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 Beitrag Verfasst: Freitag 30. Oktober 2020, 08:31 
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Nur ein Punkt für YB bei Cluj

«International reicht das nicht mehr»

Schweizer Meister YB holt bei Cluj einen Punkt. Aber man merkt: Es harzt bei den Bernern. Das sagt BLICK-Fussballreporter Alain Kunz zum Spiel.


https://www.blick.ch/sport/fussball/eur ... 69760.html

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 Beitrag Verfasst: Freitag 30. Oktober 2020, 12:13 
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Berner sind ein Problemfall

YB siegte in 23 Europa-Auswärtsspielen nur einmal!

Das fade 1:1 in Cluj war ein nächstes Stück in der Beweiskette: YB ist latent auswärtsschwach und hat den Punch der letzten Saisons verloren. Auch Trainer Gerry Seoane ist beunruhigt.

Wo ist das YB hingekommen, das einen bescheidenen Gegner mit Power-Fussball derart mürbe spielt, das Tore – auch als Folge von vielen Chancen - irgendwann eine Zwangsläufigkeit sind? Das YB, das Teams vom Kaliber eines FC Vaduz oder von CFR Cluj gnadenlos dominiert und auch mal 3:0 siegt? Denn die Rumänen waren nicht besser als der Super-League-Aufsteiger aus dem Liechtenstein…

«Müssen diese Leistung revidieren»

Die Berner haben ihre Wucht verloren. Und so kreieren sie sich auch kaum Torchancen. Man hatte sie nach dem 2:1 gegen einen guten FC Luzern mit neun klaren Torchancen (inklusive der beiden Treffer) auf dem Weg zurück zu alter Powerstärke gewähnt. Doch dieser trostlose Auftritt in Siebenbürgen war ein Rückschritt, der auch Trainer Gerry Seoane beunruhigte: «Wir müssen diese Leistung revidieren. Das war technisch unsauber, die Ballverarbeitung war nicht gut, so gabs immer wieder Stockfehler. Wir haben die Mittel nicht gefunden, um zu klaren Torchancen zu kommen. Auch in der zweiten Halbzeit nicht, wo wir präsenter waren. Wir konnten uns weder im Kollektiv noch mit Einzelaktionen durchsetzen. Das müssen wir gut analysieren.»

Wer Seoane kennt, merkt: Das ist für ihn Klartext. Den auch der Trainer weiss: Wer sich derart wenige Torchancen kreiert, der gewinnt Spiele nicht mit einer gewissen Logik, sondern nur mit Glück. Zumal man nie gefeit ist vor einem dämlichen Gegentreffer, vor allem bei Standards. So einen, wie ihn YB nach einem Cluj-Corner kassiert hat.

YB mit Ladehemmung

Auch die Statistik belegt die YB-Ineffizienz: Nur fünf Tore in fünf Meisterschaftsspielen. Zweimal 0:0. Letzte Saison 2,22 Tore im Schnitt. Vorletzte gar 2,75. Diese: 1… Auf europäischer Bühne gabs gegen die drei valablen Gegner Midtjylland, die AS Roma und Cluj in drei Spielen zwei Törchen. Die beiden einzigen Ausreisser nach oben in dieser Spielzeit waren die beiden klaren Siege gegen die Färöer-Kicker aus Klaksvik und die Albaner aus Tirana, die kein Super-League-Format hatten.

Der letzte Pass sei eben «schlufig» gewesen, suchte Torschütze Christian Fassnacht in unverfälschter Mundart wunderbar nach einer Erklärung. Auch ihm war bis zum lebenswichtigen Ausgleich nichts gelungen. Fasi weiter: «Es fehlte die Zielstrebigkeit, der Wille, dieses Tor zu erzielen. Aber ein 1:1 ist besser als nichts.»

Nur 1 Sieg aus 23 Europa-Auswärtsspielen

Und was YB auch beunruhigen muss: Die Mannschaft kann auswärts nicht mehr gewinnen. In den letzten 23 europäischen Away-Partien gabs einen einzigen Sieg: im August 2018 wars, dieses legendäre 2:1 in der Champions-League-Qualifikation bei Dinamo Zagreb. Der letzte Europa-League-Sieg datiert gar von... 2014. Ein 3:1 bei Slovan Bratislava. Auch in der Meisterschaft gelingt YB auf Naturrasen nichts: 0:0 in Sion und in Genf gegen Servette.

Wenn Cédric Zesiger sagt, wenn die Rumänen dann nach Bern kommen, werde man die drei Punkte holen, so manifestiert das wohl den Glauben an die Heimstärke. Aber auch einen gewissen Fatalismus in Bezug auf Auswärtsauftritte. Doch YB wird am 26. November in Sofia gegen ZSKA wohl gewinnen müssen, um weiterzukommen. Die 1:2-Heimpleite gegen die AS Roma muss dann kompensiert werden. Bleibt bloss die Hoffnung, dass die Impotenz- und Auswärts-Probleme bis dann behoben sind.


https://www.blick.ch/sport/fussball/eur ... 70204.html

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 Beitrag Verfasst: Freitag 30. Oktober 2020, 18:17 
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Ein Tor und ein Punkt für bescheidene Young Boys

Die Stadtberner haben im zweiten Gruppenspiel der Europa League beim rumänischen Meister Cluj mit Magerkost ein 1:1 herausgespielt. Erst nach einer Stunde nimmt die Partie ein bisschen Fahrt auf.

Es war kein Leckerbissen, den die beiden Aspiranten auf den 2. Platz in der Gruppe A hinter der AS Roma vor leeren Zuschauerrängen in der Universitätsstadt Cluj-Napoca boten. Über weite Strecken war es sogar ein Spiel zum Wegschauen. Das 1:1 könnte sich für die Young Boys aber als wertvoll erweisen. Wird der Gegner auch im zweiten Duell in Bern dermassen harmlos auftreten, scheint das Weiterkommen realistisch. Weil die AS Roma zu Hause gegen CSKA Sofia nicht über ein 0:0 hinauskam, liegen die vier Teams nach zwei Runden innerhalb von drei Punkten.

Die Young Boys waren dem überaus routinierten und defensiv gut organisierten, aber auch limitierten Gegner überlegen, agierten aber teilweise fahrig. Der Trainer Gerardo Seoane nahm gegenüber dem 2:1 gegen Luzern am Wochenende nur zwei Wechsel in der Startformation vor. «Es wäre mehr möglich gewesen, aber mit dem Punkt müssen wir nach dem Rückstand zufrieden sein», sagte der Torschütze Fassnacht im TV-Interview nach dem Spiel.

Nach einer Stunde wurde YB für das zaghafte Wirken mit dem 0:1 bestraft. Bei einem Corner, der zweiten nennenswerten Offensivaktion von Cluj, verhielten sich die Berner in mehreren Luftduellen erstaunlich passiv. Schliesslich landete der Ball vor den Füssen des Torschützen Mario Rondon, der im Strafraum Zeit und Platz hatte, um die Lücke auszuspähen. Immerhin zeigten die Young Boys in der Folge eine Reaktion. Clujs schmeichelhafte Führung hielt nur sieben Minuten, dann erzielte Fassnacht nach langem Einwurf von Quentin Maceiras und einer Kopfball-Verlängerung von Jean-Pierre Nsame im zweiten Anlauf den Ausgleich.

Ins Rollen kam die Torproduktion der Young Boys aber auch in Rumänien nicht. Erst acht Minuten vor der Halbzeitpause spielte sich die erste nennenswerte Strafraumszene ab, kurz davor hatte Nsame eine vielversprechende Kontergelegenheit mit einem unpräzisen Zuspiel auf Fassnacht aus der Hand gegeben. Von den Rumänen, die nach einer Viertelstunde ihren Abwehrchef Paulo Vinicius auswechseln mussten, kam in der Offensive noch weniger.


https://www.nzz.ch/sport/ein-tor-und-ei ... 8#register

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