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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 10. Dezember 2020, 23:21 
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schlecht gespielt und trotzdem qualifiziert! das ist überhaupt nicht yb-like und daran muss man sich erst mal gewöhnen.

beim ersten tor der rumänen hätte ich mir den VAR noch gewünscht aufgrund des offsides, bei der penaltyszene kurz darauf war ich gottenfroh wird der VAR erst in der k.o.-phase eingesetzt.


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 Beitrag Verfasst: Freitag 11. Dezember 2020, 00:28 
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Die Young Boys überstehen den Ritt auf der Rasierklinge unbeschadet

Mit viel Dusel kommen die Berner nach einer schwachen Leistung zu einem 2:1-Sieg gegen den CFR Cluj und zur Qualifikation für die Sechzehntelfinals in der Europa League. Gegen wen YB am 18. und 25. Februar 2021 anzutreten hat, wird am Montag ausgelost.

Vielleicht wird ein Bild oder gar eine Büste von Benoît Bastien dereinst mal einen Platz im YB-Museum erhalten. Je nachdem, wie weit der Weg die Gelb-Schwarzen in der Europa League im kommenden Jahr noch führt.

Bastien war gestern der Schiedsrichter des Spiels zwischen den Young Boys und Cluj und hatte massgeblichen Anteil daran, dass die Berner bei ihrer siebten Teilnahme an einer Gruppenphase in diesem Wettbewerb zum dritten Mal nach 2010 und 2014 den Aufstieg in die Sechzehntelfinals schafften. Als Zweitplatzierte hinter der AS Roma.

Nachdem die Gäste kurz vor Schluss 1:0 in Führung gegangen waren, schien das Out von YB perfekt. Dass der Schütze minim im Offside gestanden war, konnte dem Schiedsrichterteam nicht angelastet werden. Höchstens der Uefa, weil diese es nicht für nötig hält, in der Europa League einen VAR einzusetzen.

Dass dies in einem Wettbewerb, wo es um Millionen geht, zwingend der Fall sein müsste, zeigte sich dann wenig später, als Gäste-Keeper Cristian Balgradean einen Flankenball wegfaustete und dabei ganz leicht den Kopf von YB-Verteidiger Cédric Zesiger streifte. Zum Entsetzen der Rumänen und zum Erstaunen aller anderen im Wankdorf entschied Bastien auf Penalty und schickte Balgradean vom Platz. Zwei krasse Fehlentscheide. Jean-Pierre Nsame behielt kühles Blut und traf in der 92. Minute zum 1:1 – sein Team damit in die K.-o.-Phase schiessend. Dass er danach für ein taktisches Foul ebenfalls die Rote Karte sah wie der frustrierte Cluj-Spieler Damjan Dokovic, war darauf zurückzuführen, dass Bastien das Spiel völlig entglitten war. Das 2:1, das Gian-Luca Gaudino noch schoss, verkam fast zur Randnotiz, war aber ein Hohn angesichts der Leistungen.

Schwache Leistung der Young Boys

Drei Tage nach der Vertragsverlängerung mit Trainer Gerardo Seoane hatten die Berner damit aber ein erstes Saisonziel, das europäische Überwintern, erreicht. Bald wird niemand mehr nach dem Wie fragen. Dass sie den Ritt auf der Rasierklinge unbeschadet überstanden, hat indes viel mit Glück und Zufall zu tun und gebietet es, auf eine Lobrede oder tiefschürfende Analyse zu verzichten.

Was sich indes sagen lässt: Die Young Boys waren gestern ihrer Aufgabe mental nicht gewachsen. Wie schon beim Playoff-Spiel um die Champions League gegen Mydtjylland (0:3) erreichten sie ihr Rendement zu keinem Zeitpunkt.

YB hat nun rund zehn Millionen Euro an Prämien eingestrichen und kann 2021 noch etwas für das überaus dürftige Uefa-Ranking der Schweiz tun. Die Auslosung der Sechzehntelfinals erfolgt am Montag. Nach dem frühen Europacupout des FC Basel, des FC St. Gallen und von Servette sowie dem gestern so schwachen YB-Abend ist dem Schweizer Klubfussball kein gutes Herbstzeugnis auszustellen: Note 3.


https://www.aargauerzeitung.ch/sport/di ... -140194649

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 Beitrag Verfasst: Freitag 11. Dezember 2020, 00:30 
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Die Stimmen der YB-Akteure

Seoane: «Wir mussten viel einstecken»

Gerardo Seoane spricht nach dem Einzug in die Sechzehntelfinals der Europa League von einer bestandenen Prüfung.

Die Leistung der Young Boys gegen Cluj war nicht grossartig. Und dennoch reichte es schliesslich zum ersten Einzug in den Sechzehntelfinals des 2. europäischen Klubwettbewerbs seit der Saison 2014/15.

"Nach dem Rückstand haben wir unseren Charakter einmal mehr bewiesen"
Autor: Michel Aebischer

YB-Trainer Gerardo Seoane zum Auftritt seines Teams. «Es war keine Leistung, die wir als brillant in Erinnerung behalten werden, doch das Ziel haben wir erreicht.» Dafür habe seine Mannschaft leiden und viel einstecken müssen.

Eine Einschätzung des Stellenwerts von diesem Erfolg wollte der Übungsleiter im Gegensatz zu seinem Vorgesetzten Christoph Spycher noch nicht abgeben. Spycher: «Wir sind sehr stolz auf uns. Unsere Mannschaft hat aus dem letzten Jahr gelernt. Das Weiterkommen ist in dieser schwierigen Phase auch eine wirtschaftliche Erleichterung und gibt der Moral einen zusätzlichen Kick.»

Aebischer lobt den Charakter des Teams

Mittelfeld-Regisseur Michel Aebischer, der gegen Cluj nicht wie gewohnt auftrumpfen konnte, sprach nach der Partie von einer unbeschreiblichen Schlussphase: «Nach dem Rückstand haben wir unseren Charakter einmal mehr bewiesen und nach vorne gespielt.» Nach dem Ausgleich sei es hektisch geworden, doch YB sei nicht nervös geworden und hätte das Spiel souverän nach Hause gebracht.


https://www.srf.ch/sport/fussball/europ ... einstecken

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 Beitrag Verfasst: Freitag 11. Dezember 2020, 10:18 
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Nervöse Young Boys befreien sich mit fremder Hilfe – dank dem 2:1-Sieg gegen Cluj bleiben sie in der Europa League

Die letzten Minuten dieses Endspiels verlaufen turbulent: Der zusehends überforderte Schiedsrichter zeigt drei rote Karten, der YB-Stürmer Jean-Pierre Nsame gleicht kurz vor seinem Platzverweis per Penalty aus. Der späte Elfmeter ist entscheidend und umstritten.

Dieser Tage kann ein Schweizer Fussballklub von einem selbst erschaffenen Privileg reden, wenn ihm am Ende des Jahres gegen einen rumänischen Spitzenklub ein Remis reicht, um europäisch zu überwintern. Zum Glück für YB braucht es heute nicht mehr, denn der Match ist gleichermassen von Nervosität und Fehlern geprägt und wird am Ende von Turbulenzen und nicht weniger als drei Platzverweisen heimgesucht, die Schatten auf den Abend werfen.
Nachdem Cluj in der 84. Minute nicht unverdient 1:0 in Führung gegangen ist, womit YB die Qualifikation für die im nächsten Jahr stattfindende K.-o.-Phase zu entgleiten droht, vermögen die Berner in extremis zu reagieren. Doch dafür kommt ihnen ein nicht nachvollziehbarer Penaltyentscheid des Schiedsrichters zu Hilfe. Dieser taxiert ein Luftduell zwischen dem Cluj-Goalie und dem YB-Spieler Cédric Zesiger im Strafraum nicht nur als Foulspiel, sondern bestraft es auch mit einer roten Karte gegen den protestierenden Rumänen. Von einem Foul kann allerdings selbst nach der Sichtung von mehreren TV-Wiederholungen nicht die Rede sein.

Doch davon und von ausufernden Diskussionen auf dem Rasen lässt sich der YB-Stürmer Jean-Pierre Nsame nicht aus der Contenance bringen. Er nimmt das Geschenk an und trifft in der Nachspielzeit per Elfmeter und gegen den Cluj-Ersatzgoalie zum 1:1. Damit hat YB wieder das ersehnte Remis, was von exzessivem Geschrei auf dem Rasen und auf der Tribüne unterlegt wird. Der Referee verliert zusehends die Übersicht und verweist zwei weitere Spieler des Feldes, unter ihnen Nsame. Das 2:1 durch Gianluca Gaudino ist die Zugabe, weil Cluj alles riskieren muss. Mit viel Glück hält sich YB im Geschäft. «Wir mussten leiden und viel einstecken», sagt der YB-Trainer Gerardo Seoane hinterher, auf eine Lehrstunde für die jungen Spieler hinweisend.

Lange Zeit ist zuvor nur schwerlich vorstellbar, dass sich YB von einem 0:1 innert nützlicher Frist würde erholen können, zu indisponiert scheint die gegenwärtige Nummer 1 der Schweiz an diesem kalten Abend im verlassenen Wankdorfstadion zu sein. Dabei steht allerhand auf dem Spiel. Doch genau das dürfte Teil des Problems sein, weil es naturgemäss immer auch allerhand zu verlieren gibt. Am Ende leistet die Spielleitung Beistand und bläst dem Schweizer Fussball Sauerstoff zu.

Neben einem weiteren siebenstelligen Euro-Betrag für YB, der in Corona-Zeiten besonders willkommen sein muss, sind Schweizer Punkte im Uefa-Ranking dringend gefragt. Das Absacken ist bedrohlich, die Schweiz ist nunmehr im 19. Rang klassiert, und von hinten drückt Kroatien. Dem Schweizer Meister wird zwar auch künftig die Türe zu der Champions League und der Europa League nicht verschlossen bleiben, aber zur helvetischen Realität wird ab der nächsten Saison die dritte Stufe, die Conference League. Weniger Geld, weniger Beachtung, weniger (Transfer-)Schaufenster und die bittere Erkenntnis, dass viele vergleichbare Ligen der Super League den Rang abgelaufen haben.

An diesem Donnerstag hat sich YB in den letzten Sekunden befreit. Nicht nur mit eigener Kraft.

Young Boys - Cluj 2:1 (0:0). - Schiedsrichter: Bastien (FRA). - Tore: 84. Debeljuh 0:1. 93. Nsame (Foulpenalty) 1:1. 95. Gaudino 2:1.
Young Boys: Von Ballmoos; Hefti, Bürgy (85. Siebatcheu), Lefort, Garcia; Sulejmani (58. Gaudino), Aebischer, Rieder (58. Martins), Moumi Ngamaleu (82. Zesiger); Mambimbi (62. Elia), Nsame.
Cluj: Balgradean; Manea, Burca, Vinicius, Camora; Djokovic, Hoban; Deac (92. Sandomierski), Paun-Alexandru (74. Debeljuh), Pereira (87. Susic); Rondon.
Bemerkungen: Young Boys ohne Camara (gesperrt), Lustenberger, Fassnacht, Sierro, Spielmann, Lauper und Petignat (alle verletzt). Cluj ohne Chipciu (gesperrt), Ben Yousseff, Omrani und Cestor (alle verletzt). Rote Karten: 91. Belgradean (Foul), 95. Nsame (Foul), 100. Djokovic (Reklamieren). Verwarnungen: 71. Paun-Alexandru (Foul), 88. Maier (YB / nicht auf dem Platz / Reklamieren). 89. Burca (Foul), 99. Camora (Reklamieren).


https://www.nzz.ch/sport/nervoese-young ... ld.1591498

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 Beitrag Verfasst: Freitag 11. Dezember 2020, 10:39 
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Die Einzelkritik

YB-Noten: Matchwinner von Ballmoos, Penalty-Held Nsame

Die Young Boys ziehen beim 2:1 gegen Cluj eigentlich einen schlechten Abend ein. Goalie von Ballmoos hält die Berner im Spiel, Topscorer Nsame schiesst sie in die K.o.-Runde.

David von Ballmoos – 5,5
Keine Zweifel, der Goalie avanciert bei YB zum Notenbesten. Er rettet das 0:0 mit starker Parade gegen Rondon in die Pause. Der Captain hält sein Team nach einer Stunde erneut auf Kurs, als er beim Schuss Camoras glänzend reagiert. Als er nach 84 Minuten dann bezwungen ist, trifft von Ballmoos keine Schuld.

Silvan Hefti – 3,5
Der Rechtsverteidiger ist sofort hellwach, klärt nach 19 Sekunden. Er findet dennoch nie richtig ins Spiel, ist nach vorne kein Faktor, auch weil seine Flanken ungenau sind. Rutscht vor dem 0:1 unglücklich aus. Es passt zu seinem Abend.

Nicolas Bürgy – 3,5
Darf erneut beginnen und startet solid. Kommt nach einem Sulejmani-Eckball zu einer Chance, sein Timing stimmt beim Kopfball nicht. Erlebt besonders vor der Pause schwache Minuten, als sein Ballverlust eine Chance Rondons einleitet und er wenig später erneut gegen den venezuelanischen Cluj-Stürmer zu spät kommt.

Jordan Lefort – 4
Der polyvalente Franzose kommt erneut im Abwehrzentrum zum Einsatz. Vermag oft nicht zu zeigen, warum er den Vorzug vor Zesiger erhält. Sein Spiel ist teilweise schludrig, die Abstimmung mit Garcia stimmt nicht. Hat Pech, als sein Kopfball kurz vor dem Ausgleich in der Nachspielzeit auf der Linie geklärt wird.

Ulisses Garcia – 3
Auf der linken Abwehrseite tun sich bei YB Lücken auf, das hängt auch mit Garcia zusammen, der die Balance zwischen Offensive und Defensive nie findet und einige Fehlpässe spielt.

Nicolas Ngamaleu – 3,5
Sein Spiel ist ein ständiges Auf und Ab, wobei auch beim Flügel die negativen Punkte überwiegen. Beendet aussichtsreiche Kontermöglichkeiten mit nonchalanten Pässen, versucht es wenig zwingend mit der Hacke. Und als er einmal in guter Position zum Abschluss kommt, wird er geblockt.

Michel Aebischer – 3,5
Erlebt nicht seine beste Phase. Der Mittelfeldmotor verliert etliche Bälle – und versucht bei eigenem Ballbesitz etwas gar oft, das Foul gegen sich zu bekommen. Gut, wie er ganz zum Schluss das 2:1 durch Gaudino einleitet.

Fabian Rieder – 3,5
Ist an diesem Abend kein Faktor in der Zentrale der Young Boys. Kommt nie an die Leistungen heran, die ihn bei den Young Boys zum Aufsteiger der letzten Monate gemacht haben.

Miralem Sulejmani – 4
In Luzern nicht im Aufgebot, rückt der Flügel für den verletzten Christian Fassnacht in die Startaufstellung. Beginnt verhalten, ist dann aber fast der einzige YB-Spieler, der gefährliche Flanken zu schlagen vermag. Taucht nach kleinerem Zwischenhoch wieder ab und wird früh ausgewechselt.

Felix Mambimbi – 4
Vermag den Ball gewohnt gut zu behaupten, aber der 19-jährige Stürmer kann daraus keinen Profit schlagen, weil seine Pässe zu ungenau geraten. Versucht sich einmal spektakulär, aber wenig aussichtsreich mit einem Fallrückzieher. Muss dann ebenfalls früh vom Feld.

Jean-Pierre Nsame – 4,5
Der letzte Pass, er will dem Torjäger in der ersten Halbzeit gleich mehrmals nicht gelingen. Und als sich ihm endlich die grosse Chance bietet, schiesst er kurz vor der Pause daneben – wobei das Tor wegen Offside nicht gezählt hätte. Beim wichtigsten YB-Penalty der Vorrunde behält er die Nerven, trifft zum 1:1. Und sieht dann völlig zu Unrecht nach einem taktischen Foul die Rote Karte.

Christopher Martins – 4
58. Minute für Rieder. Gibt nach dreimonatiger Verletzungspause sein Comeback. Muss bald gegen Vinicius retten. Und hilft mit seiner Robustheit hinten mit, dass es zumindest bis in die 84. Minute noch 0:0 steht.

Meschack Elia – 4,5
58. Minute für Mambimbi. Sofort ein Aktivposten, der mit seiner Schnelligkeit die etwas hölzernen Cluj-Abwehrspieler beschäftigt. Vorbildlich, wie er vor dem 2:1 Gaudino bedient.

Gianluca Gaudino – 4
58. Minute für Sulejmani. Dem Deutschen bietet sich sogleich einer der besten YB-Chancen, Goalie Balgradean kann sein Schuss nach vorne abwehren. Agiert eine Zeit lang etwas umständlich – bis er tief in der Nachspielzeit das 2:1 erzielt.

Cédric Zesiger – keine Bewertung
81. Minute für Ngamaleu. Gibt beim Gegentor kurz darauf keine gute Figur ab. Ist schliesslich in die Penaltyszene involviert, als er mit Torhüter Balgradean ins Luftduell steigt und am Kopf getroffen wird.

Jordan Siebatcheu – keine Bewertung
85. Minute für Bürgy.


https://www.bernerzeitung.ch/yb-noten-m ... 2953845516

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 Beitrag Verfasst: Freitag 11. Dezember 2020, 10:41 
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10.12.2020

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Cluj in Rage

YB-Gegner wittert nach Drama eine Verschwörung

Umstrittener Penalty und zweimal Rot: Cluj zeigte sich nach dem Out in der Europa League als ungehobelter Verlierer. Die Schiedsrichterbeleidigungen gingen nach der Partie weiter.

Jugendfrei ist das nicht, was gegen 21 Uhr auf SRF ausgestrahlt wird. «Du Stück Sch*****!», schreit einer in Richtung Schiedsrichter. Etwas gemässigter aber nicht minder frustriert ruft ein anderer: «Du hast ein Team zerstört. Schäme dich!» Bei Cluj sind sie nach Abpfiff gegen die Young Boys so richtig bedient. Obwohl, eigentlich sind sie das ab der 90. Minute.

Sichtlich nervös verteidigen die Rumänen, nachdem sie in der 84. Minute aus abseitsverdächtiger Position das vermeintlich erlösende 1:0 erzielten. Sie brauchen den Sieg, um in der Europa League den Sechzehntelfinal zu erreichen. YB reicht ein Unentschieden.

Also wehren sich die Rumänen in den Schlussminuten gegen verzweifelt anrennende Berner. Eine Flanke nach der anderen segelt in den Cluj-Strafraum, bis Cristian Balgradean nach einem Corner mit der Faust in Richtung Ball geht – und dabei auch YB-Spieler Cédric Zesiger leicht am Kopf trifft. Der Schiedsrichter entscheidet auf Penalty, die Cluj-Spieler sind fassungslos. Sie belagern Benoît Bastien, der irgendwann genug hat und, sichtlich überfordert, Balgradean die Rote Karte zeigt. Daraufhin rastet dieser noch mehr aus, doch seine Proteste nützen nichts.

«Rausgeworfen, weil wir Rumänen sind»

Cool bleibt in dieser Situation einzig Jean-Pierre Nsame, der nach minutenlangem Unterbruch den fälligen Penalty eiskalt verwandelt. In der 93. Minute, YB ist damit weiter. Obwohl, cool bleibt er nur in dieser Situation, kurz darauf fliegt auch er vom Platz, weil er seinen Gegner tief in dessen Platzhälfte ziemlich ungestüm umräumt. Doch das blenden die Rumänen aus, nach dem zweiten YB-Treffer reklamiert Damian Djokovic so lange und so heftig bei Bastien, bis der Franzose auch ihn vom Platz stellt. Danach pfeift er ab: Bühne frei für die restlichen Cluj-Teammitglieder.

So ziemlich jeder hat dem 37-jährigen Schiedsrichter etwas zu sagen, ziemlich wenig davon dürfte anständig gewesen sein. Gegenüber den rumänischen Medien sagt Cluj-Captain Camora: «Dieser Schiedsrichter ist eine Schande. Mir fehlen die Worte. So etwas habe ich noch nie erlebt.» Und Balgradean doppelt nach: «Er hat uns wohl rausgeworfen, weil wir Rumänen sind. Wir sind zu klein. Sie wollten wahrscheinlich, dass die Schweizer weiterkommen. Ich weiss es nicht.»


https://www.bernerzeitung.ch/yb-gegner- ... 4438041670

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 Beitrag Verfasst: Freitag 11. Dezember 2020, 10:46 
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YB: Berner stehen nach 2:1-Sieg gegen Cluj im EL-Sechzehntelfinal

Die Berner haben es geschafft! YB steht nach dem 2:1-Heimsieg in einem unglaublich spektakulären Spiel gegen Cluj in der K.o.-Runde der Europa League.

Das Wichtigste in Kürze

- YB bezwingt Cluj zuhause in Extremis mit 2:1.
- Mit dem Sieg stehen die Berner im Sechzehntelfinal der Europa League.
- Das Spiel ist lange ausgeglichen – in der Schlussphase überschlagen sich die Ereignisse.

YB steht im Sechzehntelfinal der Europa League! Die Berner drehen eine verrückte Partie in der Schlussphase und ziehen in die K.o-Phase ein.

Schwache erste Halbzeit

Zu Beginn ist die Partie hart umkämpft. Cluj hält gut mit, YB tut sich gegen die kompakt stehenden Gäste sehr schwer.

Nach einer guten halben Stunde verpasst Rondon (34') eine Pereira-Flanke haarscharf. Auf der anderen Seite scheitert Mambimbi (35') kurze Zeit später akrobatisch.

Kurz vor der Pause dann beinahe die Führung für die Rumänen. Rondon (44') taucht nach einem Doppelpass alleine vor YB-Keeper Von Ballmoos auf. Der Stürmer scheitert allerdings am stark reagierenden Schlussmann der Berner.

Von Ballmoos rettet YB

Auch nach dem Seitenwechsel bekunden die Young Boys Mühe, sich Chancen zu erspielen. Nach einer Stunde prüft der eingewechselte Gaudino Gäste-Goalie Balgradean mit einem Distanzschuss.

Dann Aufregung auf der Gegenseite. Cluj-Verteidiger Camora (63') zieht aus 18 Metern ab – Von Ballmoos rettet auf der Linie in Extremis. Starke Parade des YB-Captains.

In der Schlussphase es dann eher der Gast aus Rümänien, der einem Treffer näher steht.

Und dieser fällt tatsächlich! In der 84. Minute scheitert Camora zuerst am Pfosten. Den Nachschuss bringt Debeljuh dann aber im YB-Tor unter und erzielt die Führung für Cluj.

Turbulente Schlussphase

YB braucht in der Folge unbedingt ein Tor – und kommt in der Nachspielzeit zu einem Elfmeter! Balgradean trifft Zesiger am Kopf, der Schiedsrichter entscheidet auf Strafstoss. Ein umstrittener Pfiff. Dazu gibt es auch noch Rot für den Cluj-Keeper wegen Reklamierens.

Topskorer Nsame verwandelt und erzielt den Ausgleich für den Schweizer Meister.

Danach überschlagen sich die Ereignisse. Zuerst fliegt YBs Nsame für ein Foul vom Platz und wird Trainer Seoane im Sechzehntelfinal-Hinspiel fehlen. Dann erzielt Gaudino nach einem Konter das matchentscheidende 2:1 für YB.

Auch Debeljuh muss darauf noch mit Rot vom Feld. Emotionen pur im Wankdorf! Dann ist Schluss – und die Cluj-Verantwortlichen toben vor Wut gegen den Unparteiischen.


https://www.nau.ch/sport/fussball-int/y ... l-65833727

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 Beitrag Verfasst: Freitag 11. Dezember 2020, 10:49 
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YB: Cluj-Verantwortliche toben nach 1:2-Pleite gegen Schiedsrichter

YB hat sich dank einem umstrittenen Elfmeter-Pfiff gegen Cluj für den EL-Sechzehntelfinal qualifiziert. Der Frust über den Schiri ist bei den Gästen gross.

Das Wichtigste in Kürze

- YB gewinnt gegen Cluj in der Europa League hauchdünn mit 2:1.
- Zu reden gibt dabei der spielentscheidende Elfmeter zu Gunsten der Berner.
- Schiedsrichter Benoit muss sich nach der Partie einiges von den Rumänen anhören.

Was war das für eine Schlussphase im Spiel zwischen YB und CFR Cluj? Bis kurz vor dem Ende der Partie geschieht im Europa-League-Duell wenig.

Und dann überschlagen sich die Ereignisse komplett. Nach 84 Minuten gehen die Rumänen verdient mit 1:0 in Führung. Der Schock für YB.

Penalty gibt zu reden

In der Nachspielzeit entscheidet Schiedsrichter Bastien Benoit dann auf Elfmeter für die Young Boys. Goalie Balgradean trifft Zesiger am Kopf, der Pfiff ist stark umstritten. Der Unmut bei den Gästen ist riesig. Balgradean fliegt wegen Reklamierens noch vom Platz.

YBs Nsame verwandelt den fälligen Strafstoss und schiesst seine Farben in den Sechzehntelfinal. Allerdings muss auch er kurze Zeit später für ein ziemlich harmloses Foul mit Rot vom Feld.

Nach Abpfiff muss sich das Schiedsrichter-Trio einiges anhören lassen. Noch auf dem Platz konfrontieren die Cluj-Verantwortlichen die Unparteiischen.

«Schämt euch!»

«Ihr habt unser Team zerstört», ruft ein Vertreter der rumänischen Mannschaft wiederholt in Richtung Benoit. «Schämt euch», ertönt es dann noch weiter.

Und auch die rumänische Presse lässt kein gutes Haar am Franzosen. «Bestohlen vom Schiedsrichter», titelt beispielsweise das «Jurnalul National». «Skandalös» beschreibt «Pro Sport» die Szene.

YB kanns egal sein. Die Berner stehen im Sechzehntelfinal und könnten dort auf lukrative Gegner wie Arsenal oder Ajax Amsterdam treffen.

https://www.nau.ch/sport/fussball-int/y ... r-65833729

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 Beitrag Verfasst: Freitag 11. Dezember 2020, 10:52 
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YB: Trainer von Gegner Cluj wittert eine Verschwörung

YB setzt sich in extremis gegen Cluj durch. Beim 2:1 hagelt es Rote Karten – und viel Ärger bei den Rumänen. Trainer Iordanescu wittert eine Verschwörung.

Das Wichtigste in Kürze

- YB schlägt Cluj in der Europa League mit 2:1 und überwintert europäisch.
- Beim dramatischen letzten Gruppenspiel überschlagen sich die Ereignisse.
- Die Rumänen fühlen sich betrogen, Trainer Iordanescu wittert gar eine Verschwörung.

Was für ein dramatisches Spiel im Berner Wankdorf! Am Donnerstag steht Meister YB kurz vor dem Aus in der Europa League, liegt gegen Cluj nach 84 Minuten zurück. Doch dann überschlagen sich die Ereignisse.

Schiedsrichter Bastien Benoit aus Frankreich pfeift einen umstrittenen Penalty für YB, stellt Cluj-Goalie Balgradean vom Platz. Nsame trifft zum 1:1 – und fliegt Sekunden später nach einem taktischen Foul vom Platz.

Zwei Tore von YB in der Nachspielzeit – dreimal Rot

Gaudino macht nach einem Konter den Deckel drauf – nach 98 (!) Minuten schickt Benoit auch noch Djokovic unter die Dusche. Schlusspfiff, YB ist weiter.

Und die Rumänen toben. «Schämt Euch – Ihr habt unser Team zerstört», schreien die Spieler in Richtung Schiedsrichter.

Auch nach dem Spiel kochen die Emotionen hoch. Cluj-Trainer Eduard Iordanescu versteht die Welt nicht mehr. Und stellt in seiner Frustration eine Theorie in den Raum. Hat der Rassismus-Skandal aus dem Champions-League-Spiel zwischen PSG und Basaksehir damit zu tun?

Rumänische Schiris im Fokus

Rückblende: Am Dienstag äussert sich der vierte Offizielle rassistisch gegenüber Pierre Webo. Der dunkelhäutige Co-Trainer der Türken soll als «Negro» bezeichnet worden sein. Die Spieler verlassen danach geschlossen das Spielfeld, die Partie wird erst am Mittwoch fertig gespielt. Und das unter neuer Leitung.

Der Zusammenhang: Das betroffene Schiedsrichter-Quartett um Ovidiu Hategan kommt aus Rumänien. Genau wie Cluj, der gestrige Gegner von YB. «Ich habe mich an den Vorfall vom Dienstag erinnert», erklärt Cluj-Trainer Iordanescu.

«Ich kann fast nicht glauben, dass es damit zu tun hat. Trotzdem frage ich mich, wieso der Schiedsrichter so entschieden hat.» Er sage nicht, dass man die Rumänen absichtlich habe ausscheiden lassen.

«Aber ich kann mir die Entscheide des Schiris nicht erklären», so Iordanescu.

Für die Rumänen ist die Europa League nach dem 1:2 in Bern beendet. YB hingegen überwintert erstmals seit sechs Jahren europäisch. Und darf sich bei der Auslosung am Montag über einen attraktiven Gegner freuen.


https://www.nau.ch/sport/fussball/yb-tr ... g-65834442

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Analyse zur EL-Kampagne von YB

Egli: «Fokus auf Nsame könnte zum Problem werden»

SRF-Fussballexperte Andy Egli über die Wichtigkeit des Weiterkommens von YB und seinen Wunschgegner im Sechzehntelfinal.

Nach einer turbulenten Schlussphase im letzten Gruppenspiel gegen Cluj hat sich YB mit einem 2:1-Sieg gerade noch so in die K.o.-Phase der Europa League gezittert. Der Erfolg war am Ende schmeichelhaft, dennoch enorm wichtig für den Schweizer Fussball, wie Andy Egli einschätzt. Der SRF-Fussballexperte für die Europa League lässt die Kampagne der Berner nochmals Revue passieren.

Egli über die Schwächen von YB:

Einmal mehr war es Jean-Pierre Nsame, der YB gegen Cluj mit seinem Penaltytor doch noch auf Kurs brachte. Mit seinen Treffern ist der Angreifer seit längerer Zeit die Lebensversicherung der Hauptstädter. Mit seinem Platzverweis leistete der Kameruner seinem Team dann aber einen Bärendienst.

Mindestens im Hinspiel der Sechzehntelfinals wird Nsame gesperrt sein. Deshalb sagt Egli: «Der Fokus von YB auf Nsame als Torschützen könnte im Verlauf dieser Saison zu einem Problem werden.»

Egli über die Bedeutung des Weiterkommens von YB:

Im Uefa-Koeffizienten-System wurde die Schweiz zuletzt zurückgereicht, was das Erreichen der internationalen Wettbewerbe immer schwieriger macht. Deshalb sei jeder Punkt im Europacup Gold wert für die Schweiz, sagt Egli. Doch es reicht nicht, wenn nur ein Team Zähler sammelt, auch andere Super-League-Klubs sind gefordert.

Egli über die Chancen von YB in der K.o.-Phase:

Egli hofft auf einen ähnlichen Exploit von YB wie von Basel in der vergangenen Saison. Das würde den Einzug in die Viertelfinals bedeuten. Doch er ist sich bewusst: «Das wird eine riesige Herausforderung.» YB bräuchte natürlich auch Losglück. «Ich wünschte mir Ajax Amsterdam oder die Glasgow Rangers. Das wären attraktive, aber machbare Gegner», so Egli.

Egli über YB-Erfolgstrainer Gerardo Seoane:

Mit dem europäischen Überwintern hat Seoane einen neuen Meilenstein mit YB erreicht. Dies dürfte im Ausland weiter Beachtung finden und Begehrlichkeiten wecken. Wie lange bleibt Seoane noch in Bern, Andy Egli?


https://www.srf.ch/sport/fussball/europ ... lem-werden

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