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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2009/2010
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 5. Mai 2010, 08:20 
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Berner Zeitung, 05.05.2010

Die wertvollen Helfer im YB-Trainerstab

Den grössten Teil ihrer Arbeit erledigen sie zwischen den Partien: Goalietrainer Peter Kobel, Assistenztrainer Erminio Piserchia und Konditionstrainer Martin Fryand sind die drei wichtigsten Mitarbeiter von YB-Coach Vladimir Petkovic.

Beim Fototermin auf dem Kunstrasen im Stade de Suisse sind die drei Darsteller dieser Geschichte bestens gelaunt, und auch später, beim Gespräch im Trainerbüro, spürt man das Verständnis und die gute Stimmung. «Wir sitzen so viele Stunden hier zusammen», sagt Peter Kobel, «da wäre es fatal, wenn wir untereinander Probleme hätten.» Und Erminio Piserchia meint: «Wir besprechen viele Dinge, es ist ja gerade in diesen Tagen wichtig, dass wir dem Team Ruhe und Seriosität vorleben.» Martin Fryand ergänzt: «Das fällt uns nicht schwer, weil die Spieler gut mitziehen.»

Kobels grosser Anteil

Sie sind die Chefhelfer von YB-Trainer Vladimir Petkovic, leisten wertvolle Arbeit, stehen aber eher selten im medialen Fokus: Peter Kobel, 41 Jahre alt und seit Sommer 2004 Goalietrainer bei den Young Boys; Erminio Piserchia, 46 Jahre alt und seit Oktober 2003 YB-Assistenztrainer; und Martin Fryand, 38 Jahre alt und seit Januar 2009 Konditionstrainer der Berner. Der frühere Torhüter Kobel sowie Fryand besitzen eine Vergangenheit als Fussballer bei YB, Piserchia dagegen spielte früher für Lugano, Basel, St.Gallen und Laufen. «Aber ich bin jetzt schon bald sieben Jahren hier», sagt Piserchia. «Ich fühle mich längst als Berner.» Als wichtigste Mitarbeiter von Petkovic erleben die drei Trainer die Arbeit ihres Chefs hautnah mit. «Er ist sehr zielstrebig und verlangt viel», sagt Kobel, «aber er ist auch immer bereit, mit uns zu diskutieren.» Es sei keine One-Man-Show, betont Piserchia, und Fryand erklärt: «Petkovic lässt uns Freiheiten, möchte aber natürlich immer informiert sein.»

Der Berner Kobel, der Basler Piserchia und der Walliser Fryand spüren die Euphorie rund um die Young Boys ebenfalls. «Ich war gerade an der BEA, und auch da war YB überall ein Thema, die Leute fiebern mit», sagt Kobel. Er trägt grossen Anteil an der fantastischen Entwicklung des Torhüters Marco Wölfli, einst Kobels Konkurrent beim FC Thun. «Wölfli ist ein Leader und enorm wichtig fürs Team», lobt Kobel. Wie Fitmacher Fryand arbeitet er spezifischer als Piserchia, der als Assistent Petkovics am stärksten in die tägliche Trainingsarbeit und das Coaching eingebunden ist.

TV-Analytiker Piserchia

Auch Martin Fryand lobt den «Charakter im Team». Selbstverständlich seien nicht alle Spieler gleich fleissig, einige Akteure seinen halt ein bisschen verspielter, sagt der frühere Fanliebling – und dürfte an die afrikanische Fraktion im Team denken. Aber: «Alle arbeiten konzentriert mit.» Am Spieltag nehme er vor allem die Rolle des Beobachters ein, sagt Fryand, der Petkovic und Piserchia unterstütze und berate. «Vor dem letzten Spiel in Zürich hat uns Fryand darauf aufmerksam gemacht, dass wir zuletzt zwei Tore auf ähnliche Art und Weise erhalten hatten», sagt Piserchia. «Das war eine wichtige Erkenntnis, die wir den Spielern in der Besprechung mitteilten.»

Erminio Piserchia ist der Analytiker im Betreuerteam, er stellt aus den TV-Bildern die Nachbetrachtungen für die Spieler zusammen – und wird ihnen auch heute, wie vor jeder Partie, am Mittag den Gegner vorstellen. «Solche Filme über Stärken und Schwächen der Teams dürfen nicht länger als 10, 15 Minuten dauern», sagt Piserchia. Manchmal untermalt er die Beiträge mit Musik, wobei Remixe von DJ Christopher S, einem grossen YB-Anhänger, hoch im Kurs stehen.

Vladimir Petkovics Lob

Kobel und Piserchia haben bei YB bereits unter Hans-Peter Zaugg, Gernot Rohr und Martin Andermatt gearbeitet, und das sei wichtig, sagt Torhüter Marco Wölfli. «Sie kennen wie Fryand, der ja lange bei YB spielte, den Verein gut.» Alberto Regazzoni schätzt die professionelle Arbeit des bei den Akteuren sehr geschätzten Trainerstabs ebenfalls: «Ich bin zwar kein Freund von Fitnesstrainern», sagt der Stürmer schmunzelnd: «Aber Fryand macht das gut und abwechslungsreich.» Und auch der Chef ist zufrieden. «Es ist schön, darf ich auch mal etwas zu den anderen Trainern sagen», meint Petkovic. «Sie sind wichtig für uns, unterstützen mich ausgezeichnet und sind flexibel.»

Das Wetter korrespondiert zwar gerade nicht mit der ausgezeichneten Stimmungslage bei YB, und auch den Trainern ist bewusst, dass der virtuelle Sonnenschein über dem Stade de Suisse nur bei einem erfolgreichen Saisonende anhält. «Die Zeit ist reif für einen YB-Titel», sagt Peter Kobel.

http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussball/Die-wertvollen-Helfer-im-YBTrainerstab-/story/31871284

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2009/2010
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 5. Mai 2010, 08:23 
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Berner Zeitung, 05.05.2010

YB-Materialwart wünscht sich den Titel zum Abschied

Heinz «Hene» Minder wurde zur YB-Legende, ohne einmal im Wankdorf aufzulaufen. 25 Jahre kümmerte sich der Materialwart um seine Young Boys – als Abschied wünscht er der Mannschaft und sich den Meistertitel.

Wie ein Vater mit seinen Kindern trotten die drei im Nieselregen über das Messegelände der BEA: vorneweg Heinz Minder, im Schlepptau die beiden ehemaligen YB-Akteure Thomas Häberli und Peter Kobel. Ihr Ziel ist der YB-Stand in Halle 682, hier sollen Minders Schützlinge den Fans für Autogramme und Bilder zur Verfügung stehen. Während sich um die beiden schnell eine Menschentraube bildet, zieht sich Minder etwas zurück und beobachtet die Szenerie. Keine halbe Minute vergeht, da wird er von einem älteren Herrn angesprochen. «Hene», wie er von allen genannt wird, ist eine YB-Legende. Nicht Tore oder Paraden haben ihn dazu gemacht, sondern die Treue zum Klub und seine freundliche Art.

Start als WM-Balljunge

Als Heinz Minder im Wyler aufwächst, gibt es rund um das Wankdorf-Stadion weniger Häuser als Holzsplitter in den Hintern der YB-Fans. «Wir hatten nicht viel anderes als das Fussballspielen. Wenn die Arbeit zu Ende war, ging es los», beschreibt er seine damalige Freizeit. 1954 dann die WM in der Schweiz. Als Balljunge erlebt der junge Minder die Faszination des Turniers hautnah mit und kommt ein erstes Mal mit seinem späteren Klub in Berührung. Er tritt dem Verein als Junior bei, spielt bald einmal in der Reservemannschaft und muss dann feststellen, dass es nicht ganz nach vorne reicht. «Am Fussballerischen hat es nicht gefehlt, ich war einfach viel zu faul.» Fast 50 Jahre später sitzt Hene Minder an einem Tisch im Bauch des neuen Wankdorf-Stadions und lacht über seine Erkenntnis. Genauso wie die Holzsplitter sind die meisten seiner damaligen Mitspieler längst in Vergessenheit geraten – Hene Minder aber ist immer noch da.

Spieler ans Herz gewachsen

Gleichzeitig zu seiner hundertprozentigen Anstellung beim Amt für Jugend und Sport versucht Minder nach seiner Aktivkarriere als Physiotherapeut bei YB Fuss zu fassen. Er erhält die Erlaubnis, dem damaligen Betreuer des Teams auf die Finger zu schauen, und lernt schnell: «Ich habe den Boden gewischt, das Lavabo geputzt und dabei zum Profi rübergeschielt.» Bald einmal ist er mit der 1.Mannschaft unterwegs, wird später Teambetreuer und Materialwart. In 25 Saisons mausert er sich vom Bodenwischer zum Urgestein des Vereins, zur Vaterfigur der Spieler und zum Liebling der Fans. Neben der Treue zum Klub spielte dabei auch seine umgängliche Art eine Rolle: In all den Jahren ist er mit jedem der Spieler und Funktionäre ausgekommen: «Die meisten der Spieler habe ich in mein Herz geschlossen.»

Feiern mit Mini Jakobsen

Er feierte mit Mini Jakobsen in dessen Disco in Trondheim, findet den Chinese Shi Jun einen «lustigen Kerl» und Hakan Yakin einen «sehr aufmerksamen Menschen» – Hene Minder kennt die anderen Seiten der Fussballstars. Wenn er über seine Schützlinge spricht, dann leuchten seine Augen. «Über ein Aufgebot für die Nationalmannschaft freue ich mich beinahe mehr als die Spieler selbst», sagt er und zeigt auf einen der Spinde in der Garderobe der Young Boys: «Alberto Regazzoni hat Geburtstag. Ich habe ihm eine Glückwunschkarte hingelegt.» Regazzoni ist nicht etwa sein Lieblingsspieler – Hene Minder gratuliert jedem persönlich. Ob er sich auf das Saisonende freuen soll, das weiss er noch nicht so recht. Ab dann nämlich wird er nur noch zwei Tage in der Woche für YB unterwegs sein: «Als technischer Koordinator habe ich mehr Zeit für die Familie, aber auch weniger Kontakt zu den Spielern.» Bevor es an die Planung der Zukunft geht, erhofft sich Hene Minder aber noch ein ganz besonderes Geschenk von der Mannschaft: «Diese Saison klappt es mit dem Meistertitel», ist er sich sicher. Sollte es tatsächlich so weit kommen, Hene Minder würde sich wahnsinnig freuen. Zuerst für die Spieler, dann für die Fans, die Stadt – und ganz zuletzt noch ein bisschen für sich.

http://www.bernerzeitung.ch/region/bern/YBMaterialwart-wuenscht-sich-den-Titel-zum-Abschied/story/26071521?dossier_id=449

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2009/2010
 Beitrag Verfasst: Freitag 7. Mai 2010, 09:20 
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Der Bund, 07.05.2010

Bern atmet Fussball

Die Hoffnung auf den ersten Meistertitel für die Young Boys seit 24 Jahren macht Kräfte und Energien frei, die im beschaulichen Bern sonst selten spürbar sind.

Im Stade de Suisse Wankdorf sind im letzten halben Jahr einige Fussballspiele über die Bühne gegangen, die in Bern nicht so schnell in Vergessenheit geraten dürften. Den Reigen eröffnete der Match YB - Basel Ende November 2009, der von einer Intensität und Dynamik war, wie es in der Schweiz selten der Fall ist. Beispiel zwei war die Begegnung YB - FC Zürich Ende Februar. Den Bernern gelang es an jenem Samstagabend, in Unterzahl ein Spiel in extremis zu drehen, welches lange Zeit nicht für sie gelaufen war.

Der Held damals: Henri Bienvenu, dem in der Nachspielzeit das 2:1 gelang. Der gleiche Bienvenu stand auch vorgestern Abend wieder im Mittelpunkt, als der vorerst letzte Fussball-Krimi auf der Plastikunterlage des Wankdorfs stattfand. Sein Ausrutschertor in der 93. Minute erlöste die allermeisten Matchbesucher, die mit ihrer Mannschaft mitgegangen, gelitten und gezittert hatten wie selten in dieser Saison. Nicht nur die Mannschaft stand unter Strom, sondern auch der Anhang. Die Energie, die auf den Rasen herunterschwappte, blieb auch den Spielern nicht verborgen. Das Publikum habe sie immer wieder nach vorne getragen, sagt der mittlerweile fünffache Torschütze Bienvenu. Mario Raimondi ist die «sehr positive Stimmung» aufgefallen, «die Fans unterstützen uns, auch wenn es mal nicht so gut läuft.» David Degen liebt es, wenn das Stadion vibriert wie gegen St. Gallen. «Wenn du hörst, wie die Leute auf den Tribünen lärmen, machst du auch noch nach 85 Minuten einen Spurt, obwohl du kaum mehr rennen magst.»

Fünf Minuten Doumbia und Co.

Bern atmet in diesen Tagen Fussball wie vielleicht nie mehr seit den späten 1950er-Jahren, als YB viermal in Folge Schweizer Meister wurde (1957 bis 1960) und im Europacup bis in den Halbfinal vordrang (1959). Kaum ein Berner, der nicht weiss, ob die Gelbschwarzen den letzten Match gewonnen oder verloren haben. Kaum eine gesellige Runde, in der nicht zumindest fünf Minuten über Doumbia, Wölfli, Hochstrasser und Konsorten diskutiert wird. Kaum ein Hobbyfussballer, der nicht zu wissen glaubt, wie der FC Basel zu packen ist. Das Debattieren, Abwägen und Spekulieren wird in den nächsten Tagen noch zunehmen, denn unterdessen dürften selbst die meisten Sportbanausen mitbekommen haben, dass YB so nahe am Ziel Meistertitel ist wie schon lange nicht mehr.

Viele Szenarien bleiben

So gut die Ausgangslage derzeit auch sein mag: Noch haben die Berner nichts gewonnen. Das Duell um den Meisterpokal ist zwei Runden vor Schluss unverändert packend: YB hat 77 Punkte, der FC Basel deren 74. Da die beiden Mannschaften noch gegeneinander antreten im letzten Umgang, sind noch fast unendlich viele Szenarien möglich.

1. YB ist Meister, wenn es aus den zwei ausstehenden Begegnungen vier Punkte holt.

2. YB ist Meister, wenn es noch mindestens drei Punkte holt und die bessere Tordifferenz als der FCB hat.

3. Basel ist Meister, wenn es die beiden letzten Spiele gewinnt und YB gegen Luzern verliert oder nicht über ein Unentschieden hinauskommt.

4. Basel ist Meister, wenn es nach einer Niederlage gegen Xamax in Bern drei Punkte holt, sofern YB zuvor in Runde 35 gegen Luzern eine Niederlage kassiert.

Späte Tore

Der Leader rettete in diesem Frühjahr dank später Tore viele wertvolle Punkte. Gegen St. Gallen gelang ihm bereits sein viertes Tor in der Nachspielzeit.

27. Februar, 94. Minute, Bienvenu: 2:1 gegen FCZ

14. März, 79. Minute, Lustrinelli: 1:0 gegen Sion

25. März, 72. und 92. Minute, Yapi und Doumbia: 2:1 und 3:1 in Bellinzona

10. April, 92. Minute, Affolter: 2:1 gegen Bellinzona

5. Mai, 93. Minute, Bienvenu: 2:1 gegen St. Gallen


http://www.derbund.ch/sport/fussball/Bern-atmet-Fussball/story/31032954?dossier_id=449

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2009/2010
 Beitrag Verfasst: Freitag 7. Mai 2010, 09:25 
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Berner Zeitung, 07.05.2010

YB auf Meisterkurs: eine Frage des Willens und Wollens

Bei YB herrscht nach dem spektakulären Erfolg gegen St.Gallen und zwei Runden vor Saisonende Hochstimmung. Interessanterweise reichen zwei Punkte zum Titelgewinn, während drei Punkte nicht genug sein könnten.

Auch am Donnerstag waren die Young Boys und ihre Sympathisanten noch berauscht vom denkwürdigen Abend, den sie am Mittwoch erlebt hatten. Nach Henri Bienvenus 2:1-Siegtor in der 93. Minute gegen St. Gallen ist es an der Zeit, die «YB-Viertelstunde» zumindest temporär in «YB-Nachspielminuten» umzutaufen. Bereits zum dritten Mal in der Rückrunde setzte sich YB dank eines Treffers in der Überzeit im Stade de Suisse 2:1 durch. «Das ist auch eine Frage des Willens und Wollens», sagt Trainer Vladimir Petkovic. Anfang Saison war es der YB-Titelrivale FC Basel gewesen, der mehrmals kurz vor Spielende entscheidende Tore geschossen hatte. Berner wie Basler erzwingen das Glück mit Klasse, Leidenschaft und Fitness.

Die vielen Rechnungen

Und natürlich hat jetzt das grosse Rechnen begonnen. YB reichen ja nun zwei Unentschieden und damit zwei Punkte ganz sicher zum Titel, drei Punkte aber könnten nicht genug sein, wenn die Berner das Heimspiel gegen Basel verlieren – und der FCB zuvor auch gegen Xamax siegt (und am Ende die bessere Tordifferenz hat). Wesentlich unrealistischer, aber nicht weniger unterhaltsam ist die Rechnung eines YB-Anhängers auf dem Fanforum. Gewinnt Basel seine Partien je 1:0, während sich YB in Luzern – nun, ja – 10:5 durchsetzt, hätten beide Meisterkandidaten 80 Punkte und eine Tordifferenz von 87:46. In diesem Fall würde das Los entscheiden, da Punkte (80), Tordifferenz (+41), Anzahl Tore (87) und erzielte Punkte aus den Direktbegegnungen (6) genau gleich wären. So ein Losentscheid wäre marketingtechnisch grossartig, man könnte zum Beispiel je 20000 Tickets an YB- und Basel-Fans verkaufen und den Anlass auf der Rütliwiese durchführen.

Selbstverständlich gibt es auch ernsthafte Gründe für die Young Boys, die Statistik zu bemühen. Seit 30 Heimspielen und einer 1:3-Niederlage gegen GC am 31. August 2008 hat YB kein Heimspiel verloren – zumindest in der Super League. Erneut jedenfalls dürfte es in der letzten Runde zu einer Finalissima kommen. Vor zwei Jahren verpasste YB den Meistertitel mit einer 0:2-Niederlage im letzten Spiel beim FCB. Die Basler wiederum erinnern sich mit Schrecken an den 13. Mai 2006, als sie zu Hause gegen den FCZ die Meisterschaft verspielten, weil Zürichs Iulian Filipescu das 2:1-Siegtor erzielte. In der 93. Minute

Mit Sutter und Doubai

Vorerst aber steht in der Liga eine Spielpause bis am 13. Mai an, und bei den Young Boys ist man nicht traurig darüber. Vielleicht stellt es sich kräftemässig noch als Vorteil für die Berner heraus, muss der FCB am Sonntag zusätzlich den Cupfinal im St.-Jakob-Park gegen Lausanne bestreiten. Der sichtlich angeschlagene YB-Torjäger Seydou Doumbia hat derweil Zeit, seine Adduktorenbeschwerden ausheilen zu lassen. Und Aufbauer Scott Sutter, seit Wochen wegen Schmerzen an den Adduktoren nicht einsatzfähig, trainierte gestern erstmals voll mit und ist bereit für die letzten Spiele.

Für YB-Trainer Vladimir Petkovic geht es in den Partien in Luzern und gegen Basel innerhalb von drei Tagen ja auch darum, die Kräfte richtig einzusetzen. Bei den Siegen zuletzt in Zürich und gegen St. Gallen sah man, dass die Young Boys auch ohne besondere Vorträge der im Sommer abwandernden Doumbia und Gilles Yapi siegen können. Thierry Doubai, mit aussergewöhnlichen Fähigkeiten gesegnet, ist rechtzeitig für die finale Phase verletzungsfrei, und weil Yapi gegen seinen zukünftigen Verein Basel am letzten Spieltag kaum eingesetzt wird, ist das ein gutes Zeichen für YB.

Die grosse Zuversicht

Und so wird im spektakulären Meisterrennen weiter gehofft und gerechnet, gejammert und gezittert – und das nächste Mal gespielt an Auffahrt. Noch sind die Young Boys nicht im Titelhimmel, aber Zuversicht und Selbstvertrauen sind gestärkt. Seit Wochen betont Vladimir Petkovic: «Am letzten Spieltag schlagen wir Basel.» Nach dem Last-Minute-Erfolg gegen St. Gallen ging der Coach sogar noch einen Schritt weiter und meinte: «Wir wollen die letzten zwei Spiele der Saison ohne solch grosse Dramatik gewinnen.»

http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussball/YB-auf-Meisterkurs-eine-Frage-des-Willens-und-Wollens-/story/21464235

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2009/2010
 Beitrag Verfasst: Montag 10. Mai 2010, 11:01 
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Berner Zeitung, 10.05.2010

YB, Basel und die Aussicht auf 50 Millionen

Der Meister hat ausgezeichnete Chancen, die Champions League zu erreichen. Für die Young Boys und Basel geht es deshalb um viel Geld. Und im nächsten Jahr wird der Schweizer Champion sogar direkt qualifiziert sein.

Der intensive Titelkampf zwischen Bernern und Baslern dauert nur noch einige Tage – und nebst Ruhm und Ehre geht es für YB und den FCB auch um Geld. Um sehr viel Geld. Meister wie Zweiter dürfen ja an der Champions-League-Qualifikation teilnehmen, die Aussichten aber sind völlig unterschiedlich. Mittlerweile stehen viele Teilnehmer aus den anderen Ländern fest, und so lässt sich festhalten: Die Hürden in die Champions League sind für den Meister ähnlich überschaubar wie im letzten Jahr für den FCZ. Die Zürcher mussten sich gegen die Aussenseiter NK Maribor und FK Ventspils durchsetzen.

Zweiter mit hartem Los

Meister wie Vizemeister müssen in der 3. Qualifikationsrunde (27./28. Juli und 3./4. August) erstmals eingreifen. YB war im Europacup in den letzten Jahren nicht erfolgreich und besitzt bloss einen Koeffizienten von 7'675, während Basel den stolzen Wert von 48'675 hat. Im Champions-Weg, wo der Meister teilnehmen darf, wären die Basler immer gesetzt, die ungesetzten Young Boys dagegen könnten im schlimmsten Fall auf Teams wie den belgischen Meister Anderlecht oder den dänischen Champion FC Kopenhagen treffen. Daneben sind einzig der kroatische Meister Dinamo Zagreb sowie Österreichs (vermutlicher) Meister Red Bull Salzburg ähnlich stark einzustufen wie YB und Basel. Die Chance des Meisters auf eine Teilnahme an der kontinentalen Königsklasse erscheint jedenfalls sehr realistisch, da auch im Playoff (17./18. August und 24./25. August) die erwähnten Mannschaften die grössten Stolpersteine wären.

Der Zweite der Super League dagegen muss sich über den Platzierungsweg qualifizieren. Dort warten bereits in der 3. Runde Teams wie Zenit St. Petersburg, Ajax Amsterdam oder Celtic Glasgow – und im Playoff schliesslich Kaliber wie Tottenham, Werder Bremen sowie der Vierte Spaniens (vermutlich Sevilla) und Italiens (wahrscheinlich Sampdoria) und der Dritte Frankreichs (wohl Lyon!).

Mindestens 25 Millionen

Und so geht es im Titelduell eben auch um wirtschaftliche Aspekte. Der FCZ generierte in dieser Saison Einnahmen von insgesamt 23,6 Millionen Franken, wobei am Ende nach Abzug aller Kosten wie Spielerprämien ein Reingewinn von 10 Millionen blieb. YB wie Basel könnten den Geldspeicher massiv füllen, da bereits die Qualifikation für die Gruppenphase der Champions League rund 15 Millionen Franken einbringt. Und drei (mit der Qualifikation möglicherweise fünf) ausverkaufte Partien im Stade de Suisse würden für YB weitere Einnahmen von 7 bis 10 Millionen bedeuteten. Und später würden Punkteprämien und TV-Gelder hinzukommen. Es ist also nicht vermessen, zu behaupten, YB und Basel könnten als Champions-League-Teilnehmer mindestens 25 Millionen Franken einnehmen.

Der FC Thun als Mahnmal

Noch ist das alles für YB bloss ein schöner Traum. Und die Berner wollen ja auch nächstes Jahr um den Titel mitspielen – wie Basel, Zürich, Sion oder Xamax. Denn der Meister der Spielzeit 2010/2011 hat einen Startplatz in der Gruppenphase der Champions League auf sicher – und damit eben Einnahmen von rund 25 Millionen Franken. Allerdings könnte die Schweiz diesen Status gleich wieder verlieren, ausser YB, Basel, GC, Lausanne und wohl Luzern punkten im Europacup fleissig. In der Uefa-Fünfjahreswertung fällt nächstes Jahr nämlich die ausgezeichnete Schweizer Spielzeit 2005/2006 aus der Wertung. Damals erreichte Basel die Viertelfinals des Uefa-Cups – und der FC Thun sensationell die Champions League. Die rund 18 Millionen Franken Einnahmen haben den Oberländern aber, wie man heute weiss, nur bedingt gut getan. Doch das ist eine andere Geschichte.

Young Boys: Kader wird verstärkt

Die YB-Verantwortlichen wissen, dass es sich lohnt, auf dem Transfermarkt aktiv zu sein – und die Abgänge der Leistungsträger Seydou Doumbia (zu ZSKA Moskau) und Gilles Yapi (zu Basel) zu kompensieren.

Die einmalige Chance, nächstes Jahr als Meister direkt für die Champions League qualifiziert zu sein, sorgt dafür, dass YB in diesem Sommer mindestens fünf gestandene Akteure verpflichten will – nach Christoph Spycher und Ammar Jemal für die Defensive noch drei starke Offensivspieler. Und die Berner setzen alles daran, die umworbenen Leistungsträger Marco Wölfli und Emiliano Dudar zu halten. Bei einer Qualifikation für die Champions League würde das Lohnniveau der YB-Spieler sowieso massiv erhöht. fdr

http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussball/YB-Basel-und-die-Aussicht-auf-50-Millionen-/story/23715338

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2009/2010
 Beitrag Verfasst: Dienstag 11. Mai 2010, 09:20 
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Der Bund, 11.05.2010

Varela: «Mein Herz ist näher bei YB»

«Im Meisterduell sehe ich Vorteile für YB», sagt Xamax-Spieler Carlos Varela, der vier Jahre für die Young Boys gespielt hat und eine wichtige Stütze im Team war.

«Die Mannschaft empfängt den FCB im letzten Meisterschaftsspiel am Sonntag zu Hause. Sie darf das vorletzte Spiel am Donnerstag in Luzern sogar verlieren und kann trotzdem Meister werden - das ist ihr Bonus.

Kommt es tatsächlich zu diesem letzten entscheidenden Match, sehe ich keine Vorteile für eine Mannschaft. So eine Finalissima ist immer auch eine Nervensache. Beide Mannschaften können den Gegner besiegen, wenn sie ihre Qualitäten ausspielen. Ich glaube allerdings nicht, dass einzelne Figuren entscheidend sein werden. Nur auf Doumbia, Streller oder Frei zu setzen, wäre ein riesiger Fehler. Aus meiner Erfahrung weiss ich, dass in einem letzten Match Qualitäten wie Laufbereitschaft und Leidenschaft entscheidend sind. Wichtig ist ausserdem die Arbeit des Trainers. Nicht aus taktischer Sicht, weil sich die Mannschaften ohnehin sehr gut kennen. Aber der Trainer muss neben dem Platz präsent sein und spüren, wer bereit ist für das Spiel. YB-Trainer Petkovic hat in den vergangenen Wochen gezeigt, dass er diese Präsenz hat. Und bei Basels Thorsten Fink müssen wir darüber auch kaum diskutieren, weil er als Spieler bei Bayern schon so viele grosse Partien erlebt hat.

Ich habe schon für beide Vereine gespielt und schon für genug Polemik gesorgt, sodass ich jetzt sage: Der Bessere soll Meister werden. Mein Herz allerdings ist näher bei YB, auch wenn ich mit Basel Meister und zweimal Cupsieger wurde und bei YB später keine Titel gewann. Doch was ich bei YB erlebt habe, dieses Gefühl, wie in einer Familie zu sein - das war schon speziell.» (Aufgezeichnet: ukä.)

http://www.derbund.ch/sport/fussball/Varela-Mein-Herz-ist-naeher-bei-YB/story/17224270

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2009/2010
 Beitrag Verfasst: Dienstag 11. Mai 2010, 09:22 
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Der Bund, 11.05.2010

Ein Leben für die Young Boys

Er ist die gute YB-Seele: Materialwart Hene Minder arbeitet seit 25 Jahren für die Gelb-Schwarzen. In diesem Jahr werde es seine Mannschaft endlich wieder schaffen, den Titel zu holen, sagt er

Heinz Minder zählt auf, was er braucht, um glücklich zu sein im Leben: die Familie, das Mobil-Home am Bielersee – und YB. Das reiche ihm, sagt der 67-jährige Materialwart des BSC Young Boys.

«Hene», wie ihn alle nennen, arbeitet seit 25 Jahren für die Gelb-Schwarzen. Er hat als Pfleger des Reserveteams angefangen. Zwischenzeitlich war er Betreuer der 1. Mannschaft. Seit vier Jahren hat er das Amt des Materialwarts inne, neben seinem Vorgesetzten Hans Imhof. Aber Minder ist viel mehr als das: wenn einer den Titel «YB-Urgestein» verdient hat, dann er. Wenn man fragt, was YB ist – dann ist «Hene» Minder keine schlechte Antwort.

Ein neonbeleuchteter Raum in den Katakomben des Stade de Suisse, die Wände sind voller Autogrammkarten, die ehemalige Spieler und Trainer den beiden Materialwarten gewidmet haben. Es ist das Reich von «Housi» und «Hene». Heinz Minder erzählt, wie ein Tag im Leben eines Materialwartes aussieht. An einem Montag steht fast immer dreckige Wäsche auf dem Programm, viel Wäsche. In Alukisten erhalten die Materialwarte Leibchen von neun Mannschaften, vom U-12-Team aufwärts. Dabei ist alleine schon der Bedarf der 1. Mannschaft gewaltig: Neben den Match-Dressen brauchen die Spieler nämlich noch Einlauf- und Auslaufshirts, Stulpen, Frotteetücher. Hinzu kommen die Trainingskleider der Profis, die fast täglich anfallen.

Erst einen Fehler gemacht

Zur Festung wird das Reich von «Hene» und «Housi», wenn die beiden für ein Auswärtsspiel packen. Minder sagt: «Da kommt mir hier niemand hinein, dann herrscht absolute Stille.» Die beiden Materialwarte haben ein ausgeklügeltes Packsystem, damit sie nichts vergessen. «Es darf kein Fehler passieren», meint Minder – und man versteht, dass er sich selbst mit dem Adjektiv «pingelig» charakterisiert. Nur einmal ist ihm ein Malheur unterlaufen: Bei einem Match gegen Luzern hat er die Einlaufleibchen vergessen, die YB-Spieler mussten sich in Kleidern des Gegners warm machen.

Still wird es im Materialwart-Räumchen auch, wenn es um interne Angelegenheiten geht. Es gibt nur wenige, die so viel Persönliches von den YB-Spielern wissen wie «Hene» Minder. Aber Diskretion ist eine andere Tugend, die einen Materialwart auszeichnet. Nur wenige Schmankerl lässt sich Minder entlocken: So ist Seydou Doumbia nicht nur Torschützenkönig, sein Name führt auch die Tabelle der verschenkten Trikots an. In der laufenden Saison sind es bereits 35. 5 Trikots hat jeder Spieler zugute, die restlichen muss er selbst berappen – und dabei noch mehr bezahlen als die Fans. Das Problem: Den Materialwarten drohen nämlich jeweils Ende Saison die Leibchen auszugehen.

Im Restaurant Eleven im Stadionmantel. Im aufgetakelten Lokal erzählt Minder von den alten Zeiten, die nicht immer gut waren, aber meistens trotzdem schön. Den letzten Meistertitel 1986 hat «Hene» Minder noch hautnah miterlebt. Eine ganz andere Zeit seis gewesen, der Fussballbetrieb amateurhaft im Vergleich zu heute. Für die Meisterfeier sei nichts geplant gewesen. Gefeiert habe man schliesslich im kleinen Klubhäuschen, «gfägt» habe es trotzdem.

Nach dem Titel gings stetig bergab mit den Berner Young Boys. Ende der 1990er-Jahre wechselten die Präsidenten fast im Jahrestakt, der Club stand finanziell am Abgrund und sportlich vor dem Abstieg in die 1. Liga. «Hene» Minder hielt zu seinem Club. Er organisierte Sammelaktionen, strich selber Sandwiches, stand manchmal stundenlang mit seiner Frau an einem Weihnachtsmärit, um danach 50 Franken in die Vereinskasse zahlen zu können. Eine Treue, die ihn bei den Fans zur Kultfigur gemacht hat. «Hene» Minder kann nicht durch die Stadt laufen, ohne dass ihm einer ein «Hopp YB» hinterherruft.

Es gab aber auch Momente, wo er den Bettel am liebsten hingeschmissen hätte, doch dann sei es jeweils seine Frau gewesen, die ihn wieder motiviert habe. «Sie ist noch der viel grössere Fan als ich», sagt er.

Ins Schwärmen kommt Minder, als er von der Zeit im Neufeld erzählt. An der Seitenlinie stand Marco Schällibaum, und mit YB gings bergauf. Die Atmosphäre im Neufeld sei einzigartig gewesen, Fremde hätten miteinander zu reden begonnen, weil sie am Bierstand hätten anstehen müssen. «Hene» Minder hütet sich, es auszusprechen, aber es klingt mit: Im Stade de Suisse ist alles besser geworden – und doch etwas verloren gegangen.

Lob für Hakan Yakin

Über frühere Verantwortliche, die den Club nicht immer mit einem glücklichen Händchen führten, mag Minder kein böses Wort verlieren. Er habe nur Leute angetroffen, die alles für den Verein gegeben hätten. Und auch über ehemalige Spieler spricht er nur lobend. «Ich bin mit fast jedem gut ausgekommen», sagt Minder. Die Spieler würden ihm mit der Zeit halt ans Herz wachsen, der Verein sei eine Art Familie. Für die Spieler hat Minder immer ein offenes Ohr. Täglich sieht er sie in der Kabine, spricht mit ihnen auch über Privates. Und wenn ein Spieler geht, dann leidet «Hene» Minder. Wehmütig erinnert er sich etwa an den Abschied von Luca Ipoliti, der 1995 nach Servette wechselte. «Er war fast wie mein eigenes Kind», sagt Minder, der selbst auch einen Sohn hat. Und plötzlich sprudeln die Namen: Stéphane Chapuisat sei ein unglaublich pflegeleichter Profi gewesen, habe nie Kleider auf dem Boden liegen lassen. Aber auch Hakan Yakin erwähnt Minder lobend: «Als er Kapitän war, hat er sich immer wieder bei uns erkundigt, ob die Mannschaft nicht zu viel von uns verlangt.»

Es ist ohnehin ein anderes Bild, das Minder von den gut bezahlten Fussballprofis zeichnet. Ganz normale junge Männer. Und mit mehr sozialem Gewissen, als man denkt. In der letzten Saison seien zum Beispiel an Leukämie erkrankte Kinder an ein Spiel gekommen. Noch in den Matchtrikots hätten die Spieler mit den Kindern Fussball gespielt, über eine Stunde lang. Solche Aktionen liegen Heinz Minder am Herzen. «Mit so wenig können wir so viel Freude machen», sagt er. Diesen Sommer gibt er zwar den Job als Materialwart ab, wird den Young Boys aber als technischer Koordinator erhalten bleiben – und in dieser Funktion weiterhin Anlässe für Menschen organisieren, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen.

Familiär vorbelastet

Ein Leben ohne YB, das wäre für Minder ohnehin kaum vorstellbar. Schon sein Vater hatte fünfzig Jahre lang mit dem BSC YB zu tun. Erst als Spieler, später als Funktionär. Und auch «Hene» Minder hat ein Leben für den Verein geführt. Wenige Hundert Meter neben dem alten Wankdorf wuchs er auf, spielte als Mittelstürmer zehn Jahre bei YB, schaffte es aber nie in die 1. Mannschaft. Am Talent sei es nicht gelegen, er sei zu faul gewesen, meint er. Eine Eigenschaft, die er offenbar nur auf dem Rasen ausgelebt hat. Den Grossteil seiner YB-Karriere hat Minder nämlich neben seiner Hundertprozentstelle bei der kantonalen Abteilung für Jugend und Sport absolviert. Erst seit vier Jahren arbeitet er vollberuflich bei YB. Mit festem Arbeitsvertrag und Sozialleistung, etwas, das er in den zwanzig Jahren vorher bei YB nie gekannt hat.

Und diese Woche könnte sein Verein sogar Schweizer Meister werden. Ob es YB in diesem Jahr schafft? «Natürlich», entfährt es Minder. Es klingt nicht wirklich überzeugend, dafür kennt er seinen Verein einfach zu gut.

http://www.derbund.ch/bern/Ein-Leben-fuer-die-Young-Boys/story/15608336?dossier_id=449

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 Beitrag Verfasst: Dienstag 11. Mai 2010, 09:42 
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Lars Lunde schoss YB 1986 zum Meistertitel

Der Däne Lars Lunde besitzt in Bern seit 1986 Kultstatus. Damals schoss er die Young Boys zum Titel. Dem Klub ist er als kritischer Begleiter verbunden geblieben.

Mit dem Fahrrad kommt Lars Lunde zum vereinbarten Treffpunkt in der Berner Innenstadt. Die Haare sind noch etwas nass, nach einer Joggingrunde erscheint er frisch geduscht zum Gespräch. Während er sein Mountainbike abschliesst, wird er von Passanten gegrüsst, man kennt Lars Lunde in Bern, und er kennt, wie es scheint, die halbe Stadt. Seit 1986 besitzt der Däne hier Kultstatus. Mit 21 Saisontreffern hatte der heute 46-Jährige damals grossen Anteil am letzten Meistertitel der Young Boys und wurde Torschützenkönig. Im Entscheidungsspiel beim Konkurrenten Xamax erzielte Lunde zwei Treffer zum 4:1-Sieg. 24 Jahre später ist YB wieder einmal nahe dran, den Schweizer-Meister-Titel zu gewinnen. Unter Umständen ist es bereits am Donnerstag, bei einem Punktgewinn in Luzern, so weit. Ansonsten erhält YB im direkten Duell mit Basel am Sonntag eine weitere Chance. «Ich denke, YB schafft es», sagt Lunde später beim Nachtessen in einem Pastarestaurant in der Altstadt. «Das Team hat eine tolle Vorrunde gespielt, und zuletzt hatte es das Glück auf seiner Seite.» Für die Partie gegen Basel hat er von YB zwei Tickets erhalten.

Wie 1986 hat YB auch jetzt mit Seydou Doumbia einen überragenden Stürmer in seinen Reihen. Lunde lobt seinen Nachfolger: «YB profitiert vom Doumbia-Faktor. Die Gegner fürchten ihn. Auf Doumbia ist Verlass, oft macht er den Unterschied aus.» Er habe selten einen so unberechenbaren Stürmer gesehen wie den Mann aus der Elfenbeinküste, fügt er an. «Das habe ich auch Uli Hoeness gesagt, als dieser mich nach Doumbia gefragt hat.» Mit dem Präsidenten von Bayern München ist Lunde befreundet, seit ihn Hoeness, damals noch Manager des deutschen Rekordmeisters, im Herbst 1986 für seinen Klub verpflichtete. Den Erwartungen in Deutschland vermochte Lunde nicht gerecht zu werden. Der Skandinavier, auf und neben dem Platz ein frecher junger Mann, kam mit seiner Art bei den grossen und traditionsbewussten Bayern nicht an. «Ich fuhr in München mit 120 Sachen gegen die Wand», sagt Lunde rückblickend. In 30 Spielen für Bayern gelangen ihm nur 3 Tore.

Auf die Saison 1988/1989 liehen die Münchner den Dänen an den FC Aarau aus, der vom heutigen Schweizer Nationaltrainer Ottmar Hitzfeld trainiert wurde. In der Nähe von Aarau fand die viel versprechende Karriere Lundes ein jähes Ende: Im April 1988 kollidierte der damals 24-Jährige bei Oberentfelden, in seinem Auto sitzend, mit einem Zug und lag danach tagelang im Koma. Unterstützung bei der Genesung erhielt er unter anderem von Hoeness, der Lunde eine Zeit lang in seinem Haus aufnahm. «Hoeness ist ein fantastischer Mensch», sagt Lunde, «auf sein Wort kann man sich verlassen.» Noch heute erhält Lunde von Hoeness Bayern-Tickets, wann immer er danach fragt.

Trotz aller Unterstützung scheiterte der Comebackversuch. Lundes Feinmotorik stimmte nicht mehr, «die Dribblings, die ich zuvor so gut beherrscht hatte, funktionierten nicht mehr wie gewohnt.» Heute steht er noch ab und zu mit den Veteranen des FC Köniz auf dem Fussballplatz. Beruflich hat er mit Fussball seit seinem Unfall nichts mehr zu tun. Seit fast 20 Jahren arbeitet Lunde als Lagerungspfleger im Spital Aarau. Die Engagements als Juniorentrainer und in der 3. und 2.Liga scheiterten an den Ansprüchen des Ex-Profis, der mit seiner direkten Art keinen Draht zu den Amateurfussballern fand. «Interesse, einen ambitionierten Klub in der regionalen oder interregionalen 2.Liga oder in der 1.Liga zu übernehmen, habe ich aber nach wie vor», sagt Lunde, der im Besitz des A-Diploms ist.

Lunde ist ein unbequemer Mensch; er sagt, was er denkt – auch in Sachen Young Boys. Der Klub ist für ihn eine Herzensangelegenheit, doch er begleitet die Entwicklung kritisch. Seine Direktheit kommt nicht immer gut an; es gibt Leute, die bezeichnen ihn als Besserwisser. Er weiss das und sagt: «Die einen mögen mich, doch andere denken, ich hätte nur eine grosse Klappe.» Ein Freund Lundes meinte einmal im übertragenen Sinn: «Jedes Mal, wenn du einen Raum verlässt, knallst du hinter dir die Tür zu.» Nicht immer ist die Tür dann wieder aufgegangen. Das dürfte der Grund sein, weshalb Lunde nie als Trainer oder Funktionär in den Profifussball zurückfand. Auch nicht in Bern. «Mit YB-Sportchef Alain Baumann habe ich mal über ein Engagement als Scout gesprochen. Daraus ist dann aber nichts geworden.» Frustriert aber – das betont Lunde im Gespräch mehrmals – sei er nicht. Stattdessen bezeichnet er sich als «Glückskind und Stehaufmännchen». Vielleicht ergebe sich ja doch noch eine Aufgabe im Fussballgeschäft.

Gut getan hat ihm nach vielen Jahren im Kanton Aargau die Rückkehr nach Bern. Seit eineinhalb Jahren wohnt er im Breitenrainquartier, in Sichtweite des Stade de Suisse. «Hätte ich gewusst, wie sehr sich die Leute noch an mich erinnern und wie herzlich sie mich aufnehmen, wäre ich viel früher zurückgekehrt.» Erst mit Verspätung habe er realisiert, was er und seine Teamkollegen mit dem Titelgewinn 1986 in Bern ausgelöst hätten, «als Spieler war mir nicht so bewusst, wie viel unser Erfolg den Leuten bedeutet hat».

Die Teller sind leer, draussen ist es dunkel geworden. Lunde scherzt noch einmal mit den Restaurantbesitzern, dann setzt er sich aufs Fahrrad und fährt über die Kornhausbrücke nach Hause. «Es ist schön, zu sehen, wie die Leute mit YB mitfiebern», sagt er zum Abschied, «auch sie hätten den Meistertitel verdient.»

Lars Lunde

Der Däne Lars Lunde, geboren am 21.3.1964, wechselte im November 1984 von Bröndby Kopenhagen zu YB. 21 Tore erzielte er in der YB-Meistersaison 1985/1986. Als Torschützenkönig wechselte er im Herbst 1986 zu Bayern München. In Deutschland tat er sich aber schwer und wurde nach eineinhalb Jahren an den FC Aarau ausgeliehen. Im April 1988 beendete ein schwerer Autounfall seine Karriere.

Lunde wohnt heute in Bern und arbeitet als Lagerungspfleger im Spital Aarau. Er ist Vater eines 15-jährigen Sohnes, der bei seiner Ex-Frau in Dänemark lebt.

http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussball/Lars-Lunde-schoss-YB-1986-zum-Meistertitel/story/14313784

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 Beitrag Verfasst: Dienstag 11. Mai 2010, 09:43 
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Berner Zeitung, 11.05.2010

Berner Ehrgeiz – und Sutters Jahrgang

Vor den zwei letzten Partien sind die Young Boys sehr fokussiert – und mit Scott Sutter kehrt eine Art Glücksbringer zurück.

Es ist die Ruhe vor dem Sturm. Vielleicht 15 Zuschauer sind am Montagnachmittag im YB-Training dabei, hier, im Stade de Suisse, wo am Sonntag mit über 30000 Partygästen eine ausgelassene Meisterfeier mit Pokalübergabe zelebriert wird.

YB oder FCB? Bern oder Basel?

Die Stimmung bei den Young Boys ist gut, zwei Tage haben die Spieler übers Wochenende frei gehabt, jetzt sind sie auf dem Kunstrasen konzentriert und engagiert an der Arbeit. Und mit Ehrgeiz. David Degen flucht nach einem Abspielfehler eines Kollegen, die Torhüter Marco Wölfli und Paolo Collaviti spornen die Mitspieler an, wobei man Antreiber Alberto Regazzoni eher bremsen müsste. Der Tessiner ist auch im Trainingsspiel mit Leidenschaft unterwegs. «Wir sind alle heiss auf den Meistertitel», sagt Scott Sutter. Auch der Mittelfeldspieler ist wieder im Training dabei, Schmerzen spürt er keine mehr.

Nur zwei Spieler fehlen

Und so sind es fast paradiesische Zustände für YB-Trainer Vladimir Petkovic. Denn auch Verteidiger Hassan Lingani, seit der Winterpause in Bern, hinterlässt einen robusten Eindruck nach wochenlangem Ausfall wegen eines Ermüdungsbruches im Schienbein. Am Montag sind es bloss zwei Akteure, die nicht im Mannschaftsbetrieb integriert sind. Youssuf Traoré läuft fleissig Runden ums Feld, der 19-Jährige ist nach Leistenbruch und Operation bereits wieder im Aufbautraining. Und drinnen, im Fitnessraum, schwitzt Stürmer Marco Schneuwly nach seinem Kreuzbandriss fürs Comeback in der nächsten Saison.

Vladimir Petkovic ist froh, stehen ihm just für die zwei finalen Partien innerhalb von drei Tagen fast alle Akteure zur Verfügung. «Das ist gut», sagt der Trainer. «Aber man muss abwarten, wie Doumbia und Sutter mit der Belastung fertig werden.» Die Klasse von Torjäger Seydou Doumbia blitzt auch im Training durch, Adduktorenbeschwerden behindern ihn keine mehr. Und Scott Sutter sagt: «Ich wäre in Luzern gerne dabei. Es war der Horror für mich, dem Team in den letzten Wochen nicht helfen zu können.»

Geburtstag am 13.Mai

Ende März spielte Sutter beim 3:1-Heimsieg gegen Aarau letztmals für YB, auch ihn plagten danach Adduktorenprobleme, Ende April kam noch eine schmerzhafte Entzündung am Zeh hinzu. «Das war mühsam, doch ich bin froh, kann ich jetzt wieder spielen», sagt Sutter, der vor seiner Verletzung als rechter Mittelfeldspieler eine Stammkraft war. Der 23-Jährige musste einst nach einer schweren Fussverletzung beinahe zwei Jahre pausieren und bangte um seine Karriere. Deshalb sagt er: «Ich habe viel Schlimmeres erlebt.» Und jetzt lockt ja mit YB der Meistertitel. «Basel ist stark», sagt Sutter, «aber sie sind jetzt Cupsieger. Ich glaube, wir hätten es verdient, Meister zu werden.»

Die markigen Sprüche diverser FCB-Protagonisten nach dem Cupsieg hat man in Bern registriert. «Aber mich interessiert der FC Basel erst ab Freitag, jetzt denke ich nur an die Partie in Luzern», sagt Petkovic. Er sei nicht am Cupfinal in Basel gewesen, erklärt der Trainer, sondern habe das Wochenende im Tessin genossen. Und Scott Sutter war am Sonntag bei Freunden in England, wo er aufgewachsen ist. «Für mich wäre es ein tolles Geburtstagsgeschenk, würden wir bereits am Donnerstag Meister», sagt Sutter. Am 13.Mai wird er 24 Jahre alt, sein Jahrgang ist der gleiche wie jener des letzten YB-Meistertitels. Als die Young Boys am 24.Mai 1986 nach einem 4:1-Sieg bei Rivale Xamax als Meister feststanden, war Sutter elf Tage alt.

http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussball/Berner-Ehrgeiz--und-Sutters-Jahrgang/story/10752796

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2009/2010
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 12. Mai 2010, 08:53 
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NZZ, 12.05.2010

Ungeschminkte Meister-Ansprüche

Die Young Boys sind nur zwei Unentschieden vom grossen Ziel entfernt

brb. Sie sind nahe dran, mit der Nase schon beinahe über der Ziellinie. Noch ein Spiel oder zwei, und die Young Boys könnten sich nach 24 Jahren wieder einmal als die Besten im Lande feiern. Dies möchte mittlerweile schon fast eine ganze Stadt nur allzu gerne miterleben, und mit dieser geballten Erwartungshaltung beginnt die psychische Problemstellung für die Berner in der finalen Phase der Fussball-Meisterschaft: Wie mit diesem Umstand umgehen, wie die Freude am Spiel bewahren, wie eine Verkrampfung vermeiden? Unter diesen Bedingungen frisch von der Leber weg zu spielen, werde die Kunst sein, heisst es in den Gassen.

Vorzeitige Feier?

Gewinnt der FC Basel an Auffahrt das Heimspiel gegen Xamax nicht, bietet sich dem Leader die Möglichkeit zu einer improvisierten Meisterfeier in Emmenbrücke. Sonst müssen sich die grossen Rivalen aus Bern und Basel im finalen Duell vom Sonntag im ausverkauften Stade de Suisse unter höchster Anspannung um die Meriten streiten.

Sie sind sehr nahe dran, die Berner. So nahe, dass man glattweg den Überblick verlieren könnte. Der Worst Case wäre, zwei Mal zu verlieren. Der Berner Trainer Vladimir Petkovic lässt, so gut er kann, alles im Gewohnten. Er ist sichtlich bemüht, seinen Spielern einen Schutzraum zu bieten. Im Trainingsanzug stellt er sich konzentriert und doch locker der Öffentlichkeit und vermeldet, dass «komischerweise nach einer leichten Baisse bei uns wieder Ruhe eingekehrt ist». Zwei Siege verlangt der Kroate ultimativ von seinem Team. Auf Remis zu spielen, sei viel zu delikat, «und wir sind physisch und mental bereit für diese zwei Erfolge».

Zuversicht verleiht dem Trainer auch der personelle Vollbestand. Sein bester Torschütze, Seydou Doumbia (29 Tore), hat nach einer leichten Zerrung im Bereich der Adduktoren das gesamte Trainingspensum absolvieren können, und auch der lange verletzt gewesene Mittelfeldspieler Scott Sutter jagt dem Ball wieder ohne Beschwerden nach. Petkovic glaubt, dass in diesen letzten Stunden nichts Grundlegendes mehr geändert werden kann und muss, einzig im psychischen Bereich könnten «einige gezielte verbale Anregungen» noch Wirkung erzielen.

Das Team wird schon am Vortag des Spiels in die Innerschweiz reisen. Wohin genau, mochte der Trainer nicht verraten. «Vielleicht auf den Pilatus», scherzte er. Das wäre unter diesen Umständen vielleicht nicht der schlechteste Standort, um die Übersicht zu bewahren. Petkovic schien fast ein wenig froh, eine Prise Humor in die bisweilen gar ernstgenommene Sache um die Ausmarchung des nationalen Titels zu tragen, und sagte einem Journalisten, der ihn fragte, worum er sich in diesen Tagen besonders kümmere: «Um meine Gesundheit, dann um meine Familie, dann . . .» Immer schön die Prioritäten wahren.

Hinzugelernt

Der Mittelfeldspieler David Degen glaubt an das Potenzial des YB-Teams. «Jetzt einfach 5-mal 24 Stunden den Fokus auf das Erreichen dieses Ziels legen», rät er. Und er fragt: «Was gibt es für einen Fussballer Schöneres, als unter den Augen aller um alles oder nichts zu spielen?» Sein Kollege Xavier Hochstrasser ist überzeugt, dass die Young Boys aus den negativen Erlebnissen vergangener Jahre gelernt haben. «Heute würden wir eine 2:0-Führung im Final des Schweizer Cups gegen Sitten nicht mehr preisgeben.» Das tönt alles gut. Jetzt müssen die Worte nur noch auf dem Platz Bestätigung finden.

http://www.nzz.ch/nachrichten/sport/aktuell/ungeschminkte_meister-ansprueche_1.5697997.html

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