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Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
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shalako
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Verfasst: Dienstag 27. Februar 2018, 10:14 |
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27.02.2018  Zitat: Auch die Young Boys wollen Meister werden
Am Dienstagabend trifft der FC Basel im Cup-Halbfinal auf die Young Boys. Beide haben unterdessen dasselbe Saisonziel – obwohl sich die Unterschiede zwischen ihnen akzentuieren.
YB - FC Basel, das Duell zwischen Meisterschaftsleader und Serienmeister wird den Schweizer Fussball in den nächsten Wochen prägen. Am Dienstag gastiert der FCB im Cup-Halbfinal bei YB, in der Liga findet das Duell zwei weitere Male statt, mit dem FCB als Jäger, mit elf Punkten und einem Spiel weniger.
Adi Hütter: «Ich denke, wir sollten die Gelegenheit nutzen, allen mitzuteilen, dass wir überzeugt sind und auch daran glauben, Meister werden zu können.»
Es ist nicht lange her, drei Monate bloss, als sich ein FCB-Funktionär fragte, warum die Young Boys nicht mutiger seien – warum sie nicht einfach sagten, dass sie Meister werden wollten. Und Ende Januar sagte der YB-Trainer Adi Hütter plötzlich: «Ich denke, wir sollten die Gelegenheit nutzen, allen mitzuteilen, dass wir überzeugt sind und auch daran glauben, Meister werden zu können.» Es lag etwas Umständliches in dieser Formulierung, aber sie zeigte, dass YB Vertrauen gefasst hat.
So ist das Saisonziel zu einer offiziellen Gemeinsamkeit geworden. Doch jüngst akzentuierten sich vielmehr die Unterschiede.
Die Identität: Im FCB geht es um Definitionsfragen, schon wieder. Nach dem schwerfälligen Saisonstart kam im September die Frage auf, ob der Klub in einer Krise stecke. Doch bevor die Antwort kam, hatte er sich schon herausgewunden und in der Champions League brilliert. Nun ist es ähnlich. Der FCB unterlag daheim Lugano und St. Gallen. Krise? Nach der Absage des Spiels vom Samstag gegen Lausanne weiss niemand, ob es dem FCB etwas besser geht.
Bei YB herrscht mehr Klarheit, es gab weder Krisengerede noch Glanz in der Europa League. Die Young Boys starteten makellos ins neue Jahr und scheinen sich ihrer Rolle und ihrer Aufgabe bewusst. Schon der frühere Sportchef Fredy Bickel sagte 2016, kurz vor seiner Entlassung: «Selbst wenn Basel in den letzten Jahren geschwächelt hätte, wäre YB nicht bereit gewesen. Wir arbeiten, dass wir in Zukunft bereit sind.» Unter dem Nachfolger Christoph Spycher scheint diese Bereitschaft gestiegen zu sein.
Die Mutationen: Spycher stieg im September 2016 unerwartet früh zum Sportchef auf. Dem YB-Verwaltungsrat geriet eine Umstrukturierung ausser Kontrolle, die Beförderung des beliebten Talentmanagers gab wieder Goodwill. Seither: keine Umwälzungen; im Winter blieb sogar das Kader fast unverändert.
Der FCB ist seit einem Jahr und der Rücktrittsankündigung der Führung um Bernhard Heusler permanent im Wandel. Der Umbau auf Chef-Stufe war rigoros, sportlich blieb es vorerst bei sanften Eingriffen. Doch die neue Leitung sah sich überrumpelt, zuerst vom Rücktritt des Captains Matias Delgado, danach von ihrer Absicht, auf allzu viele eigene Junioren zu setzen. Sie besserte nach und vermeldete im Winter mit Fabian Frei, Valentin Stocker, Samuele Campo und Léo Lacroix vier Zuzüge. Manuel Akanji und Renato Steffen gingen, es kam viel Geld in die Kasse, aber auch viel Bewegung in ein Team, das der Trainer Raphael Wicky eben erst zur Ruhe gebracht hatte.
Die Führung: Auch das Umfeld hatte Wicky zu befrieden verstanden mit dem Einzug in die Champions-League-Achtelfinals. Als es im September erstmals um die Begriffsklärung einer Krise gegangen war, hatte der Präsident Bernhard Burgener im «Blick» gesagt, das Team müsse «jetzt liefern». So entstand der Eindruck, Burgener vermelde es öffentlich, wenn ihm etwas missfällt.
Bei YB galt der Verwaltungsrat lange als unberechenbar. Spycher verlangte Ruhe und wünschte sich im Verwaltungsrat zwei Ansprechpersonen, nicht mehr. Der Wunsch mochte fromm erscheinen, doch bisher ist er nicht zerplatzt.
In Basel ist offen, wie die Chefs reagieren, sollte Rang 1 immer mehr entrücken. Die Basler kennen den Umgang mit Misserfolg nicht mehr – und als sie 2006 letztmals überraschend vom Thron gestossen wurden, folgte eine Image- und Identitätskrise. Völlig unerwartet dürfte sie dieses Szenario nicht mehr treffen. Immerhin haben die Young Boys die Gelegenheit genutzt, allen mitzuteilen, dass sie daran glauben, Meister werden zu können. https://www.nzz.ch/sport/auch-die-young ... ld.1360802
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shalako
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Verfasst: Dienstag 27. Februar 2018, 10:16 |
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27.02.2018  Zitat: Nati-Arzt Cuno Wetzel zum Eis-Duell YB-FCB
«Die Linienrichter sind armi Cheibe»
Cuno Wetzel, der Teamarzt der Young Boys und der Schweizer Nati sagt, wie sich Spieler und Fans am besten vor der Kälte schützen und weshalb ihm die Linienrichter am meisten leid tun.
Herr Wetzel, wie schützen sich die Spieler bei Minus 16 Grad? Cuno Wetzel: Zunächst einmal ist das Kälte- und Hitzeempfinden bei jedem Menschen anders. Die Spieler müssen sich gut aufwärmen. Einige tragen langärmlige Funktionsunterwäsche mit Rollkragen und spezielle Stumpfhosen. Dazu Handschuhe. Manche verzichten darauf. Wichtig ist, dass sie in den Pause und bei Unterbrüchen wärmende Getränke zu sich nehmen. Zudem stehen ihnen in der Halbzeit und nach dem Spiel Coaching-Jacken und warme Tücher zur Verfügung.
Beeinträchtigen solche Extremtemperaturen die körperliche Leistungsfähigkeit? Ja! Aber erstens sind die Bedingungen für alle gleich. Zweitens sind das Profis. Sie haben ja schon in den vergangenen Tagen draussen trainiert und sich so an die Kälte gewöhnt. Beim Einen oder Anderen kann das Atmen ein Problem werden. Die kalte Luft kann einen Hustenreiz auslösen. Da hilft dann manchmal ein Lutschbonbon. Aber der Adrenalinspiegel ist vor und während des Spiels grundsätzlich so hoch, dass man Extremtemperaturen weniger stark wahrnimmt.
Was ist mit den Goalies, die viel weniger laufen? Die müssen sich durch Übungen warmhalten, wenn sie nicht gerade unter Dauerbeschuss stehen. Am meisten Mitleid habe ich aber mit den Linienrichtern: Das sind arme Cheibe! Und natürlich mit den Zuschauern!
Was empfehlen Sie den Fans? Warme Stiefel, Daunenjacke, Roger-Staub-Mütze. Auch Wärmepads in den Handschuhen, in den Stiefeln und in den Jackentaschen sind hilfreich.
Oder ein Flachmann mit Schnaps? Nein, Alkohol ist sicher nicht empfehlenswert! Oder wenn, dann nach dem Spiel, wenn sie auf den Sieg ihrer Mannschaft anstossen wollen.
FCB-Konditionstrainer Marco Walker und YB-Materialwart Nico Zaugg werden wie immer in kurzen Hosen auf der Bank sitzen: Ist das schlau? Sagen wir es so: Ich würde es nicht tun!
Was ziehen Sie selber eigentlich an? Ich habe das Glück, dass diesmal mein Kollege im Einsatz ist. Ich mag solche Temperaturen nicht besonders. Da ich am Dienstagabend noch einen Termin habe, weiss ich gar nicht, ob ich überhaupt im Stadion sein werde. Vielleicht schaue ich mir das Spiel dann auch zuhause an der Wärme an. https://www.blick.ch/sport/fussball/cup ... 39801.html
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shalako
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Verfasst: Dienstag 27. Februar 2018, 10:20 |
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27.02.2018  Zitat: Es geht um mehr als um den Cup-Final: Analyse zur Bedeutung des heutigen Spiels für den FC Basel
Der FC Basel spielt heute im Schweizer Cup gegen die Berner Young Boys. Eine Analyse zur Bedeutung des Cup-Halbfinals für den FC Basel im Hinblick auf die Meisterschaft.
Sie kennen dieses Gefühl: Sie stehen vor einer Herausforderung. Sie wissen, dass Sie die Hürde überspringen können, aber was Sie auch probieren, Sie kommen einfach nicht ans Ziel. Das Problem scheint unlösbar. Bis es plötzlich «klick» macht.
Was zuvor ein unüberwindbares Hindernis zu sein schien, ist auf einmal ein Kinderspiel. Alles ist klar und einfach. Im Sport spricht man in diesem Fall vom Ketchup-Effekt. Wie damals im Herbst, als Michael Lang nach langer Tor-Durststrecke plötzlich am Laufmeter einnetzte.
Es geht um den Cup, nicht die Meisterschaft
Der Ketchup-Effekt wirkt aber auch bei Teams: Ein einziger Triumph kann eine ganz neue Dynamik in eine Mannschaft bringen. Plötzlich ist die Leichtigkeit des Siegens zurück, plötzlich lebt die Hoffnung – sei es im Abstiegskampf oder wie hier und heute im Meisterrennen. Halt, werden Sie rufen, heute ist Cup-Halbfinal, nicht Meisterschaft.
Aber tatsächlich geht es für den FC Basel in diesem Spiel in Bern um mehr als «nur» die Final-Qualifikation. Auch wenn Cheftrainer Raphael Wicky sagt: «Heute werden keine Meisterschaftspunkte vergeben. Man könnte zwar argumentieren, dass dieses Spiel einen mentalen Einfluss auf die Meisterschaft haben kann. Aber davon halte ich nicht viel.» Er nehme Spiel für Spiel. Und so weiter.
Warum sich Wicky hütet, die Partie verbal aufzublasen
Man muss Wicky in diesem Punkt widersprechen. Der FCB braucht dringend ein Erfolgserlebnis. Von vier Spielen im Jahr 2018 hat er deren drei verloren. Und dabei war das 0:4 gegen die Giganten von Manchester City noch am leichtesten zu verkraften. Zwei Heimpleiten haben am Selbstverständnis als Liga-Dominator des FC Basel gekratzt.
Elf Punkte beträgt der Rückstand auf die Young Boys. Natürlich, der FCB hat ein Spiel weniger. Aber gegen Lausanne muss man auswärts auch zuerst einmal gewinnen. Und: Letztmals grösser war Basels Rückstand auf YB Ende August 2009. Nach acht Runden führten die Berner damals mit 22 Punkten die Tabelle an, während Basel mit deren neun am hinteren Ende herumdümpelte.
Jetzt sind 15 Runden mehr gespielt und Basel liegt im besten Fall mit acht Punkten hinter YB. Aus eigener Kraft kann der FCB nicht mehr Meister werden. Also geht es heute im schlimmsten Fall um den einzigen Titel für den FCB.
Die Hoffnung stirbt zuletzt
Man stelle sich das vor: Noch vor wenigen Wochen hiess es, dass dieses Cup-Spiel wegweisenden Charakter haben wird im Hinblick auf den Ausgang der Meisterschaft. Jetzt geht es in erster Linie darum, wenigstens einen Titel zu holen. Verliert der FCB aber, kann man mit grösster Wahrscheinlichkeit auch die Meisterschaft abhaken.
Natürlich widerspricht da Raphael Wicky. Denn hier ist von Statistik, von Wahrscheinlichkeit und auch von den Young Boys die Rede. Die haben es in den vergangenen 32 Jahren mehr als nur einmal fertig gebracht, den Meistertitel auf der Zielgeraden zu verspielen.
Kurz: Sie haben noch jede Meisterschaft «veryoungboyst». Selbst im Falle einer Niederlage besteht also noch Hoffnung. Und die will und darf Wicky nicht killen, in dem er diesen Cup-Halbfinal verbal zum Schlüsselspiel für die Meisterschaft aufbläst. Dafür ist er zu clever.
Als YB vor dem FCB landete – und doch nicht Meister wurde
Für einen neutralen Beobachter aber ist sofort klar, dass es in diesem Spiel um mehr geht. Es geht um den Glauben ans Unmögliche. Den brauchen die Basler. Denn in der Geschichte der Super League gab es noch kein Team, das nach 23 Runden so weit vor der Konkurrenz lag und den Titel dann noch vergeigte. Ein Sieg muss her. Sonst erinnert plötzlich allzu viel an die Saison 2008/09. Damals verlor der FCB den Cup-Halbfinal in Bern nach dem Elfmeterschiessen.
Am Ende der Saison lag YB einen Punkt vor dem FCB. Zur allgemeinen Freude in Basel: Die Berner wurden natürlich trotzdem nicht Meister, sondern der FC Zürich. Und sie lagen seither zum Ende der Saison nie mehr vor den Baslern. Zu gross war die Hürde FCB für YB. Wenn das so bleiben soll, braucht es heute einen Sieg. https://www.bzbasel.ch/sport/basel/es-g ... -132256170
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shalako
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Verfasst: Dienstag 27. Februar 2018, 10:26 |
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27.02.2018  Zitat: Fussballgeschichte: Karli im Cup-Halbfinal vom 1972
Ostermontag, 3. April 1972: 50'000 pferchen sich ins Wankdorf-Stadion. Der Cup-Halbfinal YB gegen FCB ist ein absolutes Schlagerspiel.
Die Young Boys enttäuschten an diesem nicht strahlenden, aber warmen Nachmittag. Der FC Basel hätte höher gewinnen können als 2:0. Dennoch spielte sich damals in Bern Ungewöhnliches ab.
Das erste Ungewöhnliche war schon vor dem Match bekannt. Walter Eichenberger, von 1966 bis 1983 die unbestrittene Nummer 1 im Tor der Young Boys, war verletzt. So musste sich ein gewisser Hanspeter Latour zwischen die Pfosten stellen, der auf die damalige Saison von Thun zu YB gekommen war.
Schon nach sechs Minuten schien sich Eichenbergers Absenz als Schwächung zu erweisen. Latour liess einen haltbar scheinenden Schuss von Karl Odermatt aus 25 Metern unter dem Körper hindurch ins Tor gleiten.
Damit war das Duell zwischen dem späteren populären Trainer und der Basler Legende nicht beendet. Nach 37 Minuten – es stand weiter 0:1 – ahndete Schiedsrichter Gallmann ein Hands von Ernst «Lisi» Schmocker, dem YB-Verteidiger aus dem Oberland, mit einem Penalty.
Hanspeter Latour bekam in dem persönlichen Duell mit Karl Odermatt die Gelegenheit zur Revanche. Odermatt trat den Penalty halbhoch in Richtung des linken Pfostens. Latour parierte den Schuss, als gäbe es für ihn nichts Einfacheres.
Die Penalty-Strategie
Nach dem Match wurden die Kontrahenten zur Szene befragt, und alles klärte sich auf. Hanspeter Latour sagte, er habe zwei Wochen vorher auf einem Bild in der Zeitung Sport gesehen, wie Karl Odermatt gegen Servettes Goalie Jacques Barlie mit einem halbhohen Schuss nach links versenkt habe. Deshalb habe er vermutet, dass Odermatt es gegen ihn auf die gleiche Weise versuchen würde.
Karli Odermatt wehrte sich dagegen, dass man seine Penalty-Strategie durchschauen könne. «Ich wollte höher zielen», sagte Karli gegenüber dem Sport. «Doch der Ball war vom Schiedsrichter in ein Loch gelegt worden.»
Ohrfeige nicht geahndet
Das Duell Latour – Odermatt ging an jenem warmen Nachmittag also 1:1 aus. Aber Karli Odermatt wurde noch zu einem anderen, wenngleich sehr kurzen Zweikampf gerufen. In den letzten Minuten vor der Pause, nach dem Penalty, gab es viele Gehässigkeiten. Schiedsrichter Gallmann hatte bis dorthin in verschiedenen Szenen offensichtlich falsch entschieden.
Der legendäre Sport-Chefredaktor Walter Lutz mutmasste, dass Gallmann sich jetzt nicht mehr getraute, Spieler vom Platz zu stellen. Dies galt besonders für eine unglaubliche Szene, die sich nach 40 Minuten nahe der Cornerfahne unterhalb des Totomats zutrug.
Dort gerieten Odermatt und der deutsche YB-Stürmer Dieter Brenninger aneinander. Beide waren blond und glichen sich auch sonst äusserlich. Brenninger trug die Haare schon so licht, wie sie Karl Odermatt später ebenfalls tragen sollte.
Der Anlass des Zusammenstosses bei der Totomat-Cornerfahne ist nicht bekannt. Aber die Zuschauer, die in dieser Ecke standen, konnten sehr wohl sehen und sogar hören, wie Dieter Brenninger dem Schweizer Fussballdenkmal eine offene Ohrfeige gab. Eine schallende Ohrfeige, eine vaterländische Wasche. Der Schiedsrichter hielt sich an seinem Grundsatz, nicht einzugreifen. Karli Odermatt war belämmert, Brenninger rannte zum nächsten Einsatz.
Der FCB war einfach besser
Spannung kam nicht mehr auf. Die Young Boys versuchten in der zweiten Halbzeit alles, aber trotz eines grossen Aufwands mit guten Offensivkräften wie Hans-Peter Schild, Peter Marti, Bert Theunissen und Torschützenkönig Walter Müller kamen die Berner zu keinen guten Chancen. Der FCB hatte Karl Odermatt, Rolf Blättler, Walter Balmer, Ottmar Hitzfeld und in der Abwehr Urs Siegenthaler und Peter Ramseier zu bieten. Und war einfach besser.
Als der früh verstorbene Walter Balmer, der Berner Oberländer Stürmer in der Basler Mannschaft, Hanspeter Latour nach 82 Minuten mit einem unhaltbaren Schuss unter die Latte bezwang, war alles entschieden.
Es war eines der letzten Spiele, für die noch derart viele Zuschauer ins Wankdorf gelassen wurden. Später griffen zu Recht eingeführte Sicherheitsbestimmungen, die solche Kulissen nicht mehr ermöglichten.
Exakt sieben Wochen später, am Pfingstmontag, 22. Mai 1972, sahen 45’000 im Wankdorf, wie Basel den Cupfinal gegen den FC Zürich 0:1 verlor. Der einzige Torschütze hiess Daniel Jeandupeux. https://telebasel.ch/2018/02/27/als-lat ... annel=3563
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shalako
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Verfasst: Dienstag 27. Februar 2018, 10:27 |
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27.02.2018  Zitat: Eiskälte beim Cup-Halbfinal
Keine Wärme von YB – kurzfristig
Am Dienstagabend kämpfen die Berner Young Boys und der FC Basel um den Einzug in den Cupfinal. Aber im Stade de Suisse Wankdorf in Bern wird es brutal kalt: Minustemperaturen, Durchzug, Bise und zwei Stunden still sitzen.
Selbstverständlich sind Decken, Kissen oder Wärmepads erlaubt. Autor: Wanja Greuel
«Ich rate den Fans, sich sehr warm anzuziehen» sagt YB-CEO Wanja Greuel. Für die möglicherweise etwas kompliziertere Eingangskontrolle will der Club genug Personal bereitstellen.
Keine schnelle Lösung in Sicht
Zuvor hatte YB noch an einer Lösung herumstudiert, um dem Publikum etwas zu helfen, mit Decken oder so, wie bereits 2012. «Das war in der kurzen Zeit leider nicht möglich», sagt nun der CEO.
Allerdings prüft YB nun vertieft, ob sich ein Windschutz oder etwas Ähnliches bauen liesse. Aber das «ist nicht so einfach, wir müssen zum Beispiel auf die Fluchtwege achten», so Wanja Greuel. https://www.srf.ch/news/regional/bern-f ... urzfristig
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shalako
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Verfasst: Dienstag 27. Februar 2018, 10:33 |
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27.02.2018  Zitat: FCB-Sportchef Marco Streller: «Ich habe nur eine Chance. Die will ich noch nicht jetzt nutzen»
Am Dienstagabend kommt es zum grossen Showdown zwischen YB und dem FC Basel im Halbfinal des Schweizer Cups. Vor dem Duell spricht FCB-Sportchef Marco Streller über die Wintertransfers, welche Fehler er gemacht hat und was im Titelrennen für den FCB spricht.
Marco Streller, nach der Niederlage haben Sie gefordert, dass jeder Einzelne sich hinterfragt. Sie selber mit eingeschlossen. Was ist bei Ihnen dabei heraus gekommen? Marco Streller: Ich habe mich gefragt: Was habe ich falsch gemacht? Was kann ich besser machen? War es zu viel Bewegung im Kader im Winter?
Und, waren es zu viele Wechsel im Winter?
Abschliessend kann man das erst im Sommer sagen. Aber man muss auch sehen, dass es gewisse Momente und Möglichkeiten gibt. Wenn du einen Fabian Frei im Winter holen kannst und es wirtschaftlich machbar ist, musst Du zuschlagen. Zudem war uns bewusst, dass es möglich ist, dass wir im Sommer Führungsspieler verlieren könnten. Dann brauchst du ein Gerüst, auf dem du aufbauen kannst. Mit Fabi und Valentin Stocker haben wir genau diese zwei Führungsspieler holen können, von denen wir wissen, dass sie die nächsten Jahre funktionieren werden.
Aber jetzt tun sie das noch nicht, trotz riesiger Vorschusslorbeeren. Die Frage ist doch, was von einem Spieler erwartet wird und ob er Zeit kriegt. Aber die kriegt man in Basel nicht. Das ist klar. Nach dem ersten Spiel gab es schon die volle Dosis Kritik. Aber ich bin hundertprozentig überzeugt, dass sie uns in Zukunft noch viel Freude bereiten werden. Ob das auch kurzfristig der Fall sein wird, wird sich zeigen.
Wäre es nicht möglich gewesen, einen erst im Sommer zu holen? Es ist kein Wunschkonzert. Wir haben uns im September, als es nicht lief, Gedanken gemacht. Dann waren natürlich diese beiden Namen schon auf dem Tisch. Aber, und das ist auch klar: Wäre Renato Steffen nicht gegangen, hätten wir Vali erst im Sommer geholt, weil es sonst keinen Sinn gemacht hätte. Auch wenn das geheissen hätte, dass er noch ein halbes Jahr mehr ohne Spielpraxis ist. Aber dann hat es sich ergeben, wir haben handeln müssen und hatten Fabi schon zu diesem Zeitpunkt. Am Ende haben wir beide aus Überzeugung geholt. Genauso wie Samuele Campo. Der hat unglaubliche Fähigkeiten, das ist wirklich sensationell. Aber das sind mittel- bis langfristige Projekte. Alle drei.
Kommuniziert wurde aber, Stocker, sei ein 1:1-Ersatz für Steffen. Das ist er aber nicht. Sonst hätte er sofort dieselben Leistungen bringen müssen, wie das Steffen getan hat. Nur ist Stocker weit davon entfernt, auch, weil er noch nicht bei 100 Prozent ist. Das gibt er selber zu. Es ist hypothetisch und müssig, sich zu überlegen, ob man mit Renato gewonnen hätte oder nicht. Und man muss auch sehen, dass Vali der Spieler war, der fast an jeder gefährlichen Aktion beteiligt war.
Dennoch: Hat man Steffens Einfluss vielleicht unterschätzt und ihn zu leicht hergeschenkt? Renato hat etwas ganz Spezielles. Er ist ein «giftiger Siech», das braucht es in einer Mannschaft. Aber ich bin überzeugt, dass Vali diese Lücke sehr kurzfristig füllen kann. Und hergeschenkt haben wir Renato nicht. Hinzu kommt, dass wenn ein Spieler 26 ist, ins Ausland will und das in jedem Gespräch sagt, er ein Angebot hat und sich bewusst ist, was er dort verdienen kann, es die Bundesliga ist und es womöglich seine letzte Chance für einen Wechsel ist, dass es dann schwer ist, ihn davon abzuhalten. Und ein unzufriedener Spieler hilft dir am Ende auch nicht weiter. Dann hatten wir am selben Tag die Chance, einen Spieler ablösefrei zu holen, von dem du weisst, wozu er fähig ist. Dann finde ich ist das Risiko überschaubar.
Nur hat es sich bis jetzt nicht ausbezahlt. Das ist Ihre Meinung.
Es wirkt, als wären Stocker und Frei momentan noch zu beschäftigt mit sich selber. Kann das gefährlich werden? Ich habe das auch durchgemacht, als ich zurückgekommen bin. Meine erste Saison war sehr gut, dafür die zweite katastrophal. Sie sind beide nicht hergekommen, um gleich zu sagen, wo es durchgeht. Auch wenn ich das in Zukunft von ihnen verlange. Intern geben wir ihnen Zeit. Druck ist aber immer da. Das muss man beim FCB aushalten können. Sie mussten sich bewusst sein, dass sie bei Manchen als erstes schuld sind, wenn es nicht läuft. Nur: Fabi stand gegen St. Gallen nicht auf dem Platz.
Da darf man sich auch fragen, wieso. Wäre er in Form und die Führungsperson, die er sein will, wäre er auf dem Platz gestanden. Vielleicht braucht man auch mal einen Moment Zeit.
Er sagt aber, er sei von der ersten Sekunde an bereit. Das ist sein Anspruch und ich mag Menschen, die selbstbewusst sind.
Als die Transfers von Stocker und Frei bekannt wurden, haben Ihnen viele Menschen auf die Schultern geklopft. Kamen jetzt schon die dummen Sprüche? Ich kann all diese Reaktionen einschätzen. Wir wollten Spieler holen, die wissen, was es bedeutet, für diesen Club zu spielen. Der Vorwurf, die Rückkehren von Vali und Fabi seien nur unserer Freundschaft geschuldet, ist aber falsch. Damit hat das null Komma null zu tun. Das war ein einstimmiger Entscheid der Technischen Kommission.
Oder ein von Fussballromantik geleiteter Entscheid und Weg? Wir haben genug Fussball-Fachwissen in unserer Technischen Kommission. Das könne Sie mir glauben. Und abgesehen davon haben wir für diesen Weg die Zustimmung der Mitglieder bekommen. Mittlerweile haben wir 12 Spieler aus dem eigenen Nachwuchs. Wenn man Identifikation will, muss man auch Geduld haben.
Apropos Geduld: Die hatte Manuel Akanji nicht. Wieso hat man es bei ihm nicht wie bei Breel Embolo damals geschafft, ihn trotz Wechselwunsch im Winter bis im Sommer zu halten? Auch, da es Ihr ausdrücklicher Wunsch war, dass er bleibt. Das ist richtig. Aber wenn die Konstellation passt und es der Wunsch des Spielers ist, kann ich noch lange sagen, dass wir Angebote aus England haben und er bleiben soll. Unsere Forderungen wurden erfüllt und so ist das Geschäft.
Aber vielleicht war es zu viel des Guten mit den Wechseln. Das kann ich Ihnen im Sommer sagen.
Sie hätten Akanji ja auch im Sommer noch für 20 Millionen verkaufen können. Und was, wenn er sich verletzt? Es gibt zu viele Faktoren. Wäre er geblieben, hätte gegen Manchester City gespielt, wäre der Marktwert eventuell zusammengefallen. Ob wir aber nur wegen ihm gewonnen hätten, bei allem Respekt vor seiner Qualität, weiss ich nicht. Aber man muss auch das ganze Bild sehen: Auch mit Léo Lacroix müssen wir Schweizer Meister werden können. Ich wusste, dass wir wohl nur noch zwei internationale Speile haben würden. Und für die Meisterschaft ist das Kader gut genug.
Raphael Wicky sagt gar, die Mannschaft sei qualitativ besser als jene 2017. Der Beweis dazu fehlt aber noch. Die Mannschaft funktioniert noch nicht so wie 2017. Hinzu kommt, dass mit Eder Balanta der Innenverteidiger, auf den wir ganz grosse Stücke halten, zurzeit ausfällt. Aber ich vertraue denen, die auf dem Platz stehen. Renato ist für mich 1:1 ersetzt, Samuele bringt Kreativität und Fabi Persönlichkeit. Und wenn alle wieder auf ihrem Niveau spielen, haben wir mehr Qualität. Das sehe ich gleich wie Raphi.
Was sind denn die Gründe für die Krise? Ich sehe momentan Spieler, die zu viel machen wollen. Die wollen die Welt retten. Das ist schön und gut, aber manchmal muss man sich einfach auf das Wesentliche konzentrieren. Darauf müssen wir uns wieder besinnen.
Und doch wirkt es, als hätte man den Fussball von Raphael Wicky in der Winterpause verlernt. Wie erklären Sie sich das? Wir sind nicht so schlecht wie im Spätsommer, aber auch nicht so gut wie im letzten Herbst. Aber es bringt nichts, darüber zu reden. Wir müssen einfach ruhig bleiben. Auch wenn das nicht einfach ist.
Also ist es noch nicht so weit, dass Sie gewisse Dinge bereuen? Es ist immer so (hebt den Arm ganz nach oben) oder so (streckt den Arm nach unten). Du machst eine unglaublich gute Arbeit oder drei Wochen später sieht alles anders aus. Nichts dazwischen. Ich werde jetzt einfach ruhig bleiben und im Sommer Bilanz ziehen. Auch von mir selber.
Wie einfach ist es, ruhig zu bleiben? Ich mache mir viele Gedanken. Als Spieler hast du das Ventil auf dem Platz. Aber meine Entscheidungsmacht endet mit dem Transferschluss. Und dann musst du dich nach 2 Niederlagen aus 3 Spielen erklären. Hast du alles richtig gemacht? Nein, sonst hätten wir ja alle drei Spiele gewonnen. Trotzdem glaube ich an das, was wir entschieden haben.
Das heisst, es ist auch noch zu früh, darüber zu sinnieren, ob die zweite Krise eine zu viel war? Das wird sich ebenfalls im Sommer zeigen. Immerhin wissen wir bei der zweiten, wie wir uns in der ersten verhalten haben und wie es wieder gut gekommen ist. Im Sport scheint nicht immer die Sonne. Wir müssen unseren Weg konsequent gehen. Und wir sind nicht weit davon entfernt. Die Mischung hat vielleicht noch nicht immer gestimmt bis jetzt. Aber das kann in einem Spiel kippen. Das ist kein Zweckoptimismus, sondern das sage ich aus purer Überzeugung.
Ein Spiel wie heute wäre perfekt dafür. Genau. Und man kann das erste Mal sagen und es ist wirklich so: YB ist der Favorit.
Schmerzt es, das zu sagen? Überhaupt nicht. Solange wir weiterkommen, ist mir das egal (lacht). Aber ist einfach ein Fakt. Sie spielen zu Hause, auf Kunstrasen, sie sind Erster, haben 2018 noch kein Spiel verloren. Vielleicht es ist das genau die Situation, die wir brauchen in diesem Moment.
Dennoch hat der FCB viel zu verlieren. YB aber auch. Es geht jetzt das erste Mal in dieser Saison wirklich um einen Titel. Es ist ein Alles-oder-Nichts-Spiel. Es geht nur ums Weiterkommen. Um eine Finalteilnahme. Wirklich um sehr, sehr viel. Es gibt keine Ausreden mehr. Und das ist sicher auch ein Spiel, das für den weiteren Verlauf der Saison vorentscheidenden Charakter haben kann. Wenn wir gewinnen können, dann könnten wir wieder Druck auf sie machen. Und genau das müssen wir schaffen, dass YB uns nochmal im Nacken spürt. Und dann, und das wissen Sie selber, was für eine Dynamik in dieser Stadt möglich ist. Ich will, dass noch einmal eine brutale Euphorie in dieser Stadt entsteht. Dann werden wir nochmal gefährlich. An diesen Punkt müssen wir hinkommen. Auch wenn sie heute der Favorit sind, wir sind immer noch der FC Basel.
Was, wenn sie verlieren? Dann ist das erste Ziel futsch und in der Meisterschaft beträgt der Rückstand bei einem Spiel weniger 11 Punkte. Das dürfte die Moral brechen. Das darf nicht passieren. Auch wenn wir ausscheiden sollten, müssen wir unser Ding bis im Sommer durchziehen. (auf den Tisch klopfend) Wir müssen in der Meisterschaft jedes Spiel gewinnen. Das ist einfach Fakt. Egal, wie das heute ausgeht. Das müssen wir hinkriegen. Und nicht aufgeben.
Einfacher gesagt als getan. Ja, aber diese Saison ist nun einmal nicht einfach.
Was spricht denn in der Liga noch für den FCB? Der Rückstand war zu diesem Zeitpunkt noch nie so gross. Das ist richtig. (Überlegt lange) Klar ist, wir können es nicht mehr aus eigener Kraft schaffen. Wir müssen sie in den Direktbegegnungen zwei Mal schlagen und dürfen uns sonst keine Ausrutscher mehr leisten. Gelingt uns das, dann kann es nochmal ganz eng werden.
Sie sind sich also sicher, dass es noch reicht? Ja. Wäre ich das nicht, müsste ich aufhören.
Nährt sie in diesem Glauben der Gedanke an 2009, als man ebenfalls mit einer Pleite gegen YB in die Saison startete, im Winter 13 Punkte Rückstand hatte, diesen wett machen und am Ende der Titel geholt werden konnte? Diese Gedanken sind sicher da. Bei YB ist das im Kopf noch weit hinten. Aber sobald wir die Direktduelle gewinnen können, der Rückstand auf fünf oder später zwei Punkte schmilzt, dann werden auch sie wieder an die Vergangenheit denken.
Erzählen Sie den Spielern, die das grösstenteils nicht miterlebt haben, davon? Natürlich. Ich habe ihnen gesagt: «Boys, it’s not over». Das mache ich immer wieder in Einzelgesprächen.
Planen Sie eine Motivationsrede in der Kabine für heute, wie das Bernhard Heusler vor dem Cupfinal gegen Sion getan hat? Als Verantwortlicher, der nicht im Staff ist, hast du in meinen Augen eine Chance, um vor die Mannschaft zu stehen. Nur eine. Und die will ich noch nicht jetzt nutzen.
Wann dann? Das entscheide ich aus dem Bauch heraus. Die Kabine ist sowieso das Hoheitsgebiet des Trainers. Also muss es mit Raphi abgesprochen sein. Aber wenn ich das Gefühl habe, dass jetzt der Zeitpunkt ist, dann schaue ich das mit ihm an. Du musst aber den richtigen Moment erwischen. Aus meiner Erfahrung weiss ich aber, dass die Jungs heiss genug sind auf das heutige Spiel. Da braucht es mich nicht.
Geben Sie einen Tipp ab für das Spiel? Nein, ich tippe nicht. Aber es ist auch völlig egal, Hauptsache, wir kommen weiter.
Und wenn nicht? Ich beschäftige mich nicht mit Niederlagen.
Das erste Ziel wäre aber verpasst und das zweite ist weit weg. Haben Sie sich mit dem Gedanken befasst, der Sportchef sein zu können, unter dem die Meisterserie reisst? Mir war im Sommer bewusst, dass es einfacher ist, mit YB Meister zu werden als mit dem FCB. Von ihnen haben alle erwartet, dass sie Zweiter werden, bei und wäre es das eine Tragödie. Ich hasse es, zu verlieren, aber die Welt würde nicht unter gehen. Das gehört zum Leben und zum Fussball dazu. Dass irgendwann der Tag kommt, an dem ein anderes Team Meister wird und der FCB nicht, das wussten wir. Ob das in diesem Jahr ist oder erst später, wird sich zeigen. Aber mit diesem Szenario haben wir uns natürlich auseinander gesetzt im Zuge des grossen Umbruchs im Sommer. Konkret daran denken will ich aber noch nicht.
YB konnte die Mannschaft im Winter zusammen halten. Kann das zum entscheidenden Unterschied werden? Es ist vielleicht einfacher, Spieler vom Verbleib zu überzeugen, wenn man eine einmalige Chance auf einen Meistertitel hat, als wenn man einen zu halten versucht, der schon zwei Mal Meister geworden ist. Wenn das am Ende den Ausschlag gibt, dann habe ich etwas daraus gelernt.
Es aber teuer bezahlt. Ich wehre mich, jetzt schon alles in Frage zu stellen. Ich will nicht der sein, der nach acht Jahren nicht Meister wird. Aber ich habe es nur bedingt in den Händen. Wenn wir aber nochmal an sie ran kommen, wird es noch eine lange Saison für sie. https://www.aargauerzeitung.ch/sport/fu ... -132255539
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shalako
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Verfasst: Dienstag 27. Februar 2018, 10:44 |
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27.02.2018  Zitat: «Ich bin überzeugt, dass sich die Mannschaft zerreissen wird»
Heute, Dienstag, spielt der FC Basel im Halbfinal des Schweizer Cups gegen den Super League Leader YB, der momentan in der Liga mit elf Punkten vor dem FCB steht. Für Raphael Wicky sind die Berner morgen Favorit.
Für den FC Basel kommt dieses Halbfinalspiel nicht zum besten Zeitpunkt. Denn der FCB startete nicht gut ins neue Jahr. Aus den letzten drei Ligaspielen nahm der FCB nur gerade magere drei Punkte mit. Das hat man sich definitiv anders vorgestellt.
Am letzten Wochenende wurde das Spiel gegen den FC Lausanne-Sport verschoben, weshalb die Basler kein Selbstvertrauen tanken konnten. Auch dem Spielrhythmus tat diese Pause nicht gut. Doch wenn der FCB diese hohen Hürden hinter sich lassen könnte, könnte dieses Spiel auch der Wendepunkt für die Liga bedeuten. YB-Offensive gegen Basler Defensive
Viel spricht also für die Hauptstädter. Unter anderem haben die Berner in der Liga über zehn Tore mehr geschossen im Vergleich zum FCB. Dafür können die Basler aber die bessere Defensiv-Statistik aufweisen. Denn sie haben drei Tore weniger kassiert als YB. Die Frage lautet also: Kann die beste Offensive der Liga die beste Defensive bezwingen? Cupspiel als Befreiung?
Eine Niederlage heute gegen den BSC Young Boys wäre eine mittlere Katastrophe. Denn dann wäre die Gefahr gross, dass der FCB am Ende dieser Saison nichts zu feiern hätte. Das Selbstvertrauen sinke weiter in den Keller. und die Aufholjagd in der Liga würde um einiges schwieriger.
Umso befreiender wäre ein Sieg für den FC Basel. Der Cupsieg stünde in erreichbarer Nähe und wäre sehr wahrscheinlich. Ein Sieg gegen Leader YB wäre also Gold wert. Der FCB könnte dann diesen Schwung in die Liga mitnehmen und die Aufholjagd so neu lancieren. https://telebasel.ch/2018/02/27/ich-bin ... ssen-wird/
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shalako
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Verfasst: Dienstag 27. Februar 2018, 10:48 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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27.02.2018  Zitat: Der FCB muss sich aufs Äusserste gefasst machen
Der Cup-Halbfinal an diesem Dienstag in Bern hat für den FC Basel in vielerlei Hinsicht bereits finalen Charakter.
Jetzt könnte die Zeit anbrechen, in der sich die Anhänger des FC Basel tatsächlich damit beschäftigen müssen, was schon sehr lange nicht mehr passiert ist: Ein año blanco, wie es in Spaniens Fussball heisst, ein Jahr in Weiss. Ein Jahr ohne Titel.
Einen Halbfinal im Schweizer Cup ist der FCB davon entfernt, seine Titelverteidigung aufrechtzuerhalten – oder zu scheitern in Bern. Ausgerechnet also gegen den Dauerrivalen, der in der Super League enteilt scheint, sich anschickt, die Basler abzulösen und eine 32 Jahre währende Berner Sehnsucht nach dem Kübel zu stillen. Am späten Dienstagabend könnte es für Basel heissen: Cup weg, Meisterschaft fast weg und eine Ära vor dem Ende.
Was das für Konsequenzen beim FCB zeitigen wird, ist noch nicht abzuschätzen. Ihre Saisonziele hat die neue Klub- und Mannschaftsführung maximal abgesteckt, und ihr Konzept mit dem Slogan «Für immer Rotblau» ist auf drei Jahre ausgelegt. Aber Zeit ist im Fussball eine kostbare Währung. Und nur schon ein zweiter Platz wird dem FC Basel als Misserfolg ausgelegt werden. Zumindest in der Restschweiz. Und in der Stadt wird sich weisen, wie stark die Kräfte tatsächlich sind, die nach Jahren ausserordentlicher und zuletzt eintöniger Dominanz ein Scheitern hinnehmen können und daraus frische Lust und Energie gewinnen.
Mit einem solchen Szenario setzt man sich in Basel nicht erst dieser Tage auseinander. Und weil die Fans den finalen Charakter spüren, der dem Halbfinal in Bern innewohnt, hat eine etwa 200-köpfige Abordnung aus der Muttenzerkurve der Mannschaft beim sonntäglichen Training im Campus einen Besuch abgestattet. Mit Transparenten, Pyros und Gesängen:
«Das ist Aufmunterung und ein Ansporn, zeigt aber auch, dass die Fans etwas erwarten von uns», sagt Raphael Wicky, «es wird ein schwieriges Spiel in Bern, aber die Mannschaft wird sich zerreissen, und das erwarte ich auch von ihr.»
«Vielleicht ist es genau das Spiel, das wir brauchen» Marco Streller, FCB-Sportdirektor
Für den Basler Cheftrainer ist der Halbfinal ein «Big Game», ein Spiel, «bei dem die ganze Schweiz zuschaut» (live in SRF2 ab 20.15 Uhr). Sie wird den Krösus, den Alles-Gewinner, entweder fallen sehen oder sich erheben nach den jüngsten Tiefschlägen. Nach der klaren Abfuhr in der Champions League und nach zwei weiteren Heimniederlagen in der Super League, bei denen dem offensiv aus dem Tritt geratenen FCB kein einziges Tor gelang.
orfreude, Anspannung oder Druck? «Von allem etwas» spürt Marco Streller. Zum ersten Mal steht er in seiner neuen, verantwortlichen Rolle beim FCB vor einem «Alles-oder-Nichts-Spiel», und der Sportdirektor des FCB sieht sich dem Gefühl ausgeliefert, selbst nichts mehr bewegen zu können. «Wenn das Transferfenster geschlossen ist, ist der Einfluss gleich Null.»
«Das Momentum spricht für YB: der Heimvorteil, der Kunstrasen, die Form», sagt Streller, «und ich will nicht ein Understatement machen, denn wir sind immer noch der FC Basel. Aber in der jetzigen Situation ist es für uns vielleicht einfacher, nicht als der Favorit in die Partie zu gehen. Vielleicht ist es genau das Spiel, das wir brauchen.»
Die mentale Auswirkung des Cup-Abends
Von dem Abend in Bern, vom 32. Halbfinal in der Geschichte des FCB mit bisher 22 Siegen und neun Niederlagen könnte sehr viel ausgehen. Auch wenn Wicky («Druck mache ich mir selbst am meisten») vordergründig nichts wissen will von einer Vermischung von Cup und Meisterschaft. «Man kann viel in dieses Spiel hineininterpretieren, aber egal, wie es ausgeht, es gibt keine Punkte für die Meisterschaft.»
Wie sein Sportdirektor negiert Wicky jedoch nicht den mentalen Einfluss, den das Ergebnis auf das Rennen in der Super League nehmen könnte. Basel im Halbfinal zu schlagen – so wie im letzten Aufeinandertreffen im Schweizer Cup 2009 – würde die Berner Brust noch breiter machen, als sie ohnehin schon erscheint.
Umgekehrt könnte das jedoch genauso gelten. Bei einer Berner Niederlage werden über Jahrzehnte eingenistete Versagensängste hervorkriechen. Und in Basel würde Wickys erster Sieg gegen Adi Hütter gefeiert und die Hoffnung auf eine Aufholjagd in der Meisterschaft nähren.
«YB hat seit zwei Jahren den selben Trainer und die selbe Philosophie. Die Berner haben sich etwas aufgebaut. Sie haben eine sehr solide, physisch starke Mannschaft und machen einen guten Job», sagt Wicky über den Kontrahenten und plädiert in nächster Instanz doch für sein eigenes Team: «Ich will nicht sagen, das wir das bessere Kader als YB haben, aber wir haben sehr gute Einzelspieler. Wir haben am wenigsten Gegentore bekommen, und wenn wir solidarisch verteidigen, sind wir defensiv nicht einfach zu knacken.»
Dann müsste der FC Basel nur selbst wieder treffen, um weiterzukommen. Wicky setzt auf die Umschaltmomente und eine Effizienz, die seine Spieler nach der Winterpause noch nicht wieder an den Tag legen konnten – und in diesem Cup-Halbfinal on the rocks im Stade de Suisse finden sollen.
Der FCB mit Vaclik im Tor und mit Wickys Alternativplan
Eine klare Ansage machte Raphael Wicky vor dem Cup-Halbfinal: Es wird einen Wechsel im Tor geben. Mirko Salvi, der bis zum Viertelfinal in vier Cuppartien tadellos das Basler Tor gehütet hat (beim 2:0 in Wettswil-Bonstetten, 1:0 in Chiasso, 2:1 in Rapperswil-Jona, 2:1 gegen Luzern) muss der Nummer 1, Tomas Vaclik weichen.
Mehr zur Formation gab es vom FCB-Trainer nicht. Nur soviel: «Es wird eine andere Aufstellung geben, als in Lausanne vorgesehen. Weil ich einen anderen Plan habe.» Eder Balanta fällt weiter mit einer muskulären Oberschenkelverletzung aus.
Im ersten Vergleich mit YB, dem Saisonstartspiel in Bern, unterlag der FCB 0:2. Wicky wechselte damals nach rund einer Stunde von einem 4-2-3-1-System auf eine Dreierabwehrkette. Im zweiten Spiel, dem 1:1 in Basel, schickte er seine Mannschaft erneut im 4-2-3-1 aufs Feld.
Gespannt sein darf man, welche Rolle der Trainer für Fabian Frei vorgesehen hat. Und welche Wirkung Valentin Stocker entfalten kann. Er, der mit der legendären Finalissima 2010 zum YB-Schreck wurde, hat seither keines der 15 Spiele von Bedeutung gegen die Berner verloren.
● Mögliche Aufstellung des FCB:
FC Basel (3-4-3): Vaclik – Xhaka, Lacroix, Suchy – Lang, Frei, Zuffi, Riveros – Stocker, Oberlin, Elyounoussi.
● Der zweite Halbfinal zwischen dem FC Zürich und den Grasshoppers wird am Mittwoch (20.15 Uhr, SRF2) ausgetragen. Den Austragungsort für das Endspiel (geplant: 27. Mai) hat der Schweizerische Fussballverband noch nicht festgelegt. https://tageswoche.ch/sport/der-fcb-mus ... st-machen/
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Verfasst: Dienstag 27. Februar 2018, 11:05 |
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Verfasst: Dienstag 27. Februar 2018, 12:57 |
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