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 Beitrag Verfasst: Sonntag 9. März 2014, 23:59 
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Guter Spirit, modernes System

Der FC Zürich gewinnt auch sein sechstes Spiel in der Rückrunde und findet sich als Team immer besser zurecht. Er ist als erster Herausforderer des FC Basel ernst zu nehmen.

Er ist gut geworden, dieser FC Zürich. 18 Punkte aus sechs Spielen in der Rückrunde sind das eine. Das andere ist, dass die Dynamik in der Gruppe zu stimmen scheint. Für den Torhüter David Da Costa ist diese Serie von sechs Siegen «einfach geil». Er möge gar nicht ausgiebig darüber nachdenken und Theorien bilden, warum genau dies so sei. Augenblick verweile, du bist so schön! Da die Warum-Fragen in der Interview-Zone aber doch überhandnahmen, mochte sich der Goalie das Denken dann doch nicht verbieten. Von der Emotion in die Reflexion. Das Team beweise «Siegeswillen», immer wieder, von Spiel zu Spiel, das sei unglaublich, und es verstehe sich eben als «Einheit».

Und wie ist diese gewachsen? Da Costa erzählt, dass die älteren Spieler in einer dunkleren Zeit (ungefähr im Spätherbst) einen Prozess initiiert hätten, um egoistischen Tendenzen den Riegel zu schieben. Aber da wäre noch das moderne System mit dieser zweikampfstarken Dreierkette. Dies muss aus der Aussenperspektive in die Diskussion eingebracht werden.

Es sieht richtig gut aus, wie Buff als Ballverteiler, von den Hünen in der Abwehr bedient, das Spiel ankurbelt und wie variabel sich viele Akteure im FCZ im Positionsspiel erweisen. Der Trainer Urs Meier scheint das taktische Gewand gefunden zu haben, das zu den Qualitäten seiner Spieler passt. Es ist ein schönes Kleid, ein mit Ornamenten versehenes, mit einem Yassine Chikhaoui, der nach der Pause plötzlich den (überzeugenden) Chef mimt. In der 82. Minute schnappte er sich nach einem Penaltypfiff den Ball und versenkte ihn in den Netzhimmel zum 2:1-Führungstreffer. Hätte das Chikhaoui vor ein paar Monaten auch so gemacht? Der Trainer Meier lächelt. War Chikhaoui als Schütze vorgesehen? Der Trainer Meier lächelt nochmals, seine Augen strahlen jetzt ganz klein, so fest sind sie zugekniffen. Und dann sagte Meier, dass das egal sei, er verlange ja «Eigenverantwortung». Chikhaoui war also nicht als Schütze vorgesehen. Er hat sich selbst dazu auserkoren und geskort.

Wenn's läuft, läuft's. Aber Meier sagt auch, dass es für einen Lauf viel Laufbereitschaft brauche. Die hatte der Verteidiger Berat Djimsiti, der vor dem Foul, das zum Strafstoss führte, fast über das ganze Feld gelaufen war und Uli Forte, den Trainer der Young Boys, sagen liess, dass sie diese Aktion schon viel früher hätten stoppen müssen. Hätten müssen. Aber der FC Zürich war nicht so leicht zu stoppen. Der YB-Captain Moreno Costanzo hatte die Berner mit einem wunderbaren Tor 1:0 in Führung gebracht (47.) und die Zürcher herausgefordert. Mario Gavranovic glich, vom Schicksal unterstützt, mit einem Prellball – der zum Lobball mutierte – zum 1:1 aus, der eingewechselte Brasilianer Pedro sicherte nach einem Konterangriff mit dem 3:1 den Sieg.

Wohin geht die Reise, FCZ? Der Trainer Meier mahnte zu «Bescheidenheit und Demut», die Liga sei sehr ausgeglichen, das habe er immer zu Protokoll gegeben, nie habe er einen Alleingang des FC Basel vermutet. Was auch schwierig ist, spielt man wie der FCB zwölf Mal remis. Die Basler verteilen an die Herausforderer Einladungen en masse, als wären sie gar nicht interessiert, ohne Gegenwehr Meister zu werden.

Hätte YB in Sion und jetzt gegen den FCZ gesiegt, die Berner wären Leader. Forte lachte auch, aber irgendwie anders als Meier und sagte: «Nur die Fakten zählen.» Sie sprechen momentan für den FC Zürich als ersten Herausforderer der Basler. Es seien einst elf Punkte Rückstand gewesen, jetzt seien es fünf, sagen bilanzierend einige Spieler.

Im Spätherbst musste der FC Zürich viel Kritik und Häme einstecken. Im Keller der Tabelle musste er noch Gratulationen entgegennehmen, weil er dank Lausanne-Sport wenigstens nicht absteigen würde. Diese Phase ist überwunden. Der Blick ist nach vorne gerichtet: auf den Cup-Halbfinal gegen Thun und den Endspurt in der Meisterschaft. Meier wollte nie etwas davon wissen, wie schlecht alles gewesen sei, und lässt es sich nicht nehmen, auf die düstere Zeit und die Schlagzeilen in der Vergangenheit mit einem Schmunzeln zurückzublicken. Alles könne nicht falsch gewesen sein. Auch nicht, nach wiederholter Zäsur und Krankheit an Chikhaoui festzuhalten, weil der Tunesier «ein grossartiger Mensch» sei. Dieser spreche zwar nicht viel – und wenn, dann leise und ehrfurchtsvoll. Mittlerweile drängt er sich aber unangemeldet zum Penaltyschiessen vor.

Wenn's läuft, dann läuft's. Und die FCZ-Spieler laufen viel, damit es läuft. Wer stoppt sie? Luzern nächste Woche, Basel übernächste. Wer?

http://www.nzz.ch/aktuell/sport/fussbal ... 1.18259277

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 Beitrag Verfasst: Montag 10. März 2014, 00:01 
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«Man spürt, dass Chikhaoui den FCZ liebt»

FCZ-Trainer Urs Meier hat den Meistertitel nach dem 3:1 bei den Young Boys weiter im Visier und gibt eine kleine Liebeserklärung an Yassine Chikhaoui ab.

«Ich muss meiner Mannschaft ein Riesenkompliment machen. Um ein Spiel gegen ein starkes Team wie YB zu drehen, braucht es sehr viel. Alle reden davon, dass wir einen Lauf haben. Ein Lauf hat aber immer mit Laufen zu tun», sagte FCZ-Trainer Urs Meier an der Pressekonferenz nach dem Verfolgerduell im Stade de Suisse. «Meine Spieler haben für den Sieg eine Menge getan. Mich hat beeindruckt, wie sie nach der Führung für YB die Ruhe bewahrten. Unsere drei Tore waren herrlich herausgespielt.»

Die Meisterschaft sei sehr eng, Leader Basel bei nun noch fünf Punkten Vorsprung noch lange nicht am Ziel. «Ich habe schon vor der Rückrunde gesagt, dass es keinen Alleingang des FCB geben wird. Es wird bis am Schluss spannend sein», gab Meier weiter zu Protokoll. «Die Mannschaften an der Tabellenspitze befinden sich auf Augenhöhe, das zeichnet diese Liga aus. Wir schauen einfach auf uns und gehen unseren Weg. Als wir im November auf Platz 9 lagen, hatte uns keiner auf der Rechnung, nun ist die Aufmerksamkeit wieder grösser geworden. Wir lassen uns nicht verrückt machen und wissen, dass wir noch nichts gewonnen haben.»

Der Zürcher Trainer äusserte sich auch zum Fall Yassine Chikhaoui. Der Tunesier, dessen Vertrag nicht mehr verlängert wurde, hat sich in den letzten Spielen zum Chef im FCZ-Team entwickelt und imponiert seinem Coach. Die Stimmen, die Chikhaouis Abgang bedauern, werden lauter. «Ich wurde x-mal gefragt, warum ich Chickhaoui überhaupt noch bringe», erinnerte sich Meier. «Das war während der Phase, in der er schwer krank war. Yassine ist ein toller Mensch. Er übernimmt Verantwortung und ist bereit, dem FC Zürich das zurückzugeben, was er von ihm in schwierigen Zeiten bekommen hat. Dass er de FCZ liebt, sieht und spürt man.»

Forte hadert und ortet mangelnde Cleverness

«Wenn man sieht, wie dieses Spiel gelaufen ist, muss man von einer bitteren Niederlage sprechen», erklärte YB-Coach Uli Forte. «Wir hatten lange alles im Griff und konnten unseren Plan umsetzen. Wir wollten dem FCZ auf keinen Fall ins offene Messer laufen, weil die Zürcher sehr gefährlich sind, wenn sie nach der Balleroberung umschalten können. Der FCZ hatte nicht viele Möglichkeiten und sorgte vor allem über Sandardsituationen für Gefahr. Das 1:1 war ein Prellball, bei dem unser Goalie nichts machen konnte. Bei der Szene, die zum Penalty führte, haben wir uns nicht optimal angestellt. Wir hätten die Aktion viel früher stoppen müssen, da fehlt uns zum Teil die Cleverness. Zumindest ein 1:1 hätten wir erreichen müssen, nun stehen wir mit leeren Händen da nd müssen Wunden lecken.»

Young Boys - Zürich 1:3 (0:0)

Stade de Suisse. - 17'297 Zuschauer. - SR Klossner. - Tore: 47. Costanzo 1:0. 67. Gavranovic (Etoundi) 1:1. 83. Chikhaoui (Foulpenalty/Foul an Djimsiti) 1:2. 93. Pedro Henrique 1:3.

Young Boys: Mvogo; Sutter (86. Afum), Vilotic, Von Bergen, Rochat; Costanzo, Gajic; Nuzzolo, Kubo, Steffen (80. Lecjaks); Zarate (73. Martinez).

Zürich: Da Costa; Teixeira, Kecojevic, Djimsiti; Buff; Philippe Koch, Chiumiento, Chikhaoui, Schönbächler; Gavranovic (84. Pedro Henrique), Etoundi (84. Sadiku).

Bemerkungen: Young Boys ohne Frey (gesperrt), Bürki, Doubaï, Gerndt, Simpson, Spycher und Wölfli (alle verletzt), Zürich ohne Rikan (gesperrt), Benito, Brunner, Chermiti, Kukeli und Nef (alle verletzt). Verwarnungen: 11. Djimsiti (Foul). 25. Zarate (Foul). 27. Philippe Koch (Foul). 71. Steffen (Foul). 81. Vilotic (Foul). 90. Gajic (Foul). 91. Chikhaoui (Foul). 93. Pedro Henrique (Trikot ausziehen).


http://www.derbund.ch/sport/fussball/Ma ... y/30525994

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 Beitrag Verfasst: Montag 10. März 2014, 00:03 
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Der FCZ dreht das Verfolgerduell

Der FC Zürich hat in der Super League auch seine 6. Partie in der Rückrunde gewonnen. Die Mannschaft von Trainer Urs Meier gewann bei YB glücklich mit 3:1 und rückte in der Tabelle zu den Stadtbernern auf.

Die Entscheidung in Bern fiel aus 11 Metern: In der 83. Minute verwertete Yassine Chikhaoui einen äusserst fragwürdigen Foulpenalty sicher in die obere linke Ecke zum vorentscheidenden 2:1. Zuvor war Berat Djimsiti nach schönem Durchspiel im Strafraum zu Fall gekommen - wohl aber ohne Vergehen von Milan Vilotic.

In der Nachspielzeit erhöhte Einwechselspieler Pedro Henrique dann noch auf 3:1 für den FCZ. Dank dem 6. Sieg im 6. Spiel 2014 schlossen die Zürcher zu YB und GC auf. Das Trio liegt 5 Zähler hinter Leader Basel.

YB gab Zepter aus der Hand

So bitter der Zürcher Treffer zum 2:1 aus Berner Sicht war - er hatte sich irgendwie abgezeichnet. Nach dem herrlichen Führungstreffer aus 16 Metern durch Moreno Costanzo in der 47. Minute übernahmen die Gäste nach und nach das Spieldiktat.

In der 49. Minute konnte Steve von Bergen noch in extremis gegen Franck Etoundi retten. 18 Minuten später war es aber um YB geschehen: Ein Prellball zwischen Mario Gavranovic und Scott Sutter senkte sich für Goalie Yvon Mvogo unhaltbar ins Netz.

Für Gavranovic war es bereits der elfte Saisontreffer, womit er in der Torschützenliste zu Leader Josef Martinez aufschloss. In der Rückrunde traf Gavranovic bereits fünf Mal.


http://www.srf.ch/sport/fussball/super- ... olgerduell

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 Beitrag Verfasst: Montag 10. März 2014, 00:06 
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YB-Rochat nach Pleite gegen FCZ

«Wir hatten Angst zu spielen»

Der Zürcher Höhenflug geht munter weiter! Die Frage stellt sich nach dem 3:1-Auswärtssieg gegen YB: Wer will bloss diesen FCZ stoppen?

Nach einem Abtasten in der ersten Spielhälfte entwickelt sich das Verfolgerduell zwischen YB und dem FCZ zu einem kleinen Spektakel.

Nach der Pause geht es nämlich Schlag auf Schlag: Kurz nach Wiederanpfiff zieht der Ex-Berner Chiumiento aus 25 Metern ab, der Ball fliegt nur knapp über die Latte.

Im Gegenzug zieht YB-Captain Costanzo ungehindert an Kecojevic vorbei, mit einem satten Schuss lässt er FCZ-Keeper Da Costa keine Chance. YB führt 1:0 (47.). Was für eine geile Kiste!

Auf der Gegenseite verhindert Steve von Bergen den postwendenden Ausgleich von Etoundi, er kann den Ball noch vor der Linie grätschen (49.).

Die Berner kommen weiter zu guten Torchancen, gehen damit aber zu fahrlässig um – und werden bestraft!

Gavranovic kann sich gleich gegen fünf Berner durchsetzen, kommt zum Schuss. Dieser wird von Sutter noch unglücklich abgelenkt – den Lob ins Tor kann der junge YB-Goalie Mvogo nicht mehr verhindern (67.). Es ist bereits Gavras fünfter Rückrunden-Treffer, seine elfte Kiste insgesamt.

Es kommt noch besser für den FCZ. YB-Verteidiger Vilotic fährt im Strafraumduell mit Djimsiti (83.) den Arm aus, bringt den FCZ-Verteidiger so aus dem Tritt. Forte: «Den kann man geben.» Den Elfmeter verwandelt Chikhaoui souverän, 2:1 für Zürich!

Pedro macht mit dem 3:1 in der Nachspielzeit alles klar, er erwischt Mvogo zwischen den Beinen. Das wars.

Nach dem 3:1 in Bern, dem sechsten Sieg im sechsten Rückrundenspiel, rückt der FCZ zu YB und GC auf (alle 40 Punkte).

Startet bald der Angriff auf Meister Basel?


YB - Zürich 1:3 (0:0)
Stade de Suisse, Bern. - SR Stephan Klossner, Schweiz. - Tore: 47. Moreno Costanzo 1:0, 67. Mario Gavranovic 1:1, 82. Yassine Chikhaoui 1:2 (Penalty), 92. Pedro Henrique 1:3.

YB: Mvogo Y., Sutter S., Vilotic M., von Bergen S., Rochat A., Costanzo M., Gajic M., Raphaël Nuzzolo, Kubo Y., Steffen R., Zarate G. - Einwechslungen: Martinez J. (79. für Zarate G.), Lecjaks J. (80. für Steffen R.), Afum S. (86. für Sutter S.).

Zürich: Da Costa D., Teixeira J., Kecojevic I., Djimsiti B., Koch P., Buff O., Davide Chiumiento, Marco Schönbächler, Chikhaoui Y., Etoundi F., Gavranovic M. - Einwechslungen: Henrique P. (83. für Gavranovic M.), Sadiku A. (83. für Etoundi F.).

Verwarnungen: YB: 24. Zarate G. (Gelb), 71. Steffen R. (Gelb), 82. Vilotic M. (Gelb), 90. Gajic M. (Gelb). Zürich: 11. Djimsiti B. (Gelb), 27. Koch P. (Gelb), 90. Chikhaoui Y. (Gelb), 90. Henrique P. (Gelb).


http://www.blick.ch/sport/fussball/supe ... 23590.html

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 Beitrag Verfasst: Montag 10. März 2014, 08:08 
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10.03.2014

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Ein Kunstschuss und doch kein Lohn

YB vermochte gegen den FCZ nur 20 Minuten lang wirklich zu überzeugen. Das reichte nicht, um das Team der Rückrunde in Verlegenheit zu bringen. Einziger YB-Torschütze: Moreno Costanzo.

Nach einer zerfahrenen und ereignisarmen ersten Halbzeit begann die zweite Hälfte mit einem Geniestreich. Urheber: Moreno Costanzo. Wie der technisch wohl beste Fussballer des BSC Young Boys zuerst gegen zwei Zürcher den Ball behauptete, um ihn dann mit dem linken Fuss in die entferntere Torecke zu schlenzen, war grosse Klasse.

Der Captain leitete mit dem Kunstschuss die beste Phase seiner Equipe ein, welche leider nur rund 20 Minuten dauerte. Es war die Zeit, in der die Platzherren vermehrt den direkten Weg zum Zürcher Tor suchten, schnell nach vorne spielten und die Offensivkräfte endlich auch mal Zweikämpfe gewannen.

Falsche Entscheidungen

Welch frappanter Unterschied zu den ersten 45 Minuten, in denen Zárate, Nuzzolo und Kubo gegen die körperlich robusten Teixeira, Kecojevic und Djimsiti keinen Stich gehabt hatten. Da sich die Young Boys in der Vorwärtsbewegung überdies viel zu viele Fehlpässe leistete, erstaunte es nicht, kamen sie nur nach stehenden Bällen zu zwei Halbchancen (Vilotic, Rochat).

Sie hätten «zu oft nicht die richtigen Entscheidungen getroffen», konstatierte Trainer Uli Forte, als er hinterher Stellung bezog zu einer äusserst schmerzhaften Niederlage. Das sei umso ärgerlicher, weil mehrmals viel Raum vorhanden gewesen wäre für einen Konterangriff.

Zürichs Glück beim Ausgleich

Wie man nach einer Balleroberung schnell umschaltet, demonstrierte der FCZ in der 66. Minute. Djimsiti fing einen hohen Steilpass Costanzos ab, lancierte Etoundi, der sich gegen Sutter und von Bergen durchsetzte und Gavranovic bediente. Dessen Glück war, dass sein abgelenkter Schuss nach eigenartiger Flugbahn wie ein Stein ins Tor plumpste.

Beim zweiten Zürcher Gegentreffer spielte der Faktor Glück eine weit weniger wichtige Rolle, als es Forte wahrhaben wollte. Natürlich war es das Pech der Young Boys, dass der gute Schiedsrichter Stephan Klossner Vilotics Ellbogeneinsatz gegen Djimsiti als penaltywürdig einstufte.

Doch zuvor hatten Sutter – verlorener Zweikampf auf der Höhe der Mittellinie – und Gajic – wurde von Djimsiti überlaufen – schlecht ausgesehen. «Wir müssen die Angriffsaktion viel früher stoppen», musste Forte zugeben, der sich nicht zum ersten Mal in dieser Saison über die mangelnde Cleverness seiner Mannschaft ärgerte.

Das Fehlen eines Dominators

Der YB-Coach bekam gestern noch diverse weitere Dinge zu sehen, die ihm nicht gefallen konnten. Das mangelnde Durchsetzungsvermögen der Offensivspieler ist an früherer Stelle bereits angesprochen worden.

Ein anderer Punkt war das Fehlen einer Persönlichkeit im zentralen Mittelfeld, die das Spiel ordnet und lenkt. Costanzo ist ein spielerisch überdurchschnittlich begabter Spieler, doch ihm fehlen Wucht, Körpermasse und Schnelligkeit, um auf dieser so wichtigen Position über längere Abschnitte eine wirklich dominante Rolle zu spielen.

Sein Partner Milan Gajic bringt wohl gute körperliche Voraussetzungen mit, ihm fehlt es jedoch an Konstanz und Ausstrahlung. Ein Schwachstelle war wie schon in Sion die Abwehr. Von Bergen befindet sich in einem Formtief, Vilotic ist noch nicht die erhoffte Verstärkung, Rochat wirkt unsicher.

Fazit: Zu viele Baustellen verhindern, dass die Young Boys Leader FC Basel ernsthaft Paroli bieten können. Ihr Weg dürfte deshalb im Mai irgendwo zwischen Rang zwei und vier enden.Ein ernsthafterer Konkurrent für den schwächelnden Meister könnte der FC Zürich werden, der gestern den sechsten Sieg in Serie feiern konnte. «Die Art und Weise, wie wir Fussball spielen, macht mir Freude», stellte FCZ-Trainer Urs Meier am späteren Sonntagnachmittag befriedigt fest. Und er wiederholte gerne, was er schon vor Beginn der Rückrunde gesagt hatte: «Die Meisterschaft wird bis zum Schluss spannend bleiben.»

Telegramm

Young Boys - Zürich 1:3 (0:0).

Stade de Suisse. - 17'297 Zuschauer. - SR Klossner. - Tore: 47. Costanzo 1:0. 67. Gavranovic (Etoundi) 1:1. 83. Chikhaoui (Foulpenalty/Foul an Djimsiti) 1:2. 93. Pedro Henrique 1:3.

Young Boys: Mvogo; Sutter (86. Afum), Vilotic, Von Bergen, Rochat; Costanzo, Gajic; Nuzzolo, Kubo, Steffen (80. Lecjaks); Zarate (73. Martinez).

Zürich: Da Costa; Teixeira, Kecojevic, Djimsiti; Buff; Philippe Koch, Chiumiento, Chikhaoui, Schönbächler; Gavranovic (84. Pedro Henrique), Etoundi (84. Sadiku).

Bemerkungen: Young Boys ohne Frey (gesperrt), Bürki, Doubaï, Gerndt, Simpson, Spycher und Wölfli (alle verletzt), Zürich ohne Rikan (gesperrt), Benito, Brunner, Chermiti, Kukeli und Nef (alle verletzt). Verwarnungen: 11. Djimsiti (Foul). 25. Zarate (Foul). 27. Philippe Koch (Foul). 71. Steffen (Foul). 81. Vilotic (Foul). 90. Gajic (Foul). 91. Chikhaoui (Foul). 93. Pedro Henrique (Trikot ausziehen).


http://www.derbund.ch/sport/fussball/Ei ... y/30076880

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 Beitrag Verfasst: Montag 10. März 2014, 08:10 
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Typisch YB

Die Young Boys haben gegen den FC Zürich mal wieder eine Chance verpasst. Sie wollten ein Ausrufezeichen setzen, hinterlassen mit ihrem schwachen Auftritt bei der 1:3-Niederlage aber Fragezeichen.

Die YB-Akteure schleichen niedergeschlagen vom Platz, begleitet werden sie von Pfiffen der enttäuschten Fans im Stade de Suisse. Soeben haben die Young Boys das wenig unterhaltsame Spitzenspiel gegen Zürich vor nur rund 17000 Zuschauern 1:3 verloren. Sie haben – mal wieder – eine Chance verpasst. Typisch YB halt, ungefähr Folge 87. Oder 134. Wer hat denn schon mitgezählt, wie oft die Berner in einer bedeutenden Begegnung nicht bereit waren?

Und so müssen die YB-Akteure mal wieder Erklärungen finden für einen Rückschlag. Vorerst spricht nur Renato Steffen bei den Medienleuten, er redet von einer «grossen Enttäuschung» und davon, dass YB nach der 1:0-Führung leider aufgehört habe, nach vorne zu spielen. «Dabei hatten wir sie doch im Griff», sagt Steffen. Und schüttelt heftig den Kopf. Andere hielten während des Spiels sogar die Hände vor die Augen, weil sie nicht mehr hinsehen wollten. So wie Alain Rochat nach dem dritten Gegentor in der Nachspielzeit. «Wir wollten näher an Basel heranrücken», sagt er, «das ist uns wieder nicht gelungen. Und das ist ärgerlich.»

Vom Meistertitel spricht bei YB bekanntlich keiner. Das Vereinsziel lautet: Europacup erreichen. Und so spielen die Young Boys halt auch. Ein Schritt vorwärts, einer zurück, mal ein Sieg hier, dann eine Niederlage da. Das reicht in dieser mediokren Liga vermutlich locker dafür, europäisch dabei zu sein. Aber nicht für mehr. Dabei wäre der FC Basel, der am Samstag zu Hause nur ein 1:1 gegen St.Gallen geschafft hatte, in dieser Spielzeit zu packen. YB aber hat, wie elf Tage zuvor in Sitten (0:3), gegen den FCZ erneut drei Gegentore kassiert. «Wir machen zu viele Fehler», sagt Moreno Costanzo, «und das wird sofort bestraft.»

Am (virtuellen) Stammtisch heisst es ja oft, dieses YB habe kaum Charaktertypen und keine Führungsspieler, und gerne wird dann Moreno Costanzo als Sinnbild genannt. Er kann, wenn sein Team 2:0 führt, einer der besten Fussballer des Landes sein. Aber was ist, wenn YB 0:2 hinten liegt? Auch Costanzos Körpersprache wird in Internetforen kritisiert und die Vertragsverlängerung mit ihm bis 2017 ohnehin. Warum aber YB-Trainer Uli Forte enorm viel von Costanzo hält, zeigte der Aufbauer am Sonntag bei seinem herrlichen Führungstor: Dynamik, Entschlossenheit, Kraft – Costanzo schnappte sich den Ball, spedierte ihn nach einem tollen Lauf wunderbar in die Ecke und widerlegte gleichzeitig das Urteil, keiner für wichtige Partien zu sein.

Hätte YB das Spiel 1:0 gewonnen, wäre Costanzo am Sonntag der grosse Sieger gewesen. So bleibt die bittere Analyse Costanzos, in Abwesenheit der verletzten Christoph Spycher und Marco Wölfli derzeit Captain: «Das war zu wenig von uns.» Typisch YB halt. Oder, Moreno Costanzo? «Nein, das kann man nicht so sagen. Und verloren ist ja noch nichts.» Kurz darauf schlurft Scott Sutter mit hängenden Schultern aus der YB-Kabine. Auch der Rechtsverteidiger ist ein feiner, anständiger Kerl, zu fein und anständig manchmal, monieren die einen. Sutter sagt: «Es ist zu hart, wenn man jetzt sagt, das sei typisch für YB gewesen. Wir waren lange im Spiel. Aber der FCZ hat das gut gemacht, zudem lief es für ihn.» Ein «unglücklicher Prellball» zwischen ihm und Mario Gavranovic sei das gewesen vor dem 1:1 der Zürcher. «So ein Ball geht nicht immer ins Tor.» Teamkollege Costanzo meint, in dieser Szene habe man gesehen, dass der FCZ einen Lauf habe. «Und dann hat man Glück und erzielt einen solchen Treffer.»

Und so feiert am Sonntag Zürich, während Bern hadert. Wie im Eishockey. YB war zu zögerlich, zu fehlerhaft, hinten anfällig, vorne harmlos. Es war ein Auftritt zum Vergessen. Dabei hatten die Young Boys am Samstag den Basler Patzer gegen St.Gallen mit Freude registriert. «Aber wir müssen unsere Leistung bringen, sonst können wir nicht profitieren», sagt Costanzo. Und Sutter, dessen auslaufender Vertrag bald verlängert werden dürfte, meint: «Die anderen können hundertmal verlieren, das bringt uns nichts, wenn wir so spielen wie heute.»

Ein Ausrufezeichen hatte YB setzen wollen gegen Zürich. Fragezeichen hinterliess es.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/13529914

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 Beitrag Verfasst: Montag 10. März 2014, 08:11 
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Im Marathon aus dem Tritt geraten

Bis zur 67.Minute lagen die Young Boys gegen den FC Zürich in Führung. Dann drehten die Gäste mit drei Toren die Partie und gewannen 3:1.

Die Aussichten waren verlockend. Mit einem Sieg hätte YB nicht nur den Rückstand auf Leader Basel auf zwei Punkte reduziert, sondern auch den Lauf des FC Zürich, der nun in der Rückrunde alle seine sechs Spiele gewonnen hat, vorerst gebremst. Es wäre ein Zeichen an die Konkurrenz gewesen, ein Ausdruck von Stärke. Doch der Konjunktiv verrät es: Nach der 1:3-Niederlage in dieser womöglich wegweisenden Partie sind die Young Boys den Status als erster Verfolger des FC Basel los. Sie haben zwar wie GC und der FCZ 40 Punkte auf ihrem Konto, die Zweitgenannten machen derzeit aber eher den Anschein, den FC Basel – wenn überhaupt – fordern zu können.

Dabei lief es für die Gelb-Schwarzen am gestrigen Nachmittag lange Zeit nach Plan. Sie liessen die offensivstarken Zürcher, welche nun in den letzten 5 Partien 13 Tore erzielt haben, kaum zur Entfaltung kommen. Vor allem aber lagen sie in Führung. Mit einer starken Einzelaktion hatte Moreno Costanzo in der 47.Minute das 1:0 erzielt. «Wir wollten dem FCZ nicht ins Messer laufen. Das ist uns gelungen», sagte Trainer Uli Forte.

Der Führungstreffer war allerdings ein guter Lohn nach einer behäbigen ersten Hälfte, in welcher den Young Boys nichts hatte gelingen wollen. Sie agierten fahrig und ungenau. Und weil die Offensivakteure kaum einmal rochierten, fehlte es im YB-Spiel an Überraschungen. So erlebten die Zürcher Verteidiger einen geruhsamen Nachmittag. Ein Kopfball von Milan Vilotic blieb noch die gefährlichste Aktion in den ersten 45 Minuten. Als Steve von Bergen unmittelbar vor der Halbzeit ein langer Ball missglückte, äusserte das Publikum mit Pfiffen seinen Unmut zum Dargebotenen.

Eine gute Phase

Allerdings hatten auch die Gäste ihren Anteil daran gehabt, dass die erste Hälfte ereignisarm verlaufen war. Trainer Urs Meier hatte zwar offensiv aufgestellt. Im 3-1-4-2 bildeten mit Yassine Chikhaoui und Davide Chiumiento zwei Spieler das zentrale Mittelfeld, die nicht ihrer defensiven Qualitäten wegen geschätzt werden. Doch erst nach dem YB-Führungstor vermochten sich die Zürcher besser zu entfalten.

Wenige Momente nach dem Tor Costanzos klärte von Bergen ein Schuss von Frank Etoundi vor der Linie. In dieser Phase nahm die Partie Schwung auf. Die Zürcher riskierten nun mehr. So öffneten sich für YB Räume. Costanzo, Renato Steffen und Yuya Kubo verpassten es, die Führung auszubauen.

In der 67.Minute bestrafte Mario Gavranovic diese Nachlässigkeiten und erzielte mit einem Prellball den Ausgleich. «Hat man einen Lauf, dann gehen auch solche Bälle rein», sagte Forte. Für die Young Boys kam es aber noch schlimmer. Nach einem Foul von Milan Vilotic an Berat Djimsiti entschied der Schiedsrichter auf Elfmeter. Chikhaoui liess sich diese Chance nicht entgehen und traf in der 83.Minute zum 2:1.

Pedro Henrique krönte schliesslich in der Nachspielzeit mit seinem Tor die vorzügliche Zürcher Schlussphase. «Es ist ein Rückschlag», sagte Forte. «Aber eine Saison ist wie ein Marathonlauf. Wir müssen schauen, dass wir in Bewegung bleiben.» Nach der 1:3-Niederlage sind die Young Boys aber aus dem Tritt geraten.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/12879935

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Fredy Bickel an Yassine Chikhaoui

«Bitte, überlege es dir»: Wie der YB-Sportchef um Chikhaoui werben könnte, den Fussballkünstler, der dem Berner Team wohl ganz gut täte.

Wie der YB-Sportchef Fredy Bickel um die Gunst Yassine Chikhaouis werben könnte, dessen Vertrag im FC Zürich im Sommer ausläuft:

«Lieber Yassine. Seit meinem Abgang im FCZ ist kaum ein Tag vergangen, an dem ich nicht an dich gedacht habe. Du fehlst mir. Bei YB habe ich viele wackere Arbeiter und den einen oder anderen Spieler, der sich für etwas Besseres hält – aber so einer wie du, so einer ist nirgends, diese Genialität, ach! Yassine, ich mag dich und brauche dich, und ich könnte dir einen ordentlichen Lohn zahlen, jedenfalls mehr, als dir im FCZ jemals geboten worden ist. Ja, im FCZ muss Ancillo wirklich sparen, erst recht, seitdem ihm seine Frau auf die Finger schaut. In Bern aber machen wir uns einen Spass daraus, ab und zu von Sparbremsen und so zu reden. Doch wenn wir jemanden von ganzem Herzen wollen, stiefle ich mir zwei, drei Argumente zusammen, rufe Andy Rihs an, erzähle etwas von Champions League und Phase 4 und so – und schon ist er Feuer und Flamme und alles geritzt.

Glaube mir, du würdest dich wohl fühlen bei uns. Ich bin ja da, aber viele andere auch: Milan Gajic würde für dich die Knochen hinhalten, zudem ist Harry Gämperle wieder bei mir, Erich Hänzi, Alain Rochat, Stefan Knutti, sogar Ernst Graf, du weisst schon, der Nachwuchschef. Wir sind eine glückliche grosse Familie, der nur noch der verlorene Sohn fehlt. Also, bitte, überlege es dir. Ich komme gern mal nach Zürich, um alles zu besprechen. Wenn's sein muss, finden wir sicher auch für Amine Chermiti ein Plätzchen, wie gesagt, Geld ist kein Problem. Ich möchte dich, dich und nochmals dich. Uli Forte quengelt zwar immer, ich solle Vero Salatic holen – er schwadroniert etwas von physischer Präsenz und taktischer Brillanz, aber was weiss Uli schon von Fussballkunst? Er war zuletzt ja GC-Trainer. Forte ist auf die lustige Behauptung gekommen, in fünf Spielen sei Salatic viermal gut bis sehr gut, du hingegen höchstens einmal. Mir egal. Lieber gewinne ich mit dir einmal, als mit Salatic viermal nicht zu verlieren. Viele Siege sind sich die Berner ohnehin nicht gewohnt.


http://www.nzz.ch/aktuell/sport/fussbal ... 1.18259226

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 Beitrag Verfasst: Montag 10. März 2014, 10:21 
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Die Noten zum Spiel YB gegen FCZ

Die Young Boys enttäuschten gegen den FC Zürich (1:3) über weite Strecken.

Yvon Mvogo: Note 3
Seine riskante Spielweise war auch gegen den FCZ augenfällig. Ein missratener Abwurf, insgesamt aber lange Zeit ordentlich. Beim dritten Gegentor jedoch sah Mvogo schlecht aus, als er den Schuss zwischen den Beinen passieren lassen musste.

Scott Sutter: Note 3
Dem Rechtsverteidiger gelang nach vorne nicht viel. Beim ersten FCZ-Tor führte sein Prellball zum Ausgleich. Und auch bei der Entstehung des zweiten Zürcher Tores agierte er zu zögerlich.

Milan Vilotic: Note 2,5
Erneut mit mehreren Unsicherheiten. Wirkt nicht fit, verschuldete den Elfmeter zum 2:1 für Zürich mit einer unbeholfenen Aktion gegen Berat Djimsiti.

Steve von Bergen: Note 3
Vorerst mit einer guten Leistung, aber der Nationalspieler steckt ebenfalls im (kleinen) Formtief. Hatte grosse Mühe in den Laufduellen mit dem unbequemen Franck Etoundi. Vor dem dritten Tor des FCZ zu zurückhaltend.

Alain Rochat: Note 3
Nach vorne ohne Einfluss, in der Defensive bestenfalls solid, aber ebenfalls nicht überzeugend.

Moreno Costanzo: Note 4,5
Vor der Pause war vom Spielgestalter sehr wenig zu sehen. Danach besser, mit einer tollen Aktion vor seinem Tor zum 1:0. Ein langer, unpräziser Pass von ihm führte zum Ballverlust vor dem ersten Treffer der Gäste.

Milan Gajic: Note 3,5
Hatte einige akzeptable Aktionen, ohne aber zu brillieren. Und als die Young Boys nach der Führung einen Stabilisator benötigt hätten, war von Gajic ebenfalls überhaupt nichts mehr zu sehen.

Raphaël Nuzzolo: Note 3,5
Probierte viel, aber blieb oft hängen. Je länger die Begegnung dauerte, umso mehr baute Nuzzolo ab. Er war letztlich auch kein Faktor in der Berner Offensive.

Yuya Kubo: Note 3
Wurde erneut als Spielmacher im 4-2-3-1-System eingesetzt –und blieb wie zuletzt in Sitten (0:3) ohne Bindung zum Spiel.

Renato Steffen: Note 3,5
Erhielt eine Spielgelegenheit, weil Josef Martinez letzte Woche krank gewesen war und nur einmal hatte trainieren können. Steffen war aktiv, aber spielte gerade nach der Pause unglücklich. Beim Stande von 1:0 für YB agierte er bei einem Konter in Überzahl schludrig, als er das Dribbling einem Pass vorzog – und hängen blieb.

Gonzalo Zarate: Note 3
Durfte als Stürmer ran, weil Michael Frey gesperrt fehlte. Zarate setzte sich nie durch, wurde vom unzimperlichen Ivan Kecojevic oft hart attackiert – und holte immerhin einige Freistösse heraus.

Josef Martinez: Note 3 Kam für Zarate (71.Minute) und war nicht besser als sein Vorgänger. Auch der Venezolaner enttäuschte gegen Zürich stark.

Jan Lecjaks (80.Minute für Steffen) und Samuel Afum (86.Minute für Sutter) waren für eine Note zu kurz im Einsatz.

6=herausragend; 5=gut; 4=solid; 3=ungenügend; 2=schlecht; 1=sehr schlecht.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/27620756

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 Beitrag Verfasst: Montag 10. März 2014, 10:23 
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Berner Ernüchterung und Zürcher Selbstvertrauen

Die YB-Spieler ärgerten sich nach dem 1:3 gegen den FCZ über die vielen Eigenfehler.

Was für eine Enttäuschung bei den Young Boys nach der 1:3-Niederlage. «Wenn man nach einer Führung verliert, ist es immer bitter», meinte Renato Steffen, der zum ersten Mal in der Rückrunde von Beginn weg mittun durfte. «Ich versuchte in den ersten Minuten, mein Spiel einfach zu halten und den Ball schnell weiterzuleiten», so der 22-Jährige.

Dass er auf der für ihn ungewohnten linken Seite zum Zuge kam, war für den Aargauer kein Problem. «Auf dieser Position komme ich zwar zu weniger Abschlüssen, kann dafür aber mehr flanken.» Schade war, dass die Hereingaben kaum je zu einem Berner Abnehmer gelangten. Auch mit den Dribblings konnte Steffen wenig bewegen.

Als die Kontrolle verloren ging

Moreno Costanzo konnte sich über sein Traumtor nicht richtig freuen. Er ärgerte sich darüber, dass seine Mannschaft nach dem Führungstreffer nicht energischer das 2:0 gesucht hatte. «Zudem konnten wir wieder nicht zu null spielen.» Raphael Nuzzolo konnte nicht begreifen, wieso YB nach dem «dem glücklichen Ausgleich der Zürcher» die Kontrolle über das Spiel verlor. «Wir hatten zuvor doch alles im Griff», haderte der Bieler. Für Costanzo hatte das erste FCZ-Tor Sinnbildcharakter: «Wenn es einem läuft, dann fallen solche Dinger rein», seufzte der Ostschweizer in einer Mischung aus Fatalismus und Resignation.

Bevor er sich davonmachte, übte er sich nochmals in Selbstkritik: «Wollen wir wieder Erfolg haben, müssen wir unbedingt weniger Eigenfehler machen.» Auf die Frage nach den Titelchancen wollte der frustrierte Captain gar nicht erst eingehen: «Bevor wir uns mit der Tabelle beschäftigen, sollten wir zuerst unsere Spiele gewinnen.» Das Ziel bleibe ein Europacupplatz, was momentan hoch genug angesetzt sei.

Zürcher Höhenflug

Ganz anders sieht derzeit die Gemütslage beim FCZ aus. Mario Gavranovic gab zu, er habe bei seinem 11. Saisontor Glück gehabt. Wichtiger als sein Treffer sei gewesen, «dass wir nach dem Rückstand die Ruhe bewahrt haben». Goalie David Da Costa strich das grosse Selbstvertrauen seines Teams hervor. Auf die Frage, wieso dieses so gross sei, meinte er treffend: «Ich mag gar nicht darüber nachdenken, wieso es so gut läuft. Sonst wird bald das Gegenteil eintreten.»


http://www.derbund.ch/sport/fussball/Be ... y/21238535

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