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 Beitrag Verfasst: Freitag 24. Oktober 2014, 19:51 
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YB gelingt Coup

YB schlägt Napoli in der Europa League nach ausgezeichneter Leistung verdient 2:0 – dank Stürmer Guillaume Hoarau und einer äusserst starken Defensive.

Wer bloss soll aus diesem YB schlau werden? Am Donnerstagabend bittet der Berner Fussballklub im Stade de Suisse zur Abwechslung mal wieder zu einem Fussballfest und schlägt in der Europa League vor rund 24000 Zuschauern nach ausgezeichneter Leistung die SSC Napoli 2:0.

Und so feiern die YB-Fussballer nach Spielende zusammen mit dem euphorisierten Anhang einen süssen Sieg. Der Erfolg war verdient, die Young Boys überzeugten mit einer konzentrierten, fleissigen, leidenschaftlichen Vorstellung. «Wir dürfen heute stolz auf uns sein», sagte YB-Trainer Uli Forte.

Überragende Abwehrzentrale

Man darf anmerken, dass Napoli einige starke Kräfte vorerst schonte und seine drei grössten Offensivstars – Marek Hamsik, José Callejon und Gonzalo Higuain – erst in der Schlussphase einwechselte. Man sollte festhalten, dass sich die Gäste auf dem für sie ungewohnten Kunstrasen nicht wohlfühlten. Und man muss berücksichtigen, dass italienische Mannschaften in der Europa League eher nicht zu besonderen Anstrengungen neigen.

Dennoch darf YB stolz auf den Heimsieg gegen ein internationales Topteam sein. Die Young Boys präsentierten sich homogen und stabil, was auch am überzeugenden Duo im Abwehrzentrum lag. Captain Steve von Bergen und der in den letzten Monaten meistens verletzte Winterpausenzugang Milan Vilotic harmonierten prächtig. Die zwei waren in der Luft und am Boden nicht zu überwinden und hielten das Team gemeinsam mit Sékou Sanogo jederzeit zusammen. «Es freut mich sehr, hat Vilotic seine Klasse heute bewiesen», sagte Forte. «Hinter ihm liegen sehr schwierige Zeiten.»

In der Berner Offensive entpuppt sich derweil Guillaume Hoarau, erst nach dem Transfer Michael Freys zu Lille Ende August verpflichtet, immer mehr als Glücksgriff. Der Franzose ist nicht nur wegen seiner Grösse ein für die Gegner unangenehmer Stürmer. Hoarau ist auch mit dem Ball am Fuss fast nicht aus dem Spiel zu nehmen, zumal er eine akzeptable Technik besitzt.

Fortes Zufriedenheit

Und so vermochte YB das Geschehen bereits vor der Pause mit guten Szenen zu beleben. Hoarau scheiterte mit mehreren Kopfbällen, insgesamt aber verteidigte vorerst auch Napoli ordentlich. «Doch bereits vor der Pause fehlte unserem Spiel die Intensität», bemängelte Rafael Benitez, spanischer Startrainer Napolis.

Nur wenige Minuten waren nach dem Seitenwechsel absolviert, als Hoarau – nach einem Angriff über die rechte Seite – in der Mitte seine Klasse ein weiteres Mal unterstrich. Er kontrollierte den Ball, drehte sich und erzielte mit einem herrlichen Flachschuss in die entfernte Ecke das 1:0. «Wir glaubten an den Sieg», sagte Forte, «und es freut mich, spielten wir diesmal konstant gut und brachen nicht mehr ein.»

Nach dem Rückstand erwachten die Italiener ein bisschen, sie drängten und drückten jetzt, ohne aber besonders torgefährlich zu agieren. Gökhan Inler, Captain des Schweizer Nationalteams, war im Zentrum des Napoli-Aufbaus ein Sinnbild für den Auftritt seines Teams. Er hatte ein paar gute Ideen, letztlich aber fehlte es auch ihm an Entschlossenheit. Nicht aber den Young Boys, die den Vorsprung kämpferisch, klug und relativ problemlos verteidigten. In der Nachspielzeit erzielte der eingewechselte Leonardo Bertone nach einem Konter sogar das 2:0.

Manch ein YB-Anhänger dürfte sich gestern mal wieder gefragt haben, warum die Young Boys nicht regelmässig derart stark auftreten. Am Wochenende hat YB spielfrei, die Partie in Luzern wurde auf den 3.Dezember verschoben – und nächste Woche müssen die Berner zuschauen, wenn die Cupachtelfinals ausgetragen werden. Denn YB kann zwar den kontinentalen Giganten Napoli schlagen – aber gegen den Schweizer Fünftligisten Buochs verlieren.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/29854933

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 Beitrag Verfasst: Freitag 24. Oktober 2014, 19:53 
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Napoli-Fans von Polizei an die Grenze eskortiert

Wie italienische Medien berichten, sei der Napoli-Mannschaftsbus von eigenen Fans demoliert worden. Auch die Rückreise der Fans wurde bis zur Schweizer Grenze von der Polizei überwacht.

Während die gelb-schwarzen Fans im Freudentaumel den Sieg gegen den SSC Napoli am Donnerstagabend feierten, haben Napoli-Fans nach der Partie den eigenen Mannschaftsbus angegriffen. Das schreibt die italiensche Sportzeitung «La Gazzetta dello Sport» auf ihrer Seite.

Laut dem Bericht soll Rafael Benitez, der Trainer von Napoli, von wütenden Fans beleidigt worden sein. Die rund 500 Fans hätten die Abfahrt des Mannschaftsbuses blockiert und mit Stöcken und Eisenstangen darauf eingeschlagen. Dabei seien die Karosserie beschädigt und Fenster eingeschlagen worden. Personen hingegen seien nicht verletzt worden.

Schaden: ein Scheibenwischer

Albert Staudenmann, Mediensprecher bei YB, relativiert diese Informationen allerdings. Ein Napoli-Fan habe einen der Scheibenwischer abgerissen, Schläge mit Stöcken und Steinwürfe habe es nicht gegeben. Wenn der Zwischenfall dramatisch gewesen wäre, hätte dies die Sicherheitsbeauftragten des Stadions mitbekommen.

Wie die Kantonspolizei Bern auf Anfrage von Bernerzeitung.ch/Newsnet bestätigt, sei die Abfahrt durch Fans behindert worden. Erst durch die Eskorte von Polizeiwagen sei die Wegfahrt ermöglicht worden.

Im Video ist erkennbar, wie die Fans den Bus blockieren. Wie ein BZ-Reporter, der sich zu dieser Zeit vor Ort befand, schildert, hätten die Fans vor der Abfahrt auch um Autogramme gebeten und die Rufe genausogut als positive Reaktionen interpretiert werden können.

Angeblich zwei Spieler vergessen

Der Bus sei nach der Partie rasch abgefahren, wie andere Medien berichten. Zwei Spieler, Gonzalo Higuain und Raul Albiol, hätten sich aber noch bei der Doping-Kontrolle befunden und seien deshalb in Bern «vergessen worden», heisst es in diesem Bericht.

Dass die Spieler, die der Dopingkontrolle unterzogen wurden, in Bern blieben, sei von Anfang an geplant gewesen, wie YB verlauten lässt. Da die angekündigten Dopingkontrollen auch länger dauern können, sei klar gewesen, dass es knapp werde, um den Rückflug zu erreichen. «Higuain und Albiol haben in Bern übernachtet, weil es nicht mehr auf den Flug reichte», bestätigt Staudenmann.

Das Team von Napoli habe wegen ihres Rückfluges rasch das Stadion verlassen müssen. Ihr Flieger musste vor 22.30 Uhr abheben, um nicht das Nachtflugverbot zu brechen.

Rückreise der Fans überwacht

Die Fans waren nicht nur in Bern auffällig, sondern wurden bei der Heimfahrt von Polizisten und Grenzwächtern auf der Autobahn A2 durchs Tessin eng überwacht. Der Einsatz in der Nacht auf Freitag dauerte rund drei Stunden. Die Karawane von zehn Cars, rund 60 Minibussen und zahlreichen Privatautos wurde auf dem Abschnitt Airolo-Chiasso eng überwacht, wie die Polizei mitteilte. Auf rund 100 Kilometern wurden Ausfahrten sowie Rastplätze und Tankstellen kontrolliert.

Wer tanken musste, wurde von Polizeiangehörigen zur Zapfsäule begleitet. Ein Minibus mit Fans, der in Lugano einen Halt einlegen wollte, wurde gezwungen, in Richtung Grenze weiterzufahren. Andere Fans, die Zimmer im Tessin reserviert hatten, konnten dagegen mit Polizeieskorte zum Ziel fahren.

An der Operation waren Kantons- und Gemeindepolizisten sowie Angehörige des Grenzwachtkorps beteiligt. Beschädigungen oder Zwischenfälle gab es wegen der Durchfahrt der Tifosi im Tessin nicht.

Gleichzeitig habe die Polizei die umliegenden Kantone informiert, dass sich die Gästefans auf den Heimweg machten. Das werde ab und zu so gehandhabt, sagte der Sprecher. Wie die Kantone auf solche Informationen reagierten, liege in deren eigenem Ermessen. Meldungen zu Schäden oder Strafanzeigen seien bisher nicht eingegangen.


http://www.bernerzeitung.ch/region/bern ... y/13704673

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 Beitrag Verfasst: Freitag 24. Oktober 2014, 19:55 
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Napoli weggeputzt

Warum ist YB in Europa so stark?

YB läuft beim 2:0 gegen Napoli zur Hochform auf. Können die Berner den Schwung aus der Europa League auch in die Super League mitnehmen?

Auf nationaler Eben stottert der YB-Motor bislang noch. Das Cup-Aus gegen den Zweitligisten Buochs und lediglich Platz fünf in der Meisterschaft sind gemessen an den Ansprüchen der Vereinsführung zu wenig.

Besser in Fahrt sind die Berner auf europäischem Parkett. Nach der gestrigen 2:0-Gala gegen Napoli ist YB punktgleich mit Tabellenführer Sparta Prag und hat beste Aussichten in der Europa League zu überwintern.

Wie ist diese europäische Stärke zu erklären? Wird YB in der Europa League unterschätzt?

Immerhin läuft bei Napoli gestern im Stade de Suisse eine komplett andere Elf als noch vergangenes Wochenende gegen Inter Mailand auf. Stars wie Hamsik und Higuain werden nur eingewechselt.

Oder behagt den Bernern die Rolle als Herausforderer einfach besonders gut? Als solcher dürfte Uli Fortes Team in Europa-League-Form in der nationalen Meisterschaft doch noch zu einem Konkurrenten für FCB und FCZ werden.


http://www.blick.ch/sport/fussball/euro ... 21083.html

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 Beitrag Verfasst: Freitag 24. Oktober 2014, 19:58 
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Hoarau: «Gebe immer alles für das Team»

Mit dem 2:0-Heimsieg gegen Napoli ist den Young Boys in der Europa League ein weiterer Exploit gegen ein europäisches Spitzenteam gelungen. Die grosse Figur beim Erfolg der Berner war der französische Stürmer Guillaume Hoarau.

Die Young Boys sind im internationalen Wettbewerb eine Heimmacht. Dies mussten in den letzten Jahren auch zahlreiche namhafte Gegner schmerzhaft erfahren. Vor Napoli verliessen schon Tottenham Hotspur (2010), der VfB Stuttgart (2010), Zenit St. Petersburg (2011) oder Udinese (2012) das Stade de Suisse als Verlierer.

Dass die Young Boys gegen die «Grossen» zu besonders guten Leistungen fähig sind, bewiesen sie am Donnerstagabend gegen Napoli eindrücklich. Die ganze Mannschaft zeigte über die gesamten 90 Minuten einen starken Auftritt, konnte am Schluss einen verdienten Sieg einfahren und die Tabellenführung in der Gruppe I erobern.

Krönung einer überragenden Leistung

Obwohl YB im Kollektiv überzeugte, stach ein Spieler gegen Napoli besonders heraus: Guillaume Hoarau. Der ehemalige französische Nationalstürmer, der im August von Bordeaux nach Bern gewechselt hatte, war der beste Spieler auf dem Platz und krönte seinen überragenden Auftritt mit dem herrlichen Treffer zum 1:0. Für den 30-Jährigen war es bereits der 3. Treffer im 3. Europa-League-Spiel.

Offensiv und defensiv fleissig

Aber nicht nur das wegweisende Führungstor machte Hoarau zum Matchwinner. Der 1,92 m grosse Stürmer war zudem in der Offensive ein steter Unruheherd, agierte äusserst ballsicher und leistete mit seiner Kopfballstärke auch in der Defensive wertvolle Arbeit. Sein totaler Einsatz entspricht denn auch seiner Spiel-Philosophie: «Ich gebe immer alles für das Team. Früher habe ich Basketball gespielt, da greift man mit 5 Mann an und verteidigt auch mit 5 Mann. Das ist für mich im Fussball nicht anders.»

«Solche Spiele geben Vertrauen»

Trotz seiner starken Leistung wollte sich Hoarau nach dem Spiel nicht ins Zentrum stellen. «Es ist der Erfolg der ganzen Mannschaft, auch von den Spielern, die nicht zum Einsatz gekommen sind.» Und der frühere Stürmer von Paris St-Germain bleibt bescheiden: «Der Sieg ist zwar sehr schön, aber es ist nur ein einzelnes Spiel. Wir dürfen uns jetzt nicht auf dem Erreichten ausruhen und müssen weiter hart an uns arbeiten.»

Dennoch erhofft er sich durch den Sieg auch einen Schub für die kommenden Aufgaben. «Es war in letzter Zeit nicht immer einfach. Solche Spiele geben Vertrauen. Zudem kann unsere junge Mannschaft auf diesem Weg viel Erfahrung sammeln.»


http://www.srf.ch/sport/fussball/europa ... r-das-team

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 Beitrag Verfasst: Freitag 24. Oktober 2014, 20:02 
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Er war noch bei der Doping-Kontrolle

Napoli vergisst Superstar Higuain in Bern

Napoli flog nach der 0:2-Pleite bei YB noch am Abend nach Hause – und vergass zwei seiner Top-Spieler.

Gonzalo Higuain (26) gehört zu den besten Stürmern im Weltfussball. Beinahe hätte er für Argentinien den WM-Final gegen Deutschland entschieden.

Gestern war aber nicht sein Tag: Für Napoli wurde er beim 0:2 gegen YB viel zu spät eingewechselt und vergab eine der besten Chancen zum Ausgleich.

Später musste er zusammen mit Kollege Raul Albiol (29) zum Dopingtest. Auch der Spanier ist eine ganz grosse Nummer, war bei allen grossen Titeln seines Landes dabei: zweimal Europameister, einmal Weltmeister.

Der Chef wollte aber nach Hause: Kult-Coach Rafael Benitez (54) erschien sehr früh an der obligatorischen Medienkonferenz und klemmte diese rasch ab. Der Grund: Der Napoli-Flieger sollte unbedingt vor Beginn des Nachtflugverbots (23 Uhr) im Belpmoos abheben.

Das Nachtflugverbot ist bei solchen Spielen ein heikles Thema. Als sich im Sommer 2012 England und Italien für ein Freundschaftsspiel in Bern trafen, erhielten die Fussballverbände eine Ausnahmebewilligung. Die Flugzeuge durften nach 23 Uhr starten. Es gab heftige Reklamationen wegen des Lärms.

Benitez' Plan funktionierte. Um 22.20 Uhr hob der Flieger tatsächlich ab, ein paar Minuten später flog die SSC Napoli über das Breitenrain-Quartier mit dem Stade de Suisse. Die feiernden YB-Fans vor der Bar «Vetter Herzog» winkten noch. Sie wussten: Ein Abflug um diese Zeit? Das kann nur Napoli sein.

Und jetzt der Hammer: Higuain und Albiol waren nicht an Bord. Sie gingen beim Doping-Pinkeln vergessen!


http://www.blick.ch/sport/fussball/euro ... 21094.html

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 Beitrag Verfasst: Freitag 24. Oktober 2014, 20:06 
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«Ich bin immer cool – heute hats genützt»

Guillaume Hoarau lernt den Strafraum im Stade de Suisse immer besser kennen, während sich Leonardo Bertone und Raphael Nuzzolo schon auf die Reaktionen der italienischen Verwandtschaft freuen.

Der Wahnsinn hat bereits System. Mal wieder ist im Stade de Suisse ein europäischer Grossklub zu Gast, mal wieder resultiert ein Sieg – YB legt in der Europa League seit Jahren eine erstaunliche Heimstärke an den Tag. Nach dem verdienten 2:0-Erfolg über Napoli geht für Betreuer und Spieler eine dritte Halbzeit los: Vor dem Stadion und an den Zäunen warten die Tifosi des süditalienischen Traditionsvereins, Spieler für Spieler steigt unter Kreischen in den Bus. Gökhan Inler, Schweizer in Napoli-Diensten, hält widerwillig für ein Foto, Auskunft geben mag er nicht.

Der Abend gehört anderen, etwa den gefeierten Berner Torschützen. Guillaume Hoarau schlendert lässig aus der Garderobe, der Hüne hat allen Grund zur Lockerheit. Erst zum zweiten Mal stand er für YB in der Startelf, erzielte aber in der Europa League bereits seinen dritten Treffer. Ausführlich beschreibt er seine Bewegungen, als er den Ball im Strafraum gekonnt annahm und sich zwei Sekunden Zeit nahm, ehe er ihn flach links verwandelte. Hoarau lernt die Gefahrenzone im Stade de Suisse also immer besser kennen, drei Tore sind ihm in YB-Heimspielen schon gelungen, und gefragt, wie er es schaffe, so ruhig zu bleiben, meint er nur grinsend: «Ich bin immer cool – heute hats mal wieder genützt.»

Sinnieren über die Effizienz

Den Young Boys ist mal wieder ein Coup geglückt, und für die Berner bleibt zu hoffen, dass der Sieg zwischen der Niederlage gegen Basel und dem Heimspiel gegen Vaduz nicht nur eine Momentaufnahme im steten Auf und Ab ist. «Wenn wir immer so effizient spielen würden», sinniert Raphael Nuzzolo. Der Bieler mit Wurzeln in Süditalien rechnet mit der einen oder anderen halb-ernst-empörten Reaktion seiner Verwandten in Avellino. Neben ihm steht Leonardo Bertone und strahlt unablässig. Auch er hat Familie in Süditalien, und nachdem er in der 71.Minute ins Spiel gekommen war, verwandelte er in der Nachspielzeit einen Konter zum 2:0. «Einer der schönsten Tage in meiner Karriere. Ich freue mich auf die Reaktionen, aus Italien wie aus Bern.»

Vor dem Rückspiel in Neapel bleibt die Ausgangslage in der Gruppe I für YB verheissungsvoll: Wie die Italiener und Sparta Prag, das 3:0 bei Bratislava siegte, haben die Berner 6 Punkte.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/31391517

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 Beitrag Verfasst: Freitag 24. Oktober 2014, 20:12 
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«Davon kann ich meinen Kindern erzählen»

von Peter Berger - Der 2:0-Erfolg in der Europa League über Napoli löst bei YB viele Glücksgefühle aus, speziell bei den Bernern mit süditalienischen Wurzeln.

Raphael Nuzzolo stuft den Sieg über das grosse Napoli als historisch ein: «Davon kann ich vielleicht meinen Kindern in 20 Jahren noch erzählen.» Der Bieler, dessen Eltern aus der Nähe von Napoli stammen, freute sich zwar enorm, war aber nicht ganz zufrieden. «Als offensiver Spieler will man selber immer Tore oder Assists erzielen. Das ist diesmal nicht gelungen. Aber diese Partie war halt stark von der Taktik geprägt.»

Nuzzolo war sich jedoch bewusst: «Ein 2:0-Sieg über Napoli geschieht nicht jeden Tag.» Dass seine Verwandten in Süditalien nach der Niederlage ihrer Lieblinge nun verärgert sind, glaubt Nuzzolo nicht. «Sie sind sicher stolz auf mich.»

Napoli, Napoli, Napoli

Stolz ist auch Renato Steffen, der bei beiden Toren seine Füsse im Spiel hatte. «Ich bin megafroh. Das ist ein Glücksmoment. Im Vorfeld hiess es immer nur Napoli, Napoli, Napoli», freute er sich über den Exploit.

Chancen genutzt

Scott Sutter freute sich besonders, dass für einmal eine gute Leistung über 90 Minuten gelungen war. «In der Schlussviertelstunde gerieten wir etwas unter Druck, aber das gehört gegen eine Mannschaft wie Napoli dazu.»

Der YB-Engländer war schon 2010 beim 3:2-Heimsieg über Tottenham dabei. Sutter verwies darauf, dass die Italiener die Berner etwas unterschätzt haben, merkte aber auch an, «dass wir unsere Chancen ausgenützt haben».


http://www.20min.ch/sport/dossier/europ ... y/13921016

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