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Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
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shalako
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Verfasst: Sonntag 29. April 2018, 16:06 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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29.04.2018  Zitat: Die bodenständigen Überflieger
Spektakulärer Fussball, ein smarter Sportchef und ein Ehemaliger, der Spuren hinterlassen hat: Das ist YB, der neue Meister.
Um 20:52 Uhr ist es so weit. Um 20:52 Uhr ist das Spiel gegen den FC Luzern 2:1 gewonnen und aus. Und dann sind die Young Boys Schweizer Meister.
32 Jahre haben sie auf diesen Erfolg warten müssen. 32 Jahre voller Entbehrungen und Enttäuschungen, voller Hoffnungen und Rückschläge, mit Gratwanderungen am finanziellen Kollaps und verspielten Titeln, wüsten Machtkämpfen und verbrannten Millionen. Nun brechen alle Dämme.
Dass die Berner am Ziel sind, hat seine Logik und ist nichts als verdient. Niemand ist diese Saison mutiger, überzeugender, offensiver, spektakulärer, geschlossener, gereifter, stabiler aufgetreten als sie, kurz: Sie sind die Besten gewesen, mit Abstand.
Der Anteil von Fredy Bickel
Natürlich wirkt ihre Überlegenheit noch eindrücklicher, weil die Gegner Fehler gemacht haben. Allen voran gilt das für den FC Basel, der mit seinen Lehrlingen in Chefpositionen innert kurzer Zeit seine Dominanz der vorangegangenen acht Jahre verspielt hat. Das soll die Qualität der Arbeit der Berner nicht schmälern. Nach dem tumultuösen Herbst 2016, als Fredy Bickel als Sportchef abgesetzt wurde, haben sie endlich zur Ruhe gefunden. Das hat viel mit Bickels Nachfolger Christoph Spycher zu tun, mit seiner ebenso ausgleichenden wie bestimmten Art. Unter ihm sind die Puzzleteile ans richtige Ort gefallen, die vorher teilweise noch verstreut herum gelegen waren.
Bickel wurde vorgeworfen, zu teuer gewirtschaftet zu haben. Mag sein. Fakt ist trotzdem: Mit Von Bergen, Benito, Nuhu, Mbabu, Sulejmani, Sanogo, Hoarau hat er die Spieler nach Bern gelockt, die jetzt das Herz der Mannschaft bilden, Spieler auch, die unbeeindruckt von der Last der Geschichte geblieben sind. Und Bickel hat auch Adi Hütter als Trainer verpflichtet.
Als Hütter im Herbst 2015 zu YB kam, spürte er, dass der absolute Erfolgshunger fehlte. Er spürte, man war schon zufrieden, ein Spiel gewonnen zu haben. Aber ihm hat das nicht gereicht. Für ihn geht es darum, Titel zu gewinnen. Nur darum. Er ist keiner für die Galerie, er sagt selbst, er wolle den Leute nicht als Grossmaul in Erinnerung bleiben, sondern als Trainer, von dem es heisse, er habe dem Club weitergeholfen und Spuren hinterlassen. Das hat er jetzt geschafft.
Letzthin ist Spycher gefragt worden, was denn sei, wenn YB gar das Double gewinne. «Dann wird die Zeit nicht stillstehen», hat er gesagt. Es ist auch genau diese Bodenständigkeit, die YB wieder gross gemacht hat. https://www.derbund.ch/bern/kanton/Die- ... y/20114818
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shalako
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Verfasst: Sonntag 29. April 2018, 16:07 |
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29.04.2018  Zitat: Szenen einer wilden, aber friedlichen, Partynacht
Die Berner Young Boys sind Schweizer Meister. Die Hauptstadt surft auch am Tag danach auf der gelb-schwarzen Jubel-Welle.
Die Aktion mit der Fahne am Berner Münster war scheinbar eine Idee von Radio Schwarz-Gelb. Das berichtet «20 Minuten». Dass die Polizei die Fahne abhängen liess, stimmt jedoch nicht ganz. Die Kapo Bern wurde zwar aufgeboten, aber als sie vor Ort waren, rollten die YB-Fans die Fahne schon wieder ein. Für ein paar spektakuläre Aufnahmen hat die kurze Zeit dennoch gereicht. https://www.bernerzeitung.ch/region/ber ... y/22054664
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shalako
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Verfasst: Sonntag 29. April 2018, 20:55 |
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29.04.2018  Zitat: Der fehlende Torpfosten und das Tänzchen auf dem Autodach
Die YB-Meisterfeier bestand aus zahllosen Festen in der ganzen Stadt. Bei allem Übermut blieb es fröhlich und friedlich.
Es hätte ja auch kalt sein können, die ganze Nacht giessen wie aus Kübeln. Doch dies hätte nicht zu diesem historischen Apriltag gepasst, an dem alles so dramatisch, so kitschig aufging. Und so war es eben eine angenehm warme Frühlingsnacht, in der die halbe Stadt wegen YB auf den Beinen war und feierte, trank und sang.
Anders als der Umzug zum Saisonende, der einen klaren Rahmen haben wird, bestand die samstägliche Freinacht aus vielen einzelnen Feiern: In den Strassen und auf den Plätzen, vor Bars und Beizen und bestimmt auch in Gärten und Wohnstuben in der ganzen Region – alle mit einer gemeinsamen, gelb-schwarzen Klammer. Überall hatte es übermütige, euphorische, fröhliche Menschen, fast mehr noch als vom eigentlichen Ereignis – «Meischter, Schwiizer Meischter!» – überwältigt von der unglaublichen Dramaturgie des Spiels. Dabei blieb die Stimmung offenbar überall entspannt, laut Kantonspolizei Bern gab es «keine grösseren Zwischenfälle».
Die meisten Zuschauerinnen und Zuschauer im Stadion verweilten dort weit über den Schlusspfiff hinaus und warteten, bis sich endlich alle Spieler und Mitglieder des Staffs einzeln bejubeln liessen. Viele feierten im Flutlicht auf dem Kunstrasen, der sich innert Sekunden mit Fans gefüllt hatte. Es wurden Fahnen geschwenkt, dicke Zigarren geraucht, Leute umarmten sich, immer wieder kniete jemand ergriffen hin und versuchte, sein Glück zu fassen. Im «Family Corner» stand plötzlich ein Bierzelt am Spielfeldrand, am anderen Ende des Felds war das Tornetz rasch zerschnitten und das Tor schliesslich zerlegt.
Ein Torpfosten kam später vor der Barbière am Breitenrainplatz zum Einsatz, wo jedes Auto gestoppt und ausführlichen Fanritualen unterzogen wurde, bevor es weiterfahren konnte. Die Insassen, meistens selber im YB-Leibchen, trugen es mit Fassung, wenn sie sich nicht gleich noch selber irgendeinen Schabernack ausdachten. Als YB-Spieler Jordan Lotomba angehalten wurde, stieg er für ein Tänzchen kurzerhand aufs Dach seines gesponsorten Wagens.
In der Innenstadt herrschte auch um 3 Uhr morgens noch ein grosser Trubel, sei es auf dem Kornhausplatz, an der «Front» auf dem Bärenplatz, in der Aarbergergasse oder beim Progr, dessen Turnhalle während des Public Viewing proppenvoll gewesen war. Die Kramgasse leuchtete rot, als die Ultras vom Stadion anmarschiert kamen.
Alle, die das Spiel gesehen haben und sich davon haben berühren lassen, werden es bis an ihr Lebensende wissen: Wo warst du, am 28. 4. 2018, als YB Meister wurde? https://www.bernerzeitung.ch/region/ber ... y/22288311
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shalako
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Verfasst: Sonntag 29. April 2018, 20:57 |
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29.04.2018  Zitat: Berner tanzen auf Autodächern und zünden um 3 Uhr Feuerwerke
Nach dem finalen Akt um den ersten Meistertitel seit 1986 werden Feuerwerke gezündet, als wären Berner Budgets grenzenlos. YB-Captain Steve von Bergen erinnert sich an die FCZ-Titel 2006 und 2007.
Am Tag danach ist von den Toren im Stade de Suisse nichts mehr zu sehen. Die Stangen sind in der meisterlichen YB-Nacht in Beschlag genommen, durchgebogen, zerbrochen und abtransportiert worden. Augenzeugen berichten von jungen YB-Spielern, die auf dem Dach eines in der Menschenmenge mitten in der Stadt steckengebliebenen Autos tanzen. Im Berner Nordquartier pulvert am frühen Sonntagmorgen nach 3 Uhr jemand ein Feuerwerk in den Nachthimmel, als wären Berner Budgets grenzenlos. Die Nacht produziert viele solcher Geschichten. Am nächsten Tag sagt der YB-Trainer Adi Hütter: «Ich habe es genossen, den Menschen in die Augen zu sehen.»
Der finale Akt gegen den FC Luzern, der späte 2:1-Erfolg, der am Samstag im Stade de Suisse einen Platzsturm und unkontrollierte Emotionen auslöste, die sich in eine positive Richtung entluden, war nicht das beste YB-Spiel der Saison. Dazu stand in der ausverkauften Arena zu viel auf dem Spiel, dazu war der FC Luzern zu ebenbürtig. Aber die Dramaturgie hätte nicht besser erfunden werden können. Da hielt doch der YB-Goalie Marco Wölfli einen Penalty, er, von dem man sagte, dass YB mit ihm nie einen Titel gewinnen könne. Da gelang kurz vor Schluss dem Stürmer Jean-Pierre Nsame das 2:1, ihm, der oft zweite Wahl war, obschon er mit wenig Einsatzzeit alle 110 Minuten ein Tor schiesst. Das ist leicht besser als der Wert Guillaume Hoaraus (111 Minuten pro Tor, Penalty inklusive) und fast doppelt so gut wie jener Roger Assalés (214).
«Man weiss, dass man gewinnen oder zumindest nicht verlieren wird.»
Das Exempel Nsame offenbart, wie gefestigt die Young Boys geworden sind. Es gab unter den Feldspielern zeitweilige Ausfälle, auch Hoarau hatte im ersten Teil der Saison abermals Absenzen. Doch letztlich konnte Hütter auf ein Gerüst und eine Hierarchie setzen, die er fast nur wegen Spielsperren sporadisch verändern musste. Die Mannschaft, die letzte Saison 17 Punkte auf Basel eingebüsst hatte und etwas verändert worden war, wuchs immer mehr zusammen. Der Captain Steve von Bergen merkte «seit drei, vier Monaten», dass da etwas Grosses entstehen kann. Er vergleicht den Flow mit den Meistertiteln des FC Zürich 2006 und 2007, als die Selbstsicherheit immer grösser geworden sei. Damals Zürich, heute Bern. «Man weiss, dass man gewinnen oder zumindest nicht verlieren wird», sagt von Bergen. Ein Zahnrädchen greift ins andere, Jung und Alt ergänzen sich, und ganz vorne war YB nicht mehr nur von Hoarau abhängig. Die vier YB-Spieler Hoarau, Assalé, Nsame und Sulejmani rangieren unter den ersten acht des Torschützenklassements.
Die mittlerweile 77 YB-Tore sind im YB-Team so breit verteilt, wie es seit der meisterlichen Nacht die Bestandteile der zwei Torgehäuse in der Stadt und Region Bern sind. https://www.nzz.ch/sport/berner-tanzen- ... ld.1381819
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shalako
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Verfasst: Sonntag 29. April 2018, 21:04 |
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29.04.2018  Zitat: Nur Zürich hinkt hinterher
Bern hat so viel Fussballkultur wie Basel
Die Young Boys sind Meister und am Ziel ihrer Träume. Es gibt mit Bern eine zweite Stadt mit einer wunderbaren Fussballkultur. Ein Leitartikel von BLICK-Sportchef Felix Bingesser.
«Rire, c’est bien pour la santé». «Lachen ist gut für die Gesundheit», hat der Berner Bundesrat Johann Schneider-Amman in seiner legendären Ansprache zum Tag der Gesundheit einst gesagt. In einer Bedächtigkeit und Monotonie, die so wunderbar zum Klischée der Beamtenstadt passt. Alles geht ein bisschen langsamer in Bern.
Ein bisschen langsamer ging es auch mit dem Titelgewinn der Young Boys. 32 Jahre Sehnsucht, 32 Jahre Hoffnung, 32 Jahre Leiden, 32 Jahre veryoungboysen. Eine ganze Generation kennt die Meisterfreuden nur von Schilderungen der Veteranen.
Nur Zürich hat den Anschluss verpasst
Auf einen Schlag hat sich dieses Leiden explosionsartig in Luft aufgelöst. Das ganze Trauma des Prügelknaben wurde bei diesem friedlichen Platzsturm im Stade de Suisse nach dem 2:1 gegen Luzern wie ein lästiges Korsett abgeschüttelt. Bei zehntausenden brachen alle Dämme. Spontaner, emotionaler, wunderbarer hat man selten einen Titelgewinn zelebriert! Bern lacht. Und feiert den 28. April 2018. Seinen Tag der Gesundheit.
In den letzten Jahren hat sich die Erkenntnis festgesetzt, dass Basel die einzige Stadt mit einer richtigen Fussballkultur ist. Jetzt weiss man, dass es diese Kultur auch in Bern gibt. Jetzt sieht man endlich, welches Potenzial der Fussball in der Hauptstadt immer noch hat. Dies ist vielleicht die schönste Erkenntnis aus diesem Meistertitel! Nur Zürich hat da den Anschluss verpasst
Konkurrenz belebt das Geschäft. Das lange Leiden hat die YB-Fans nicht nur gequält, sondern auch geeint. Dieses verbindende Gefühl, diese grosse Sehnsucht und Vorfreude auf die Erlösung, ist jetzt weg. Vom Jäger zum Gejagten, das wird eine ganz neue Herausforderung für YB. Meister werden ist schwer, Meister sein noch viel mehr.
Adi Hütter wird zum Erlöser
Dieser Titel ist vieles. Nur nicht Zufall. Und das Erfolgsrezept im Fussball ist gar nicht so kompliziert. Ein kompetenter, sachlicher, teamorientierter und schlauer Sportchef Christof Spycher. Mit Adi Hütter eine Trainerpersönlichkeit, die unaufgeregt und mit Kontinuität ein Meisterteam geformt hat. Mit Sachverstand und mit Sozialkompetenz hat er eine talentierte und gut ausgewogene Gruppe zu einem Meisterteam geformt. Und wird nun zum Erlöser.
Nach dem Spiel ist vor dem Spiel. Einige Leistungsträger werden nicht zu halten sein. Millioneneinnahmen winken. Und sollte gar die Qualifikation für die Champions League gelingen, dann könnte YB nicht nur kurzfristig, sondern auch nachhaltig zum FC Basel aufschliessen.
Es gibt nur einen kleinen Wehrmutstropfen. Die Tatsache nämlich, dass der vor einigen Tagen verstorbene Mäzen Andy Rihs diesen aussergewöhnlichen Abend nicht miterleben durfte.
Dies hätte man dem Mann mit dem grossen Herz für den Sport und für YB so sehr gegönnt. https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 19335.html
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shalako
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Verfasst: Sonntag 29. April 2018, 21:07 |
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29.04.2018  Zitat: Karli Odermatt
Deshalb freut sich eine FCB-Legende mit YB
Eine Legende ist Karli Odermatt «nur» in Basel. Dabei hat er auch mit YB einen Titel errungen: 1977 holte er den Cup. Karli erinnert sich an seine YB-Zeit – und gibt den Bernern zwei Tipps mit auf den Meisterweg.
Ausser seinem Juniorenklub Concordia Basel kannte der Blondschopf nur zwei Vereine: FCB – und YB. Titel holte er mit beiden Klubs. Und doch ist er in der Wahrnehmung der Leute Basler. Nur Basler. Trotz der vier Jahre YB.
«Ich sehe das nicht ganz so», sagt Karli (75). «Ich denke, meine Berner Zeit ist im Bewusstsein der Leute immer noch einigermassen präsent», sagt der FCB-Botschafter. «Als ich zuletzt nach Bern ins Stade de Suisse eingeladen wurde, sah ich mir beim Essen ins Gesicht. Denn gleich neben meinem Tisch hing ein Foto von mir an der Wand.»
Ohnehin habe er in seinen vier Jahren in der Hauptstadt Freunde fürs Leben gefunden. «Mit diesen verkehre ich heute noch. Es sind hauptsächlich Geschäftsleute. Nein, ich hatte wunderbare vier Jahre in Bern.» Obwohl er dieses Abenteuer im gesetzten Fussballeralter von 32 Jahren nicht ganz freiwillig einging. Er ging nur deshalb weg aus Basel, weil der FCB nach einer Verletzung nicht mehr so recht an die Genesung seines Stars glaubte …
«Dieses Jahr machten sie uns den Gefallen nicht»
Nun freut er sich mit YB, ein klein bisschen zumindest. «YB hatte eine ganz starke Saison. Wir waren zwar in der Winterpause wieder dran, bis auf zwei Punkte. Doch danach verschossen wir zwei Penaltys, verloren diese beiden Spiele - und YB war weg. Alle glaubten zwar, die Berner würden schon noch einbrechen. Irgendwann. Doch dieses Jahr machten Sie uns diesen Gefallen nicht. Ihr Lauf nahm kein Ende. Nein, das haben Christoph Spycher und Adi Hütter sehr gut gemacht.» Und ja, fügt er noch hinzu. «Wenn schon nicht wir, dann wenigstens YB.»
Was die Frohnatur ein bisschen betrübt, ist die Wahrnehmung des zweiten Platzes durch die Basler. «Man gewinnt den Eindruck, wir seien abgestiegen! Dabei liegen wir dreizehn Punkte vor dem Dritten, haben einfach mal ein Duell gegen unseren einzigen Rivalen verloren, der halt diese Saison schlicht besser war. Das ist doch irgendwie verrückt!»
Aber, sinniert er, dieses verlorene Duelle habe durchaus auch sein Gutes. «Natürlich wäre ich lieber Meister geworden. Aber es ging halt nicht. Nun hat halt die ganze Schweiz Freude – ausser den Baslern. Das ist doch wie bei Bayern München. Dann jubelt auch ganz Deutschland. Und wir wissen den Wert eines Meistertitels wieder richtig zu schätzen. Nach acht Championats in Folge ist man halt schon verwöhnt.»
Etwas will er aber unbedingt noch loswerden. Zwei Tipps, wie er sagt: «Erstens hoffe ich, dass die Berner eine anständige Meisterfeier hinkriegen. Dass 70 000 bis 80 000 in die Stadt kommen. Wie bei uns. Das braucht einiges an Planung.» 1977, als man den Cup holte, habe es übrigens auch keine rauschende Party gegeben. «Ein Essen mit den Familien in einem Berner Restaurant, an dessen Namen ich mich nicht mehr erinnere. Wir hatten es lustig, das Fest dauerte bis morgens um vier Uhr. Unser Cupsieg wurde, wie soll ich sagen, wohlwollend aufgenommen in der Stadt. Aber mehr war da nicht.»
Und zweitens? «Dass YB den Europacup ernst nimmt! Ich hatte den Eindruck, dass man die Qualifikation für die Champions League wohl mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln spielte, nicht aber die Gruppenphase der Europa League. Da hat YB ein einziges Mal gewonnen. Weil man immer betonte, dass die Meisterschaf wichtiger sei und man oft stark rotierte. Darunter leidet die gesamte Fussballschweiz. Denn wir sind auf jeden einzelnen Punkt für den Europa-Koeffizienten angewiesen. Sonst haben wir irgendwann keine Chance mehr, uns für die Champions League zu qualifizieren.»
Diese Chance hat Basel auch diese Saison. Allerdings als Vizemeister auf dem Nicht-Champions-Weg. Drei Runden müssen die Bebbi überstehen. Und die möglichen Gegner (Stand gestern) sind happig: Lyon, Paok Saloniki, Ajax Amsterdam, Sturm Graz, Benfica Lissabon, Spartak Moskau, Anderlecht, Dynamo Kiew, Besiktas. Immerhin: Es gibt keine Gegner aus den vier Topligen, also weder Spanier, Deutsche, Engländer noch Italiener. https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 18488.html
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shalako
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Verfasst: Sonntag 29. April 2018, 21:10 |
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29.04.2018 Stucki, Ogi, Kubo: Alle gratulieren YB zum MeistertitelOb Politiker, Behörden oder Liga-Konkurrenten: Alle gratulieren YB zum wohlverdienten Meistertitel. Der FC Basel verspricht allerdings schon Revanche für nächstes Jahr. Minuten nach dem Abpfiff werden die Sozialen Medien mit Gratulationen ans Berner Meisterteam geflutet. Sogar die Konkurrenten verneigen sich vor den souveränen Primus der Super-League. Wir haben einige Reaktionen zusammengestellt (siehe auch Bildstrecke). https://www.bernerzeitung.ch/region/ber ... y/13412845
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shalako
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Verfasst: Sonntag 29. April 2018, 21:14 |
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29.04.2018  Zitat: 32 Jahre nach Mandziara
Hütters emotionale Verbindung zum Vorgänger und Lehrmeister
Alexander Mandziara war 1986 der letzte Trainer vor Adi Hütter, der YB zum Titel führte. Er war gleichzeitig aber auch ein Förderer Hütters.
Adi Hütter war 19 Jahre alt, als er unter Alexander Mandziara seine Profikarriere beim Linzer ASK lancierte. «Er hat mich wahnsinnig gefördert», blickt Hütter am Tag nach dem Titelgewinn zurück. «Er war mein Lehrmeister und ein herzensguter Mensch.»
Dabei war der Anspruch an Hütter bei dessen Verpflichtung vor 3 Jahren kein geringerer, als dass er die Nachfolge von Mandziara als Meistercoach antreten solle. Dessen war sich Hütter bewusst.
Im Moment seines grössten Erfolgs als Trainer gedachte Hütter seines Vorgängers, der kurz vor seinem Amtsantritt bei den Young Boys im September 2015 verstorben war: «Ich stand da unten, blickte nach oben und sagte, es wäre so schön, irgendwann in deine Fussstapfen zu treten. Nun ist es mir gelungen, das macht mich mega stolz. https://www.srf.ch/sport/fussball/super ... ehrmeister
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shalako
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Verfasst: Sonntag 29. April 2018, 21:16 |
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29.04.2018  Zitat: Vom Bocciahüsli bis zum Bären in Ostermundigen
YB-Legende Lars Lunde erinnert sich an die Meisterfeier 1986
YB wird Meister. Erstmals nach 26 Jahren. Es gibt... eine kleine Party im Bocciahüsli. Dann geht ein kleiner Teil des Teams in eine Diskothek. Das wars! Der Mann, der YB zum Titel schoss, erinnert sich.
Lars Lunde redete damals, 22-jährig, gerne. Lunde rettet heute, 54, immer noch gern. Es sprudelt nur so aus dem quirligen Dänen, der in Bern seine neue Heimat dank den zwei YB-Jahren gefunden hat und als Lagerungspfleger in der Privatklinik Beau-Site in Bern arbeitet. «Ich hatte meine beste Zeit als Fussballer hier.
Dann liegt das doch auf der Hand, dass man sich hier wohlfühlt», sagt der spätere Bayern-München-Spieler, dessen Karriere auf höchstem Niveau durch einen schrecklichen Autounfall ein jähes Ende fand. Die Heimspiele besucht der Blondschopf immer, wenn es geht. Er hat also durchaus Nähe zu YB bewahrt. «Deshalb habe ich auch eine Riesenfreude, das YB Meister geworden ist.»
Lunde wechselt im Sommer 1984 von Bröndby Kopenhagen zu YB. Die erste Saison ist Mittelmass. Auch der Start in die Saison 1985/86 ist nicht überragend. «Das Team war Mittelmass. Es fehlte etwas. Dieses Etwas kam dann im Winter in der Person von Robert Prytz. Der Schwede hat uns alle fünf Prozent besser gemacht. So legten wir eine Rückrunde hin, die einmalig war!»
YB fliegt von Sieg zu Sieg. Und irgendwann fehlt nur noch einer. Aber es geht nach Neuenburg, zum damals ganz grossen Xamax. «Klar waren wir überzeugt Meister zu werden», erinnert sich Lunde. «Dennoch rechnete kaum jemand damit, dass wir auf der Maladière gewinnen könnten. Zu stark war Xamax.» Und YB sei damals ein wohl grosser Verein gewesen, aber für Lunde «klein geführt. Da wusste oft die linke Hand nicht, was die rechte tat. So war gar nichts vorgekehrt für den Fall, das wir Meister werden würden.»
Die Neuenburger gehen folgerichtig in Führung. Doch YB kann schnell ausgleichen. «Das war entscheidend, denn so musste Xamax aufmachen, denn die mussten ja unbedingt gewinnen. Das erlaubte uns die entscheidenden Konter fahren.» Je zweimal Lunde und Dario Zuff machen alles klar für Gelbschwarz. Dann ist Schluss. YB Meister. Urplötzlich. Und...
...und nix! «Ich kann mich nicht mehr genau an diesen Moment erinnern», sagt Lunde. «Ich habe mein Trikot einem Bekannten gegeben. Die meisten anderen Spieler waren auch oben ohne. Champagner hatten wir keinen dabei. Den hat Xamax-Präsident Gilbert Facchinetti organisiert. In der Garderobe wars dann der totale Wahnsinn. Unbeschreiblich.»
Dan gehts im Car zurück nach Bern. Ins legendäre Bocciahüsli, das zwischen den beiden Nebenplätzen des Wankdorf-Stadions stand. Da waren schon nicht mehr alle Spieler dabei. Lunde: «Das war unser Klubokal. Hier trafen wir uns nach den Trainings. Doch nicht nur wir, auch Eltern von Junioren, Fans. Alle.»
Und dort ging dann die Post in intimem Rahmen so ziemlich ab! Wieviele Leute da waren? Lunde: «Keine Ahnung!» Sicher waren es nicht allzu viele. Man stelle sich das vor! Da wird einer der grössten Schweizer Klubs nach 26 Jahren endlich wieder Meister. Und es gibt eine kleine, intime Party im Klublokal. Kein Umzug. Kein Bad in der Fanmenge. Kein Balkon. Nichts! Lunde: «Einige Wenige gingen danach in die Stadt, in die Disco ‹Babalu› von SCB-Legende Roland Dellsperger. Obwohl wegen unseres Titels Freinacht war, war nicht mehr los als sonst.»
Eine Woche später wird YB der Meisterpokal beim Heimspiel gegen den FCZ überreicht. Da feiern die Spieler mit den Fans. Doch nach der Ehrenrunde ist schnell mal Schluss. «Es gab nichts Offizielles. Keinen Empfang. Ein internes Nachtessen. Wir waren nicht gewohnt so etwas zu feiern», sagt der damalige Captain Jean-Marie Conz. Immerhin weiss man noch, wo dieses Essen stieg: Im Bären zu Ostermundigen. https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 18851.html
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shalako
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Verfasst: Sonntag 29. April 2018, 21:18 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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29.04.2018  Zitat: «Ich hatte Tränen in den Augen»
Nach dem historischen Gewinn des Meistertitels lässt «Der Bund» die Fans des BSC Young Boys sprechen.
Charles Beuret, Leiter YB-Museum «Ein grosser Markstein»
Das ist nun schon der sechste Meistertitel, den ich mit den Young Boys erleben darf. Dieser hat aber eine ganz andere Bedeutung. Die vier Titel in den 60er- Jahren waren praktisch selbstverständlich. Der Titel 1986 kam eher überraschend und hat in Bern nicht allzu viel ausgelöst. Bei diesem Titel ist das nicht so. Er ist ein grosser Markstein in der Clubgeschichte der Young Boys. Daher ist die Euphorie deutlich grösser. Dieses entscheidende Spiel hätte kaum eine bessere Dramaturgie haben können.
Wie die Vergangenheit zeigt, werden solche Spiele nicht zwangsläufig gewonnen. Daher habe ich über 90 Minuten stark mitgefiebert. Ich war keiner der Fans, die nach dem Schlusspfiff auf das Feld gerannt sind. Ich habe in der Champions Lounge auf die Mannschaft angestossen und mir mit viel Stolz das Geschehen im Stadion angeschaut. Wo nun der Meisterpokal stehen wird, muss noch entschieden werden. Zuerst wird er sicher in der Spielerkabine stehen, dort gehört er ja auch hin. Später muss er aber auch für die Fans zugänglich gemacht werden.
Susanne Galli, YB-Fanshop «Ich hatte Tränen in den Augen»
Meine Stimme ist noch etwas rau. Es war ja auch ein langer Tag. Vor dem Spiel arbeitete ich im Fanshop. Es war mehr los als sonst. Aber so ist es schon die ganze Woche gegangen. Alle, die noch keinen Schal oder kein T-Shirt hatten, haben sich noch welche besorgt. Jetzt wird das wohl bis zum Cupfinal so bleiben. Auch nach dem Spiel arbeitete ich wieder im Fanshop. Als Nsame das entscheidende Tor schoss, war mir klar, dass es viel zu tun geben wird. Schliesslich gab es dann die Meisterschals und T-Shirts zu kaufen. Wie viele wir abgesetzt haben, weiss ich nicht.
Aber es waren viele, das hat man dann im und ums Stadion deutlich gesehen. Als ich mit der Arbeit fertig war, war bereits Mitternacht. Dann feierte ich mit meinen Mitarbeitern in der Champions Lounge. Die Spieler waren leider nicht mehr da. Es wurmt mich schon etwas, dass ich die Szenen nach dem Schlusspfiff verpasst habe. Als ich um 6.30 Uhr nach Hause kam, schaute ich mir daher das Spiel noch einmal an. Da hatte ich Tränen in den Augen. Ich konnte es so richtig geniessen.
Christian Zingg, Zum Runden Leder «Es war völlig surreal»
Der Schlusspfiff ertönte und ich fühlte absolut nichts. Er hat bei mir einfach nichts ausgelöst. Die Emotionen kamen dann aber doch noch – mit Verzögerung. Nach zwei Minuten habe ich geweint. Es war alles völlig surreal. Ich habe mir die Bilder nochmals im TV angesehen und verstehe immer noch kaum, was da passiert ist. Auch, nachdem ich mir das Siegestor und die Phase bis zum Schlusspfiff gut 20 bis 30 Mal angeschaut habe. Es ist wie in einem Traum. Fussballer sagen nach grossen Siegen oft, dass sie ihre Gefühle kaum beschreiben können.
Ich dachte immer, die können sich einfach nicht so gut ausdrücken. Jetzt weiss ich, dass das nicht stimmt. Nach dem Spiel ging ich an die Geburtstagsfeier meiner Freundin. Da waren mehrheitlich fussballfremde Gäste. Ich konnte ihnen nicht erklären, wie ich mich fühle. Ein solcher Sieg ist wirklich kaum zu beschreiben. Komischerweise hatte ich kein Bedürfnis nach Alkohol. Die Eindrücke waren stark genug. Hätte ich die Nacht mit meinen Kollegen vom Runden Leder verbracht, hätte ich heute bestimmt keine Erinnerungen mehr.
Kathrin Brodbeck, Pfarrerin in Moosseedorf «Das hätte ich nicht gedacht»
Ich habe keine Gala erwartet, aber auch nicht so ein Geknorze. Das machte mich sehr nervös. Es fehlte die Lockerheit, die YB diese Saison so oft zeigte. Das hat sich auch auf das Publikum übertragen. Viele um mich herum waren vor dem 2:1 schon wieder unzufrieden. Die Szenen nach dem Schlusspfiff waren dann aber sagenhaft. Ich habe zwar vermutet, dass mir eine Träne runterlaufen wird, doch ich hätte nicht gedacht, dass ich gleich so losheulen würde. Da wurde ich richtig vom Moment überwältigt. Danach ging ich auf das Spielfeld, habe gesungen, getanzt und Bier getrunken. Auf dem Feld war es wahnsinnig hell und es herrschte eine ganz besondere Stimmung. Um 2.30 Uhr ging ich dann noch ins Stadtzentrum. Aber ehrlich gesagt, war ich von der Feier dort etwas enttäuscht. Ich hätte mehr erwartet. Nur auf dem Kornhausplatz war so einigermassen etwas los. Sonst war es eher ruhig. So landete ich schlussendlich in der Cuba-Bar und wartete, bis der erste Zug fuhr. Zum Glück musste ich am Sonntag keinen Gottesdienst leiten.
Brian Ruchti, Radio Gelb-Schwarz «Bier brennt in den Augen»
Das war das intensivste Spiel mit positivem Ausgang, das ich je erlebt habe. Der gehaltene Penalty von Wölfli, das Tor in der 89. Minute – Hollywood hätte das nicht kitschiger hingekriegt. Dann kam der Schlusspfiff und alles, was sich über die Jahre als YB-Fan angestaut hatte, war weg. Wir haben die Spieler am Spielfeldrand interviewt und unsere Glückwünsche ausgesprochen. Danach gingen wir in die Spielerkabine. Ich habe gleich mehrere Bierduschen abgekriegt und verstehe, wieso manche Spieler Skibrillen getragen haben.
Bier brennt in den Augen. Ich habe die Mannschaft noch nie so euphorisch gesehen. Das ist natürlich verständlich. Wir als Fans haben auf das Spiel ja keinen Einfluss. Die ganze Verantwortung bleibt an der Mannschaft hängen. Und diese Verantwortung konnte heute endlich abgelegt werden. Es wurde eine lange Nacht. Ich habe das Stadion eigentlich nie verlassen und war in verschiedenen Räumen unterwegs. Lo und Leduc haben im dritten Stock spontan ein Konzert gegeben. Erst gegen 6 Uhr morgens kam ich nach Hause.
Oli Kehrli, Chansonnier «Ich habe viele Leute umarmt»
Es war ein Spiel, dessen Verlauf nicht einmal Hitchcock besser hätte orchestrieren können. Ich habe aber den Glauben bis zum Schluss nicht verloren. Mein Feuer hat nie aufgehört zu brennen. Nach dem Schlusspfiff musste zuerst einmal ein Schrei heraus, der 32 Jahre Sehnsucht in sich getragen hat. Es war ein Augenblick purer Glückseligkeit. Es war sehr emotional, diesen Moment mit Freunden zu erleben, mit denen ich schon lange an die YB-Spiele gehe. Ich habe in dieser Nacht viele Leute umarmt, die ich seit drei Jahrzehnten durch Matchbesuche kenne.
Ich freute mich, zu sehen, wie sich Fans, die praktisch ihr ganzes Leben den Young Boys widmen, das erleben konnten. Später ging ich in die Stadt und landete in diversen Bars. Es war bereits hell, als ich nach Hause kam. Am Sonntag habe ich einen Song zum Meistertitel veröffentlicht. Es ist keine Erfolgshymne. Für mich ist YB immer auch mit etwas Sehnsucht verbunden. Am Sonntag habe ich die Meisternacht mit Freunden und ein paar Bier verarbeitet. Ich bin mir aber immer noch nicht schlüssig, was dieser Titel genau bedeutet. https://www.derbund.ch/bern/nachrichten ... y/13369701
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