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Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
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shalako
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Verfasst: Sonntag 25. Februar 2018, 22:41 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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25.02.2018  Zitat: Im dreckigen Arbeitskleid
YB siegt weiter. Beim 1:0 gegen den Letzten Sion tun sich die Young Boys aber schwer. Guillaume Hoaraus Kopfballstärke rettet sie.
Vielleicht wird man irgendwann im milden Frühling an jenen kalten Samstagabend Ende Februar zurückblicken und behaupten, am 24. Februar habe YB einen entscheidenden Schritt Richtung Titelgewinn realisiert. «Solche Siege braucht es auch», sagt Captain Steve von Bergen nach dem 1:0 gegen den FC Sion. Und Mitspieler Loris Benito kalauert im Fussballjargon, er zahle gerne fünf Franken ins Phrasenschwein, aber heute seien nur die drei Punkte wichtig gewesen.
Befreiender Jubel
Die Leistung der Young Boys gegen Sion wird kaum lange in Erinnerung bleiben. Es war in bitterer Kälte lange Zeit ein harziger Auftritt. Trainer Adi Hütter spricht von einem «Arbeitssieg» und «drei dreckigen Punkten». Sie hätten gelitten, sagt Hütter, die Leichtigkeit habe gefehlt.
Im YB-Lager freute man sich herzhaft über den Minisieg, das bewiesen die überschwänglichen Jubelgesten. Wenn der Erste zu Hause den Letzten schlägt, wird das normalerweise emotional nicht mit solcher Intensität begleitet. Aber YB mit seiner grossen Titelsehnsucht ist kein normaler Leader, der FC Sion mit seiner individuellen Qualität erst recht kein normaler Tabellenletzter.
Auf der prominent besetzten Walliser Ersatzbank versammelten sich jede Menge teure Arbeitnehmer: Federico Dimarco, einst bei Inter Mailand, beispielsweise kostete dem Vernehmen nach über vier Millionen Franken Ablösesumme, Jan Bamert holte Sion für weit über eine Million von GC, der langjährige Nationalspieler Pajtim Kasami gehört wie der Brasilianer Adryan zu den talentiertesten und bestbezahlten Akteuren der Liga.
Der neue Sion-Trainer Maurizio Jacobacci setzt auf Teamgeist – und nicht Talent. Die Walliser präsentierten sich sattelfest, der starke Innenverteidiger Eray Cümart, eine Leihgabe des FC Basel, organisierte die Defensive prächtig. Und hätte Marco Schneuwly eine Minute vor Ende der ersten Hälfte das 0:1 erzielt, wäre die Gästeführung keineswegs schmeichelhaft gewesen. Der frühere YB-Stürmer scheiterte am Pfosten, der aktuelle YB-Stürmer Guillaume Hoarau traf eine Minute nach dem Seitenwechsel mit einem herrlichen Kopfball in allerbester Hoarau-Manier zum 1:0. Wenn wenig geht, fliegt Hoarau.
FCB-Spielabsage gut für YB?
Die Führung wirkte befreiend auf den Favoriten, in einer nun lebhafteren Begegnung verpasste er es aber, das zweite Tor zu erzielen. «Unsere Chancenauswertung war ungenügend», kritisiert Hütter, «deshalb mussten wir am Ende auch noch zittern.»
Sion wartet also weiter auf den ersten Ligasieg in Bern seit 1996 (5 Remis, 24 Niederlagen!), hätte für seinen beherzten Auftritt aber einen Punkt verdient gehabt. Das befand auch Trainer Jacobacci. «Wir sind auf dem richtigen Weg. Nun müssen wir die Fortschritte in den Heimspielen gegen Luzern und Thun bestätigen.»
Während auf Sion wegweisende Duelle im Abstiegskampf warten, marschiert YB unbeirrt Richtung Meistertitel. Elf Punkte beträgt der Vorsprung auf den Verfolger Basel, dessen Begegnung in Lausanne wegen unbespielbaren Terrains verschoben wurde. Und weil der FCB immer ein bisschen umherschwirrt im YB-Kosmos, wurde im Stade de Suisse eifrig debattiert, ob die Spielabsage ein Vorteil oder ein Nachteil für die Young Boys sei. Schliesslich hätte Basel auf schwierigem Terrain eine heikle Partie absolvieren müssen, wird aber nun am Dienstag im Cuphalbfinal in Bern ausgeruht sein. Flügelkraft Christian Fassnacht meint, es sei besser für YB, habe Basel nicht gespielt. «Wir haben drei Punkte mehr, der Druck auf Basel nimmt zu. Zudem hätte der FCB sicher auch gerne noch ein Erfolgserlebniserlebt vor dem Halbfinal.»
Hoarau angeschlagen
Beim selbstbewussten YB wird gerade vieles positiv gedeutet. Sorgen bereitet einzig der Gesundheitszustand Guillaume Hoaraus. Der Franzose liess sich gegen Sion angeschlagen auswechseln. Am Sonntag meldete sein Club, Hoarau werde am Montag noch mal untersucht, aber es gebe guten Grund zur Hoffnung, dass der Angreifer gegen Basel einsetzbar sei.
Die Partie am Dienstag ist bedeutend, vielleicht mit Auswirkungen auf den Titelkampf. Es würde nicht überraschen, wenn man irgendwann im milden Frühling behaupten wird, an jenem bitterkalten Abend Ende Februar habe sich auch die Super League entschieden. https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/11037750
_________________ For Ever
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shalako
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Verfasst: Sonntag 25. Februar 2018, 23:03 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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25.02.2018  Zitat: Wird Maurizio Jacobacci als Trainer verkannt?
Jacobacci ist ein Altbekannter in der Szene. Als Stürmer in vielen Vereinen mit vielen Toren in der höchsten Spielklasse, aber auch als Trainer in ähnlich vielen Vereinen. Erstmals steht Jacobacci seit drei Spielen als unbestrittener Chef einem Super-League-Klub vor.
Vielleicht war es an diesem Abend im Kühlfach «Stade de Suisse» das grösste Kompliment für Maurizio Jacobacci, den neuen Trainer des FC Sion: YB hatte Gesprächsbedarf während des Spiels. Der Trainer Adi Hütter sagte an der Pressekonferenz, dass die Walliser mit ihrem durchdachten Positionsspiel, dem Hochstehen, ihnen das Leben in der Spielentwicklung schwergemacht hätten.
Jacobacci, der die Walliser in der Super League halten soll, sass daneben und dürfte Genugtuung verspürt haben; wegen des Kompliments, aber generell wegen des couragierten Auftrittes seines Teams. Nur 0:1 am Ende, nach einer Schlussphase, in der der Ausgleich hätte fallen können. Jacobacci stellte fest, dass sie «mit gutem Gewissen» auf dieses Spiel zurückschauen könnten, und «ja, wenn wir so, als Einheit, auftreten, dann werden wir Siege einfahren». So hat man die Spiele des FC Sion in den letzten Monaten nicht immer zusammenfassen können. Und Siege, die wird er brauchen, Maurizio, der Berner «Giel», aufgewachsen in der Länggasse und in Bümpliz.
Maurizio Jacobacci: «Die Spieler können von mir taktisch etwas lernen.»
Jacobacci ist ein Altbekannter in der Szene. Als Stürmer in vielen Vereinen mit vielen Toren in der höchsten Spielklasse, aber auch als Trainer in ähnlich vielen Vereinen, nicht in der höchsten Spielklasse. Erstmals steht Jacobacci seit drei Spielen als unbestrittener Chef einem Super-League-Klub vor – vor Jahren war er im Wallis im Tandem mit Charles Rössli eher als Diplom-Träger in der Verantwortung. Jacobacci scheint die Herausforderung zu mögen. Was hat er getan in den ersten Wochen? Fünf Kilo abgenommen und anfangs wenig geschlafen, war zu lesen. Jacobacci bestreitet das nicht, jetzt herrsche aber wieder Normalität. Man sei so weit, sich wieder als Einheit zu verstehen, «das Team steht bei mir über allem».
Der Trainer sagt solche Sätze im Brustton der Überzeugung. Man merkt, dass er das sehr, sehr ernst meint. Den Druck, die Liga zu halten, empfindet er nicht als Belastung. Er sei als Trainer schon in vielen Situationen gewesen, in denen «etwas unbedingt hat sein müssen». Und Jacobacci hat viel Erfahrung, auch als (Meister-)Trainer-Assistent von Hans-Peter «Bidu» Zaugg oder Marcel Koller im Grasshopper-Club.
Und dann sagt der Sohn italienischer Einwanderer irgendwann noch einen Satz, der zeigt, dass er nicht um Anerkennung bettelt: «Die Spieler können von mir taktisch etwas lernen.» Ein paar Dinge hat man schon gesehen. Und ja, es war eine Mannschaft am Werk. Das ist in Sitten mehr als die halbe Miete. Die Frage ist nur: Hält der Kitt? https://www.nzz.ch/sport/wird-maurizio- ... ld.1360485
_________________ For Ever
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