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Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
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shalako
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Verfasst: Sonntag 18. Februar 2018, 21:59 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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18.02.2018  Zitat: YB baut den Vorsprung auf acht Punkte aus
3:1 gegen Thun – im dritten Derby der Saison gewinnt YB erstmals und gibt einen weiteren Beleg gewachsener Reife ab. Guillaume Hoarau schiesst seine Tore vier und fünf in diesem Jahr.
Wird man sich dereinst an dieses Wochenende erinnern? An dieses Wochenende, als Roger Federer nach vielen Jahren der Absenz wieder die Führung der Tennis-Weltrangliste übernahm – als sich aber womöglich etwas anderes Bahn brach, das im Schweizer Sport allmählich für ähnlich unwahrscheinlich gehalten worden war. Ist es so, dass die Berner Young Boys an diesem Wochenende dem ersten Meistertitel seit 1986 mehr als bloss ein Schrittchen nähergekommen sind?
Erster Derbysieg für YB
Am Samstag unterlag der Serienmeister FC Basel dem FC St. Gallen zu Hause 0:2 – tags darauf besiegten die Berner den FC Thun 3:1 und bauten den Vorsprung auf acht Punkte aus. Und es ist ja nicht nur so, dass YB ein angenehmes Polster hat. Hinzu kommt, dass die Young Boys jenes Team bezwungen haben, das sie in dieser Saison in alte, kalte Fahrwasser zu schubsen verstand. Die bisherigen Derbys hatte Thun gewonnen, 4:0 und 3:1; YB schien es partout nicht zu schaffen, gegen Aussenseiter Ausrutscher zu vermeiden.
Und so gab der Leader am Sonntag einen weiteren Beleg gewachsener Reife ab. Die Berner entfalteten zwar nicht diese klare Überlegenheit wie im ersten Spiel des Jahres, als sie zwölf Mal aufs Tor geschossen hatten – St. Gallen nur einmal. Thun hatte sogar mehr Ballbesitz (54%:46%), doch es war quasi eine Schein-Überlegenheit. YB hatte meist die Kontrolle und liess nicht viel zu, abgesehen von diesem kleinen Zirkusstück, mit dem Dennis Hediger per Hacke das 1:2-Anschlusstor erzielte. Hediger verneigte sich wie ein Artist, doch als der letzte Applaus noch nicht verklungen und der Glanz noch nicht entschwebt war, hatte Hoarau den Zweitorevorsprung erneut hergestellt.
Und so waren die Young Boys sogar ein bisschen grausam an diesem Nachmittag: Sie liessen den Gegner hoffen, so kurz es auch nur ging, und spielten sogleich wieder die Überlegenheit des Leaders aus. Guillaume Hoarau personifiziert diese Coolness, nach drei Spielen 2018 verbucht er fünf Tore.
Adi Hütter ist selbstkritisch
Der YB-Trainer Adi Hütter fand erstaunlich viele Mängel, etwa: dass aus den Chancen der zweiten Halbzeit zu wenige Tore resultiert hätten. Doch bei aller Selbstkritik unterschied sich die Atmosphäre grundlegend von der Stimmung in Basel, wo der Sportdirektor Marco Streller am Samstag nach der zweiten Niederlage im dritten Super-League-Spiel 2018 gesagt hatte, nun müsse sich jeder hinterfragen.
Bei allen Basler Sorgen bleibt die Erinnerung, wie schwerfällig der FCB auch im Sommer gestartet war – und wie rasch es dem Trainer Raphael Wicky gelang, dem Team Wucht und Balance zu geben. Wenn aber in den nächsten Wochen immer wieder zu hören sein wird, YB sei YB und werde früher oder später ohnehin einbrechen, man möge sich bloss an die Saison 2009/10 erinnern – so gilt zu sagen, dass die Berner damals nach 22 Runden nicht acht Punkte Vorsprung aufwiesen, sondern vier.
Als der begeisterte Reporter des Lokalradios fragte, ob jetzt noch etwas schiefgehen könne, beteuerte Hütter: «Ja, in jeder Runde.» Doch er sagte auch: «Euphorie sollte man nicht bremsen.» Ja, in der YB-Ausgangslage schwingt durchaus Zuversicht mit – und etwas Ironie: weil sich dieses Wochenende als Gemeinsamkeit zwischen Berner Fussballern und einem Baselbieter Tennisspieler entpuppen könnte. https://www.nzz.ch/sport/yb-baut-den-vo ... ld.1358460
_________________ For Ever
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JFK
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Verfasst: Sonntag 18. Februar 2018, 23:24 |
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Registriert: Dienstag 15. Februar 2011, 11:13 Beiträge: 738
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es war arschkalt heute und yb hat die pflicht erfüllt. bravo YB! ein 3:1 im derby und damit erster sieg in dieser saison gegen den fc thun. erste halbzeit war um einiges besser als die zweiten 45 minuten. thun war aber zwar bis zum 1:0 eine knacknuss, aber dann hatte yb die oberländer mehr oder weniger gut im griff. der schiedsrichter war bestimmt auch nicht ganz unschuldig, dass kein flüssiges spiel nach der halbzeitpause möglich war.
acht punkte vorsprung sind zwar toll, aber noch ist überhaupt nichts entschieden. dies saison ist noch lang und tun gut daran uns einfach immer auf das nächste spiel zu konzentrieren.
hopp yb!
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shalako
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Verfasst: Montag 19. Februar 2018, 09:19 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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19.02.2018  Zitat: Souveränes YB baut den Vorsprung aus
YB siegt und siegt, Basel patzt und patzt. Nach dem 3:1 im Derby gegen Thun beträgt der Vorsprung schon acht Punkte.
Es läuft die Schlussphase, als sich abseits des Spielgeschehens eine Szene ereignet, die viel über den Höhenflug der Young Boys aussagt. Während Nicolas Ngamaleu ausgewechselt wird, umarmen sich Miralem Sulejmani und Roger Assalé in der Platzmitte, dann klatscht der Serbe mit dem herbeigelaufenen Guillaume Hoarau ab. Minuten zuvor passte Sulejmani selbstlos auf Hoarau, dem mit seinen zweiten Treffer an diesem Nachmittag das entscheidende 3:1 gelang, just nach dem Anschlusstreffer der Thuner.
Der 29-jährige Flügel, seit Wochen in grosser Form, hätte in dieser Szene auch mit seinem starken linken Fuss abschliessen können, zumal er mit zehn Treffern die Torschützenliste der Super League anführt.
Davon aber will Sulejmani nichts wissen, als er nach Spielende die Szene Revue passieren lässt.«Das Abspiel war die beste Option», sagt er und berichtet von der Harmonie, die im Team herrsche. «Ich glaube, das ist unsere grösste Stärke.» Dem stets freundlichen Sulejmani ist die Rolle des Wir-Botschafters wie auf den Leib geschneidert.
Erstmals seit 6 Partien gelingt Sulejmani kein Tor. Dafür erzielt Roger Assalé in der Rückrunde seinen Premierentreffer, der kleine Ivorer ist nun mit Teamkollege Jean-Pierre Nsame, der am Sonntag in der vorzüglichen YB-Offensive nicht einmal zum Einsatz kommt, und Lausannes Simone Rapp erster Verfolger Sulejmanis in der Torschützenliste. Aber Hoarau kommt mit riesengrossen Schritten näher.
Der Franzose ist am Sonntag der Matchwinner, er trifft zum 1:0 und zum 3:1, es sind seine Treffer 4 und 5 in den 3 Partien seit der Winterpause. Und so lässt sich der 8-Punkte-Vorsprung der Young Boys auf den FC Basel wunderbar an den jeweiligen Mittelstürmern festmachen. Basels Ricky van Wolfswinkel vergab am Samstag bei der 0:2-Heimniederlage mit einem kläglichen Penalty das Führungstor. Er wartet auch verletzungsbedingt seit September auf ein Erfolgserlebnis.
Hedigers Prognose
Die YB-Akteure präsentieren sich auch abseits des Platzes als Einheit, unisono senden sie Wir-Botschaften. Auf die Frage nach dem grossen Vorsprung auf Basel sagt Sulejmani: «Wir müssen auf uns schauen.» Hoarau meint: «Wir müssen unseren Weg gehen.» Und der linke Verteidiger Loris Benito rechnet vor, dass in den verbleibenden 14 Partien noch 42 Punkte zu vergeben seien. «Die Fans dürfen gerne euphorisch sein. Wir aber bleiben auf dem Boden.»
Dennis Hediger ist weniger befangen, wenn es darum geht, die Chancen der Young Boys auf den Titel zu bewerten. Der Thuner Captain hatte zwar einst im YB-Nachwuchs gespielt, doch das ist lange her. Egal, wie es herauskomme, er werde an keiner Meisterfeier teilnehmen, schickt er voraus und sagt dann: «YB hat eine riesige Chance, den Titel zu gewinnen.»
Hoaraus Deutschkenntnisse
Hediger wäre nicht Hediger, würde er sich trotz des klaren Verdikts nicht über den Spielausgang ärgern. «Wir starteten in der ersten und zweiten Halbzeit gut. Doch wir begingen zu viele Fehler.
In der Summe reicht das dann nicht.» Die Partie wird Hediger seines Traumtores wegen dennoch in Erinnerung behalten. Er habe ja nicht viele zur Auswahl, sagt er auf die Frage, wie er den Treffer in seiner Bestenliste einordne. Hediger traf nach 68 Minuten akrobatisch mit dem Absatz. Es war ein Tor, auf das Hoarau stolz gewesen wäre.
Dieser verblüfft nach der Partie mit seinen Deutschkenntnissen. Bisher bestand Hoarau stets darauf, in Französisch und Englisch Auskunft zu geben, am Sonntag tut er es fliessend in Deutsch. Ob er auch beabsichtige, bald auf Deutsch zu singen, etwa beim YB-Meistersong, wird er gefragt.
«Dafür ist es zu früh, mein Fokus gilt dem Fussball.» Vielleicht hat Hoarau den entsprechenden Song ja bereits veröffentlicht. 2016 sang er mit der Berner Band Open Season das Schweizer EM-Lied «Stand together (Tous ensemble)». Alle zusammen, eine Einheit, die Botschaft passt wunderbar zu diesen Young Boys. https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/28415611
_________________ For Ever
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shalako
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Verfasst: Montag 19. Februar 2018, 09:20 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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19.02.2018  Zitat: «Zuerst die Arbeit, dann der YB-Meistersong»
von E. Tedesco, Bern - YB schlägt seinen «Angstgegner» Thun 3:1 und baut die Tabellenführung weiter aus. Guillaume Hoarau hätte nichts dagegen, den Meistersong zu komponieren.
Seit der 7. Runde führt YB nunmehr die Tabelle ununterbrochen an. Und derzeit spricht nichts dafür, dass die Berner nach dem 36. Spieltag nicht auch noch zuoberst stehen werden. Nach dem ungefährdeten 3:1-Sieg gegen Thun ist der Vorsprung der Berner auf Basel auf acht Punkte angewachsen. Und damit steht auch fest, dass der FCB nicht mehr aus eigener Kraft Meister werden kann.
«Was die anderen machen, ist nicht unser Problem», sagt Guillaume Hoarau auf das Titelrennen angesprochen, «wenn Basel seine Spiele verliert, ist das gut für uns.» Der Franzose ist nach dem schwierigen letzten Jahr mit Verletzungen definitiv zurück. Vielleicht sogar stärker als zuvor. Bei zwei Einsätzen nach der Winterpause hat der Stürmer bereits vier Treffer markiert: Eine Doublette gegen Lausanne (4:1) und auch am Sonntag im Kantonsderby gegen ein chancenloses Thun.
Das bärndütsche Interview
«Es ist immer wichtig für einen Stürmer, Tore zu erzielen. Wir haben sehr gut gearbeitet gegen Thun, aber das Wichtigste ist für mich die Mannschaft. In diesem Jahr haben wir eine sehr gute Mannschaft mit einer sehr guten Mentalität», richtet er an seine Mannschaftskollegen ein dickes Lob. Plötzlich dreht sich Hoarau ab und beschwert sich nicht ganz ernst gemeint bei seinem Pressechef über das in «Swiss-Allemand» geführte Gespräch.
«Das ist zu schwierig für mich», sagt er lachend und verdreht die Augen. Von wegen: Seine Deutschkenntnisse sind mehr als ausreichend. Wie er Deutsch gelernt habe, war danach die Frage. «Weil ich zweimal pro Woche einen Deutschkurs besuche. Danke Young Boys, dass ich am Nachmittag jeweils nicht mehr zum Schlafen komme», sagt Hoarau und grinst über das ganze Gesicht. Siege machen halt gute Laune in Bern.
Es sei sehr wichtig, für die fremdsprachigen Spieler Deutsch zu lernen, «aber Bärn-Dütsch ist sehr, sehr, sehr schwierig», so der Franzose weiter mit dem Sprachen-Geplänkel. Ob er einige Dialektwörter beherrsche, wollte man weiter von ihm wissen. Da winkt Hoarau ab. Keine, die Druckreif seien, deshalb verzichtet er auf eine Kostprobe. Nach dem Exkurs in die Welt des Dialekts ging es sportlich weiter.
YB ist auf Meisterkurs
«Wir glauben an unsere Stärken und wissen, was wir wollen», so Hoarau. Nach einer über 30 Jahre andauernden Titel-Durststrecke in Bern ist die Mannschaft hungrig. «Aber in erster Linie sind wir professionell.» Wenn man diese Leistungen, wie man sie auch gegen Thun gezeigt hat, bis Ende Saison konservieren kann, sei man auf gutem Weg, die Durststrecke endlich zu beenden. «Wir sind auf Kurs.»
Und dann wird es einen Meistersong geben, der von Guillaume Hoarau komponiert wurde? «Ich habe viele Ideen im Kopf, aber das mit der Musik muss noch warten», so Hoarau lachend, «aber wenn ich ein Lied schreiben kann – wieso nicht?!» http://www.20min.ch/sport/dossier/super ... y/26886351
_________________ For Ever
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shalako
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Verfasst: Montag 19. Februar 2018, 09:24 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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19.02.2018  Zitat: Unbeirrt in Richtung grosses Glück
Nach dem 3:1-Sieg geht YB in der Tabelle mit historisch grossem Abstand auf Basel voran. Und der FC Thun muss sich fehlende Effizienz vorwerfen lassen.
Eigentlich ist Adi Hütter ja Fussballtrainer, aber jetzt, in diesen Minuten nach dem Spiel, da ist er auch ein wenig Eiskunstläufer. Elegant umkurvt er die Fragen, die am Sonntagabend alle erwarten und die bei YB doch niemand hören will, gekonnt bewegt er sich übers Glatteis und führt schmunzelnd seine erste Antwort ins Feld, als er gefragt wird, was dieser 3:1-Sieg gegen den FC Thun denn für ihn und seine Mannschaft bedeute. «Dass wir endlich den ersten Saisonsieg gegen Thun einfahren konnten.» Und für die Tabelle? «Dass wir dort drei Punkte Vorsprung dazugewonnen haben.»
Hütters Raum für Kritik
Es ist ein altes Spiel, klar, dass der Führende in der Liga eigentlich ständig zum Meistertitel, dem idealen Ausgang der Saison, Stellung nehmen muss. Doch so, wie sich die Situation in den letzten drei Runden entwickelt hat, ist die Frage an Tabellenführer YB nicht mehr ganz abwegig. Die Young Boys sind beeindruckend souverän unterwegs in diesen Wochen. Acht Punkte sind sie dem Meister und Titelkonkurrenten aus Basel nach dessen 0:2-Niederlage gegen St. Gallen (der zweiten binnen drei Wochen zu Hause) voraus.
Der Erfolg am Sonntag war der dritte in Serie seit der Winterpause, die drei Tore waren Nummer sieben, acht und neun in dieser Zeitspanne, erhalten haben sie nur zwei Treffer. Und dabei können sie, wie gegen Thun, dem Gegner auch mal Räume überlassen, können sich sogar schwertun, ins Spiel zu finden.
Das Selbstvertrauen und die individuelle Klasse aber führen YB momentan früher oder später immer zum Sieg. Im Derby ebnet wieder Guillaume Hoarau den Weg dahin, er hat endgültig zur Form aus vergangenen Spielzeiten zurückgefunden und in den letzten drei Partien gleich fünfmal getroffen. Sein erster Streich war ein kurioser: Nach einer Startphase, in der die sich keineswegs versteckenden Thuner mehr vom Spiel haben, prallt der Ball nach einer Flanke Kevin Mbabus von Sandro Lauper unglücklich zu Roger Assalé, der bedient Hoarau, schon steht es 1:0.
«So ganz zufrieden kann ich mit dem Spiel nicht sein», sagt Hütter später kritisch, «weil wir defensiv immer etwas anfällig blieben.» In der Tat ist es ein ausgeglicheneres Derby, als es das Resultat auf den ersten Blick vermuten lässt. Thun totalisiert zeitweise mehr Ballbesitz, YB hat die besseren Chancen. Eine solche nutzt Assalé nach 30 Minuten eiskalt zum 2:0, ideal lanciert von Sékou Sanogo.
Minuten nach Wiederanpfiff patzt dann YB in der Vorwärtsbewegung, Thun schaltet schnell, Moreno Costanzo legt quer, Marvin Spielmann verpasst nur knapp. «Wenn du hier etwas holen willst, musst du effizienter sein», urteilt Thuns Trainer Marc Schneider.
Und so bleiben dann doch kaum je Zweifel am Ausgang der Partie. Als Dennis Hediger mit einem Kunstschuss per Hacke zum 1:2 trifft, läutet er damit nur die kürzestmögliche Hoffnungsphase für die Thuner ein. Vom Anspielpunkt nämlich stürmt YB direkt zum 3:1. Hoarau leitet den Treffer sogar selber ein, Sekunden später verwandelt er die Vorlage von Miralem Sulejmani.
Der tief verankerte Fatalismus
Was bleibt, ist die Frage, wer die Berner auf dem Weg zum heiss ersehnten Titel denn noch stoppen soll. Selbstredend lassen sie sich trotz allerbesten Aussichten nicht aus der Reserve locken, vielleicht hat sie das der im Anhang tief verankerte Fatalismus, vielleicht die neue, zurückhaltend kommunizierende Vereinsführung gelehrt. Euphorie sei gut, man wolle sie nicht bremsen, sagt Hütter noch. Aber von YB geht sie nicht aus, und auch auf den Rängen scheint sie sich noch nicht breitgemacht zu haben. «Acht Punkte, da braucht man ja nur dreimal zu verlieren», sagt ein Fan zum andern im Bus. Dass danach beide laut loslachen, zeigt, dass man schon weiss, wie gut es derzeit aussieht.
Selbst in der Rückrunde 2010, als YB zuletzt nah am Titel war, betrug der grösste Abstand «nur» sechs Zähler. Basel wankt massiv – und YB gleitet unbeirrt Richtung grosses Glück. https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/31906007
_________________ For Ever
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shalako
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Verfasst: Montag 19. Februar 2018, 09:28 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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19.02.2018  Zitat: Diesmal bleibt Thuns Jubel bei YB aus
Zweimal waren Thun und YB in dieser Saison aufeinandergetroffen, zweimal siegten die Oberländer. Der Angstgegner ist nicht mehr, am Sonntag unterliegen die Thuner in Bern 1:3.
Es läuft die Schlussphase, als sich abseits des Spielgeschehens eine Szene ereignet, die viel über den Höhenflug der Young Boys aussagt. Während Nicolas Ngamaleu ausgewechselt wird, umarmen sich Miralem Sulejmani und Roger Assalé in der Platzmitte, dann klatscht der Serbe mit dem herbeigelaufenen Guillaume Hoarau ab. Minuten zuvor passte Sulejmani selbstlos auf Hoarau, dem mit seinen zweiten Treffer an diesem Nachmittag das entscheidende 3:1 gelang, just nach dem Anschlusstreffer der Thuner.
Der 29-jährige Flügel, seit Wochen in grosser Form, hätte in dieser Szene auch mit seinem starken linken Fuss abschliessen können, zumal er mit zehn Treffern die Torschützenliste der Super League anführt.
Davon aber will Sulejmani nichts wissen, als er nach Spielende die Szene Revue passieren lässt.«Das Abspiel war die beste Option», sagt er und berichtet von der Harmonie, die im Team herrsche. «Ich glaube, das ist unsere grösste Stärke.» Dem stets freundlichen Sulejmani ist die Rolle des Wir-Botschafters wie auf den Leib geschneidert.
Erstmals seit 6 Partien gelingt Sulejmani kein Tor. Dafür erzielt Roger Assalé in der Rückrunde seinen Premierentreffer, der kleine Ivorer ist nun mit Teamkollege Jean-Pierre Nsame, der am Sonntag in der vorzüglichen YB-Offensive nicht einmal zum Einsatz kommt, und Lausannes Simone Rapp erster Verfolger Sulejmanis in der Torschützenliste. Aber Hoarau kommt mit riesengrossen Schritten näher.
Der Franzose ist am Sonntag der Matchwinner, er trifft zum 1:0 und zum 3:1, es sind seine Treffer 4 und 5 in den 3 Partien seit der Winterpause. Und so lässt sich der 8-Punkte-Vorsprung der Young Boys auf den FC Basel wunderbar an den jeweiligen Mittelstürmern festmachen. Basels Ricky van Wolfswinkel vergab am Samstag bei der 0:2-Heimniederlage mit einem kläglichen Penalty das Führungstor. Er wartet auch verletzungsbedingt seit September auf ein Erfolgserlebnis.
Hedigers Prognose
Die YB-Akteure präsentieren sich auch abseits des Platzes als Einheit, unisono senden sie Wir-Botschaften. Auf die Frage nach dem grossen Vorsprung auf Basel sagt Sulejmani: «Wir müssen auf uns schauen.» Hoarau meint: «Wir müssen unseren Weg gehen.» Und der linke Verteidiger Loris Benito rechnet vor, dass in den verbleibenden 14 Partien noch 42 Punkte zu vergeben seien. «Die Fans dürfen gerne euphorisch sein. Wir aber bleiben auf dem Boden.»
Dennis Hediger ist weniger befangen, wenn es darum geht, die Chancen der Young Boys auf den Titel zu bewerten. Der Thuner Captain hatte zwar einst im YB-Nachwuchs gespielt, doch das ist lange her. Egal, wie es herauskomme, er werde an keiner Meisterfeier teilnehmen, schickt er voraus und sagt dann: «YB hat eine riesige Chance, den Titel zu gewinnen.»
Hoaraus Deutschkenntnisse
Hediger wäre nicht Hediger, würde er sich trotz des klaren Verdikts nicht über den Spielausgang ärgern. «Wir starteten in der ersten und zweiten Halbzeit gut. Doch wir begingen zu viele Fehler.
In der Summe reicht das dann nicht.» Die Partie wird Hediger seines Traumtores wegen dennoch in Erinnerung behalten. Er habe ja nicht viele zur Auswahl, sagt er auf die Frage, wie er den Treffer in seiner Bestenliste einordne. Hediger traf nach 68 Minuten akrobatisch mit dem Absatz. Es war ein Tor, auf das Hoarau stolz gewesen wäre.
Dieser verblüfft nach der Partie mit seinen Deutschkenntnissen. Bisher bestand Hoarau stets darauf, in Französisch und Englisch Auskunft zu geben, am Sonntag tut er es fliessend in Deutsch. Ob er auch beabsichtige, bald auf Deutsch zu singen, etwa beim YB-Meistersong, wird er gefragt.
«Dafür ist es zu früh, mein Fokus gilt dem Fussball.» Vielleicht hat Hoarau den entsprechenden Song ja bereits veröffentlicht. 2016 sang er mit der Berner Band Open Season das Schweizer EM-Lied «Stand together (Tous ensemble)». Alle zusammen, eine Einheit, die Botschaft passt wunderbar zu diesen Young Boys. https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/16506627
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shalako
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Verfasst: Montag 19. Februar 2018, 14:50 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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19.02.2018  Zitat: Tous ensemble
YB besiegt den FC Thun 3:1 und beschwört den Teamgedanken. Der 8-Punkte-Vorsprung des Leaders auf Basel lässt sich an den jeweiligen Mittelstürmern festmachen.
Es läuft die Schlussphase, als sich abseits des Spielgeschehens eine Szene ereignet, die viel über den Höhenflug der Young Boys aussagt. Während Nicolas Ngamaleu ausgewechselt wird, umarmen sich Miralem Sulejmani und Roger Assalé in der Platzmitte, dann klatscht der Serbe mit dem herbeigelaufenen Guillaume Hoarau ab. Minuten zuvor passte Sulejmani selbstlos auf Hoarau, dem mit seinen zweiten Treffer an diesem Nachmittag das entscheidende 3:1 gelang, just nach dem Anschlusstreffer der Thuner. Der 29-jährige Flügel, seit Wochen in grosser Form, hätte in dieser Szene auch mit seinem vorzüglichen linken Fuss abschliessen können, zumal er mit zehn Treffern die Torschützenliste der Super League anführt. Davon aber will Sulejmani nichts wissen, als er nach Spielende die Szene Revue passieren lässt.«Das Abspiel war die beste Option», sagt er und berichtet von der Harmonie, die im Team herrsche. «Ich glaube, das ist unsere grösste Stärke.» Dem stets freundlichen Sulejmani ist die Rolle des Wir-Botschafters wie auf den Leib geschneidert.
Erstmals seit sechs Partien gelingt Sulejmani kein Tor. Dafür erzielt Roger Assalé in der Rückrunde seinen Premierentreffer, der kleine Ivorer ist nun mit Teamkollege Jean-Pierre Nsame, der gestern in der vorzüglichen YB-Offensive nicht einmal zum Einsatz kommt, und Lausannes Simone Rapp erster Verfolger Sulejmanis in der Torschützenliste. Aber Hoarau kommt mit riesengrossen Schritten näher.
Der Franzose ist gestern der Matchwinner, er trifft zum 1:0 und zum 3:1, es sind seine Treffer vier und fünf in den drei Partien seit der Winterpause. Und so lässt sich der 8-Punkte-Vorsprung der Young Boys auf den FC Basel wunderbar an den jeweiligen Mittelstürmern festmachen. Basels Ricky van Wolfswinkel vergab am Samstag bei der 0:2-Heimniederlage mit einem kläglichen Penalty das Führungstor. Er wartet auch verletzungsbedingt seit September auf ein Erfolgserlebnis.
Die YB-Akteure präsentieren sich gestern auch abseits des Platzes als Einheit, unisono senden sie Wir-Botschaften. Auf die Frage nach dem grossen Vorsprung auf Basel, sagt Sulejmani: «Wir müssen auf uns schauen.» Hoarau meint: «Wir müssen unseren Weg gehen.» Und der linke Verteidiger Loris Benito rechnet vor, dass in den verbleibenden 14 Partien noch 42 Punkte zu vergeben seien. «Die Fans dürfen gerne euphorisch sein. Wir aber bleiben auf dem Boden.»
Dennis Hediger ist weniger befangen, wenn es darum geht, die Chancen der Young Boys auf den Titel zu bewerten. Der Thuner Captain hatte zwar einst im YB-Nachwuchs gespielt, doch das ist lange her. Egal, wie es herauskomme, er werde an keiner Meisterfeier teilnehmen, schickt er voraus und sagt: «YB hat eine riesige Chance, den Meistertitel zu gewinnen.»
Hoaraus Deutschkenntnisse
Hediger wäre nicht Hediger, würde er sich trotz des klaren Verdikts nicht über den Spielausgang ärgern. «Wir starteten in der ersten und zweiten Halbzeit gut. Doch wir begingen zu viele Fehler. In der Summe reicht das dann nicht.» Die Partie wird Hediger seines Traumtores wegen dennoch in Erinnerung behalten. Er habe ja nicht viele zur Auswahl, sagt er auf die Frage, wie er den Treffer in seiner Bestenliste einordne. Hediger traf nach 68 Minuten akrobatisch mit dem Absatz. Es war ein Tor, auf das selbst Hoarau stolz gewesen wäre.
Dieser verblüfft nach der Partie mit seinen Deutschkenntnissen. Bisher bestand Hoarau stets darauf, in Französisch und Englisch Auskunft zu geben, gestern tut er es fliessend in Deutsch. Ob er auch beabsichtige, bald auf Deutsch zu singen, etwa beim YB-Meistersong, wird er gefragt. «Dafür ist es zu früh, mein Fokus gilt dem Fussball.» Vielleicht hat Hoarau den passenden Song ja bereits veröffentlicht. 2016 sang er mit der Berner Band Open Season das Schweizer EM-Lied «Stand together (Tous ensemble)». Alle zusammen, eine Einheit, die Botschaft passt wunderbar zu diesen Young Boys. https://www.derbund.ch/sport/fussball/T ... y/30146145
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Haribo
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Verfasst: Montag 19. Februar 2018, 15:01 |
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Registriert: Mittwoch 5. Mai 2004, 15:29 Beiträge: 1036
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das spiel gäge thun isch genau so eis wo äbe muesch gwinne, wenn wosch meischter wärde.
YB isch ufem richtige wäg....witer so!
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