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 Beitrag Verfasst: Dienstag 18. August 2009, 10:07 
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Der Bund, 16.08.2009

YB und Schiedsrichterchef Meier uneinig

Der Platzverweis gegen YB-Stürmer Seydou Doumbia in der Partie gegen Luzern beschäftigte am Montag auch Marc Juillerat. Er ist der Stellvertreter von Urs Studer, der als Disziplinarrichter der Swiss Football League amtet und als Berner im Zusammenhang mit den Young Boys in den Ausstand tritt. Juillerat befasst sich allerdings nicht mit der Frage, ob die zwei gegen Doumbia ausgesprochenen Verwarnungen ihre Richtigkeit haben, sondern mit dem Tritt des Spielers gegen die Schutzvorrichtung einer Fernsehkamera. «Es ist nicht auszuschliessen, dass dieses Verhalten mit einer Zusatzstrafe sanktioniert wird», sagte Juillerat. Kommt er zum Schluss, dass Doumbia sich ungebührlich verhalten hat, muss der Ivorer mit einer Erhöhung des Strafmasses rechnen. Bis Ende Woche soll ein Entscheid gefällt sein.

Auf der anderen Seite ist gestern auch YB in die Offensive gegangen. Die Berner fordern die Disziplinarkommission auf, die Entscheide von Luzern zu korrigieren und die Spielsperre gegen Doumbia aufzuheben. Weder vor der ersten, noch vor der zweiten gelben Karte sei der Stürmer freiwillig zu Fall gekommen. Das würden die Videobilder und auch die Aussage von FCL-Torhüter David Zibung am TV («es gab eine Berührung.») bestätigen.

Wenig Hoffnung auf Erfolg macht YB der Schiedsrichterchef Urs Meier: «Der ausgesprochene Platzverweis kann nicht rückgängig gemacht werden.» Meier spricht von einem «Tatsachenentscheid» und erklärt: «Die gelben Karten sind vertretbar. Die erste Verwarnung gab es, weil sich der Spieler zu theatralisch aufführte. Und dass es eine zweite gab, ist nicht falsch. Wenn der Schiedsrichter mit Hilfe der Assistenten zur Einsicht kommt, dass es sich um eine Schwalbe handelt, ist gelb in Ordnung. Ausgerutscht ist Doumbia nicht.» Um aber auch anzufügen: «Es war eine schwierig zu beurteilende Situation.» pmb

http://www.derbund.ch/zeitungen/sport/YB-und-Schiedsrichterchef-Meier-uneinig/story/30736686

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 Beitrag Verfasst: Dienstag 18. August 2009, 10:10 
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NZZ, 17.08.2009

YB legt gegen Doumbias Platzverweis Protest ein

Der Stürmer soll in der fraglichen Spielszene unfreiwillig gefallen sein

Der letztjährige Torschützenkönig Seydou Doumbia hat im Spiel vom vergangenen Sonntag in Emmen gegen den FC Luzern (2:1-Sieg von YB) nach zwei vermeintlichen «Schwalben» jeweils die gelbe Karte gesehen und wurde vom Spiel ausgeschlossen.

(si) Nach Sichtung der Videobilder und Gesprächen mit verschiedenen beteiligten Akteuren sind die Young Boys überzeugt, dass der Platzverweis, der eine automatische Spielsperre mit sich zieht, ungerechtfertigt war.

Bei beiden Aktionen (61. und 64. Minute) soll Doumbia nicht freiwillig zu Fall gekommen sein, heisst es in einer Medienmitteilung der Berner.

http://www.nzz.ch/nachrichten/schweiz/fussball_yb_doumbia_sfv_1.3360165.html

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 Beitrag Verfasst: Dienstag 18. August 2009, 10:15 
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sf.tv, 17.08.2009

YB protestiert gegen Doumbia-Platzverweis

Die Berner Young Boys haben bei der Disziplinarkommission der Swiss Football League gegen die gelb-rote Karte von Seydou Doumbia beim 2:1-Sieg in Luzern protestiert. Und: Frimpong kehrt zum FC Luzern zurück.

Doumbia war am vergangenen Sonntag nach zwei von Schiedsrichter Carlo Bertolini als «Schwalben» taxierten Aktionen vom Feld gestellt worden. Als Folge der gelb-roten Karte ist Doumbia für die nächste Partie gesperrt.

Wie YB in einer Pressemitteilung schreibt, hält der Klub den Entscheid des Schiedsrichters für falsch und fordert die SFL auf, die rote Karte und die Spielsperre gegen Doumbia aufzuheben. Der Ivorer sei in beiden Fällen nicht freiwillig zu Fall gekommen, argumentieren die Berner.

Erfolgsaussichten sind gering

Die Chancen, dass der Protest der Berner zu einer «Begnadigung» Doumbias führt, sind jedoch äusserst gering, wie Sporjurist Kai Ludwig bestätigt. Tatsachenentscheide seien seit jeher «sakrosankt», nur bei regeltechnischen Fehlern des Unparteiischen werden Entscheide im Nachhinein korrigiert. Gegen den Platzverweis besteht juristisch ebensowenig eine Anfechtungsmöglichkeit, wie für die Sperre, die er automatisch nach sich zieht.

Ebenfalls sei es unwahrscheinlich, so Ludwig, dass der Sperre nun aufschiebende Wirkung zukommt. Mit einer solchen wäre Doumbia am nächsten Sonntag in der Cupfinal-Revanche gegen Sion noch spielberechtigt.

Frimpong nach Luzern zurück

Joetex Asamoa Frimpong wechselt definitiv wieder von den Young Boys zum FC Luzern zurück. Der ghanaische Stürmer wird von den Bernern bis Ende Juni 2010 an die Zentralschweizer ausgeliehen. Es ist bereits das zweite Mal, dass der 27-Jährige von Bern nach Luzern wechselt.

Frimpong, der in der Bundesstadt als Reservist nicht glücklich geworden war, absolvierte letzte Saison 25 Super-League-Partien für Luzern und erzielte 13 Tore.

http://sport.sf.tv/nachrichten/archiv/2009/08/17/fussball/yb_protestiert_gegen_doumbia_platzverweis

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 Beitrag Verfasst: Dienstag 18. August 2009, 10:28 
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NZZ, 17.08.2009

Mit dem Kopf an die Wand

Dank dem 2:1-Sieg beim FC Luzern bauen die Young Boys ihre Führung aus

Der FC Luzern, immerhin seit der 62. Minute mit einem Spieler mehr, wurde immer kopfloser. Mit dem Bulldozer durch die Wand sollte es wohl gehen. Ging es aber nicht. Die Pässe kamen nicht an, die Schüsse aus der Distanz entsprangen reiner Verzweiflung. Auf der Tribüne dachte man in Anbetracht der Hitze sowie der Luzerner Hilf- und Ideenlosigkeit an den Schlusspfiff. Sollte sich an der 2:1-Führung des BSC Young Boys im ausverkauften Kleinstadion Gersag noch etwas ändern? Nicht hier, nicht jetzt. Immerhin rutschte in der Schlussphase Paiva im Strafraum knapp am Ball vorbei und schoss der eingewechselte Pacar aus Drehung zwar (endlich einmal) auf das YB-Tor, aber direkt auf den Goalie Wölfli. Es sollte nicht sein. Die von Selbstvertrauen strotzenden Young Boys brachten den Vorsprung auch über die fünfminütige Distanz der Overtime. Sie haben inzwischen reichlich Luft, 6 Punkte Vorsprung auf Luzern und schon deren 8 auf den FC Zürich und den FC Basel, die immer wieder straucheln.

Was der kompakte, gut organisierte, homogen und komplementär wirkende Leader in der ersten Halbzeit trotz dem Rückstand nach 100 Sekunden bot, war allerhand und müsste die Konkurrenz eigentlich zum Denken anregen. Wie will man YB beikommen? Die Berner liessen sich auch vom 0:1 und von dem wunderbaren Heber Paivas nicht aus dem Tritt bringen und prägten das Spiel nach ihrem Tempo und ihrem Schema. Ihr Verteidiger Ghezal stieg wieder einmal hoch in die Luft und erzielte in der 22. Minute per Kopf das 1:1. Dann köpfelte Doumbia knapp daneben und schoss Regazzoni aus der Drehung auf das Tor. Die Überlegenheit zahlte sich indessen erst aus, als Degen den Doppelpass mit Marco Schneuwly wagte und den Ball elegant über den herausstürzenden FCL-Torhüter Zibung lupfte. Doumbia setzte vor dem Tor zu Slaloms an, und Yapi schoss kurz vor der Pause darüber. Der Gast aus Bern hatte viel im Griff.

Obschon sich Yakin bemühte und mit seinem direkten Spiel und mit seinem feinen Fuss abermals unter Beweis stellte, dass er in der Liga über überdurchschnittliche Fähigkeiten verfügt, hatten die Zentralschweizer mit Ausnahme der Anfangs- und Schlussphase in der Gefahrenzone viel zu wenig zu bieten. In der zweiten Halbzeit zollten sie beim Anrennen der Hitze Tribut und hatten noch weniger Räume vor sich, als die Berner nach dem Platzverweis Doumbias nur noch die eigene Platzhälfte abriegelten. Wieder einmal zeigte sich, dass ein Fussballspiel nach einem Platzverweis nicht besser werden muss. Auch mit einem Spieler mehr wurde die Luzerner Koordination nicht besser. «Jeder wollte den Ball holen und den entscheidenden Pass spielen», begründete der Luzern-Spieler Michel Renggli die Spielweise «mit dem Kopf durch die Wand». Die gelbschwarze Wand blieb stehen. Es schien, als wollten es die willigen und kämpferisch überzeugenden Luzerner im ausverkauften Stadion schlichtweg zu gut machen.



Bertolini und Doumbia – Fehler, Fehler, Korrektur, Platzverweis

Der Eklat bahnt sich an. Nach 60 Minuten wird der YB-Stürmer Seydou Doumbia in der gegnerischen Platzhälfte gecheckt, fällt hin, bleibt zu lange liegen. Kein Pfiff des Schiedsrichters. Das Resultat sind eine erhöhte Betriebstemperatur und eine Verwarnung gegen Doumbia wegen Spielverzögerung. Zwei Minuten später fällt der Ivoirer im Strafraum der Luzerner hin. Er scheint auszurutschen. Das ist der Eindruck auf der Tribüne. Die Fernsehbilder deuten allerdings auf «er lässt sich fallen» hin. Der Referee Carlo Bertolini zeigt zum Entsetzen der Luzerner in Richtung Penaltypunkt. Der Luzern-Goalie Zibung brüllt und gestikuliert auf den am Boden liegenden YB-Stürmer ein, der wenige Meter daneben stehende FCL-Anhang dreht ebenfalls im roten Bereich, auch ein paar Becher fliegen.
Der Schiedsrichter nimmt nach einer Lagebeurteilung «im Quartett» den Fehlentscheid zurück, verwarnt Doumbia wegen einer «Schwalbe» und muss die rote Karte folgen lassen. Doumbia versteht zunächst die Welt nicht mehr, muss aber bald – unter anderem vom YB-Trainer Vladimir Petkovic – zurückgehalten werden und rastet beim Verlassen des Spielfelds aus. Er tritt gegen die Vorrichtung einer Fernsehkamera. Petkovic, der mit abfälligen Gesten gegen den Spielleiter aufgefallen ist, enthält sich nachher des Kommentars. Das ist besser so, hatte er doch nach dem Europa-League-Ausscheiden gegen Bilbao so heftig über die Spielleitung lamentiert, dass er den Eindruck des schlechten Verlierers hinterliess. Laut dem FCL-Trainer Rolf Fringer hat Bertolini «Grösse gezeigt», den Entscheid zurückzunehmen und die «Schwalbe» zu ahnden. Nur: Doumbia wurde in der Summe zu hart bestraft. Andere führten in der Hitze mehr Schauspielkunst auf. Das macht es für den Referee nicht einfach. Die Trainer könnten sich doch einmal über ihre (Schau-)Spieler statt über die Spielleiter aufregen.

http://www.nzz.ch/nachrichten/schweiz/mit_dem_kopf_an_die_wand_1.3354711.html

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 Beitrag Verfasst: Dienstag 18. August 2009, 10:29 
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17.08.2009

Degen als YB-Matchwinner

YB enteilt der Konkurrenz. Nach dem 2:1-Erfolg gegen Luzern liegen die Berner bereits acht Punkte vor Basel und Zürich.

Matchwinner in Emmenbrücke war David Degen. Der Mittelfeldakteur bereitete den 1:1-Ausgleich durch Saïf Ghezal mit einer Freistossflanke vor und erzielte das entscheidende Tor nach einem Doppelpass mit Marco Schneuwly selber. «Ich bin nach Bern gekommen, um Akzente in Form von Goals und Assists zu setzen», meinte Degen. Noch vergangene Saison sass er meistens auf der Bank. Seine Form führt der Basler darauf zurück, dass er erstmals seit Jahren eine Vorbereitung im Sommer verletzungsfrei absolvieren konnte.

Ungemach ereilte die Berner nach einer Stunde. Erst sah Seydou Doumbia wegen einer Schwalbe die gelbe Karte. Nur drei Minuten später sah Schiedsrichter Carlo Bertolini ein Foul von FCL-Goalie David Zibung am YB-Top­skorer und pfiff Penalty. Doumbia war indes über den Ball gestolpert und selber zu Fall gekommen. Nach Rücksprache mit seinen Assistenten «korrigierte ich meinen Fehlentscheid und taxierte die Aktion als Schwalbe», erklärte Bertolini. Ein kurioser Entscheid. Nach dem Platzverweis verteidigte YB den Vorsprung trotz der heftigen FCL-Schlussoffensive.

Die Berner waren bereits in der zweiten Minute in Rückstand geraten. Paiva hatte mit einem sehenswerten Lobball getroffen. Trotz der Niederlage bleiben die Innerschweizer aber erster Verfolger der Berner.

http://www.20min.ch/print/story/10404644

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 Beitrag Verfasst: Dienstag 18. August 2009, 16:27 
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YB-Sieg in Unterzahl und Ausbau der Tabellenführung

Die Luzerner machten in ihrer temporären Heimat vom Anpfiff an mächtig Druck: Nach nicht einmal zwei Minuten jubelten die FCL-Fans im Gersagstadion in Emmenbrücke bereits. Paiva bezwang Marco Wölfli mit einem gefühlvollen Heber zum 1:0 (2.).

YB fand nach dem Startfurioso der Luzerner aber immer besser ins Spiel. Nach einer knappen Viertelstunde läutete Yapi eine sehr starke Phase der Gelbschwarzen ein. Der Schuss des erneut omnipräsenten Ivorers strich haarscharf am Lattenkreuz vorbei (13.). Auch Hochstrasser versuchte sich später aus der Distanz (16.). Der fällige Ausgleich wurde dann durch einen Kopfballtreffer von Ghezal Tatsache. Der Abwehrspieler stieg im Strafraum nach einem Freistoss Degens am höchsten und bezwang Luzern-Goalie Zibung sicher (22.).

Die Young Boys machten in der Folge weiter Druck und kreierten einige gute Chancen. Luzern hatte erst kurz vor dem Pausenpfiff wieder eine Tormöglichkeit, als Hakan Yakin aus spitzem Winkel an Wölfli scheiterte (43.). Zu diesem Zeitpunkt lag YB bereits in Führung, denn David Degen erzielte nach einem Zusammenspiel mit Marco Schneuwly den zweiten YB-Treffer (36.). Mit diesem Resultat gingen die Teams in die Pause. Die Berner zeigten nach dem frühen Rückstand eine starke Reaktion und führten verdient.

Nach dem Seitenwechsel wurde es turbulent. Im Mittelpunkt des Geschehens stand YB-Stürmer Doumbia. Zuerst vergab er nach Wiederbeginn alleine vor Goalie Zibung den dritten YB-Treffer (51.). Wenig wurde Doumbia von Schiedsrichter Bertolini verwarnt, als er nach einem Zusammenprall mit einem Luzerner liegen geblieben war (61.). Noch fragwürdiger als die Verwarnung war der später folgende Platzverweis gegen den Ivorer. Doumbia rutschte im Luzerner Strafraum aus, Schiedsrichter Bertolini zeigte auf den Penaltypunkt - ein Fehlentscheid. Nach Absprache mit seinen Assistenten nahm der Referee seinen Entscheid zurück und zeigte Doumbia wegen einer Schwalbe die zweite gelbe Karte (64.) ...

Nun folgte das übliche Szenario: YB verwaltete in Unterzahl den Vorsprung, Luzern griff immer wieder an. Die beste Ausgleichschance besass Lustenberger wenige Minuten vor Schluss. Der Luzerner scheiterte mit seinem Abschluss aus halblinker Position am hervorragenden Marco Wölfli (86.). Auch in der fünften Nachspielminute hielt der YB-Goalie noch einmal einen Luzerner-Schuss und somit auch den YB-Sieg gegen Verfolger Luzern fest.

YB baut mit diesem Sieg den Vorsprung an der Tabellenspitze aus und liegt nun sechs Punkte vor Luzern.

Stadion: Gersag, Emmenbrücke
Zuschauer: 8200
Schiedsrichter: Bertolini

Tore:
2. Paiva 1:0.
22. Ghezal (Kopfball; Degen) 1:1.
36. Degen (Linksschuss; Schneuwly) 1:2.


Auswechslungen:
58. Mardassi für Hochstrasser.
67. Liechti für Regazzoni.
75. Siegrist für Ferreira.
81. Wiss für Renggli.
83. C. Schneuwly für Affolter.
85. Pacar für Ianu.

Ersatz:
YB: Collaviti, Schneider, Pasche, Traore.
Luzern: König, Lambert, Imholz.

Bemerkungen:
YB ohne Raimondi, Doubaï und Coly (alle verletzt) und Frimpong (kein Aufgebot). Luzern ohne Tchouga, Chiumiento, Schwegler, Lukmon, Sorgic und Diarra (alle verletzt).

Verwarnungen:
59. Affolter (Foul), 90. Degen (Ballwegschlagen).

Platzverweis:
64. Doumbia (Gelb-Rot, 61./64. Unsportlichkeiten).


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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 19. August 2009, 09:47 
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BAZ, 18.08.2009

«Es ist eine grosse Ungerechtigkeit»

Seydou Doumbia fühlt sich nach seinem Platzverweis gegen Luzern ungerecht behandelt. Der YB-Stürmer beteuert, er habe es nicht nötig, sich fallen zu lassen.

Bild
Frustriert und in seinem Gerechtigkeitsempfinden getroffen, verlässt YB-Stürmer Seydou Doumbia nach seinem Platzverweis gegen Luzern den Rasen.
Bild: Keystone

Was ist vor Ihrem Platzverweis am Sonntag im Spiel gegen Luzern geschehen?
Seydou Doumbia: Der Schiedsrichter hat die Situation schlecht beurteilt. Nachdem ich den Goalie umspielt hatte, spürte ich eine Berührung an meinem Bein. Deshalb komme ich zu Fall. Doch statt beim Penaltyentscheid zu bleiben, lässt sich der Unparteiische umstimmen, zeigt mir die gelbe Karte und schickt mich vom Feld.

Für Sie ist der Entscheid nach wie vor völlig unverständlich?
Absolut. Das hatte ich nicht verdient. Ich betrüge doch nicht. Das ist nicht meine Art, Fussball zu spielen.

Haben Sie sich auch die Fernsehbilder noch einmal angeschaut?
Das habe ich und für mich ist klar ersichtlich, dass mich der Luzerner Goalie berührt. Es ist eine grosse Ungerechtigkeit.

Bereits über Ihre erste gelbe Karte haben Sie sich aufgeregt.
Auch dort habe ich nichts Unsportliches getan. Mein Gegenspieler stellte sich mir in den Weg, als ich ihn umspielen und Richtung Tor sprinten wollte. Ich komme zu Fall, doch statt auf Foulspiel zu entscheiden, verwarnt mich der Schiedsrichter wegen Schauspielerei. Nochmal: Das habe ich doch nicht nötig.

Werden Sie als Torschützenkönig der letzten Saison von Ihren Gegenspielern anders behandelt als zuvor?
(lacht): Das ist so im Fussball. Ich habe in der letzten Spielzeit meine Qualitäten gezeigt. Nun kennen mich die Gegner, und sie versuchen, sich darauf einzustellen. Natürlich wollen sie mich mit allen Mitteln am Torerfolg hindern.

Wie gehen Sie damit um?
Ich muss konzentriert bleiben und will ihnen zeigen, dass ich mich trotzdem durchsetzen kann. Ich darf mich nicht zu dummen Aktionen verleiten lassen. Egal wie ich behandelt werde, ich muss versuchen, mein Spiel zu spielen.

Trotz besserer Bewachung führen Sie die Torschützenliste mit sechs Treffern bereits wieder an. Sind Sie zufrieden mit Ihrer Bilanz?
Sie könnte besser sein, richtig zufrieden bin ich noch nicht. Auf Grund der Anzahl Möglichkeiten, hätte ich noch den einen oder anderen Treffer erzielen müssen. Doch ich kämpfe weiter für meine Tore – in jedem Spiel.

Wie haben Sie am Mittwoch Ihren 24-minütigen Einsatz für die Elfenbeinküste beim Testspiel in Tunesien erlebt?
Es war unglaublich schön, Teil der Nationalmannschaft zu sein. Ich wurde von den Mitspielern sehr gut aufgenommen und hatte überhaupt keine Probleme. Schade war einzig, dass ich zu keiner guten Torchance gekommen bin.

Die Elfenbeinküste bestreitet am 5.September das WM-Qualifikationsspiel gegen Burkina Faso. Gehören Sie auch dann zum Aufgebot?
Das lässt sich im Moment nicht abschätzen. Der Trainer bestimmt, wen er aufbietet , und er hat eine grosse Auswahl. Aber ich gebe mir bei den Young Boys grosse Mühe und träume davon, gegen Burkina Faso dabei zu sein. Umso mehr, weil wir mit einem Sieg die WM-Qualifikation schaffen können.

YB und Schiedsrichterchef Meier uneinig

Der Platzverweis gegen YB-Stürmer Seydou Doumbia in der Partie gegen Luzern beschäftigte am Montag auch Marc Juillerat. Er ist der Stellvertreter von Urs Studer, der als Disziplinarrichter der Swiss Football League amtet und als Berner im Zusammenhang mit den Young Boys in den Ausstand tritt. Juillerat befasst sich allerdings nicht mit der Frage, ob die zwei gegen Doumbia ausgesprochenen Verwarnungen ihre Richtigkeit haben, sondern mit dem Tritt des Spielers gegen die Schutzvorrichtung einer Fernsehkamera. «Es ist nicht auszuschliessen, dass dieses Verhalten mit einer Zusatzstrafe sanktioniert wird», sagte Juillerat. Kommt er zum Schluss, dass Doumbia sich ungebührlich verhalten hat, muss der Ivorer mit einer Erhöhung des Strafmasses rechnen. Bis Ende Woche soll ein Entscheid gefällt sein.

Auf der anderen Seite ist gestern auch YB in die Offensive gegangen. Die Berner fordern die Disziplinarkommission auf, die Entscheide von Luzern zu korrigieren und die Spielsperre gegen Doumbia aufzuheben. Weder vor der ersten, noch vor der zweiten gelben Karte sei der Stürmer freiwillig zu Fall gekommen. Das würden die Videobilder und auch die Aussage von FCL-Torhüter David Zibung am TV («es gab eine Berührung.») bestätigen.

Wenig Hoffnung auf Erfolg macht YB der Schiedsrichterchef Urs Meier: «Der ausgesprochene Platzverweis kann nicht rückgängig gemacht werden.» Meier spricht von einem «Tatsachenentscheid» und erklärt: «Die gelben Karten sind vertretbar. Die erste Verwarnung gab es, weil sich der Spieler zu theatralisch aufführte. Und dass es eine zweite gab, ist nicht falsch. Wenn der Schiedsrichter mit Hilfe der Assistenten zur Einsicht kommt, dass es sich um eine Schwalbe handelt, ist gelb in Ordnung. Ausgerutscht ist Doumbia nicht.» Um aber auch anzufügen: «Es war eine schwierig zu beurteilende Situation.»

http://bazonline.ch/sport/fussball/Es-ist-eine-grosse-Ungerechtigkeit/story/28457631

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