 |
 |
Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
|
| Autor |
Nachricht |
|
shalako
|
Verfasst: Montag 21. März 2022, 15:11 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
21.03.2022  Zitat: Nach dem 1:2 gegen den FCZ
So droht YB etwas Wichtigeres zu verspielen als den Titel
Von welchen Fortschritten redet der Trainer? Ist das Minimalziel in Gefahr? Was für die Young Boys im nach der Länderspielpause startenden letzten Saisonviertel noch auf dem Spiel steht.
Am Samstagabend war im Stadion Wankdorf Stabübergabe. Das machte sich auch dadurch bemerkbar, dass zwischen YB und dem FCZ mehr Emotionen im Spiel waren, als das so ein Ligaspiel in der 27. Runde vermuten lassen würde. Da der eruptive, spürbar meisterliche Jubel der Gäste aus Zürich nach den beiden schnellen Toren in der Schlussphase. Dort die Leere der Young Boys, die ihre Ablösung als Champion schon länger geahnt hatten, in dieser Partie aber erkennen mussten, dass es für sie mit dem Verpassen des Titels allein noch nicht ausgestanden ist.
Die anstehende Länderspielpause kommt für sie ungelegen, anders als noch im Herbst, als die Belastung mit Spielen im Dreitagestakt doppelt so hoch war. YB lechzt nach Wiedergutmachung, im letzten Saisonviertel steht noch so einiges auf dem Spiel.
Die Heimstärke: Gibt es sie noch?
Die Young Boys haben ihren Nimbus vom nur schwer zu schlagenden Spitzenteam verloren. Der abtretende Meister hat dabei auch die ihn so lange auszeichnende Heimstärke verspielt. Zweimal hat er in dieser Saison zu Hause in der Liga verloren – so oft wie in den vergangenen drei Spielzeiten zusammen; er hat sechsmal den Sieg verspielt – so oft wie in diesen drei Jahren summiert.
Die Dominanz aus alten Tagen ist YB abhandengekommen. «Wer wollen wir sein?», fragte Steve von Bergen noch vor der Partie. Der frühere Captain war das Gesicht genau jener alten Tage, heute hilft er als Assistenztrainer aus und meint mit seiner Aussage vor allem: YB findet nur zum Erfolg zurück, wenn der Gegner wieder weiss, wie unbequem es für ihn in Bern werden kann.
Unbequem war am Samstag in Bern aber vor allem der FCZ. Er teilte mit Augenmass aus, setzte einen aggressiven Ton. Die Zürcher zählen nicht zu den YB-Angstgegnern, ihr 2:1-Erfolg am Wochenende ist der erste in der Liga seit acht Jahren in Bern. Das Torverhältnis der aktuellen Saison zwischen den beiden lautet nach dem 4:0-Erfolg im September und dem 0:1 im November 5:3 für YB – bezeichnend für die Abgeklärtheit, mit der die Zürcher seit Monaten durch die Liga gehen. «Wir haben unsere Stürmer gesucht und gefunden», sagte FCZ-Trainer André Breitenreiter. So weit, so einfach.
Der Trainer: Wie viel Wirkung hatte der Wechsel?
Die Wirkung des Experiments verpuffte schnell. Gemeint ist nicht das Engagement von David Wagner bei YB, sondern der taktische Kniff seines Nachfolgers Matteo Vanetta im Spiel gegen den FCZ. Ein paar Rufe, ein paar Zeichen – und die Gastmannschaft hatte sich nach zehn Minuten auf die überraschend in einem 4-1-2-3-System antretenden Young Boys eingestellt. «Wir waren überrascht, aber haben reagiert», sagte Breitenreiter.
Was sein Gegenüber Vanetta sagte, gab schon eher Anlass zum Erstaunen. Er sah nach dem 2:2 vor einer Woche in Lausanne Fortschritte, sah «mehr Intensität, mehr Kombinationen mit dem Ball, mehr dominante Momente». Es sind Fortschritte, die von aussen nur schwer zu erkennen sind, kühle Statistiker mögen von einem Unentschieden zu einer Niederlage auch Rückschritte orten. Doch viel wichtiger als die Verortung der Resultate scheint für YB in der aktuellen Grosswetterlage etwas anderes zu sein: Wie viel Wirkung hatte der Trainerwechsel?
Vor zwei Wochen wurde Wagner entlassen, sein Nachfolger Vanetta verbucht einen für YB-Interimstrainer schlechten Start. 2011 holte der Vladimir Petkovic beerbende Erminio Piserchia nach zwei Unentschieden noch zwei Siege. 2012 blieb wiederum Piserchia nach der Ära von Christian Gross in fünf Partien ungeschlagen. 2013 folgte Bernard Challandes auf Martin Rueda, verlor gegen Thun, spielte 0:0 gegen Sion – und fand bis zum Saisonende nie so recht in seine Aufgabe. 2015 übernahm der aktuelle Assistent Harald Gämperle schon früh in der Saison von Uli Forte und startete mit Sieg und Niederlage.
Das war vor sieben, neun, zehn, elf Jahren. Der Fussball ist noch schnelllebiger und YB ein Spitzenteam geworden. Trotz sportlicher Baisse waren am Samstag 31’120 Zuschauer im Stadion, ausverkaufte Ränge sind für die Young Boys keine Seltenheit. Es ist Ausdruck einer Erwartungshaltung, der Vanetta in den verbleibenden neun Partien nur durch Punkte gerecht werden kann.
Das Kader: Ist der Substanzverlust wirklich so gross?
Gern wird rund um YB ja auf den Substanzverlust in der Winterpause hingewiesen. Ist er wirklich so gross? Nun: Die Form des abgewanderten Jean-Pierre Nsame war schwierig zu beurteilen, und Lewin Blum macht auf der rechten Aussenbahn Silvan Heftis Transfer längst vergessen. In einem Zentrum ohne Michel Aebischer zählt Fabian Rieder – zu dessen Verletzung bis Sonntagabend keine Diagnose vorlag – zu den spärlichen Lichtblicken im YB-Team. Immerhin: Mit Blum und Rieder stammen die beiden Besten einer schlechten Rückrunde aus dem eigenen Nachwuchs.
Fragen werfen die Zuzüge auf. Auch auf halber Strecke in der Rückrunde haben sowohl Kevin Varga als auch Cheikh Niasse entweder noch nicht den Rhythmus gefunden, oder aber zwei Trainer beurteilen sie unabhängig voneinander als zu wenig gut für mehr Einsatzminuten.
Vor allem aber sind es die vermeintlichen Führungsspieler, die bei YB ihrem Rendement nicht gerecht werden. Christian Fassnacht ist und war zu oft verletzt, auch David von Ballmoos fiel lange aus. Fabian Lustenberger agiert nach einem halben Jahr Pause nicht auf gewohntem Niveau. Und sogar Sandro Lauper, der im Zuge der so rauschhaft vorgetragenen Rückrunde vor einem Jahr nach zwei Kreuzbandrissen ein unbeschwertes Comeback feiern durfte, steht erstmals in seiner Profizeit richtig unter Druck.
Aktuelle Schweizer Nationalspieler gibt es bei YB jedenfalls fürs Erste keine mehr. Am Freitag gab Trainer Murat Yakin sein Aufgebot für die anstehenden Testspiele bekannt. Michel Aebischer spielt nicht mehr für YB, Ulisses Garcia ist ausser Form, ebenso Cédric Zesiger, er fungiert zusammen mit David von Ballmoos nur noch auf der Pikettliste.
Der Ausblick: Wie gefährdet ist der Europacup?
Dass sich YB ohne Cup und europäischen Frühling nach dem überraschend früh entschiedenen Titelkampf auf die nächste Saison konzentrieren kann, ist ein Trugschluss. Nach dem 1:2 gegen den FCZ hat YB noch immer 45 Punkte, Lugano ist nach dem 3:1 gegen Lausanne gleichgezogen, der FCB als Zweiter ist schon fünf Punkte voraus. Das Ringen um den letzten europäischen Rang 3 wird für die Young Boys zäh. Nach der Länderspielpause spielen sie beim FCB, in der viertletzten Runde müssen sie ins Tessin zum FC Lugano.
Als Verein steht YB strukturell und wirtschaftlich auf einem stabilen Fundament. Das liegt an der sich gerade zuletzt wieder klar zum Club bekennenden Aktionärsfamilie Rihs, das liegt an den zwei millionenschweren Kampagnen in der Champions League 2018 und 2021. In einer schwarzen YB-Rechnung aber sind Einnahmen aus dem Europacup budgetiert.
Auch wenn es nur die Conference League ist: Das Format bietet Aussicht auf Gewinn. Ein in dieser Saison beileibe nicht nur überzeugender FC Basel hat in der eben im Achtelfinal gegen Marseille zu Ende gegangenen Europacupsaison 8,5 Millionen Euro verdient. Es sind Millionen, die YB gerade zu verspielen droht. https://www.bernerzeitung.ch/so-droht-y ... 6803368265
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Dienstag 22. März 2022, 21:32 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
22.03.2022  Zitat: Wankdorf-Stadion: Diese WC-Türe ist nach 20 Jahren heimgekehrt
Drei YB-Fans «erbeuteten» vor dem Abbruch des alten Wankdorfstadions eine WC-Tür. Nun bringt das Trio das Souvenir zurück.
Darum gehts
- Eine WC-Tür ist am Montag von drei YB-Fans ins Wankdorfstadion zurückgebracht worden. - Bruno Baumgartner, Stefan Moser und Marc Gerber nahmen die Türe vor 20 Jahren als Souvenir aus dem alten Wankdorfstadion mit. - Im Heimspiel gegen Lausanne am 9. April werden die drei ihren Lohn für die Rückgabe der Tür in einer Lounge einlösen dürfen.
Seit zwei Dekaden war eine WC-Tür des alten Wankdorfstadions in den Händen von drei YB- Fans aus Spiez. Nun hat das Trio, bestehend aus Bruno Baumgartner, Stefan Moser und Marc Gerber ihr Souvenir am Montag dem Wankdorfstadion in Bern zurückgegeben, wie die «Berner Zeitung» berichtet.
Vor über 20 Jahren wurde das alte Wankdorfstadion nämlich dem Erdboden gleichgemacht. Zuvor – am 7. Juli 2001 – hatten die Fans des Berner Fussballclubs die Möglichkeit, Vorarbeit für die Abbruchspezialisten zu leisten. So durfte man alles, was nicht niet- und nagelfest war, aus dem Stadion mitnehmen. Etwas Besonderes sollte es sein, kein Tribünenschildchen oder ein ‹spriisiges› Stück Rückenlehne einer Haupttribünen-Bank, meint Baumgartner zur «BZ».
Jagd nach dem schnellen Geld
Die damals 19- bis 21-Jährigen entschieden sich für eine WC-Tür. Kurz versuchten sie, mit dem Souvenir Geld zu verdienen. Dies jedoch vergebens, denn weder beim Deutschen Fussballmuseum in Dortmund noch bei anderen Kuratoren fand die Türe Anklang. Die Verkauf-Anfragen blieben meist unbeantwortet. Er habe zwar viele Rückmeldungen, aber kein einziges Kaufangebot erhalten. Mit Letzterem hätten sie auch nicht wirklich gerechnet, meinen Moser und Baumgartner.
Das Wankdorf-Souvenir erhielt aber trotzdem noch seinen Platz in einem Museum: Von August 2015 bis Oktober 2019 war die Türe im WM-Pavillon am Bahnhof Spiez ausgestellt. Damit sie nicht bei ihm zu Hause verstaubt, kontaktierte Gerber das YB-Museum im Wankdorf, mit dem das Trio schnell einig wurde.
Beim Heimspiel gegen Lausanne am 9. April dürfen die Spiezer YB-Fans ihren Lohn für die Rückgabe der Tür in einer Lounge einlösen. https://www.20min.ch/story/diese-wc-tue ... 7860609043
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Dienstag 22. März 2022, 21:40 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
22.03.2022  Zitat: Kubi deckt auf
Darum ist YB nicht erfolgreich
Blick-Kolumnist Kubilay Türkyilmaz ortet nach wie vor die Trainer-Fehlbesetzung David Wagner als Ursprung des YB-Schiffbruchs. Er habe dem Team den Boden des Selbstverständnisses entzogen. https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 37601.html
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Mittwoch 23. März 2022, 14:21 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
23.03.2022  Zitat: Tinu Weber und Lars Lunde
Die knallharte Krisen-Analyse der YB-Legenden
Wie konnte es zu dieser rasanten Talfahrt kommen, dass man selbst um Platz drei zittern muss? Die YB-Legenden Tinu Weber und Lars Lunde haben Antworten.
«Ist es wirklich eine Misere»? Tinu Weber (64) stellt sich die Frage selber. Rhetorisch. Dann legt der YB-Rekordspieler (578 Spiele) los und kommt zu einem ähnlichen Schluss wie Lars Lunde (58), YB-Meisterschütze beim Meistertitel 1986. Für Beide ist der Hauptschuldige klar: Der geschasste Trainer David Wagner. Weber: «Wagner konnte das Feuer nie entfachen. Am Ende geht alles auf ihn zurück.» Selbst Dinge, für die er nichts kann. «Wenn 17 Kaderspieler französischer Muttersprache sind und man holt einen Trainer, der die Sprache nicht spricht, dann ist das ein grosses Hindernis.»
Einspruch: Auch Heilsbringer Adi Hütter sprach kein Französisch. Webers Replik: «Ja, aber da hatte es noch nicht so viele Frankophone im Team.» Weshalb es für Weber absolut in Ordnung war, dass YB die Reissleine zog. «Man hätte für die neue Saison ohnehin einen neuen Trainer geholt.»
«Die Champions League kostete die Meisterschaft»
Auch Lunde ist gegenüber Wagner gnadenlos: «Der hatte mir schon bei Schalke nicht gepasst. Er hat in jedem Spiel fünf Änderungen gemacht. So gehts nicht! Wenn es nicht läuft, muss man auf einen Stamm zurückgreifen und den immer bringen. Das hat Wagner versäumt. Sandro Lauper zum Beispiel hat er so vollkommen verunsichert.»
Wagner also der Hauptschuldige. Aber längst nicht nur. Weber ortet die Champions League als weitere Ursache des Kriechgangs. «Dieser Grosserfolg kostete am Ende die Meisterschaft. Und die vielen Spielerverkäufe im Winter. Vor allem mit dem Transfer von Michel Aebischer hat YB die Meisterschaft verkauft.» Dennoch zweifelt Weber nicht an Sportchef Christoph Spycher. «Er hat das Zeug, das zu schaffen. Bisher gings für ihn immer wie durch Butter. Jetzt ist er gefragt.»
Für Weber kann der neue Trainer nicht Vanetta heissen
Für Lunde ist klar: «Nur YB ist daran schuld, dass es dieses Mal nicht zur Meisterschaft reicht. Denn die Berner haben das beste Kader des Landes und nichts daraus gemacht. Das Niveau der Super League ist sehr bescheiden. Ich habe den FCZ nun dreimal gesehen. Und jedesmal hätte YB gewinnen müssen, wenn es ein bisschen mehr Gas gegeben hätte. Aber die Erfolgssättigung hat das im Endeffekt verhindert.»
Und nun muss YB gar um den dritten Platz und die die Teilnahme an der Conference League zittern. «Nun geht es nur noch darum, die Saison einigermassen zu retten», so Weber. «Denn der Fall auf Platz vier darf nicht passieren. Die Jungs haben es drauf, es zu verhindern – trotz allem. Aber sie müssen nun Charakter zeigen.» Und dann? «Brauchts einen neuen Trainer. Einer, der top ist. Matteo Vanetta, der bereits unter Wagner Assistent war, kann das nicht sein. Spycher muss wieder einen Volltreffer landen.» https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 39554.html
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Donnerstag 24. März 2022, 09:14 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
24.03.2022  Zitat: Für Gewalt- und Rassismusprävention
Stadt Bern bezahlt 50'000 Franken pro Jahr für YB-Fanarbeit
Um Gewalt und Rassismus im Fan-Umfeld von YB zu verhindern, soll der Verein Fanarbeit Bern in den nächsten vier Jahren insgesamt 200’000 Franken von der Stadt erhalten.
Die Stadt Bern erneuert die Leistungsvereinbarung mit dem Verein Fanarbeit Bern für die Jahre 2022 und 2023 mit optionaler Verlängerung um zwei Jahre. Damit wird die die Fanarbeit weiterhin mit einem jährlichen Beitrag von 50’000 unterstützt. Der Gemeinderat hat in diesem Zusammenhang einen Verpflichtungskredit von insgesamt 200'000 Franken genehmigt, wie er am Donnerstag mitteilte.
Fanarbeit Bern ist im Umfeld des Berner Fussballclubs Young Boys tätig. Der Verein betreibt Gewalt- und Rassismusprävention, ist Ansprechpartner für die Sicherheitsorgane und wirkt deeskalierend auf gewaltbereite Fans ein. https://www.bernerzeitung.ch/stadt-bern ... 7054214847
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Donnerstag 24. März 2022, 12:10 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
24.03.2022  Zitat: Trotz Mega-Rückstand spricht man bei YB von Fortschritt
«Die Aussagen von Vanetta sind peinlich»
Meister YB hat 17 Punkte Rückstand auf Leader Zürich. Dennoch spricht man in Bern von Fortschritt. Andreas Böni, Stv. Chefredaktor Sport, erklärt, warum dieses Verhalten peinlich ist. https://www.blick.ch/sport/fussball/am- ... 45425.html
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
Bierflasche
|
Verfasst: Sonntag 27. März 2022, 19:03 |
|
Registriert: Montag 24. Mai 2004, 18:21 Beiträge: 3440 Wohnort: In der Brauerei
|
|
Sieben YB-Spieler unterwegs
Folgende YB-Spieler sind derzeit mit ihren Nationalteams unterwegs:
David von Ballmoos wurde für die A-Nationalmannschaft nachnominiert. Die Schweiz bestreitet Testspiele gegen England (26. März 2022, 18:30 Uhr, Wembley, London) und den Kosovo (29. März, 18:00 Uhr, Letzigrund, Zürich).
Jordy Siebatcheu spielt mit den USA in der WM Qualifikation gegen Mexiko (25. März, 0:0), Panama (28. März) und Costa Rica (31. März).
Kevin Varga steht im Aufgebot der ungarischen Nationalmannschaft, die Testspiele gegen Serbien (24. März, 0:1) und Nordirland (29. März) bestreitet.
Meschack Elia bestreitet mit der Demokratischen Republik Kongo die Playoffs um die WM-Teilnahme gegen Marokko am 25. (1:1) und am 29. März.
Lewin Blum und Felix Mambimbi figurieren im Aufgebot der U21 der Schweiz. Die U21 spielt in der EM-Qualifikation gegen Wales (25. März, 19:00 Uhr, Stade de la Tuilière, Lausanne, 5:1) und die Niederlande (29. März, 18:45 Uhr, in Deventer).
Aurèle Amenda spielt mit der U20-Nationalmannschaft der Schweiz ein Testspiel gegen Rumänien (28. März, 15:00 Uhr, Bergholz, Wil).
Aufgrund von Verletzungen konnten Fabian Rieder (U21 der Schweiz) und Nicolas Moumi Ngamaleu (WM-Qualifikation mit Kamerun) nicht in die Nationalteams einrücken. Der ebenfalls verletzte Christian Fassnacht wurde ins Camp der Schweizer Nationalmannschaft eingeladen.
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Donnerstag 31. März 2022, 13:51 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
31.03.2022  Zitat: Sie sehen aus wie Sport-BHs und bestimmen den Alltag der Fussballer
GPS-Geräte sind aus dem Profifussball nicht mehr wegzudenken. Sie liefern wichtige Daten – und outen zwei YB-Profis als Ausnahmespieler.
Allzu lange ist es noch nicht her, da hatten die Young Boys ein ähnliches Verletzungspech wie aktuell, damals waren es aber meist die Oberschenkel. Anders als heute war die Ursache aber schnell klar: Der Kunstrasen war im Sommer 2019 neu gemacht worden, das Granulat, also die kleinen Plastikkörner, die abdämpfend wirken und somit Blessuren vorbeugen sollten, war kein gutes gewesen. Heute sei das anders, erklärt Martin Fryand, die viele Unfälle nach Zweikämpfen machen die derzeitige Verletzungsserie komplizierter.
«Aber natürlich stellen wir uns Fragen und gehen kritisch mit der Situation um», so der YB-Konditionstrainer. Bis die Antwort da ist, machen sie weiter, schliesslich hat sich Fryands Arbeit in den letzten 13 Jahren bewährt. Seit der Oberwalliser damals von Cheftrainer Vladimir Petkovic in den Staff der 1. Mannschaft integriert wurde, hat sich einiges getan. Gerade im Bereich Belastungssteuerung ist ein Hilfsmittel Usus, das nicht mehr wegzudenken ist.
Auf den ersten Blick sieht es aus, als würden die Fussballer unter ihren Shirts eine Art Sport-BH tragen, gehalten werden soll dabei aber nicht die Brust, sondern ein kleiner Chip auf dem Rücken. Ein GPS-Gerät, das allerhand Daten aufzeichnet, zum Beispiel offensichtliche Dinge wie Laufdistanz, Herzfrequenz oder Geschwindigkeit eines Spielers, aber auch andere Parameter wie Beschleunigung, Abbremsen oder Sprünge.
Matchdaten als Basis
Mittlerweile sind so viele Zahlen verfügbar, dass der frühere YB-Stürmer Fryand rigoros selektieren muss; am wichtigsten ist für ihn der Player Load, eine Berechnung aus verschiedenen Werten wie beispielsweise Tempo und Distanz, welche die Gesamtbelastung eines Spielers beziffern soll. Den 50-Jährigen interessiert auch, wie viele Meter ein Fussballer in hohem Tempo zurückgelegt hat oder wie die Zahlen des Spielers beim Abbremsen aussehen: Je kürzer der Bremsweg, je schneller die Richtungsänderung und die darauffolgende Beschleunigung, desto besser.
All diese Informationen nutzt er, um in den Trainings Reizpunkte bei der Belastung zu setzen. Je nach Plan werden unterschiedliche Bereiche forciert, anhand der Daten lässt sich auch die Intensität regulieren. Mal beträgt sie 100 Prozent, mal weniger – und manchmal sogar etwas mehr.
Gearbeitet wird individuell und positionsspezifisch. Ein zentraler Mittelfeldspieler hat auch im physischen Bereich andere Trainingsziele als ein Innenverteidiger. Ein Flügelspieler sowieso. Woher Fryand das weiss? Abgesehen vom gesunden Menschenverstand verfügt er über 15 Jahre Berufserfahrung. Vor allem aber sieht er es nach den Matches schwarz auf weiss.
Fabian Rieder spult 12 km pro Spiel ab
Natürlich tragen die Fussballer die GPS-Chips auch im Ernstkampf, obwohl es wenig an Belastung zu steuern gibt, wenn es um Punkte geht. Dennoch ist dann die Datenerhebung besonders wichtig, diese Zahlen nimmt Fryand als Basis, schliesslich geht es auch darum, sich bestmöglich auf die Realität vorzubereiten. Und die Realität heisst Super League, Cup und im besten Fall Champions League.
Fryand sieht also, dass ein Fabian Rieder pro Spiel normalerweise mehr als 12 Kilometer abspult, ein Meschack Elia Spitzengeschwindigkeiten um die 35 km/h erreicht und vor allem, wie oft er in diesem Tempo sprintet, wie schnell er abbremst und die Richtung wechselt. All diese Zahlen sind für den Konditionstrainer die Realität, auf die er zusammen mit dem Staff in den Trainings hinarbeitet.
Doch obwohl ihm die Daten vorgesetzt werden, ist das fachkundige Auge des früheren Fussballprofis wichtig: «Es macht einen Unterschied, ob wir das Spiel dominieren oder nicht.» Findet vieles in der gegnerischen Platzhälfte statt, haben die Young Boys viel Ballbesitz, sind weniger explosive Bewegungen gefragt, weshalb Fryand gern Europacup-Partien als Richtwert nimmt: «Da müssen die Spieler zum Teil extrem an ihre Grenzen gehen.» Und genau das ist der Anspruch.
Eine wichtige Variable ist aber nicht nur der Name des Gegners, sondern vor allem derjenige des eigenen Trainers. Fryand weiss noch, wie gross die Umstellung war, als Adi Hütter bei YB übernahm. Plötzlich war von den Fussballern ein brutales Pressing gefragt, nach Ballverlust ein gnadenloses Gegenpressing und nach erfolgreicher Rückeroberung ein schnelles, direktes Spiel nach vorne. «Ein Riesenunterschied», sagt Fryand – auch für ihn. Also musste er in seiner Trainingsgestaltung umdenken: mehr Beschleunigung, mehr Richtungswechsel, mehr simulierte Umschaltmomente. Er war froh um die technische Unterstützung, besonders bei der Überwachung der neuen Belastungsart: «Dafür ist das GPS sehr hilfreich.»
Das finden offenbar auch die Profis, immer wieder fragen sie Fryand nach ihren Zahlen, wollen wissen, wie viele Sprints sie gemacht haben, wie hoch ihre Spitzengeschwindigkeiten waren: «Sie sind wirklich ausgesprochen ehrgeizig und ambitioniert.»
Die Ausnahmeerscheinungen Ngamaleu und Elia
Und dennoch kann es mal vorkommen, dass Fryand während des Trainings einen Spieler anstupsen muss, wenn dieser sein Belastungsziel zu verfehlen droht. Sollten die angestrebten Werte über einen längeren Zeitraum nicht erreicht werden, setzen sich Fussballer, Trainer und Fryand zusammen hin, um Lösungen zu finden. Das seien aber Ausnahmen.
Apropos Ausnahmen, dazu fallen dem Konditionstrainer zwei Namen ein: «Nicolas Ngamaleu und Meschack Elia sind absolute Ausnahmespieler.» Die beiden erreichen nicht nur die höchsten Spitzengeschwindigkeiten des Teams, sie absolvieren auch eine hohe Anzahl an Sprints und legen dazu noch Distanzen zwischen elf und zwölf Kilometern zurück. «Teilweise sogar mehr», ergänzt Fryand und stellt fest: «Diese Mischung ist auch international selten.» Zum Vergleich: Jordan Siebatcheu, Zielspieler im Sturm, läuft pro Spiel rund zehn Kilometer – und Lionel Messi erreicht in der Champions League einen Schnitt von 8,29 Kilometern pro Partie.
Zwar sind all diese Zahlen hübsche Erkenntnisse, für Fryand ist aber die richtige Interpretation der Daten fundamental: «Sie sind nur ein Hilfsmittel, die guten Trainings muss man immer noch selber machen.» Und zwar nicht nur in Sachen Intensität, sondern auch bei der Taktik – Nachholbedarf besteht bei den Young Boys momentan ja überall. https://www.bernerzeitung.ch/sie-sehen- ... 9167816409
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Samstag 2. April 2022, 13:15 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
02.04.2022  Zitat: Zürich ist links und rechts an YB vorbeigezogen
Die Kader der Young Boys und des FC Zürich haben sich auf die Saison 2021/22 nicht von Grund auf verändert. Umso unterschiedlicher ist das, was die Teams mit den vielen verbliebenen Spielern leisten.
Es ist wie die Nacht nach dem Tag. Oder aus der Sicht der Zürcher: wie der Tag nach der Nacht.
Auch wenn man berücksichtigt, dass die Young Boys als scheidende Meister über die ersten drei Viertel der Saison ein geradezu phänomenales Verletzungspech hatten und unter ihrem Wert geschlagen wurden, sind die Punktebilanzen aussagekräftig.
In den vier Berner Meistersaisons ab 2017/18 humpelten die Zürcher durchschnittlich 39 Punkte hinterher. Der Reihe nach waren es 35, 47, 33 und – in der Saison 2020/21 – 41 Punkte. In der laufenden Saison haben sich die Zürcher im Vergleich zu YB um schier unglaubliche 58 Punkte verbessert: von minus 41 auf plus 17.
Treten die beiden Mannschaften auch im letzten Meisterschaftsviertel auf ähnliche Weise auf wie in den ersten 27 Runden, könnte die Differenz ohne weiteres auf mehr als 20 Punkte anwachsen. Schon an diesem Wochenende könnte etwas hinzukommen, denn eine Niederlage der Young Boys in Basel scheint wahrscheinlicher zu sein als eine Niederlage des FCZ im Derby gegen die Grasshoppers. https://www.bluewin.ch/de/sport/zuerich ... 61627.html
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Montag 4. April 2022, 17:52 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
04.04.2022  Zitat: Nur GC ist noch schlechter
Die krassen Zahlen zum YB-Absturz
Seit fünf Spielen warten die Berner mit Interimstrainer Matteo Vanetta auf einen Sieg. Der Trend besagt: YB muss höllisch aufpassen, nicht erstmals seit neun Jahren den Europacup zu verpassen.
Zum vierten Mal in dieser Saison trafen der FC Basel und YB aufeinander, zum dritten Mal stand es am Ende unentschieden. Doch obwohl sich Torschütze Taulant Xhaka nach dem 2:2 über den verpassten Sieg ärgert, hilft unter dem Strich die Punkteteilung den Baslern mehr: Der FCB hält auf Rang 2 die Berner mit fünf Punkten auf Distanz.
Aus YB-Sicht ist das Resultat nach einer erschreckend schwachen ersten Halbzeit noch das Beste an diesem Sonntag. Somit bleibt es dabei: Seit dem Frühling 2017 haben die Young Boys nicht mehr zwei Mal hintereinander ein Meisterschaftsspiel verloren. Doch darauf sollte man sich beim Meister nicht ausruhen, vielmehr sollte der Trend der Gegenwart zu denken geben. Und der sagt: Seit fünf Partien ist YB sieglos.
Nur GC noch schlechter als YB
In der Formtabelle der letzten fünf Spieltage belegt das Team von Interimstrainer Matteo Vanetta somit Rang 9, einzig GC war in dieser Zeitspanne noch schlechter.
In der Rückrundentabelle ist es mit nur 14 Punkten aus 10 Spielen Rang 5. Die Zahlen sind eindeutig: YB ist derzeit nur noch Mittelmass.
Zur Einordnung: Fünf Ligaspiele ohne Sieg – das gab es in Bern zuletzt in der Saison 2015/16. Damals wurde YB dank eines starken Schlussspurts am Ende noch Vizemeister. Theoretisch ist das auch heuer noch möglich, in der Praxis jedoch dürfte es um etwas anderes gehen: Und zwar darum, nicht auch noch aus den Top 3 zu fallen. Und somit Gefahr zu laufen, erstmals seit der Saison 2012/13 die Qualifikation für den Europacup zu verpassen.
Trend spricht gegen YB und für St. Gallen
Dieses Unterfangen ist schwer genug: Denn hinter YB scharrt die Konkurrenz mit den Hufen. Der FC Lugano, punktgleich mit den Bernern, ist nicht abzuschütteln. Und auf Rang 5 lauert der FC St. Gallen, in diesem Jahr noch ungeschlagen und mit 24 Punkten aus zehn Spielen das beste Rückrundenteam. Seit der Winterpause haben die Ostschweizer zehn (!) Zähler auf die Young Boys gutgemacht, durchschnittlich in jedem Spiel einen. Geht es bis zum Saisonende in diesem Stil weiter, liegt St. Gallen in der Abschlusstabelle vor YB.
Sollte YB bis Ende Mai noch auf Rang 4 zurückfallen, muss es auf einen Cupsieg von Lugano oder St. Gallen hoffen. Denn eines dieser beiden Teams wäre dann sowohl via Cup als auch via Liga für die Conference League qualifiziert. Der viertplatzierte der Meisterschaft würde dadurch einen Startplatz erben.
Platz 5, für YB in der aktuellen Verfassung ebenfalls kein undenkbares Szenario, hätte indes historische Züge: Erstmals seit der Saison 2009/10 würde sich ein Schweizer Meister in der Folgesaison nicht für den Europacup qualifizieren. Dieses «Kunststück» gelang damals dem FC Zürich. https://www.blick.ch/sport/fussball/hin ... 76968.html
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
Mitglieder in diesem Forum: Bing [Bot] und 24 Gäste |
| |
|
|
Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen. Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen. Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern. Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen. Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.
|
|
 |