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 Beitrag Verfasst: Sonntag 5. November 2017, 22:10 
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Wenig Torszenen, aber zwei schöne Tore im Spitzenkampf

Der FC Basel und die Young Boys trennen sich mit einem 1:1. Geoffroy Serey Die bringt Basel in Führung, der eingewechselte Jean-Pierre Nsame gleicht nach 80 Minuten mit einer sehenswerten Aktion aus.

Der Schlagermatch war hart umkämpft und wurde über weite Strecken von den defensiven Dispositionen beider Mannschaften und beider Trainer geprägt. Umso schöner waren die Tore, die zum gerechten Unentschieden führten, und dazu, dass der Leader aus Bern nach wie vor sieben Punkte vor dem Meister liegt.

Das 1:0 zwölf Minuten nach der Pause war eine Kopie des Führungstreffers, dank dem die Berner den FCB im ersten Saisonspiel im Stade de Suisse am Ende 2:0 schlagen konnten. Damals traf der später in die Bundesliga gezogene Yoric Ravet nach einem längeren Lauf mit einem satten Schuss von ausserhalb des Strafraums in die untere rechte Ecke. Haargenau wie Geoffroy Serey Die diesen Sonntag. Der einzige Unterschied: Ravet traf nach 58, Serey Die nach 57 Minuten.

Der Unterschied zum Match war das Geschehen nach dem jeweiligen 1:0. Die Young Boys blieben seinerzeit bis zum Schluss dominant, während es diesmal dem FCB nicht gelang, das möglicherweise erlösende zweite Tor nachzulegen. Das Tor der Berner war nicht nur verdient, sondern auch eine Augenweide. Der immer stärker werdende Kevin Mbabu trickste auf der Seite einen Gegenspieler aus und spielte von der Grundlinie flach in die Mitte. Mit einem Absatztrick liess Nsame dem Basler Goalie Tomas Vaclik keine Abwehrchance.

Die Basler waren in der ersten Halbzeit mehrheitlich überlegen, aber zwei von drei guten Chancen erarbeiteten sich in dieser Zeit die Berner. Christian Fassnacht, anstelle des anfänglich auf der Bank sitzenden Jean-Pierre Nsame als zweiter Stürmer neben Roger Assalé eingesetzt, kam nach 23 Minuten nach einer Flanke von Miralem Sulejmani mit dem Kopf um Zentimeter nicht richtig an den Ball.

Zwei Minuten danach hatte auch Basel seine gute Möglichkeit. Kevin Bua konnte den Ball bei seinem Schuss aus spitzem Winkel nicht kontrollieren. Am gefährlichsten wurde es, als Sulejmani nach 38 Minuten in halbrechter Position allein vor dem Tor auftauchte. Vaclik wehrte den zu wenig placierten Schuss mit dem Fuss ab. Es war im ganzen Spiel die beste Chance, die nicht zu einem Tor führte. Mehr gewährten die Mannschaften mit ihrem guten Defensivspiel dem Gegner in der ersten Halbzeit nicht.

Basel - Young Boys 1:1 (0:0). - 32 456 Zuschauer. - Schiedsrichter: Schärer. - Tore: 57. Serey Die 1:0. 80. Nsame (Mbabu) 1:1. - Basel: Vaclik; Lang, Akanji, Balanta, Petretta; Serey Die, Zuffi; Steffen (78. Callà), Elyounoussi, Bua (46. Oberlin); Ajeti (85. Itten). - Young Boys: von Ballmoos; Mbabu, Nuhu, von Bergen, Benito (64. Lotomba); Moumi Ngamaleu, Sanogo, Aebischer (79. Sow), Sulejmani; Fassnacht (64. Nsame), Assalé. - Bemerkungen: Basel ohne Suchy (gesperrt), van Wolfswinkel, Vailati (beide verletzt), Xhaka und Gaber (beide krank). Young Boys ohne Hoarau, Bertone und Seferi (alle verletzt). Verwarnungen: 40. Benito (Foul), 54. Serey Die (Foul), 65. Aebischer (Foul), 79. Callà (Foul).


https://www.nzz.ch/sport/wenig-torszene ... ld.1326405

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 5. November 2017, 22:21 
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FC Basel - YB: Wenn nicht verlieren wichtiger als siegen ist

Die Young Boys können sich im Spitzenkampf eine Partie in abwartendem Modus leisten, und obwohl ihr Topskorer vorerst auf der Bank sitzt, erreichen sie ein 1:1 – das muss dem FC Basel zu denken geben. Die Teams sind weiterhin durch sieben Punkte getrennt.

Siegen wird manchmal überschätzt. Es gibt Spiele, da darf man sich auch mit weniger zufrieden geben – wenn man es sich leisten kann. Die Young Boys können es sich derzeit leisten. Nach dem 1:1 in der Stube des Verfolgers schritten sie nach dem Schlusspfiff mit breitem Lachen zum Sektor ihrer Fans. Und diese feierten sie wie Gewinner. Später sagte der Berner Verteidiger Loris Benito: «Dieses Unentschieden fühlt sich wie ein Sieg an.» Es gibt gute Argumente dafür.

Der FC Basel hätte bis auf vier Punkte an den Leader YB heranrücken können. Die Mechanismen sind bekannt: Ein befeuernder Sieg, das Selbstvertrauen, das steigt. Und beim Gegner nistet sich ein kleiner Zweifel im Kopf ein, ob dieser Serienmeister trotz seines gewaltigen Umbruchs nicht doch einfach unschlagbar ist im Meisterrennen. Kurzzeitig kam am Sonntag in der Tat das Gefühl auf, dass das bisher brillante YB mit dem kühlen Basler Regen weggespült würde. Das röhrende Geschrei des St.-Jakob-Parks in der 57. Minute hatte etwas Befreiendes und klang wie eine Rückerlangung der Herrschaft. Geoffroy Serey Die hatte mit Leidenschaft einen Zweikampf gegen den Berner Sékou Sanogo gewonnen und mit noch mehr Lust den Ball zum 1:0 für Basel aus über zwanzig Metern ins Tor geschmettert.

Wenig Aufwand für YB

Aber es war einer der wenigen Exploits der Basler, einer von drei Weitschüssen der ersten Hälfte. Bessere Chancen hatte der FCB nicht und auch in der ersten Hälfte kein Plus gegenüber YB. Serey Dies Euphorie-Schub war ein Blendwerk. Denn was sich über die gesamte Dauer der Partie abgespielt hatte, dürfte dem FCB zu denken geben. YB hatte einen überschaubaren Aufwand betrieben, hatte nach dem Europa-League-Spiel von Donnerstag zwei Tage weniger Erholung gehabt und der Trainer Adi Hütter hatte den aktuellen Topskorer der Liga, Jean-Pierre Nsame, vorerst auf der Bank gelassen. Der YB-Coach spekulierte auf Konterfussball, setzte auf schnellere Offensivspieler.

Taktik und Blut

Das wäre gar nicht nötig gewesen, denn auch Basel war vorsichtig. Es gab wenig Spiel zu sehen, sondern viel Taktik, viel Kampf – und Blut. Die Stollen des Basler Stürmers Albian Ajeti hatten einen Cut unters Auge des Goalies David von Ballmoos geritzt. Die Ärzte tackerten ihn noch auf dem Platz liegend, er zuckte bei jedem Stich, wie von Stromstössen geplagt. Das waren die Momente der ersten Halbzeit, die am meisten unter die Haut gingen. «Es war kein Leckerbissen», sagte Hütter, «dafür stand zu viel auf dem Spiel.»

Und für die Bedeutung dieser Partie erwies sich der Serienmeister als offensiv zu schmalbrüstig und defensiv anfällig. Es reichte, dass YB in der Schlussphase einen Gang höher schaltete, den treffsichersten Mann Nsame nun doch einwechselte und eine Viertelstunde später stand es 1:1. Mohamed Elyounoussi liess sich vom YB-Aussenverteidiger Kevin Mbabu zu einfach düpieren und Nsame verwertete Mbabus Zuspiel mit dem Absatz zum Ausgleich.

Wie am Dienstag gegen ZSKA Moskau in der Champions League gab Basel wieder eine Partie aus der Hand. «In solch wichtigen Spielen darf man sich nicht zu viele Fehler erlauben», sagte der Trainer Raphael Wicky am Sonntag. Diese Ausrutscher sind Zeichen dafür, dass sein Team noch nicht gefestigt ist. «Es fühlt sich nicht wie ein Punktgewinn an», sagte Wicky. Auch er hat gute Gründe, das zu sagen.

«Wir können aus eigener Kraft nicht mehr Meister werden»

cov. · Es war eine gar dramatische Feststellung des Basler Aussenverteidigers Michael Lang. «Wir können aus eigener Kraft nicht mehr Meister werden», sagte er in den Katakomben des St.-Jakob-Parks nach dem Spitzenspiel gegen die Young Boys. Theoretisch lag er richtig: Aus den zwei verbleibenden Direktduellen kann der FCB in dieser Saison nur noch maximal sechs Punkte holen und würde so die derzeit sieben Zähler Unterschied nicht mehr wettmachen können.

Langs schlimmste Befürchtung würde allerdings nur dann eintreten, sollten die beiden Teams aus den weiteren zwanzig Runden exakt die gleiche Punktzahl holen, was mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht eintreten wird. Doch es ist offensichtlich, dass die Young Boys eine Stabilität zutage legen, die man von ihnen in den vergangenen Jahren nicht gewohnt war. Und vielleicht hat Langs strenge Aussage auch damit zu tun. Selbst Raphael Wicky machte sich seine Gedanken zu dieser Berner Stärke. «YB hat eine Konstanz, die auch wir bekommen wollen», sagte der FCB-Coach. Das klang fast ein wenig bewundernd.

Basel - Young Boys 1:1 (0:0). - 32 456 Zuschauer. - Schiedsrichter: Schärer. - Tore: 57. Serey Die 1:0. 80. Nsame (Mbabu) 1:1. - Basel: Vaclik; Lang, Akanji, Balanta, Petretta; Serey Die, Zuffi; Steffen (78. Callà), Elyounoussi, Bua (46. Oberlin); Ajeti (85. Itten). - Young Boys: von Ballmoos; Mbabu, Nuhu, von Bergen, Benito (64. Lotomba); Moumi Ngamaleu, Sanogo, Aebischer (79. Sow), Sulejmani; Fassnacht (64. Nsame), Assalé. - Bemerkungen: Basel ohne Suchy (gesperrt), van Wolfswinkel, Vailati (beide verletzt), Xhaka und Gaber (beide krank). Young Boys ohne Hoarau, Bertone und Seferi (alle verletzt). Verwarnungen: 40. Benito (Foul), 54. Serey Die (Foul), 65. Aebischer (Foul), 79. Callà (Foul).


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 Beitrag Verfasst: Sonntag 5. November 2017, 22:26 
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Licht, Schatten und eine Entschuldigung

Ein arbeitsamer Mohamed Elyounoussi leistet sich den individuellen Fehler, der den FC Basel gegen YB zwei Punkte kostet. Die Einzelkritik nach dem 1:1 gegen den Tabellenführer.

Tomas Vaclik | Torhüter

Wenn sein Trainer Adi Hütter von einem «Weltklassetor» spricht, dann ist das ein klares Indiz dafür, dass Jean-Pierre Nsamé diesen Ball nicht immer derart präzise trifft. Von der Ferse des Ligatopscorers flog der Ball unter die Latte, entsprechend darf sich Vaclik zugutehalten lassen, dass er den Gegentreffer nur mit viel Glück hätte verhindern können. Verhindert hatte er jedoch einen Treffer kurz vor der Pause bei Miralem Sulejmanis guter Chance, zudem wurde er der einen oder anderen Hereingabe mächtig. Und auch ansonsten blieb er, einen verunglückten weiten Ball mal ausgenommen, ohne Fehl und Tadel.

Michael Lang | rechter Aussenverteidiger

Findet so langsam aber sicher zur alten Offensivstärke zurück. Allein in der ersten Halbzeit brachte der Aussenverteidiger fünf Flanken vor das Tor von YB, vier davon waren mehr oder weniger gefährlich. Im zweiten Durchgang erreichte Lang, der vom gesperrten Suchy die Captainbinde übernommen hatte, diesen Wert nicht mehr. Agierte über das ganze Spiel gesehen gegen vorne gleichwohl stark und blieb gegen den Ball ohne gröbere Schnitzer.

Manuel Akanji | rechter Innenverteidiger

Erlebte nach wenigen Sekunden seinen kleinen Frustmoment, als er einen überzähligen Ball aus dem Feld spedieren wollte, ihn aber an die Oberkante der Werbebande schoss und beim zweiten Versuch die Hand zu Hilfe nahm. Der zweite Frustmoment folgte kurz vor Spielende: Akanji war zu wenig nah am Torschützen Nsamé dran und verhinderte so dessen neunten Saisontreffer nicht.

Eder Balanta | linker Innenverteidiger

Zum ersten Mal agierte der Kolumbianer in einer Viererkette im Duo mit Akanji. War an der Dominanz, die die Basler über weite Strecken auszeichnete, mit seinem Spielaufbau massgeblich beteiligt und im Kopfballspiel agierte er meist präzis. Eine der wenigen Ausnahmen war das Kopfballduell in der 39. Minute, das in einer Chance für Sulejmani endete.

Raoul Petretta | linker Aussenverteidiger

War einer der fünf Neuen im Vergleich zum ersten Duell mit den Young Boys. Zum Saisonauftakt hatte noch Riveros auf der linken Seite agiert, der Spieler also, den Petretta momentan auf die Bank oder auf die Tribüne verbannt. Warum er momentan gegen den Paraguayer die Nase vorne hat, zeigte Petretta gegen die schnellen und robusten Berner, gegen die er oft die richtige Entscheidungen traf.

Geoffroy Serey Dié | zentrales defensives Mittelfeld

Manch einer rieb sich verwundert die Augen angesichts des Spiels, das Serey Dié ablieferte. Unter Trainer Raphael Wicky ist er in der Hierarchie hinter Luca Zuffi und Taulant Xhaka zurückgefallen, weil Letzterer aber krank war, rutschte der Ivorer in die Mannschaft. Und für die gab er alles, was in seinem 32-jährigen Tank noch vorhanden ist – Torerfolg inklusive. Wie er in der 57. Minute abzog, war Extraklasse, sein Weitschuss versetzte die etwas über 32’000 Menschen im St.-Jakob-Park in Ekstase, und ihn selbst ganz offensichtlich auch. Denn er versuchte es später gleich nochmals, doch der Schuss rund zehn Minuten vor Spielende flog knapp neben das Tor. Alles in allem ein feiner Auftritt, der an Serey Diés beste Tage im Basler Dress erinnerte.

Luca Zuffi | zentrales defensives Mittelfeld

Meldete sich vor dem Spiel mit seiner Vertragsverlängerung bis 2021 zu Wort und danach immer wieder mit vielversprechenden Bällen zu den Offensivspielern. Der prächtigste war ein hoher Pass über rund 70 Meter, diagonal zu Lang, mehrmals sorgten zudem seine Eckbälle für Gefahr.

Renato Steffen | rechter Flügel

Ihm bleibt momentan nur etwas übrig: Die Hände über dem Kopf zusammenzuschlagen, nach jeder Chance, die er in dieser Saison schon vergeben hat. Es will einfach nicht beim Flügel, auch gegen seine ehemaligen Teamkollegen nicht: Sein erster Versuch nach einer halben Stunde wurde abgelenkt und den Schlenzer in der 52. Minute hielt David von Ballmoos im Berner Tor. Zum fehlenden Glück gesellte sich die gegnerische Härte, die er in der 65. Minute spürte, als ihn Aebischer in vollem Lauf von den Beinen holte und dafür die gelbe Karte kassierte. Auch weil Steffen enorm viel gelaufen war und sich für die Mannschaft aufgeopfert hatte, machte ihm die ischiocrurale Muskulatur zu schaffen, auch Hamstring genannt, und er verliess das Feld in der 78. Minute für Calla.

Mohamed Elyounoussi | zentrales offensives Mittelfeld

Muss nach dem Spiel am Boden zerstört gewesen sein. Denn eigentlich hatte Elyounoussi eine formidable Partie mit sehr viel Laufarbeit gezeigt. Er hatte zwei Tormöglichkeiten und zeichnete sich durch Abwehrarbeit aus, die er zuweilen an der eigenen Grundlinie verrichtete. Aber er machte eben auch den individuellen Fehler zu viel, der den FC Basel zwei Punkte kostete. Hätte in der Szene gegen Kevin Mbabu an der Seitenlinie nie und nimmer auf Ballgewinn gehen dürfen, seine Aufgabe war einzig und allein zu verhindern, dass der Berner in Richtung Tor ziehen kann. Doch genau das passierte und Elyounoussi entschuldigte sich nach der Partie beim Trainer für sein Fehlverhalten. Licht und Schatten also beim Norweger, der doch eigentlich eine steigende Formkurve aufweist.

Kevin Bua | linker Flügel

Frank und frei sagte Wicky nach der Partie: «Ich war nicht zufrieden mit Kevin Bua.» Er nahm den Flügel für Dimitri Oberlin nach 45 Minuten aus dem Spiel, wo Bua zwar nicht brilliert hatte, aber nach fünf Minuten immerhin für den ersten Torschuss verantwortlich zeichnete und nach 26 Minuten zu einer weiteren Chance kam.

Albian Ajeti | Angriffsspitze

Hatte die undankbare Rolle übernommen, lange Bälle in den eigenen Reihen zu halten. Das gelang dem Rückkehrer manchmal gut, manchmal weniger. Abgesehen davon war er allerdings kaum zu sehen. An eine Flanke Langs kam er nach drei Minuten knapp nicht heran und nach einer Viertelstunde leistete er sich ein Fehlzuspiel, ohne gross unter Druck gewesen zu sein. Zudem fügte er von Ballmoos eine Platzwunde zu, freilich ohne Absicht, im Fallen traf sein Fuss den YB-Torhüter. Wurde in der 86. Minute für Cedric Itten ausgewechselt, ohne eine einzige Torchance gehabt zu haben.

Dimitri Oberlin | hängende Spitze

Kam nach der Halbzeit für Bua und man fragte sich: Was genau hat dieser Wechsel jetzt bewirkt? Abgesehen von seiner unbestrittenen Schnelligkeit ist Oberlin ein Fussballer, dessen Spiel zu weiten Stücken vom Zufall abhängt. Ist momentan zwar der Liebling der Massen, weil er sich im Pressing auf jeden Ballführenden Spieler wirft, wenn er aber selbst den Ball hat, dann verliert er diesen zu oft.

Davide Calla | rechter Flügel

Ersetzte in der 78. Minute Steffen und holte sich in seiner ersten Aktion die gelbe Karte im verlorenen Laufduell gegen den zehn Jahre jüngeren Assalé. Zwei Minuten später sah er im Verbund mit Elyounoussi nicht gut aus, mit besserem Positionsspiel hätte er Mbabus Lauf in Richtung Tor vielleicht verhindern können. Nicht der Abend des Davide Calla, der zum vierten Ligaeinsatz unter Wicky kam.

Cedric Itten | Angriffsspitze

Übernahm ab der 86. Minute Ajetis Platz in der Angriffsspitze und hatte keine nennenswerte Aktion.


https://tageswoche.ch/sport/licht-schat ... huldigung/

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 5. November 2017, 22:29 
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FCB-Rückstand bleibt bei 7 Punkten

Nsame rettet YB im Spitzenkampf das Remis!

Die Young Boys ergattern im Knüller-Duell mit dem FC Basel auswärts einen Punkt. Joker Nsame trifft kurz vor Schluss mit der Hacke.

Das Spiel: Es ist nicht irgendein Spiel, dieses Duell zwischen Rotblau und Gelbschwarz. Nein, das ist der Spitzenkampf schlechthin. Der Branchenprimus gegen den Leader. Entsprechend vorsichtig agieren die zwei Teams. Am Einsatz mangelts keinesfalls, dafür an zusammenhängenden Aktionen und zwingenden Torchancen. Und so überrascht es wohl niemanden, dass der erste Treffer der Partie nach einer Einzelaktion das Joggeli in seinen Grundfesten erschüttert. Und die Offensivmaschinerie aus der Hauptstadt? Die kommt erst in Fahrt, als die Taktikfesseln nach und nach abgelegt werden. Angeführt von Joker Nsame.

Die Tore:

1:0, 57. Minute | Serey Die und Elyounoussi luchsen YB-Spielmacher Sanogo den Ball ab. Der Xhaka-Ersatz fasst sich aus 20 Metern ein Herz und versorgt das Ding mit einem Laser-Flachschuss in die untere rechte Torecke.

1:1, 80. Minute | Adi Hütters Joker sticht! Mbabu setzt sich auf rechts gegen Elyounouyssi durch, zieht nach innen und legt zur Mitte, wo der nun alleinige Liga-Topskorer (9 Tore) Jean-Pierre Nsame aus drei Metern per Hacke einschiesst! Was für ein Tor des Franzosen!

Der Beste: Jean-Pierre Nsame. Immer er. Wieder er. Diesmal als Joker mit einem Zaubertor mit der Hacke. Wie am Tag zuvor Robert Lewandowksi. Nur brauchte der Pole Hilfe eines Gegenspielers. Der Kameruner nicht.

Der Schlechteste: Sékou Sanogo hat schon bessere Spiele gemacht. Er verliert den Ball vor Sereys Führungstor. Es ist nicht der einzige Ballverlust des Leitwolfs.

Das gab zu reden I: Gabs strittige Szenen? Gabs natürlich. Aber kaum Diskussionen, weil Ref Schärer alles richtig sah. Sackstark! Wird höchste Zeit, dass der Schwyzer Champions League pfeift, liebe Uefa. Dort arbitrieren nämlich teils viel schwächere Refs!

Das gab zu reden II: Unmittelbar vor Anpfiff verkündet der FC Basel auf Twitter, dass Luca Zuffi seinen Vertrag vorzeitig bis 2021 verlängert. Der Winterthurer streift seit 2014 das rotblaue Shirt über.

Das gab zu reden III: Basels Albian Ajeti trifft YB-Hüter Von Ballmoos bei einem Angriff unglücklich im Gesicht. Der Goalie blutet stark, muss gepflegt werden, beisst aber auf die Zähne.

So gehts weiter: Nach der Nati-Pause, am Samstag, 18. November (19 Uhr) reist der FC Sion ins Joggeli. Die Young Boys empfangen tags darauf den FCZ (16 Uhr).

*******
Basel – YB 1:1 (0:0)

St.-Jakob-Park, 32'456 Fans
SR: Schärer (6)

Basel: Vaclik; Lang, Akanji, Balanta, Petretta; Zuffi, Serey Die; Steffen, Elyounoussi, Bua; Ajeti.

YB: Von Ballmoos; Mbabu, Nuhu, Von Bergen, Benito; Ngamaleu, Aebischer, Sanogo, Sulejmani; Assalé, Fassnacht.

Tore: 57. Serey Die (Elyounoussi) 1:0, 80. Nsame (Mbabu) 1:1.

Einwechslungen:

Basel: Oberlin (46. für Bua), Callà (78. für Steffen), Itten (85. für Ajeti)

YB: Lotomba (64. für Benito), Nsame (64. für Fassnacht), Sow (79. für Aebischer)

Gelb: 39. Benito. 54. Serey Die (beide Foul). 59. Nuhu (Reklamieren). 65. Aebischer. 78. Callà (beide Foul).

Bemerkungen:

Basel ohne Van Wolfswinkel, Vailati (verletzt), Xhaka, Gaber (krank), Suchy (gesperrt). – YB ohne Hoarau, Bertone, Seferi (verletzt).


https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 58450.html

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 5. November 2017, 22:37 
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Nsames Kunststück rettet YB einen Punkt gegen Basel

YB sichert sich im Klassiker gegen Basel dank einem späten Tor einen Punkt. Der Spitzenkampf hielt lange nicht, was er versprach.

- Lange prägen Fehlpässe und viel K(r)ampf den Klassiker
- Nsame kontert Serey Dies Weitschuss-Treffer per Hacke
- In der Tabelle liegt YB damit weiter 7 Punkte vor dem FCB

Just als der Himmel seine Schleusen endgültig öffnete, begann das YB-Spiel zu flutschen. Kevin Mbabu bediente im Sechzehner Jean-Pierre Nsame, der den Ball herrlich mit der Hacke zum 1:1-Ausgleich im Tor unterbrachte.

Es war dies der Startschuss zu einer Schlussphase, die es in sich hatte. Nachdem sich die beiden Teams lange weitestgehend neutralisiert und die Zuschauer kaum unterhalten hatten, wogte die Partie auf einmal hin und her. Tore wollten aber keine mehr fallen.

Das Unentschieden war am Ende ein gerechtes Ergebnis. Bei beiden Teams schien von Beginn weg die Devise «Safety First» zu lauten, Torchancen blieben Mangelware.

Sery Die lanciert die Partie

Dass die Partie dann doch noch Fahrt aufnahm, war Geoffroy Serey Die zu verdanken. Der Ivorer erlöste in der 57. Minute die FCB-Fans mit dem 1:0. Er luchste Sekou Sanogo den Ball ab und zog aus grosser Distanz ab – mit Erfolg.

Ausgerechnet Serey Die, der...

... beim FCB oft nur als Joker eingesetzt wird.
… bis zu seinem Tor nur durch Fehlpässe auffiel.
… in der Super League zuvor in 69 Spielen nur 4 Treffer erzielt hatte.

Es hätte nicht viel gefehlt, und Serey Die wäre zum grossen Matchwinner avanciert. Rund fünf Minuten vor dem Ende versuchte er es noch einmal mit einem Weitschuss – sah den Ball aber knapp am linken Pfosten vorbeizischen.


https://www.srf.ch/sport/fussball/super ... egen-basel

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 5. November 2017, 22:39 
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Wicky verärgert: «Das ging zu einfach»

FCB-Coach Raphael Wicky war nach dem späten YB-Ausgleich bedient. Sein Antipode Adi Hütter sprach seiner Mannschaft derweil ein Lob aus.

Der Gesichtsausdruck von Raphael Wicky sprach Bände. Der Basel-Coach hatte wenig Freude am 1:1 im Spitzenkampf gegen YB. «Ärgerlich» sei dieses Remis für sein Team, «zu einfach» habe man dem Gegner das Unentschieden ermöglicht.

Wicky hofft auf mehr Konstanz

Anstatt bis auf 4 Punkte zu den Bernern aufzuschliessen, beträgt Basels Rückstand auf den Leader nach wie vor 7 Punkte. Für Wicky geht es nun darum «nach der Nati-Pause konstant positive Resultate zu bringen, um den Abstand zu verringern.»

Grösser war die Freude selbstredend bei Adi Hütter. «Es war ein Spiel auf Augenhöhe mit wenig Torchancen. Wir können mit dem Punkt sicher besser leben», resümierte der YB-Coach.

« Wir wissen, dass wir jederzeit ein Tor erzielen können. »
Steve von Bergen
YB-Captain


Dass er seiner Mannschaft unmittelbar nach der Partie in der Kabine ein grosses Lob aussprach, hatte mehrere Gründe. Sein Team habe folgenden Faktoren getrotzt:

- Nur drei Tage Regenerationszeit nach dem Europa-League-Einsatz
- Bei schwierigen Bedingungen einen 0:1-Rückstand wettgemacht

Grosses Lob vom Captain

Gemäss Steve Von Bergen zeuge es von mentaler Stärke, dassYB nach dem Gegentreffer den Kopf nicht hängen liess. «Wir haben eine Top-Mentalität. Wir wissen, dass wir jederzeit ein Tor erzielen können. Man hat heute wieder gesehen, dass wir eine Einheit sind», lobte der Captain.


https://www.srf.ch/sport/fussball/super ... zu-einfach

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 5. November 2017, 22:42 
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YB-Noten: Der Joker sticht

YB-Noten 3 starke Verteidiger brillieren beim 1:1 in Basel.

David von Ballmoos: Note 4
Strahlte Ruhe aus, stabil und sicher. Beim Gegentor aber sah der junge Torhüter wenig vorteilhaft aus. An einem guten Tag (oder auf trockenem Boden) hält er den Schuss Geoffrey Serey Dies.

Kevin Mbabu: Note 5,5
Defensiv aufmerksam, fokussiert wie selten. Dafür nach vorne für einmal mit wenig Auslauf, portionierte seine Ausflüge. Und das tat er perfekt. Herrlich, wie er vor dem 1:1 Mohamed Elyounoussi ausspielte und die Übersicht besass, mit der Hereingabe bis zum richtigen Zeitpunkt zu warten.

Steve von Bergen: Note 5,5
Hervorragend. Agierte schnörkellos, ohne Fehler, klärte die Situationen routiniert und rustikal. Verlor kaum einen Zweikampf.

Kasim Nuhu: Note 5
Erneut mit einer guten Leistung. Robust und abgeklärt, beging aber zwei Leichtsinnsfehler.

Loris Benito: Note 4
Der schwächste YB-Abwehrspieler. Nach Holperstart aber besser, biss sich ins Spiel. Blieb unauffällig, nicht immer stilsicher.

Nicolas Ngamaleu: Note 4
Begann überraschend für Jean-Pierre Nsame, weil Trainer Adi Hütter mehr Tempo im Spiel haben wollte. Bemüht, setzte sich jedoch selten durch.

Sékou Sanogo: Note 4,5
Vor der Pause überragend, auf Kurs zu Note 6. War mit unfassbarer physischer Präsenz Chef auf dem Platz. In der zweiten Halbzeit mit zwei nicht nachvollziehbaren Dribblings inklusive Ballverlusten vor dem eigenen Strafraum. Eines führte zum Basler Tor. Wobei man in dieser Szene durchaus ein Foul von Mohamed Elyounoussi erkennen kann.

Michel Aebischer: Note 4
Wurde Djibril Sow vorgezogen. Solider Auftritt, gute Pässe, ging aber unter, als Basel nach der Pause dominanter wurde. Zuweilen zu leichtgewichtig und fehlerhaft.

Miralem Sulejmani: Note 5
So defensivstark sah man den Techniker im YB-Dress noch nie. Rannte 60 Meter im Vollsprint zurück, grätschte einmal, wie er vermutlich in seiner Karriere noch nie grätschte. An der Entstehung des 1:1 mit einem Freistoss beteiligt. Freute sich über den Ausgleich, als hätte er sein Team zum Meistertitel geschossen.

Roger Assalé: Note 4,5
Der kleine Wirbelwind war schwierig zu verteidigen. In der Gefahrenzone zu kompliziert.

Christian Fassnacht: Note 4
Spielte für einmal als Stürmer. Emsig, seine Schnelligkeit kam selten zur Geltung, fand die gefährlichen Zwischenräume nicht.

Jean-Pierre Nsame: Note 5,5
64. Minute für Fassnacht. Diesmal nur Joker. Aber was für einer. Behauptete die Bälle. Und schoss mit der Hacke ein Traumtor.

Jordan Lotomba: Note 4
64. Minute für Benito. Fleissig, ballsicher, in der Offensive kein Faktor.

Djibril Sow: ohne Note

79. Minute für Aebischer.
Noten:6 = herausragend; 5 = gut; 4 = solid; 3 = ungenügend; 2 = schlecht; 1 = sehr schlecht


https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/28116000

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 5. November 2017, 22:45 
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Der Spitzenkampf endet unentschieden

Geoffrey Serey Die und Jean-Pierre Nsame mit einem Traumtor schiessen die beiden Treffer beim 1:1 in einem intensiven, aber nicht hochklassigen Spitzenkampf. Wir berichteten live.

Wenig Torszenen, aber zwei schöne Tore Basel und die Young Boys remisieren nach einem Spitzenkampf mit wenig grossen Torchancen 1:1. Geoffroy Serey Die bringt Basel voran, der eingewechselte Jean-Pierre Nsame gleicht nach 80 Minuten aus.

Der Schlagermatch war hart umkämpft und wurde über weite Strecken von den defensiven Dispositionen beider Mannschaften und beider Trainer geprägt. Umso schöner waren die Tore, die zum gerechten Unentschieden führten und dazu, dass der Leader aus Bern nach wie vor sieben Punkte vor dem Meister liegt. Das 1:0 zwölf Minuten nach der Pause war eine Kopie des Führungstreffers, dank dem die Berner den FCB im ersten Saisonspiel im Stade de Suisse am Ende 2:0 schlagen konnten. Damals traf der später in die Bundesliga gezogene Yoric Ravet nach einem längeren Lauf mit einem satten Schuss von ausserhalb des Strafraums in die untere rechte Ecke. Haargenau wie Geoffroy Serey Die diesen Sonntag. Der einzige Unterschied: Ravet traf nach 58, Serey Die nach 57 Minuten. Der Unterschied zum Match war das Geschehen nach dem jeweiligen 1:0. Die Young Boys blieben seinerzeit bis zum Schluss dominant, während es diesmal dem FC nicht gelang, das möglicherweise erlösende zweite Tor nachzulegen. Das Tor der Berner war nicht nur verdient, sondern auch eine Augenweide. Der immer stärker werdende, robuste Kevin Mbabu trickste auf der Seite einen Gegenspieler aus und spielte von der Grundlinie flach in die Mitte. Mit einem Absatztrick liess Nsame dem Basler Goalie Tomas Vaclik keine Abwehrchance. Die Basler waren in der ersten Halbzeit mehrheitlich überlegen, aber zwei von drei guten Chancen erarbeiteten sich in dieser Zeit die Berner. Christian Fassnacht, anstelle des anfänglich auf der Bank sitzenden Jean-Pierre Nsame als zweiter Stürmer neben Roger Assalé eingesetzt, kam nach 23 Minuten nach einer Flanke von Miralem Sulejmani mit dem Kopf um Zentimeter nicht richtig an den Ball. Zwei Minuten danach hatte auch Basel seine gute Möglichkeit. Kevin Bua konnte den Ball bei seinem Schuss aus spitzem Winkel nicht kontrollieren. Am gefährlichsten wurde es, als Sulejmani nach 38 Minuten in halbrechter Position allein vor dem Tor auftauchte. Vaclik wehrte den zu wenig platzierten Schuss mit dem Fuss ab. Es war im ganzen Spiel die beste Chance, die nicht zu einem Tor führte. Mehr gewährten die Mannschaften mit ihrem guten Defensivspiel dem Gegner in der ersten Halbzeit.


Telegramm

Basel - Young Boys 1:1 (0:0) 32'456 Zuschauer. - SR Schärer. - Tore: 57. Serey Die 1:0. 80. Nsame (Mbabu) 1:1. Basel: Vaclik; Lang, Akanji, Balanta, Petretta; Serey Die, Zuffi; Steffen (78. Callà), Elyounoussi, Bua (46. Oberlin); Ajeti (85. Itten). Young Boys: von Ballmoos; Mbabu, Nuhu, von Bergen, Benito (64. Lotomba); Moumi Ngamaleu, Sanogo, Aebischer (79. Sow), Sulejmani; Fassnacht (64. Nsame), Assalé. Bemerkungen: Basel ohne Suchy (gesperrt), van Wolfswinkel, Vailati (beide verletzt), Xhaka und Gaber (beide krank). Young Boys ohne Hoarau, Bertone und Seferi (alle verletzt). Verwarnungen: 40. Benito (Foul), 54. Serey Die (Foul), 65. Aebischer (Foul), 79. Callà (Foul).


https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/22107893

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 Beitrag Verfasst: Montag 6. November 2017, 00:29 
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Zitat:
«Werden nicht mehr aus eigener Kraft Meister»

von E. Tedesco, Basel - Die Enttäuschung beim FCB nach dem 1:1 gegen YB ist gross. Gemäss Verteidiger Michael Lang fühlt es sich wie eine Niederlage an.

So sicher konnte man sich über die Ernsthaftigkeit dieser Aussage des Basler Rechtsverteidigers kurz nach dem Unentschieden im Gipfeltreffen dann doch nicht sein. Wo der Aussenverteidiger Recht hatte, ist, dass es dem FC Basel in der aktuellen Meisterschaft zweimal nicht gelungen ist, YB zu bezwingen. Das erste Duell ging beim Saisonauftakt in Bern 0:2 verloren.

Am Sonntagnachmittag ging der FCB wesentlich besser ans Werk, war optisch überlegen und ging durch Serey Die (57.) auch verdient in Führung. Aber der FCB brachte den Vorsprung nicht über die Zeit. Statt die Differenz von sieben auf vier Zähler zu reduzieren, bleibt sie bei 7 Punkten.

Die Enttäuschung war den Baslern anzusehen, sie sprachen alle von zwei verlorenen Punkten. 20 Minuten sprach mit Verteidiger Michael Lang über eine gefühlte Niederlage.

Michael Lang, fühlt sich das Remis nicht eher nach einer Niederlage an?
Michael Lang: Doch, es fühlt sich nicht nach einem gewonnen Punkt an, sondern nach zwei verlorenen.

Woran lag es, dass der FCB den Sieg nicht über die Zeit bekam?
Sicher daran, dass wir gegen einen starken Gegner gespielt haben. Aber nach dem 1:0 haben wir zu wenig Fussball gespielt. Wenn wir in Führung gehen, sollten wir diese irgendwie über die Zeit bringen, oder zumindest mehr für Entlastung sorgen. Das haben wir nicht geschafft. Nach dem 1:1 zu reagieren, ist immer dumm.

Es wurde das erwartet intensive Spiel?
Genau. Weil wir gegen einen Gegner gespielt haben, der immer wieder auf Konter lauert, der über schnelle Spieler verfügt. Aber das haben wir gewusst und ihr Spiel gut unterbunden – die meiste Zeit zumindest. Die letzte englische Woche war für beide Mannschaften sehr intensiv. Deshalb hat am Ende vielleicht die Kraft gefehlt, und die Präzision aus der ersten Halbzeit.

Ein schwacher Trost ist, dass der Abstand zum Leader zumindest gleichgeblieben ist.
Das ist, wenn überhaupt, ein sehr schwacher Trost. Wir wollten bis auf vier Punkte an YB herankommen und das haben wir nicht geschafft. Jetzt können wir nicht mehr aus eigener Kraft Meister werden, weil wir nun nur noch zweimal gegen die Berner spielen. Aber die Saison ist noch lang. Wie gesagt: Trost ist das keiner, denn wir wollten zu Hause unbedingt gewinnen.


http://www.20min.ch/sport/dossier/super ... y/21183291

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 Beitrag Verfasst: Montag 6. November 2017, 01:34 
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Zitat:
Das meint BLICK zum Spitzenspiel

Basel ist nicht mehr die Nummer 1

Im Spitzenspiel zwischen YB und Basel (1:1) haben die Berner bewiesen, dass sie das diesjährige Top-Team der Liga sind, meint BLICK-Reporter Alain Kunz.

Es ist doch klar, was viele dachten, als Serey Basels 1:0 macht. Typisch YB! Die Chance auf zehn Punkte davonzuziehen. Und dann doch sang- und klanglos untergegangen, als man Basel wehtun kann. So richtig wehtun.

Aber dieses, sagen wir mal, neue YB, denkt nicht im selben Schema. Nicht wie früher, als das Team eingebrochen wäre. Als Basel locker gewonnen und alles wieder infrage gestellt hätte. Nein, dieses YB spielt trotz des gewaltigen Handicaps von zwei Erholungstagen weniger nach intensivsten Europacup-Spielen mit demselben Selbstverständnis weiter.

Basel mag wohl mehr Spielanteile haben. Doch das kümmert dieses YB nicht. Die gefährlichsten Szenen? Eine Topchance von Sulejmani und ein Topschuss von Sulejmani. Welche glasklaren Skoremöglichkeiten hat der FCB? Keine! Natürlich werden Sie am Rheinknie die zwei, drei Halbchancen zu Topchancen verklären. Egal. Denn Fakt ist: Dieses YB ist abgezockt, mental belastbar und hat eine starke Bank. Und Ende Monat gibt Guillaume Hoarau sein Comeback. Ein gesunder Hoarau.

Nein, dieses YB ist nicht mehr eine Ansammlung von selbstgefälligen Kuschelbären, die sich in weinerliches Lamentieren ergehen, wenns nicht so läuft wie erhofft. Dieses YB ist weder Selbsthilfegruppe für Titellose noch Kinderzoo. Dieses YB ist gefährlich, aggressiv, hungrig. Und weil Basel, das ebenfalls komplett neu ist, nicht die Qualität und Unwiderstehlichkeit der Vorjahre hat, ist es nicht mehr die Nummer eins. Zumindest nicht diese Saison.


https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 58976.html

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