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Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
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shalako
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Verfasst: Montag 4. März 2013, 08:35 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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03.03.2013  Zitat: «Es ist ein ziemlich wilder Haufen»
Enrique Andrés Ros, Berner mit katalanischen Wurzeln, über die Gründe, weshalb die Young Boys nicht vom Fleck kommen Der 57-jährige Filmemacher und Spanischdozent Enrique Andrés Ros hat zusammen mit Norbert Wiedmer 2010 den Film «Meisterträume» geschaffen. YB ist für ihn eine Herzensangelegenheit.
Herr Ros, was können Sie mit dem Begriff «veryoungboysen» anfangen?
Enrique Andrés Ros: Als Linguist betrachte ich ihn als kreatives Element der Sprache. Er ist ein Beispiel dafür, wie neue Worte und Begriffe entstehen und in Umlauf kommen.
Hat das Wort eine Berechtigung?
Als es kreiert wurde, sicher. Jetzt ist es leider so, dass YB nicht mal mehr etwas «veryoungboyst». «Veryoungboysen» heisst ja, dass man nahe an etwas dran ist, um es dann im letzten Moment zu verbocken. Ich sehe aber bei YB momentan ein Dümpeln im Graubereich; in einer formlosen Unbedeutung. Was noch schlimmer ist.
War die Saison 2009/10, die Sie «zufällig» für Ihren Film «Meisterträume» erwischt haben, besonders symbolhaft für «Veryoungboysen»?
Es war der Höhepunkt. Seit Ewigkeiten ist YB nicht mehr so nahe am Meistertitel gewesen – und vergibt 13 Punkte Vorsprung auf den FCB. Das ist schon bitter!
Hat Ihnen der Krebsgang in der Endphase jener Saison die Arbeit erschwert?
Nein, wir haben sehr diskret gearbeitet und es geschafft, eine gewisse Nähe zu den Leuten aufzubauen. Wir waren sogar am Tag der Finalissima in der Kabine. Trainer Vladimir Petkovic, der das erlaubt hat, bewies eine grosse Offenheit.
Hat Ihnen die extreme Nähe zu YB Indizien geliefert, weshalb der Klub seit 1987 einem Titel hinterherläuft?
Es sind verschiedene Elemente, die zusammenspielen und eine Negativspirale am Laufen halten. Eines davon ist die Geschichte. Diese lastet schwer auf YB. Sich gegen sie zu stemmen, sich gegen dieses «Veryoungboysen» zu wehren, ist ein Faktor, der eine Rolle spielt. Für jemanden, der bei YB arbeitet, ist das Selbstverständnis anders, als für jemanden beim FC Basel.
Was haben Sie für eine Erklärung, dass YB nicht vom Fleck kommt?
Ich habe das Gefühl, die Verpflichtung von Christian Gross war der hilflose Versuch des grossen Befreiungsschlages. Der Schuss ging nach hinten los; wie auch das Engagement von CEO Ilja Kaen zig. Was YB fehlt, ist die Verankerung in hiesigen Strukturen. Die Geldgeber kommen von auswärts. Die Gebrüder Rihs sind vor allem Geschäftsleute, für die YB mehr Business ist als eine Her zensangelegenheit.
Die «Berner Zeitung» hat am Donnerstag von 12 bis 15 Millionen Verlust allein im Jahr 2012 geschrieben.
Man hat eben mit der ganz grossen Kelle angerichtet; wollte sich von früheren Führungscrews abgrenzen und signalisieren: Jetzt wird alles besser. Doch wie gesagt: Das Zünden der dritten Phase ging in die Hose.
Waren die Entlassungen von Petkovic und Stadionchef Niedermaier falsch?
Stefan Niedermaier ist eine charismatische Figur. Er ist verankert, in Bern, war bei den Mitarbeitern extrem beliebt. Und dann entlässt man so jemanden!
Wäre alles besser geworden ohne Niedermaiers Entlassung?
Das weiss ich nicht. Ich habe, wie viele andere, dieser Figur einfach ein grosses Vertrauen entgegengebracht.
Weshalb hat nicht einmal Meistermacher Christian Gross mit YB reüssiert?
Die Verpflichtungen von Gross und Pascal Zuberbühler wurden als von aussen oktroyiert wahrgenommen. Es sind wenige Berner damit warm geworden. Was auch mit der Art des Fussballs, den Gross repräsentiert, zusammenhängt. Er war ein grosser Name, der seinen Zenit überschritten hat.
Liefe es besser, wenn YB in Berner Händen wäre?
Schauen Sie sich den FC Barcelona an: Von den Trainern bis zu den Spielern sind fast alle Katalanen. Oder zumindest entstammen diese dem eigenen Nachwuchs. Die Strukturen sind lokal und in der Geschichte des Klubs verankert. In Bern ist dies nicht der Fall. Viele der grossen Fussballmannschaften sind in Städten zu Hause, die ein starkes Bürgertum und, als Gegenpol, ein gewisses Proletariat haben. Das Bürgertum steht für das Geld und das Proletariat für das Fantum. Das schafft riesige Energien. Bern aber ist eine Beamtenstadt …
Ist die Mannschaft von YB falsch zusammengestellt?
Es ist ein ziemlich wilder Haufen. Es fehlt eine klare Strategie: Was für einen Fussball wollen wir spielen? Wohin wollen wir? Um etwas aufzubauen, braucht man Jahre. Fussball ist aber schnelllebig.
Sie vermissen eine kluge Aufbauarbeit.
Basel und GC haben viele Spieler aus der eigenen Region. Tatkräftige Secondos auch, die Energie bringen. Das ist in Bern nicht so der Fall. Es fehlen auch Leader- und Identifikationsfiguren.
Auch Sportchef-Rückkehrer Fredy Bickel ist ein Auswärtiger.
Aber er wird als «Einer von uns» angeschaut. Er kennt die Geschichte und den Druck. Man muss ihn arbeiten lassen. Aber es kann lange dauern. Man hat immer gesagt, YB habe fünf Jahre Rückstand auf den FCB, aber inzwischen sind es vielleicht sogar zehn geworden. Was der FC Thun macht: Hut ab. Dieser optimiert in seinem Bereich, was er kann. Bei YB ist das anders.
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shalako
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Verfasst: Montag 4. März 2013, 08:36 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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03.03.2013  Zitat: Von allem zu viel
YB verliert zu viele Punkte, hat zu viele Spieler auf der Lohnliste und ein viel zu hohes Defizit – Sportchef Fredy Bickel steht einige Arbeit bevor, um die Altlasten loszuwerden BERN Diesen Winter fielen bei Fredy Bickel die Ferien aus, die Arbeit rief. Und was will er im Sommer ändern, wenn er sich schon daran gewöhnt hat? Auch dann muss er auf Ferien verzichten. Beklagen mag er sich deshalb nicht.
«Ich wusste, worauf ich mich einlasse», sagt er. Zu diesem Wissensstand gehört auch, dass YB letztes Jahr irgendwo zwischen 12 und 15 Millionen Franken Verlust machte. Diese Informationen hat er noch im November erhalten.
Es ist nicht Fatalismus, der aus dem Sportchef der gebeutelten Berner spricht. Dafür ist er zu jung im Amt. Aber es ist der Realismus, der in diesen schwierigen Tagen helfen kann.
Die Vorbereitung war, berichtet Bickel, noch gut gewesen, das erste Punktspiel gegen Luzern wurde gewonnen; und dass das so war, dass es trotz dürftiger Leistung, eines Platzverweises und einer verspielten 2-Tore-Führung zum 3:2 reichte, genau das gab Bickel die Hoffnung auf eine bessere Fortsetzung.
«Eine normale Mannschaft nimmt so viel Wind mit, dass sie in einen Lauf kommt», sagt er. Diese Berner Ausgabe jedoch fuhr am Samstag danach nach Zürich, war gegen GC chancenlos und verlor 0:2. Sie fuhr heim, hörte, wie der Sportchef mit ihr redete, wie er versuchte, sie aufzurichten und ihr beizubringen, dass das nur ein Ausrutscher gewesen sei. Dann fuhr sie gleich nochmals nach Zürich, diesmal zum FCZ, war diesmal gar desolat und ging 0:4 unter. Und Bickel musste erkennen: «Wenn das so ist, gehen einem die Argumente aus.»
Die Woche nach der Selbstaufgabe im Letzigrund ist für Bickel nicht anders gewesen als jene zuvor. Ein 0:4 ändere nichts am 0:2, erklärt er. Und: Die Mannschaft habe sich nicht verändert, sie habe einfach nur einmal mehr verloren, sagt er.
Ein 0:4 als Bestätigung, was diesem YB alles fehlt
Im Stade de Suisse treten die Young Boys akzeptabel auf, vielleicht auch heute gegen St. Gallen. Dank 21 Punkten haben sie die drittbeste Heimbilanz. Auswärts dagegen werden ihre Defizite deutlich, da heisst der Stand: 11 Spiele, 1 Sieg, 7 Niederlagen, 6 Punkte, 9:20 Tore. Nur Servette und Thun bringen es fertig, auf fremden Plätzen noch erfolgloser zu sein.
Bickel tut sich schwer, den Spielern nach einer Niederlage etwas «um die Ohren zu hauen». Weil er von ihnen wie nach dem 0:4 gegen den FCZ sofort hört: «Tut uns leid. Aber wir können nicht mehr reagieren, wenn es nicht läuft.» Dabei ist genau das die Bestätigung dafür, was ihnen fehlt: Widerstandskraft, Herz, Charakterköpfe, Struktur.
Struktur ist das Wort, das Bickel aufnimmt, um die Probleme dieses YB aus seiner Sicht zu deuten. Vor lauter Zu- und Abgängen hätten die Spieler gar nie zu einer Mannschaft wachsen können, es gebe zum Beispiel gleich acht zentrale Mittelfeldspieler. Und überhaupt: YB hat zu viele Spieler, viel zu viele. 40 wären es im Sommer, wenn alle Leihspieler zurück-kämen und Bickel diesen Winter nicht schon erste Korrekturen gemacht hätte. 40 bedeuteten Verhältnisse wie bei Magath einst in Wolfsburg.
Der Berner Sportchef wird weiter abspecken müssen, mehr als rund 25 Spieler braucht auch YB nicht, schon gar nicht auf der Lohnliste. Ob Bickel mit den Wintertransfers von Affolter, Gerndt und Afum eine gute Hand gehabt hat, muss sich erst zeigen. Wie sich auch zeigen muss, was aus Martin Rueda wird. Wie sehr der Trainer unter Druck ist, erfährt Bickels aus Anrufen, Mails und SMS; davon wird er überhäuft.
Dass Bickel die Zukunft mit Rueda planen möchte, das ist so. Er lobt seine Arbeit. Und doch weiss er: «Man braucht Resultate, um in Ruhe weitermachen zu können.»
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shalako
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Verfasst: Donnerstag 7. März 2013, 10:09 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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07.03.2013  Zitat: «Ich sehe bei YB momentan ein Dümpeln im Graubereich»
Der 57-jährige Filmemacher Enrique Andrés Ros hat zusammen mit Norbert Wiedmer den Film «Meisterträume – eine Berner Fussballgeschichte» geschaffen. Im Gespräch nennt er die Gründe, warum YB nicht vom Fleck kommt.
Mit Enrique Andrés Ros sprach Markus Brütsch Herr Ros, was können Sie mit dem Begriff «veryoungboysen» anfangen?
Enrique Andrés Ros: Als Linguist betrachte ich ihn als kreatives Element der Sprache. Er ist ein Beispiel dafür, wie neue Worte und Begriffe entstehen und in Umlauf kommen.
Hat das Wort eine Berechtigung?
Als es kreiert wurde, sicher. Jetzt ist es leider so, dass YB nicht mal mehr etwas «veryoungboyst». «Veryoungboysen» heisst ja, dass man nahe an etwas dran ist, um es dann im letzten Moment zu verbocken. Ich sehe aber bei YB momentan ein Dümpeln im Graubereich; in einer formlosen Unbedeutung. Was noch schlimmer ist.
War die Saison 2009/10, die Sie «zufällig» für Ihren Film «Meisterträume» erwischt haben, besonders symbolhaft für «Veryoungboysen»?
Es war der Höhepunkt. Seit Ewigkeiten ist YB nicht mehr so nahe am Meistertitel gewesen – und vergibt 13 Punkte Vorsprung auf den FCB. Das ist schon bitter!
«Die Geschichte lastet schwer auf den Young Boys»
Hat Ihnen die extreme Nähe zu YB Indizien geliefert, weshalb der Klub seit 1987 einem Titel hinterherläuft?
Es sind verschiedene Elemente, die zusammenspielen und eine Negativspirale am Laufen halten. Eines davon ist die Geschichte. Diese lastet schwer auf YB. Sich gegen sie zu stemmen, sich gegen dieses «Veryoungboysen» zu wehren, ist ein Faktor, der eine Rolle spielt. Für jemanden, der bei YB arbeitet, ist das Selbstverständnis anders als für jemanden beim FC Basel.
Was haben Sie für eine Erklärung, dass YB nicht vom Fleck kommt?
Ich habe das Gefühl, die Verpflichtung von Christian Gross war der hilflose Versuch des grossen Befreiungsschlages. Der Schuss ging nach hinten los; wie auch das Engagement von CEO Ilja Kaenzig. Was YB fehlt, ist die Verankerung in hiesigen Strukturen. Die Geldgeber kommen von auswärts. Die Gebrüder Rihs sind vor allem Geschäftsleute, für die YB mehr Business ist als eine Herzensangelegenheit.
Die «Berner Zeitung» hat am Donnerstag von 12 bis 15 Millionen Verlust allein im Jahr 2012 geschrieben.
Man hat eben mit der ganz grossen Kelle angerichtet; wollte sich von früheren Führungscrews abgrenzen und signalisieren: Jetzt wird alles besser. Doch wie gesagt: Das Zünden der dritten Phase ging in die Hose.
Waren die Entlassungen von Petkovic und Stadionchef Niedermaier falsch?
Stefan Niedermaier ist eine charismatische Figur. Er ist verankert, in Bern, war bei den Mitarbeitern extrem beliebt. Und dann entlässt man so jemanden!
Wäre alles besser geworden ohne Niedermaiers Entlassung?
Das weiss ich nicht. Ich habe, wie viele andere, dieser Figur einfach ein grosses Vertrauen entgegengebracht.
«Es ist ein ziemlich wilder Haufen»
Weshalb hat nicht einmal Meistermacher Christian Gross mit den Young Boys reüssiert?
Die Verpflichtungen von Gross und Pascal Zuberbühler wurden als von aussen oktroyiert wahrgenommen. Es sind wenige Berner damit warm geworden. Was auch mit der Art des Fussballs, den Gross repräsentiert, zusammenhängt. Er war ein grosser Name, der seinen Zenit überschritten hat.
Ist die Mannschaft von YB falsch zusammengestellt?
Es ist ein ziemlich wilder Haufen. Es fehlt eine klare Strategie: Was für einen Fussball wollen wir spielen? Wohin wollen wir? Um etwas aufzubauen, braucht man Jahre. Fussball ist aber schnelllebig.
Sie vermissen eine kluge Aufbauarbeit.
Basel und GC haben viele Spieler aus der eigenen Region. Tatkräftige Secondos auch, die Energie bringen. Das ist in Bern nicht so der Fall. Es fehlen auch Leader- und Identifikationsfiguren.
Auch Sportchef-Rückkehrer Fredy Bickel ist ein Auswärtiger.
Aber er wird als «Einer von uns» angeschaut. Er kennt die Geschichte und den Druck. Man muss ihn arbeiten lassen. Aber es kann lange dauern. Man hat immer gesagt, YB habe fünf Jahre Rückstand auf den FCB, aber inzwischen sind es vielleicht sogar zehn geworden. Was der FC Thun macht: Hut ab. Dieser optimiert in seinem Bereich, was er kann. Bei YB ist das anders.
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shalako
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Verfasst: Montag 11. März 2013, 09:19 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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11.03.2013  Zitat: YB auf lähmendem Schlingerkurs
Die Young Boys haben Tradition und Geld, aber weder Erfolg noch Identität. Eine Ursachensuche.
Was haben sie in Bern nicht schon alles erzählt, wenn es um ihren Fussballclub gegangen ist. Und was haben sie hier nicht alles für Leute geholt, um endlich wieder einmal da zu sein, wo ihre Young Boys 1986 zuletzt waren: auf Platz 1 in der Meisterschaft.
Präsident Benno Oertig setzte im Herbst 2010 «Blick»-Sportchef Ilja Kaenzig bei YB als CEO ein und glaubte bereits, mit ihm ein Stück Bundesliga verpflichtet zu haben. Kaenzig wiederum, ehemals Zuarbeiter von Rainer Calmund in Leverkusen und gescheiterter Sportchef in Hannover, lockte Hansruedi Hasler als Technischen Direktor nach Bern und verkündete: Hasler solle Philosophie, Strategie und Spielstil vorgeben.
Alle zusammen verpflichten sie Christian Gross, und sie dachten: Jetzt wird alles wunderbar. So, wie es einmal war, in den 50er-Jahren, als die Young Boys viermal in Folge Meister wurden.
Die Vereinsbesitzer Andy und Hans-Ueli Rihs liessen sich von ihrem Vertrauten Oertig viel aufschwatzen. Erzählten von neuen Strukturen, die zuvor nicht gestimmt hätten. Redeten von der neuen operativen Führung, von Kaenzig, Hasler, Gross. Und sagten: «Das Gerüst steht nun.» So plauderten sie vor knapp eineinhalb Jahren daher, Mitte Dezember 2011 im «SonntagsBlick».
Von fehlender Führung und enttäuschten Träumen
Das Gerüst ist schnell krachend eingestürzt. Gross wurde im April 2012 abgesetzt, Oertig zog sich im Sommer zurück, Kaenzig musste im Oktober gehen, Hasler füllt inzwischen in einem gesundheitsschonenden Halbtagespensum die Stabstelle Projekte aus. Was den Rihs-Brüdern bleibt, ist nicht zuletzt der Schaden - Folge schwacher Führung und überbordender Lust zum Geldausgeben.
Den Verlust von gegen 15 Millionen Franken für das letzte Betriebsjahr können sie verkraften. Das entspricht noch nicht einmal einem Prozent ihres Vermögens, das die «Bilanz» auf 1,75 Milliarden schätzt. Besser macht es das gleichwohl nicht. YB ist ein Club auf lähmendem Schlingerkurs.
Die Rihs drängen nicht in die Öffentlichkeit, und wenn sie denn einmal in Erscheinung treten, kokettieren sie mit ihrem fussballerischen Nichtwissen. YB verstehen sie als Teil einer Investition. Denn zur Sport und Event Holding AG, die in ihrem Besitz ist, gehört nicht nur YB, sondern das Stadion, vor allem dieses Stade de Suisse. Sie träumen davon, die AG eines Tages mit Gewinn verkaufen zu können. Dafür aber brauchen sie ein starkes YB. Und das haben sie nicht.
Die Young Boys schnupperten in den letzten Jahren wohl am grossen Erfolg. Sie wurden 2008 Zweiter unter dem unscheinbaren Martin Andermatt. Sie wurden es in der Folge zweimal unter Vladimir Petkovic, der draufgängerischen Fussball spielen liess. Im Herbst 2010 verlor Petkovic mit Stefan Niedermaier seinen mächtigsten Fürsprecher; der CEO musste gehen, weil Oertig, der polternde Präsident auf vergeblicher Suche nach Anerkennung, seine Macht fürchtete. Bald darauf genügte Petkovic nicht mehr, obschon YB unter ihm noch auf Platz 3 lag.
Dann kam Gross, der Meistertrainer aus Zürcher und Basler Tagen, und mit ihm kam der Versuch, den Bernern Siegermentalität zu vermitteln. Er war unnachgiebig, und die Spieler, denen seine Art nicht passte, fanden mit ihren Klagen über seinen angeblich veralteten Führungsstil stets Gehör bei der Führung. Beobachter jener Zeit sagen heute, genau das sei das Problem: Die Spieler bei YB seien verweichlicht. Gross musste nach nur zehn Monaten gehen - auch deshalb, weil sich die Zuschauer vom Fussball unter ihm abzuwenden begannen. In der Vorrunde hatte der Schnitt noch 23 300 betragen, nachher brach er auf 18 300 ein. Davon hat sich YB bis heute nicht erholt.
«Du musst mit dieser Mannschaft arbeiten. Fertig!»
Jetzt sitzt Martin Rueda im Trainingsanzug von YB im Eleven, einem Restaurant des Stade de Suisse. Der Wechsel von Gross zu Rueda dokumentiert die Abkehr grossspuriger Pläne. Bei Gross war es anfänglich so, dass man machte, was er sagte. Rueda dagegen hörte, als er aus Lausanne kam: «Du musst mit dieser Mannschaft arbeiten. Fertig!» Die Order erteilte Kaenzig.
In Bern sagen sie Kaenzig eine ausgeprägte Lust zum Geldausgeben nach. Sie sagen, vor ihm habe keiner der Spieler ein höheres Grundgehalt als 30 000 Franken im Monat gehabt, unter ihm habe die Hälfte mindestens 50 000 Franken erhalten. Sie reden von einer Lohnsumme, die sich innert drei Jahren auf 15 Millionen verdreifacht habe, vom inzwischen an Basel verkauften Raul Bobadilla, der auf eine Million pro Jahr kam. So also tun sie das. Kaenzig schweigt, weil er Bitten um Rückrufe unbeantwortet lässt.
Als Rueda in Bern anfing, erkannte er schnell, dass die Mannschaft «unglücklich» zusammengestellt worden sei. Heute redet er von einem «aufgeblasenen Apparat», von Spielern, die «links und rechts» eingekauft worden seien. 35 Spieler hat YB derzeit noch unter Vertrag inklusive Leihgaben. Mindestens zehn müssen im Sommer abgegeben werden, bevor die nötigen Korrekturen im Kader gemacht werden können.
Der Befund ist unerfreulich für Fussball-Bern: Dieses YB taugt nicht, um die hohen Erwartungen zu erfüllen. Rueda vermisst in seiner Gruppe mehr Leadertypen, zumal ein Christoph Spycher bis April wegen einer Knieoperation ausfällt. Es sind die Typen, die dieses konstante Auf und Ab verhindern könnten, dieses Wechselbad von Siegen daheim und Niederlagen auswärts. Diese Typen, die für Stabilität und Struktur in der Mannschaft sorgen könnten, die fern von Bern nicht gleich beim ersten Gegentor den Widerstand aufgeben. «GC und Basel haben mehr Leader im Team», sagt Rueda, «das ist der Unterschied zu uns.»
Die Young Boys suchen ihren Weg, ihre Identität, wie sie heute der FC Basel besitzt. Welten trennen sie von ihm, auch was Titel und Transparenz angeht. Sie haben wohl dank der Historie einen guten Namen, aber müssen weiter an der inneren Festigkeit arbeiten. Noch im letzten Sommer hatte Rueda den Eindruck, dass im Verein «nicht alle in die gleiche Richtung ziehen». Wobei das jetzt anders sei, fügt er bei.
Ruedas Erkenntnis und das Problem mit den Rihs
Der Trainer möchte Forderungen stellen, das ist zu spüren, bei aller Zurückhaltung, die ihn ausmacht. Er möchte über den Sommer hinaus in Bern bleiben, er möchte neue Spieler, er möchte Zeit haben, um seine Vorstellungen umzusetzen. Rueda möchte dies und das. Aber eines vergisst er nie und sagt es darum mehrmals: «Ich brauche Resultate.»
An Platz 4 denkt er, an einen Platz in der Europa League. Sion liegt im Moment nur fünf Punkte vor YB. Ein paar Heimsiege allein reichen jedoch nicht aus, um diesen Rückstand aufzuholen. Es braucht Auswärtssiege, deutlich mehr als diesen einen in bislang elf Spielen. Am besten schon heute in Basel.
Der neue Sportchef Fredy Bickel ist angetan von Ruedas (Trainings-) Arbeit. Rueda stützt sich darauf. Nur weiss keiner, was die beiden Besitzer denken und wollen. Das ist das Problem von YB. http://www.derbund.ch/sport/fussball/YB ... y/21577490
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shalako
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Verfasst: Dienstag 12. März 2013, 08:18 |
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12.03.2013  Zitat: YB-Fans sind verzweifelt und resignieren
YB kommt nicht vom Fleck: Nach der Schlappe gegen FC Basel sind die Fans erzürnt. Ihr Hinweis Art des Fehlers Rechtschreibung/Grammatik Sachlich Technisch Senden «Dieses Trauerspiel schaue ich mir nicht länger an», meint YB-Fan Manuel Flückiger nach dem Match der Young Boys vom Sonntag. Er werde sein Saisonabi verschenken. Nach der 0:3 Niederlage gegen den FC Basel liessen Fans im Internet ihrem Unmut freien lauf: «Die Mannschaft ist tot» oder «Abgrundtiefe Momente» schreiben die Anhänger im YB-Forum. Seit dem 2. September haben die Young Boys bei Auswärtsspielen nicht mehr gewonnen und sind auf den enttäuschenden 6. Rang gefallen. Nun reisst den Fans der Geduldsfaden, immer mehr fordern, dass Trainer Martin Rueda ersetzt wird: «Ich frage mich langsam ob die Aufgabe nicht zu gross für ihn ist», schreibt etwa Ramon Flückiger auf Facebook.
Selbst die Rückkehr von «YB-Messias» Fredy Bickel vermochte die Mannschaft bisher nicht zurück auf Siegeskurs zu bringen. Der Sportchef war Ende 2012 unter grossem Jubel der Fans zu YB zurückgekehrt. Er hat Verständnis für den Unmut: «Es liegt auf der Hand, dass die jetzige sportliche Situation bei YB niemanden zufriedenstellt.» Auch Brian Ruchti vom Radio Gelb-Schwarz spürt den Frust bei den Fans. Aber es sei wichtig jetzt Geduld zu haben: «Rueda und Bickel hatten bisher kaum Zeit zu Wirken. YB muss jetzt erst mal zur Ruhe kommen», so Ruchti. http://www.20min.ch/schweiz/bern/story/ ... n-29780292
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shalako
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Verfasst: Dienstag 12. März 2013, 08:27 |
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12.03.2013  Zitat: YB im grossen Schatten Basels
Der stabile, starke, selbstbewusste Primus FC Basel ist dem einstigen Rivalen YB in allen Belangen enteilt. Auf die Young Boys wartet ein langer Weg zurück nach oben.
Es ist gar nicht so lange her, da duellierten sich Basel und YB auf Augenhöhe. Es ging um Titel und Pokale, und die gewann Primus FCB, das schon, doch immerhin waren die Young Boys stolzer Herausforderer und unglücklicher Finalissima-Teilnehmer. 2008 war das und 2010. Derzeit aber sind die kriselnden Berner so weit von den beeindruckend starken Baslern entfernt, dass der Abstand zum FCB die sportlichen und finanziellen Sünden der letzten drei Jahre im Stade de Suisse perfekt illustriert.
Am Sonntag unterlag YB in Basel 0:3. Die Berner brachen nach ordentlichem, couragiertem Beginn ein. Es fehlte an Spielern, die an eine Wende glaubten, und an Leaderfiguren, welche die Berner hätten anleiten können.
Und die Frage vorgestern war: Was ist schlimmer für YB – Resignation oder Überforderung?
Basel arbeitet besser
Den souveränen Baslern reichte eine solide Leistung, um den einstigen Rivalen nahezu im Vorbeigehen 3:0 zu bezwingen. «Es war bitter für YB, weil wir effizient waren», sagte Basels Goalie Yann Sommer. Und die FCB-Fans erinnerten die Gäste spöttisch daran, dass diese schier ewig auf einen Titel warten.
Und die Frage vorgestern war: Was ist schlimmer für YB – Mitleid oder Häme?
Während die Basler sich in den letzten Jahren mit kluger Personalpolitik und ruhiger, kompetenter Vereinsführung zur klaren Nummer 1 im Fussballland entwickelten, arbeiteten die Verantwortlichen bei YB seit Sommer 2010 derart schlecht, dass die neuen Führungskräfte auf einer Grossbaustelle erst einmal kräftig aufräumen müssen. «Wir brauchen Zeit», sagt der neue Sportchef Fredy Bickel. Er muss ein breites, teures, relativ prominentes, aber äusserst schlecht zusammengestelltes Kader verwalten. Rund 35 Fussballer stehen inklusive der ausgeliehenen Spieler auf der Lohnliste.
Dem FC Basel steht ein breites, teures, ziemlich prominentes und äusserst klug zusammengestelltes Kader zur Verfügung. Der Konkurrenzkampf ist hart, doch der Coach Murat Yakin ist von sich überzeugt, sehr erfolgreich und absolut unbestritten. Egal, was er anordnet. Selbst wenn er Yann Sommer und Aleksandar Dragovic, Valentin Stocker und Marco Streller für drei Wochen zur U-21-Auswahl schicken würde, gäbe es wohl kaum Kritik.
Potenzial und Geld bei YB
Die Basler arbeiten zielstrebig, sie haben auch den heiklen Umbau des Teams im letzten Sommer mit den Abgängen von Xherdan Shaqiri, Granit Xhaka und David Abraham sowie dem Rücktritt von Benjamin Huggel ausgezeichnet moderiert. Ihre Spielersuche ist formidabel.
Bei YB dagegen wurde seit 2010 eher planlos Personal eingekauft. Es gab eine Philosophieänderung nach der anderen. Und jetzt kämpft Trainer Martin Rueda um einen neuen Vertrag. Er sagt: «Ich brauche Resultate.» Die Berner rangieren im Mittelmass der Liga auf Rang 6. Nur die Low-Budget-Teams Thun, Lausanne und Servette sowie Luzern sind derzeit schlechter klassiert.
Die Hoffnung jedoch stirbt immer zuletzt, auch bei YB, das sich mit neuer Crew wieder auf einem guten Weg wähnt. Gar Aufbruchstimmung ist zu spüren. Potenzial und Geld jedenfalls sind vorhanden, um mit dem zweithöchsten Budget der Liga hinter Basel wieder an der Spitze mitzuspielen. Vorerst ist YB nur Meister im Schuldenmachen. Und es ist vielleicht das Schlimmste am Berner Absturz, trotz 15-Millionen-Franken-Verlust im Jahr 2012 auch sportlich erneut den Zielen hinterherzulaufen. http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/11656412
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shalako
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Verfasst: Dienstag 19. März 2013, 09:11 |
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19.03.2013  Zitat: Bickel stützt Rueda weiter
Die Verantwortlichen sind ratlos und die Spieler verunsichert. Doch trotz Krise und Tristesse gibt es bei YB keinen Trainerwechsel.
«Ich gehe davon aus», antwortet Fredy Bickel zurückhaltend. Die Frage war, ob Martin Rueda auch am Ostermontag in Lausanne auf der YB-Trainerbank Platz nehmen wird. Es ist eine Aussage, die Raum für Spekulationen offenlässt. Und genau das will Bickel nicht. Also schiebt er rasch nach: «Ich muss das ja so sagen. Ich glaube nicht, dass ein Trainerwechsel die richtige Massnahme ist. Aber man weiss nie, was alles passieren kann.»
Keine Kritik am Trainerstab
Bern ist ein hektischer Fussballstandort, es wirken teilweise unberechenbare Kräfte, das alles weiss Bickel. Er ist erst seit Anfang Jahr wieder bei YB und hätte sich das alles niemals so schwierig und kompliziert vorgestellt. Auf der Grossbaustelle YB gibt es einen Brennpunkt nach dem anderen. «Die Arbeit wird uns nicht ausgehen», sagt Bickel.
Wo aber anfangen bei all den Problemen? Bickel hat den blutleeren, harmlosen, schwachen YB-Auftritt vorgestern gegen Sion (0:0) auch am Montagnachmittag nicht verdaut. «Wenn ich heute zum Team sprechen würde, wäre das nicht ideal. Ich muss das zuerst setzen lassen.» Natürlich hat Bickel registriert, dass die Mannschaft schlecht zusammengesetzt ist, dass es unter anderem an Führungsspielern mangelt, dass die Verunsicherung riesig ist, dass es viele weitere Aspekte gibt, die nicht stimmen. Und doch findet er: «So schwach darf man sich in einem Heimspiel nicht präsentieren.»
Weil bei der tristen Nullnummer vor zwei Tagen im bloss noch spärlich besuchten Stade de Suisse kaum ein Aufbäumen zu spüren war, darf man die Frage stellen, ob ein anderer Trainer möglicherweise das Feuer wieder entfachen und das Potenzial im Kader wecken könnte. «Wenn ich das Gefühl hätte, dass Rueda die Spieler nicht mehr erreicht», sagt Bickel, «dann würde ich sofort reagieren.» Und vielleicht sei er mit seiner Kritik am Sonntag nach der Begegnung falsch verstanden worden, ergänzt der Sportchef. Er kritisierte, es könne nicht sein, dass von 30 Freistössen und Eckbällen kein einziger gefährlich gewesen sei und Alexander Farnerud als Tiefpunkt noch einen Elfmeter verschossen habe. «Das war keine explizite Kritik am Trainerstab», sagt Bickel jetzt. «Am Donnerstag wurden ja 90 Minuten Standards geübt. Und Farnerud verwandelte zudem einen Elfmeter nach dem anderen oben links.»
Das Ziel: 3 Spiele, 9 Punkte
Die YB-Spieler vermitteln unterdessen nicht bedingungslos den Eindruck, an eine Wende zum Guten zu glauben. Auf dem Rasen wirken sie nicht besonders leidenschaftlich, freudlos spulen sie ihr Pensum ab. Und Erklärungen für den Kriechgang haben sie auch keine. «Wir müssen einfach weiterarbeiten», sagt der Schwede Farnerud. «Denn wir haben viele gute Fussballer, die besser spielen können.» Er dürfte auch sich gemeint haben. Alain Nef, der Vorkämpfer, meint derweil, es fehle an Selbstvertrauen. «Man traut sich weniger zu», sagt Nef. «Es ist ein Teufelskreis, den wir durchbrechen müssen.» Und Goalie Marco Wölfli findet, man habe sich gegen Sion wenigstens defensiv verbessert präsentiert: «Das war ein kleiner Aufsteller.»
In der tiefen sportlichen und wirtschaftlichen Tristesse bei YB gibt es aber wenig Lichtblicke. Doch es kann im Fussball schnell wieder in die andere Richtung gehen, so ist das, und deshalb hoffen die Young Boys, das heftige Sturmtief bald überstanden zu haben. Ohne Trainerrochade. Die zweiwöchige Nationalmannschaftspause würde sich ja gerade gut anbieten, um einen neuen Coach zu installieren – zumal danach Partien in Lausanne sowie gegen Servette und Thun folgen. Auch mit Rueda müssen gegen die kleinsten Klubs der Liga 9 Punkte das YB-Ziel sein, soll die Europacupqualifikation weiter realisierbar sein. «Und ich hoffe, dass wir mit Martin Rueda den Turnaround schaffen», sagt Fredy Bickel. «Doch ich weiss auch, welche Dynamik entstehen kann, sollten wir in Lausanne 0:3 verlieren.» http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/19029915
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shalako
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Verfasst: Mittwoch 27. März 2013, 20:17 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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27.03.2013  Zitat: YB-Stars überraschen Kinder im Spital
Rund 50 Kinder, die sich über Ostern im Inselspital befinden, erhielten am Mittwoch eine Überraschung der besonderen Art: Statt der Osterhase brachten gleich sechs YB-Spieler Geschenke.
Am Mittwoch bekamen die kleinen Patienten, die sich über Ostern im Spital aufhalten müssen, zum Trost Besuch der YB-Spieler. Neben YB-Trainer Martin Rueda und Asistenztrainer Thomas Häberli brachten die Spieler Mario Raimondi, Scott Sutter und Christoph Spycher, Alain Nef, Marco Wölfli, Ivan Benito Trikots mit, die sie für die Kinder vor Ort unterschrieben.
«Dieser Besuch bedeutet mir viel», sagte YB-Captain Marco Wölfli. «Für uns ist es nur ein kleiner Aufwand aber den Kindern können wir eine grosse Freude machen.» Der Torhüter ist ein grosses Idol für den 12-jährigen Nicolas Leuenberger aus Freiburg. «Es ist einfach super, dass die Spieler uns hier besuchen», sagt Nicolas und strahlt vor Glück. Er ist selbst Fussballer und spielt als Flügel bei Courtepin Team Haut Lac. Im Herbst wurde ihm ein Tumor entfernt, diese Woche verbringt er zur Chemotherapie im Inselspital. «Meine Kondition ist wegen der Therapie schlechter geworden, aber sonst fühle ich mich eigentlich gut.»
Im Kinderspital befinden sich zur Zeit 50 Kinder, von denen bestimmt 30 ihr Trikot persönlich entgegennehmen konnten. Dazu gabs Autogrammkarten und ein kleines Osternestchen vom YB-Team. Die kleinen Patienten waren begeistert die Spieler kennen zu lernen und freuten sich sichtlich über die gelungene Überraschung. http://www.bernerzeitung.ch/region/bern ... y/12702056
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shalako
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Verfasst: Mittwoch 3. April 2013, 10:27 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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03.04.2013  Zitat: Und jetzt lahmt die YB-Offensive
YB steckt im Tief. Trainer Martin Rueda hofft auf eine deutliche Steigerung der neuen Stürmer.
Martin Rueda ist noch im Amt. Man muss das erwähnen, schliesslich wäre der YB-Trainer schon lange arbeitslos, würde man dem «Blick» glauben oder auf den Tenor in Internetforen hören. Fredy Bickel aber, der starke Mann bei den Young Boys, lässt sich weder von Falschmeldungen noch Emotionen leiten. Er sagt nach dem 0:0 in Lausanne: «Die Spieler haben eine Reaktion gezeigt auf die schwache Leistung beim 0:0 gegen Sion.»
Fredy Bickel meint das ernst. Man muss das erwähnen, denn man findet genügend Argumente dafür, die Young Boys für ihre Vorstellung am Ostermontag beim bescheidenen Lausanne zu kritisieren. Nach ordentlichem, schwungvollem Beginn agierten sie ab Mitte der ersten Hälfte erneut harmlos, blutleer, schwach.
Constantin hätte gehandelt
Sportchef Fredy Bickel trennt sich ungern von Trainern, das war schon immer so. Man muss das erwähnen, weil es in den letzten Jahren YB-Trainer gab, die mit besseren Statistiken als Rueda entlassen wurden. «Mir ist schon klar, wie gross der Druck ist», sagt der Coach. Und Bickel, der keine Gelegenheit auslässt, seinen Trainer öffentlich zu stützen, erklärt, Sions Präsident Christian Constantin habe vieles nicht richtig gemacht, eines aber präzise auf den Punkt gebracht: «Am Ende ist der Totomat für einen Trainer entscheidend.»
Christian Constantin entlässt Übungsleiter oft und schnell. Man muss das erwähnen, weil der FC Sion ein Beispiel dafür ist, dass es sich nicht immer lohnt, einen Fussballlehrer vom Hof zu jagen. Martin Rueda jedenfalls kämpft um seinen Job, er will nun die Heimspiele gegen Servette und Thun gewinnen. YB-Captain Marco Wölfli meint, der Trainer lasse sich nicht anmerken, wie schwierig die Situation für ihn sei. «Er arbeitet sehr konzentriert und stellt uns gut ein.»
Vielleicht ist es auch eine Frage der Alternative. Man muss das erwähnen, schliesslich taucht der frühere YB-Trainer Bernard Challandes beinahe bei jeder Partie der Young Boys auf. Bickel schätzt Challandes, den er aus gemeinsamen, erfolgreichen Zürich-Zeiten kennt. «Aber wir haben keinen Trainerbedarf», sagt Bickel. Vielleicht landet Challandes bis Saisonende in Luzern, ehe dort Heiko Vogel übernimmt. Mit dem FCL traf sich Challandes gestern Morgen zu Gesprächen. Und Bickel dürfte sowieso wissen, welchen Trainer er verpflichtet, wenn es mit Rueda doch nicht weitergehen sollte.
Neue Stürmer gefordert
Im Januar engagierte der Sportchef vorerst mal zwei neue Stürmer. Man muss das erwähnen, weil bei YB jetzt zwar endlich die Defensive relativ stabil agiert, dafür aber die Offensive lahmt. Torjäger Raul Bobadilla spielt nun bei Basel, und die Winterpausenzugänge Samuel Afum sowie Alexander Gerndt haben bei YB noch überhaupt nicht überzeugt. «Sie waren auch verletzt», sagt Bickel. «Und Afum spielte über ein Jahr nicht mehr, weil in Ägypten die Liga ruhte.» Auch Rueda glaubt an Afum und Gerndt. «Sie müssen sich an uns gewöhnen, dann werden sie Tore schiessen.» Er bleibt geduldiger als der «Blick» oder Teilnehmer auf Fanforen, wo die Angreifer schon als Fehleinkäufe bezeichnet werden.
Nach drei Partien ohne Tor (0:3 in Basel, 0:0 gegen Sion, 0:0 in Lausanne) benötigen die Young Boys und Rueda am Sonntag gegen Servette dringend Erfolgserlebnisse. Sonst muss sich bald Ruedas Nachfolger mit der YB-Offensive herumschlagen. http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/11894938
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shalako
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Verfasst: Mittwoch 3. April 2013, 15:50 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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03.04.2013  Zitat: YB in der Schaffenskrise und die Suche nach dem Grund
Die Situation um den BSC YB hat sich nach dem unbefriedigenden Resultat gegen Lausanne nicht beruhigt. Leser und Fans der Young Boys suchen nach Gründen und Verantwortlichen für die Misere.
Nach dem 0:0 in Lausanne kochen die Emotionen rund um den BSC YB hoch. Eine weitere Enttäuschung, keine Tore und gänzlich fehlender Kampfgeist lieferten die Basis für heftige Diskussionen über die nahe Zukunft des Vereins. Dass sich YB in einer Schaffenskrise befindet ist keine Neuigkeit.
Der Hauptübeltäter steht für die Leser von bernerzeitung.ch schon länger fest: Martin Rueda. Der Trainer ist und bleibt während der ganzen Saison der liebste Prügelknabe der Medien- und Fanlandschaft und für einen Grossteil der Zuschauer ist das Fass jetzt voll: «Denke das wars für Sie, Herr Rueda. Eine Enttäuschung nach der anderen.», schreibt beispielsweise Leser Köbi Kohler.
Ratlosigkeit und fehlender Elan
Natürlich gehören schlechte Leistungen der Mannschaft in den Verantwortungsbereich eines Trainers, doch die Hauptakteure sind die elf Spieler auf dem Feld. Am Sonntag fehlte jeglicher Elan seitens der Profis, mit Ausnahme von Rechtsverteidiger Gonzalez. Als Zuschauer wird man den Eindruck nicht los, dass auf dem Feld nicht viel zusammenpasst. Fehlpässe und Ratlosigkeit prägten die Szenerie während der 90 Minuten. Es scheint als stünden auf dem Rasen elf Individualisten, die für ihre Verträge und nicht für den Verein spielen.
Da kann auch ein Trainer keine Berge versetzen: «Ein neuer Trainer kann dieser Mannschaft auch nicht mehr helfen. Das Verlierer-Gen hat sich so festgesetzt. Nun gilt es, nach und nach Spieler, welchen die Verträge auslaufen, nicht mehr zu erneuern und dann unbedingt Qualität einzukaufen und nicht Quantität», kommentiert Leser Joachim Kahn die Geschehnisse.
«Ich würde keinen vermissen!»
«Sartsch» konfrontiert die Fans im 1898-Forum ebenfalls mit der Frage nach dem aktuellen Kader: Wer soll bleiben, wer lieber ersetzt werden? Das Resultat ist aus Vereinssicht ernüchternd: «Ganz ehrlich? Ich würde keinen vermissen!» schreibt User Ruben Rubacuori. Ganz so pessimistisch sehen es die meisten nicht, doch einige Namen, die man gerne aus dem Team haben würde, tauchen immer wieder auf. Lecjaks, Sutter, Veskovac, Zverotic, Farnerud, Schneuwly und Affolter sind die meistgenannten Sündenböcke. Das Kader, so die User im Forum, sei zu dicht besetzt und gerade bei fehlender Teilnahme am internationalen Wettbewerb würde es finanzielle Engpässe geben.
Unsicherheit herrscht bezüglich den Neuzugängen Afum und Gerndt und Abwehrchef Alain Nef. «Grundsätzlich denke ich, dass bei vielen Spielern die momentane Unfähigkeit eher vom anscheinend schlechten Umfeld kommt und lasse mich von einem neuen Mann an der Seitenlinie überraschen», konkretisiert Gooner. Doch es fehlt nicht nur an einem charakterstarken Trainer, auch Führungsspieler auf dem Feld sind gefragt. So argumentiert Tom, dass es eigentlich egal sei, welche Spieler kommen und gehen. Zentrale Rollen sollen besetzt werden, genauer brauche es jeweils einen Chef in der Abwehr und einen im Mittelfeld.
Eine solide Basis ist nötig¨
Die Anforderungen an Fredy Bickel und sein Gefolge für die kommende Saison sind gross. Wichtig ist, dass der Verein daran arbeitet, eine solide Basis zu bilden, wieder gemeinsam mit Herz und Kampfgeist zu agieren und den eigenen Nachwuchs zu fördern. «Herr Bickel, ich glaube es ist an der Zeit die neue Saison vorzubereiten», schreibt BZ-Leser Heinz Schneider, «alle die nicht am YB-Strang ziehen, sollten gehen, egal, welcher Name.» http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/27241033
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