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Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
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shalako
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Verfasst: Donnerstag 12. Juli 2012, 10:15 |
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12.07.2012  Zitat: YB spürt Nachwehen der Vorsaison
Rueda pröbelt, baut und hofft
Mangels Geld startet YB mit fast unverändertem Kader. Coach Martin Rueda arbeitet mit einem Team, das mit viel Aufwand für seinen Vorgänger Christian Gross gebaut worden war.
Wäre Martin Rueda noch ein Kind, sässe er dieser Tage vor einer Kiste voller Legosteine und versuchte, einen möglichst schönen Turm zusammenzubauen. Die Grössen und Farben der Steine hätte er übrigens nicht selber auswählen können, sie wären ihm einfach vorgesetzt worden; vorher hätten sie einem anderen Buben gehört, dem sie aber weggenommen worden wären.
Weil Rueda kein Kind mehr ist, spielt er nicht mit Legosteinen – aber sonst hat der neue YB-Coach Ähnlichkeiten mit dem Buben vor der Kiste. Er pröbelt und baut und hofft, es möge irgendwann gefallen. Zuletzt fanden Tests gegen Schachtjor Donezk (3:4-Niederlage) und 1860 München (1:1) statt, Rueda stellte Team und System munter um. Vor allem in der ersten Hälfte gegen Donezk glich das YB-Bauwerk eher dem schiefen Turm von Pisa. Doch Rueda sagt, er habe eine Vorstellung, wie YB am Sonntag gegen St. Gallen spiele, bloss verrate er sie nicht.
Raúl Bobadilla und die Altlast
Erschwerend kam hinzu, dass Rueda nicht so recht wusste, was mit dem teuersten Baustein in der Vorbereitung zu machen sei. Eigentlich ist Raúl Bobadilla unersetzbar und das Prunkstück im Sturm – doch in den ersten vier Spielen fehlt der Argentinier wegen einer langen Sperre, die er als Altlast aus der Vorsaison mitschleppt. Das Dilemma Bobadilla steht für allerlei Relikte der letzten zwölf Monate – und da kommt der Bub ins Spiel, dem die Lego-Steine früher gehörten: Christian Gross.
Die YB-Chefs überliessen Rueda eine Mannschaft, die für den Vorgänger Gross zusammengestellt worden war. Sieben Spieler waren im Sommer 2011 engagiert worden, deren sechs im Winter. Die meisten blieben, einer musste kurz vor Saisonende gehen: Gross. Der Führungsstil des Erfolgstrainers galt wahlweise als zu streng, antiquiert oder unpassend für Bern. Auf Gross' Wunsch war der Equipe im Januar südamerikanisches Blut zugeführt worden, etwa mit Bobadilla.
Die lange Sperre geht auf die zweite Partie nach dem Gross-Rauswurf zurück, in der Bobadilla ausrastete und den Schiedsrichter beleidigte. Bobadilla war ein Protégé Gross', offensichtlich litten nicht alle unter dem Trainer. In Bern kursiert der Spruch, Gross habe den einen Stürmer (Bobadilla) so starkgeredet und den anderen (Mayuka) so klein, dass am Schluss Mayuka fast Angst gehabt habe vor Bobadilla.
Rueda führt eine längere Leine als Gross
So ist's, wenn Scherben liegen – manches wird erzählt. Über den Regisseur Alexander Farnerud sagt ein Kollege, er habe wieder Freiheiten. «Er darf Farnerud sein. Und wenn Farnerud Farnerud ist, ist er am stärksten.» Rueda führt eine längere Leine als Gross – er ist aber auch weniger profiliert. Er sagt gern, wie sehr ihn die Möglichkeiten bei YB beeindruckten. Damit trägt Rueda zum nicht nur vorteilhaften Bild des Emporkömmlings bei, der eine neue, gar grosse Welt betritt. Doch die Kommunikation kann auch als Bescheidenheit verstanden werden – was dem neuen YB ganz recht wäre.
Aber wenn es in Klub und Medien derzeit heisst, YB wolle nicht mehr grossspurig sein, geht vergessen, dass Gross vor Jahresfrist nach aussen keine grossen Töne spuckte. Gross selber wies stets auf die Schwierigkeit der Aufgabe hin und sprach nie vom Titel. Er stellte schlicht Forderungen, die Investoren erfüllten sie, kauften Legostein um Legostein und schossen ausserordentlich fast einen achtstelligen Frankenbetrag ein. Gegenwert? Nahezu null.
Daher ist der Geldhahn derzeit geschlossen. Als einzige Verstärkung gilt der zuletzt nach Thun ausgeliehene Christian Schneuwly. Einem Verkauf Mayukas bis Ende August wäre YB dem Budget zuliebe nicht abgeneigt.
Derweil versucht Rueda das Beste zu machen mit dem für Gross gebauten Team – oder was ihm davon bleiben wird. Ein Jahr bekommt er vorderhand Zeit. Eine exakte Zielsetzung gibt niemand heraus, die Bescheidenheit verbietet es. Doch sollten auch die Leistungen allzu bescheiden sein und bei YB bald wieder der Baum brennen: Von Lego gibt's auch ein Feuerwehrauto. http://www.nzz.ch/aktuell/sport/fussbal ... 1.17341951
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shalako
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Verfasst: Donnerstag 12. Juli 2012, 16:06 |
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12.07.2012  Zitat: Ruedas neuer Rasen
Nach den Red Hot Chilli Peppers und Boxer Klitschko sollen endlich wieder die Berner Young Boys die Hauptrolle im Stade de Suisse spielen. Hierfür werden seit gestern 285 Rollen Naturrasen verlegt werden.
Dunkelbraune Rollen warten auf dem blauen Lastwagen darauf, auf den sandigen Untergrund gehievt und anschliessend zu einem erstaunlich grünen Teppich ausgerollt zu werden. Die Arbeiten im Stade de Suisse kommen zügig voran. Gestern meldete 20 Minuten Online, dass das Stadion eher einem Sandkasten, denn einem Fussballplatz gleiche.
Rolle für Rolle
Wo sonst grüne Halme spriessen, ging es in letzter Zeit wild zu und her: Die Red Hot Chili Peppers hauten ihre Riffe in die Saiten und Vladimir Klitschko seinem Gegner die Fäuste um die Ohren. Nun sollen aber endlich wieder die Berner Young Boys zurückkehren. Dafür wird seit gestern ein neuer Rasen verlegt.
Nach rund einem Tag Arbeit ist der Rasen bereits zur Hälfte ausgrollt. Zehn Arbeiter verlegen insgesamt 285 Rollen Naturrasen. 19 Lastwagen haben je 15 Rollen angeliefert, eine Rolle ist zwei Meter breit und muss genau an die bereits liegenden Rasenfetzen angepasst werden; Rolle für Rolle.
Ein neuer Rasen für Rueda
Während die Arbeiter mit grosser Präzision Bahn für Bahn des neuen Grüns verlegen, steht plötzlich der neue YB-Trainer Martin Rueda höchstpersönlich am Rand des Spielfelds und beobachtet die Arbeiten mit aufmerksamem Blick. Er sei erstaunt wie schnell der Rasen verlegt werde und sagt in ruhigem Ton: «Ich hoffe natürlich auch, dass für das erste Heimspiel alles bereit ist.»
Vorerst reist der ehemalige Nationalspieler aber mit seinen Mannen nach St. Gallen. «Es ist schön, auf Naturrasen spielen zu können», sagt der YB-Trainer, berührt den Rasen, lächelt zufrieden. Er wirkt erstaunlich ruhig für einen Mann, dessen Terminkalender momentan mehr als voll ist.
In guten Händen
Dank dem relativ schweren Eigengewicht des Rollrasens wächst er schnell an und sollte bereits in einer Woche bespielbar sein. Dies wird auch nötig sein – denn dann will YB in der Europa League gegen den Gewinner der heutigen Partie Zimbru Chisinau – Bangor City auflaufen (Donnerstag, 12. Juli, 17.30 Uhr MEZ).
Um den Rasen muss sich Martin Rueda zumindest keine Sorgen mehr machen – der ist in guten Händen. Bleibt zu hoffen, dass YB ähnlich effizient in die neue Saison startet. http://www.derbund.ch/bern/stadt/Ruedas ... y/28779251
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shalako
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Verfasst: Samstag 14. Juli 2012, 12:53 |
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14.07.2012  Zitat: Rueda: «Unsere Ziele sind doch nicht bescheiden»
Martin Rueda spricht im Interview über die plötzliche Bescheidenheit bei YB und seine Ziele. Der neue YB-Trainer nennt seine Führungsspieler, stärkt Raúl Bobadilla – und hat kein Problem mit seinem Einjahresvertrag.
Martin Rueda, warum wird YB eigentlich nicht Meister? Martin Rueda: (überlegt lange) Es spricht nichts dagegen, dass wir Meister werden. Aber ich verstehe diese Frage nicht.
Wenn man den Exponenten des Vereins so zuhört, erhält man den Eindruck, YB habe vor lauter neuer Bescheidenheit keine sportlichen Ambitionen mehr... ...das stimmt doch nicht! Aber es bringt nichts, wenn man Sprüche klopft. Wir müssen uns auf unsere Leistungen konzentrieren und gut und hart arbeiten. Vor der Saison ist meines Wissens noch niemand Meister geworden.
Ist es denn nicht ein radikaler Stilbruch, nach Phase-3-Geschwafel und Titelankündigungen plötzlich derart zurückhaltend und leise zu sein? Das mag radikal sein. Aber was in Bern vor meiner Zeit war, will ich nicht beurteilen. Es ist nun entscheidend, die Vergangenheit zu vergessen, selbst wenn das manchmal nicht leicht ist. Wir werden sehen, wie das Team reagiert, wenn es Rückschläge gibt. Man kann eine enttäuschende Saison verdrängen, doch es gibt immer Momente, in denen die Spieler daran erinnert werden.
Haben Sie mit Vorgänger Christian Gross einmal gesprochen? Nein.
Aber Sie haben verunsicherte Akteure vorgefunden? So kann man das nicht sagen. Man spürt halt, dass die letzte Saison nicht gut verlief. Mit der Vorbereitung bin ich jedoch sehr zufrieden, die Spielfreude ist vorhanden, alle ziehen voll mit. Nun geht es darum, das Potenzial in den Partien umzusetzen. Dann ist für uns vieles möglich. Wir wollen in der Liga vorne mitspielen, im Cup überwintern und in der Europa League die Gruppenphase erreichen. Unsere Ziele sind doch nicht bescheiden.
Glauben Sie, dass es für YB ein Vorteil ist, muss Basel einen personellen Umbruch vollziehen? Nein. Der FCB wird nicht schwächer als letzte Saison sein, er hat sich gut verstärkt und verfügt immer noch über eine sehr gute, sehr talentierte Mannschaft. Möglicherweise dauert es ein paar Wochen, bis Basel eingespielt sein wird. Für uns ist es wichtig, gut in die Saison zu starten. Dann verziehen sich die Zweifel endgültig, und wir können mit Selbstvertrauen agieren.
Man erhält den Eindruck, YB und auch Sie würden sich, vielleicht bewusst, kleiner machen. Ist das die neue Klubdoktrin? Nein. Noch einmal: Ich halte nicht viel davon, mit Sprüchen allen und jedem mitzuteilen, wie stark man sei. Dadurch hat man keinen Punkt gewonnen. Wir haben ausgezeichnete Spieler...
...die noch letzte Saison Meister werden sollten... ...und jetzt sagt ja niemand, das sei verboten. Doch nach Negativerlebnissen ist es schwierig, sofort wieder den Schalter umzulegen. Es wird für uns eine grosse Herausforderung sein, auf Niederlagen zu reagieren. Die Erwartungen an YB sind automatisch enorm, da bringt es doch nichts, wenn wir sie künstlich noch erhöhen. Das ist meine feste Überzeugung, und das hat überhaupt nichts mit Taktik, Kalkül oder irgendeiner Doktrin zu tun.
Die Führungsverhältnisse in Bern sind nicht einfach, es gab in den letzten Jahren viel Unruhe. Welchen Eindruck haben Sie vom Verein bisher erhalten? YB ist ein ausgezeichnet geführter, sehr professioneller Klub mit fantastischen Aussichten. Schauen Sie das Stadion an, das Team, das Umfeld, die Zuschauerzahlen, die Fans. Es gibt ausser Basel keinen Verein in der Schweiz mit diesen Möglichkeiten. Wenn ich schon nur das Medieninteresse sehe, ist das beeindruckend und motivierend. Mit den Aktionären habe ich bisher noch nicht viel zu tun gehabt. Für mich als Trainer ist es einfach toll, mit derart starken Fussballern und in einem so tollen Umfeld arbeiten zu dürfen.
Wen betrachten Sie denn als Führungsspieler in Ihrem Team? Captain Marco Wölfli, Christoph Spycher, Alain Nef, Michael Silberbauer, Alexander Farnerud und Raúl Bobadilla bilden die Achse. Dazu ist Ivan Benito, unser zweiter Goalie, mit seiner Persönlichkeit ein bedeutender Faktor.
Man weiss von Ihnen, dass Sie gerne auf zwei Stürmer setzen und das 4-4-2-System als Basis Ihrer Überlegungen ansehen. Passen Bobadilla und Emmanuel Mayuka im Angriff zusammen? Selbstverständlich. Bobadilla ist mit seiner Klasse und seinem Willen ein Ausnahmespieler in der Super League. Er ist eigenwillig, klar, aber das muss ein Torjäger sein. Beide haben mir versichert, dass sie bereit sind, sich in einem Zweimannsturm auch unterordnen und anpassen zu können. Ich bin überzeugt, dass das klappen wird. Doch wir wollen variabel bleiben, und deshalb müssen wir auch andere Spielsysteme beherrschen können.
Emmanuel Mayuka soll, wenn möglich, noch im August ins Ausland verkauft werden. Stört Sie das als Trainer nicht? Er ist ein starker Angreifer, ich würde gerne länger mit ihm planen können. Aber die Super League war, ist und bleibt eine Ausbildungsliga. Man hat mir gesagt, dass es auch eine wichtige Aufgabe von mir sei, die zahlreichen jungen, talentierten Spieler zu fördern.
Bobadilla ist für die ersten vier Ligaspiele noch gesperrt. Sind Sie erleichtert, fehlt er gegen St.Gallen, GC, Thun und Servette und nicht gegen Spitzenklubs? Sein Ausfall ist ärgerlich und bitter, vor allem auch für Bobadilla selber. Da spielt es keine Rolle, gegen wen er auf der Tribüne sitzen muss. Immerhin werden wir in der Europa-League-Qualifikation in den nächsten Wochen hoffentlich viele Partien zu bestreiten haben. Also wird auch er Spielpraxis erhalten.
Sie sprechen sechs Sprachen und können mit Bobadilla auf Spanisch reden... ...das ist ein Vorteil. Ich kann mich mit jedem Spieler gut unterhalten, das macht es einfacher.
Ihre ehemalige Frau war Dänin. Sprechen Sie mit Michael Silberbauer also auf Dänisch? Das ginge theoretisch, aber mit ihm kann ich ja auch Englisch und Deutsch reden.
Und wie gross ist eigentlich Ihr Respekt vor der Aufgabe bei einem Grossverein wie YB? Hier ist alles mehrere Nummern grösser als in Lausanne. Aber meine Hauptaufgabe ist gleich geblieben. Ich will und muss aus Einzelspielern eine funktionierende Einheit bilden. Und ich habe immer gesagt, dass ich mir diese Chance verdient habe.
Weil Sie nur einen Einjahresvertrag erhielten und den Trainerstab nicht selber bestimmen durften, heisst es auch, das Vertrauen in Sie sei wohl nicht riesig. Wie sehr belastet Sie das? Überhaupt nicht. Ich weiss, wie respektvoll und professionell der Verein mit mir umgeht. Mich stört es, wenn man mich als Billiglösung oder Notnagel bezeichnet, aber es ist auch ein Ansporn, es den Kritikern zu beweisen. Und warum hätte ich gegen den Trainerstab sein sollen? Assistent Thomas Häberli, Konditionstrainer Martin Fryand und Goalietrainer Paolo Collaviti kennen YB und die Spieler ausgezeichnet. Und sowieso: Haben wir Erfolg, wird mein Einjahresvertrag verlängert. Werden wir nur Siebter, wäre auch ein Fünfjahresvertrag keine Jobgarantie.
Zur Person
Martin Rueda ist eine ruhige, sachliche Person. Der neue YB-Trainer vermittelt den Eindruck, unaufgeregt und ohne Allüren zu arbeiten. Er ist bestimmt kein Schlagzeilenlieferant, aber der schweizerisch-spanische Doppelbürger kann, wie man hört, im Training oder in Gesprächen mit den Spielern durchaus hart und dominant auftreten. Rueda sieht das Engagement bei YB als Belohnung für seine langjährige, gute Arbeit in unteren Ligen.
Der 49-Jährige spielte früher als intelligenter Defensivspieler für GC, Wettingen, Luzern und Xamax, bestritt fünf Länderspiele und stand 1994 im Schweizer WM-Kader. Als Trainer arbeitete er seit 1999 für Wohlen (dreimal), Winterthur, Aarau, im Nachwuchs der Grasshoppers und zuletzt erfolgreich in Lausanne.
Martin Rueda gilt als Verfechter des Offensivfussballs. Er kann aber durchaus pragmatisch vorgehen, wie er letzte Saison in Lausanne bewies, als er nach vielen Gegentoren in der Vorrunde nach der Winterpause mit Erfolg deutlich defensiver agieren liess. Er kündigte gegen Ende Saison an, seinen Vertrag in Lausanne nicht verlängern zu wollen.
Hätte er keinen neuen Klub gefunden, wäre er ins Ausland hospitieren gegangen. Rueda schwärmt von einem einwöchigen Trainingsbesuch bei Cesare Prandelli vor einigen Jahren, als der heutige italienische Nationaltrainer die Fiorentina trainierte. «Es war sehr interessant, zu sehen, wie Prandelli in allen Bereichen arbeitet. Er setzt ja auch gerne auf eine mutige Spielweise», sagt Rueda.
Der neue Coach der Young Boys ist geschieden und besucht seine zwei Söhne (21 und 18 Jahre alt) oft in Zürich. Er spricht Deutsch, Spanisch, Italienisch, Französisch, Englisch und Dänisch. Rueda hat sich in Bern gut eingelebt, ist bereits einmal in der Aare schwimmen gegangen, wohnt in Gümligen – und hat bisher noch keine Zeit gehabt, seinem Hobby, dem Tennisspielen, nachzugehen. http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/19866779
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shalako
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Verfasst: Samstag 14. Juli 2012, 12:56 |
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14.07.2012  Zitat: «Und? Das ist doch kein Problem»
YB-Trainer Martin Rueda sagt vor Saisonstart, was er von unzufriedenen Spielern erwartet, was er für ein Verhältnis zu Assistent Thomas Häberli hat und weshalb er nicht gerne in Hotels übernachtet.
Martin Rueda, auf welchem Platz steht YB Ende Saison?
Es wäre ungeschickt, wenn ich im Vorfeld der Meisterschaft einen konkreten Platz nennen würde. Klar ist: Wir wollen vorne mitspielen, und die Qualifikation für einen Platz in der Europa League erachte ich als Pflicht.
Bei YB wird neuerdings allenthalben von Bescheidenheit gesprochen. Wenn man der Clubleitung zuhört, könnte man meinen, der Club habe einen Aderlass hinter sich und müsse im schlimmsten Fall um den Abstieg kämpfen. Dabei gab es kaum Mutationen im Kader.
Ich habe Verständnis für die Clubführung, dass sie nach der unglücklich verlaufenen letzten Saison nicht grosse Töne spuckt. Ich selber bin auch keiner, der das Maul aufreisst, noch bevor die ersten Punkte verteilt sind. Was stimmt: Wir haben viele ausgezeichnete Spieler bei YB. Doch diese werden nur Erfolg haben, wenn sie bereit sind, sich in den Dienst des Teams zu stellen.
Sie haben im Moment 26 fast gleichwertige Spieler im Kader. Das wird etliche Unzufriedene geben, selbst wenn sich YB für die Gruppenphase der Europa League qualifiziert.
Auf diesem Niveau muss ein Spieler akzeptieren können, dass er nicht immer zur Stammelf gehört – oder sogar einmal einen Match auf der Tribüne verfolgen muss. Das Thema Solidarität ist mir sehr wichtig. Ich werde es nicht akzeptieren, wenn Ersatzspieler Unruhe in die Gruppe hineintragen. Das habe ich auch dem Team klargemacht.
Gegenüber den Medien wirken Sie eher scheu. Wie ist Martin Rueda, wenn er mit seinen Spielern spricht?
Mir ist der Austausch mit den Spielern sehr wichtig. Ich bin nicht ein Trainer, der sagt: «So geht es und nicht anders, verstanden!» Die Spieler wollen heute angehört werden und nicht nur reine Befehlsempfänger sein.
Mit Thomas Häberli haben Sie einen Assistenten, der das Innenleben von YB viel besser kennt als Sie und sehr nahe bei der Mannschaft steht.
Und? Das ist doch kein Problem. Es ist nicht so, dass «Häbi» der kleine Assi ist und ich der grosse Chef. Wir haben eine sehr flache Hierarchie. Er steht schon wegen seines Alters den Spielern näher als ich. Also ist es nichts als logisch, dass er viel mit ihnen spricht. Als langjähriger Stürmer betreut er auch immer wieder Übungen im Offensivbereich.
Nimmt Häberli auch Einfluss auf die Mannschaftsaufstellung?
Wir tauschen uns immer wieder aus während und zwischen Trainingseinheiten. Doch keine Frage: Als Chefcoach trage ich die Verantwortung für die Aufstellung.
Und: Wer spielt beim Meisterschaftsauftakt gegen St. Gallen?
Das verrate ich Ihnen nicht – es sei denn, Sie publizieren die Aufstellung nicht bis kurz vor Matchanpfiff (lacht).
Ich nehme an, Wölfli, Nef, Veskovac, Farnerud, Spycher, Costanzo und Mayuka stehen in der Startelf.
Das sagen Sie (lacht wieder).
Auf der rechten Mittelfeldseite hat Rückkehrer Christian Schneuwly Matias Vitkieviez überflügelt.
Das stimmt nicht. Schneuwly und Vitkieviez sind zwei unterschiedliche Spieler, die sich auf gleicher Augenhöhe bewegen. Je nach Ausgangslage werde ich auf den einen oder den anderen setzen.
Zurückgemeldet hat sich Mario Raimondi, der letzte Saison weit nach hinten durchgereicht wurde.
Mario hat in der Vorbereitung gezeigt, dass er willens ist, um einen Stammplatz zu kämpfen.
Wie ist es um den Formstand von Emmanuel Mayuka bestellt?
Er ist fit, seine Spielfreude ist zurück.
Wie weit ist der junge Michael Frey?
Ich bin sehr zufrieden mit seiner Entwicklung. Er ist äusserst robust für sein Alter und will jeden Tag besser werden.
Mit dem FC St. Gallen bekommt es YB am Sonntag mit einem sehr unbequemen Gegner zu tun. Was erwarten Sie von Ihrem Team?
St. Gallen will dem Heimpublikum etwas zeigen. Es wird von Beginn weg viel Dampf machen und die Zweikämpfe suchen. Deshalb ist es wichtig, dass wir kämpferisch dagegenhalten.
Noch ein Wort zum Thema Hotelübernachtungen. Anders als Ihr Vorgänger Christian Gross halten Sie wenig vom auswärtigen Übernachten vor Spielen. Wieso?
Weil man zu Hause am besten schläft. Und weil die Aufenthalte im Hotel mit extrem langen Wartezeiten verbunden sind. Deshalb werden wir in der Regel nur vor Auswärtsspielen die Nächte im Hotel verbringen. Vor Heimpartien werden wir nur Tageszimmer beziehen.
Kommentar Ruedi Kunz
Spieler müssen Wohlfühloase verlassen
Kein Jahr ohne Umbau. Im Sommer 2010 wurde der damalige Betriebsleiter Stefan Niedermaier handstreichartig aus dem Amt entfernt und durch Ilja Kaenzig ersetzt. Vor einem Jahr wechselte der neue YB-Trainer Christian Gross fast das halbe Team aus. Heuer nun werden wieder in der Chefetage Stühle verschoben. Diese Woche wurde bekannt, dass der Technische Direktor Hansruedi Hasler sein Arbeitspensum auf 50 Prozent halbiert hat. Fast gleichzeitig legte Benno Oertig seine Verwaltungsratsmandate ab und stiess seine Minderheitsbeteiligung von 12 Prozent ab. Dies auf sanften Druck der Mehrheitsaktionäre Andy und Hans-Ueli Rihs, die nun alleinige Besitzer von YB sind.
Oertigs Ausscheiden aus dem Führungszirkel gibt YB die Chance, nicht nur salbungsvoll von der Rückkehr zu alten Tugenden und der «Verbernerung» des Klubs zu sprechen, sondern auch entsprechend zu handeln. Keine grossspurigen Sprüche à la «Phase 3», keine überteuerten Transfers von zweit- bis drittklassigen Ausländern, sondern grundsolide Arbeit, um verlorenen Goodwill zurückzugewinnen: Das muss die Maxime sein in der nächsten Zeit.
Insofern ist es sicher nicht falsch, auf die Karte Bescheidenheit zu setzen. Doch man kann es auch übertreiben. Die YB-Führung redet im Moment derart vieles klein, dass man meinen könnte, der Klub mit dem zweitgrössten Budget der Super League müsse die Saison 2012/13 mit einem reinen Verlegenheitsteam bestreiten.Das Gegenteil ist der Fall: Trainer Martin Rueda steht nahezu das gleiche Kader zur Verfügung, das die Rückrunde bestritten hat. Es ist eine Gruppe von Spielern, die für Super-League-Verhältnisse überdurchschnittlich talentiert ist. Die grosse Frage ist, ob diese Gruppe auch fähig ist, überdurchschnittliche Leistungen zu bringen? In der letzten Saison war sie es viel zu selten. Genau genommen wuchs sie nur in den zwei Heimspielen gegen den FC Basel und in der Europa-League-Qualifikation gegen Braga über sich hinaus. Für die Stagnation wurde der Coach verantwortlich gemacht. Gross’ gestrenges Regime nehme ihnen die Freude am Beruf und stelle ihnen die Luft ab, klagten die Spieler im privaten Kreis. Nun, da der dominante Kontrollfreak Gross weg ist und mit Martin Rueda eher ein Kumpeltyp die Verantwortung trägt, steht einer Leistungssteigerung eigentlich nichts mehr im Weg.
Ja: Die teuerste YB-Mannschaft aller Zeiten – die Lohn- und Prämienkosten dürften im Erfolgsfall fast 20 Millionen Franken betragen – hat eine Bringschuld. Sie muss zeigen, dass sie Charakter hat und willens ist, sich auf dem Platz zu zerreissen. Das darf der Arbeitgeber verlangen, der sie sehr gut entlöhnt und ihnen ein nahezu perfektes Umfeld bietet. Das dürfen aber auch die Fans verlangen, die trotz den jüngsten Rückschritten weiter in stattlicher Zahl ins Stadion kommen.Sollte die Mannschaft wieder nicht in Schwung kommen, darf sich die Clubleitung ruhig überlegen, ob es mittelfristig nicht sinnvoller wäre, den überteuerten Betrieb etwas zurückzufahren und vermehrt auf billigere Eigengewächse zu setzen http://www.derbund.ch/sport/fussball/Un ... y/16346507
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shalako
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Verfasst: Samstag 14. Juli 2012, 12:58 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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14.07.2012  Zitat: Nun stehen die Spieler im Fokus
Am Sonntag startet YB in St.Gallen in die Saison. Der neue Trainer Martin Rueda darf mit einem für Schweizer Verhältnisse stark besetzten, breiten Team arbeiten. Der Konkurrenzkampf ist riesig.
27 Kaderspieler stehen Martin Rueda zur Verfügung. Der neue YB-Trainer hat noch nie mit einem derart breiten, gut besetzten, ausbalancierten Team arbeiten dürfen. Nach vielen Jahren in der Challenge League und zuletzt bei Lausanne schätzt Rueda die bemerkenswerten personellen Möglichkeiten. Aber er sagt: «Unser Star muss die Mannschaft sein.» Das ist, auf der einen Seite, eine Phrase, wie man sie von Fussballtrainern immer wieder hört. Aber auf der anderen Seite lässt Martin Rueda in seinen Ausführungen über Taktik, Spieler und Systeme keine Zweifel offen, wie er bei seiner Nominierungspraktik vorgehen will: «Es geht nicht um Einzelschicksale. Jeder muss zuerst ans Team denken.»
Rotation ist angesagt
Bereits morgen, beim ersten Auftritt in St.Gallen, werden einige Akteure den Cut nicht überstehen – und nicht im Kader figurieren. Weil mit Raúl Bobadilla (vier Spielsperren), Pascal Doubai (drei Spielsperren) sowie Josh Simpson (schwere Beinverletzung) aber drei Akteure in der Liga noch länger ausfallen, werden vor allem junge, talentierte Fussballer, die an die Super League herangeführt werden sollen, vorerst nicht berücksichtigt werden.
Im Tor ist Captain Marco Wölfli gesetzt, Routinier Ivan Benito ist der erfahrene Ersatz, Grosstalent Yvon Mvogo die (seit kurzem 18-jährige) Begabung. In der Innenverteidigung sind Alain Nef und Dusan Veskovac erste Wahl, der junge Finne Juhani Ojala muss auf seine Chance warten. «Wir wollen die Europa League erreichen und werden bis zur Winterpause hoffentlich sehr viele Partien zu bestreiten haben», sagt Coach Rueda. «Deshalb werden wir rotieren. Zudem hängt unsere Aufstellung auch vom Gegner ab.» In Basel, will das heissen, stellt Rueda anders auf als zu Hause gegen Lausanne.
Rechts hinten beispielsweise gilt der 19-jährige Venezolaner Alexander Gonzalez als Offensivverteidiger mit glänzender Perspektive, Elsad Zverotic aber agiert solider und disziplinierter. Und Scott Sutter, eine gute Mischung der beiden anderen, ist ja auch noch da. Links in der Viererkette ist der Tscheche Jan Lecjaks zwar druck- und schwungvoll, aber er muss sein Positionsspiel und das Sicherheitsdenken verbessern. Deshalb dürfte Teamleader Christoph Spycher von Trainer Rueda weiter regelmässig auch in der Abwehr eingesetzt werden.
Costanzo und Farnerud wichtig
Martin Rueda beabsichtigt, vor allem wenn Torjäger Bobadilla seine Sperre abgesessen haben wird, regelmässig im 4-4-2-System spielen zu lassen. Aber auch eine 4-2-3-1-Ausrichtung in all seinen Abwandlungen wird bei YB weiter zu sehen sein. Im zentralen, defensiven Mittelfeld ist neben Doubai und den polyvalent einsetzbaren Spycher und auch Zverotic vor allem Michael Silberbauer nach schwacher erster Saison in Bern gefordert. «Er besitzt grosse Qualitäten», sagt Rueda, «sonst würde er ja nicht immer wieder fürs dänische Nationalteam aufgeboten.»
Für die offensiven Positionen im Aufbau wiederum stehen den Young Boys zahlreiche Akteure von gehobenem Super-League-Niveau zur Verfügung. Links sind die Kandidaten Raphael Nuzzolo, Mario Raimondi und Simpson, rechts Christian Schneuwly und Matias Vitkieviez – und im Zentrum Moreno Costanzo sowie Alexander Farnerud, die das Team mit ihrer Klasse führen sollen. «Und es ist für uns sicher ein Vorteil, sind die meisten Akteure im Mittelfeld auf mehreren Positionen einsetzbar», sagt Rueda.
Im Sturm sind Bobadilla und Emmanuel Mayuka – gemessen an ihrem Potenzial – zusammen für über 30 Saisontore in der Liga gut. Mayuka aber könnte bekanntlich noch verkauft werden. Josef Martinez, seit wenigen Wochen 19 Jahre jung, dürfte vorerst die Jokerrolle bleiben. Hoch im Kurs bei Rueda steht die 17-jährige Sturmhoffnung Michael Frey. Der kräftige, torgefährliche Angreifer ist von den jungen Schweizern bei YB am weitesten – und könnte zum Aufsteiger der Saison avancieren. http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/19577812
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shalako
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Verfasst: Montag 16. Juli 2012, 11:05 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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16.07.2012  Zitat: YB-Oberfan Kuno Lauener
Giftpfeile während Konzert in Richtung Oertig
Vor zwei Jahren ist Züri-West Sänger Kuno Lauener aus Protest dem YB-Beirat ausgetreten. Jetzt schoss der YB-Oberfan am Gurtenfestival zurück. Auf eine sanfte Art.
Im August 2010 blieb bei den Young Boys kein Stein auf dem anderen. Der damalige Stadion-CEO Stefan Niedermaier verlor den internen Machtkampf mit Benno Oertig (61), dem Stade-de-Suisse-Verwaltungsratpräsidenten und Mitbesitzer.
Niedermaier wurde völlig überraschend in die Wüste geschickt – zum Unmut von wichtigen Sponsoren und Fans. Die Empörung war riesig.
Auch YB-Oberfan Kuno Lauener, ein Verehrer Niedermaiers, zeigte sich geschockt. Er trat per sofort aus Protest aus dem Beirat der Young Boys – ihm gehören wichtige Berner Persönlichkeiten aus Kultur, Wirtschaft und Politik an – aus. Auf Oertig war Lauener in der Folge gar nicht gut zu sprechen.
Seit letztem Donnerstag hat sich die Lage in Bern drastisch geändert. Benno Oertig verkaufte bekanntlich sein Aktienpaket an die Gebrüder Andy und Hansueli Rihs. Viele reagieren mit Schadenfreude und Häme auf Oertigs Abgang aus der Hauptstadt. Kuno Lauener liess es sich am Gurtenfestival nicht nehmen, während dem Konzert zwei süffisante Giftpfeile in Richtung Oertig abzufeuern. Beim Song «Göteborg» änderte er beispielsweise den Refrain, welcher eigentlich auf Polo Hofer und Thunersee gemünzt ist, in «Gang doch zum Benno, däm isch ids längwilig am Zürisee» um. Die vielen YB-Fans im Publikum johlten.
Übrigens: Auch YB-Boss Ilja Kaenzig sah sich am Freitag auf dem Gurten trotz strömenden Regen den Auftritt von Züriwest an - und zeigte sich beeindruckt von den YB-Schals der Konzertbesucher. http://www.blick.ch/sport/fussball/supe ... 63376.html
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shalako
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Verfasst: Dienstag 17. Juli 2012, 14:40 |
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17.07.2012  Zitat: Neues Team mit bewährten Spielern
Die Young Boys gaben beim 1:1 im Startspiel in St.Gallen einige Rätsel auf. Sie besitzen erhebliches Steigerungspotenzial. Zumal die Stimmung im Team deutlich besser ist als letzte Saison.
YB hinterliess zum Saisonstart am Sonntag in St.Gallen einen zwiespältigen Eindruck. Das 1:1-Unentschieden und vor allem der Auftritt des Berner Teams sorgten für einige Fragezeichen. Die Young Boys agierten unerwartet defensiv und passiv, sie setzten auf Konter und liessen dem spielerisch limitierten Gastgeber überraschend viel Raum. Der neue YB-Trainer Martin Rueda aber gilt als Freund der Offensive, und deshalb darf man in Zukunft mehr Sturm und Drang, mehr Aggressivität und Entschlossenheit seiner Auswahl erwarten. Es fehlte den Young Boys insbesondere an Schnelligkeit, Kreativität und Unberechenbarkeit. Abhilfe versprechen einerseits die noch Abwesenden wie der flinke Alexander Gonzalez und der torgefährliche Raúl Bobadilla. Und andererseits besitzt jeder der vorgestern eingesetzten Berner Akteure beträchtliches Steigerungspotenzial. «Wir wissen, dass wir besser spielen können», sagt Regisseur Moreno Costanzo. «Nur müssen wir auf dem Rasen umsetzen, was wir uns vorgenommen haben.»
Schlüsselspieler Bobadilla
Die YB-Ausgabe 2012/2013 ist auf den ersten Blick lieb und freundlich, vielleicht fehlt ein wenig das unbequeme Element. Man spricht dann im Fussballjargon gerne von einem Drecksack, der Mitspieler antreibt und Gegner provoziert. Der heissblütige, derzeit gesperrte und verletzte Bobadilla kann diese Rolle problemlos ausfüllen, er ist ein Schlüsselspieler, von seiner Entwicklung wird bei YB viel abhängen. Schöpft der Torjäger sein Potenzial aus, kann er die Young Boys zum Erfolg führen – bekommt er aber seine Emotionen nicht in den Griff, besteht die Gefahr, dass der eigenwillige Argentinier zum millionenteuren Missverständnis und grossen Ärgernis wird. Raúl Bobadilla war ein Wunschspieler des früheren YB-Trainers Christian Gross – und mit seiner Klasse wird er nach seiner Rückkehr im Angriff gesetzt sein. Vorgestern in St.Gallen aber las sich die YB-Startformation beinahe wie eine Anti-Gross-Aufstellung.
In der letzten Saison war das YB-Kader ja wild umgebaut worden, mehrere Akteure landeten auf dem Abstellgleis. Nun sind einige zurück. Mario Raimondi und Scott Sutter, unter Gross aussortiert, begannen in der AFG-Arena ebenso wie Christian Schneuwly, letzte Saison an Thun ausgeliehen, und Moreno Costanzo, der seine Spielfreude unter Gross wie andere verloren hatte. «Die Stimmung bei uns ist jetzt anders und besser», sagt Costanzo, «aber das ändert nichts daran, dass wir Erfolg haben müssen. Sonst bringt uns die beste Stimmung gar nichts.»
«Es wird viel mehr gelacht»
Martin Rueda gilt als netter, anständiger Mensch, er lässt den Spielern Freiheiten, kann aber, wie man hört, durchaus laut werden, wenn ihm etwas nicht passt. Doch er führt kein strenges Regime. Einige YB-Fussballer jedenfalls wirken wie befreit, und es ist Mario Raimondi, der seine Empfindungen über das aktuelle Arbeitsklima bei den Young Boys schwärmerisch beschreibt: «Man spürt jeden Tag, wie sich die Spieler aufs Training freuen. Es wird wieder viel mehr gelacht, selbst wenn ein grosser Konkurrenzkampf herrscht. Das ist ein deutliches und schönes Zeichen.»
In den nächsten Wochen steht das neue YB auf dem Prüfstand. Ein Saisonziel des Vereins ist ja, die Gruppenphase der Europa League zu erreichen. Dazu müssen die Young Boys drei Qualifikationsrunden überstehen. Erster Gegner ist der moldawische Aussenseiter Zimbru Chisinau, am Donnerstag steht das Hinspiel in Bern auf dem Programm.
Und die YB-Spieler sind nun in der Bringschuld. Mit überzeugenden Leistungen können sie sich bei ihrem Chef für die neuen Freiheiten erkenntlich zeigen. http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/18131294
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shalako
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Verfasst: Dienstag 24. Juli 2012, 09:17 |
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24.07.2012  Zitat: Bern ist ein schwieriges Pflaster für Fussballer
Der Druck und die Erwartungen bei YB sind hoch. Deshalb stagnierten in den letzten Jahren gleich mehrere begabte Fussballer in Bern.
Der YB-Saisonstart ist missglückt – trotz grosser Qualität im Kader und des teuersten Teams der Vereinsgeschichte. «Es wird keine Transfers mehr geben», sagt CEO Ilja Kaenzig, «wir haben viele gute Spieler. Das muss reichen.» Die Young Boys sind für Super-League-Verhältnisse (auf dem Papier) ausgezeichnet besetzt. Aber seit Jahren gelingt es nicht, die Titelerwartungen zu erfüllen, schwächere Leistungen werden gerne schöngeredet.
Zudem fällt auf, dass es mehreren Akteuren in den letzten Jahren nicht gelungen ist, ihr Potenzial in Bern auszuschöpfen. «Es ist nicht das Gleiche, ob man bei einem Spitzenklub angestellt ist oder bei einem kleineren Verein», sagte der letztjährige YB-Coach Christian Gross. «Bei Basel oder den Young Boys steht man nun einmal mehr unter Druck als bei Servette oder Thun.»
Bei YB stagniert
Christian Gross wollte die (von ihm festgestellte) Kuschelzone im Stade de Suisse beenden und eine knallharte Leistungskultur einführen. Seine zu harte Führung erlitt jedoch spektakulär Schiffbruch, und nach den umfassenden Personaländerungen in der letzten Saison bleibt abzuwarten, wie und ob diese heterogene Auswahl zusammenpasst.
Beispiele von Akteuren, deren Karriere bei YB ins Stagnieren geriet, gibt es einige. Michael Silberbauer beispielsweise war beim FC Kopenhagen und in Utrecht Leistungsträger, Führungsspieler und Captain, doch in Bern vermochte der dänische Nationalspieler in 13 Monaten sein Können selten abzurufen. Auch Raphael Nuzzolo, bei Xamax in den letzten Jahren der auffälligste Fussballer und lange Captain, ist seit einem Jahr bei YB und blieb deutlich hinter seinen früheren Leistungen zurück.
Moreno Costanzo wiederum gilt seit langem als talentiertester Schweizer Spielmacher. Er liess seine Übersicht, den tollen Schuss und seine Stärken bei Freistössen und Eckbällen aufblitzen. Aber eben nicht konstant. Zudem wird er nicht konsequent im offensiven Zentrum aufgestellt. Dort agiert Alexander Farnerud, ein sehr starker Allrounder, der seit Monaten nicht an sein überragendes erstes YB-Halbjahr im Frühling 2011 anknüpfen kann. Matias Vitkieviez schliesslich schloss sich in der Winterpause YB an, er kam als bester Servette-Torschütze, schoss im ersten Spiel in Bern gleich zwei Tore, stieg bald zum Nationalspieler auf – und brillierte seit Anfang März kaum mehr.
Nun versucht mit Christian Schneuwly ein weiterer Mittelfeldspieler (erneut) sein Glück bei YB. Die letzte Saison bestritt der Aufbauer ja äusserst erfolgreich als Leihgabe in Thun, er war drittbester Super-League-Skorer hinter den Baslern Alex Frei und Marco Streller. In seinen ersten Einsätzen mit YB in St.Gallen (1:1) und gegen GC (0:1) nun lief es Schneuwly jedoch auch noch nicht rund. «Es gefällt mir bei YB», sagte er nach dem Startspiel in St.Gallen. «Ich will mich hier durchsetzen, auch wenn die Konkurrenz wirklich gross ist.»
Martin Rueda testet und sucht
Bei schwächeren Leistungen, so sieht es bei einem Team wie YB aus, droht die Ersatzbank. Und der neue Trainer Martin Rueda muss seine Wunschformation erst noch finden, in den ersten drei Pflichtspielen dieser Saison setzte er bereits 19 verschiedene Akteure ein. Was Rueda und die Spieler nun dringend benötigen, sind Konstanz und bessere Resultate und damit verbunden: mehr Selbstvertrauen und grössere Spielfreude. http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/19261794
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shalako
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Verfasst: Dienstag 31. Juli 2012, 10:22 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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3107.2012  Zitat: Bei YB wird ständig neu gemischt
Den Young Boys stehen intensive Tage bevor. Der hohe Rhythmus mit Europacup- und Meisterschaftspartien fordert von Trainer Martin Rueda Umstellungen – bislang schafften es bei YB 17 verschiedene Spieler in die Startformation.
Wie die Zeiten sich ändern. Vor zwei Jahren übernahm Martin Rueda Lausanne in der Challenge League und führte den Verein in die höchste Schweizer Spielklasse – Personaletat: 18 Spieler. Nur ein Jahr später, im Sommer 2011, erreichte der aktuelle YB-Trainer mit den Waadtländern die Europa League – mit ähnlich wenig Spielern. «Das war hart für die Fussballer und schwierig für mich. Wir spielten einige Wochen immer Donnerstag und Sonntag, viele waren zweimal über die volle Dauer im Einsatz.» Und nun, 2012, ist Rueda bei YB unter Vertrag, Personaletat: 27 Spieler, und immer wieder hat er erwähnt, wie froh er um sein breites Kader sei. Rueda scheint fast zu geniessen, was andere Trainer als Qual der Wahl bezeichnen. 18 Spieler hat der 49-Jährige in den ersten fünf Pflichtspielen (dreimal Meisterschaft, zweimal Europacup) bereits eingesetzt – 17 von ihnen standen mindestens einmal in der Startformation, einzig dem jungen, talentierten Josef Martinez blieb «nur» die Jokerrolle.
Polyvalenz als Trumpf
Rueda geht die Rotationsdebatte pragmatisch an: «Auch ich vertraue gerne wieder den gleichen Spielern, aber im Moment habe ich keine andere Wahl als zu wechseln.» Der Rhythmus ist für die Berner hoch dieser Tage, pro Woche warten in Meisterschaft und Europacup je ein Spiel, ohne «Verschnaufpause», wie es sie auf europäischem Parkett zumindest in der Gruppenphase (Europa oder Champions League) gibt.
Am Sonntag gegen Thun etwa baute Rueda sein Team erneut um: Mittelfeldstratege Michael Silberbauer erhielt eine Pause, ebenso Scott Sutter, dafür rückten etwa Mario Raimondi (wieder) oder Raphaël Nuzzolo (erstmals) ins Team. Aus dem erwähnten Kreis der 17 Spieler ist unter Rueda im Moment jeder potenzieller Starter, was der Stimmung im Team sicher gut anstehen dürfte. «Das mag stimmen», sagt Rueda, «aber mir geht es nicht primär darum, die Spieler bei Laune zu halten. Vielmehr sind wir in jedem Spiel auf frische Kräfte angewiesen, die die Mannschaft verstärken.»
Dass ein im europäischen Bewerb engagierter Verein jeweils kräftig rotiert, ist üblich. Bei YB wird im Moment jedoch auch auf der Taktiktafel immer wieder neu gemischt. Rueda setzt auf polyvalente Akteure und bietet diese gerne entsprechend auf. Christoph Spycher vermutete schon vor der Saison, sowohl im Mittelfeld als auch in der Verteidigung zu spielen, der angestammte Flügelspieler Raimondi kam zuletzt als Aussenverteidiger zum Zug, und der schnelle Matias Vitkieviez stand auch schon Emmanuel Mayuka im Sturm bei. Schickte etwa Hamburgs Trainer Thorsten Fink (ex Basel) zuletzt seine Schützlinge für den Teambildungsevent nach Positionen gruppiert los, hält Martin Rueda nicht viel von «Grüppchenbildung». «Im Training sind alle überall involviert», sagt er.
Grünes Licht für Bobadilla.
Den Konkurrenzkampf beleben dürfte ebenso die Rückkehr von Raúl Bobadilla, der Argentinier ist (in gesundem Zustand) mit seiner Klasse für YB kaum verzichtbar. Der Handbruch des Stürmers, bislang in der Meisterschaft auch wegen einer Sperre abwesend, ist so weit verheilt, gestern konnte Bobadilla wieder mit dem Team trainieren. Ebenfalls gaben ihm die YB-Ärzte grünes Licht für die Reise nach Kalmar, wo er das Drittrundenqualifikationshinspiel nötigenfalls mit einer Schutzmanschette bestreiten soll. http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/18059495
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shalako
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Verfasst: Samstag 4. August 2012, 11:57 |
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04.08.2012  Zitat: Im Kreis drehen
YB steht bereits früh in der Saison mit dem Rücken zur Wand. Die Leistungen sind wechselhaft. Dem Team fehlt es noch stark an Tempo und Durchschlagskraft.
Die Stimmung am Freitag während des YB-Rückflugs von Kalmar nach Bern ist gedämpft – doch spätestens beim Anflug auf den Flughafen in Belp, als das Stade de Suisse unten auftaucht, weichen die Erinnerungen an den enttäuschenden Auftritt am Vorabend einer kämpferischen Einstellung. Und wieder auf festem Boden, richten die Spieler ihre Gedanken bereits auf den nächsten Auftritt am Sonntag in Genf gegen Servette. «Wir stehen vor einer wichtigen Woche», sagt Ilja Kaenzig, der CEO, «und das Team ist nun gefordert, eine Reaktion zu zeigen.»
Die Worte gleichen sich irgendwie bei YB, vieles dreht sich im Kreis, bessere Leistungen wechseln sich ab mit ungenügenden Vorstellungen, die hohen Ambitionen werden nicht erfüllt und das vorhandene Potenzial selten ausgeschöpft. Am Donnerstagabend, nach der 0:1-Niederlage der Berner im Hinspiel der 3.Qualifikationsrunde zur Europa League in Kalmar, wirkte der neue Trainer Martin Rueda in seiner Analyse teilweise ratlos. «Ich kann mir auch nicht erklären, warum die Spieler ihre Fähigkeiten nicht regelmässig abrufen können», sagte Rueda. Und: «Aber wir arbeiten daran und werden es besser machen.»
Einige Fragezeichen
Noch ist es in der Saison zu früh, um von Durchhalteparolen zu sprechen und davon, dass YB nicht vom Fleck kommt. Aber der erste Wegweiser zielt nicht steil nach oben, im Gegenteil, die begabte, breit und stark bestückte Mannschaft wirft Fragen auf. Auch Rueda und Kaenzig bemängelten nach dem schwachen Vortrag in Südschweden die fehlende Durchschlagskraft, die mangelnde Entschlossenheit, die unpräzisen Flanken und die Formschwäche einzelner Titulare. Vor allem aber erkannten sie das fehlende Tempo in der Vorwärtsbewegung und die Schnelligkeitsdefizite in der Defensive. Ilja Kaenzig versuchte es mit Ironie und erklärte, immerhin verfüge YB in jeder Beziehung über reichlich Steigerungspotenzial. «Wir müssen viel schneller spielen und den Abschluss direkter suchen», sagte derweil Rueda.
Diese YB-Ausgabe wirkt noch unfertig und nicht ausbalanciert. Der Trainer sucht weiter nach der richtigen Formation, hat aber zumindest im zentralen Aufbau mit dem erfahrenen Christoph Spycher vor der Abwehr sowie Spielmacher Moreno Costanzo und Alexander Farnerud eine interessante, starke Besetzung gefunden. Es ist YB zu wünschen, dass die Zeit der Pröbeleien bald zu Ende ist, das Team braucht eine starke Achse. Auf den Aussenpositionen dagegen herrscht reger Konkurrenzkampf, keiner der vielen Kandidaten hat sich dort als unersetzliche Grösse präsentiert. Und ganz vorne läuft der glücklose Emmanuel Mayuka seiner besten Verfassung hartnäckig hinterher. «Es liegt nicht nur an den Stürmern, dass wir zu wenig gefährlich sind», sagt Spycher. «Wir kombinieren bis zum Strafraum ja gut und zügig. Aber wir müssen die Präsenz vor dem gegnerischen Tor deutlich erhöhen und zwingender werden.»
Hoffen auf Bobadilla
Ein frühes Ausscheiden im Europacup wäre bitter für YB, ein Einzug in die Gruppenphase würde für dringend benötigte Millioneneinnahmen sorgen. «Aber wenn wir so spielen wie in Kalmar, haben wir nicht gegen viele Teams eine Chance», sagt CEO Kaenzig. «Und das gilt auch für die Super League.» Auffällig ist, wie rasch die Young Boys nach Rückschlägen verunsichert und blockiert sind. Am nächsten Donnerstag, im Rückspiel in Bern, müsse YB konsequenter spielen, fordert Spycher. «Aber wir müssen gegen diesen schnellen, konterstarken Gegner aufpassen.»
Ein frühes Tor, klar, wäre hilfreich, und es ist keine Neuigkeit, dass Wohl und Erfolg der Young Boys in beträchtlichem Mass von Raúl Bobadilla abhängig sein werden. Der Torjäger ist morgen letztmals in der Liga gesperrt, deutete aber vorgestern nach der Einwechslung zur Pause seine Torgefährlichkeit an. Er wird gegen Kalmar nächste Woche bestimmt in der Startformation stehen. http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/31703218
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