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Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
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Bierflasche
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Verfasst: Freitag 26. Januar 2024, 00:44 |
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Registriert: Montag 24. Mai 2004, 18:21 Beiträge: 3440 Wohnort: In der Brauerei
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Colley, Janko und Chaiwa kehren nach Bern zurück
Am Mittwochabend wurden die Gruppenphasen am Afrika-Cup abgeschlossen. Mohamed Ali Camara und Meschack Elia haben sich mit ihren Teams für die Achtelfinals qualifiziert. Am Sonntag, 28. Januar 2024, trifft Camara mit Guinea auf Äquatorialguinea (18:00 Uhr), Elia spielt mit der Demokratischen Republik Kongo gegen Ägypten (21:00 Uhr).
Ebrima Colley, Saidy Janko (beide Gambia) und Miguel Chaiwa (Sambia) sind mit ihren Nationalteams ausgeschieden. Colley und Janko sind bereits wieder in Bern, Chaiwa wird in den nächsten Tagen in den Kreis des YB-Teams zurückkehren.
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shalako
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Verfasst: Freitag 26. Januar 2024, 23:12 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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26.01.2024  Zitat: Stürmerstar Nsame ist weg und Trainer Wicky wird hingehalten: Dieses YB ist nicht mehr «Jöh» – das ist schlecht für die Konkurrenz
Wie hält man die Erfolgsmaschine am Laufen, ohne die Fans vor den Kopf zu stossen? Die Berner schlagen sich mit ähnlichen Problemen rum, wie sie der FC Basel in seiner Zeit als Seriensieger hatte. Ist das der Anfang des YB-Niedergangs? Nein.
Ein Torgarant, ja mehr noch, eine Klublegende, ein Gesicht dieser prosperierenden Fussballfirma, verabschiedet sich wütend. Ein Trainer, der fast alle Ziele erreicht hat, die er erreichen sollte, hat bis dato keine Gewissheit, ob der Arbeitgeber auch nächste Saison noch Verwendung für ihn findet.
Business first. Total entseelt sei dieses YB, hört man auch. Sicher, im Rückblick auf den 28. April 2018 schlägt auch das YB-Herz der Kritiker von heute noch immer in atemberaubender Kadenz. 2:1 gegen Luzern. Der erste Meistertitel seit? Genau, 32 Jahren. Und wer das Siegtor damals geschossen hat, ist im kollektiven Gedächtnis abgespeichert: Jean-Pierre Nsame. Oder Schämpu, wie sie ihn nennen, weil sie ihn so gern haben in Bern. Ein Held für die Ewigkeit, längst zur Ikone geworden, allein, weil er in 242 Spielen für YB sagenhafte 140 Tore erzielt hat. Nun, so die Kritiker, wird unser Schämpu wie eine ranzige Butter einfach so weggeschmissen.
Und was machen sie nur mit dem Trainer, Raphael Wicky? Double-Gewinner 2023, Champions-League-Teilnehmer, Europacup-Überwinterer und nun wieder auf Meisterkurs. Vielleicht verlaufen einzelne Spiele unter seiner Leitung etwas gar pragmatisch. Sehr wahrscheinlich ist er mit seiner anständigen, aber auch leicht distanzierten Art nicht der charismatischste Trainer, den Bern je gesehen hat. Aber bitte: Was hat der Wicky noch zu beweisen bei YB? Nichts. Trotzdem wurde er bislang nicht mit einer Vertragsverlängerung belohnt.
Ach, was waren das für Zeiten zu Beginn dieses Jahrtausends. Die schnucklige Holztribüne im Neufeld, die Kunstszene am Spielfeldrand, die Wohngemeinschaft mit Trainer Schällibaum und Sportchef Bickel. Romantik in der Endlosschlaufe. Selbst als YB mit dem prall gefüllten Portemonnaie der Familie Rihs im Sommer 2005 ins neue Stadion einzog, musste man sich in Basel und Zürich kaum Sorgen machen, dass im Schweizer Fussball nun eine neue Zeitrechnung anbrechen würde. YB war zwar gross, blieb aber schnucklig, ungefährlich. Sympatische Loser. «Veryoungboysen» wurde zum Markenzeichen und das Bonmot von Kuno Lauener, Frontmann von Züri West, «Rang zwöi isch ou suberi Büez», zum Seelenbalsam.
Ein Mann, den sie Wuschu nennen, macht YB bissig
Doch dann kommt ein Mann, der zwar Berner durch und durch ist, aber mit dieser Genügsamkeit so gar nichts anfangen kann. Dabei wirkt er gar nicht so energisch. Wie sollte er auch, mit diesem herzigen Dialekt. Und dann hört dieser Mann auch noch auf einen Namen, den man in anderen Landesteilen vielleicht einer Hauskatze gibt: Wuschu. Doch dieser Wuschu hat das YB-Gebilde mit Ecken und Kanten angereichert.
Christoph Spycher hört es zwar nicht gern, wenn man die YB-Metamorphose vom Jöh-Klub zur selbstbewussten Erfolgsmaschine auf ihn reduziert. Aber er wurde erst als Sportchef und seit Mai 2022 als Mitglied des Verwaltungsrats zum Gesicht jenes YB, für das eine Silbermedaille wertlos geworden ist. «Die lange Zeit ohne Titel wurde zu einem Mythos, den YB mitgetragen hat», sagt Spycher. «Aber wenn man erfolgreich ist, muss man einen Weg finden, wie man den Erfolgshunger beibehalten kann. Es gibt hier Spieler, die in sechs Jahren fünfmal Meister geworden sind. Sie sind gut, keine Frage. Aber wir müssen ihnen immer wieder klarmachen, dass der Istzustand nicht gut genug ist, wir immer besser werden müssen. Und dafür braucht es nicht nur Kontinuität, sondern auch immer wieder frische Energie.»
Ähnliche Herausforderungen, wie sie der FC Basel hatte
YB ist heute an einem ähnlichen Punkt, wie es sein nächster Gegner FC Basel während der dominanten Phase war. Seriensieger, Ligakrösus und von allen Seiten wird mehr erwartet. Die Fans - die plötzlich nicht mehr nur gmögig sind - fordern Spektakel, Lokalkolorit, Identifikation, Champions-League-Abende und Titelfeiern à gogo. Die Spieler fordern mehr Geld. Die Trainer bessere Spieler. Und über allem schwebt die Genügsamkeit wie ein Damoklesschwert.
Dieser Gefahr begegnete die damalige Führungs-Crew um Bernhard Heusler in Basel mit teils unpopulären Massnahmen. Beispielsweise, als Alex Frei mitten in der Saison seine Karriere beendete. Oder als Murat Yakin nach zwei höchst erfolgreichen Jahren als Trainer nicht weiterbeschäftigt worden ist. Es sind Entscheidungen, die selten vereinbar sind mit der Emotionalität der Fans. Und deshalb gerne als unsentimental taxiert werden.
Christoph Spycher hat schon Fanliebling Guillaume Hoarau verabschiedet. Nun muss er immer wieder erklären, warum man Nsame a) den Vertrag über den Sommer hinaus nicht verlängert und b) in der aktuellen Transferphase nicht nach Genf ziehen lässt und damit dem Wunsch des verdienten Stürmers entspricht.
«In der Führung treffen wir keinen Entscheid für uns persönlich», sagt Spycher. «Ausserdem ist kein Spieler grösser als die Mannschaft, ist kein Mitarbeiter grösser als der Verein. Und ich bin der Letzte, der wichtiger ist als YB. Hätte es beispielsweise Miralem Sulejmani verdient, noch zehn Jahre für YB zu spielen? Als Fan sage ich ja. Aber in meiner Position muss ich entscheiden, was für YB am besten ist. Es braucht Rationalität, um Entscheidungen zum Wohl von YB zu fällen. Aber wir sind nicht kaltherzig. Wenn es einem unserer Spieler schlecht geht, gibt es keinen menschlicheren Klub als YB.» Nsame wird das ‑ wenn überhaupt ‑ erst mit etwas Abstand so sehen. https://www.aargauerzeitung.ch/sport/fu ... ld.2571665
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shalako
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Verfasst: Dienstag 30. Januar 2024, 00:43 |
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29.01.2024  Zitat: Kabeya kann sich sowohl Verbleib als auch einen Wechsel vorstellen
Die Zukunft des U21-Captains der BSC Young Boys ist völlig offen
Beim ersten Super-League-Spiel des Jahres 2024 zwischen den BSC Young Boys und dem Grasshopper Club Zürich (1:0) feierte mit Benjamin Kabeya ein YB-Youngster seine Kaderpremiere.
So profitierte der 22-Jährige von den vielen Ausfällen sowie den Abstellungen für den Africa Cup, weswegen er von Trainer Raphael Wicky auf die YB-Bank beordert wurde. Zum Einsatz kam er zwar nicht, trotzdem dürfte es ein spezielles Erlebnis für den defensiven Mittelfeldspieler gewesen sein.
Es war auch ein Lohn für seine bislang starken Leistungen in der U21 von YB und in der Vorbereitung auf die Saison durfte er bereits einmal bei den Profis mittrainieren. Die Zukunft des 22-Jährigen steht aber noch in den Sternen, denn sein Vertrag läuft nach dieser Saison aus. Gemäss Informationen von 4-4-2.ch wollen sich Kabeya und sein Berater vorerst auf den Fussball fokussieren und erst noch den passenden Zeitpunkt abwarten, um über die Zukunft zu sprechen.
Alle Spiele der aktuellen Promotion-League-Saison kann man live auf RED+ streamen.
Der Captain der Berner U21 kann sich einen Verbleib in Bern durchaus vorstellen, doch auch einem Wechsel gegenüber wäre er nicht abgeneigt. Für einen Mann seines Potenzials gibt es definitiv einen Markt. https://sport.ch/bsc-young-boys/1232433 ... llig-offen
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shalako
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Verfasst: Dienstag 30. Januar 2024, 23:43 |
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30.01.2024  Zitat: Nach Niederlage gegen den FCB
Die Zweifel an diesem YB werden wieder grösser
Der Substanzverlust im Kader, die Entwicklung unter Trainer Raphael Wicky – vor dem Heimspiel gegen Yverdon am Dienstag sorgen die Young Boys für Fragezeichen.
Guinea oder Demokratische Republik Kongo? So lautet die Frage an YB-Trainer Raphael Wicky. Die Teams treffen am Freitag im Viertelfinal des Afrika-Cups aufeinander, es wird auch das Duell der Berner Stützen Mohamed Camara und Meschack Elia sein. «Wer gewinnt, spielt für mich keine Rolle», antwortet Wicky. «Schön ist, dass einer unserer Spieler im Halbfinal stehen wird.»
Das ist die politisch korrekte Antwort. Wicky muss so reden, es würde nicht gut ankommen, hätte er eine Präferenz. Aber insgeheim wird er sich schon Gedanken machen, welchen der beiden er lieber so rasch wie möglich zurück im Training hat: Camara oder Elia?
Die ersten Partien der Rückrunde jedenfalls geben Anhaltspunkte. Die Young Boys wirkten beim 1:0 gegen GC während einer Stunde instabil, wären die Gäste ein wenig effizienter aufgetreten, hätte YB verlieren können. Und in Basel war es Innenverteidiger Aurèle Amenda, der mit seinem Fehlpass am Ursprung der 0:1-Niederlage stand und danach verunsichert auftrat. Kurz: Die Young Boys hätten Camara gebrauchen können.
Und doch wurde das Fehlen von Elia noch augenfälliger. Zwei Partien, nur ein Tor, dazu ein Angriffsspiel, das absehbar und wenig zwingend ist. «Harmlos» ist ein Adjektiv, um den YB-Auftritt in Basel zu umschreiben. «Meschack gibt uns immer eine grosse Unberechenbarkeit», sagt Wicky. Weil dieser die Tiefe suche, also hinter die gegnerische Abwehrkette laufe. «Dazu ist er extrem schnell. Und kann diese Läufe auch noch nach 90 Minuten durchziehen.»
Wicky will nicht sagen, ob er auf Nsame-Verbleib pochte
Der Trainer macht nicht den Fehler, Elias Fehlen wie eine Ausrede für die Leistungen seines Teams klingen zu lassen. Er sagt, er habe ja schon lange gewusst, dass er wegen des Turniers auf Spieler verzichten müsse. «Es ist wichtig, Vertrauen in jene zu haben, die da sind.» Er weist auch nicht auf Ulisses Garcia und Jean-Pierre Nsame hin, in dieser Saison der beste Vorlagengeber sowie der beste Torschütze. Beide haben die Young Boys in dieser Transferperiode abgegeben.
Zu Nsame, der letzte Woche mit seinem von Misstönen geprägten Abgang die Schlagzeilen dominierte, sagt Wicky, er sei mit Sportchef Steve von Bergen im ständigen Austausch. «Deshalb wusste ich schon länger, dass Jean-Pierre wechseln könnte.» Ob er denn darauf gedrängt habe, dass der Torjäger bis zum Sommer bleibe, weil er ihn ja gut hätte benötigen können, darauf will Wicky nicht eingehen.
Wicky arbeitet mit dem, was er hat. Die Fragen, die sich nach der ersten Niederlage gegen den FC Basel in dreieinhalb Jahren stellen: Ist genug Qualität vorhanden? Und macht der Trainer genug aus dem Spielermaterial?
Enttäuschende Zugänge
Partien gegen Basel prägen das Berner Stimmungsbild – im Guten wie im Schlechten. Als die Young Boys vergangene Rückrunde wenig überzeugend auftraten und die Unzufriedenheit greifbarer wurde, sorgten sie mit zwei Erfolgen gegen den FCB für Ruhe. Nun müssen sie damit leben, dass nach vier Ligasiegen in Folge eine Niederlage in Basel genügt, dass wieder grundsätzliche Zweifel im Raum stehen.
Jene Frage, ob Wicky genug aus diesem Team holt, ist nicht neu. Sie begleitet den Walliser wegen regelmässig spielerisch unbefriedigender Auftritte im Prinzip seit seiner Anfangszeit in Bern – trotz der Erfolge. Genauso augenfällig ist jedoch der Substanzverlust im Kader.
Das ist er, weil die Young Boys diesen Winter auf die Abgänge von Garcia und Nsame mit den Verpflichtungen von jungen Spielern reagierten, die zwar als talentiert gelten, in der Ligue 1 aber kaum zum Einsatz kamen, sprich: Zeit brauchen. Und vor allem, weil keiner der Zugänge aus dem letzten Sommer überzeugen kann. Das wurde in Basel erneut deutlich. Darian Males? Wurde zur Pause ausgewechselt. Noah Persson und Lukasz Lakomy setzten keine Akzente. Silvere Ganvoula blieb nach der Einwechslung wirkungslos – wieder einmal.
Liegt dies an der Qualität der Spieler? Am Trainer? An beidem? Diese Fragen wird die sportliche Führung beantworten müssen. Nicht nur, weil Wickys Vertrag im Sommer ausläuft.
Blum und von Ballmoos fraglich
Unter diesen Umständen werden die Young Boys ganz froh sein, dass am Dienstagabend im Wankdorf gegen Yverdon die nächste Partie ansteht. Die Verletzung von Lewin Blum erwies sich nicht als gravierend, der Einsatz des Rechtsverteidigers ist fraglich. Wie auch jener von Goalie David von Ballmoos, er spürt eine Prellung aus dem Basel-Spiel.
So oder so müssen die Young Boys gegen den Aufsteiger reüssieren. Ansonsten wird es für sie ein wenig ungemütlicher. https://www.bernerzeitung.ch/yb-nach-fc ... 1298516372
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shalako
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Verfasst: Donnerstag 1. Februar 2024, 15:29 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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01.02.2024  Zitat: YB: Zweite Chance für Holzbecher im Wankdorf
Im Sommer bei einem Pilotversuch monierten YB-Fans noch einen «holzigen Geschmack». Jetzt soll das Problem bei den Holz-Trinkbechern behoben sein.
Das Wichtigste in Kürze
- Die Holz-Trinkbecher des Berner Start-ups «Arboloom» bekommen eine zweite Chance. - Bei einem Pilotversuch vergangenen Sommer gab es von Fans scharfe Kritik. - Nach einem «mehrmonatigen Optimierungsverfahren» soll das Produkt «stark verbessert» sein.
Für die Firma «Arboloom» aus Brügg BE sollte es ein grosser Erfolg werden. Letzten Sommer – bei einem Pilotversuch – wurden Getränke im Wankdorf-Stadion erstmals in von dem Unternehmen eigens entwickelten Holzbechern ausgeschenkt.
Die Freude währte jedoch nicht lange. Zahlreiche Fans beschwerten sich darüber, dass der Becher den Geschmack des Getränks verfälsche. Sofort wurde das Projekt im Stadion zunächst gestoppt.
Jetzt folgt ein zweiter Anlauf: Wie «Arboloom» mitteilt, wird beim YB-Heimspiel am 18. Februar gegen Stade Lausanne-Ouchy erstmals ein neuer, verbesserter Becher im Sektor C zum Einsatz kommen. Weitere Sektoren sowie der Quartierplatz sollen stufenweise in der Zukunft folgen.
Verbesserungsverfahren über Monate
Ein «mehrmonatiges Optimierungsverfahren» in Zusammenarbeit mit «Feldschlösschen» und Biersommeliers habe das Start-up durchgeführt. Nun soll das Bier in den Holzbechern länger kalt bleiben, mehr Schaum haben und einen intensiveren Biergeschmack entwickeln.
Ebenso habe man mit 130 von den im Sommer noch sehr kritischen Fans Geschmackstests durchgeführt. Das Ergebnis: Nur 16 Prozent der Teilnehmenden hätten sich gegen die Einführung des Holzbechers ausgesprochen.
«Arboloom»-Geschäftsführerin Natalia Röthlisberger sagt: «Die kritischen Kommentare der Fans im letzten Juli haben uns angespornt, das Produkt stark zu verbessern.» Der Becher habe jetzt auch «vom Trinkerlebnis her Super-League-Niveau».
YB-CEO Wanja Greuel lässt sich zu dem zweiten Versuch mit den Holzbechern zitieren: «Wir sind unseren Anhängern für das konstruktive Feedback und die proaktive Zusammenarbeit sehr dankbar. Wir freuen uns sehr, mit den Holzbechern eine sehr nachhaltige Innovation nun auch im Alltag einsetzen zu können.»
Holzbecher soll Umwelt schonen
Der Trinkbecher besteht aus FSC-zertifiziertem Holz aus der EU. Nach Gebrauch wird er von der Luzerner Firma Swiss Krono zu Spanplatten für Möbel verarbeitet.
Laut Communiqué hat das Trinkgefäss somit einen dreimal geringeren ökologischen Fussabdruck als ein Plastikbecher. Auch gegenüber eines Mehrwegbechers, der zehnmal verwendet wird, sei die Bilanz 20 Prozent besser.
11 Tonnen Plastikmüll erhofft man sich durch das Projekt im Jahr zu sparen. https://www.nau.ch/sport/fussball/yb-zw ... f-66699398
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shalako
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Verfasst: Donnerstag 1. Februar 2024, 15:35 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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01.02.2024  Zitat: Nach Fehlstart
YB führt Holzbecher wieder ein – das soll jetzt besser sein
Ein halbes Jahr nach dem misslungenen Pilotprojekt startet das Berner Startup Arboloom einen neuen Anlauf. Mitte Februar sind am YB-Heimspiel gegen Lausanne Ouchy wieder Holzbecher im Einsatz. Natalia Röthlisberger, CEO von Arboloom, erklärt, warum es beim zweiten Mal besser laufen soll.
Eigentlich waren die Entwickler des Holzbechers zuversichtlich: Mit Holz- statt Plastikbechern sollte der ökologische Fussabdruck im Wankdorfstadion deutlich gesenkt werden. Doch im Sommer 2023 wurde die Einführung der Holzbecher nach nur einem Match gestoppt.
Denn viele YB-Fans beklagten einen veränderten Bier-Geschmack. Die Enttäuschung beim Berner Startup Arboloom war gross – auch, da der Becher bei ersten Tests positiv aufgenommen wurde. Wie die Verantwortlichen nun mitteilen, habe die Geschmacksveränderung an «Fehlern in der Produktion gelegen». Diese seien nun ausgemerzt worden, sagt die CEO Natalia Röthlisberger – der nächste Versuch im Sektor C startet bald.
So wurden die Becher verbessert
Laut Röthlisberger seien die Becher nun so beschaffen, dass das Bier länger kalt bleibt, mehr Schaum und einen intensiveren Geschmack hat. Vorbei also die Zeiten von Bier mit einem «holzigen Geschmack»? Die neuen Holzbecher wurden Mitte Januar von 130 YB-Fans getestet. Dabei habe man bewusst jene Personen gewählt, die sich beim Pilotversuch sehr kritisch geäussert hatten, wie CEO Natalia Röthlisberger weiter ausführt.
Die kritischen Kommentare hätten das junge Startup ausserdem angespornt, das Produkt zu verbessern. «Der Holzbecher hat jetzt auch vom Trinkerlebnis her Super-League-Niveau», so Röthlisberger.
Bezüglich Nachhaltigkeit lässt das Produkt aber Fragen offen. Das Holz für die Becher wird aus dem Ausland importiert. «Ursprünglich war die Idee, unser Becher aus Schweizer Holz herzustellen, was sich aber als unmöglich herausstellte, weil keine Firma hierzulande so dünnes Furnier herstellt.»
Weiterverarbeitung zu Spanplatten
Immerhin können die Becher nach dem Gebrauch noch weiterverwertet werden. Die Young Boys sammeln die Holzbecher in einem separaten Abfalleimer und liefern sie dann der Partnerfirma von Arboloom, Swisskrono, ab. «Von ihr werden aus den Bechern Spanplatten für Möbel oder Küchenausstattungen hergestellt», so Natalia Röthlisberger. Auch werde die Weiterverarbeitung der Becher zu Pflanzenkohle geprüft.
Nun werden die neuen Becher langsam wieder eingeführt. Am YB-Match vom 18. Februar gegen Lausanne Ouchy sind die Holzbecher im Sektor C erhältlich – später sollen die anderen Sektoren und der Quartierplatz folgen. https://www.baerntoday.ch/bern/stadt-be ... -156078898
_________________ For Ever
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shalako
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Verfasst: Sonntag 4. Februar 2024, 22:28 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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03.02.2024  Zitat: Frühere YB-Spieler
Für seine Flucht aus Belgien verzichtet Frey auf Geld
Der Stürmer ist endlich aus dem goldenen Käfig ausgebrochen, Sékou Sanogo zurück in der Schweiz. Und Taulant Seferi spielt in der Glitzerwelt statt im Kriegsgebiet.
Michi Frey ist endlich frei
Plötzlich geht es schnell. Vier, fünf Tage vergehen, in denen aus einer ersten Anfrage eine neue Aufgabe wird. So erzählt das Michael Frey der Medienstelle der Queens Park Rangers, des Clubs aus dem Norden Londons, der seit Ende Januar der Arbeitgeber des Stürmers aus Münsingen ist.
Frey ist endlich wieder frei. Nach der Rückkehr im Sommer von Schalke zu Royal Antwerpen stand der 29-Jährige beim belgischen Meister auf dem Abstellgleis, er hatte sich vor seinem Abgang nach Deutschland mit Trainer Mark van Bommel zerstritten. Die Konsequenz: Er musste sich im vergangenen Halbjahr in der zweiten Mannschaft fit halten.
Nun also die zweite englische Liga, dazu Abstiegskampf. Ein Auftrag, der wie geschaffen scheint für Frey. Kampfgeist, Wille und Einsatz gehören seit je zu seinen Vorzügen, bei der Vorstellung auf Schalke stellte Frey vor einem Jahr klar: «Ich bin einer, der auf alles geht, was sich bewegt.»
Seit dem Abstieg aus der Premier League 2015 dümpelt QPR vor sich hin, besser als auf Rang 9 war der Club in der zweithöchsten Liga nie rangiert. Dazu kommen finanzielle Schwierigkeiten. CEO Christian Nourry sagt: «Dieser Transfer wäre nicht möglich gewesen, wenn Michael nicht den unbedingten Wunsch gehabt hätte, dass es klappt. Er hat alles dafür getan, damit wir unsere Grenzen nicht sprengen.» Über eine Million Franken brutto pro Jahr wie in Belgien wird Frey also nicht mehr verdienen.
Dafür wird er gebraucht, er ist als Hoffnungsträger gekommen. 2023 hat er kein einziges Tor erzielt, nicht für Schalke in der Bundesliga, schon gar nicht für Royal. In seinem Fall gilt tatsächlich: 2024 kann nur besser werden.
Sékou Sanogo zurück in Gelb-Schwarz
Der Kreis schliesst sich. In der Schweiz lancierte Sékou Sanogo seine Karriere, hier neigt sie sich dem Ende zu. Im Januar hat er sich dem FC Schaffhausen angeschlossen, diesem Club mit zwielichtigem Hauptsponsor, Letzter in der Challenge League. Sanogos erste Station in Europa war 2011 der FC Thun, mit Trainer Murat Yakin. «Er rettete mich aus dem Bürgerkrieg, und dafür werde ich ihm ewig dankbar sein», sagte der Ivorer einmal über den heutigen Schweizer Nationaltrainer, über den sich hartnäckig das Gerücht hält, dass er Besitzer des FC Schaffhausen ist.
Sanogo kennt den Club aus dem Norden der Schweiz, Ende 2019 hielt er sich dort fit, der Trainer damals: Yakin. Kein Jahr zuvor hatte die Mittelfeld-Dampfwalze Bern für das saudische Geld verlassen, als Meisterspieler und Symbol für die Young Boys, die die Gegner das Fürchten gelernt hatten. Er schloss sich Al-Ittihad an, diesem Verein, der 2024 Stars wie Karim Benzema und N’Golo Kanté beschäftigt. Doch glücklich wurde Sanogo nicht, nach neun Monaten löste er seinen Vertrag auf.
Es ist also kein Zufall, ist Sanogo nach einem halben Jahr in der Arbeitslosigkeit in Schaffhausen gelandet. Bei einem Club auch, der unter dem neuen Sportchef Admir Mehmedi zu einem Auffangbecken für Profis geworden ist, die sich für nichts zu schade sind, um ihre Karriere zu verlängern. Sanogos Teamkollegen heissen Raul Bobadilla, Ridge Munsy und Emir Lenjani, Eren Derdiyok ist Assistenztrainer.
Vergangenes Wochenende bestritt Sanogo sein erstes Spiel, im ersten Zweikampf erlitt er eine Verletzung, nach 30 Minuten musste er ausgewechselt werden, Schaffhausen verlor. Der Start ist missglückt, aber der Mittelfeldspieler kennt das: Als er im Winter vor 13 Jahren zu seiner Premiere für den FC Thun kam, sah er 12 Minuten nach seiner Einwechslung die Rote Karte.
Statt im Kriegsgebiet stürmt Seferi jetzt in der Glitzerwelt
Der Fussball schreibt verrückte Geschichten. Taulant Seferi ist ein Teenager aus Nordmazedonien, als er 2014 seine Schwester in Bern besucht. Deren Mann kennt einen, der Leute bei den Young Boys kennt, so kommt Seferi zum Probetraining. In einem Testspiel der YB-Junioren gegen das Schweizer U-18-Nationalteam erzielt er einen Hattrick. YB gewinnt 3:2.
Besser aufdrängen ist unmöglich, kurz nach seinem 18. Geburtstag wechselt Seferi nach Bern, das ist im Januar 2015. Er gilt danach jahrelang als Versprechen, wird aber von Verletzungen gebremst. Als er die Young Boys 2021 definitiv in Richtung Tirana verlässt, hat er für sie nur ein paar Einsätze in der Super League bestritten.
2022 zieht es Seferi dann in die Ukraine, ein Jahr lang spielt er für Worskla Poltawa. Die Kriegsfront ist nur ein paar Hundert Kilometer entfernt, mehrmals am Tag heulen die Sirenen, um vor möglichen Angriffen der Russen zu warnen. Seferi lebt im Zentrum, die Freizeit verbringt er daheim, wenn er mal ins Restaurant geht, dann in jenes, das sich im Erdgeschoss seines Wohnblocks befindet. 13 Treffer erzielt er, das reicht in der Torschützenliste der ukrainischen Liga für Rang 2.
Seit dem Sommer steht der Angreifer in Abu Dhabi unter Vertrag, diesem Emirat am Persischen Golf, in dem Wolkenkratzer aus dem Boden schiessen. Hier die Welt im Aufbruch, da ein Land im Abbruch – der Kontrast zwischen Seferis Stationen kann nicht grösser sein.
Für den FC Baniyas hat der 27-Jährige bis jetzt sechs Treffer erzielt, gleich viele wie Haris Seferovic. Der frühere Schweizer Nationalspieler stürmt beim Ligakonkurrenten Al-Wasl SC aus Dubai. Das sportliche Niveau ist tief. Die Lebensqualität dafür hoch.
Seferi kommt auf 17 Länderspiele für Albanien, er darf sich grosse Hoffnungen machen, 2024 an der EM teilzunehmen. Es wäre der Höhepunkt seiner irren Karriere. https://www.bernerzeitung.ch/fruehere-y ... 4603900451
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shalako
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Verfasst: Sonntag 4. Februar 2024, 22:38 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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04.02.2024  Zitat: EM-Aus für Innenverteidiger
YB sucht schon nach einem Benito-Ersatz
Loris Benito reisst sich in Lausanne zum dritten Mal das Kreuzband. Saison und EM sind futsch. Das einzige Glück für YB: dass man seit Wochen auf Innenverteidigersuche ist.
Es läuft die vierte Minute im Stade de la Tuilière. Der Zweikampf irgendwo im Nirgendwo zwischen Kaly Sène (22) und Loris Benito (32) ist harmlos. Der Lausanne-Stürmer schirmt den Ball ab. Der YB-Verteidiger deckt ihn hautnah. Er macht einen Schritt. Kein Kontakt mit dem Gegenspieler. Benitos Fuss setzt auf den Boden auf. Das Knie verdreht sich ohne Rotation des Oberkörpers. Und der Aargauer weiss sofort: Es ist gravierend!
Benitos Stossgebete
Als Benito vom Feld muss, will sich Sène entschuldigen. Benito scheint ihm zu sagen: Du kannst nichts dafür. Dann schliesst der Nationalspieler immer wieder die Augen und murmelt etwas. Stossgebete gen Himmel.
Nun fällt er für mindestens sechs Monate aus. Bei seinem letzten Kreuzbandriss im Februar 2016 hatte es acht Monate bis zum wettkampfmässigem Comeback gedauert. Bereits 2012 hatte er sich das Kreuzband gerissen, aber das hintere, weshalb die Ausfalldauer «nur» acht Wochen war. Ende Woche wird er am Kreuzband operiert. Und ist er acht Jahre älter. Saison vorbei. EM gelaufen. Bitter, ganz bitter für den smarten Innenverteidiger!
YB hat nun noch drei Innenverteidiger
Aber auch für YB und Nati-Coach Murat Yakin, der Benito für den letzten Zusammenzug nach zweijährigem Unterbruch wieder berücksichtigt hatte! Die Berner haben nun noch drei Innenverteidiger. Mohamed Ali Camara (26) wird nach dem Ausscheiden von Guinea im Afrikacup-Viertelfinal gegen die Demokratische Republik Kongo seines Teamkollegen Meschack Elia dieser Tage in Bern zurückerwartet. Er ist der Abwehrchef. Ihn sekundiert der hochbegabte Aurèle Amenda (20), der wohl zu Eintracht Frankfurt wechseln wird. Im Sommer und nicht sofort. Und dann ist da noch Captain Fabian Lustenberger (35), der zuletzt wieder häufiger spielte und das fortan auch wieder tun muss. Zuletzt waren seine Leistungen tipptopp.
YB längst am Casten
YB sucht nun mit Vollgas einen Ersatz. Die Berner dürften nun gottenfroh sein, nicht rechtzeitig Ersatz für Amenda gefunden zu haben. Denn so ist die Innenverteidigersuche schon weit fortgeschritten. Die Zeit drängt nämlich. Mitte Februar geht auch unser Transferfenster zu. https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 01703.html
_________________ For Ever
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shalako
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Verfasst: Mittwoch 7. Februar 2024, 01:49 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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04.02.2024  Zitat: YB darf «keine Wohlfühloase» sein: Die Geschichte hinter der offenen Frage zum Trainer Raphael Wicky
YB führt die Schweizer Fussballmeisterschaft deutlich an, aber der Vertrag mit dem erfolgreichen Coach ist noch immer nicht verlängert. Es ist eine unübliche Zurückhaltung – worin gründet sie?
Am 25. Oktober 2017 gewann YB das Cup-Spiel gegen den unterklassigen FC Münsingen 3:0. In der Meisterschaft lagen die Berner in Führung, mit den meisten Toren und den wenigsten Gegentoren. «Wie gross ist die Genugtuung?», wollte die «NZZ am Sonntag» vom Sportchef Christoph Spycher wissen. Er sagte: «Wir gewannen in Münsingen 3:0, könnten den Mund abwischen und sagen: Ziel erreicht. Andererseits frage ich mich, warum wir 70 Minuten lang Mühe bekundeten.»
Diese Worte aus der Vergangenheit helfen, um die Young Boys der Gegenwart zu verstehen; um zu erahnen, warum nicht geklärt ist, ob Raphael Wicky länger YB-Trainer bleibt. Wickys Vertrag läuft im Sommer aus, es ist unüblich, dass die Zukunft nicht geregelt ist. Beide Seiten signalisierten wiederholt, es gebe keinen Grund zur Eile, aber klar ist: Die Zurückhaltung betreffend Vertragsverlängerung suggeriert Unsicherheit.
Die Unsicherheit scheint auf den ersten Blick unverständlich. Verständlicher wird sie, wenn man genauer hinschaut – oder in den letzten Monaten und Jahren genauer hingehört hat.
Mund abwischen? Nicht bei YB.
Wicky arbeitet seit 2022 in Bern, er hat Meisterschaft und Cup gewonnen, die Champions-League-Gruppenphase erreicht und als Gruppendritter den Sprung in die Europa League geschafft. In der Meisterschaft liegt YB wieder in Führung, am meisten Tore, am wenigsten Gegentore, sechs Punkte Vorsprung vor Servette. Viel mehr geht nicht.
Ziel erreicht? Nicht bei YB.
In Bern sind einheimische Spieler zu kleinen Lokalhelden aufgestiegen
2016 übernahm Spycher das Amt des Sportchefs, 2022 stieg er zum Verwaltungsrat auf und blieb die zentrale Figur. Unter ihm entwickelte sich YB zum dominierenden Team, fünf Meistertitel in sechs Jahren.
Vor allem löste sich die Blockade des Versagens, als YB 2018 erstmals seit 32 Jahren obenaus schwang. YB war der sympathische Verlierer, der es endlich schaffte, nicht auf der Ziellinie einzubrechen. Als YB 2019 dem nächsten Meistertitel entgegenschritt, sagte Spycher: «Der Titelgewinn hatte etwas Entlastendes.»
Doch es ist nicht so, dass seither reine Leichtigkeit herrscht. Heute sagt Spycher: «Es drang vielleicht nie so richtig nach aussen: Aber wir sind extrem ehrgeizig und hatten auch in der Vergangenheit oft sehr schwierige Entscheide zu fällen.»
Dieser Ehrgeiz war immer wieder herauszulesen gewesen. 2017, nach dem 3:0 in Münsingen. Oder im April 2023 zum Beispiel, nach YB - GC, 2:0. Spycher war trotz Sieg unzufrieden. Cedric Itten hatte einen Penalty verschossen, Spycher sagte, es sei nicht Ittens Fehler gewesen, «wir hätten gar kein drittes Tor verdient gehabt».
Oder wie sagte der neue Sportchef Steve von Bergen im Juli 2023: «In jedem Verein geht es um Respekt und Disziplin. Aber: Wie lebst du das jeden Tag? Die Erwartungen der Führung sind sehr hoch. Doch wie wollen wir die Spieler pushen, wenn wir ständig nur am Kaffeetrinken sind? Du musst den Weg zeigen.»
Darum geht es: ums Pushen, um sehr hohe Erwartungen, um extremen Ehrgeiz.
In Bern sind einheimische Spieler zu kleinen Lokalhelden aufgestiegen, David von Ballmoos, der bei allen fünf Meistertiteln dabei war, oder Sandro Lauper, vierfacher Meister. Aber wenn dieses Heldentum kultiviert werde, «dann wird es schwierig. Der Hunger auf Erfolg darf nie nachlassen», sagt Spycher. YB dürfe «keine Wohlfühloase» werden, «dagegen kämpfen wir an».
Es ist oft zu hören im YB-Umfeld: «keine Wohlfühloase»; und es klingt so freud- und kompromisslos, nach Druck, viel Druck. Spycher sagt: «Das ist die Realität, wir sind im Profifussball. Es ist Teil unseres Geschäftsmodells, dass wir Fussballer entwickeln und mit Transfergewinn in eine grössere Liga verkaufen. Und es ist unsere Aufgabe, sie darauf vorzubereiten. Was denken Sie, was Fabian Rieder erwartet, wenn er nach Rennes wechselt, wenn Ulisses Garcia nach Marseille geht? Heisst es bei der Begrüssung, dass keine Titel erwartet werden?»
Wicky ist kein Coach, bei dem es immer schneller, immer höher gehen muss
An den Ur-Ansprüchen der Ära Spycher hat sich nichts geändert: «Dass wir ein Team haben, das begeistert, dass wir europäisch vertreten und eine gute Adresse für junge Spieler sind» – so formulierte er es 2019. Deshalb ist die offene Situation mit Wicky ein Indiz dafür, dass die YB-Führung mindestens einen ewigen Anspruch nicht erfüllt sieht. Oder dass die Meinungen zwischen Chefs und Trainer auseinandergehen: wie sehr die Ansprüche erfüllt sind; oder ganz generell.
Wie sagte Wicky 2019 in der «NZZ am Sonntag»: «Schauen Sie einmal in die Gesichter von Trainern, die Augenringe und wie bleich die Leute teilweise sind.» Und: «Das Business ist schön, aber auf einem gewissen Niveau ist der Druck brutal. Wenn du in einer Phase bist, in der du realisierst, dass du eigentlich von Spiel zu Spiel lebst und vielleicht entlassen wirst – wenn dich das nicht trifft, bist du sehr abgezockt.»
Die sehr hohen Erwartungen der YB-Führung oder von Bergens Frage: «Wie lebst du das jeden Tag?» – diese Anspruchshaltung spürt bestimmt auch Wicky. Und dass es überall gern etwas mehr sein darf. Ein Tor mehr, ein junger Spieler mehr, einen Funken Mut mehr.
Wicky weiss anscheinend damit umzugehen. Mit einer Ausnahme zu Beginn seiner Amtszeit (Out in den Conference-League-Play-offs) bestand sein Team in jeder wegweisenden Partie. Aber womöglich findet Wicky, die Realität käme auch mit etwas weniger Pushen und etwas mehr Wohlfühloase zurecht. 2019 sagte er: «Ich denke nicht, dass ich mehr hätte schreien sollen, von lauten Pausenansprachen halte ich erst recht wenig.»
Im Gegensatz zu Spielern und anderen Trainern ist Wicky kein Coach, der partout auf eine grössere Aufgabe vorbereitet sein muss. Bei ihm braucht es nicht immer schneller zu gehen, immer höher, immer in eine stärkere europäische Liga. Er spielte und trainierte schon im Ausland, und es ist anzunehmen, dass er dereinst auch gern wieder in den USA arbeiten würde; er ist mit einer Amerikanerin verheiratet und in Übersee gut vernetzt. John Thorrington, der Sportdirektor des neuen GC-Besitzers Los Angeles FC, hat Wicky in der NZZ als «guten Freund» bezeichnet.
Spycher sagt: «Die Beziehung des Trainers mit der heutigen Spielergeneration erfordert sehr viel Energie»
Auch der YB-Chef Spycher hat kein pures Karrierestreben. Er hatte schon die Gelegenheit, als Funktionär in die Bundesliga zu wechseln, blieb aber in Bern, in seiner Oase, die keine Wohlfühloase sein soll. Es gibt Punkte, in denen YB und Wicky gut zusammenpassen würden, doch Spycher sagt auch: «Ich glaube, die Zeit ist vorbei, in der ein Trainer 25 Jahre am selben Ort ist. Die Beziehung des Trainers mit der heutigen Spielergeneration ist extrem intensiv und erfordert sehr viel Energie. Deshalb finde ich es legitim, wenn man in einer offenen Kommunikation sagt: Beide Seiten überlegen es sich gut und lassen sich nicht stressen, ob man den Weg gemeinsam weitergeht oder nicht.»
Damit sagt er nichts über den Verhandlungsstatus mit Wicky, aber: Wenn YB überzeugt wäre von irgendetwas, vom Anfang oder vom Ende der Zusammenarbeit mit Wicky, wäre es längst kommuniziert. Spycher sagt: «Das ist so. Es ist noch keine Entscheidung gefallen.»
Sie überlegen es sich gut, beide Seiten. https://www.nzz.ch/sport/fussball/der-y ... ld.1777104
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shalako
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Verfasst: Freitag 9. Februar 2024, 00:51 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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08.02.2024  Zitat: Einst Spieler, jetzt YB-Besitzer
Christoph Spycher wird Miteigentümer der Young Boys
Der 45-Jährige übernimmt eine Minderheitsbeteiligung an der BSC Young Boys AG. Er wird so den Bernern langfristig erhalten bleiben.
Als Christoph Spycher 2010 von Eintracht Frankfurt zu YB wechselte, war nicht absehbar, welche Hauptrollen er im Club dereinst übernehmen würde. Er war als Führungsspieler vorgesehen, das schon, auch als Identifikationsfigur. Aber nicht als designierter Sportchef, nicht als kommender Chefstratege. Schon gar nicht zeichnete sich da ab, dass er dereinst Anteile am Club übernehmen würde.
Doch knapp 14 Jahre später ist genau das eingetroffen. Am Donnerstagvormittag gibt der Club bekannt, dass der 45-Jährige als Aktionär eine Minderheitsbeteiligung an der BSC Young Boys AG übernimmt. Spychers rasanter Aufstieg in der Karriere nach der Karriere erreicht eine neue Stufe.
Der Grossteil der Aktien bleibt im Besitz der Familie Rihs, wobei nun auch der Sohn von Eigentümer Jöggi Rihs, der 44-jährige Stefan Rihs, offiziell zum Mitbesitzer wird. Insgeheim hatte er schon 2022 im Rahmen einer frühzeitigen Nachfolgeplanung eine substanzielle Beteiligung übernommen. Das ist als langfristiges Bekenntnis der Familie zu YB zu verstehen. Gleichzeitig soll mit Spycher die regionale Verankerung verstärkt werden.
Spycher war bis 2014 Profi, 2016 stieg er vom Talentmanager zum Sportchef auf. 2018 folgte nach 32 Jahren der erste Meistertitel. Der frühere Verteidiger wurde zum Gesicht der Berner, die nicht mehr fürs Veryoungboysen stehen, sondern zum Serienmeister und Doublesieger avanciert sind. Der Berner, der in Oberscherli in der Gemeinde Köniz aufgewachsen war, stiess aber auch an Grenzen. Das Tagesgeschäft forderte ihn, manchmal überforderte es ihn fast.
Was kommt nach 2025?
Deshalb wurde 2022 für ihn die Position des VR-Delegierten Sport geschaffen. In dieser Funktion ist er zwar immer noch nahe am Puls, aber er kann sich während der Saison auch mal in die Ferien verabschieden, ohne ständig am Telefon hängen zu müssen.
Bis 2025 läuft Spychers Vertrag als Chefstratege. Dazu sagte er einst: «Möglich, dass ich noch einmal verlängere. Vielleicht ist es aber auch besser, wenn ich dann für eine andere Person Platz mache, weil mich eine andere Tätigkeit reizt. Das ist, was ich am Ende bei YB von allen Mitarbeitern verlange: dass sie den Erfolg des Clubs über persönliche Interessen stellen.»
Nun hat der Club eine Lösung gefunden, mit der Spycher als Miteigentümer langfristig eingebunden bleibt. Auch dann, falls er sich ab 2025 noch stärker aus dem Tagesgeschäft zurückziehen sollte. Im Videointerview mit der vereinseigenen Medienstelle antwortet er auf die Frage: Einmal YB, immer YB? «Ich werde sicherlich immer eng mit dem Verein verbunden bleiben, in welcher Funktion auch immer.» Und: «Was die Zukunft genau bringen wird, kann ich heute nicht sagen. Klar ist, ich fühle mich bei YB sehr wohl.»
Den YB-Chefstrategen Spycher wird es irgendwann nicht mehr geben. Aber den YB-Aktionär Spycher schon. Das ist für den Club eine sehr gute Nachricht. https://www.bernerzeitung.ch/christoph- ... 5746863416
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