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 Beitrag Verfasst: Sonntag 9. Oktober 2022, 12:43 
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Der Wankdorf-Fluch lebt weiter – trotz guten Noten

Gegen den Liga-Krösus zeigen die Espen erneut einen guten Auftritt, verunmöglichen sich aber mit einem Eigentor in der 87. Minute den Punktgewinn gleich selbst. Die Spielernoten gibt’s in der Galerie.

Fazit: Obwohl mit Stillhart, Maglica, Witzig, von Moos und Schubert fast die halbe nominelle Startelf fehlt, können die Espen dem Luxuskader der Berner auf derem heimischen Kunstrasen mehr als Paroli bieten. Es fehlt an diesem Abend letztlich vor allem das nötige Wettkampfglück, um sich auch mit einem zählbaren Resultat für die gute Leistung zu belohnen. Dennoch macht der Auftritt – wie schon die Performance zu zehnt gegen elf Basler – grosse Hoffnung auf eine baldige Beendigung der Negativserie. Kann eine ähnliche Leistung auch im kommenden Heimspiel gegen Lugano abgerufen werden, dürften die drei Punkte am Sonntag im Olma-Spiel in der Ostschweiz bleiben.


https://www.fm1today.ch/sport/fcsg/der- ... -148288999

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 9. Oktober 2022, 12:44 
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Wankdorf zeigt die Rote Karte

Fan-Aufstand gegen die Playoffs

YB gewinnt gegen St. Gallen und distanziert die Ostschweizer um acht Punkte. Zu reden gibt ein Fan-Protest.

Für gewöhnlich decken sich die Fans des FC St. Gallen und der Berner Young Boys mit nicht spruchreifen Schmähgesängen ein. Am Samstagabend aber solidarisieren sich die beiden Lager für ein paar Minuten. Weil sie ein gemeinsames Feindbild haben: die Swiss Football League (SFL). Die führt ab der kommenden Saison mit dem Segen der Klubs Playoffs ein. Nur Luzern, Thun, YB und Zürich stimmten im Mai gegen die vom Ligakomitee ausgearbeitete Vorlage. St. Gallen war gegen die Aufstockung auf 12 Teams, stimmte aber danach für die Playoffs.

Zum Unmut der Fans. Bereits im Mai, als die Modusänderung beschlossen wurde, gabs massiven Protest von den Rängen, nun zeigt das ganze Wankdorf mit seinen über 26'000 Zuschauern den Plänen der SFL die Rote Karte. Und zwar im wahrsten Sinne des Wortes, wurden doch auf allen Sitzen rote A4-Blätter verteilt. Untermalt wird die Forderung mit einem überdimensionalen Banner auf der Gegentribüne: «Den Playoffs die Rote Karte zeigen.»

YB auf Meisterkurs

Dass die Berner Young Boys den neuen Modus ablehnen, ist kein Geheimnis. Vor der Abstimmung sagte Sportchef Christoph Spycher: «Das würde der sportlichen Fairness komplett widersprechen.» Bei YB könne man sich mit solchen Gedanken «nicht anfreunden».

Wohl auch, weil die Berner in dieser Saison über die grössten finanziellen Mittel und das mit Abstand beste Kader verfügen. Und weil sie aus diesem Grund kein Interesse daran haben können, den Meister in Entscheidungsspielen auszumachen.


https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 47039.html

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 Beitrag Verfasst: Montag 10. Oktober 2022, 22:16 
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Aufgefallen bei YB - St. Gallen

Dieses Titelbild haben sie sich verdient

Die Defensive hat einen grossen Anteil am 2:1 gegen St. Gallen, Christian Fassnacht ebenfalls – und die YB-Fans sorgen dafür, dass ihr Protest nicht noch fehlinterpretiert wird.

Das Blatt hat sich endgültig gewendet

Was war jetzt noch mal das definitive Einläuten der YB-Viertelstunde? Offiziell ist es ja bei 75:00 Spielzeit, doch zu diesem Zeitpunkt haben die Young Boys noch Mühe mit aufsässigen St. Gallern. Vielleicht war es aber in der 82. Minute. Der eingewechselte Vincent Sierro räumt im Zweikampf Gegenspieler Isaac Schmidt kompromisslos weg, bäumt sich vor ihm auf, schickt ein paar nette Worte hinterher. Ab da wendet sich das Blatt.

Das wird zwei Minuten später deutlich. Kastriot Imeri, ebenfalls eingewechselt, köpfelt den Ball in den Lauf von Meschack Elia (ja, auch er kam nach etwas mehr als einer Stunde Spielzeit), dieser lupft über Lawrence Ati Zigi, dreht schon jubelnd ab, sieht dann aber, wie der Ball von der Latte zurück ins Feld prallt. Frust? Nicht bei den Fans, sie reagieren beeindruckend, pushen ihr Team nochmals nach vorn. Die YB-10-Minuten sind endgültig eingeläutet, der Siegtreffer kurze Zeit später, ein Eigentor von Leonidas Stergiou, kommt nicht mehr aus heiterem Himmel.

«In der Entstehung unglücklich», findet FCSG-Trainer Peter Zeidler, sein Gegenüber Raphael Wicky glaubt, sein Team habe sich den Sieg «erarbeitet». Eine Woche nach dem 2:1 in der 95. Minute wieder also so ein später Treffer. Es sei ja nicht verboten, Tore kurz vor Schluss zu erzielen, sagt Wicky, zudem findet er es einen Beleg für die Mentalität und den Zusammenhalt seines Teams. Vor allem aber ist es der vielleicht endgültige Beleg, wie sich das Blatt im Vergleich zur Vorsaison gewendet hat – da waren es die Berner gewesen, die in den Schlussminuten die Tore kassierten.

Die Feinde spannen zusammen – kurz

Mittlerweile ist ja hinreichend bekannt, dass die Young Boys nicht unbedingt eine Fanfreundschaft mit dem FC St. Gallen verbindet. Kurz nach dem Anpfiff aber, da sind sie für einmal auf der gleichen Seite. Es geht weiterhin ums Playoff, das kommende Saison eingeführt wird, vor der Partie werden rote Blätter verteilt, die von einem grossen Teil der Besucher unmittelbar nach Spielstart in die Höhe gehalten werden. Eine symbolische Rote Karte für den so ungeliebten neuen Modus. Zusammen skandieren die beiden Fankurven dann im Wechselspiel «Sch****-Playoffs!».

Die Aktion dauert wenige Minuten, sie ist etwas deutlicher als die üblichen Protestbanner, die bei Super-League-Spielen mittlerweile Usus sind. Sie ist vielleicht auch deshalb bemerkenswerter, weil in Bern über die letzten Jahre hinweg eine ziemlich deutliche Abneigung gegenüber den Ostschweizern herangewachsen ist.

War die gemeinsame Sache also eine Art Annäherung? Natürlich nicht, und dass da auch gar keine Zweifel aufkommen, dafür sorgt die Ostkurve dann höchstpersönlich. Der Protest ist nur ganz wenige Sekunden zu Ende, da brüllt es aus dem Block: «Sch****-St.-Galle!»

Fassnacht ist zurück

Erstmals seit seiner Verletzung Ende Juli steht Christian Fassnacht wieder in der Startformation. Die ersten beiden Liga-Partien bestreitet er noch von Anfang an, beide enden mit Siegen, auch als er am dritten Spieltag gegen GC zur Pause ausgewechselt werden muss, liegen die Young Boys in Führung. Danach kassieren die Berner den Ausgleich, auch beim 0:0 gegen Basel und dem 1:2 in St. Gallen steht der 28-Jährige nicht auf dem Platz – ebenso wie bei der Niederlage im Europa-League-Playoff gegen Anderlecht.

Es zeigt, wie wichtig dieser Fassnacht für YB ist, auch wenn er in diesem Sommer-Transferfenster gern ins Ausland gewechselt wäre. Und falls es doch noch einen Beleg dafür brauchte, liefert er den Beweis gegen St. Gallen eindrücklich. Beispielsweise beim 1:0, das wohl ihm gehört hätte, wenn Jean-Pierre Nsame nicht den Ball noch über die Linie gedrückt hätte. Es sieht schwer danach aus, als wäre Fassnachts feiner Lupfer auch so im Tor gelandet.

Als Beweisstück B dient die 44. Minute: Bei einem eigentlich verloren geglaubten Ball setzt er sich grenzwertig gegen Zigi durch, ermöglicht so Fabian Rieder die grosse Chance zum 2:1, dieser schiesst aber übers Tor. Zwar scheint die Kraft noch nicht über 90 Minuten zu reichen, nach 64 wird Fassnacht ausgewechselt, beim Stand von 1:1 – aber der 15-fache Nationalspieler ist einer der Aktivposten im YB-Spiel.

Die Umarmung der Defensiven

Als der Schlusspfiff ertönt, ist der Ball tief in der St. Galler Platzhälfte, die Blicke gehen also in diese Richtung. Dabei ist das Bild auf der anderen Seite des Spielfeldes durchaus symbolträchtig. Loris Benito geht auf David von Ballmoos zu, sie klatschen ab, umarmen sich. Schnell kommt Mohamed Camara dazu, gefolgt von Cédric Zesiger, Lewin Blum – und etwas später auch Cheikh Niasse. Sie halten sich fest, alle zusammen, und feiern ihre Arbeit.

Sie werden nach dem 2:1 gegen St. Gallen nicht viele Titelseiten zieren, auch wenn der Berner Defensiv-Verbund einen beträchtlichen Anteil an diesem knappen Sieg hat. Bezeichnend dafür ist Von Ballmoos, es braucht keinen Big Save des Goalies, doch was an Arbeit auf ihn zukommt, erledigt er fehlerfrei, beispielsweise in der 6. Spielminute, als er mit gutem Stellungsspiel die Chance von Jérémy Guillemenot vereitelt. Oder die beiden Male, bei denen er mutig aus dem Tor stürmt, den Ball Millisekunden vor dem heranstürmenden Gegenspieler abfängt.

Es sind diese Aktionen, die den Spielverlauf beeinträchtigen können, wie die Rettungsaktionen von Zesiger und Camara. Manchmal reicht ihre Fussspitze oder Niasses beherztes Eingreifen, um eine grosse Gelegenheit der St. Galler zu verhindern. Auch deshalb überstehen die Berner die Phase der eigenen Unsicherheit, die mit Fabian Rieders Ballverlust vor dem 1:1 beginnt – und spätestens mit Elias Lattenschuss endet.


https://www.bernerzeitung.ch/dieses-tit ... 1448149519

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