostopf drei der Gruppenphase aufzurücken. Dies, sofern entweder Braga oder Kopenhagen im Playoff scheitern würden. Wenngleich auch im vierten Topf mit hochkarätigen Gegnern zu rechnen ist, würde dies für YB die Wahrscheinlichkeit erhöhen, ein leichteres Los zu ziehen. Und bekanntlich muss man in der Champions League nur besser als ein Gruppengegner abschneiden, um sich für die K.-o.-Phase der Europa League zu qualifizieren.

Somit würde YB auch im Frühjahr noch europäisch spielen. Ein Szenario, welches selbst dann nicht selbstverständlich wäre, würde der Meister in der Gruppenphase der Europa League antreten. Zumal der Wettbewerb in den letzten beiden Jahren an Qualität gewonnen hat. Noch mehr gilt dies für Servette und – falls die Qualifikation gelingt – Lugano: Beide dürften Schwierigkeiten haben, Punkte zu sammeln. Die Schweizer Hoffnungen ruhen also auf den Young Boys. Ob sie nun Champions League spielen oder nicht.

Dass die Königsklasse YB erneut um einiges reicher machen würde als die Konkurrenz, ist korrekt. Doch würden dann die Solidaritätszahlungen der Uefa an die restlichen Super-League-Vereine auch höher ausfallen. Wovon vor allem die kleineren Clubs profitieren würden. Und wen dies nicht überzeugt: Kommen die Young Boys in der Europa League weit, reissen sie halt auf diese Weise die monetäre Schere zur nationalen Konkurrenz weiter auf. Nur mit weniger Solidaritätszahlungen für den Rest.

Nein: YB muss möglichst viele Koeffizientenpunkte sammeln, damit die Schweiz ihre Position in der Uefa-Wertung wahren kann. Das gelingt eher in der Europa League

Die Schweiz liefert sich gerade ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit anderen Ländern im Fünfjahres-Nationen-Ranking der Uefa. Sie steht aktuell auf Platz 12, knapp hinter Österreich, der Türkei und Schottland, dicht gefolgt von Serbien und Norwegen. Platz 10, der derzeit von der Türkei belegt wird, garantiert einen direkten Startplatz für die Champions League. Auch in dieser Saison wird die Super League dank der erfolgreichen Europa-Kampagne des FC Basel wieder fünf europäische Startplätze haben.

Um diese gute Position zu wahren oder eventuell gar noch nach vorn zu rücken, müssen die Schweizer Vertreter Lugano, Servette und YB in der bevorstehenden Europacup-Saison Punkte sammeln. Und da sich mit dem FCB der wichtigste Punktelieferant der letzten Jahre nicht qualifiziert hat, ruhen die grössten Erwartungen nun vor allem auf den Berner Young Boys.

Eine Qualifikation für die Champions League würde aber vor allem eines bedeuten: viel Geld für YB, wenig Punkte für die Schweiz. Schon allein die Qualifikation für die Königsklasse würde den Bernern knapp 15 Millionen Schweizer Franken in die Vereinskasse spülen. Doch in der von Weltklassemannschaften gespickten Champions League wird es für den Schweizer Meister wohl wenig zu holen geben.

Auch wenn in der Europa League mit dem FC Liverpool, der AS Roma oder Olympique Marseille ein paar Hochkaräter vertreten sind, hat es dort im Schnitt aus Berner Sicht doch einige Gegner auf Augenhöhe dabei. Deshalb wird in der Europa League die Chance auf ein europäisches Überwintern um einiges höher sein als in der Champions League.

Damit die Schweiz auch in Zukunft weiterhin mit fünf europäischen Startplätzen rechnen kann, wäre es also besser, wenn die Young Boys in der Europa League antreten würden. Und wenn im Idealfall auch Servette und Lugano einige Punkte sammeln würden, dann ergäbe sich daraus ein positiver Kreislauf, der dazu führen würde, dass auch in kommenden Jahren mehrere Schweizer Clubs in europäischen Wettbewerben vertreten sind und somit wiederum Punkte sammeln können.

Auch wenn die Champions League eine ganz andere Strahlkraft hat als die Europa oder Conference League haben wird, hat der FC Basel in der letzten Saison gezeigt, dass man auch in den unterklassigen Wettbewerben magische Nächte erleben und daraus der eine oder andere lukrative Spielerverkauf resultieren kann.


https://www.bazonline.ch/wochenduell-di ... 3740558223

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YB-CEO Wanja Greuel

«Das ist alles andere als eine Retour­kutsche an die Stadt Bern»

Wanja Greuel sagt, um wie viel Geld es für YB im Playoff zur Champions League geht. Und was er plant, mit den Einnahmen zu machen.

odel

Herr Greuel, sind Sie ein Schwarzmaler?

Das Gegenteil ist der Fall: Ich bin ein gnadenloser Optimist. Ich hatte in meinem Leben einige Rückschläge zu verkraften – und es kam dann doch immer besser heraus als angenommen. Wieso fragen Sie?

Sie sagten vor ein paar Jahren, künftig würden keine Schweizer Teams in der Champions League vertreten sein.

Ich habe mich getäuscht. Nach unserer ersten Teilnahme 2018 dachte ich, es sei das erste und vielleicht letzte Mal gewesen. Zuvor waren wir ja gegen Mönchengladbach gescheitert, gegen ZSKA Moskau. Ein Freund schenkte mir deshalb als Trost diesen Pokal (zeigt auf eine Champions-League-Trophäe aus Karton, die an der Wand in seinem Büro hängt). Aber Trost benötigen wir keinen mehr.

Was hat sich verändert?

Die Schweizer Clubs haben sich europäisch gut geschlagen, allen voran der FC Basel, aber auch wir zeigten beachtliche Leistungen. Zudem befürchtete ich, dass die grossen europäischen Ligen noch mehr Startplätze abgreifen würden. Da war ich tatsächlich kein Optimist.

YB trennt jetzt nur die Hürde Maccabi Haifa von der Gruppenphase. Was würde das Erreichen der Champions League für den Club bedeuten?

Das Scheitern im Playoff wäre kein Beinbruch. Aber sollten wir gegen Maccabi weiterkommen, könnten wir unsere gesunden Finanzen weiter stärken. Und Geld für langfristige Projekte auf die Seite legen.

Die Qualifikation würde YB 30 Millionen Franken einbringen, richtig?

Die Eintrittsgelder dazugerechnet, sind es wohl sogar etwas mehr – immer brutto gerechnet. Bei einem Scheitern wären wir in der Europa League. Insofern würden wir ziemlich weich fallen.

Wie gross wäre die Differenz?

Wohl mehr als 20 Millionen Franken. Aber die Qualifikation für die Champions League würde auch höhere Kosten verursachen, weil wir dann beispielsweise höhere Prämien an die Spieler zahlen würden. Aber sagen wir es so: Es würde viel übrig bleiben.

Wie viel Geld hat YB auf der Seite?

(Geht an seinen Computer). Wir sind transparent, das steht alles in unserem Geschäftsbericht. Per 31.12.2022 betrug das Eigenkapital 44 Millionen Franken.

Wie viele der 30 Millionen würde YB zur Stärkung des Eigenkapitals verwenden?

Statt einer 4 hätte die Zahl dann wohl eine 6 vorne dran.

Was plant YB, mit all diesem Geld zu machen?

Wir sagten schon vor all den erfreulichen Jahren, dass wir Geld für sportlich schwierige Jahre auf der Seite haben wollen. Es kann schnell gehen. Mittlerweile sind wir so aufgestellt, dass wir einige schlechte Jahre überleben könnten. Unser Anspruch ist es, national die Nummer eins zu sein und europäisch wettbewerbsfähig.

Wie meinen Sie das?

Wir könnten auch sagen, dass wir immer in der Champions League vertreten sein wollen. Aber dann müssten wir sehr viel mehr ins Team investieren, sodass wir jede Qualifikationsrunde als Favorit in Angriff nehmen würden. In zwei, drei Jahren wäre das Geld aufgebraucht.

Ausser YB würde jedes Mal die Champions League erreichen.

Eine Mannschaft aufzubauen, die durch die Liga mit lauter 2:0- und 3:0-Siegen marschiert, wie Sie das erwarten (schmunzelt), nur, damit wir international etwas besser dastehen, das wäre Harakiri. Deshalb investieren wir stets bedacht, um trotzdem ein so starkes Team wie möglich zu haben. Das ist sehr gut aufgegangen. Wir machten in den letzten Jahren mit Ausnahme eines Corona-Jahrs immer Gewinn. Vor allem dank der Qualifikation für die europäischen Wettbewerbe und dank guter Transfers.

Wofür will YB das Geld sonst noch verwenden?

Wir haben mehrere grössere Projekte. Erstens, die Innenverdichtung des Stadions. An mehreren Seiten des Stadions werden Büroflächen geschaffen, das Projekt läuft schon seit einigen Jahren, die UBS ist im Lead. Wir haben Ideen, in diesem Bereich einen Fanshop mit Erlebniswelt oder eine Kita zu betreiben, zudem möchten wir mehr VIP-Räumlichkeiten. Die Verdichtung hätte einen weiteren Vorteil.

Der wäre?

Dass es nicht mehr so durchs Stadion ziehen würde. Wir haben abklären lassen, wie viel es ungefähr kosten würde, die Fassade zu schliessen. Da ist man rasch bei einem zweistelligen Millionenbetrag. Die Innenverdichtung würde dieses Problem lösen.

«Unser perfektes Stadion hätte Platz für 23’000 Menschen.»

YB hatte vergangene Saison einen Zuschauerschnitt von 29’097. Möchten Sie die Platzzahl im Wankdorf eigentlich immer noch verkleinern?

Ich werde immer ausgelacht, wenn ich das sage: Ich finde, unser perfektes Stadion hätte Platz für 23’000 Menschen. Das würde die Nachfrage weiter erhöhen.

Die Fans hätten daran keine Freude.

Ein Stadion hat vielleicht eine Lebensdauer von 50 Jahren. Natürlich, zurzeit ist unser Schnitt sehr hoch, aber das Wankdorf steht seit 2005, über die gesamte Dauer kamen wir vielleicht auf einen Schnitt von 18’000. Fast alle Stadien in der Schweiz sind zu gross, weil sie immer für den Best-Best-Case konzipiert wurden. Fragen Sie mal in Basel, Genf oder Thun nach, ob sie nicht lieber ein kleineres Stadion hätten.

Welche grossen Projekte verfolgt YB sonst noch?

Wir möchten seit vielen Jahren zurück zum Naturrasen im Wankdorf. Zudem benötigen wir eine bessere Infrastruktur für unsere Frauenteams. Und drittens fehlen in der Agglomeration Bern 10 bis 20 Plätze (je nach Beschaffenheit) für den Frauenfussball, den Nachwuchsbereich sowie den Breitensport. Wir versuchen zurzeit, zusammen mit dem Kanton Bern, der Stadt Bern sowie Agglomerationsgemeinden eine Lösung zu entwickeln. Wir sind bereit, uns in erheblichem Umfang zu engagieren, auch finanziell.

Bern dürfte sich nach Einwirken von YB als Austragungsort der Frauen-EM 2025 bereits nach dem Viertelfinal vom Grossanlass verabschieden. War diese Forderung an die Stadt eine Retourkutsche dafür, dass die Behörden in Sachen Trainingsplätzen nicht vorankommen?

Das ist alles andere als eine Retourkutsche! Der Rasen kann erst kurzfristig verlegt werden und deshalb nicht richtig anwachsen. Wir hatten das Problem schon während der Euro 08, die Belastbarkeit ist beschränkt und niemand kann Garantien abgeben. 5 Spiele in 14 Tagen sind unserer Ansicht nach zu riskant. Kommt dazu, dass der Rasen anschliessend nicht ruhen kann. Wir gingen immer davon aus, dass das Turnier wie die Herrenturniere schwergewichtig im Juni stattfindet. Jetzt beginnt das Turnier wohl Anfang Juli. Die Super League startet damit noch während des Turniers und dann kommt allenfalls noch die Europacup-Qualifikation hinzu. Das funktioniert schlicht und einfach nicht.

Wäre eine Lösung inklusive Halbfinal wirklich nicht möglich gewesen?

Wir machen nach bestem Wissen und Gewissen, was mit dem Kunstrasen irgendwie möglich ist. Es ist die einzige Trainings- und Wettkampfinfrastruktur, die wir haben. Natürlich wäre uns am liebsten gewesen, hätte Bern den Final ausgetragen. Aber die Realität ist nun mal, dass der Terminplan immer gedrängter wird und der temporär verlegte Naturrasen eine Belastungsgrenze hat. Zudem, die Super League ist aufgestockt worden, die Champions League hat zusätzliche Termine, der Club World Cup wird grösser usw.

Gibt es weitere Projekte?

Die Förderung des Frauenfussballs. Dieser liegt mir sehr am Herzen.

Sie könnten ja, falls YB die Champions League erreicht, zwei der 30 Millionen Franken in die Frauenabteilung rüberschieben.

Das wäre nicht nachhaltig. Ich bin jedoch der Meinung, dass wir den Frauenfussball bei YB, aber auch in der Schweiz gesamthaft besser fördern sollten.

Wie?

Indem wir mehr Geld investieren. Das soll über Jahre passieren, damit die Frauenabteilung möglichst selbsttragend wird.

Wo genau wollen Sie investieren?

Wir haben eine Liste mit Punkten von A bis Z. Es fängt immer bei der Infrastruktur an: Manchmal muss unser Frauenteam gleichzeitig mit der U-19 der Frauen auf einem Platz trainieren. Fast 50 Frauen auf einem Feld – und das in der höchsten Spielklasse! Zudem haben wir bei den Löhnen Aufholbedarf.

Wie viel sollten die Spielerinnen denn verdienen?

Unser Ziel ist Halbprofessionalismus. Das heisst, dass es sich jede Spielerin leisten kann, die Hälfte des Einkommens mit Fussball zu bestreiten. Aber zurzeit erhalten einige der Spielerinnen lediglich Prämien.

Und der Rest?

Zumeist sind es Löhne um 1000 bis 1500 Franken. Bei den Frauen sind wir kein Spitzenteam, was nicht dem Anspruch von YB entspricht. Aber das soll sich ändern.

Warum liegt Ihnen der Frauenfussball am Herzen?

Weil ich von seinem Potenzial überzeugt bin. Und ich finde, dass es Frauen in der Weltgeschichte oft weniger gut gehabt haben als Männer. Sie wurden und werden strukturell benachteiligt. Sie haben es verdient, gefördert zu werden. Klar ist aber auch, dass wir auf der kommerziellen Seite die Einnahmen weiterentwickeln müssen.

«Im Fussball steckt unfassbar viel Geld. Wir sollten mit diesem Geld etwas bewegen.»

Stimmt der Eindruck, dass Sie Ihr humanitäres Engagement nach Ihrem 2019 erlittenen schweren Unfall, als Sie nur knapp dem Tod entgingen, verstärkt haben?

Das schätzen Sie falsch ein. Mein Projekt Charity Circle habe ich schon vor fast zehn Jahren lanciert. Ich wuchs so auf. Meine Eltern haben mich mit sozialen Werten grossgezogen. Mir wurde schon als Kind eingeflösst, dass allen geholfen werden sollte. Ich bin sehr stolz darauf, diese Werte verinnerlicht zu haben.

Wie wirkt sich das auf Ihre Arbeit als YB-CEO aus?

Natürlich könnten wir versuchen, den Gewinn immer weiter zu maximieren. Aber das entspräche nicht den YB-Werten. Sehen Sie, wir profitieren auch enorm davon, dass wir in einer prosperierenden Branche arbeiten. Mal angenommen, ein Unternehmen aus einer anderen Sparte wie beispielsweise der SC Bern macht den Job genauso gut wie wir, was es vielleicht tut, dann könnte es wohl ein paar Hunderttausend Franken mehr verdienen, wir hingegen 10, 20, vielleicht jetzt 30 Millionen Franken mehr. Im Fussball steckt unfassbar viel Geld. Wir sollten mit diesem Geld etwas bewegen.


https://www.bernerzeitung.ch/yb-ceo-wan ... 7413510677

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 23. August 2023, 22:52 
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Keine Tore in hitziger Partie zwischen YB und Maccabi Haifa

- Im Hinspiel der Playoffs zur Champions League holt YB auswärts bei Maccabi Haifa ein torloses Unentschieden.
- In einer ausgeglichenen und intensiv geführten Partie fehlen die grossen Torchancen.
- Das Rückspiel findet am kommenden Dienstag im Wankdorf in Bern statt.

Die Berner Young Boys haben sich auswärts bei Maccabi Haifa eine gute Ausgangslage fürs Rückspiel erkämpft. Im stimmungsgeladenen Sammy Ofer Stadium neutralisierten sich die beiden Teams weitestgehend, wirkliche Torchancen waren Fehlanzeige – so stand auch nach Abpfiff das leistungsgerechte 0:0 auf der Anzeigetafel.

Der Schweizer Meister war in der israelischen Küstenstadt das spielbestimmende Team und konnte auch mehr Offensivaktionen verzeichnen. Kastriot Imeri mit einem Freistoss (5.) und Filip Ugrinic (36.) konnten sich jedoch nur aus der Distanz versuchen. Beide Male flog der Ball knapp am Ziel vorbei.

Kein Schuss aufs Tor

Nach dem Seitenwechsel war es zweimal Fabian Rieder, der sich offensiv in Szene setzte. Wirklich gefährlich wurde es dabei aber ebenfalls nicht. So blieben die Berner nach 90 Minuten ohne einen einzigen Schuss auf den gegnerischen Kasten.

YB-Goalie Anthony Racioppi musste hingegen einmal eingreifen. Beim Abschluss vom Tjarron Chery nach gut 25 Minuten hatte der 24-Jährige zwar etwas Mühe, hielt dann im Nachfassen aber sicher.

Lauper wieder zurück

Überrascht hatte YB-Trainer Raphael Wicky bereits mit seiner Aufstellung. Im Mittelfeld gab Sandro Lauper sein Comeback, nachdem er sich im Cupfinal verletzt hatte. Am vergangenen Samstag stand der 26-Jährige noch mit der U21 der Berner in der Promotion League in Biel im Einsatz – nun meldete er sich auch auf der grossen Fussballbühne zurück.

So geht's weiter

Mit dem 0:0 hat YB weiterhin alle Chancen, in die Champions-League-Gruppenphase einzuziehen. Weil das Super-League-Spiel von YB gegen Stade-Lausanne-Ouchy, welches auf Samstag angesetzt gewesen war, verschoben wurde, bleibt den Bernern genug Zeit zur Erholung für das Rückspiel. Dieses steigt am Dienstag ab 21:00 Uhr im Wankdorf.


https://www.srf.ch/sport/fussball/champ ... cabi-haifa

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