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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 12. Dezember 2019, 20:08 
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Ex-Celtic-Spieler Stéphane Henchoz warnt Bern

So hart wird es für YB im Ibrox-Stadion

Nur drei Monate stand Stéphane Henchoz im Dienste von Celtic. Das reicht für bleibende Erinnerungen an Glasgow.

Der Ex-Sion-Coach fliegt mit YB zum entscheidenden Europa-League-Spiel der Berner gegen die Glasgow Rangers. Seine Mission: Teleclub-Experte. Einen geeigneteren als den Ex-Sion-Coach gibt es nicht: Henchoz (45) kennt Rangers-Coach Steven Gerrard aus sechs gemeinsamen Liverpool-Jahren aus dem Effeff. Und er spielte einst in Glasgow. Allerdings beim verhassten Rivalen.

Erste Frage des Fribourgers an den Taxifahrer: «Celtic or Glasgow?» Frontenbereinigung. So ist das in der schottischen Metropole (die aber nicht die Hauptstadt ist, das ist Edinburgh): Es gibt kein Wischiwaschi. Man ist Celtic. Oder man ist Rangers. Punkt.

Henchoz schwärmt

«Die Rivalität hier ist unfassbar», erinnert sich Henchoz an seine eigene Zeit. «Zwei Tage nachdem ich den Vertrag mit Celtic unterschrieben hatte, stand bereits das erste Old Firm auf dem Programm. Das Derby. Ich war mittendrin, ohne jede Angewöhnungszeit. Wir verloren 1:2. Die Welt schien unterzugehen.»

Die Stimmung im Ibrox bezeichnet der 72–fache Internationale als aussergewöhnlich. «Das ist noch ein Stadion nach alter englischer Art. Nicht riesig, 50'000 Fans passen rein. Aber stimmungsvoll, mit einer Top-Ambiance. Da hat es keine Cüpli-, Canapé- und Crevetten-Besucher wie in den neuen englischen Stadien. Da pilgern nicht 10'000 Asiaten für ein Spiel nach London, die gar nicht so genau wissen, worum es geht, und ein denaturiertes Ambiente kreieren. Nein. Glasgow ist unverfälscht. Intensiv. Positiv. Da wird die eigene Mannschaft angetrieben und nicht primär der Gegner niedergemacht wie zum Beispiel an vielen Orten im Osten. YB kann sich freuen. Die Stimmung im Ibrox gehört zum Besten, was ich in meiner Karriere erlebt habe.»

«Der Wind hier geht durch Mark und Bein»

Ebenso haften geblieben ist dem Ex-Verteidiger die Kälte: «Es ist rein von der Temperatur her nicht viel kälter als in England. Aber es ist feuchter hier. Und es heult immer ein Wind, der durch Mark und Bein geht. Auf dem Platz führt das dazu, dass sich die Spieler automatisch bewegen, um nicht zu frieren. Wenn man sich bewegt, ist es absolut kein Problem.»

Und YB? Welche Chancen räumt er den Bernern ein? «Ich war beeindruckt von der Intensität im Abschlusstraining. Nur schon ein acht gegen drei oder so ist auf dem Niveau europäischer Topklubs. YB ist zu einem grossen Klub geworden.» Der zudem einen Vorteil habe: «Die Berner können nicht gross taktieren. Sie wissen von der ersten Sekunde an: Im Normalfall müssen wir gewinnen. Da gibt es kein halbherziges Angreifen, wie wenn ein Punkt reichen würde wie im Fall der Rangers.» Es sei denn, Feyenoord führt irgendwann bei Porto. Dann würde YB ein Punkt reichen. Die Option Taktieren würde dann plötzlich doch noch aktuell.

«Eines ist klar», schliesst Henchoz: «Es braucht eine grosse Leistung von YB, um hier zu gewinnen. Durchschnitt wird nicht genügen. Aber YB hat das Zeug dazu.»


https://www.blick.ch/sport/fussball/eur ... 61146.html

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 12. Dezember 2019, 20:09 
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Wie sich Fassnacht Respekt vor den Rangers verschaffte

YB steigt in wenigen Stunden ins «Endspiel» in Glasgow. Das heutige Datum ist ein gutes Omen.

Die einen Erinnerungen sind noch ziemlich frisch, die anderen wurden in diesen Tagen wieder durch Bilder hervorgeholt. Vor zwei Monaten hat YB gegen den heutigen Gegner Glasgow in Bern ein mitreissendes Spiel in letzter Sekunde für sich entschieden.

Mittendrin: Christian Fassnacht, Torschütze zum 2:1. Und vor exakt einem Jahr, am 12. Dezember 2018, hat YB als Schlusspunkt unter eine denkwürdige, wenn auch sportlich wenig erfolgreiche Kampagne in der Champions League 2:1 gegen Juventus gewonnen. Mittendrin: Doppeltorschütze Guillaume Hoarau.

Heute, um 21 Uhr am 12.12., können die Young Boys mit einem Sieg im Ibrox-Stadion von Glasgow die nächste Runde in der Europa League erreichen. «Ich denke schon, dass ich mir etwas Respekt verschafft habe», sagt Fassnacht am Tag vor dem grossen Spiel und blinzelt frech. «Aber es gibt auch noch zehn andere Spieler auf dem Feld von uns. Um so besser, wenn wir den Gegner vor grosse Herausforderungen stellen.»

Erstes «echtes» YB-Tor in Glasgow?

Fassnacht ist in der Startaufstellung zu erwarten. Hoarau, der Held vom Juve-Spiel, nicht zwingend. Der Franzose ist nach einem von Verletzungen und langen Wartezeiten geprägten Herbst noch auf der Suche nach seiner Form. Auch von der Bank aus kann er für Trainer Gerardo Seoane eine effektives Mittel sein, spät noch einmal für offensive Gefahr im Spiel zu sorgen.

Und zum ersten «echten» YB-Torschützen in Glasgow zu werden. 1977 spielte YB im Cupsiegercup gegen die Rangers, auswärts gab es ein 0:0. Und 1993 traf YB im Uefa-Cup auf Celtic, Alain Baumann traf im Auswärtsspiel. Nur leider ins falsche Tor: YB verlor 0:1 und schied aus.


https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/26233093

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 12. Dezember 2019, 20:11 
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YB spielt in Glasgow ums europäische Überwintern

Die Young Boys stehen in der Europa League vor einer Mammut-Aufgabe. Für den Vorstoss in die K.o.-Phase benötigen sie am Donnerstag einen Sieg bei den Glasgow Rangers.

Es erwartet sie ein Härtetest vor 50'000 Fans, gegen beinharte Schotten, bei Wind und Wetter.

Als der Charterflug der Young Boys am Mittwochnachmittag in Glasgow zur Landung ansetzte, blitzte für einen Moment die Sonne durch. Wenig später peitschte der Regen in einer Heftigkeit an die Hotelfenster, als wolle Petrus den Schweizer Meister darauf hinweisen, dass der dreitägige Schottland-Abstecher ein ziemlich unbequemer werden dürfte. Auch für den Donnerstagabend sind bei Temperaturen unweit der Nullgradgrenze Regengüsse und Wind prognostiziert.

Die Aufgabe der Young Boys ist delikat. Bei den erstarkten Glasgow Rangers sind sie vor deren berüchtigtem Heimpublikum zum Siegen verdammt (sofern Feyenoord Rotterdam im Parallelspiel beim FC Porto kein überraschender Sieg gelingt). Drei Punkte trennt die vier Teams in der ausgeglichenen Gruppe G, einen Zähler liegen die drittplatzierten und mit Porto punktgleichen Young Boys hinter Leader Glasgow. Nur zwei kommen dahin, wo YB letztmals Anfang 2015 war: in die Sechzehntelfinals der Europa League.

Glasgows Heimstärke

Personell arg gebeutelt, muss YB am Donnerstag bei einem Klub bestehen, der schon manchen Gegner im heimischen Stadion das Fürchten gelehrt hat. Bei der vom berühmten Trainer Steven Gerrard wieder nahe an Celtic herangeführten Mannschaft, die sich in dieser Saison vor eigenem Anhang einzig dem Lokalrivalen geschlagen geben musste und die zuletzt auch kaum mehr Gegentore zugelassen hat. Zwei waren es in acht Spielen seit dem 0:2 gegen Celtic am 1. September. Für die Buchmacher ist YB darum der ziemlich klare Aussenseiter.

"Eine grosse Prüfung" sie es für seine junge Mannschaft, meinte Gerardo Seoane vor dem Abflug mit Verweis auf die Heimstärke der "Gers". Sonderlich angespannt wirkten aber weder Trainer noch Spieler. Vielmehr überwog die Vorfreude, vor allem bei Christian Fassnacht, dem Matchwinner zum 2:1 in der 93. Minute im ersten Duell Anfang Oktober in Bern: "Das wird ein grandioses Spiel. Es geht um alles oder nichts, und wir sind heiss. Wir wollen unbedingt europäisch überwintern."

Dass die Young Boys in Glasgow ähnlich fahrlässig agieren wie in den letzten Wochen wiederholt in der Meisterschaft, davon ist nicht auszugehen. Jedenfalls wirkten die Spieler geläutert. "Viel zu viele Tore" hätten sie bekommen, meinte Fassnacht. Das grosse Selbstvertrauen habe dazu verleitet zu glauben, dass es schon irgendwie gutginge.

Hinten nicht ganz dicht

Zwölf Gegentore in vier Ligapartien waren es an der Zahl. "YB nicht ganz dicht" lautete die Schlagzeile. Nur dank der Offensivstärke hielt sich der Schaden in Grenzen. Nach wie vor führen die Young Boys die Tabelle der Super League an, und in der Europa League können sie trotz fünf Punktverlusten im November noch aufs Weiterkommen hoffen - zumal die Rangers nach dem bitter verlorenen Ligacup-Final am Wochenende gegen Celtic (0:1) durch ein Abseitstor und einen verschossenen Penalty womöglich noch geknickt sind.

Nach wie vor ohne eine Handvoll designierter Stammspieler dürfen sich die Berner gegen die Rangers mit dem brandgefährlichen und heissspornigen Mittelstürmer Alfredo Morelos keine weiteren Unachtsamkeiten leisten. "Wenn wir defensiv nicht extrem solide stehen, gehen wir unter. Sie werden kommen wie die Feuerwehr, und wir müssen mit allen Mitteln dagegenhalten", mahnte Fassnacht. Auch Seoane appellierte an die Einsatzbereitschaft: "Es wird ein intensives Spiel mit vielen Duellen und Zweikämpfen. Diese müssen wir zwingend annehmen."


https://www.aargauerzeitung.ch/sport/fu ... -136097847

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 12. Dezember 2019, 20:27 
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Rangers rivals Young Boys bring Glasgow to halt as cops escort 2,000 fans to Ibrox

Scores of police marched the massive crowd through the city centre as their team prepared for the Europa clash with Steven Gerrard's men.

https://www.dailyrecord.co.uk/news/scot ... g-21084143


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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 12. Dezember 2019, 22:01 
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ohh bürgy, bürgy. spielt eigentlech nid schlächt aber dä pass ....... läck du mir. :roll:


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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 12. Dezember 2019, 22:40 
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fehlpässe hüben wie drüben, yb einfach mit den krasseren. diese rangers könnte man an einem guten tag auch im ibrox schlagen.


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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 12. Dezember 2019, 23:28 
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Die Qualifikation hat man leider nicht heute vergeit, sondern im Spiel daheim gegen Porto. Hätte Fassnacht in der Nachspielzeit doch bloss das Tor und nicht den Pfosten getroffen.

ps. Beste Spieler von Ballmoos und Aebischer.


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 Beitrag Verfasst: Freitag 13. Dezember 2019, 00:27 
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SWISS MARCH

Rangers vs Young Boys: Glasgow streets closed off as thousands of Swiss fans march to Ibrox

THOUSANDS of Young Boys fans were given a police escort to Ibrox this evening ahead of their Europa League game.

The Swiss side have brought a large following for their crucial showdown against Gers.

https://www.thescottishsun.co.uk/sport/ ... um=twitter


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 Beitrag Verfasst: Freitag 13. Dezember 2019, 01:01 
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Das Aufbäumen der Young Boys kam zu spät

Im entscheidenden Spiel um den Einzug in die Sechzehntelfinals der Europa League reicht YB ein 1:1 bei den Glasgow Rangers nicht.

Viel war vor diesem Spiel gesprochen worden. Es war eine Art Europa-League-Endspiel um den Einzug in die K.o.-Phase. Mehreinnahmen wären garantiert gewesen, dazu hätten die Berner die Gelegenheit gehabt, sich mit Teams wie Inter Mailand, Ajax Amsterdam oder Manchester United zu messen.

Aussetzer führt zum Gegentor

«Nicht kopflos spielen», hatte Gerardo Seoane gefordert. Der YB-Trainer wusste, dass es im ausverkauften Ibrox-Stadion nicht einfach werden würde. Und es war das angekündigte Kampfspiel, in dem sich die Berner nach einer halben Stunde selbst in Rücklage brachten. Nach einem katastrophalen Fehlpass von Nicolas Bürgy und einer missglückten Abwehraktion von Frederik Sörensen erzielte der kolumbianische Topskorer Alfredo Morelos die Führung für die Schotten. Wie so oft in diesem Herbst war die Berner Defensive nicht auf der Höhe. Die Ausnahme war Torhüter David von Ballmoos, der beim Gegentor machtlos war, sonst aber einige starke Paraden zeigte.

Young Boys schwächeln in der Offensive

Nach diesem Rückstand tat sich der Schweizer Meister schwer gegen eine abgebrühte schottische Mannschaft, derzeit die Nummer 2 des Landes hinter dem ewigen Rivalen Celtic Glasgow. Offensivaktionen der zögerlichen Gäste hatten Seltenheitswert, die Schotten standen dem 2:0 näher als YB dem 1:1. Dann fiel er doch noch, der späte Ausgleich durch ein Eigentor von Borna Barisic. Doch er kam zu spät. YB hätte einen Sieg gebraucht, weil Porto gegen Feyenoord Rotterdam 3:2 gewann.

Zu vieles passte bei den Young Boys nicht zusammen. Es fehlte ihnen an Frische und Überzeugung, auch wenn Christian Fassnacht im Vorfeld betont hatte, unbedingt europäisch überwintern zu wollen. Vielmehr geht es nun darum, sich in der bevorstehenden Winterpause zu erholen. Und dass einige der Langzeitverletzten ins Team zurückkehren.

Telegramm:

Glasgow Rangers - Young Boys 1:1 (1:0)

49'015 Zuschauer. - SR Brych (GER).
Tore: 30. Morelos (Kent) 1:0. 89. Barisic (Eigentor) 1:1.

Glasgow Rangers: McGregor; Tavernier, Katic, Goldson, Barisic; Kamara, Jack, Arfield; Aribo, Morelos, Kent (78. Ojo).

Young Boys: Von Ballmoos; Janko, Bürgy, Sörensen, Garcia; Fassnacht, Aebischer, Martins (73. Mambimbi); Nsame (61. Hoarau), Assalé, Moumi Ngamaleu (61. Spielmann).

Bemerkungen: Glasgow Rangers ohne Helander, Davis und Jones (alle verletzt). Young Boys ohne Lustenberger, Sierro, Sulejmani, Camara, Gaudino und Lauper (alle verletzt). 93. Gelb-rote Karte gegen Jack. 2019-12-12Verwarnungen: 63. Jack (Foul), 87. Assalé (Foul).

https://www.bernerzeitung.ch/sport/uefa ... y/10508154

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 Beitrag Verfasst: Freitag 13. Dezember 2019, 01:04 
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12.12.2019

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YB erwacht viel zu spät

Die lange Zeit schwachen Young Boys scheiden nach dem 1:1 bei den Glasgow Rangers in der Europa League aus.

0:1 liegen die Young Boys zur Pause im Ibrox-Stadion gegen die Glasgow Rangers zurück. Nach menschlichem Ermessen benötigen sie zwei Treffer, um die Europa-League-Gruppenphase zu überstehen, weil der FC Porto im Parallelspiel gegen Feyenoord Rotterdam führt und schliesslich 3:2 gewinnt.

Und so zögerlich wie die Berner in der ersten Halbzeit auftraten, würde es einem Wunder gleichkommen, sollte ihnen ein Comeback gelingen. Die Rangers jedenfalls hätten vor der Pause auch den schottischen Schauspieler Ewan McGregor ins Tor stellen können und nicht den schottischen Goalie Allan McGregor. Dieser hielt sich vor allem mit Läufen vor dem Strafraum warm, ins Geschehen eingreifen musste er nicht.

Daran ändert sich vorerst wenig. Erst nach einer Stunde wird YB besser, Trainer Gerardo Seoane gibt mit einem frühen Doppelwechsel frische Impulse. Guillaume Hoarau ersetzt Jean-Pierre Nsame, Marvin Spielmann kommt für Nicolas Ngamaleu.

Der späte Ausgleich

Und, tatsächlich, nach 65 Minuten ist es für die Rangers erstmals besser, steht ein Goalie und nicht ein Schauspieler in ihrem Tor. McGregor lenkt einen Kopfball Christian Fassnachts über die Latte. Die Gastgeber ziehen sich nun erstaunlich weit zurück, und die Young Boys versuchen es «very British» mit sehr langen und sehr hohen Bällen auf Hoarau, dem ab und zu eine Kopfballablage auf Roger Assalé gelingt.

Zwingend aber sind die Bemühungen von YB selten, selbst wenn es gegen die auf einmal sehr passiven Gastgeber nie an Einsatz und Willen mangelt. Und in der 89. Minute werden die Young Boys für ihre bemerkenswerte Kampfbereitschaft belohnt. Hoarau legt elegant auf den ebenfalls eingewechselten Youngster Felix Mambimbi ab, dessen Hereingabe lenkt Borna Barisic ins eigene Tor.

Ein paar Minuten bleiben YB, um eine spektakuläre Last-Minute-Wende zu vollbringen.

Ein harter Kampf

Diesmal aber gelingt den Bernern gegen Glasgow nicht – wie im Hinspiel Fassnacht in der 93. Minute – das 2:1-Siegtor in der Nachspielzeit. Und die Rangers-Fans dürfen ihre Feierlichkeiten beginnen.

Der Abend beginnt bereits in ausgesprochen stimmungsvoller Gänsehaut-Ambiance mit rund 2400 YB-Fans unter den knapp 50000 Zuschauern. Es ist laut, als die Rangers-Supporter die Vereinshymne schmettern. Es ist laut, als sie die Spieler auf dem Rasen begrüssen. Es ist sehr laut, als das Spiel beginnt.

Und das Spiel entwickelt sich genau so, wie man es erwartet hat. Es ist kein Abend für Schönspieler, es geht hart zur Sache, ein intensives Ringen um jeden Ball und schier jeden Zentimeter. Die schottischen Fussballkämpfer lassen keine Zweifel offen, dass die Gäste leiden müssen, wollen sie den Coup realisieren.

Und die Young Boys leiden. Zwar nicht unbedingt, weil sie stark unter Druck geraten. Aber weil die Rangers jeden Zweikampf leidenschaftlich führen. Weil die Zuschauer eine erfolgreiche Grätsche beinahe feiern wie einen Treffer. Weil YB zu viele Fehlpässe unterlaufen. Strukturiert jedenfalls sind die Angriffe des Schweizer Meisters nicht, zu spüren ist zuweilen gar eine gewisse Ehrfurcht vor den zwar spielerisch limitierten, aber äusserst bissigen Gegenspielern.

Es geht um viel am Donnerstagabend, die Bedeutung des Anlasses lässt sich auch daran erkennen, dass der international renommierte Schiedsrichter Felix Brych aufgeboten ist. Der Deutsche lässt viel laufen, zum Beispiel auch eine Szene, als YB-Verteidiger Frederik Sörensen Mitte der ersten Halbzeit im eigenen Strafraum Rangers-Torjäger Alfredo Morelos zu Fall bringt.

Die Anfälligkeit der Berner Defensive offenbart sich nun stärker, und sie wird nach einer halben Stunde bestraft. Ausgerechnet der zuvor stabile, sichere Nicolas Bürgy spielt einen grauenhaften Pass genau auf Ryan Kent, der Morelos sofort steil schickt und von einer weiteren ungeschickten Aktion des überforderten Sörensen profitiert. Alleine vor dem Tor lässt Morelos Goalie David von Ballmoos diesmal keine Chance und erzielt das 1:0, nachdem er wenige Minuten zuvor aus ähnlicher Position noch scheiterte.

Lange Zeit viel zu schwach

Der Rückstand blockiert die Young Boys zusätzlich. Sie schaffen es im eigentlich offensiv ausgerichteten 4-4-2-System kaum, den Ball länger in den eigenen Reihen zirkulieren zu lassen. Sie sind lange Zeit zu leichtgewichtig, zu ängstlich, zu fehlerhaft vor allem. Und der Blick auf die andere Begegnung der Gruppe ist auch nicht ermutigend.

In einem spektakulären Schlagabtausch führt der FC Porto gegen Feyenoord früh 2:0, kurz darauf steht es 2:2, doch Porto schiesst bald das 3:2. Nur wenn der portugiesische Favorit das Heimspiel verliert, würde YB auch ein Remis zum Aufstieg in den Sechzehntelfinal genügen.

Nach einem Punktgewinn aber oder zumindest einem Tor der Young Boys sieht es in der ersten Halbzeit überhaupt nicht aus. Und weil das 1:1 nach der Leistungssteigerung gegen Spielende zu spät fällt, scheiden die Berner in der Europa League nach der Gruppenphase aus. Das Wunder von Glasgow blieb aus.


https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/13002177

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