Registrieren    Anmelden    Forum    Suche    FAQ

 

 

 

     

 

 

Foren-Übersicht » www.ybfans.ch » BSC Young Boys Stammtisch




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 190 Beiträge ]  Gehe zu Seite Vorherige  1, 2, 3, 4, 5, 6 ... 19  Nächste
Autor Nachricht
 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2016/2017
 Beitrag Verfasst: Dienstag 2. August 2016, 15:06 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
02.08.2016

Bild

Zitat:
Warum passiert es den Young Boys, aber nicht dem FC Basel?

Am Wochenende hatten beide Vereine Pflichtaufgaben zu erledigen: Es kam, wie es kommen musste.

Erst zwei Spieltage jung ist die neue Saison. Von «Vorentscheidung» zu sprechen, wäre vermessen. Nein, die 1:2-Niederlage gegen Lugano hat YB nicht den Titel gekostet: Sie war zwar dämlich, doch im nächsten Frühling wird mehr als dieses eine Spiel den Unterschied zwischen den Bernern und dem FC Basel ausmachen.

Und doch ist nach zwei Spieltagen bereits der Moment da, innezuhalten. Und den haushohen Titelfavoriten und seinen selbst ernannten, ersten Herausforderer zu vergleichen. Denn YB ist passiert, was dem FCB nicht passiert ist. Etwas, was in den vergangenen Jahren als der Hauptgrund für das Verliererimage der Berner ausgemacht wurde: YB hat schon am zweiten Spieltag, bei erstbester Gelegenheit, ein Spiel verloren, das es nicht verlieren darf. Jedenfalls nicht dann, wenn man sich zum Saisonziel setzt, Basel ein Stück näher zu kommen.

Nicht den Hauch einer Chance

Am ersten Spieltag trat YB in St. Gallen an. Kein einfaches Spiel. Eine Niederlage wäre ärgerlich, aber kein Beinbruch, Spott würde nicht aufkommen: Auftritte in der Ostschweiz sind nun mal unangenehm für jeden Gegner. Auch der FCB hat dort schon öfter verloren. YB hat in St. Gallen solid gespielt und 2:0 gewonnen.

Dann kam am Samstag das Lugano-Spiel. Daheim im Stade de Suisse. Lugano ist Abstiegskandidat, mit einer Niederlage in die Saison gestartet und hat einen Bruchteil der Qualität im Kader, die YB hat. Doch YB verliert. Ein Spiel, das es nur schon der Vorzeichen wegen nicht verlieren darf. Und schon gar nicht mit diesem Spielverlauf: Frühe Führung, drückende Überlegenheit, viele Chancen. Lugano-Goalie Mirko Salvi: «Nach wenigen Minuten dachte ich: Wir haben hier nicht den Hauch einer Chance.»

Dann: Es braucht einen Konter, der das 1:1 durch Alioski zur Folge hat – und bei YB geht nichts mehr. Schockstarre. Wie gelähmt taumeln die YB-Profis über den Kunstrasen, planlos nach vorne – Lugano sagt danke, doppelt nach und gewinnt das Spiel.

Auf der Suche nach Antworten

Der Auftritt des FCB in Vaduz lässt sich vergleichen mit jenem von YB: Auch Vaduz ist Welten entfernt vom FCB, auch im «Ländle» käme eine Niederlage einer mittleren Katastrophe gleich, Spott wäre garantiert. Auch der FCB geht früh in Führung, 1:0, 2:0, ist überlegen, hat Chancen für weitere Tore, kassiert dann aber aus dem Nichts den Anschlusstreffer.

Kurz vor der Pause. Ein ungünstiger Moment. Doch statt vor lauter Schreck noch vor dem Halbzeitende den Ausgleich zu erhalten, reagiert der FCB sofort und macht seinerseits mit dem 3:1 den Sack zu. Am Ende steht es 5:1.

Die Frage, die sich nach den beiden Spielen stellt: Warum passiert das YB, aber nicht dem FCB? Eine schlüssige Antwort mit klarer Argumentation ist schwierig, natürlich: Fussball ist auch in Zeiten des monetären Grössenwahns nicht berechenbar. Aber in der Tendenz hat sich am zweiten Spieltag abgespielt, was sich in der Vergangenheit oft abgespielt hat: Der FCB erledigt die Pflichtaufgabe trotz Widrigkeiten erfolgreich, YB nicht.

Respekt bei Steffen

Also: Warum passiert das YB, aber nicht dem FCB? Die Frage geht als Erstes an Renato Steffen. Bis im vergangenen Winter war Steffen YB-Spieler, ehe er zum FCB wechselte. Um Titel zu gewinnen. Er sagt nach dem 5:1 in Vaduz: «Das pauschal zu sagen, ist schwierig. Ich möchte auch nicht über YB reden. Sondern über uns: Und bei uns gibt es einfach viele Spieler, die genau wissen, wie man mit solchen vermeintlich einfachen Spielen umgeht.»

Steffen spricht vom Respekt, der für jeden Gegner gleich gross ist. Von Ruhe. Von Selbstverständnis. «Wir wissen einfach tief drin, dass wir jedes Spiel gewinnen können.» Steffen sagt nicht, dass YB all diese Dinge abgehen. Es sei nur noch an einen früheren Satz Steffens erinnert: «Wer zum FCB kommt, den zieht es in einen Sog, aus dem man nicht mehr raus will. Dieser Siegeswille, der hier herrscht, der macht süchtig.»

Die Frage geht auch Urs Fischer, FCB-Trainer. Er sagt Ähnliches wie Steffen. «Nach sieben Meistertiteln in Folge hat sich ein Selbstverständnis eingenistet, das dich durch viele Widrigkeiten führt. Die Erfahrung der Spieler mit schwierigen Situationen ist da, jeder weiss, was er wann zu tun hat. Die neuen Spieler lernen das schnell.»

Florent Hadergjonaj, der junge YB-Verteidiger, war nach dem 1:2 gegen Lugano nur noch enttäuscht. Und wütend. Und ratlos. Er sagt: «Das geht nicht, das dürfen wir nicht bieten. Ich schäme mich.» Eine Antwort auf die Frage aller Fragen hatte er nicht. Von ihm und seinen Teamkollegen sind nur die Durchhalteparolen zu vernehmen, es in Zukunft besser machen zu wollen.

Das Image im Unterbewusstsein

Fredy Bickel, der YB-Sportchef, sprach kürzlich mit der «Schweiz am Sonntag» über das YB-Verliererimage. Dabei fiel dieser bemerkenswerte Satz: «Niemand möchte dieses Bewusstsein fördern. Aber du kannst nichts dagegen machen. Wenn ein neuer Spieler kommt, hört er als Erstes, wie lange der Verein erfolglos ist. Und vielleicht nistet sich so etwas ins Unterbewusstsein ein. Dieses Gefühl, dass wir ja gar nicht gewinnen können.»

Noch ist nichts entschieden. Noch sind 34 Spieltage zu absolvieren. Eine spannende Meisterschaft ist weiterhin möglich. Das Prinzip Hoffnung lebt.


http://www.aargauerzeitung.ch/sport/war ... -130460231

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2016/2017
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 4. August 2016, 17:37 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
04.08.2016

Bild

Zitat:
YB nach dem Erfolg gegen Schachtjor

Der Anfang des Gegenbeweises

Das Erreichen der Champions-League-Play-offs hat für die Young Boys einen besonderen Wert – weil sie sich soweit durchkämpften, dass es am Ende nicht hiess: «typisch YB».

Nun könne er es ja sagen, sagte der YB-Trainer Adi Hütter – und es musste sich um etwas handeln, das unter anderen Umständen nicht verraten worden wäre. Aber diese Umstände erlaubten es: der überraschende Erfolg in der Champions-League-Qualifikation gegen Schachtjor Donezk, 2:0 nach Verlängerung, 4:2 im Penaltyschiessen.

Und so sagte Hütter also, er habe den YB-Spielern am 1. August frei gegeben. Nichts Spektakuläres. Aber im Fall einer Niederlage wäre dieser Urlaubstag auf wenig Verständnis gestossen, Hütter ahnte es – und darin zeigt sich, unter welch brisanten Voraussetzungen YB das vierte Saisonspiel schon absolvierte.

Hohe Ansprüche

Am Samstag, dem 30. Juli, hatten sie daheim gegen Lugano 1:2 verloren, Hütter war «sauer», viele Fans nicht minder, es gab Leute, die von einer «Peinlichkeit» redeten – kurz: Es entstand der Eindruck, als wäre Lugano kein Super-League-Klub, sondern ein unterklassiger Verein à la Le Mont und Schötz, über die YB früher im Cup stolperte. Darin zeigte sich zweierlei: Die Berner haben hohe Ansprüche – und ein Flair zur Selbstzerfleischung; die Vergangenheit hat sie gelehrt, eher ans Schlechte statt ans Gute zu denken. Immer wieder haben die Young Boys hören müssen, sie seien keine Gewinner und scheiterten, wenn es wichtig werde.

Und genau deshalb brauchten sie diesen Sieg, diesen Schluss – dass sie das bessere Ende für sich behielten; dass sie kein spätes Tor kassierten, nach dem es «Typisch YB» geheissen hätte. YB will immer besser und stabiler werden, das Heimspiel gegen Schachtjor war der Anfang eines Gegenbeweises. So viele dieser Spieler, denen man immer einmal wieder nicht so recht über den Weg traut, zeigten starke Partien – primär Sékou Sanogo, der im Winter fast nach Hamburg und im Sommer fast nach Stuttgart gewechselt hätte; oder Alain Rochat, der ein Lückenbüsser ist, aber irgendwie auch immer wieder unersetzlich; oder der zweifache Torschütze Yuya Kubo, dem YB nach der Verletzung Alexander Gerndts die Olympia-Teilnahme verweigerte hatte. Nicht zu vergessen, wie Kubos YB-Liaison einst begann: nämlich so, dass niemand so richtig wusste, dass ein Japaner namens Kubo bei YB unter Vertrag stand.

Aussenseiter in den Play-offs

Es gibt Kritiker, die es nicht gerne hören: Aber YB ist geordneter geworden seit dem Amtsantritt des Sportchefs Fredy Bickel Anfang 2013; der Sommer 2015 war turbulent nach der Entlassung Uli Fortes, doch es scheint nicht schlecht gewesen zu sein, dass die wochenlange Trainersuche bei Hütter endete. Er führte YB zum grössten Europa-Coup der letzten Jahre; der Erfolg ist höher zu werten als die Europa-League-Siege gegen Napoli (2014) und Udinese (2012) oder der Triumph in der Champions-League-Qualifikation gegen Fenerbahce (2010) – denn diesmal befreite sich YB aus einer Rücklage.

In den Play-offs wird den Bernern am Freitag Manchester City, Villarreal, Mönchengladbach, Porto oder Ajax Amsterdam zugelost. YB wird der Aussenseiter sein, der Einzug in die Königsklasse würde überraschen. Im Fall eines Scheiterns gäbe es vielleicht Leute, die sagen würden, YB gewinne halt grosse Spiele nicht. Was Hütter davon hält, wird er vielleicht für sich behalten.


http://www.nzz.ch/sport/fussball/yb-nac ... -ld.109159

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2016/2017
 Beitrag Verfasst: Freitag 5. August 2016, 08:33 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
05.08.2016

Bild

Zitat:
YB: Viele Glückwünsche, etwas Misstrauen

Nach der Gala gegen Schachtar Donezk schwebt YB auf einer Euphoriewolke. Doch der August bleibt eine Herausforderung. Auf dem Spielfeld. Und auf dem Transfermarkt.

Fredy Bickel hat die Glückwünsche nicht gezählt. Er ist bis am Donnerstagabend auch nicht dazu gekommen, alle zu beantworten. Mehrere Hunderte SMS, Anrufe, Mails hat der YB-Sportchef nach dem sensationellen Weiterkommen der Young Boys gegen Schachtar Donezk erhalten. Und ein wenig gefeiert haben Verantwortliche sowie Spieler den Einzug in die Champions-League-Playoffs schon auch. Aber es geht zügig im Drei-oder-vier-Tage-Rhythmus weiter.

Vielleicht wird man im nächsten Frühling behaupten, der 3. August 2016 sei für die Entwicklung dieser YB-Mannschaft entscheidend gewesen. «Die Spieler haben gesehen, was sie leisten können», sagt Bickel. Am Samstag, nach der peinlichen 1:2-Niederlage gegen Abstiegskandidat Lugano, war der Sportchef schnurstracks und wutentbrannt an Adi Hütter vorbei in die Gar­derobe gestürmt, vorgestern umarmte er den Trainer nach dem gewonnenen Penaltyschiessen euphorisch und legte mit ihm einen Siegestanz auf den Kunstrasen.

Der Lernprozess

Es war ein emotionaler, grosser, legendärer Mittwochabend für YB, einer auch, an den sich die nicht einmal 10 000 Zeugen im Stade de Suisse noch jahrelang erinnern werden. Bickel sagt, der Sieg gegen Donezk stehe stark im Zusammenhang mit der Niederlage gegen Lugano. «Wir fokussierten uns nach dem 0:2 bei Schachtar zu stark auf das Rückspiel. Daraus müssen wir lernen und es das nächste Mal besser machen.» Zum Beispiel am Samstag gegen Thun.

Ihr erstes Saisonziel, das Erreichen einer europäischen Gruppenphase, haben die Young Boys schon mal erreicht. Sie haben die Abkürzung genommen, die ihnen fast niemand zugetraut hatte. Donezk unterschätzte den Gegner ein wenig, und dann waren die Ukrainer nicht mehr in der Lage zu reagieren. So war es YB gegen Lugano selber ergangen.

Die Young Boys verdienten sich gegen Schachtar das Wettkampfglück. Sie hätten in Rückstand geraten können, dann wäre der Abend gelaufen gewesen. Doch YB fand mit geduldiger Spiel­weise den Weg zur Sensation. Und der Fussball schreibt eben manchmal die besten Geschichten. Mit dem zweifachen Torschützen Yuya Kubo als Protagonisten, der eigentlich mit Japans Auswahl an den Olympischen Spielen weilen sollte, nach der Verletzung Alexander Gerndts von YB aber keine Freigabe erhielt. «Das hat mir einige böse Reaktionen eingehandelt», sagt Fredy Bickel, »aber wir mussten zum Wohl des Vereins so handeln.»

Der Transfermarkt

Sékou Sanogo, eine weitere überragende YB-Figur, müsste derweil schon lange in Deutschland spielen. Aber die Transfers zu Hamburg und Stuttgart platzten wegen Faxgeräten und Medizintests. Nun gewinnt Sanogo für die Young Boys fast jeden Zweikampf und überzeugt mit grossartigen Vorträgen. Dennoch glaubt Bickel nicht, dass Sanogo bald wieder einen Transfer anstrebt. «Ich denke, er hat gemerkt, dass er es bei uns auch schön haben kann.»

Bei YB gibt es ja einige Kandidaten, die in dieser Transferphase bis Ende August wechseln könnten. Jan Lecjaks etwa oder Milan Vilotic, Florent Hadergjonaj und Miralem Sulejmani, für den es Interessenten aus Griechenland ­geben soll. Und auch die Talente Yvon Mvogo, Kubo, Leonardo Bertone sowie der verletzte Denis Zakaria werden umworben. Gegen Donezk sassen viele Scouts und Spielerberater auf der Tribüne. «Ich traue der Ruhe ehrlich gesagt nicht», sagt Bickel, «der Transfermarkt ist unberechenbar.» YB würde auf Abgänge reagieren, das Kader ist ja ohnehin eher schmal, weil die Vereinsbesitzer in diesem Sommer zu keinen Investitionen bereit waren.

Der Geldregen

Nun kassiert YB dank der sicheren Teilnahme an der Europa League rund 6,5 Millionen Franken fix, dieser Betrag dürfte mit den Gruppenspielen auf über 10 Millionen steigen. Und in der Champions League, wo etwa 17 Millionen garantiert sind, könnten sogar 25 Millionen zu holen sein. Rosige Aussichten für einen Verein, der seit Jahren Millionenverluste schreibt.

Und ganz nebenbei werten die Young Boys kräftig den Schweizer Uefa-Koeffizienten auf. Bereits 2010, 2012 und 2014 spielten sie in der Europa League. Sollten sie diesmal gar die Königsklasse erreichen, würden Bickel und seine Mitstreiter bestimmt erneut ganz viele Glückwünsche er­halten.


Ein Vorteil für YB

Bei den Young Boys fiebert man der heutigen Auslosung der Champions-League-Playoffs (Spieldaten: 16./17. und 23./24.August) entgegen. Trainer Adi Hütter sagt, er sei sehr gespannt. «Wir nehmen es, wie es kommt.» In dieser Phase gebe es ohnehin nur Topgegner. «Wir freuen uns sehr auf die Playoffs. Aber jetzt zählt vor allem das Derby gegen Thun am Samstag.» Morgen (Spielbeginn: 17.45 Uhr) werden rund 25'000 Zuschauer im Stade de Suisse erwartet, das Motto lautet «Der 12.Mann», der Eintrittspreis beträgt nur 12 Franken. Den Jahreskartenbesitzern wird ein Gutschein für ein Gratisgetränk abgegeben.

Vorerst aber interessiert bei YB, was die Auslosung ergibt. Fredy Bickel sagt schmunzelnd: «Ich weiss gar nicht, was ich mir wünschen soll.» Vor der letzten Runde habe er ja gesagt, dass alles ausser Schachtar Donezk gut sei. YB setzte sich gegen den ukrainischen Favoriten zwar überraschend durch, aber Bickel witzelt: «Vielleicht sollte ich nun sagen: Alles ausser Gladbach und Ajax Amsterdam.» Gegen diese zwei Teams rechnet sich der YB-Sportchef die besten Chancen aus.

«Aber wir sind so oder so Aussenseiter und haben wenig zu verlieren.»
Einen Vorteil besitzt YB. Die Super League begann im Juli, während die fünf möglichen Gegner frühestens am nächsten Wochenende das erste Ligaspiel bestreiten. Gladbach steigt sogar erst nach den Playoffs in die Bundesliga ein.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/24538139

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2016/2017
 Beitrag Verfasst: Freitag 5. August 2016, 11:03 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
05.08.2016

Bild

Zitat:
«Als Ausbildner bist du manchmal Gärtner und manchmal Töpfer»

Ernst Graf ist Nachwuchschef bei den Young Boys. Im Interview gibt er Einblick in seine Arbeit und erklärt, welche Eigenschaften es braucht, Profi zu werden.

Ernst Graf, YB-Sportchef Fredy Bickel ist bekennender Schlagerfan. Wie halten Sie es mit der Schunkelmusik?
Ernst Graf: Das ist nicht gerade meine Lieblingsmusik, aber ab und zu etwas von Helene Fischer höre ich schon auch gerne (schmunzelt).

Udo Jürgens’ grossen Hit «Mit 66 Jahren» kennen Sie aber?
Ja, natürlich, dieses Lied konnte ich ja gerade erst selber anstimmen (lacht).

Genau, im Mai haben Sie Ihren 66. Geburtstag gefeiert, Sie versprühen aber Elan wie ein 30-Jähriger. Hält ein Job im Fussball jung?
Auf alle Fälle. Der Umgang mit den jungen Spielern, die tägliche Auseinandersetzung mit ihren Sorgen und Ängsten, hält einen auf Trab.

Als Sie vor 2½ Jahren Ihre Arbeit bei YB als Nachwuchschef aufnahmen, war vieles aufgegleist. Welche Bereiche optimierten Sie?
Tatsächlich war vieles gut vorgespurt, die Konzepte standen schon. Wir analysierten auf allen Ebenen, schauten aber in erster Linie bei den Trainern auf den verschiedenen Stufen, ob sie mit ihrem Charakter, ihren Werten und ihrer Einstellung in das YB-Konzept passen. Es waren nur vereinzelte Retuschen nötig.

Bei der U-21-Trophy, die Einsätze von eigenen Talenten bei den Superligisten vergleicht, schwang YB zuletzt immer obenauf. Sie scheinen an den richtigen Schrauben gedreht zu haben.
Es ist ein Ziel des Vereins, jede Saison einen oder zwei Spieler in der ersten Mannschaft zu integrieren. Deshalb befinden wir uns sicher auf einem guten Weg.

Talent ist die Basis, das muss jeder Spieler mitbringen.»

Mit Linus Obexer und Kwadwo Duah hatten schon wieder zwei neue, eigene Gesichter Einsatzzeiten in dieser Saison. Sie setzen den Reigen fort der vielen Talente, die in den letzten drei Jahren den Sprung schafften. Was bedeutet das für die Strahlkraft des Vereins?
Das ist sehr, sehr wichtig. Talente, die zu YB kommen, wissen, dass sie hier eine Chance erhalten, wenn alles gut läuft. Das spricht sich herum, YB ist so eine interessante Adresse. Und die Fans haben Freude, wenn ein Einheimischer den Sprung bewerkstelligt. Das schafft Identifikation, was in Bern, das habe ich gemerkt, sehr geschätzt wird.

Willen, Talent, Durchsetzungsvermögen und Glück sind Komponenten, die es auf dem Weg zum Profi braucht. Was sonst noch?
Das Wichtigste ist definitiv der Willen. Auch Leistungsbereitschaft und Fleiss sind Komponenten. Talent ist die Basis, das muss jeder Spieler mitbringen. Talent bringt aber nur etwas, wenn es auch im Kopf des Spielers stimmt. Es ist wichtig, dass man auch weitere Elemente wie Mut und Selbstvertrauen reinbringt.

Wir haben eine neue Mitarbeiterin eingestellt, die als Mentaltrainerin wirkt und für die jungen Spieler als Ansprechpartnerin da ist. Das Mentale wird immer wichtiger im Fussball. Ich nehme Linus Obexer als Beispiel: Er weiss ganz genau, was er will, ist unglaublich fokussiert und hat einen klaren Plan im Kopf, gleichzeitig ist er bescheiden. Solche Spieler faszinieren mich total.

Fussball ist das eine, doch das Leben beinhaltet viele Klippen. Welche Werte will YB seinen Akteuren ausserhalb des Platzes vermitteln?
Wir haben acht Leitsätze, wie zum Beispiel miteinander etwas erreichen oder füreinander einstehen. Es geht darum, fair miteinander umzugehen, miteinander zu kommunizieren und auch stolz auf die Gruppe zu sein.

Diese Werte sind die Basis, die auch die Trainer und Funktionäre leben. Dazu gehört auch Kritikfähigkeit oder Lernfähigkeit. Oder dass man die eigene Meinung vertreten kann. Erst dann kommt der Fussball. Dort geht es dann erneut darum, aufzuzeigen, dass die Mannschaft das Wichtigste ist, dass aber trotzdem jeder auch Eigenverantwortung übernimmt, um die Gruppe und sich selber weiterzubringen.

Sie sind seit Jahrzehnten in der Ausbildung tätig. Im Vergleich zu vor 30 Jahren ist das wie eine andere Galaxie. Alles ist fundierter, professioneller, wissenschaftlicher geworden.
Die Trainingslehre hat sich komplett gewandelt. Ich musste bei meiner Ausbildung in Magglingen zum B-Diplom noch über das halbe Feld wie ein Frosch hüpfen, weil alle glaubten, dies fördere die Schnellkraft. Oder vor etwa 30 Jahren machten wir in der Vorbereitung vorwiegend Übungen mit Medizinbällen. Vom Fussball keine Spur. Oder was ich etwa auf der Position des Aussenverteidigers genau zu tun habe, sagte mir damals keiner. Das sind alles Entwicklungen, die gewaltig sind.

Auch die Jugendlichen von heute sind selbstbewusster, wirken reifer als früher. Braucht es fast schon eine pädagogische Ausbildung?
Man ist manchmal Gärtner und manchmal Töpfer. Manchmal muss man etwas stutzen und schneiden wie ein Gärtner. Der Töpfer bringt dann klare Formen rein, muss vielleicht etwas Strenge zeigen. Es ist die grosse Kunst, dort die Balance zu halten.

Das Wichtigste ist aber: Man muss authentisch bleiben. Ich kann enttäuscht von meinem Team sein oder sehr zufrieden. Wie ich das kommuniziere, ist entscheidend, es kommt auf die Authentizität an, denn die Spieler merken es, wenn jemand ein Blender ist.

«Auch in der Schweiz wird für junge Spieler schon Handgeld geboten. Das ist verrückt.»

Welche Rolle spielen die Eltern? Man hört immer öfter von übermotivierten Vätern, die Forderungen stellen.
Der Fussball ist eine riesige Milchkuh. Ein sozialer Aufstieg ist möglich, viele sehen darin eine Chance. Auch in der Schweiz wird für junge Spieler schon Handgeld geboten. Das ist verrückt.

50 Millionen Franken für 20-Jährige sind im globalen Fussball mittlerweile gang und gäbe. Droht die Fussballblase zu platzen?
Definitiv. Das kann nicht immer so weiter gehen.

Aber vielleicht profitiert bald auch YB, wenn zum Beispiel ein englischer Verein ein Talent unbedingt will. Dann spielt Geld keine Rolle.
Klar, das ist verlockend. Und es ist durchaus möglich, dass wir Spieler, die bei uns gereift sind, für viel Geld verkaufen. Auch deshalb sollte man auf die jungen Spieler setzen. Es ist eine Investition in die Zukunft.

Apropos Zukunft. Eine Strophe in Udo Jürgens’ Song lautet: «Mit 66 ist noch lange nicht Schluss.» Wie sieht es bei Ihnen aus?
(lacht): Nein, für mich wird es die letzte Saison sein. Das ist abgesprochen. Mein Nachfolger Christian Franke steht schon bereit, ist bereits in viele Dinge involviert. Ich will meinen Job sauber zu Ende bringen und eine möglichst perfekte Übergabe machen, damit der eingeschlagene Weg fortgesetzt werden kann.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/29811545

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2016/2017
 Beitrag Verfasst: Freitag 5. August 2016, 11:03 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
05.08.2016

Bild

Zitat:
«Als Ausbildner bist du manchmal Gärtner und manchmal Töpfer»

Ernst Graf ist Nachwuchschef bei den Young Boys. Im Interview gibt er Einblick in seine Arbeit und erklärt, welche Eigenschaften es braucht, Profi zu werden.

Ernst Graf, YB-Sportchef Fredy Bickel ist bekennender Schlagerfan. Wie halten Sie es mit der Schunkelmusik?
Ernst Graf: Das ist nicht gerade meine Lieblingsmusik, aber ab und zu etwas von Helene Fischer höre ich schon auch gerne (schmunzelt).

Udo Jürgens’ grossen Hit «Mit 66 Jahren» kennen Sie aber?
Ja, natürlich, dieses Lied konnte ich ja gerade erst selber anstimmen (lacht).

Genau, im Mai haben Sie Ihren 66. Geburtstag gefeiert, Sie versprühen aber Elan wie ein 30-Jähriger. Hält ein Job im Fussball jung?
Auf alle Fälle. Der Umgang mit den jungen Spielern, die tägliche Auseinandersetzung mit ihren Sorgen und Ängsten, hält einen auf Trab.

Als Sie vor 2½ Jahren Ihre Arbeit bei YB als Nachwuchschef aufnahmen, war vieles aufgegleist. Welche Bereiche optimierten Sie?
Tatsächlich war vieles gut vorgespurt, die Konzepte standen schon. Wir analysierten auf allen Ebenen, schauten aber in erster Linie bei den Trainern auf den verschiedenen Stufen, ob sie mit ihrem Charakter, ihren Werten und ihrer Einstellung in das YB-Konzept passen. Es waren nur vereinzelte Retuschen nötig.

Bei der U-21-Trophy, die Einsätze von eigenen Talenten bei den Superligisten vergleicht, schwang YB zuletzt immer obenauf. Sie scheinen an den richtigen Schrauben gedreht zu haben.
Es ist ein Ziel des Vereins, jede Saison einen oder zwei Spieler in der ersten Mannschaft zu integrieren. Deshalb befinden wir uns sicher auf einem guten Weg.

Talent ist die Basis, das muss jeder Spieler mitbringen.»

Mit Linus Obexer und Kwadwo Duah hatten schon wieder zwei neue, eigene Gesichter Einsatzzeiten in dieser Saison. Sie setzen den Reigen fort der vielen Talente, die in den letzten drei Jahren den Sprung schafften. Was bedeutet das für die Strahlkraft des Vereins?
Das ist sehr, sehr wichtig. Talente, die zu YB kommen, wissen, dass sie hier eine Chance erhalten, wenn alles gut läuft. Das spricht sich herum, YB ist so eine interessante Adresse. Und die Fans haben Freude, wenn ein Einheimischer den Sprung bewerkstelligt. Das schafft Identifikation, was in Bern, das habe ich gemerkt, sehr geschätzt wird.

Willen, Talent, Durchsetzungsvermögen und Glück sind Komponenten, die es auf dem Weg zum Profi braucht. Was sonst noch?
Das Wichtigste ist definitiv der Willen. Auch Leistungsbereitschaft und Fleiss sind Komponenten. Talent ist die Basis, das muss jeder Spieler mitbringen. Talent bringt aber nur etwas, wenn es auch im Kopf des Spielers stimmt. Es ist wichtig, dass man auch weitere Elemente wie Mut und Selbstvertrauen reinbringt.

Wir haben eine neue Mitarbeiterin eingestellt, die als Mentaltrainerin wirkt und für die jungen Spieler als Ansprechpartnerin da ist. Das Mentale wird immer wichtiger im Fussball. Ich nehme Linus Obexer als Beispiel: Er weiss ganz genau, was er will, ist unglaublich fokussiert und hat einen klaren Plan im Kopf, gleichzeitig ist er bescheiden. Solche Spieler faszinieren mich total.

Fussball ist das eine, doch das Leben beinhaltet viele Klippen. Welche Werte will YB seinen Akteuren ausserhalb des Platzes vermitteln?
Wir haben acht Leitsätze, wie zum Beispiel miteinander etwas erreichen oder füreinander einstehen. Es geht darum, fair miteinander umzugehen, miteinander zu kommunizieren und auch stolz auf die Gruppe zu sein.

Diese Werte sind die Basis, die auch die Trainer und Funktionäre leben. Dazu gehört auch Kritikfähigkeit oder Lernfähigkeit. Oder dass man die eigene Meinung vertreten kann. Erst dann kommt der Fussball. Dort geht es dann erneut darum, aufzuzeigen, dass die Mannschaft das Wichtigste ist, dass aber trotzdem jeder auch Eigenverantwortung übernimmt, um die Gruppe und sich selber weiterzubringen.

Sie sind seit Jahrzehnten in der Ausbildung tätig. Im Vergleich zu vor 30 Jahren ist das wie eine andere Galaxie. Alles ist fundierter, professioneller, wissenschaftlicher geworden.
Die Trainingslehre hat sich komplett gewandelt. Ich musste bei meiner Ausbildung in Magglingen zum B-Diplom noch über das halbe Feld wie ein Frosch hüpfen, weil alle glaubten, dies fördere die Schnellkraft. Oder vor etwa 30 Jahren machten wir in der Vorbereitung vorwiegend Übungen mit Medizinbällen. Vom Fussball keine Spur. Oder was ich etwa auf der Position des Aussenverteidigers genau zu tun habe, sagte mir damals keiner. Das sind alles Entwicklungen, die gewaltig sind.

Auch die Jugendlichen von heute sind selbstbewusster, wirken reifer als früher. Braucht es fast schon eine pädagogische Ausbildung?
Man ist manchmal Gärtner und manchmal Töpfer. Manchmal muss man etwas stutzen und schneiden wie ein Gärtner. Der Töpfer bringt dann klare Formen rein, muss vielleicht etwas Strenge zeigen. Es ist die grosse Kunst, dort die Balance zu halten.

Das Wichtigste ist aber: Man muss authentisch bleiben. Ich kann enttäuscht von meinem Team sein oder sehr zufrieden. Wie ich das kommuniziere, ist entscheidend, es kommt auf die Authentizität an, denn die Spieler merken es, wenn jemand ein Blender ist.

«Auch in der Schweiz wird für junge Spieler schon Handgeld geboten. Das ist verrückt.»

Welche Rolle spielen die Eltern? Man hört immer öfter von übermotivierten Vätern, die Forderungen stellen.
Der Fussball ist eine riesige Milchkuh. Ein sozialer Aufstieg ist möglich, viele sehen darin eine Chance. Auch in der Schweiz wird für junge Spieler schon Handgeld geboten. Das ist verrückt.

50 Millionen Franken für 20-Jährige sind im globalen Fussball mittlerweile gang und gäbe. Droht die Fussballblase zu platzen?
Definitiv. Das kann nicht immer so weiter gehen.

Aber vielleicht profitiert bald auch YB, wenn zum Beispiel ein englischer Verein ein Talent unbedingt will. Dann spielt Geld keine Rolle.
Klar, das ist verlockend. Und es ist durchaus möglich, dass wir Spieler, die bei uns gereift sind, für viel Geld verkaufen. Auch deshalb sollte man auf die jungen Spieler setzen. Es ist eine Investition in die Zukunft.

Apropos Zukunft. Eine Strophe in Udo Jürgens’ Song lautet: «Mit 66 ist noch lange nicht Schluss.» Wie sieht es bei Ihnen aus?
(lacht): Nein, für mich wird es die letzte Saison sein. Das ist abgesprochen. Mein Nachfolger Christian Franke steht schon bereit, ist bereits in viele Dinge involviert. Ich will meinen Job sauber zu Ende bringen und eine möglichst perfekte Übergabe machen, damit der eingeschlagene Weg fortgesetzt werden kann.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/29811545

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2016/2017
 Beitrag Verfasst: Freitag 5. August 2016, 12:15 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
04.08.2016

Bild

Zitat:
«Joël Magnin macht einen super Job»

Die Saison der 1. Liga beginnt am Samstag. Für junge Talnte sei das eine Gelegenheit, sich zu präsentieren, sagt YB-Ausbildungschef Ernst Graf.

Am Samstag startet die 1. Liga in die neue Saison – es ist die vierthöchste Liga der Schweiz. Die U-21-Mannschaft der Young Boys wurde für die kommende Spielzeit in eine neue Region eingeteilt. In der sogenannten Westschweizer Gruppe 1 würde ein etwas anderer, meist technisch anspruchsvollerer Fussball gespielt, erklärt YB-Ausbildungschef Ernst Graf. «Auf das tägliche Training oder die Ausbildung der Spieler hat dies jedoch überhaupt keinen Einfluss», sagt Graf.

Trainer der U-21-Truppe, dem Aushängeschild der gesamten YB-Jugendbewegung, ist, mit einigen Unterbrüchen, als er in der ersten Mannschaft Co-Trainer war, seit 2007 der ehemalige Fanionspieler Joël Magnin. Ob Michael Frey, Florent Hadergjonaj, Leonardo Bertone, Yvon Mvogo, Linus Obexer, Kwadwo Duah oder Michel Aebischer: Alle diese Spieler, die den Sprung ins Fanionteam bereits geschafft haben, waren auch unter den Fittichen Magnins.

«Magnin macht einen super Job, ist ein sehr konsequenter und seriöser Arbeiter, der genau weiss, was die jungen Spieler brauchen», erklärt Graf. Magnin sei auch überhaupt kein Blender, sondern eher der ruhige Typ, der auch sehr selbstständig arbeite und lernbereit sei. «Magnin ist auch sehr kooperativ, was die Wünsche des Trainers der ersten Mannschaft betrifft», sagt Graf.

Das registrieren natürlich auch die jungen Akteure, welche ganz genau wissen, dass ihnen bei den Young Boys bei entsprechenden Leistungen die Chance winkt, irgendwann in der Super League Fuss zu fassen. Klar ist aber auch: Jedes Jahr gibt es viele junge Fussballer, denen der Sprung ins Profitum verwehrt bleibt. Deshalb ist für Graf auch klar: «Die Ausbildung kommt immer vor dem Fussball. Wir haben hier auch eine soziale Verantwortung zu übernehmen und müssen schauen, dass wir die Spieler auch für ein Leben ausserhalb des Spitzenfussballs vorbereiten können.»


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/30024645

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2016/2017
 Beitrag Verfasst: Freitag 5. August 2016, 21:27 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
05.08.2016

Bild

Zitat:
YB benötigt breiteres Kader

BZ-Sportredaktor Fabian Ruch zum Einzug der Young Boys in die Playoffs der Champions League gegen Borussia Mönchengladbach.

Borussia Mönchengladbach ist ein grossartiges Los für die Young Boys. Natürlich ist der Bundesligist gegen YB in den Playoffs zur Champions League favorisiert. Doch auf die Young Boys wartet kein europäischer Gigant wie Manchester City als letzte Hürde auf dem Weg in die Königsklasse.

Und wer sich gegen den stärker einzustufenden ukrainischen Spitzenklub Schachtar Donezk durchsetzt, kann auch Gladbach schlagen. Dazu benötigt YB zwei Topleistungen.

Es geht um 25 Millionen Franken

Wobei: Gegen Schachtar genügte nur eine. Auf die Young Boys warten in toller Atmosphäre jedenfalls zwei interessante, spektakuläre Begegnungen, in denen es um rund 25 Millionen Franken geht. Ungefähr dieser Betrag ist in der Champions League dank Antrittsgage und Zuschauereinnahmen zu verdienen.

Für die teilweise bereits heute stark umworbenen Berner Spieler bietet sich gegen Gladbach zudem die Gelegenheit, auf grosser Bühne zu glänzen. Das gilt auch für den smarten Trainer Adi Hütter, der als Österreicher gewiss davon träumt, einmal in der Bundesliga zu arbeiten.

Ist YB bereit für Tanz auf drei Hochzeiten?

Die Frage ist, ob YB bereit für den anstrengenden Tanz auf drei Hochzeiten ist. In diesen und den nächsten Wochen steht alle drei, vier Tage eine Partie auf der Agenda. Das Kader ist nicht breit genug besetzt, um diese Belastungen abzufedern – zumal mehrere Akteure verletzt sind.

Die Klubbesitzer hatten entschieden, in diesem Sommer nach den hohen Verlusten in den letzten Jahren nicht investieren zu wollen. Diese Massnahme war nachvollziehbar. Nun aber darf YB durch den Einzug in die Europa League und dank des wohl ausverkauften Heimspiels gegen Gladbach bereits mit rund 8 Millionen Einnahmen rechnen. Es wäre sinnvoll, zumindest die Offensive so schnell wie möglich zu verstärken.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/25082545

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2016/2017
 Beitrag Verfasst: Montag 15. August 2016, 07:44 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
15.08.2016

Bild

Zitat:
YB: Zwischen Welten

Nach der Niederlage im Spitzenkampf gegen den FC Basel und vor dem Hinspiel gegen Mönchengladbach gewinnen die Young Boys im Cup 6:0 gegen die Amateure des SC Veltheim.

«Pflichtaufgabe erfüllt», viel mehr sagte Adi Hütter am Samstag nach dem Cup-Match nicht. Ohne brillieren zu müssen und etliche Chancen auslassend, gewann YB 6:0 gegen Veltheim. Der Zweitligist kämpfte tapfer, doch der Klassenunterschied zeichnete sich im Verlauf des Spiels immer deutlicher ab. «Ich bin stolz auf die Mannschaft», sagte Trainer Richard Oswald, «schade, dass wir kein Tor erzielt haben, obwohl wir ein, zwei Chancen dazu hatten.»

Trotz der wie erwartet klaren Niederlage war das Fazit sowohl aus sportlicher wie auch aus organisatorischer Perspektive positiv. «Als Underdog haben wir diesen Event sehr gut hinbekommen», resümierte Präsident Jürg Ryffel, «es ist selten, dass wir einen solchen Gegner haben. Für die Spieler ist es wohl das Grösste, was sie erreichen können.»

Neben dem einzigartigen Erlebnis soll der Verein auch von der Popularität des Gegners profitieren. Ryffel hofft, dass sein Club durch den Cup-Match den Support für den Verein steigern und einige neue Mitglieder gewinnen konnte.

Trainer Oswald verwies auf die schweizweite Medienpräsenz, die dem Zweitligisten zuteilwurde: «Als ich mit den B-Junioren Schweizermeister wurde, wurde ich oft gefragt, wo Veltheim liege. Nun sollte bekannt sein, dass das ein Stadtteil von Winterthur ist.»

Ernst nehmen, aber nicht zu ernst

Auch Scott Sutter hatte zuvor nicht gewusst, wo Veltheim zu finden ist, doch nach der Auslosung informierte er sich umgehend über den Verein. Der 30-Jährige hat sich seinen Stammplatz im Team von Adi Hütter zurückerkämpft und ist nach dem Abgang von Hadergjonaj und der Verletzung von dessen Nachfolger Joss der einzige rechte Aussenverteidiger im Kader der Berner.

45 Minuten kam er auf der Schützenwiese zum Einsatz. In der Pause, als sein Team bereits 2:0 in Führung lag, nahm Hütter Sutter aus dem Spiel, denn am Dienstag soll er gegen Mönchengladbach wieder zum Einsatz kommen. Bereits gegen Basel am vergangenen Mittwoch spielte er 90 Minuten durch – im 3-4-3-System als rechter Mittelfeldspieler.

Rund 30'000 Zuschauer hatten das Geschehen im St.-Jakob-Park verfolgt. Ebenso viele werden für den Champions-League-Playoff erwartet. Am Samstag fanden 2501 Fussballfreunde den Weg auf die Schützenwiese. Nicht nur, was die Kulissen anbelangt, liegen Welten zwischen diesen Vereinen: vergangenen Mittwoch der Meister aus Basel, morgen der letztjährige Bundesliga-Vierte, dazwischen Amateure, die dreimal in der Woche trainieren.

«Die Umstellung ist gross. Ich habe das schon einige Male erlebt», sagte Sutter. Die Nacht vor dem ungleichen Duell verbrachte YB wie immer im Hotel und stellte sich mit aller Professionalität auf die Begegnung ein. «Ich habe mich genau gleich vorbereitet, wie ich das tun werde, wenn wir auf Gladbach treffen. Der Gegner hat verdient, dass wir ihn ernst nehmen», hielt der Routinier fest.

Seit sieben Jahren, abzüglich einer halben Saison beim FCZ, spielt er für YB. Und hat auch schon erlebt, dass die Aussenseiter den Oberklassigen aus dem Cup geworfen haben. «Wenn die Einstellung stimmt, sollten wir eigentlich gegen solche Vereine gewinnen. Man muss sie ernst nehmen, aber darf sich dennoch nicht verkrampfen, nur weil man weiss, dass man gewinnen muss.»

Gewinnen müssen die Young Boys auch, wenn sie in die Champions League einziehen wollen. Doch die Hürde, die es zu nehmen gilt, ist ein Vielfaches höher als diejenige der ersten Hauptrunde im Schweizer Cup. Die Berner treten selbst als Aussenseiter an. Auch in dieser Situation ist die Einstellung entscheidend: «Wir müssen voll daran glauben», fordert Sutter und stellt klar, «wir sind nicht zufrieden mit der Europa League.»


http://www.derbund.ch/sport/fussball/YB ... y/20409852

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2016/2017
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 18. August 2016, 11:51 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
18.08.2016

Bild

Zitat:
Zwischen Verletzungsmisere und Sparzwang

YB steht vor einem strengen Herbst, beklagt aber viele Ausfälle. Geld für Verpflichtungen ist nicht zur Verfügung.

Scott Sutter humpelte am Dienstagabend um Mitternacht stark, das Unterbein war einbandagiert. Er war nach der 1:3-Niederlage gegen Gladbach auf dem Weg vom Logenbereich im Stade de Suisse, wo die YB-Spieler nach jeder Partie aufkreuzen, zurück in die Kabine.

Ein Ausfall des Rechtsverteidigers würde die Young Boys nach dem Verkauf Florent Hadergjonajs zu Ingolstadt schwer treffen. Sven Joss, der einzige andere Akteur im Kader, der ebenfalls hinten rechts zu Hause ist, fällt verletzt noch mehrere Wochen aus.

Das Transfer-Dilemma

Das YB-Lazarett ist früh in der Saison beträchtlich, aber immerhin stehen mit Aufbauer Denis Zakaria und Flügel Thorsten Schick zwei Akteure wieder zur Verfügung. «Das gibt uns Alternativen», sagt Fredy Bickel. Doch der Sportchef weiss auch, dass das Kader wegen der langen Absenzenliste für die Dreifachbelastung in den nächsten Wochen mit Liga, Cup und Europacup zu dünn besetzt ist.

«Wir müssen darauf hoffen, dass nicht noch mehr Spieler ausfallen.» Es ist ein Teufelskreis, weil sich das Verletzungsrisiko erhöht, können Stammkräfte nicht regelmässig geschont werden.

«Wir müssen darauf hoffen, dass nicht noch mehr Spieler ausfallen.»
Fredy Bickel


Bei den Young Boys ist Sparen angesagt, die Klubbesitzer möchten nicht immer wieder Millionenlöcher stopfen müssen. Dieser Wunsch ist nachvollziehbar, und so stehen Bickel und seine Mitstreiter vor einem Dilemma. Gesucht sind Akteure, die weiterhelfen können, aber wenig bis nichts kosten dürfen. Der Investitionsstopp kommt zu einem Zeitpunkt, der zumindest diskutabel ist, zumal in der Vergangenheit jahrelang sorglos mit dem Geld umgegangen worden war.

Nach dem Coup gegen Schachtar Donezk und dem Erreichen der Champions-League-Playoffs hatte sich der personelle Engpass angedeutet. Weil aber im Moment der finanzielle Aspekt im Vordergrund steht, können die Young Boys nicht angemessen auf die Entwicklung reagieren.

Es ist sogar möglich, dass Akteure wie Milan Vilotic oder Jan Lecjaks bald wie Hadergjonaj verkauft werden. Vor allem weil YB bis Ende August noch kostengünstige Abwehrspieler verpflichten dürfte. «Es gibt derzeit in Sachen Transfers nichts zu kommentieren», sagt Bickel. «Wir halten die Augen offen und beobachten den Markt.»

Siegdruck am Samstag

Vorerst geht es in der Liga mit dezimierter Belegschaft darum, den Anschluss an Basel nicht komplett zu verlieren. Zwischen den Gladbach-Spielen steht am Samstag das vermeintlich einfache Heimspiel gegen Lausanne auf der Agenda.

Die Young Boys sind gewarnt: Zwischen den Donezk-Partien verloren sie das vermeintlich einfache Heimspiel gegen Abstiegskandidat Lugano 1:2.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/31185116

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2016/2017
 Beitrag Verfasst: Sonntag 21. August 2016, 20:42 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
21.08.2016

Bild

Zitat:
Die Verletztenliste wird immer länger

Was läuft bei YB falsch, Herr Hütter?

Denis Zakaria und Thorsten Schick sind wohl zurück. Dafür sind drei Neue bei YB angeschlagen. Topskorer Guillaume Hoarau geht gar an Krücken. Liegts am Training?

Plötzlich sitzt er da, irgendwo bei der Mittellinie. Gegnerische Einwirkung gabs keine. Dennoch gehts für Hourau nicht weiter. Der französische Topstürmer schmeisst seine Schweissbändeli hin – und flucht, als er raus muss. AirFrance kennt seinen Körper genau und weiss sofort: Das dauert länger.

Nach dem Spiel geht der YB-Toptorschütze an Krücken. «Es ist der Oberschenkel hinten links», sagt er. «Ein Ort, an welchem ich noch nie eine Verletzung hatte. Am Montag, nach dem MRI, wissen wir Genaueres. Es ist echt beschissen!»

Einer mehr auf der YB-Verletztenliste. Schon Miralem Sulejmanis Name stand überraschend darauf. Hier gibt Adi Hütter Entwarnung: «Eine Vorsichtsmassnahme. Bis Mittwoch sollte es reichen.» Dasselbe gilt für Alain Rochat, der sich in der Pause über Probleme beklagt und schonungshalber später ausgewechselt wird. Bei ihm könnte es reichen für das Champions-League-Rückspiel vom Mittwoch bei Borussia Mönchengladbach. Bei Steve von Bergen eher nicht.

Was ist da los? Ist es der Kunstrasen? Wird falsch trainiert? Oder ist es ganz einfach die zu grosse Belastung? Dass es mit den Trainings zusammenhängt, verneint Hütter kategorisch: «Wenn in der Trainingssetzung etwas falsch wäre, würde ich das hinterfragen. Das ist aber nicht der Fall. Die Belastung ist halt schon enorm! Wir sind zwischen den Spielen nur noch am Regenerieren.»

Ein weiterer Grund sei das Kader, so Hütter: «Weil unser Kader eher dünn ist, kann ich nicht zu viel rotieren. Aber ich hoffe, wir können die Verletztenliste bald an den Nagel hängen.» Es braucht einen grossen Nagel. Denn aktuell stehen diese Namen drauf: Hoarau, Sulejmani, Rochat, Von Bergen, Gerndt, Sanogo, Benito, Joss, Seferi. Beeindruckend!


http://www.blick.ch/sport/fussball/supe ... 02107.html

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
 
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 190 Beiträge ]  Gehe zu Seite Vorherige  1, 2, 3, 4, 5, 6 ... 19  Nächste

Foren-Übersicht » www.ybfans.ch » BSC Young Boys Stammtisch


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 31 Gäste

 
 

 
Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.

Suche nach:
Gehe zu:  
Deutsche Übersetzung durch phpBB.de