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Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
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shalako
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Verfasst: Samstag 22. April 2023, 09:09 |
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22.04.2023  Zitat: YB: Gleich fünf Stars droht Sperre bei möglichem «Meister-Matchball»
Gewinnt YB am Samstag zuhause gegen Servette, können die Berner am Dienstag bei GC den Sack zumachen. Gleich mehrere Stars könnten das Spiel aber verpassen.
Das Wichtigste in Kürze
- Lustenberger, Fassnacht, Rieder, Itten und Blum sind bei der nächsten Verwarnung gesperrt. - Sie könnten einen möglichen «Titel-Matchball» am Dienstag bei GC verpassen. - Am Samstag wartet im Wankdorf zunächst das zweitplatzierte Servette.
2018 gehen die Bilder vom Platzsturm der YB-Fans um die Welt. Erstmals nach 32 Jahren holen die Berner wieder einen Titel. Es ist der Auftakt in eine dominante Phase der Gelb-Schwarzen – aber das «Feier-Timing» kommt YB dabei abhanden.
2019 verteidigen die Berner den Titel, feiern allerdings auf dem Sofa. Basel kommt gegen GC nicht über ein Remis hinaus, damit reist YB damals bereits als Meister zum 1:0-Sieg beim FCZ. Und dann kommt Corona! Die Pandemie sorgt 2020 für ein Geister-Double, auch der Titel 2021 kann nicht richtig gefeiert werden.
Das wird in diesem Jahr anders sein. Zwar ist nach dem Remis in Basel eine Meisterfeier morgen Samstag gegen Servette nicht möglich. Doch gewinnen die Young Boys, können sie am Dienstag bei GC den Sack zumachen. Der Letzigrund dürfte bei diesem Szenario aus allen Nähten platzen.
Gleich fünf Spielern droht eine Gelb-Sperre
Doch wollen die YB-Stars am Dienstag beim möglichen Titelgewinnen auf dem Platz stehen, ist am Samstag gegen Servette Vorsicht geboten. Denn gleich fünf Stammspielern droht bei der nächsten Verwarnung eine Sperre! Lustenberger, Fassnacht, Rieder, Itten und Blum sind «offen» – der halben Stammformation droht die Letzi-Tribüne!
Ein besseres Timing legt Jean-Pierre Nsame an den Tag. Der 29-Jährige sieht in Basel seine vierte Gelbe und verpasst damit «nur» das Heimspiel gegen Servette. In einem «Meister-Matchball» gegen GC steht er wieder zur Verfügung. Der Meister-Torschütze von 2018 weiss halt, wie es geht. https://www.nau.ch/sport/fussball/yb-gl ... l-66477246
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shalako
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Verfasst: Montag 24. April 2023, 08:58 |
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24.04.2023  Zitat: Sein Abgang ist nur eine Frage des Preises
Spült Fabian Rieder YB 20 Millionen in die Kasse?
Wer YB jetzt verlässt, wird dies als frischgebackener Meisterspieler tun. An der Spitze: Fabian Rieder, der YB so viel Geld einbringen dürfte wie kein Spieler je zuvor. Auch Cédric Zesiger ist auf dem Sprung.
Es gibt einige designierte Meisterküken, für die viel hingeblättert wird. Allen voran natürlich Fabian Rieder (21). Der Mittelfeldspieler, der unter Raphael Wicky – je nach Sichtweise - immer die Rolle der hängenden Spitze oder des offensivsten Mittelfeldspielers innehat. Sein Spielverständnis ist überragend. Seine (Schuss-)Technik auch. Das alles paart sich mit einer gesunden Portion Aggressivität. Der Junge aus Koppigen BE, einem Dorf mit 2100 Einwohnern an der Grenze zum Kanton Solothurn, spielt so, wie man auf dem Land aufwächst: erdverbunden, zupackend, ehrlich.
Diese Eigenschaften und Rieders bodenständiges Ich sind nebst den Qualitäten als Fussballer beste Argumente für einen Wechsel zu einem Topklub. Und wenn wir Topklub sagen, meinen wir Topklub! Auch in solchen liebt man solche Spieler, die fern sind von der Blingbling-Welt vieler Stars. Weshalb es ein einziges Fragezeichen für einen Transfer geben wird: Befriedigt die Offerte die YB-Bosse um Christoph Spycher, den VR-Delegierten Sport?
Es gibt einige designierte Meisterküken, für die viel hingeblättert wird. Allen voran natürlich Fabian Rieder (21). Der Mittelfeldspieler, der unter Raphael Wicky – je nach Sichtweise - immer die Rolle der hängenden Spitze oder des offensivsten Mittelfeldspielers innehat. Sein Spielverständnis ist überragend. Seine (Schuss-)Technik auch. Das alles paart sich mit einer gesunden Portion Aggressivität. Der Junge aus Koppigen BE, einem Dorf mit 2100 Einwohnern an der Grenze zum Kanton Solothurn, spielt so, wie man auf dem Land aufwächst: erdverbunden, zupackend, ehrlich.
Diese Eigenschaften und Rieders bodenständiges Ich sind nebst den Qualitäten als Fussballer beste Argumente für einen Wechsel zu einem Topklub. Und wenn wir Topklub sagen, meinen wir Topklub! Auch in solchen liebt man solche Spieler, die fern sind von der Blingbling-Welt vieler Stars. Weshalb es ein einziges Fragezeichen für einen Transfer geben wird: Befriedigt die Offerte die YB-Bosse um Christoph Spycher, den VR-Delegierten Sport?
Transfermarkt schätzt Rieders Marktwert auf zwölf Millionen Euro. Zwei mehr als vor einem Jahr. Damals hatte Spycher gesagt: «Bei zehn Millionen werden wir nicht schwach.» Das hat sich nun garantiert potenziert. Konkret: Wenn schon für Djibril Sow unter dem Strich 15 Millionen gelöst worden sind, als er 2019 zu Eintracht Frankfurt wechselte, wird der Betrag für Rieder höher sein müssen. Gegen 20 Millionen. Und damit könnte er neuer YB-Rekordspieler werden. Bisher ist es Seydou Doumbia, der 2010 für rund 18 Millionen Franken zu ZSKA Moskau wechselte.
Rieder ist nicht der einzige
Interessenten solls viele geben: Eintracht Frankfurt, Mönchengladbach oder Leverkusen. Chancenlose europäische Mittelklasse wie Lyon, Torino, Atalanta Bergamo oder Udinese, weil die den Betrag nicht stemmen können. Und die Kolosse wie Real Madrid, Bayern München, Manchester United oder der BVB. Die Chance ist gross, dass Rieder seinen Bundesliga-Traum demnächst verwirklichen kann. Fragt sich nur noch: in der Mittelklasse oder im absoluten Luxussegment? Nichts scheint unmöglich. Auch wenn Rieders Agent Fabian von Matt unlängst in der «Berner Zeitung» sagte: «Der nächste Schritt soll nicht der letzte sein.» Sprich: Rieder solle Aussicht auf genügend Spielpraxis haben. Weshalb auch die Premier League unwahrscheinlich ist.
Rieder ist nicht der einzige Spieler, den der Bald-Meister verlieren könnte. Hier der Stand zu weiteren Spielern, bei denen es Abgangsgerüchte gibt:
- Neben jenem von Rieder ist der Abgang von Cédric Zesiger (24) tendenziell beschlossene Sache. Der Seeländer mit einem geschätzten Transferwert von vier Millionen hat noch einen Vertrag bis 2025. Wenn er im Sommer nicht geht, müsste YB den Kontrakt mit ihm verlängern, um einen fetten Transfer machen zu können. Denn mit einer Restlaufzeit von einem Jahr wäre das kaum möglich. Eine Verlängerung wäre für Zesiger aber nur dann eine Option, wenn er spüren würde, dass es nicht fürs Ausland reicht. Also muss es jetzt klappen und ein Klub (je nach Destination) fünf bis zehn Millionen Franken bieten, damit YB Ja sagt.
- Der zweitteuerste Spieler ist der Schweizer Rekordtransfer, der für 3,5 Millionen Franken von Servette zu YB wechselte: Kastriot Imeri (22). Der Genfer mit dem geschätzten Marktwert von 7 Millionen hat sich bei YB aber noch nicht durchgesetzt. Ein Transfer ins Ausland ist deshalb utopisch.
- Für zwei, die immer wieder mit grossen Ligen in Verbindung gebracht wurden, geht das Transferfenster 2023 wohl zu früh auf. Weil sie Langzeitverletzte sind. Im Fall von Goalie David von Ballmoos (28) ist das garantiert der Fall, weil er nach seiner OP wegen eines Knochenmark-Ödems mindestens noch ein halbes Jahr ausfällt. Bei Innenverteidiger Mohamed Ali Camara (25) kommt es darauf an, wann er nach seinem Meniskusriss im rechten Knie, den er sich Ende 202 zugezogen hat, wieder spielfähig ist.
- Der nächste interessante Fall ist jener von Meschack Elia (25). Der Pfeil aus Kinshasa ist im perfekten Alter, sein Wert wird auf fünf Millionen geschätzt. Sein Vertrag ist vor einem Monat bis 2026 verlängert worden, was den Marktwert erhöht. Geht er, müsste YB einen Spieler ähnlichen Profils finden. Zwingend. Denn sonst hätte YB nur noch drei klassische Mittelstürmer im Kader.
- Weitere Personalien im Kurzdurchlauf: Cedric Itten (26) ist ein potenzieller Wechsel-Kandidat, aber erst ein Jahr bei YB. Dasselbe gilt für Filip Ugrinic (24). Der Fall Christian Fassnacht (29), um den es seit Jahren Gerüchte gibt, ist unberechenbar: langfristiger Vertrag oder quasi-ablösefreier Transfer. Sein Vertrag läuft 2024 aus. Alles möglich. Genau dasselbe gilt für den gleich alten Liga-Topskorer Jean-Pierre Nsame. Für den begabten Rechtsverteidiger Lewin Blum (21) käme ein Abgang wohl zu früh. Entwickelt er sich gut, kann er in einem Jahr einiges mehr abwerfen als die Schätzsumme von einer Million. https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 08244.html
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shalako
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Verfasst: Montag 24. April 2023, 20:57 |
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24.04.2023  Zitat: Super League
So hohe Gewinne und Verluste machen Schweizer Fussballclubs
Drei Fussballklubs der Super League konnten 2022 einen Gewinn erzielen – die anderen mussten einen Verlust einstecken. Das bedeutet nicht zwingend ein negatives Resultat. Nur bei einem Klub sieht es nicht gut aus.
Die Swiss Football League (SFL) hat die Finanzen der Schweizer Fussballclubs publiziert, die in der kommenden Saison an internationalen Turnieren mitspielen wollen. Der FC Winterthur verzichtet auf eine solche Uefa-Lizenz und hat deshalb als einziger Club der Super League keine Zahlen geliefert. Grosse Spenden für Lugano
Drei der neun Klubs erzielten 2022 einen Gewinn: der FC Lugano, der FC St.Gallen und die BSC Young Boys. Laut Swiss Football Data nahm YB über 27 Millionen Franken mit dem Verkauf von Spielern ein. Hinter Luganos Gewinn stehen wohl grosse Spenden von Milliardär Joe Mansueto. St.Gallen habe ohne grosse Spenden einen hohen Betrag eingeholt.
Gute News trotz eines Verlusts gibt es beim FCZ: Die Zürcher erzielten zwar keinen Gewinn, aber verdienten über elf Millionen Franken mit Transfers und weiteren Einnahmen.
Ein Klub ist ziemlich schlecht dran
Anders sieht es beim FC Luzern aus. Der Klub muss Personalausgaben von über 15 Millionen Franken kompensieren. Der private Twitter-Account Swiss Football Data, der die Daten analysiert hat, geht aber davon aus, dass die Luzerner mit jungen vielversprechenden Spielern dies in naher Zukunft wieder reinholen werden.
Servette schreibt 3,4 Millionen Franken Verlust – obwohl sie fast 12 Millionen Franken aus «weiteren Einnahmen» bekommen haben. Dahinter steckt vermutlich ein privater Sponsor.
Noch schlechter sieht es bei Sion aus, mit einem Verlust von fast 8,5 Millionen Franken. Swiss Football Data schreibt: «Ohne das Geld von Constantin wäre der Klub am Ende.» Sion hat bei Spielertransfers rund 3,6 Millionen Franken ausgegeben und nur gerade 650'000 Franken eingenommen.
Ganz übel steht GC da: 14 Millionen Franken Verlust im Geschäftsjahr 2022. Insgesamt hat der Club nur 8,8 Millionen Franken eingenommen, dem gegenüber stehen alleine schon Personalkosten von 15,6 Millionen Franken. Ohne zusätzliche Finanzspritzen dürfte es so für den Rekordmeister sogar mit der Lizenz nächste Saison für die Super League eng werden.
Gemäss SFL bleibt zu beachten, dass in der Berechnung das wirtschaftliche Eigenkapital nicht berücksichtigt worden sei. https://www.fm1today.ch/sport/fussball/ ... -151170022
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shalako
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Verfasst: Montag 24. April 2023, 21:00 |
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24.04.2023  Zitat: GC schreibt mehr als 14 Millionen Franken Verlust – YB mit Mega-Plus
Die Swiss Football League hat im Rahmen des Lizenz-Verfahrens die Bilanz der Super-League-Clubs veröffentlicht. Vor allem GC sieht dabei gar nicht gut aus.
Das Wichtigste in Kürze
- Neun der zehn Super-League-Clubs haben ihre Finanz-Berichte veröffentlicht. - Vor allem bei GC und dem FC Sion sieht die Schlussrechnung bedenklich aus. - Nur drei Vereine schreiben schwarze Zahlen: YB, Lugano und St.Gallen.
Bei diesen Zahlen überrascht es nicht, dass die chinesischen Eigentümer sich mit einem Verkauf befassen: Laut jüngsten Informationen der Swiss Football League schreibt Rekordmeister GC im Finanzjahr 2022 ein Minus von 14,1 Millionen Franken.
Im Rahmen des Lizenz-Verfahrens veröffentlichte die Liga am Montag die Bilanzen von neun der zehn Super-League-Clubs. Einzig der FC Winterthur behält seine Finanzen für sich. Das Liga-Schlusslicht wäre damit nicht für eine Europacup-Teilnahme zugelassen.
GC der Liga-Flop – Bald-Meister YB top
Nur drei Vereine schreiben eine positive Bilanz. Das grösste Plus hat der designierte Meister YB vorzuweisen: Die Berner schreiben rund 6,7 Millionen Franken Gewinn an. Dabei helfen auch Transfer-Einnahmen in Höhe von 27,1 Millionen.
Schwarze Zahlen schreiben auch der FC Lugano mit rund 4 Millionen sowie der FC St.Gallen mit 1,6 Millionen Franken im Plus. Lugano weist aber mehr als 20 Millionen in «sonstigen Einnahmen» aus, die ein Zuschuss von Geldgeber Joe Mansueto sein dürften.
Positiv ist die Bilanz dafür in der Ostschweiz, wo weder Super-Transfers noch grosse Geldgeber im Hintergrund stehen. Tatsächlich macht der FCSG in Sachen Transfers sogar ein schmales Minus von rund 700'000 Franken.
Sechs Super-League-Clubs im Minus
Der Rest der Liga schreibt unterdessen rote Zahlen. In Grenzen halten sich die Verluste beim FCZ (-113'000 CHF) und in Basel (-1,2 Millionen CHF). Der FC Luzern und Servette schreiben beide mehr als drei Millionen Verluste an.
Ernst ist die Lage unterdessen nicht nur bei GC, sondern auch im Wallis: Der FC Sion muss eine Negativ-Bilanz von 8,5 Millionen Franken vorweisen. Drei Millionen davon entfallen alleine auf die Transferbilanz.
Allerdings ist anzumerken, dass laut Liga keiner der Vereine überschuldet ist. «In der vorliegenden Darstellung der Bilanzen der Klubs bleibt das wirtschaftliche Eigenkapital unberücksichtigt. Insbesondere Darlehen der Aktionäre werden nicht abgebildet.» https://www.nau.ch/sport/fussball/gc-sc ... s-66480183
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shalako
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Verfasst: Mittwoch 26. April 2023, 16:19 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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25.04.2023  Zitat: In dieser Kategorie steht YB schon jetzt als Meister fest
Die Super League hat die Finanzzahlen der Clubs aus dem Jahr 2022 veröffentlicht. Die Berner distanzieren die Konkurrenz auch in der Buchhaltung. GC ist das Sorgenkind.
Darum gehts
- Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Young Boys zum 16. Mal Meister werden. - Auch in Sachen Finanzen ist YB momentan das Mass aller Dinge in der Schweiz. - Auch Grossclub Basel kann zurzeit mit der Konkurrenz aus Bern nicht mithalten.
Sämtliche Clubs, die eine Uefa-Lizenz beantragt haben, mussten ihre wichtigsten Finanzzahlen aus dem Jahr 2022 offenlegen. In Form eines Communiqués der Liga taten dies am Montag Basel, GC, Lugano, Luzern, Servette, Sion, St. Gallen, Zürich und YB.
Dabei fällt sofort auf: YB verzeichnete mit Abstand den grössten Gewinn unter den Vereinen, über 6,6 Millionen Franken beträgt dieser. Insgesamt kamen mit den Bernern, Lugano (vier Millionen Franken) und St. Gallen (1,6 Millionen Franken) nur drei Clubs auf ein positives Resultat.
Hohe Transfereinnahmen
Während YB (44,7 Millionen) zusammen mit Basel (44,8 Millionen) den mit Abstand grössten Betriebsertrag generierten – zurückzuführen auf hohe Zuschauerzahlen, Sponsoreneinnahmen und TV-Rechte –, verweist Basel einen fast doppelt so hohen sonstigen Betriebsaufwand (24 Millionen Franken).
Zudem hat YB im abgelaufenen Geschäftsjahr mit mehr als 27 Millionen Franken einen ausserordentlich hohen Gewinn verzeichnen können. Dazu gehören etwa die Einnahmen für Christopher Martins (für sieben Millionen zu Spartak), Jordan Siebatcheu (für sechs Millionen zu Union) oder Wilfried Kanga (für fünf Millionen zu Hertha). «Wir freuen uns sehr über das Jahresergebnis, das vor allem dank ausserordentlich hohen Transfererträgen möglich wurde», nimmt YB gegenüber 20 Minuten Stellung.
2023 wieder Europa-Geld
Diese werden für die kommende Periode nicht zwangsläufig wieder in die YB-Kassen fliessen. Aber: «Im laufenden Geschäftsjahr zeichnen sich zudem die Einnahmen aus einer europäischen Gruppenphase ab, für die der Schweizer Meister qualifiziert ist.» Diese Einnahmen hätten YB im letzten Jahr gefehlt.
Auch in Sachen Eigenkapitaldeckung ist YB das Mass aller Dinge im Schweizer Fussball: Fast 45 Millionen Franken beträgt der Eigenkapitalanteil der nicht ganz 100 Millionen Bilanzsumme. Zum Vergleich: Nur St. Gallen hat mit 13,6 Millionen (von 25,6 Millionen Bilanzsumme) eine vergleichbar solide Situation. Bei Basel (1,3 Millionen von 39,2 Millionen Bilanzsumme) ist die Eigenkapitaldeckung bereits erheblich kleiner.
GC mit riesigem Verlust
Am anderen Ende des Spektrums ist der Grasshopper-Club Zürich. Mit über 14 Millionen schreiben die Hoppers einen immensen Verlust. Dieser ist natürlich vor allem auf die Tatsache zurückzuführen, dass der Club kein eigenes Stadion besitzt und sich im Letzigrund einmieten muss.
Auch bei den Sponsoringbeträgen hinkt er der Konkurrenz deutlich hinterher. Und die Eigenkapitaldeckung ist praktisch inexistent. https://www.20min.ch/story/in-dieser-ka ... 1307263736
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shalako
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Verfasst: Mittwoch 26. April 2023, 16:50 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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26.04.2023  Zitat: Party-Wirrwar bei den Bernern
«Am Tag, an dem YB Meister wird, gibt es eine Freinacht»
Nachdem YB beim 1:4 am Dienstag gegen GC den ersten Meister-Ball vergeben hat, droht den Bernern nun das Party-Wirrwarr. Diverse Szenarien sind möglich.
Wann tütet YB den fünften Meistertitel seit 2018 ein? Am Donnerstag oder am Samstag auf dem Sofa? Oder doch erst am Sonntag auf dem Platz, wenn Verfolger Luzern im Wankdorf gastiert?
«Für uns sind das Luxusprobleme», sagt YB-Kommunikationschef Albert Staudenmann. «Wir sind nicht wählerisch.» Jede Art, den Titel zu gewinnen, habe seinen Reiz. «Uns ist wichtig, dass wir als Team zusammen sind, wenn es so weit ist.» 2019 erlebte die Mannschaft den Titelgewinn gemeinsam vor dem TV-Bildschirm in der Sky-Lounge im Wankdorf, 2018, 2020 und 2021 jeweils auf dem Platz.
Derzeit sind Rechenkünste gefragt, damit Bier und Champagner kaltgestellt sein wird, wenn der entscheidende Moment kommt. Dass die Korken bereits am Donnerstag knallen, ist nur möglich, wenn am Mittwoch Servette (gegen Zürich) und Lugano (in St. Gallen) nicht gewinnen und am Donnerstag das formstarke Luzern gegen Schlusslicht Winterthur verliert. Trifft das nicht ein, könnte es am Samstag so weit sein. Die Bedingung: Luzern verliert gegen Winti und Servette und/oder Lugano gewinnen zwar am Mittwoch, aber am Samstag nicht. Alles klar?
In der Stadt Bern ist man für alle Varianten gewappnet, egal wann und wo es passieren wird. «Es ist ganz einfach», sagt Reto Nause, der Sicherheitsdirektor der Stadt Bern. «An dem Tag, an dem YB Meister wird, ist eine Freinacht in Bern bewilligt.»
Der Titelgewinn am Sonntag auf dem Platz, wenn YB zu Hause vor vollen Rängen Luzern zum Tanz bittet, ist der Wunsch vieler. Bei diesem Duell werden Erinnerungen an den 28. April 2018 wach, als Marco Wölflis Penaltyparade und Jean-Pierre Nsames Treffer kurz vor Schluss die Berner Volksseele nach 32 Jahren erlösten und das Wankdorf in ein Tollhaus verwandelten. «A night to remember» für alle YB-Fans.
Diesmal würde den Bernern womöglich bereits ein Unentschieden reichen, um den Titel zu feiern. Erstmals seit 2018 wieder vor vollen Rängen, nachdem die Meister-Feierlichkeiten 2020 und 2021 von der Corona-Pandemie beeinträchtigt wurden. Eine grosse Party wäre garantiert. Und sollten die Young Boys auch gegen Luzern tauchen? Dann bieten sich dem designierten Meister noch diverse weitere Chancen. Klar ist: Ausgiebig gefeiert wird der neuerliche Meistertitel in Bern gleich zweimal. Auch an der offiziellen Meisterparty nach Saisonende wird die Nacht zum Tag gemacht. Die Bundeshauptstadt als Party-Stadt. «Wir sind mit YB in Kontakt, um das Datum für die Meisterfeier festzulegen», so Nause. https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 22622.html
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shalako
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Verfasst: Donnerstag 27. April 2023, 13:21 |
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27.04.2023  Zitat: YB kommt dem Showdown vom Sonntag näher
Die Young Boys feiern ihren 16. Meistertitel frühestens am Wochenende.
Weil Servette und Lugano am Mittwoch gewonnen haben, würde auch eine Niederlage des FC Luzern am Donnerstag gegen Winterthur die Berner noch nicht zu Meister machen.
Dass YB den Titelgewinn wie 2019 an einem spielfreien Tag erlebt, ist aber weiterhin möglich. Wenn Luzern am Donnerstag verliert, braucht es am Samstag entweder einen Punktgewinn von Servette (gegen St. Gallen) oder einen Sieg von Lugano (gegen GC), um den Meistertitel von YB nicht rechnerisch perfekt zu machen.
Lieber als im Innern des Wankdorfs in einer Lounge am Samstagabend würden die Young Boys den Titel auf dem Feld feiern: Das Heimspiel gegen Luzern am Sonntagnachmittag vor vollen Rängen wäre die perfekte Kulisse. Dafür müssen sie für einmal hoffen, dass die Fehltritte der ersten Verfolger ausbleiben. https://www.bluewin.ch/de/index/yb-komm ... 17663.html
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shalako
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Verfasst: Montag 1. Mai 2023, 18:27 |
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30.04.2023  Zitat: Von der Waadt bis ins Bündnerland
Wo die Fans der Young Boys zu Hause sind
YB-Anhänger finden sich fast überall in der Schweiz. Wo sind die Hochburgen? Wo gibt es weisse Flecken? Und wo wird das Heimspiel zur Tagesreise?
Erfolg macht sexy. Im Fall der Young Boys beweisen das nicht zuletzt die Zuschauerzahlen. Sie sind mit den Titelgewinnen in den letzten Jahren um ein Vielfaches gestiegen. Heute spielt YB nicht nur auf dem Rasen, sondern auch auf den Rängen in einer eigenen Liga.
Zum Vergleich: Im Jahr 2018, als der BSC YB nach über 30-jähriger Durststrecke erstmals wieder Schweizer Meister wurde, hatte der Club 10’255 Jahreskarten verkauft. Sechs Jahre und fünf Meistertitel später sind es praktisch doppelt so viele. In der laufenden Saison verkaufte YB 20’340 Saisonkarten. Es ist ein weiterer Vereinsrekord.
Woher kommen all die Anhängerinnen und Anhänger, die Wochenende für Wochenende ins Wankdorf pilgern? Der BSC Young Boys hat dieser Zeitung die Liste mit allen Postleitzahlen zur Verfügung gestellt, an welche der Club seine Saisonabos verschickt hat. Die Auswertung hat einige interessante Fakten rund um die Wohnorte der YB-Fans zutage gebracht.
Ein Dorf sieht gelb-schwarz
Auch wenn sich die YB-Fans über das ganze Land verteilen: Im Kanton Bern ist die Konzentration logischerweise am höchsten. Mehrere Gemeinden stechen dabei heraus, so etwa die Agglogemeinde Münchenbuchsee. Sie beheimatet 364 Abobesitzerinnen und Abobesitzer, was bei 10’241 Einwohnenden eine respektable Saisonkartenquote von 3,5 Prozent bedeutet. Hoch ist die Abodichte auch in der Stadt Bern. Fast 6000 Einwohnerinnen und Einwohner sind Stammgast im Wankdorf.
Zur YB-Hochburg mausert sich aber Frauenkappelen. In der Kleingemeinde leben gerade einmal 1366 Einwohnerinnen und Einwohner. 65 von ihnen und somit 4,7 Prozent sind YB-Kartenbesitzer. Interessant: Bereits 2018 stand Frauenkappelen bei der damaligen Auswertung an der Spitze, seinerzeit allerdings hatten erst 37 Personen ein Abi. Das YB-Dorf ist also nochmals etwas gelb-schwarzer geworden.
Das Stadion-Quartier hängt alle ab
3014 lautet die Postleitzahl des Berner Nordquartiers, wo sich das Wankdorfstadion befindet. 13’860 Menschen leben gemäss dem Bundesamt für Statistik in diesem Gebiet. 1524 von ihnen besitzen eine YB-Saisonkarte. Auf die Postleitzahl entfallen über 7 Prozent aller Saisonkarten. 3014 hängt damit alle anderen Postleitzahlen um Längen ab, wenn es um die nackten Abozahlen geht.
Die Postleitzahl mit der zweithöchsten Zahl an verkauften Saisonabos ist 3006. Das Gebiet im Stadtberner Quartier Kirchenfeld-Schosshalde kommt auf 744 Abobesitzende. Bronze geht an das Lorraine-Quartier (Postleitzahl 3013) mit 639 Personen mit einem YB-Abo.
Ein Kanton tanzt aus der Reihe
Im Glarner Kantonswappen hält der schwarz gekleidete heilige Fridolin einen gelben Wanderstab und eine gelbe Bibel in den Händen. Diese Farbnuancen sind dann aber auch schon alle Gemeinsamkeiten, die sich zwischen YB und Glarus feststellen lassen.
Denn sonst, so scheint es, haben die Glarnerinnen und Glarner nichts mit dem Berner Sportclub am Hut. Gemäss der Auswertung der Postleitzahlen sind in sämtlichen Schweizer Kantonen YB-Abobesitzer zu Hause – ausser im Kanton Glarus.
Weisse Flecken im gelb-schwarzen Stammgebiet
Der Kanton Bern, ein vereintes Volk aus YB-Fans? Das stimmt nicht ganz. Zwar verteilen sich die Besitzerinnen und Besitzer von Saisonabos tatsächlich praktisch aufs gesamte Kantonsgebiet. Es gibt aber dennoch einige wenige weisse Flecken, und dies in fast allen Teilen des Bernbiets.
Beispiele sind etwa Landiswil im Berner Mittelland, Reconvilier im Berner Jura, Eggiwil im Emmental oder Inkwil im Oberaargau. In diesen Gemeinden besitzt offenbar niemand ein YB-Abo.
Treue Fanbasis im Freiburgischen
Im Eishockey ist die Rivalität zwischen Bern und Freiburg gross. Im Fussball scheint das Gegenteil der Fall zu sein – wohl auch, weil Berns westlicher Nachbarkanton in der Sportart schlicht keine Spitzenmannschaft stellt.
Tatsache ist: Auffallend viele YB-Saisonkartenbesitzer sind im Freiburgischen wohnhaft. Ins Auge sticht dabei Kerzers. In der 5000-Einwohner-Gemeinde besitzen immerhin 100 Personen eine Saisonkarte und somit jeder 50. Bewohner – für einen Ort ausserhalb des YB-Stammgebiets ein beachtlicher Wert. Auch Murten hat eine respektable Fanbasis mit über 80 Kartenbesitzern.
Noch apropos Rivalen: Aus der Perspektive der Berner sind das im Fussball unter anderem Basel, Zürich oder St. Gallen. Selbst dort sind allerdings vereinzelte YB-Fans auszumachen.
7 Stunden Fahrt für ein Heimspiel
Genf, Schaffhausen, Lugano: Hartgesottene YB-Fans lassen sich selbst in entfernten Grenzregionen der Schweiz finden. Den Rekord punkto Entfernung hält aber eine Abobesitzerin oder ein Abobesitzer aus Davos. Von der Bündner Gemeinde bis zum Wankdorf beträgt die Luftlinie 180 Kilometer.
Für ihn oder sie bedeutet ein Heimspiel in Bern somit eine Tagesreise. Mit dem Auto nimmt die Strecke hin und zurück insgesamt sieben Stunden in Anspruch. Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln kommt nochmals eine gute halbe Stunde obendrauf. https://www.bernerzeitung.ch/wo-die-fan ... 7597756016
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shalako
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Verfasst: Montag 1. Mai 2023, 18:32 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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01.05.2023  Zitat: Wie ein YB-Fan im Ausland mitfiebert
Er schliesst sich im Büro ein – und verflucht die Internetverbindung
Daniel Leibundgut lebt in Mexiko seine Fanliebe für YB trotz der Distanz voll aus. Für wichtige Spiele nimmt er auch mal eine 30-Stunden-Reise auf sich.
Es kommt vor, dass Daniel Leibundgut wegen der Young Boys ins Grübeln gerät. Da erlebt er als YB-Fan der ersten Stunde jahrzehntelang Durststrecken, Abstiege und Beinahe-Konkurse. Und kaum wandert der Berner ins Ausland aus, wandelt sich sein Lieblingsverein vom ewigen Verlierer zum Liga-Dominator. Die fünf Meistertitel in den vergangenen sechs Jahren hat er allesamt nur aus der Ferne mitbekommen. «Das ist manchmal schon hart», sagt der 44-Jährige am Telefon.
Seit neun Jahren lebt Leibundgut in Mexiko, dem Heimatland seiner Ehefrau. Die örtliche Distanz hindert ihn jedoch nicht, praktisch bei jedem Spiel von YB aus der Ferne mitzufiebern – neun Stunden Zeitverschiebung hin oder her. «Am gäbigsten sind die Abendspiele», erzählt Leibundgut. Dann ist an seinem Wohnort Mexicali ganz im Norden des Landes Mittagszeit, und die Spiele lassen sich relativ einfach mitverfolgen.
Mitten in der Wüste hört er YB-Fanradio
Komplizierter wird es, wenn in der Schweiz am frühen Sonntagnachmittag angepfiffen wird und es bei ihm noch Nacht ist. Auch dann sitzt er jedoch meist vor dem Fernseher oder Computer und schaltet sich via Live-Stream dazu. «Für YB habe ich schon unzählige Nächte durchgemacht.»
Leibundgut arbeitet im Viehhandel. Beim Familienunternehmen seiner Frau, einem mexikanischen Fleischproduzenten, hat er eine Führungsposition. Das erlaube ihm, seine Agenda manchmal etwas dem YB-Spielplan anzupassen. Nicht immer sei dies allerdings möglich – beispielsweise, wenn er gerade unterwegs zu den Rinderfarmen im Umland sei. «Dann höre ich mir die Spiele im Auto bei Radio Gelb-Schwarz an.»
In der kriminellsten Region Mexikos
Durch die mexikanische Wüste zu fahren und gleichzeitig den YB-Kommentatoren in ihrem breiten Berndeutsch zu lauschen – das sei zuweilen eine surreale Angelegenheit, sagt Leibundgut. «Aber es ist eben auch immer ein bisschen Heimat.»
Spätestens bei YB-Toren, die das Fanradio von der Lautstärke her nach südamerikanischer Manier zu bejubeln pflegt, kehrt der Berner Auswanderer dann jeweils wieder aus der Nostalgie in die Realität zurück. Oder aber, wenn die Internetverbindung zu seinem Ärger mal wieder streikt. «Die ist hier leider alles andere als top.»
«Meine Söhne laufen hier im YB-Leibchen herum, als wäre der BSC ein Weltverein.» Daniel Leibundgut, Berner Auswanderer in Mexiko
Daniel Leibundgut ist in Kiesen aufgewachsen. Seine mexikanische Frau Pamela lernte er einst in einem Auslandsjahr in Italien kennen. Später lebte das Paar einige Jahre in der Schweiz. Unter anderem wegen des Familienbetriebs der Frau entschlossen sich die beiden 2014 aber, nach Mexiko auszuwandern.
Das Leben in Mexicali, es sei nicht vergleichbar mit jenem, das er einst im beschaulichen Aaretal führte, sagt Leibundgut. Die Stadt direkt an der Grenze zu den USA sei geprägt von Armut, Kriminalität und Flüchtlingselend.
Die Situation sei zwar noch nicht so schlimm wie im nahegelegenen Tijuana, das weltweit eine der höchsten Mordraten aufweist. Die Bandenkriege unter den verfeindeten Drogenkartellen würden aber vermehrt auch in seiner Stadt ausgetragen. «Seit zwei Jahren bin ich hier nicht mehr allein unterwegs», sagt Leibundgut. Weil er als wohlhabender Europäer auffalle, lasse er sich bei Fahrten ins Umland stets von einem Ortsansässigen begleiten.
Kicken bei 50 Grad
Trotz gewisser Risiken im Alltag stehen er und seine Familie «auf der Sonnenseite», wie der Berner sagt. Die soziale Ungerechtigkeit, die in Mexiko herrscht, habe von Beginn weg auch das Leben seiner beiden Söhne Diego (8) und Santiago (5) geprägt. Abgeschottetes Wohnviertel, private Schule: «Hier wird man in die Zweiklassengesellschaft hineingeboren.»
Eines der wenigen Dinge, bei denen die soziale Herkunft keine Rolle spiele, sei der Fussball. Und dieser habe in Mexiko einen hohen Stellenwert. Im Bundesstaat Baja California, wo die Leibundguts zu Hause sind, sei es angesichts der oftmals 50 Grad Celsius im Sommer zwar «klimatisch kompliziert», den Sport auszuüben. Dennoch gebe es allein in ihrer Stadt über 500 Vereine.
Im Kinderzimmer hängt Wölfli
Auch Leibundguts Jungs sind fussballbegeistert. Dabei haben es ihnen natürlich die Young Boys angetan. Ihr Kinderzimmer schmückt unter anderem ein Wölfli-Trikot. Über dem Bett thront ein eingerahmtes Foto zusammen mit zwei YB-Helden, geschossen während der Ferien in Bern. Vor Spielen ist es ein Ritual, dass die Brüder die Stube gelb-schwarz dekorieren – und einen YB-Match so zum familieninternen Happening machen.
«Für 90 Minuten nahm ich 30 Stunden Flugreise auf mich.» Daniel Leibundgut, Berner Auswanderer in Mexiko
Ihre Leidenschaft macht aber nicht vor der Haustür Halt. «In der Stadt laufen sie mit einer Selbstverständlichkeit im YB-Leibchen herum, als wäre der BSC ein Weltverein», erzählt Leibundgut mit einem Schmunzeln. Immer wieder komme man deswegen mit den fussballverrückten Mexikanern ins Gespräch, die wissen wollten, um welchen exotischen Club es sich handle.
So stolz die beiden Buben Gelb-Schwarz tragen, so selbstverständlich ist es für sie, dass ihre Farben gewinnen. Kein Wunder: Seit sie sich für Fussball interessieren, ist YB erfolgreich. «Sie haben keine Ahnung, welch goldene Zeiten sie gerade erleben», sagt Vater Leibundgut mit Blick auf die Tiefpunkte, die er noch durchgemacht hatte.
Der teure Kurztrip ins Wankdorf
Dennoch erinnert auch er sich lieber an die schönen Momente – zum Beispiel an den 28. April 2018, als YB nach über 30 Jahren erstmals wieder den Schweizer-Meister-Titel feiern durfte. Trotz den fast 10’000 Kilometern Entfernung fieberte Leibundgut damals von seinem mexikanischen Büro aus mit, als wäre er mitten im Hexenkessel von Bern. «Ich hielt es fast nicht mehr aus und schloss mich in ein Sitzungszimmer ein.» An den Rand der Verzweiflung brachte ihn einmal mehr die Internetverbindung: Sie brach ausgerechnet vor Wölflis mirakulöser Penalty-Parade ab. Sein Bruder, der damals im Wankdorf-Stadion war, liess ihn per Telefon dann live an der elektrisierenden Ambiance teilhaben.
«Meine Mitarbeitenden machten sich Sorgen um mich.» Daniel Leibundgut, Berner Auswanderer in Mexiko
Als in Bern dann alle Dämme brachen, Tausende Fans den Kunstrasen stürmten, liess auch Daniel Leibundgut am obersten Zipfel von Baja California seinen Gefühlen freien Lauf. «Ich war so aufgewühlt, dass sich meine Mitarbeitenden Sorgen um mich machten.» Obwohl er sich bloss aus der Distanz mitfreuen konnte, bleibt für ihn jener denkwürdige Sieg gegen Luzern eines seiner schönsten YB-Erlebnisse.
Manchmal jedoch, da vermag selbst der emotionalste Match via Stream das echte Stadionerlebnis nicht zu ersetzen – und dann zieht es Daniel Leibundgut ins Wankdorf. Als YB in der Champions League Juventus Turin zugelost bekam, war für den langjährigen Juve-Fan klar, dass er sich das Duell seiner beiden Lieblingsvereine nicht entgehen lassen kann. «Für diese 90 Minuten nahm ich über 30 Stunden Flugreise auf mich.» Wegen Verspätungen bescherte der Kurztrip Leibundgut am Ende 7000 Franken Kosten – und einen heftigen Jetlag. «Ob ich das heute nochmals machen würde, weiss ich nicht.»
YB-Ferien in Bern
Klar ist hingegen: Einmal pro Jahr verbringen die Leibundguts mehrere Wochen Ferien in Bern – mit YB als Fixpunkt im Programm. Nebst den obligaten Spielen im Stadion besucht die Familie dann sogar Trainings. Seine Frau habe sich daran gewöhnt, dass der Club bei ihm einen hohen Stellenwert einnehme und zuweilen gar seine Launen bestimme, sagt Leibundgut. «Darum drückt auch sie YB längst die Daumen.» https://www.bernerzeitung.ch/er-schlies ... 6417146696
_________________ For Ever
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shalako
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Verfasst: Montag 1. Mai 2023, 18:34 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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01.05.2023  Zitat: YBs treuester Mitarbeiter
Er hat alles miterlebt – sogar ein ausgehobenes Grab für YB-Spieler
Seit über 22 Jahren ist Stefan Stauffiger für YB tätig. Wie stark sich der Club in dieser Zeit gewandelt hat, zeigen die eindrücklichen Anekdoten des Berners.
Die Frage hat Stefan Stauffiger schon oft gehört: «Arbeitest du immer noch bei YB?» Mit Betonung auf «immer noch». Keiner ist länger für die Young Boys tätig als er, seit dem 8. Januar 2001 ist der 46-Jährige bei ihnen angestellt.
«Vieles in meinem Leben verläuft kontinuierlich», sagt Stauffiger. Er mache seit 30 Jahren mit den gleichen Leuten Musik, spiele seit 25 Jahren mit den gleichen Jungs Fussball. Er sei seit fast 22 Jahren mit seiner Frau zusammen. Diese lernte er im Umfeld von YB-Partien kennen. Als hätten die Young Boys sein Leben nicht schon genug geprägt.
«Immer noch» bedeutet für ihn nicht, stehen geblieben zu sein. Schon gar nicht, weil sich sein Arbeitgeber und damit auch sein Job in der Kommunikationsabteilung in dieser Zeit enorm verändert haben. Das Gespräch mit ihm im Stadionrestaurant Eleven ist eine Zeitreise, wobei man zuweilen glaubt, in einer anderen Epoche gelandet zu sein.
Vom Mechaniker zum Medienchef
Damals im alten Wankdorf steht anstelle des Eleven noch die Stadionbeiz, nach Partien ein beliebter Treffpunkt bei Stauffiger und seinen Freunden. Es sind die düsteren Zeiten um die Jahrtausendwende, als YB zuweilen vor knapp zweitausend Zuschauern antritt, in die Abstiegsrunde der Nationalliga B rutscht und dazu gegen den finanziellen Ruin kämpft. YB ist ein anderer Club: angestaubter, ärmer, aber auch nahbarer. Sportchef Fredy Bickel schaut manchmal in der Beiz vorbei. So kommt Stauffiger zu seinem Job.
Den Mittzwanziger stört es, dass YB keine eigene Website betreibt. Das teilt er Bickel bei einem Bier mit. Er findet tatsächlich Gehör beim Sportchef, jedoch nicht so, wie er sich das je ausgemalt hätte.
Nachdem Stauffiger Bickel bei einem ersten Termin zur Lancierung einer Website beratend zur Seite gestanden ist, bekommt er von diesem noch auf der Rückfahrt einen Job bei YB angeboten. Dass Stauffiger als gelernter Mechaniker und Absolvent einer technischen Hochschule nicht vom Fach ist, spielt keine Rolle. YB wolle vorwärtsmachen, aufsteigen, es gelte, die Medienarbeit zu professionalisieren, eine Website aufzubauen, sagt Bickel zu Stauffiger. Ob er Lust habe, dabei zu sein.
Der schlechte Ruf von YB
Nun muss man wissen, dass Stauffiger schon von klein auf YB-Partien besuchte. Mit seinem Vater, der als Schriftsetzer beim «Bund» arbeitete, lief er vom Wohnort Ittigen aus durch den Schermenwald zum Wankdorf hoch, dann standen Vater und Sohn bei Wind und Wetter auf der Gegengeraden. Später reiste Stauffiger mit Freunden oft auch zu Auswärtsspielen.
Eine Anstellung beim Lieblingsclub, da gibt es nicht viel zu überlegen, könnte man meinen. Weit gefehlt: «Heute geht gerne vergessen, wie schlecht der Ruf von YB war», sagt Stauffiger. Nachdem er seine Gedanken sortiert hat, sagt er sich, wenn es schiefgehe, dann finde er sicher rasch wieder einen Job. Über zwei Jahrzehnte später bemerkt er trocken: «Iz hets ömu es paar Jahr gha.»
Stauffiger hat den Umzug ins Wankdorf, Umzüge nach Meisterschaften und Umstürze im Club, einen Cupsieg und schmerzhafte Niederlagen in Cupfinals und Finalissimas erlebt. Als sein Förderer Bickel Ende 2002 zurücktreten muss, stellt das für ihn einen ersten schwierigen Moment dar. Später beschäftigt ihn die Entmachtung des YB-CEO Stefan Niedermaier im August 2010. «Wir waren ja auf einem guten Weg», sagt Stauffiger. Er fragt sich da oft: «Muss ich etwas ändern, oder warte ich auf bessere Zeiten?»
Er wartet. Die späteren Erfolge erachtet er auch ein klein wenig als Belohnung, ausgeharrt zu haben. Ist er nach all den Jahren eigentlich noch YB-Fan? Stauffiger überlegt lange, findet, das sei schwierig zu beantworten. «Äuä scho», sagt er. Aber das Verhältnis hat sich gewandelt, Resultate haben Einfluss auf seinen Job, wenn andere jubeln, muss er arbeiten. Er bereut ein wenig, gab er sich am 28. April 2018 nicht dem Moment hin, sondern produzierte Inhalte, die im Zuge der Ekstase und Exzesse sowieso nicht viele zur Kenntnis nahmen. Seinen Gefühlen freien Lauf lässt er bei Spielen der SCL Tigers, die er ebenfalls seit seiner Kindheit eng verfolgt. «Dort kann ich Fan sein, ein Bier trinken, dazu dumm schnurre.»
Die Geschäftsstelle in einer 4,5-Zimmer-Wohnung
Nachdem Stauffiger Anfang 2001 seine Stelle angetreten hat, ziehen die Young Boys bald aus dem Wankdorf aus. Das Denkmal wird im Sommer in die Luft gesprengt, gespielt wird nun im Neufeld, trainiert auf dem Sportplatz Sand in Schönbühl. Container dienen als Garderobe. «Wir haben nur fünf Duschen», sagt Trainer Marco Schällibaum dazu, «aber das ist kein Problem, im Wankdorf haben wir auch bloss sechs gehabt.» Konditionstrainer Daniel Pulver sieht ebenfalls positive Aspekte: «Der Wald ist für Läufe sehr nah». Und fügt schmunzelnd an: «Falls die Spieler nicht gehorchen, kann ich sie immer noch auf die Kampfbahn der militärischen Anlage schicken.»
Die Geschäftsstelle ist in einer 4,5-Zimmer-Wohnung nahe des Trainingsplatzes an der Moosstrasse 11 untergebracht – Mietzins 800 Franken im Monat. Im Wohnzimmer haben Stauffiger und Sekretärin Murielle Mérinat ihre Büros, während in den Kinderzimmern Nachwuchschef Herbert Koitzsch und das für die Finanzen zuständige Duo Anja Straubhaar/Peter Mast arbeiten. Das Schlafzimmer ist das Reich von Sportchef Bickel. Die Autobahn befindet sich gleich nebenan. Die YB-Mitarbeiter merken rasch: Die Fenster öffnen ist keine gute Idee. Sie müssen damit leben, dass es im Sommer manchmal furchtbar heiss wird.
Die ganze Unternehmung hat den Groove eines Start-ups. Geplant wird nicht auf lange Sicht, es zählt einzig, vorwärtszukommen. Stauffiger weiss, sollte der Aufstieg in die NLA verpasst werden, könnte er seinen Job wieder los sein, weil es dann am nötigen Geld fehlen würde.
Aber YB steigt auf. Für Stauffiger ist das neben dem 28. April, dem Meisterumzug 2019, als er nach einer rekordträchtigen Saison auf einem Bus mit Trainer Gerardo Seoane und Co. durch die von Menschen gesäumte, gelb-schwarze Stadt fährt, und dem Double 2020 einer der Höhepunkte in seiner langen Tätigkeit für YB.
Stauffiger erachtet den Aufstieg 2001 als einen der entscheidenden Momente der neueren YB-Geschichte. Er glaubt, wäre den Young Boys die Promotion nicht gelungen, hätten sie im Neufeld vielleicht vor 1500, 2000 Zuschauern spielen müssen. Die Leichtathletikbahn hätte alle gestört, das Chalet sowieso – und über die weiten Wege zum Catering wäre nicht grosszügig hinweggesehen worden. «Alles, was dann zum Kult wurde, hätte uns wohl negativ ausgelegt werden können», sagt er.
Nach jedem Tor verschickt YB eine SMS
So aber wird das Neufeld zur Erfolgsgeschichte. YB begeistert wieder, zieht im Schnitt fast zehntausend Zuschauer an, etabliert sich in der höchsten Liga. Schlechter als auf Rang 7 schliessen die Berner fortan keine Saison mehr ab. Auch wenn längst nicht alles rosig ist: Die Blamage gegen MyPa und die folgende Niederlage in Genf etwa hinterlassen Spuren, ein paar Idioten heben darauf beim Trainingsfeld in Schönbühl ein Grab aus. Sie schreiben sämtliche Namen der YB-Spieler auf weisse Zettel und werfen diese hinein, nur einer wird nicht erwähnt: Gürkan Sermeter, der sich mit seinen Toren gegen das Aus stemmte. Stauffiger sagt dem «Blick», man habe die Polizei eingeschaltet: «Wir nehmen den Vorfall ernst, wollen ihn aber nicht dramatisieren.»
Stauffiger ist damals nicht nur für die Medienarbeit zuständig, er ist auch Fanbeauftragter, betreut die Website, sucht Plätze für die Juniorenteams, bedient auf der Geschäftsstelle das Telefon, verkauft Billette. Auf die Saison 02/03 hin wird ein SMS-Service eingerichtet, wer möchte, erhält bei einem Tor eine Nachricht. Es ist die erste Form von Liveberichterstattung. «Heute eigentlich unvorstellbar», sagt Stauffiger.
Damals gibt es kein Youtube, kein Facebook, schon gar kein Tiktok, alles Kanäle, die ihn heute stark beschäftigen. Nach wie vor ist er interner Ansprechpartner für Fragen um bscyb.ch, aber längst ist die Website viel zu umfassend, als dass Stauffiger selbst jeden Inhalt publizieren könnte. Einzig die Berichterstattung rund um die erste Mannschaft ist als Tätigkeit erster Stunde geblieben. Wobei sich auch diese verändert hat.
Heute umfasst das von Albert Staudenmann geführte Kommunikationsteam 350 Stellenprozente, auf der Geschäftsstelle arbeiten mittlerweile rund 75 Personen, also etwa 15-mal so viele wie 2001. «Es ist krass, wie wir gewachsen sind», sagt Stefan Stauffiger.
22 Jahre später ist er immer noch bei YB. Und doch ist er für einen ganz anderen Club tätig. https://www.bernerzeitung.ch/er-hat-all ... 5951731165
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