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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 15. September 2010, 08:46 
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20min.ch, 15.09.2010

Gross fordert gegen YB zwei Tore

Stuttgart-Trainer Christian Gross hat sich für die Gruppenphase in der Europa League einen Schweizer Klub als Gegner gewünscht – und mit YB auch bekommen.

Am Donnerstag empfängt Stuttgart die Young Boys. Nach dem ent­täuschenden Start in die neue Saison (3 Spiele, 0 Punkte) erwartet sich Gross mit einem Sieg eine «Signal­wirkung» für das Fortfahren in der Liga. Ähnlich wie im ­letzten Dezember bei seinem ­Amtsantritt gegen Urziceni (3:1). Innert elf Minuten stand es 3:0 für den VfB. Es sei keine Magie gewesen, er habe der Mannschaft lediglich gesagt, dass er mindestens zwei Tore sehen wolle, verriet Gross gestern gegenüber 20 Minuten.

Was gibt der Zürcher seiner Elf gegen YB mit auf den Weg? «Ich wünsche mir immer zwei Tore pro Spiel, denn ich bin der Ansicht, dass zwei Tore für einen Sieg reichen müssten.» Gross weiss aber von der ­Spielstärke der Berner: «Sie haben sehr gute internationale Spiele gezeigt. Beim Rückspiel bei Tottenham ist sehr viel gegen YB gelaufen.» Gross hat sich zwei Partien der Berner auf DVD angesehen. «Schliesslich haben sie einige neue ­Spieler, wie Lulic, Costanzo und Jemal. Auch Bienvenu habe ich persönlich nicht gekannt und auch nie ge­sehen.»

Von seinem Team erwartet Gross, dass es ähnlich «resultatorientiert auftritt wie vor einem halben Jahr». Zehn Punkte, rechnet Gross, reichen für ein Weiterkommen in der Gruppe mit Odense, YB und Getafe. Davon ist das Team derzeit aber weit entfernt. «Die späten Transfers und viele ­individuelle Fehler», sind die Hauptargumente des Zürchers für den Rückstand in der Bundesliga. Gross weiss, dass der Druck auf ihn mit jeder Niederlage steigt: «Ich mach mir ­sicher Gedanken. Ernsthafte, aber ich bin überzeugt, dass die Mannschaft die Wende schafft.»

http://www.20min.ch/sport/fussball/story/Gross-fordert-gegen-YB-zwei-Tore-22033794

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 15. September 2010, 10:16 
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Wichtige Infos zum Charter-Zug nach Stuttgart

Der Charter-Zug ist AUSVERKAUFT! Es werden keine Tickets im Zug verkauft und Perso-nen ohne Extrazug-Spezialticket haben keinen Zutritt zum Zug und kein Anrecht auf Beförde-rung! Ostkurve und gss werden im Zug auf der Hin- und Rückfahrt eine Ticketkontrolle durchführen. Bewahrt euer Extrazug-Spezialticket also unbedingt auch für die Rückfahrt auf. Wie immer bei langen Extrazugfahrten sind der vorderste und der hinterste Wagen für Famili-en reserviert und in diesen Wagen wird nicht geraucht.

Der definitive Fahrplan:

Hinfahrt:
Bern ab: 13.25
Burgdorf ab: 13.39
Herzogenbuchsee ab: 13.51
Langenthal ab: 13.58
Stuttgart-Untertürkheim an: 19.01

Rückfahrt:
Stuttgart-Untertürkheim ab: 00:28
Langenthal an: 05.13
Herzogenbuchsee an: 05.19
Burgdorf an: 05.31
Bern an: 05.46

Verhalten im Zug:
Ostkurve Bern und gäubschwarzsüchtig haben euch ein sehr attraktives Angebot anbieten können. Der Vertrag mit den SBB sieht vor, dass die Fanorganisationen das finanzielle Risiko dieser Reise tragen. Dies beinhaltet insbesondere aussergewöhnliche Reinigungskosten sowie Sachschäden jeglicher Art (Auch Kleber und Tags!) Wer also gegen die geltende Auswärts-fahrordnung verstösst, schadet der ganzen Kurve! Wir zählen dabei auf den gesunden Men-schenverstand und Zivilcourage jedes Einzelnen. Sollten dennoch Schäden oder grobe Verun-reinigungen festgestellt werden, haben wir keine andere Wahl, als die daraus resultierenden Kosten auf die Verursacher abzuwälzen. Haben wir alle gemeinsam ein Auge darauf, dass diese Fahrt ein unvergessliches Erlebnis wird. Wir sind zudem verpflichtet, im Zug Auf-sichtspersonal zu stellen. Bitte haltet euch an die Anweisungen dieser Personen.

Der Zug wird den Bahnhof Stuttgart-Untertürkheim anfahren. Von da aus sind es ca. 3 Kilo-meter bis zum Stadion, welche wir zu Fuss zurücklegen werden. Die Polizei wird uns dabei begleiten. Bitte achtet auch hier auf euer Verhalten. Erfahrungsgemäss ist die Deutsche Poli-zei mit Fussballfans wenig zimperlich.

Wichtig: Da in Stuttgart eine Reinigung des Zuges stattfindet, können wir für Gepäck und andere persönliche Gegenstände keine Haftung übernehmen. Nehmt also nur das Nötigste mit und lasst es beim Aussteigen in Stuttgart nicht im Zug.

Denkt unbedingt daran, einen Reisepass oder die Identitätskarte mitzunehmen!

Hopp YB!

Ostkurve Bern und gäubschwarzsüchtig


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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 15. September 2010, 11:30 
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Berner Zeitung, 15.09.2010

YB-Gegner in der Herbstdepression

Stuttgart, morgen erster YB-Gegner in der Europa League, ist nach dem schlechten Saisonstart angeschlagen. Christian Gross, der Schweizer Trainer des VfB, steht allerdings noch nicht im Zentrum der Kritik.

Das Geld ist nicht das Problem des VfB Stuttgart. Am Montag wurde bekannt, dass der erste Gegner der Young Boys in der Europa League letzte Saison allein durch die Teilnahme an der Champions League 35 Millionen Franken eingenommen hat. Dazu kommen rund 20 Millionen aus dem Verkauf von Nationalspieler Sami Khedira an Real Madrid. Das Problem ist vielmehr, das viele Geld vernünftig einzusetzen. Khedira und Torhüter Jens Lehmann (Rücktritt) sind als Fussballer und Persönlichkeiten noch nicht ersetzt worden. Die Stuttgarter haben die ersten drei Partien der neuen Bundesligasaison alle verloren.

Camoranesi schwerfällig

Auch dem Ex-Thuner Zdravko Kuzmanovic gelingt es bisher nicht, die Lücke, die Khedira im Mittelfeld hinterliess, zu füllen. Aljaksandr Hleb (zu Birmingham) und Roberto Hilbert (zu Besiktas) werden stärker vermisst als zunächst angenommen. Und Philipp Degen (Ex-FCB) konnte wegen des Pfeiffer-Drüsenfiebers noch nie für sein neues Team auflaufen.

Am Samstag unterlag Stuttgart 1:2 in Freiburg. Daran konnte auch der Italiener Mauro Camoranesi nichts ändern. Den Weltmeister von 2006 hatten die Stuttgarter kurz vor Ablauf der Transferfrist am 31. August von Juventus Turin verpflichtet. In seinem ersten Bundesligaspiel bewegte sich der 33-Jährige schwerfällig, die fehlende Fitness war ihm anzumerken.

Nach dem schlechtesten Saisonstart in der Vereinsgeschichte schreibt die Stuttgarter Presse von einer «Herbstdepression» beim VfB und von «Problemzonen, wohin man schaut». Manager Fredi Bobic klingt hilflos, wenn er am Tag nach dem Freiburg-Spiel sagt: «Wieder einmal hat ein Torhüter überragend gegen uns gehalten.» Präsident Erwin Staudt wurde hingegen aktiv, fuhr ins Training und nahm die Spieler in die Pflicht.

Noch nicht im Zentrum der Kritik steht Trainer Christian Gross. Er zehrt noch vom Bonus der erfolgreichen Rückrunde. Nachdem der 56-jährige Zürcher die Equipe im Winter vom glücklosen und überforderten Markus Babbel übernommen hatte, schaffte sie bis Ende Saison den Sprung vom 15. auf den 6. Platz. Nun sagt Gross: «Der Fehlstart ist perfekt, aber das haben wir uns selbst eingebrockt.» Dem ehemaligen Basel-Coach kommt allerdings entgegen, dass mit Wolfsburg und Schalke zwei weitere Grossklubs ebenfalls noch kein Spiel gewonnen haben. Das mögliche Scheitern von Schalkes Trainermanager und Vorstandsmitglied Felix Magath und die schlechte Bilanz von Wolfsburgs englischem Coach Steve McClaren ziehen im Moment noch das grössere Interesse auf sich als Gross’ Arbeit in Stuttgart.

Gross und die Baustellen

Gross sieht sich beim VfB aber auch mit einer undankbaren Aufgabe konfrontiert. Er hat eine Equipe zu führen, die von der Grösse und den Kosten her auf eine erneute Teilnahme an der Champions League ausgerichtet ist. Nach dem miserablen Saisonstart vor einem Jahr hat sich das Team aber nur für die Europa League qualifiziert. Gross müsste den Kader nun auf das entsprechende Niveau zurückbauen. Doch Stuttgart und Baustellen, das passt im Moment überhaupt nicht, wie auch an den Massenprotesten gegen den geplanten Neubau des Hauptbahnhofs ersichtlich ist. Trotzdem sagt Kuzmanovic im Interview mit den «Stuttgarter Nachrichten»: «Ich bin nach wie vor überzeugt, dass wir genügend Qualität haben, es braucht eben seine Zeit, bis alles passt.» Manager Bobic, der erst vor kurzem den zu Schalke abgewanderten Horst Heldt ersetzte, hofft nun auf ein rasches Erfolgserlebnis: «Wir müssen einen Sieg erzwingen. Das würde alles ändern.» Sechs Möglichkeiten auf einen Sieg erhält Stuttgart in den nächsten knapp drei Wochen. Die erste bereits morgen ab 21.05 Uhr in der Mercedes-Benz-Arena gegen YB.


VFB Stuttgart im Porträt

Fünffacher Meister

Gegründet: 1893 als «Fussballverein 1893 Stuttgart».

Erfolge: Deutscher Meister 1950, 1952, 1984, 1992, 2007. – Deutscher Cupsieger: 1954, 1958, 1997.

Stadion: Mercedes-Benz-Arena (bis 2008 Gottlieb-Daimler-Stadion), erbaut 1933, aktuelle Kapazität: 55 896 Zuschauer.

Budget Saison 20010/2011: rund 60 Millionen Franken.

Bekannte Spieler: Mauro Camoranesi (It/Arg), Cacau (De/Br), Zdravko Kuzmanovic (Sz/Ser), Philipp Degen (Sz), Pawel Pogrebnjak (Russ)

Trainer: Christian Gross (Sz).

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 15. September 2010, 11:31 
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Berner Zeitung, 15.09.2010

YB: Spycher vor dem Start der Europa-League

«Platz 7 ist auch eine Warnung», sagt YB-Spieler Christoph Spycher vor dem Europa-League-Start. Möglicherweise muss er kurzfristig aus Stuttgart abreisen.

Christoph Spycher signalisiert Bereitschaft in jeder Beziehung. Heute Morgen fährt er mit den Young Boys im Bus nach Stuttgart, um sich der ersten Aufgabe in der Europa League anzunähern. Allerdings ist es denkbar, dass der 32-Jährige morgen um 21.05 Uhr die Bühne gegen den VfB gar nicht erst betreten wird – weil seine Frau hochschwanger ist und der Geburtstermin des zweiten Kindes der 16. September ist. Spycher hat sich nun mit Trainer Vladimir Petkovic darauf geeinigt, dass er sofort nach Bern zurückfahren wird, wenn sich die Geburt ankündigt: «Es gibt Dinge im Leben, die wichtiger sind als der Fussball.»

Christoph Spycher, was erwartet die Young Boys in Stuttgart?

Eine Mannschaft, die über starke Individualisten verfügt und deshalb gefährlich ist. Der VfB startete zwar schlecht in die Meisterschaft, wird aber alles unternehmen, um gegen uns sein erstes Erfolgserlebnis zu feiern. Es liegt an uns, entsprechenden Widerstand zu leisten.

Hat YB genügend Klasse, um mit einem Bundesligisten mitzuhalten?

Mit einem Unentschieden könnten wir sicher gut leben. Wenn der VfB aber einen sehr guten Tag erwischt und wir ebenfalls, wird sich Stuttgart durchsetzen. Das war gegen Fenerbahçe Istanbul und Tottenham Hotspur nicht anders. Selbst nach den Abgängen von Khedira und Lehmann sind die Stuttgarter immer noch stark besetzt, ich denke an Tasci, Delpierre, Gentner, Träsch, Cacau oder Marica, das sind alles klangvolle Namen. Und die Stuttgarter haben mit Christian Gross einen Trainer, dem eine grossartige Rückrunde gelang und der über YB natürlich bestens Bescheid weiss.

Aber die Unruhe beim VfB ist nach dem missratenen Auftakt spürbar.

In Deutschland ist das Normalität, in der Bundesliga brodelt es wesentlich schneller als in der Schweiz. Letzte Woche unterhielt ich mich mit meinem ehemaligen Trainer Michael Skibbe von Frankfurt. Die Eintracht hatte eine gute Vorbereitung, verlor aber die ersten zwei Spiele – und schon wurde alles infrage gestellt. Das gibt mir schon zu denken.

Der Auftakt von YB in die Saison verlief auch nicht gerade optimal.

Wir verloren zwar nicht gleich drei Mal in Folge. Aber leistungsmässig haben wir noch nicht das Niveau erreicht, das wir uns vorgestellt haben.

Haben Sie eine Erklärung dafür?

In der ersten Phase der Meisterschaft gerieten wir nach einem Europacupspiel unter der Woche oft früh und unnötig in Rückstand, nicht alle Spieler waren so weit, die Doppelbelastung mental zu verkraften. Aber ich habe in den letzten Wochen festgestellt, dass eine Entwicklung in die richtige Richtung eingesetzt hat. Wir sind weiter als zu Beginn der Saison.

Welchen Einfluss hat die Systemumstellung von einer Dreier- auf eine Viererabwehrkette?

Das ist für mich nicht der massgebende Punkt. Entscheidend ist einzig, dass jeder Einzelne seine Aufgabe im vorgegebenen System begreift und sie konsequent löst. Gegen Luzern spielten wir mit einer Dreierabwehr eine starke erste Hälfte. In Bellinzona wurden wir erst besser, als wir von vier auf drei Verteidigern umstellten. Was fehlt, ist die Konstanz. Wir lassen uns noch zu schnell aus dem Konzept bringen und verlieren zu schnell die Ordnung. Es darf in Zukunft nicht mehr so extrem sein wie bisher.

Wird die Systemfrage insgesamt überschätzt?

Zum Teil schon. In unserem Fall wurde das System immer wieder zu einem Thema gemacht, weil YB als einzige Mannschaft der Super League auf die Dreierabwehr setzte.

Ist der gegenwärtige Platz 7 für Sie gemessen an der Qualität des Kaders ein Witz?

Das würde ich so nicht sagen . . .

. . . aber eine Enttäuschung . . .

. . . sicher, ja, aber die Platzierung ist für mich auch eine Warnung. Mit der Punkteausbeute können wir natürlich nicht zufrieden sein, weil ein grosses Potenzial in dieser Mannschaft steckt. Bis mindestens im Dezember haben wir die Belastung Meisterschaft und Europacup. Das heisst, wir müssen mental frisch bleiben und die Fortschritte, die wir zuletzt erzielt haben, zu hundert Prozent auf den Platz bringen. Sonst drohen uns Probleme, wie sie der FCZ letztes Jahr bekam, als er in der Champions League spielte.

Ist die Europa League also nicht nur eine willkommene Abwechslung im Alltag der Super League?

Die Meisterschaft ist sehr wichtig, aber die Spiele in der Europa League können auch helfen, uns als Mannschaft weiter zu finden und uns vorwärtszubringen.

Welchen Einfluss hat der gravierende Unfall von Emiliano Dudar auf die Vorbereitung für Stuttgart?

Was am Sonntag passiert ist, hinterlässt schon Spuren. Wenn sich ein Teamkollege eine schwere Verletzung zuzieht und ins künstliche Koma versetzt werden muss, wühlt das auf, das ist doch logisch. Es braucht Zeit, um das zu verarbeiten, und es ist nicht leicht, sich gleich wieder auf eine neue Aufgabe zu konzentrieren. Aber mit jeder positiven Nachricht zum Gesundheitszustand von Dudar fällt es eine Spur leichter, sich eben doch auf Stuttgart gezielt vorzubereiten.

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 15. September 2010, 12:01 
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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 15. September 2010, 13:36 
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Aufstellung gegen Tottenham Hotspur:

--------------------------------------
Wölfli
Sutter-Affolter-Nef-Jemal
Spycher
Doubai-Costanzo-Raimondi
Bienvenu-M. Schneuwly
--------------------------------------

Stuttgart - BSCYB 0:1

Stuttgart: -
BSCYB: Costanzo

Wie sieht Eure Aufstellung aus Jungs?


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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 15. September 2010, 15:38 
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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 15. September 2010, 23:37 
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vfb.de, 15.09.2010

"Wir greifen an"

Es hätte das Bruderduell Philipp gegen David Degen werden sollen, doch aus verschiedenen Gründen können die beiden Schweizer Nationalspieler nicht an der ersten Partie der Europa League Gruppenphase zwischen dem VfB und den Young Boys Bern teilnehmen. www.vfb.de sprach mit Berns Mittelfeldakteur David Degen.

Hallo David, wie groß ist die Enttäuschung darüber, dass Dein Zwillingsbruder Philipp am Donnerstag beim VfB mit Pfeifferschem Drüsenfieber ausfällt und Du Deinem Klub im ersten Spiel der Europa League Gruppenphase gesperrt fehlst?
David Degen: "Das ist natürlich sehr schade, aber ich hoffe, dass es beim Rückspiel in Bern am 1. Dezember zum Bruderduell zwischen mir und Philipp kommen wird. Ich habe in vier Qualifikationsspielen für die Champions League zwei gelbe Karten bekommen und bin jetzt ein Spiel gesperrt. Ich finde die Regel unfair, aber so ist das nun mal. Bei Philipp kam die Krankheit von einem Tag auf den anderen und er hat sehr darunter gelitten."

Als Zwillingsbrüder steht Ihr sicher in regelmäßigem Kontakt. Wie geht es Philipp und was macht er für einen Eindruck auf Dich?
David Degen: "Philipp geht es seit etwa einer Woche wieder ganz gut, die Symptome sind größtenteils zurückgegangen und er hat kaum noch Beschwerden. Er will sich am Donnerstag das Spiel in Stuttgart anschauen und auch demnächst wieder mit dem Training anfangen."

Im Februar hattest Du dieselbe Krankheit wie Philipp. Welche Beschwerden hattest Du und wie verlief bei Dir die Genesung?
David Degen: "Ich habe nachts stark geschwitzt, hatte Kalt- und Warmschübe, Schüttelfrost, aber kein Fieber. Es war wie eine starke Grippe von A bis Z. Die Symptome sind aber von Körper zu Körper unterschiedlich. Ich habe vieles ausprobiert und bin nicht nur zu Hause geblieben und habe gewartet, bis es vorbei ist. Nach zwei Wochen hatte ich keine Beschwerden mehr und nach vier Wochen stand ich schon wieder auf dem Platz. Die meisten Menschen tragen diesen Virus in sich. Der bricht dann aus, wenn das Immunsystem geschwächt ist, man viel Stress hat und seinem Körper zu viel auf einmal zumutet."

Am Wochenende hast Du beim 2:2 zu Hause gegen den FC Basel miterlebt, wie Dein Mitspieler Emiliano Dudar nach einem Zusammenprall mit einer Kopfverletzung benommen liegen geblieben ist. Was ist Dir da durch den Kopf gegangen?
David Degen: "Das war eine heftige Szene, wie er da gelegen ist. Wir konnten nichts tun, waren irgendwie hilflos. Das Ganze hat mir schon zu denken gegeben. Wir sind keine Roboter, die immer funktionieren. Bei solchen Vorfällen merkt man wieder einmal, dass der Mensch und die Gesundheit im Vordergrund stehen und wichtiger sind als der Sport."

Die Young Boys sind als Verlierer der Play-off-Runde der UEFA Champions League in die Europa League gerutscht. Wie bitter war das Ausscheiden gegen Tottenham Hotspur?
David Degen: "Ich sehe das so: Wir hätten im Hinspiel einfach den Sack zumachen müssen. Wir haben die Spurs dominiert und hätten 4:1 oder 5:1 gewinnen müssen. Wir haben so viele Chancen vergeben, das wurde im Rückspiel bestraft. Natürlich ist das bitter, aber wir hatten es selbst in der Hand."

Ist die Europa League jetzt ein internationaler Wettbewerb zweiter Klasse für Euch?
David Degen: "Für mich persönlich schon, ich wollte unbedingt in der Champions League spielen. Aber für den Verein ist auch die Europa League ein Erfolg. Wir haben eine interessante und gute Gruppe. Wir haben die Möglichkeit, weiterzukommen, und das wollen wir erreichen."

Mit VfB-Cheftrainer Christian Gross hast Du beim FC Basel erfolgreich zusammengearbeitet. Wie würdest Du ihn charakterisieren?
David Degen: "Christian Gross ist der Trainer, der Philipp und mich beim FC Basel geformt und an den Profifußball herangeführt hat. Er ist ein sehr guter Trainer, der mir viel beigebracht und gezeigt hat. Er lebt 24 Stunden für den Fußball, für den Erfolg und für den Verein. Das habe ich mir von ihm abgeschaut. Er kennt jedes Detail von jedem Gegner."

Auf was für ein Spiel dürfen sich die Fans in der Mercedes-Benz Arena freuen?
David Degen: "Für mich ist Fußball am schönsten, wenn es hin und her geht, beide Mannschaften für Unterhaltung und Spannung sorgen und nicht nur auf Ergebnis spielen. Ich hoffe, dass es zu einem Duell kommt, in dem es hoch und runter geht. Wir stellen uns nicht hinten rein, das können wir gar nicht. Wir greifen an. Aber der VfB ist für mich das beste Team in der Gruppe und wir müssen auf drei Stammspieler verzichten. Ich würde sehr gerne dabei sein. Die drei Spiele, die der VfB in der Liga verloren hat, hätte man nicht verlieren dürfen. Das ist nicht der Anspruch des VfB. Aber man weiß ja wie das ist, wenn man ein Tief hat. Da kommt man schwer wieder raus. Der VfB steht nicht da, wo er hingehört. Genau wie wir. Der siebte Tabellenplatz ist nicht der Anspruch von Young Boys. Wir müssen um den Titel mitspielen."

http://www.vfb.de/de/aktuell/news/2010/38640.php

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 15. September 2010, 23:37 
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vfb.de, 15.09.2010

"Wollen Überraschung schaffen"

Auch drei Tage nach dem Zusammenprall von Berns Emiliano Dudar mit Mitspieler Francois Affolter im Ligaspiel gegen Basel war der Unfall das große Thema bei der Pressekonferenz vor dem Duell in der Europa League Gruppenphase beim VfB. "Es ist wichtig, dass es ihm besser geht und er bald schon wieder aus dem Krankenhaus kommt. Wir sind aber Profi genug, dass wir das morgen im Spiel ausblenden können. Vielleicht ist das auch ein Kick für die Mannschaft, dass sie den Sieg für Emiliano holen wollen", sagte Young Boys Trainer Vladimir Petkovic. Torhüter Marco Wölfli und Mittelfeldspieler Christoph Spycher sahen das genauso. "Die positiven Nachrichten von seinem Gesundheitszustand helfen uns, die Gedanken an den Unfall beiseite zu schieben. Wir wollen einen guten Start in die Europa League und spielen auch für Emiliano", so der ehemalige Kapitän der Frankfurter Eintracht, Christoph Spycher. YB-Keeper Wölfli meinte: "Die letzten Tage waren nicht einfach für uns alle, jetzt ist es aber wichtig, wieder an Fußball zu denken und ein gutes Spiel gegen den VfB abzuliefern."

"Wir müssen an unsere Leistungsgrenze gehen"

Trainer Petkovic sieht den VfB in der Favoritenrolle und hofft auf ein ähnlich gutes Auftreten seiner Mannschaft wie in den vier Qualifikationsspielen in der UEFA Champions League. Dort schaltete Bern zunächst Fenerbahce Istanbul aus und scheiterte nach einem 3:2-Hinspielsieg erst im Rückspiel an Tottenham Hotspur. "Die Ausgangslage ist die gleiche wie gegen Istanbul und Tottenham. Wir sind der Außenseiter und wollen eine Überraschung schaffen. Wir werden alles versuchen, um in Stuttgart zu Punkten", so Petkovic. Der schlechte Saisonstart des VfB in der Bundesliga ist für den Schweizer mit kroatischer Herkunft kein Vorteil. "Das ist gefährlich. Der VfB verfügt über viele gute Einzelspieler und das Team muss irgendwann explodieren. Aber genau das wollen wir verhindern." Torwart Marco Wölfli schätzte die Lage ähnlich ein: "Aufgrund des schlechten Saisonstarts werden die Stuttgarter extrem aggressiv ins Spiel gehen. Da müssen wir dagegenhalten und dürfen uns nicht provozieren lassen. Zudem müssen wir die wenigen Chancen, die sich uns bieten, konsequent nutzen." Christoph Spycher, der den VfB aus vielen Duellen in der Bundesliga mit seinem Ex-Klub Frankfurt noch gut kennt, sagte: "Der VfB ist ein sehr starker Gegner mit viel individueller Klasse. Wir müssen an unsere Leistungsgrenze gehen, nur dann haben wir eine Chance."

http://www.vfb.de/de/aktuell/news/2010/38693.php

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 16. September 2010, 10:18 
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Berner Zeitung, 16.09.2010

YB in der Europa League ohne drei Stammspieler

Vor dem Europacup-Gastspiel beim VfB Stuttgart heute um 21.05 Uhr müssen die Young Boys Rochaden vornehmen.

YB-Trainer Vladimir Petkovic ist zum Auftakt der Europa-League-Gruppenphase in der Abwehr und auf den Flügeln zu personellen Änderungen gezwungen.

Emiliano Dudar, der nach dem heftigen Zusammenprall am Wochenende für unbestimmte Zeit ausfällt, wird in der Innenverteidigung voraussichtlich durch Alain Nef ersetzt. Der Leihspieler von Udinese würde damit erstmals von Beginn weg spielen. Petkovic muss auch auf den Flügelpositionen Alternativen suchen. Senad Lulic (gelb-rot im Rückspiel gegen Tottenham) und David Degen (zwei gelbe Karten in der Champions-League-Qualifikation) sind gesperrt.

Wie immer liess sich Petkovic nicht in die Karten blicken. "Bei mir ist alles möglich", so der Kroate, der Stuttgarter Schwächen im Mannschaftsteil "von der Mitte Richtung hinten" ausgemacht hat. Dies spräche dafür, Druck über die möglichen "Ersatzflügel" Scott Sutter und Mario Raimondi zu erzeugen.

Stuttgarts Schweizer Trainer Christian Gross kann im ersten Gruppenspiel, zu dem in der Baustelle Mercedes-Benz-Arena nur rund 15'000 Zuschauer (unter ihnen rund 1200 YB-Fans) erwartet werden, endlich wieder auf einen der Leistungsträger zurückgreifen.

Captain und Abwehrpatron Matthieu Delpierre wird nach viermonatiger Verletzungspause (Operation an der Patellasehne) sein Comeback geben. Nicht dabei sind dagegen der gelbgesperrte Timo Gebhart und die noch länger ausfallenden Neuzuzüge Philipp Degen und Johan Audel.

Gross erwartet einen "dynamischen VfB", warnt aber vor den Stärken der Young Boys. "Es wird nicht einfach, die sind gut. Aber wir wollen auf die Erfolgsstrasse zurück. Das Spiel soll Signalwirkung haben. Es muss keiner glauben, dass wir die Partie nicht ernst nehmen und uns nach dem Fehlstart nur auf die Bundesliga konzentrieren."

http://www.bernerzeitung.ch/sport/agenturen-ticker/YB-in-der-Europa-League-ohne-drei-Stammspieler/story/14133967

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