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Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
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Haribo
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Verfasst: Sonntag 10. April 2005, 22:26 |
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Registriert: Mittwoch 5. Mai 2004, 15:29 Beiträge: 1036
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ig weiss nid was i dene giele vorgange isch hüt. 0:3 nach 45 minute!!! si die nid parat gsi oder was?
bi froh hei mer keni secondhand usländer (neri usgschlosse)! 
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shalako
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Verfasst: Montag 11. April 2005, 08:08 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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BZ, 11.4.2005
Die ganz grosse Ernüchterung
YB 2, Basel 5 – der FCB hat gestern in Bern eindrücklich belegt, wie weit die Young Boys vom Schweizer Champion entfernt sind. YB-Trainer Hans-Peter Zaugg betrieb nach der brutalen Demütigung schonungslose Kritik.
Die Berner Fahne hinter dem Neufeldstadion wehte auf halbmast – gewissermassen als Zeichen für den miserablen Auftritt der Young Boys zuvor unten auf dem Rasen. Ohne Engagement und ohne Leidenschaft liessen sich die chancenlosen Berner von Basel vorführen. «Der FCB ist eine Klasse stärker als wir», sagte ein desillusionierter Hans-Peter Zaugg. Weil der YB-Trainer diese Worte seit Monaten predigt, darf man sich nicht wundern, mit wie wenig Glauben an eine Überraschung seine Spieler angetreten waren. Zaugg wollte nach dem 2:5 seine Akteure nicht schützen und analysierte schonungslos die Leistung seines Ensembles: «Basel war auf jeder Position besser.» Für einmal betrieb der Coach auch unbarmherzige Einzelkritik. Ihm war die fehlerhafte Darbietung des Torhüters Patrick Bettoni ebenso wenig entgangen wie die unsichere Vorstellung der Abwehr oder die fehlende Zielstrebigkeit im Aufbau. «Gürkan Sermeter ist nur ein Schatten seiner selbst», sagte Zaugg zum Beispiel, «seine starke Form der letzten Saison fehlt uns enorm.» Und auch Thomas Häberli habe sich nie durchsetzen können. Beide wirkungslosen Kreativspieler wurden zur Pause ausgewechselt, doch nach einer desaströsen ersten Halbzeit und beim hoffnungslosen Skore von 0:3 hätte Zaugg eigentlich jeden auf die Bank beordern können. Der talentierte Alain Rochat übte sich derart verbissen im Aufstellen eines Fehlpassweltrekords, dass man sich unweigerlich die Frage stellte, ob der von zahlreichen französischen Klubs umworbene Linksverteidiger in Gedanken gar nicht mehr bei YB ist.
Falsche Position Rochats?
Rochat jedenfalls wäre bei den Young Boys – wie in der Schweizer U21-Auswahl – besser in der zentralen Abwehr aufgehoben, wo Captain Mark Disler und Fernando Carreño überfordert waren. Rochat wäre auch im defensiven Mittelfeld die wirksamere Lösung als Ivan Knez, der vom überragenden Basler Regisseur Matias Delgado eine bittere Lektion erteilt erhielt. Am Ende hatte Delgado nicht nur zwei Tore geschossen und das 1:4 durch Christian Gimenez genial vorbereitet, sondern so dominant und spielstark agiert, dass er sich von seinem strengen Trainer Christian Gross ein seltenes Sonderlob verdiente.
Bei YB dagegen waren zwar die Stürmer Francisco Neri und Stéphane Chapuisat fleissig, war der eingewechselte Patrick De Napoli mit seiner Schnelligkeit noch der Beste, stiessen aber die meisten Fussballer an ihre Limiten. Und so endete dieser Sonntagnachmittag in grosser Katerstimmung. Mit einem Erfolg hätte YB die Meisterschaft wieder spannend machen können und sogar selber noch einmal schüchtern nach ganz oben schielen dürfen – von Rang eins sind die Berner aber so weit entfernt wie ein Kettenraucher von einer asketischen Lebensweise.
Rund dreieinhalb Monate vor dem Einzug ins Wankdorfstadion blieb YB gestern nur die ganz grosse Ernüchterung. Nicht nur Hans-Peter Zaugg sah die gewaltigen Unterschiede zwischen YB und dem FCB. «Wir hatten zu viel Respekt, können aber insgesamt mit Basel einfach nicht mithalten», wiederholte Zaugg, «und ich glaube nicht einmal, dass Basel heute besonders stark gespielt hat.»
Die Drohung Zauggs
Es ist das gute Recht von Hans-Peter Zaugg, auch öffentlich kritisch mit seinem Personal umzugehen. Intern dürfte er die Stellungsfehler und Sorglosigkeiten in der Defensive, den fehlenden Mut im Spiel nach vorne und die generelle Passivität derzeit öfter als ihm lieb ist anprangern. Ähnlich emotionslos wie seine Kicker zuvor ihrer Arbeit (nicht) nachgegangen waren, schloss Zaugg – zynisch, aber durchaus mit bedachten Worten – seinen Rundumschlag: «Heute hat man gesehen, wer bereit ist, die hohen YB-Ziele in der nächsten Saison zu erreichen.» Doch auch kurzfristig sei er nach einer derartigen Vorstellung zu personellen Umstellungen gezwungen. «Am Donnerstag gegen Thun brauchts eine Reaktion von uns», sagte Zaugg. Und: «Die Thuner hätten heute nicht fünf Tore erhalten.» Wenigstens eine Mannschaft im Kanton hält die Berner Fahne derzeit hoch.
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Matchtelegramm:
Neufeld. - 10 550 Zuschauer. - SR Wildhaber. - Tore: 14. Zanni 0:1. 30. Delgado 0:2. 41. Delgado 0:3. 50. Müller (Eigentor) 1:3. 73. Gimenez 1:4. 78. Chapuisat (Foulpenalty) 2:4. 88. David Degen 2:5.
Young Boys: Bettoni; Eugster (80. Steinsson), Carreño, Disler, Rochat; Sermeter (46. De Napoli), Knez, Häberli (46. Melunovic), Urdaneta; Neri, Chapuisat.
Basel: Zuberbühler; Philipp Degen, Zwyssig, Müller, Kleber (67. Smiljanic); Zanni, Huggel (89. Ergic), Delgado, Rossi (84. Sterjoviski); Gimenez, David Degen.
Bemerkungen: YB ohne Magnin (gesperrt), Coubageat, Aziawonou (beide verletzt) und Berisha (rekonvaleszent), Basel ohne Chipperfield (gesperrt), Murat Yakin, Petric und Carignano (alle verletzt). 8. Schuss von Disler an den eigenen Pfosten. 85. Pfostenschuss Gimenez. Verwarnungen: 11. Kleber (Foul), 43. Huggel (Ballwegschlagen), 46. Philipp Degen (Abstand nicht eingehalten), 70. Smilijanic, 74. De Napoli, 90. Zwyssig (alle Foul)
_________________ For Ever
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shalako
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Verfasst: Montag 11. April 2005, 08:09 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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BZ, 11.4.2005
«Wir sind heute überfahren worden»
Beim 5:2 in Bern wurde Leader Basel nicht gefordert. YB steht vor dem Derby am Donnerstag gegen Thun unter Druck.
Nicht immer heisst der Gegner Basel – und ist nach einem 7:1-Sieg des neuen Herausforderers Thun in Aarau besonders motiviert. Das ist aber auch der einzige positive Aspekt für die Young Boys nach der Kanterniederlage gegen den FCB. Neun Verlustpunkte liegen die Stadtberner jetzt hinter Thun, und die Spielplanung wills, dass es bereits in drei Tagen im Neufeldstadion zum Derby gegen den sensationellen Kantonsrivalen kommt. Eine weitere Niederlage würde YB in eine echte Krise stürzen, denn am Sonntag folgt im St.-Jakob-Park die nächste Begegnung mit dem übermächtigen FCB. Es wäre vermutlich besser für die angeschlagene Psyche der YB-Spieler, gar nicht erst nach Basel zu reisen und die drei Punkte dem überlegenen Gegner zu schenken. So könnte YB Kraft sparen für den wichtigen Cup-Halbfinal am übernächsten Mittwoch beim FC Zürich …
Solch revolutionäre Pläne werden die Young Boys nach dem bitteren 2:5 gegen den FCB kaum schmieden. «Wir sind von Basel überfahren worden», sagte Mark Disler, «aber wir sind ein erfahrenes Team und werden auf diesen Rückschlag reagieren.» Des Captains Optimismus in Ehren, doch wenn der FCB konzentriert spielt, sind diese Young Boys schlicht zu wenig stark, um eine Chance gegen den helvetischen Branchenleader zu haben. In der 8. Minute rettete für YB zum ersten und nicht letzten Mal die Torumrandung, nach 14 Minuten erzielte Reto Zanni nach einem Eckball das 0:1, nach einer halben Stunde erhöhte Matias Delgado auf 0:2, und spätestens, als der vorzügliche Basler Spielmacher Delgado mit einem herrlichen Volleyschuss das 0:3 geschossen hatte, war das vermeintliche Gipfeltreffen entschieden.
Zwar erzielten in der zweiten Hälfte auch die Young Boys zwei Tore – doch das 1:3 köpfte Patrick Müller mit einem Eigentor, und den Elfmeter zum 2:4 hatte sich Stéphane Chapuisat mit einer Schwalbe selber vorbereitet. Wenigstens ein YB-Spieler spürte an diesem kalten Nachmittag also den Frühling.
Der FCB stellte den Dreitorevorsprung aber jeweils ohne grösseren Kräfteverbrauch locker wieder her. Die folgenden Partien im Dreitagesrhythmus bieten den Young Boys genügend Möglichkeiten zur raschen Korrektur des ungenügenden Auftritts gestern. Wie sagte doch Disler auch noch: «Wir haben kein Abwehrproblem, sonst hätten wir in dieser Saison nicht so oft zu null gespielt.» Acht Gegentore in den zwei letzten Heimspielen gegen St. Gallen (2:3) und Basel sind aber die für YB wenig schmeichelhafte Realität.
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shalako
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Verfasst: Montag 11. April 2005, 08:11 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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Bund, 11.4.2005
Ohne Chance
Die Young Boys abermals in einem Leistungstief – 2:5-Niederlage gegen den Super-League-Leader FC Basel
Das Gastspiel des FC Basel hat für YB mit der zweiten Heimniederlage hintereinander geendet – und mit der Schmach, nur dank gütiger Hilfe zwei Tore erzielt zu haben und im Schatten des Kantonsrivalen FC Thun zu stehen.
In 111 Tagen feiern die Young Boys die Einweihung ihrer neuen Heimat Stade de Suisse, doch angesichts der jüngsten Darbietungen wären sie wohl glücklich, sie könnten die Übergangslösung im Neufeld möglichst schnell verlassen. Die YB-Leistungen im Stadion des interregionalen Zweitligisten FC Bern werden zunehmend schlechter. Der 2:3-Niederlage vor drei Wochen gegen St. Gallen folgte am Sonntag das 2:5 gegen Super-League-Leader Basel – und abermals kam die erste Halbzeit aus Berner Sicht einem 45-minütigen Aufenthalt in einem tiefen Tal gleich.
Die YB-Fussballer, fast in corpore in einer Leistungsbaisse, waren gegen die Antipoden des FCB ohne Chance und verloren 2:5. Hätten die Arbeiter auf der Baustelle des neuen Stadions in den letzten Monaten ähnlich mangelhaft gearbeitet wie die Berner Spieler vor der Pause, hätte die auf den 30. Juli festgesetzte Einweihung schon längst verschoben werden müssen. Vor der Pause traten im Berner Team fast allenthalben Mängel zutage: Goalie Bettoni kassierte einen unhaltbaren Treffer (das 0:2 durch Delgado); die Innenverteidiger Carreño und Disler waren völlig deroutiert; der linke Aussenback Rochat reihte Fehlpass an Fehlpass. Besonders augenscheinlich wurden die Qualitätsunterschiede im zentralen Mittelfeld: Das YB-Duo Knez/Häberli war den Basler Schaltstellen Huggel und Delgado klar unterlegen. YB-Trainer Hans-Peter Zaugg sagte nach der Partie: «Häberli und Delgado zu vergleichen – das ist eigentlich unfair.»
Zwei barmherzige Samariter
Diese Aussage könnte gar auf eine generelle Ebene gehoben werden – mitunter schien es fast ungerecht, dass die Young Boys mit den Fähigkeiten des FCB konfrontiert wurden. Die Gäste – 2005 auf fremdem Platz, wohlgemerkt, erst mit einem Punktgewinn – traten in den ersten 45 Minuten ähnlich dominant auf wie gewöhnlich im heimischen St.-Jakob-Park. Sie übertrugen die Überlegenheit in der Spielanlage auf die Resultattafel, gestanden den Bernern eine einzige Chance zu und erzielten auf der Gegenseite drei Treffer. Nach der Pause verwalteten sie den Vorsprung geschickt, verliessen sich in der Defensive auf den bestechend sicheren Goalie Zuberbühler und verschwendeten in der Offensive nicht zu viele Energien. YB verdankte die unbedeutenden Torerfolge der Hilfe zweier barmherziger Samariter: FCB-Verteidiger Müller traf per Kopf ins eigene Tor, Schiedsrichter Wildhaber sprach Chapuisat nach einem Gerangel mit Smiljanic einen Penalty zu.
Fünf Tore als Antwort
Dieser (fragwürdige) Entscheid ärgerte die Basler ebenso wenig, wie er der Laune der Berner zuträglich war. FCB-Stürmer Gimenez – glücklich und zufrieden – stützte sich nach dem Schlusspfiff lässig auf der Schulter eines Journalisten auf und sagte, nach dem 7:1 des FC Thun in Aarau sei eine klare Antwort vonnöten gewesen; der FCB scheint die Young Boys weniger zu fürchten als deren Kantonsrivalen. Vermutlich zu Recht – wie auch der YB-Trainer meinte. «Die Thuner Abwehr hätte wohl nicht fünf Tore kassiert», sagte Zaugg beispielsweise vielsagend und realitätsnah. Und nach der Frage, ob seine Mannschaft schlicht einen schlechten Tag erwischt habe, überlegte Zaugg lange. Die individuellen Differenzen klar vor Augen, verneinte er schliesslich.
YB - Basel 2:5 (0:3)
Neufeld. – 10 550 Zuschauer. – SR Wildhaber. – Tore: 14. Zanni 0:1. 30. Delgado 0:2. 41. Delgado 0:3. 50. Müller (Eigentor) 1:3. 73. Gimenez 1:4. 78. Chapuisat (Foulpenalty) 2:4. 88. David Degen 2:5. – Bemerkungen: YB ohne Magnin (gesperrt), Coubagéat, Aziawonou (beide verletzt) und Berisha (rekonvaleszent). Basel ohne Chipperfield (gesperrt), Murat Yakin, Petric und Carignano (alle verletzt). 8. Schuss Dislers an den eigenen Pfosten. 85. Pfostenschuss Gimenez. – Verwarnungen: 11. Kleber (Foul), 43. Huggel (Ballwegschlagen), 46. Philipp Degen (Abstand nicht eingehalten), 70. Smilijanic, 74. De Napoli, 90. Zwyssig (alle Foul).
YB: Bettoni; Eugster (80. Steinsson), Carreño, Disler, Rochat; Sermeter (46. De Napoli), Knez, Häberli (46. Melunovic), Urdaneta; Neri, Chapuisat.
Basel: Zuberbühler; Philipp Degen, Zwyssig, Müller, Kleber (67. Smiljanic); Zanni, Huggel (89. Ergic), Delgado, Rossi (84. Sterjoviski); Gimenez, David Degen.
Abwesend
Zur Pause blieb YB-Trainer Hans-Peter Zaugg länger als gewohnt auf der Spielerbank sitzen, ehe er die Garderobe aufsuchte. Warum? Zaugg sagte nach der Partie, er habe sich überlegt, ob er denselben elf Spielern noch eine Chance geben wolle. Er entschied sich dagegen. Anstelle Thomas Häberlis und Gürkan Sermeters kamen Elvir Melunovic und Patrick De Napoli zum Zug, von welchen sich Zaugg frischen Wind erhoffte. Melunovic war, mit Verlaub, wie Sermeter vor der Pause nur ein laues Lüftchen – De Napoli hingegen sorgte zuweilen für Durchzug in der Basler Abwehr. Positive Aspekte sah der 29-Jährige dennoch keine – er sagte: «Wir waren nicht bereit. Unser Auftreten muss sich schleunigst ändern.»
Wie rasch sich die Darbietungen bessern, kümmert einen Mann nicht mehr, der sowohl Zaugg als auch De Napoli zu YB geholt hat, im Verein aber nicht mehr erwünscht ist: den ehemaligen Sportchef Reto Gertschen. Er sass im Neufeld-Stadion auf demselben Platz wie eh und je, als hätte sich nichts geändert. In Tat und Wahrheit hatte Gertschen letzten Dienstag das Büro räumen und seinem Nachfolger Marcel Hottiger Platz machen müssen. Das Saisonabonnement für die YB-Heimspiele durfte er behalten – ob er sich für die erste Spielzeit im Stade de Suisse eine Dauerkarte kaufen wird, weiss Gertschen noch nicht. Es komme darauf an, wo er künftig arbeiten werde. Der 40-Jährige hat keine Angst davor, keinen neuen Job zu finden.
Finden muss YB in den nächsten Wochen vor allem Verstärkungen fürs Team. Präsident Peter Mast sagte schelmisch lächelnd, vielleicht werde der nächste Zuzug schon heute präsentiert. Auf die Nachfrage, ob dies ernst gemeint sei, sagte Mast, in den nächsten Tagen könne sich «durchaus etwas konkretisieren», doch er wisse nicht, wie weit die zuständigen Techniker fortgeschritten seien. Die entsprechende Ansprechperson, der neue Sportchef Hottiger, war abwesend. Er hätte seinen bisherigen Klub Concordia Basel zum letzten Mal als Trainer betreuen wollen. Doch die Partie gegen Bulle wurde wegen schlechter Witterung abgesagt. (bsn)
_________________ For Ever
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shalako
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Verfasst: Montag 11. April 2005, 08:13 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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NZZ, 11.4.2005
Ein unfaires Duell
Die überforderten Young Boys unterliegen dem Leader FC Basel 2:5
In den vergangenen Tagen rieb sich manch ein Berner Fussballfan verwundert die Augen. Die Young Boys erstaunten ebenso mit dem 300 000 Franken teuren Zuzug des Thuner Mittelfeldspielers Mario Raimondi wie mit dem Engagement des neuen Sportchefs Marcel Hottiger. YB-Präsident Peter Mast legitimierte die Verpflichtung Hottigers unter anderem mit den Erfahrungen, die der ehemalige Sportchef des FC Basel beim Umzug vom Schützenmatte-Provisorium in den St.-Jakob-Park gesammelt habe. Eine derart grosse Züglete steht in Bern im Sommer bevor - und in der Hauptstadt lebt der Traum, YB trete nicht nur mit dem Bezug des neuen «Stade de Suisse» in die Fussstapfen des FCB, sondern dereinst auch bezüglich sportlicher Erfolge. Deshalb ist jeglicher frische personelle Basler Wind - egal, wie wohlklingend der Name - willkommen.
Am Sonntagnachmittag wehte eine Brise übers Neufeld - sowohl im Wort- als auch im übertragenen Sinn. Im kalten Luftzug standen insgesamt 14 YB-Fussballer, die gegen ebenso viele Antipoden des FCB ohne Chance waren und 2:5 verloren. Hätten die Arbeiter auf der Baustelle des neuen Stadions in den letzten Wochen ähnlich mangelhaft gearbeitet wie die YB-Spieler vor der Pause, hätte die auf den 30. Juli festgesetzte Einweihung längst verschoben werden müssen. In der ersten Halbzeit traten in der Berner Mannschaft fast allenthalben Mängel zutage: Der Goalie Bettoni kassierte einen unhaltbaren Treffer (das 0:2 durch Delgado); die Innenverteidiger Carreño und Disler waren völlig deroutiert; der linke Aussenback Rochat reihte Fehlpass an Fehlpass. Besonders augenscheinlich wurden die Qualitätsunterschiede im zentralen Mittelfeld: Das YB-Duo Knez/Häberli war den Basler Schaltstellen Huggel und Delgado deutlich unterlegen. YB- Trainer Hans-Peter Zaugg sagte nach der Partie: «Häberli und Delgado zu vergleichen - das ist eigentlich unfair.»
Diese Aussage könnte gar auf eine generelle Ebene gehoben werden - denn mitunter schien es ungerecht, dass die Young Boys mit den Fähigkeiten des FCB konfrontiert worden waren. Die Gäste, 2005 auf fremdem Platz erst mit einem Punktgewinn, traten in den ersten 45 Minuten derart dominant auf wie gewöhnlich im heimischen St.-Jakob-Park. Sie übertrugen die Überlegenheit in der Spielanlage auf die Resultattafel, gestanden den Bernern eine einzige Chance zu und erzielten auf der Gegenseite drei Treffer. Nach der Pause verwalteten sie den Vorsprung geschickt, verliessen sich in der Defensive auf den bestechend sicheren Goalie Zuberbühler und verschwendeten in der Offensive nicht zu viele Energien. Die Young Boys verdankten ihre unbedeutenden Torerfolge der Hilfe zweier barmherziger Samariter: Der FCB-Verteidiger Müller traf per Kopf ins eigene Tor, der Schiedsrichter Wildhaber sprach Chapuisat nach einem Gerangel mit Smiljanic einen Penalty zu.
Dieser fragwürdige Entscheid ärgerte die Basler ebenso wenig, wie er der Laune der Berner zuträglich war. Der FCB-Stürmer Gimenez - glücklich und zufrieden - stützte sich nach dem Schlusspfiff lässig auf der Schulter eines Journalisten auf und sagte, nach dem 7:1 des FC Thun in Aarau sei eine klare Antwort vonnöten gewesen; der FCB scheint die Young Boys weniger zu fürchten als deren Kantonsrivalen. Vermutlich zu Recht - wie auch der YB-Trainer meinte. «Die Thuner Abwehr hätte wohl nicht fünf Tore kassiert», sagte Zaugg beispielsweise, vielsagend und realitätsnah. Und nach der Frage, ob seine Mannschaft schlicht einen schlechten Tag erwischt habe, überlegte Zaugg lange - um schliesslich, die individuellen Differenzen wohl klar vor Augen, zu verneinen. Zur Erfüllung des Wunsches, hinter dem FCB mindestens die nationale Nummer 2 zu werden, bedarf es von den Young Boys vermutlich noch etlicher überraschender Neuigkeiten.
_________________ For Ever
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