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 Beitrag Verfasst: Montag 15. August 2011, 14:03 
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Die Noten zum Spiel GC gegen YB (14. August 2011)

Obwohl die Young Boys bei GC (3:0) kein Tor erhielten, wirkte die Abwehr ziemlich unsicher.

Ivan Benito: Note 6
Ersetzte den verletzten Marco Wölfli – und spielte absolut überragend. Parierte nicht nur den Elfmeter von Boris Smiljanic stark, sondern zeigte mehrere weitere fantastische Paraden.

Scott Sutter: Note 3,5
Bei seiner Rückkehr deutlich schwächer als vorher. Nach vorne ohne Aktionen, in der Defensive mit einigen Fehlern und Fouls.

François Affolter: Note 3
Bekam für den gesperrten Abwehrchef Alain Nef eine Einsatzgelegenheit. Wirkte in mehreren Szenen ziemlich unsicher, fabrizierte einige Querschläger und sah teilweise schlecht aus. Ihm fehlt deutlich die Spielpraxis.

Dusan Veskovac: Note 3
Auch ihm gelang es nicht, der wackligen YB-Defensive Stabilität zu verleihen. Schwach in der Angriffsauslösung, verschuldete zudem mit einem ungeschickten Handspiel einen Elfmeter.

Christoph Spycher: Note 4,5
Der klar beste YB-Abwehrspieler, ohne aber zu brillieren. Solid, robust, routiniert.

Emmanuel Mayuka: Note 5
Starke Startphase, gute Dribblings. Später aber tauchte er bis zu seinem spektakulären Kontertor in der 90.Minute ab.

Michael Silberbauer: Note 4,5
Mit Licht und Schatten. Verteilte die Bälle gut, eroberte sie oft-mals auch effizient, aber seine Schnelligkeitsdefizite konnte er manchmal nicht kaschieren.

Alexander Farnerud: Note 5
Erneut der beste YB-Feldspieler. Viel unterwegs, schoss ein Freistosstor, war präsent, wenn auch nach der Pause nicht mehr so prägend wie in der ersten Hälfte.

Raphael Nuzzolo: Note 3,5
Erhielt nach dem Tribünenbesuch in Luzern gleich wieder eine Einsatzchance im linken Mittelfeld. Willig, fleissig, aber nahezu ohne Einfluss. Zudem mit sehr vielen Foulspielen.

Nassim Ben Khalifa: Note 4
Begann engagiert, aber agierte erneut in einigen Szenen glücklos. Am Ball kann der Offensivspieler sehr viel, aber es fehlte ihm noch ein wenig an Präzision und Entschlossenheit.

Henri Bienvenu: Note 3,5
Vorne sehr auf sich alleine gestellt. Ackerte viel, aber gefährliche Situationen hatte der Kameruner als Stürmer kaum.

Moreno Costanzo: Note 4,5
Kam nach 56 Minuten für Ben Khalifa. In den Zweikämpfen vermochte er sich nicht durchzusetzen. Aber er schoss ein kluges Freistosstor zum 2:0 für die Young Boys. Wurde in der 89.Minute angeschlagen durch Marco Schneuwly ersetzt.

Mario Raimondi: Note 4,5
Kam nach 72 Minuten für Bienvenu. Zeigte sich kämpferisch, relativ ballsicher – und schlug den schönen Pass auf Mayuka vor dem 3:0 für YB.

6 = herausragend; 5 = gut; 4 = solid; 3 = ungenügend; 2 = schlecht; 1 = sehr schlecht.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/26192734

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 Beitrag Verfasst: Montag 15. August 2011, 14:10 
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Der Ersatz im YB-Tor hatte einen wachsamen Blick

YB-Stammtorhüter Marco Wölfli erlitt mit der Nationalmannschaft einen Daumenbruch. Yvan Benito ersetzte ihn gegen GC hervorragend.

Der Mann des Tages musste in die Verlängerung. Als das Spiel vorbei, der 3:0-Sieg über die Zeit gebracht war, feierten die YB-Fans vor allem einen: den Reservegoalie Ivan Benito. Er allein war der Grund für die drei Punkte der Berner. Und erhielt deshalb die meisten Sprechchöre. Entsprechend genüsslich schritt der bald 35-Jährige danach den Fragen der Medienschar entgegen.

Wie Benito den Nachmittag aufarbeitete, das spricht für seinen Charakter, seine bedingungslose Identifikation mit dem Arbeitgeber. Benito sprach vom Zusammenhalt im Team («jeder macht jeden heiss»), vom hervorragenden Staff («ihr alle kennt ja Christian Gross»). Nur über etwas wollte er nicht recht sprechen: über seine grossartige Leistung.

Die Reihe der Paraden nahm ihren Anfang kurz nach dem Seitenwechsel. GC-Captain Boris Smiljanic durfte zum Penalty anlaufen, Benito fischte den Ball aus seiner rechten Ecke. «Ich habe aus seinen Blicken gespürt, dass er dorthin schiessen wird», erzählte der ehemalige GC-Torhüter.

Es folgten die Paraden gegen De Ridder und Smiljanic, beide waren alleine vor ihm aufgetaucht. Dann fanden auch Abrashi, Emeghara und Feltscher keinen Weg an Benito vorbei. Und wenn er doch einmal geschlagen war, so wehrte an seiner Stelle die Latte ab. Benito spielte so, dass Christian Gross bilanzierte: «Es war ein Sieg von Ivan Benito.» Für den YB-Trainer, der gestern seinen 57. Geburtstag feierte, war es «der richtige Kontext für seinen Einstand bei uns. Ein Auswärtsspiel, und erst noch gegen einen ehemaligen Verein.»

Auf der anderen Seite verbrachte GC-Torhüter Roman Bürki einen geruhsamen Nachmittag. Sein Pech war, dass er alle drei Schüsse, die in 90 Minuten auf sein Tor geflogen kamen, nicht stoppen konnte. Beim ersten Freistoss von Farnerud sah er schlecht aus («Torhüter-Ecke ist Torhüter-Ecke»), beim zweiten von Costanzo quittierte die Mauer ihren Dienst. Und gegen den Hammer von Mayuka in der Nachspielzeit konnte er nichts ausrichten. In der Summe stehen für GC und Bürki neun Gegentore in zwei Spielen. Verunsichern tut das ihn, die junge YB-Leihgabe, dennoch nicht, sagt Trainer Sforza. «Er steckt das weg. Ganz sicher.»

Die wenigen gefährlichen Aktionen von YB zeigten aber eines auch: Die Grasshoppers spielten besser als es das klare Resultat ausdrückte. Sie zeigten in der zweiten Hälfte eine klare Leistungssteigerung, verglichen vor allem mit der 0:6-Schmach im Derby vor einer Woche. Und Trainer Sforza sagte augenzwinkernd: «Es hatte ja wohl einen Grund, warum die Young Boys so selten Tempo machen konnten.»

Benitos Wünsche für Wölfli

Im Mittelfeld war Abrashi um einiges besser als der überforderte Neuzuzug Landeka. Zudem tat De Ridder mit seiner Kreativität der Offensive gut. GC scheiterte gestern allein an seiner Chancenauswertung. Das ändert aber nichts daran, dass die Zürcher auch nach fünf Spielen nur einen (glückhaften) Sieg auf dem Konto haben und auf dem achten Tabellenrang festkleben.

Solche Sorgen kennt Ivan Benito nicht. Er darf auch in den nächsten Spielen, gegen Braga in der Europa-League-Qualifikation, Thun und den FCZ, mit dem Vertrauen von Trainer Gross rechnen. «Es wird ein schöner August, für YB und für mich», sagte er. Und vergass trotzdem eines nicht vor seinem Abschied: «Ich wünsche Marco Wölfli gute und vor allem schnelle Besserung.»


http://www.derbund.ch/sport/fussball/De ... y/21497804

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 Beitrag Verfasst: Montag 15. August 2011, 14:12 
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Zwei Freistösse und Benito sichern den Sieg

Eine effiziente Chancenauswertung stand am Anfang des 3:0-Auswärtssiegs gegen die Grasshoppers.

Mit ruhenden Bällen haben die Young Boys in dieser Saison bisher wenig Zählbares herausgeholt. Gegen Sion erzielten sie nach einem Farnerud-Freistoss ein Tor. Bei der 1:0-Führung gegen Servette landete ein Freistoss, den Nef per Kopf verlängert hatte, via Genfer-Verteidiger im Netz.

Gestern, in Spiel 5, verdoppelte YB die Erfolgsquote. In der 14. Minute nahm Farnerud aus knapp 18 Metern Anlauf – und traf zum 1:0. Der geschlagene GC-Goalie Bürki, der im letzten Winter seinen Arbeitsort von Bern nach Zürich verlegt hat, sah beim Schuss nicht glücklich aus. Und beim zweiten Freistoss-Treffer (80.) hatte der einstige YB-Junior nur drei Leute in die Mauer beordert.

Costanzo: Tor und Verletzung

Beim Torschützen Costanzo, der über eine Stunde auf der Ersatzbank gesessen hatte, lagen Freud und Leid nahe zusammen. Wenige Minuten nach seinem ersten Saisontreffer wand er sich nach einem harten Zweikampf mit schmerzverzerrtem Gesicht am Boden. Der Ostschweizer humpelte zwar noch einmal auf den Platz zurück, musste aber bald und möglicherweise mit einer Bänderverletzung Forfait geben. An der Seitenlinie bekam Costanzo mit, wie Mayuka in der 91. Minute der GC-Abwehr enteilte und mit einem Hocheckschuss das 3:0 erzielte.

Der Sambier feierte seinen Einschuss mit einem dreifachen Überschlag, gefolgt von einem perfekten Salto. Es war aus Berner Sicht der Schlusspunkt einer Partie, die nach ereignisarmen 45 Minuten an Dramatik und Spannung gewann. Für das Spektakel waren primär die Platzherren zuständig, die sich in der ersten Hälfte gegen die zweikampfstarken und geschickt die Räume eng machenden Young Boys sehr schwertaten. Nach 48 Minuten bekamen sie nach einem Hands von Veskovac an der Strafraumgrenze einen Penalty zugesprochen. Captain Smiljanic hatte die Rechnung jedoch ohne Ivan Benito gemacht. Der 35-jährige Goalie tauchte früh in die richtige Ecke und wehrte den nicht sonderlich platzierten Schuss ab. Es war der Anfang einer kleinen Benito-Show. Und war der Aargauer, der die erste Super-League-Begegnung im gelb-schwarzen Trikot der Berner bestritt, einmal nicht zur Stelle, stand ihm das Glück des Tüchtigen zur Seite.

Die Sieger wussten, bei wem sie sich bedanken mussten. «Ivan hat supergut gehalten», sagte Scott Sutter. Der Goalie war der Einzige bei YB, der sich eine wirklich gute Note verdiente. Alle anderen lieferten höchstens Durchschnittliches ab. Einen ganz schwachen Tag erwischten der erstmals eingesetzte Affolter, Nuzzolo und Ben Khalifa, den Gross schon früh aus dem Spiel nahm. Der YB-Coach sah insgesamt wenig Erbauliches. «Es ist nicht verboten, auch aus dem Spiel heraus ein Tor zu schiessen», kritisierte er seine ambitionierte Equipe, die sich während der gesamten Begegnung kaum eine Torchance erarbeitet hatte. Dem Zürcher hatte nicht gefallen, wie viele Fehlpässe sie geschlagen hatte, wie unruhig sie wurde, als der Gegner mehr Druck machte. Da war nichts, aber auch gar nichts zu sehen von den dem druckvollen und dominanten Spiel, das sich der Übungsleiter von seiner Mannschaft wünscht. YB wird sich in den nun anstehenden Aufgaben in der Europa League gegen Braga und in der Meisterschaft gegen Leader Thun steigern müssen, um nicht Ernüchterungen zu erleben. Oder in den Worten von Gross: «Wir haben noch viel zu tun.»


http://www.derbund.ch/sport/axpo_super_ ... y/20662913

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 Beitrag Verfasst: Montag 15. August 2011, 14:17 
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Benito – die Perle aus dem Ersatzteillager

Fussball YB gewinnt auswärts gegen GC 3:0 – Farnerud, Costanzo und Mayuka schiessen die Tore

Es gebe manchmal solche Spiele, in denen man keine klaren Torchancen herausarbeitet. In solchen Spielen sei es hilfreich, wenn man sich auf einen guten Goalie und gute Freistossschützen verlassen könne, resümierte YB-Trainer Christian Gross nach dem 3:0-Auswärtssieg gegen die Grasshoppers. Gross, seit gestern 57, wollte an seinem Geburtstag nichts beschönigen. YB war ungenügend in der ersten und schlecht in der zweiten Halbzeit. Die Stürmer Ben Khalifa und Bienvenu fanden fast gar nicht statt. Farnerud, dieser begnadete Spielmacher, tauchte nach der Pause unter. Silberbauer, sein Pendant in der Schaltzentrale, hatte kaum Einfluss aufs Spiel. Und hinten offenbarte YB erschreckende Mängel. Affolter verschleierte, dass er eigentlich ein Kandidat für die Nationalmannschaft ist. Ebenso Sutter. Und Veskovac verursachte eigentlich zwei Penaltys, wobei nur einer von Schiedsrichter Jaccottet gepfiffen wurde. «Wir waren in der Vorwärtsbewegung zu unruhig und hatten das Spiel nie unter Kontrolle», monierte Gross.

Doch YB hatte Benito. Und es hatte Glück. Das reichte gegen ein GC, das sich gegenüber dem 0:6 im Derby markant gesteigert hatte, das aber noch längst nicht ausbalanciert ist. De Ridder hat gezeigt, dass er ein guter Fussballer ist. Zusammen mit Emeghara, den Gross als derzeit entscheidenden Mann bei GC adelt, setzte der Holländer die Akzente. Doch eine Zwei-Mann-Offensive ist zu wenig, um sich nach oben zu orientieren. Es braucht einen Zuber, der zwar hochbegabt ist, aber den Schritt vom verspielten Teenager zum zielstrebigen Profi noch nicht vollzogen hat. Trotzdem wäre dieses GC gut genug gewesen, um YB zu bezwingen. Doch Benito, Bürki, Smiljanic und der Schiedsrichter verfassten ein Drehbuch, das den Geburtstag von Gross nicht ausklammerte.

Während der letzten Saison tauschten YB und GC ihre Torhüter. Ivan Benito wechselte als Nummer 2 hinter Marco Wölfli nach Bern, Roman Bürki nach Zürich. Bürki, der aus Münsingen stammt, etablierte sich sofort als Nummer 1 mit grossen Perspektiven. Nun muss er durch die Mühle der Kritik. Farneruds Freistoss zum 0:1 landete in der Torhüterecke. Costanzos Freistoss in der 80. Minute zum 0:2 war zwar perfid getreten, aber einen solchen Ball zu halten wäre kein Verbrechen.

Sein Antipode Benito indes hatte bei seiner Premiere im YB-Tor einen heldenhaften Auftritt. In der 48. Minute entschärfte er aus seiner rechten Ecke einen Penalty von Smiljanic. Später beendete er den langen Lauf De Ridders mit einer Parade. Und in der 67. Minute hatte der Vertreter Wölflis – er fällt wegen eines Daumenbruchs aus – seinen ganz grossen Auftritt. Erst stoppte er Smiljanic, danach parierte er mirakulös gegen Emeghara und Feltscher.

Und da war noch Schiedsrichter Adrien Jaccottet. Kurz vor der Pause hatte dieser eine kurze, aber nicht marginale Schwächephase. Ein solch brutales Foul, wie es Sutter gegen den 19-jährigen GC-Debütanten Moritz Bauer begangen hatte, wurde auch schon mit Rot bestraft. Doch der YB-Verteidiger kam mit einer Verwarnung davon. Unmittelbar danach übersah Jaccottet, dass Vallori im Strafraum von Veskovac zurückgerissen wurde. Hat YB diesen Sieg gestohlen? Der lakonische Kommentar von Gross: «Es ist nicht verboten, Freistösse zu verwandeln.» Zum Glück für Farnerud und Costanzo.

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 Beitrag Verfasst: Montag 15. August 2011, 14:31 
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Ein Torhüter, zwei Freistösse, drei Punkte

Die Young Boys überzeugen als Titelkandidat gegen die Grasshoppers nicht und siegen dennoch 3:0

GC war eine Woche nach dem Debakel im Derby weitgehend die bessere Mannschaft, der Gegner YB aber effizienter. Dank dem sehr guten Torhüter Benito und zwei Freistosstoren sind die Berner unter dem Trainer Gross weiterhin ungeschlagen.
Hansjörg Schifferli, Zürich

Diesmal musste sich Christian Gross nicht wie eine Woche zuvor in Luzern darüber ärgern, dass seine Young Boys einen weitgehend überlegen geführten Match nur mit einem 1:1 beendeten. Im Letzigrund durfte er an seinem 57. Geburtstag erklären, warum sein Team ein Spiel 3:0 gewonnen hatte, «das wir nie unter Kontrolle hatten».

Die offensichtlichen Gründe brachte der Berner Trainer mit langer Vergangenheit bei GC mühelos auf den Punkt: «Es hilft, wenn man einen guten Torhüter und zwei gute Freistoss-Schützen hat», sagte er und fügte bei: «Es war ein guter Sieg für die Tabelle, mehr nicht. Und es war ein Sieg von Ivan Benito.»

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Benito war zeitweise alleine dafür verantwortlich, dass die in der zweiten Halbzeit klar besseren Zürcher nicht eine ihrer Torchancen verwerten konnten. Selbst einen Handspenalty von Boris Smiljanic wehrte der 35-jährige Goalie ab, der im Winter von GC als Stellvertreter für Marco Wölfli nach Bern gewechselt war. Nun stand Benito erstmals für den am rechten Daumen verletzten Wölfli im Tor und hielt so gut, dass ihn jener Coach fast überschwänglich lobte, der in den ersten Spielen gegenüber Wölfli kritische Untertöne hatte anklingen lassen. Auf jeden Fall spielten die Young Boys in der Meisterschaft erstmals zu null – mit Benito.

Neben dem Goalie waren Alexander Farnerud und Moreno Costanzo mit ihren Freistosstoren für den YB-Sieg massgeblich verantwortlich: Farnerud traf aus 17 Metern zum frühen 1:0, Costanzo aus 23 Metern zum späten 2:0. Zum 0:1 sagte der Zürcher Goalie Roman Bürki selbstkritisch: «Torhüter-Ecke ist Torhüter-Ecke» – und dort fand der Ball des Schweden den Weg ins Tor. Beim 2:0 machte ein sich abdrehender Verteidiger in der Mauer dem Ball den Weg frei. Vorausgegangen waren aber auch nicht zwingende Fouls von Amir Abrashi an Nassim Ben Khalifa und von Denis Simijonovic an Costanzo. So siegten die Berner, obwohl ihr Abwehrzentrum mit Dusan Veskovac und François Affolter schwach war, im Angriff weder Ben Khalifa noch Henri Bienvenu überzeugte und Raphaël Nuzzolo schlechtester Spieler überhaupt war. Nuzzolo, dem Gross eine Chance einräumte, fiel nur mit Fouls auf.

Dass die Grasshoppers so viele gegnerische Schwächen nicht einmal zu einem Tor, geschweige denn zu einem Punktgewinn ausnutzen konnten, war aus ihrer Sicht ärgerlich bis bedenklich. Es überraschte zwar nicht, dass der Trainer Ciriaco Sforza lobend hervorhob, eine Woche nach dem 0:6 gegen den FCZ «eine Reaktion und eine Entwicklung» gesehen zu haben. Das stimmte insofern, als seine Mannschaft anders auftrat als noch im Stadtzürcher Derby und so gegen einen Titelkandidaten manche Vorteile herausspielte.

Zieht man das in Betracht, war das Ergebnis ein Hohn. Aber man fühlte sich eben auch an die vergangene Saison erinnert, als die Zürcher ihre Überlegenheit und ihr Chancenplus oft nicht ausgenutzt hatten. Um dem abzuhelfen, verpflichtete GC im Sommer João Paiva. Aber der spielte in den ersten Runden schwach und sass am Sonntag erstmals auf der Bank. Ihn vertrat als einzige Sturmspitze Innocent Emeghara, der einmal die Latte traf, dem sonst aber wenig gelang. Die besten Chancen hatten Spieler aus der zweiten oder gar dritten Reihe wie Daniel De Ridder und Smiljanic. Doch sie scheiterten sogar alleine vor dem Goalie Benito.

Der GC-Verteidiger Bruno Bertucci war gesperrt und wurde durch den Debütanten Moritz Bauer passabel vertreten. Davor Landeka aber musste nach schwächeren Leistungen auf die Tribüne. Immerhin: Die Vorstellung des Holländers De Ridders war ein erstes Versprechen einer Neuverpflichtung.

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