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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2021/2022
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 22. Dezember 2021, 15:33 
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Debütanten, Sünder und ein Vermisster

Ein Schlaglicht auf die YB-Hinrunde

33 Partien haben die Young Boys seit Sommer absolviert. Wir präsentieren Auf- und Absteiger, liefern den Notenschnitt und die Einsatz-Statistik.

Der Aufsteiger

Als Aufsteiger wurde er bereits vor einem Jahr bezeichnet. Aber Fabian Rieder ist erneut einer der positiven Erscheinungen in einem Halbjahr, das sie sich bei den Young Boys zumindest in der Meisterschaft anders vorgestellt haben. Der technisch versierte Linksfuss kam in nur drei Ligapartien nicht zum Einsatz, in einer fehlte er krank. Dazu spielte er in allen drei Cuprunden und stand in jedem Champions-League-Gruppenspiel auf dem Platz – und erzielte das sehenswerte Schlenzertor zum 1:1 im Old Trafford gegen Manchester United. 290 Minuten fehlen ihm noch, um seine Einsatzzeit von der kompletten letzten Saison zu egalisieren. Dazu kommen 11 Torbeteiligungen (4 Tore/7 Assists), gegenüber einer einzigen in der Spielzeit 20/21.

Es sind aber auch die soften Eindrücke, die den 19-Jährigen aus dem eigenen Nachwuchs zu einem aufregenden Fussballer für die Zukunft zu machen. In der Champions League zitterten seine Füsse (abgesehen vom Fehler in Villarreal vor dem 0:2) eigentlich nie, seine Läufe in die Tiefe beeindrucken auch Trainer von internationalem Format, beispielsweise Villarreals Unai Emery. Rieder bringt im Zentrum und neuerdings auch am Flügel konstant gute Leistungen, tritt gefährliche Standards und setzt auch kompliziertere Anforderungen des Trainers um wie jüngst beim 4:3 gegen Sion. Wenn diese Entwicklung anhält, muss er sich im Kader auch nach der Rückkehr von zahlreichen Verletzten kaum Sorgen um seine Spielminuten machen.

Der Zuverlässige

Es ist ihm zu gönnen. Sandro Lauper war lange verletzt, seine beiden Kreuzbandrisse warfen den aufstrebenden Konolfinger weit zurück. Unter Gerardo Seoane feierte er im vergangenen Frühling zwar ein grosses Comeback, unter David Wagner jedoch musste er zu Beginn der Saison hinten anstehen. Doch während um ihn herum immer mehr Teamkollegen verletzt ausfielen, wuchs er in der Innenverteidigung zu einer wichtigen Stütze heran, an der sich die wechselnden Partner in der Abwehr festhalten konnten.

Dabei agierte er konstant gut, seine Spielauslösung ist gegen pressende, wie auch tief stehende Gegner eine Waffe, dazu verteidigt er besser, als man es von einem gelernten Mittelfeldspieler erwarten würde. Kein Wunder, hat er Wagner gebeten, im Training nur noch in der Abwehr eingesetzt zu werden. Gut möglich jedoch, dass er für die Rückrunde wie bereits schon am Sonntag in Lugano wieder ins Mittelfeld wechselt. Auch da wird seine Zuverlässigkeit geschätzt.

Der Vermisste

Gesucht wird: Marvin Spielmann. Grösse: 1.83 Meter. Position: Flügel. Zuletzt für YB im Einsatz: Für sieben Minuten Ende September gegen Atalanta Bergamo. Seither war er wahlweise auf der Tribüne, der Bank, in der U-21 oder krank. Was ist passiert? Er selber schweigt und bei YB hält man sich bedeckt, verweist auf eine festgefahrene Situation, für die man in der Winterpause eine Lösung suchen müsse. Heisst so viel wie: Die Weichen für einen Abschied sind gestellt.

Dabei durfte man einst voller Hoffnung sein, als Spielmann im Sommer 2019 zu den Young Boys stiess. Vom FC Thun kam er mit dem Leistungsausweis von 20 Skorerpunkten aus der Vorsaison, von ihm wusste man, dass er Tempo bringt, was YB damals nach den Abgängen von Loris Benito oder Kevin Mbabu auf den Seiten zu fehlen begann. Spielmanns Zeit in Gelb-Schwarz startete denkbar schlecht: Nur Wochen nach seiner Ankunft wurde er im Cupspiel bei Etoile Carouge hart gefoult, verletzte sich am Sprunggelenk, fiel zwei Monate aus.

Später zwickte es mal am Oberschenkel, dann hatte er Augenprobleme. Seinen grössten Moment hatte der 25-Jährige im Cupfinal 2020 gegen den FCB, als er YB vor Corona-bedingt leeren Rängen Minuten vor Schluss zum Titel schoss. Seither hat er den Tritt nie mehr richtig gefunden, und als er im vergangenen Halbjahr endlich mal eine Weile gesund war, liess ihn Trainer David Wagner doch ziemlich offensichtlich links liegen: 383 Spielminuten in vier Monaten. Suchen wird man Spielmann rund um YB nicht mehr müssen. Er ist wohl sowieso bald weg.

Die Hoffnungsträger

Das Verletzungspech war den Young Boys in dieser Vorrunde so treu wie die Spiele im Dreitagestakt. Zeitweise fehlten zehn Spieler gleichzeitig, insgesamt verletzten sich 19 YB-Akteure, Ergänzungsspieler inbegriffen. Das führt dazu, dass in der Rückrunde der grosse Dichtestress aufkommen könnte. Der von seiner Schulteroperation genesene David von Ballmoos könnte womöglich ab April wieder Guillaume Faivre fordern, Jean-Pierre Nsame rückt nach überstandenem Achillessehnenriss im Sturm Jordan Siebatcheu und Wilfried Kanga auf die Pelle.

Christian Fassnacht hat nach seinem Schläfenbeinbruch noch Probleme mit dem Gehör, durfte deswegen zeitweise auch als Zuschauer nicht ins Stadion. Kehrt er zurück, muss er um seinen Platz am Flügel nicht wirklich kämpfen. Michel Aebischer wird sich irgendwann Ende Januar von seiner Fraktur an der Stirn erholt haben und das ohnehin exzellent besetzte Zentrum ergänzen. Und hinten links wird Nationalspieler Ulisses Garcia nach Wadenproblemen Jordan Lefort schnell wieder ablösen.

Die Vielspieler

Der Unterschied zur Vorsaison ist frappant. 1329 Minuten mehr hat Meschack Elia gespielt als zur gleichen Zeit vor genau einem Jahr. Natürlich, damals waren nur 14 Super-League-Runden absolviert, aber der Faktor von fast 2,5 ist doch bemerkenswert, vor allem wenn man bedenkt, dass der Kongolese ein Spiel noch verletzungsbedingt verpasst hat und im Cup gegen die Amateure von Iliria und Littau geschont wurde. Ähnlich oft stand Nicolas Ngamaleu auf dem Platz, mit 2319 Minuten sind es nur 6 weniger als Elia.

Generell waren einige YB-Akteure viel öfter und länger auf dem Platz als noch vor einem Jahr. Damals war Silvan Hefti mit 1634 Minuten noch der meisteingesetzte Feldspieler, diese Marke übertreffen in dieser Saison gleich neun Spieler. Das zeigt, wie ungeheuer viele Matchs die Berner in diesem Herbst bestreiten mussten, das zeigt aber auch, wie wenig Optionen Wagner im Kader sah. Und das nicht immer nur aufgrund von Verletzungen.

Die Debütanten

Es könnte nur ein kurioses Detail sein. Nur ist die Goalieposition kein Detail, sondern wichtiger Bestandteil in einem Kollektiv. Deshalb ist es bemerkenswert, dass die Young Boys in dieser Saison bisher fünf Goalies eingesetzt haben, dabei kamen Abdullah Laidani beim Cup-Achtelfinal in Lugano und Leandro Zbinden in der Liga gegen den FCB zu ihren Profidebüts. Aarau-Leihgabe Nicholas Ammeter stand in der Schlussphase gegen Sion zum ersten Mal in der Super League im Einsatz.

Erstmals bei den Grossen mitspielen durfte auch Yannick Toure, ein 21-jähriger Stürmer, der vor drei Jahren aus dem YB-Nachwuchs zu Newcastle wechselte und in diesem Sommer zurückkehrte. Mit seinen sieben Toren in zwölf Partien mit der U-21 empfahl er sich für je einen viertelstündigen Einsatz im Cup (Iliria) und in der Super League (vergangenen Sonntag gegen Lugano).

Die Abschlusssünder

Fans, Spieler, Trainer – in einem Punkt sind sie sich alle einig: Die Chancenverwertung von YB war das grosse Manko dieser Vorrunde. Mit etwas mehr Sorgfalt im Abschluss wären in der Liga mehr Punkte drin gelegen, ja vielleicht sogar ein Exploit in der Champions League machbar gewesen. Gemäss Berechnung der erwartbaren Tore hätten die Young Boys in der Königsklasse je einen Treffer mehr erzielen und weniger kassieren sollen, in der Super League ist die Tordifferenz um fünf Tore tiefer als erwartbar (eins weniger geschossen, vier mehr erhalten).

Der grösste Sünder in diesem Bereich war gemäss der sogenannten xG-Statistik Nicolas Ngamaleu. Acht Tore hätte er erzielen sollen, viermal traf er tatsächlich. Weniger als erwartet trafen auch Christian Fassnacht und Sandro Lauper, dafür ist Wilfried Kanga ein Ausreisser nach oben. Seine 8 Treffer in der Liga sind fast doppelt so viel wie die Statistik anhand der Qualität seiner Abschlüsse voraussagen würde.

Der Transfermarkt

Sportlich ist YB im Hintertreffen, wirtschaftlich hingegen war die Hinrunde ein Erfolg. An die 35 Millionen Franken hat den Young Boys die Gruppenphase in der Champions League eingebracht. Es ist Geld, mit dem der Club vor allem durch die Pandemie entstandene Löcher stopft. Mit einem kleinen Teil davon wird der nicht zu exorbitanten Transfersummen neigende Sportchef Christoph Spycher aber auch auf Spielersuche gehen. Beim Meister sind nach wie vor die meisten Positionen doppelt besetzt. Aber weil Spielmann kein Faktor mehr war und Miralem Sulejmani Trainer Wagners Ansprüchen nicht mehr vollends zu genügen schien, war YB nach Christian Fassnachts Verletzung auf den Flügeln dünn besetzt. Dass Spycher da nachbessert, ist vorstellbar.

Ebenso tut sich womöglich etwas auf der Torhüterposition, wo nach der Talentschau wider Willen fürs Erste wieder Guillaume Faivre zurückkehren wird, aber YB unterstützende Qualität und Erfahrung bis zur Rückkehr von David von Ballmoos nicht schlecht anstehen würde.

Ansonsten herrscht wegen Corona noch immer Flaute auf dem Transfermarkt, zumindest in der Preisklasse der Super League. Die auslaufenden Verträge hat Spycher verlängert, jüngst mit Captain Lustenberger und Aufbauer Aebischer, einzig bei Sulejmanis Kontrakt wird noch zugewartet. Europäisch am auffälligsten in Szene gesetzt hat sich Meschack Elia – der Kongolese könnte im Sommer zu einem Kandidaten für einen Transfer werden.

Und wie geht es weiter?

Trainingsauftakt ist bei YB am 3. Januar. Das Trainingslager im spanischen Estepona ist für den 10. bis 18. Januar geplant – so Corona will. Bereits am Samstag, dem 28. Januar (20.30 Uhr), empfangen die Young Boys den FC Lugano zum Rückrundenauftakt.


https://www.bernerzeitung.ch/ein-schlag ... 6552659753

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2021/2022
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 23. Dezember 2021, 21:21 
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MAGNIN ÜBERNIMMT U21, MANGIARRATTI ZU VADUZ

Im U21-Team des BSC Young Boys, das in der Promotion League spielt, kommt es zu einem Trainerwechsel: Der bisherige Trainer Alessandro Mangiarratti wechselt zu Challenge-League-Leader Vaduz, Joël Magnin kehrt zu YB zurück und übernimmt die U21.

Mangiarratti war seit 2019 Trainer der zweiten YB-Mannschaft und schaffte mit dem Team im letzten Sommer den Aufstieg von der 1. Liga in die Promotion League. Dort belegt YB derzeit den neunten Platz. Nach einem schwierigen Start in die Saison punktete die U21 zuletzt regelmässig und arbeitete sich in der Tabelle nach vorne.

Joël Magnin tritt Alessandro Mangiarrattis Nachfolge an – er war auch sein Vorgänger. Bis im Sommer 2019 war der 50-jährige Neuenburger 17 Jahre lang für YB tätig, zuerst als Spieler, dann als Trainer der U21. Nach den Stationen als Cheftrainer bei Xamax und als Assistenztrainer beim FC Zürich kehrt er nun zu YB zurück. Er wird am 10. Januar 2022 mit der U21 die Vorbereitung auf die Rückrunde, die am 20. Februar 2022 beginnt, in Angriff nehmen.

«Die Rückkehr von Joël Magnin zu YB ist ein Glücksfall. Er kennt den Klub bestens und lebt unsere Werte vor. Bei Alessandro Mangiarratti bedanken wir uns für sein Engagement und wünschen ihm bei seiner neuen Aufgabe in Vaduz alles Gute», sagt Christian Franke, Leiter der Youth Base, der YB-Nachwuchsabteilung.


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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2021/2022
 Beitrag Verfasst: Freitag 31. Dezember 2021, 15:29 
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Der YB-Jahresrückblick

Raketen, Riesentöter und ein Rückstand

Das Jahr 2021 hielt für die titelverteidigenden Young Boys eine glamouröse Reise durch Europa bereit – und zuletzt eine Ochsentour durch die Liga.

Der Coup in Leverkusen

Nach dem Hinspiel gab es noch lange Gesichter. Die Young Boys hatten im Europacup überwintert, endlich mal wieder, seit 2015 war ihnen das nicht mehr geglückt. Und jetzt also Bayer Leverkusen, ein Team mit Tempo, eine Mannschaft, die unter Trainer Peter Bosz mit drei Stürmern angreift. 3:0 führte YB zur Pause im Hinspiel, 4:3 ging das Spektakel in Bern schliesslich aus. Drei Tore der Gäste: Damals, vor der Abschaffung der Auswärtstore-Regel im Europacup, hiess das so viel wie: Mission impossible fürs Rückspiel.

Dann aber kommt der 24. Februar und die Partie in der BayArena in Leverkusen. «In den letzten Jahren blieben wir international zum Teil unter unseren Erwartungen», sagt Christian Fassnacht noch am Tag zuvor. Und der Nationalspieler setzt nach seinem Tor im Hinspiel alles daran, dass diese Erwartungen einmal übertroffen werden. Nach Jordan Siebatcheus Führungstreffer kurz nach der Pause bedeutet sein überlegter Lupfer zum 2:0 kurz vor Schluss den Sieg. YB ist weiter, zum ersten Mal überhaupt in einer europäischen K.-o.-Runde in den neuen Wettbewerbsformaten. International ist der Coup von Leverkusen der grösste Erfolg der Vereinsgeschichte, für Trainer Gerardo Seoane gleist er den späteren Wechsel zum von YB besiegten Bundesligisten auf. Und Fassnacht meldet am Morgen nach dem grossen Abend: «Mit dieser Mannschaft ist vieles möglich.»

Die Lehrstunde in Amsterdam

Die Losfee geriet kurz aus dem Konzept. «YB», entfuhr es Hakan Yakin in Nyon bei der Auslosung der Achtelfinals für die Europa League, «BSC Young Boys», schob der frühere Mittelfeldspieler und YB-Regisseur pflichtbewusst nach. Yakin loste seinem Ex-Team Ajax Amsterdam als Gegner zu, den ersten Europa-League-Achtelfinal in der Vereinsgeschichte also würde YB gegen den niederländischen Rekordmeister bestreiten.

Und nach der Sternstunde in der Runde zuvor gegen Leverkusen wird es eine Lehrstunde. 30 Prozent Ballbesitz haben die Young Boys im Hinspiel, sie rennen und rennen, in der Regel nur hinterher, am Ende verlieren sie 0:3. In Bern bleibt das Wunder aus, das Rückspiel verliert YB 0:2, kommt auch diesmal kaum zu Chancen. Der Schweizer Branchenprimus, der zu dieser Zeit in der Liga seine Gegner so dominiert und später die Meisterschaft mit 31 Punkten Vorsprung gewinnt, wird international vorgeführt.

Ein kleiner Trost: Den Ajax-Gegnern in der Champions League geht es ein halbes Jahr später ähnlich. 20 Tore erzielen die Niederländer in der Gruppenphase, Borussia Dortmund wird 4:0 überfahren, Spieler wie Antony, Neres und Tadic glänzen, alle sind sie den Young Boys aus ihrer Lehrstunde bekannt. Im März markiert sie für die Berner das abrupte Ende einer langen Reise durch Europa.

Die kontrollierte Zündung in Bern

Sportlich stehen kaum Fragen offen vor diesem Heimspiel im April gegen Lugano, der Titel ist für die mit einem riesigen Vorsprung durch die Rückrunde fliegenden Young Boys längst Formsache. Und so geht es im Ausklang der dritten Corona-Welle mehr um Rahmenbedingungen: Wie feiert man einen Titel im leeren Stadion? Wie bringen sich die Fans ein? Und: Wie viel Euphorie ist überhaupt vorhanden?

Die vierte Meisterschaft de suite generiert nicht die Emotionen aus vorangehenden Jahren. Vor der Partie erhält der YB-Teambus immerhin ein Geleit der Fans, die später im Stadion nicht zugegen sein dürfen. Der alte und neue Meister gewinnt problemlos 3:0, dreimal trifft Topskorer Jean-Pierre Nsame. «Natürlich überlegt man sich, wie es sonst wäre», sagt Captain Fabian Lustenberger an der eigentümlichen Feier im kleinsten Kreis, die vor den leeren Rängen ihren Lauf nimmt.

Am späten Abend werden die Spieler aufs Stadiondach beordert. Im ganzen Nordquartier schiessen Raketen empor, das Feuerwerk erleuchtet für ein paar Minuten die Stadt. Es ist die kontrollierte Zündung der meisterlichen Emotionen.

Der verhängnisvolle Saisonausklang

Die Stumpen der Meisterfeier sind noch kaum verraucht, da stellen sich für die Young Boys in unschöner Weise Weichen für die nahe Zukunft. Erst sackt Fabian Lustenberger im Training auf Naturrasen im Leichtathletikstadion bei einer Sprungübung zusammen. Riss der Achillessehne, Operation, mindestens sieben Monate Pause. Wochen später ereilt Jean-Pierre Nsame im vorletzten Spiel gegen Luzern dasselbe Schicksal – notabene bei einem erfolgreichen Torabschluss. YB verliert den Captain und den besten Stürmer, ein schwerer Schlag, der dem Meister auch in der Vorrunde der neuen Saison noch zusetzt.

Der Griff nach den Sternen in Budapest

Ein bisschen selber schuld sind sie ja schon. Auch die Resultate der Young Boys im Europacup waren in den letzten Jahren nicht auf konstant hohem Niveau, ein Mitgrund, weshalb die Schweiz in der Fünfjahreswertung auf Rang 19 abrutschte. Also hiess das: drei Qualifikationsrunden für die Champions League, englische Wochen bereits ab Juli. Doch der Aufwand lohnt sich, der Reihe nach eliminiert YB Slovan Bratislava, Cluj und zuletzt im Playoff den ungarischen Meister Ferencvaros, schafft es dabei immer wieder, Rückstände aufzuholen. Etwas, das in der kommenden Rückrunde durchwegs von Nutzen sein könnte.

Zuerst aber bescherte der Erfolg die zweite Qualifikation für die Gruppenphase der Königsklasse und ein sportlich interessantes Los mit dem Giganten Manchester United, Europa-League-Sieger Villarreal und den Schönspielern von Atalanta Bergamo. Vor allem aber spült er um die 35 Millionen Franken in die Vereinskasse.

Der Riesentöter wirkt schon wieder

Es ist der erste YB-Abend in der Champions League, längst läuft die Nachspielzeit, und im ausverkauften Wankdorfstadion sind sich alle einig: Ein Sieg gegen Manchester United wäre verdient, nicht erst seit der Roten Karte gegen Aaron Wan-Bissaka sind die Young Boys dem grossen Favoriten überlegen. Vielleicht findet das auch Jesse Lingard, der bei den Engländern für Torschütze Cristiano Ronaldo eingewechselt wird. Sein katastrophaler Fehlpass landet bei Jordan Siebatcheu, der den 2:1-Siegtreffer erzielt. In der 95. Minute. Ausnahmezustand. Und YB-Trainer David Wagner tut es schon wieder, bereits mit Huddersfield gewann er einmal 2:1 gegen United, er untermauert damit seinen Ruf als Riesentöter und entlockt ein paar Fans mit Kurzzeitgedächtnis ein freches: «Gerardo Seoane?».

Mit dem perfekten Start in die Gruppenphase im Rücken fliegt YB durch den Frühherbst, gewinnt unter anderem 6:1 in Lausanne und 6:0 in Genf. Es läuft, YB verliert in dieser Zeit einzig in Bergamo.

Das Aus im Cup markiert den Anfang eines Tiefs

Irgendwie weiss Trainer David Wagner gar nicht, wo er anfangen soll: «Schlampig im Passspiel, kein Durchsetzungsvermögen in der ersten Linie, unkonzentriert, die falschen Entscheidungen getroffen.» Das ist nur ein Teil der langen Liste von Mängeln, die Wagner unmittelbar nach dem Ausscheiden im Cup-Achtelfinal gegen Lugano ausmacht. 1:2 verlieren die Berner im Tessin, «wahnsinnig schlecht» sei der Auftritt der Young Boys gewesen, findet Wagner – vor allem in der ersten Halbzeit. Ende Oktober ist schon das erste Saisonziel verpasst, dazu ist es so etwas wie der Startschuss zu einer Resultat- und Verletzungskrise. Stammgoalie David von Ballmoos muss nach einer Viertelstunde, gehaltenem Penalty und ausgerenkter Schulter vom Feld, kurz vor der Pause verletzt sich Wilfried Kanga am Oberschenkel.

Fünf weitere Spiele bleibt YB in der Folge sieglos, die Absenzenliste wird immer länger. Die vielleicht bezeichnendste Partie ist das 0:1 beim FC Zürich, die zweite Liga-Niederlage innerhalb eines Monats – so oft haben die Young Boys in der gesamten Vorsaison verloren. Vor allem bleibt YB gegen die Zürcher über weite Strecken harm- und am Schluss glücklos. Zwischenrang vier, neun Punkte Rückstand: Langsam steigt der Druck.

Der Befreiungsschlag und die Frage: Wann yberholt der Meister?

Zum Jahresabschluss kehren die Young Boys noch einmal dorthin zurück, wo das Unheil begann. Das Auswärtsspiel in Lugano hat Gefahrenpotenzial, ist aber auch die Gelegenheit zum Befreiungsschlag. Und tatsächlich betreibt YB Exorzismus, führt nach 35 Minuten bereits 3:0, ist vorne effizient und hat hinten Glück, es ist das pure Gegenteil der bisherigen Hinrunde. 5:0 lautet das Resultat am Schluss, es ist der Schlusspunkt hinter eine turbulente Halbsaison.

Mit dem wohlig-warmen Gefühl eines Kantersieges ist es einfacher, optimistisch ins Jahr 2022 zu blicken. Und mit der Aussicht auf eine Rückkehr von Teamstützen wie Christian Fassnacht und vor allem Jean-Pierre Nsame dürfte sich mancher mit Spielplan und Taschenrechner bewaffnete Fan fragen: Wann überholt der Meister die Konkurrenz?


https://www.bernerzeitung.ch/raketen-ri ... 7823620519

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2021/2022
 Beitrag Verfasst: Montag 3. Januar 2022, 19:27 
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Zwei positive Fälle bei den Young Boys

Die Young Boys absolvieren am Montagabend im Stadion Wankdorf das erste Training des neuen Jahres. Bevor Spieler und Staff die nach wie vor auf mehrere Räume verteilten Kabinen aufsuchten, wurden alle einem Corona-Test unterzogen. Mit Ausnahme von Felix Mambimbi und Cédric Zesiger fielen sämtliche Tests negativ aus. Mambimbi und Zesiger, denen es den Umständen entsprechend gut geht und die wie alle anderen Spieler und Staffmitglieder der Young Boys bereits im alten Jahr geboostert worden sind, haben sich umgehend in Isolation begeben. Weil sie keinerlei Kontakt mit ihren Teamkollegen hatten, haben ihre positiven Fälle keine Auswirkungen auf den ordentlichen Trainingsbetrieb. Zum Jahresauftakt konnte Trainer David Wagner mit dem 18-jährigen Innenverteidiger Aurèle Amenda (von der zweiten YB-Mannschaft) und dem 20-jährigen Rechtsverteidiger Lewin Blum (zurück nach leihweisem Gastspiel bei Yverdon) zwei neue Gesichter begrüssen.

Das Programm der Young Boys sieht vor, vom 10. bis 18. Januar ein Trainingslager im spanischen Estepona in der Nähe von Marbella abzuhalten. Selbstverständlich werden die Verantwortlichen in dieser Woche die allgemeine Lage genau analysieren, um zu entscheiden, ob die Reise nach Südspanien angetreten werden soll oder nicht.


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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2021/2022
 Beitrag Verfasst: Montag 3. Januar 2022, 21:10 
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03.01.2022

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Trainingsstart bei YB

Bei YB ist weiter Flexibilität gefragt

Zwei positive Coronatests, ein Abgang und eine Menge Rückkehrer: Bei den Young Boys verläuft auch der Start in die Rückrunden-Vorbereitung alles andere als langweilig.

Anpassungsfähig ist David Wagner offenbar auch im neuen Jahr. Die vielen Absenzen zwangen den YB-Trainer in den vergangenen Monaten, bei seinen Aufstellungen flexibel zu sein, Flexibilität ist dann auch beim Start in die Rückrundenvorbereitung gefragt. Weil das Team auf die Resultate der Covid-Tests warten musste, findet das Training um 18 Uhr statt, geplant war 15.30 Uhr. Tatsächlich erhielten Cédric Zesiger und Felix Mambimbi einen positiven Befund, Letzterer weist milde Symptome auf, beide befinden sich nun in häuslicher Isolation und werden nun sicher eine Woche fehlen.

Ebenfalls beim Trainingsauftakt nicht mit dabei ist Alexandre Jankewitz, der U-21-Nationalspieler wird wenige Stunden zuvor beim FC St. Gallen als geliehener Zuzug präsentiert. Jankewitz, der in der Hinrunde auf 41 Super-League-Minuten kam, soll bei den Ostschweizern das erste Halbjahr Spielpraxis sammeln, eine Kaufoption besitzt St. Gallen nicht. In ihrer Medienmitteilung schreiben die Young Boys, dass der Verein nach wie vor von den Qualitäten des 20-Jährigen überzeugt sei. Jankewitz bleibt also ein Versprechen für die Zukunft.

Die Gegenwart gehört jedoch anderen. Beispielsweise Jean-Pierre Nsame, der zweifache Torschützenkönig der Super League kann nach überstandenem Achillessehnenriss die Vorbereitung voll mitmachen. Dennoch warnt Sportchef Christoph Spycher vor zu hohen Erwartungen an den zuletzt sehnlichst vermissten Kameruner, wichtig sei zunächst, dass er nach und nach zu seiner alten Form zurückfindet.

Beschwerde bei Schiedsrichterverantwortlichen

Zum Rückrundenstart dürften Christian Fassnacht, Michel Aebischer und möglicherweise Ulisses Garcia wieder fit sein, sie alle fehlten wegen verschiedener Verletzungen Ende des kürzlich abgelaufenen Jahres. Während Fassnacht und Aebischer bereits am Montagabend einen Teil der Einheit mitmachen, trainiert Garcia noch separat. Die drei Nationalspieler waren auch Grund für eine Beschwerde der Berner in Richtung Schiedsrichterverantwortliche, bei Fassnacht schrieb der Verein bereits Anfang November in seinem Statement von einem «rücksichtslosen Einsteigen» des Gegners, auch Aebischer und Garcia waren Opfer harter Fouls. «Die Spieler müssen besser geschützt werden», sagt Spycher.

Die Entspannung der Personalsituation hat als positiven Nebeneffekt, dass der Konkurrenzkampf zurückkehrt, schliesslich ist der Kader für das Pensum von drei Wettbewerben zusammengestellt, nach dem Aus im Cup und Champions League wird die Anzahl an Matchs gegenüber der zweiten Jahreshälfte 2021 nahezu halbiert. Auch deshalb wurde Jankewitz abgegeben, mit Michel Aebischer, Fabian Rieder, Vincent Sierro, Christopher Martins und Sandro Lauper herrscht im zentralen Mittelfeld fast schon ein Überangebot. Ähnlich wie auf dem Flügel, weshalb ein Transfer des zuletzt nicht mehr berücksichtigten Marvin Spielmann erwartet werden darf, obwohl neben Innenverteidiger Mohamed Camara auch Nicolas Ngamaleu ein paar Wochen fehlen dürfte, beide sind im Africa Cup of Nations im Einsatz (9. Januar bis 6. Februar).

Reagiert hat YB auf den Abgang von Silvan Hefti (für über 5 Millionen Euro zu Genua) und das an Yverdon ausgeliehene Eigengewächs Lewin Blum zurückgeholt. Der 20-Jährige ist ein moderner Aussenverteidiger, bringt Geschwindigkeit und Offensivdrang mit. Zunächst wird er aber hinter Quentin Maceiras anstehen müssen.

Vergleichbar ist Blums Situation mit derjenigen von Aurèle Amenda, der 18-jährige Innenverteidiger wurde noch im Dezember mit einem Profivertrag ausgestattet. «Hochinteressant», sei er, findet Spycher und meint damit insbesondere das Paket aus 1,94 Metern Körpergrösse, Schnelligkeit und feiner Ballbehandlung. Eine zusätzliche Option im Abwehrzentrum bedeutet auch, dass bei Nicolas Bürgy die Zeichen auf eine Ausleihe stehen.

Generell schliesst Spycher nicht aus, dass es noch zu weiteren Kadermutationen kommen kann. «Einige Spieler haben sich zuletzt ins Rampenlicht gespielt», sagt der Sportchef. Sollte es einen Leistungsträger ins Ausland ziehen, würden die Berner je nach Position auf dem Transfermarkt nochmals aktiv werden. Sie müssen bei YB also auch im Jahr 2022 flexibel bleiben.

Das Vorbereitungsprogramm

8.1.22: YB - Thun (15 Uhr, Wankdorf)
10. – 18.1.22: Trainingslager in Estepona (Spanien)
13.1.22: YB - Fehérvár (Estepona)
17.1.22: YB - Red Bull Salzburg (Estepona)
22.1.22: YB - Winterthur (12 Uhr, Wankdorf)
22.1.22: YB - Lausanne (15 Uhr, Wankdorf)

Meisterschaftsstart: 29.1.22: YB - Lugano (20.30, Wankdorf)


https://www.bernerzeitung.ch/bei-yb-ist ... 3652617933

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2021/2022
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 5. Januar 2022, 20:44 
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YB SAGT DAS TRAININGSLAGER AB

Nach ausführlichen internen Diskussionen ist die sportliche Leitung der Young Boys zum Schluss gekommen, das vom Montag, 10. Januar, bis Dienstag, 18. Januar 2022, geplante Trainingslager im spanischen Estepona abzusagen. Die Mannschaft wird stattdessen in dieser Zeit im Stadion Wankdorf trainieren. Auf diese Weise soll das Risiko neuer Ansteckungen so klein wie möglich gehalten werden, zumal sich das interne Sicherheitskonzept bisher sehr bewährt hat und sich die Spieler und die Staffmitglieder, die allesamt bereits geboostert worden sind, bisher vorbildlich verhalten haben.

YB-Sportchef Christoph Spycher sagt: «Natürlich wären wir in normalen Zeiten sehr gern nach Estepona gereist, weil wir dort ideale Bedingungen vorgefunden hätten und ein Trainingslager stets die Möglichkeit bietet, auf und neben dem Rasen gezielt miteinander zu arbeiten. Aber in Anbetracht der gegenwärtigen Lage und unter Berücksichtigung aller denkbaren Eventualitäten gab es für uns keine Alternative, als das Trainingslager schweren Herzens abzusagen. Die Mannschaft wird sich nun gezielt in Bern auf die zweite Saisonhälfte vorbereiten.»


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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2021/2022
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 6. Januar 2022, 01:11 
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Nach Basel, Servette, Lausanne und Lugano

Auch Young Boys sagen Trainingslager ab

Nach Basel, Servette, Lausanne und Lugano sagt auch Meister YB sein Trainingscamp ab. Zu gross ist das Risiko wegen der hohen Infektionsgefahr durch das Omikron-Virus.

Schon am Montag hat der FCB entschieden, pandemie-bedingt nicht nach Dubai zu fliegen. Am Dienstag dann sagt Servette sein Lager im portugiesischen Vilamoura ab. Früher am Tag canceln zuerst Lausanne das Camp im tunesischen Tabarka, dann Lugano seines im spanischen Benidorm. Und nun auch YB – nach «ausführlichen Diskussionen». Die Berner hätten am Montag nach Estepona an Spaniens Südküste fliegen sollen.

YB schreibt: «Die Mannschaft wird stattdessen in dieser Zeit im Stadion Wankdorf trainieren. Auf diese Weise soll das Risiko neuer Ansteckungen so klein wie möglich gehalten werden, zumal sich das interne Sicherheitskonzept bisher bewährt hat und sich die Spieler und die Staffmitglieder, die allesamt bereits geboostert worden sind, bisher vorbildlich verhalten haben.» Bei YB sind vor dem Trainingsstart am Montag zwei Spieler positiv getestet worden: Felix Mambimbi und Cédric Zesiger.

Spycher: «Es gab keine Alternative»

YB-Sportchef Christoph Spycher zur Absage: «Natürlich wären wir in normalen Zeiten gern nach Estepona gereist, weil wir dort ideale Bedingungen vorgefunden hätten und ein Trainingslager stets die Möglichkeit bietet, auf und neben dem Rasen gezielt miteinander zu arbeiten. Aber in Anbetracht der gegenwärtigen Lage und unter Berücksichtigung aller Eventualitäten gab es für uns keine Alternative, als das Trainingslager schweren Herzens abzusagen.»

Weitere Absagen sind so gut wie sicher

Auch die Camps von Sion und Luzern (beide in Marbella) sowie St. Gallen (Algorfa, Spanien) stehen vor der Absage. Auch der FCZ (Belek, Türkei) und GC (Jerez de La Frontera, Spanien) werden kaum fliegen.


https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 21717.html

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 6. Januar 2022, 01:13 
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Wegen Corona

YB bläst sein Trainingslager ab

Die Young Boys reisen zur Vorbereitung der Rückrunde nicht nach Spanien, sondern trainieren in Bern. Man wolle in der aktuellen Lage das Risiko so gering wie möglich halten, heisst es beim Meister.

Die Bedingungen wären verlockend gewesen. 23 Grad und Sonne satt sind für Montag in Estepona gemeldet. An der Costa del Sol in Südspanien hätten sich die Young Boys ab nächster Woche während neun Tagen intensiv auf die am 29. Januar startende Rückrunde vorbereitet. Nun ist die sportliche Führung zum Schluss gekommen, dass Trainingslager abzusagen.

«Natürlich wären wir in normalen Zeiten sehr gern nach Estepona gereist», sagt Sportchef Christoph Spycher. Aber angesichts der aktuellen Corona-Lage sah sich YB gezwungen, auf das Camp zu verzichten. Das Risiko neuer Ansteckungen soll so klein wie möglich gehalten werden. «Wir werden uns gezielt in Bern auf die zweite Saisonhälfte vorbereiten.»

Neue Testgegner werden gesucht

Sämtliche Spieler und Mitglieder des Staff wurden am Montag zum Trainingsauftakt auf Corona getestet, dabei waren Cédric Zesiger und Felix Mambimbi positiv und begaben sich umgehend in Isolation. Noch vor Weihnachten erhielten der Staff und die Mannschaft zudem die Booster-Impfung. Gereist wäre YB per Charterflug, bewegt hätten sie sich in Spanien in der aus dem Europacup bekannten Blase zwischen Hotel und Trainingsplatz.

«Aber unter Berücksichtigung aller denkbaren Eventualitäten gab es für uns keine Alternative», sagt Spycher. Die beiden Testspiele gegen die Ungarn von Fehervar und Red Bull Salzburg sind abgesagt, die Young Boys arbeiten nun ein neues Programm aus. Am Samstag treffen sie wie geplant auf den FC Thun, am 22. Januar nacheinander auf Winterthur und Lausanne.


https://www.bernerzeitung.ch/yb-blaest- ... 9294734775

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2021/2022
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 6. Januar 2022, 01:26 
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BSC Young Boys: Kein Trainingslager in Spanien

Wie der FC Basel und Lugano verzichtet auch der BSC Young Boys auf ein Winter-Trainingslager im Ausland. Die Berner reisen nicht nach Spanien.

Das Wichtigste in Kürze

- YB verzichtet auf das Trainingslager im spanischen Estepona.
- Die Absage sei aufgrund der Entwicklungen rund um das Coronavirus alternativlos.

Nach dem FC Basel und Lugano hat nun auch der BSC Young Boys sein geplantes Winter-Trainingslager abgesagt. Die Berner wollten ursprünglich vom 10. bis 18. Januar ins spanische Estepona reisen.

Die Mannschaft werden nun während dieser Zeit im Stadion Wankdorf trainieren, wie der Club am Mittwoch mitteilt. Bei den Bernern seien sämtliche Spieler und Staffmitglieder bereits geboostert.

YB-Sportchef Christoph Spycher erklärt: «Natürlich wären wir in normalen Zeiten sehr gern nach Estepona gereist, weil wir dort ideale Bedingungen vorgefunden hätten.»

Und ergänzt: «In Anbetracht der gegenwärtigen Lage gab es für uns keine Alternative, als das Trainingslager schweren Herzens abzusagen.»


https://www.nau.ch/sport/fussball/bsc-y ... n-66079909

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2021/2022
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 12. Januar 2022, 00:42 
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