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 Beitrag Verfasst: Sonntag 23. Oktober 2022, 21:02 
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YB-CEO Wanja Greuel

«Ich bin guten Mutes, dass die Playoffs gekippt werden»


Wanja Greuel erklärt, weshalb er zuversichtlich ist, dass die Playoffs doch nicht eingeführt werden. Und warum er das «schottische Modell» für das kleinere Übel hält.

Wird ab nächster Saison in der Super League mit Playoffs gespielt?

Ich hoffe es nicht. Und ich glaube es auch nicht. Ich bin guten Mutes.

Weshalb die Annahme?

Weil sich seit der Abstimmung im Mai viele Entscheidungsträger der Clubs vertieft mit dem Thema auseinandergesetzt haben. Dabei haben sich meiner Meinung nach zwei Punkte akzentuiert. Erstens haben sie gemerkt, dass die Fankurven geschlossen gegen die Einführung der Playoffs sind – ja sogar die breite Öffentlichkeit ist dagegen. Ich habe in letzter Zeit oft den Satz gehört: «Ich kenne niemanden, der die Playoffs gut findet.»

Und der zweite Punkt?

Die Sicherheit. In Gesprächen mit Clubverantwortlichen haben die Behörden ihre Skepsis deutlich gemacht. Stellen Sie sich vor, das erste Finalspiel um den Meistertitel steht auf dem Programm und die Behörden bewilligen die Partie aus Sicherheitsgründen nicht. Das wäre der absolute Worst Case.

Die Playoffs wurden mit einem Stimmenverhältnis von 16 zu 4 angenommen. Um sie nun wieder zu kippen, bräuchte es an der Liga-GV vom 11. November also sieben Vereine, die ihre Meinung ändern.

Ich kenne schon zwei, die umgeschwenkt sind – ohne bereits mit weiteren Vertretern geredet zu haben, gehen wir davon aus, dass weitere Clubs nachziehen werden. Im Mai folgte ausser Thun die gesamte Challenge League der Mehrheit aus der Super League, weil diese Vereine nicht direkt betroffen waren. Aber auch sie haben jetzt gemerkt, dass Playoffs nicht im Interesse des Schweizer Fussballs sind. Ich habe von mehreren Clubs aus der Challenge League gehört, die ihre Meinung noch ändern könnten.

«Mit zwölf Teams gibt es keinen vernünftigen Modus. Deshalb waren wir bei YB eigentlich gegen die Aufstockung.»

Sie persönlich sprechen sich plötzlich auch fürs «schottische Modell» aus. Bei diesem wird die Zwölferliga nach 33 Runden in eine Final- und eine Abstiegsrunde geteilt, in der jeder der jeweils sechs Clubs noch einmal fünf Matches bestreitet. Dieser Modus ist doch sportlich auch nicht ganz fair.

Mit zwölf Teams gibt es keinen vernünftigen Modus. Deshalb waren wir bei YB eigentlich gegen die Aufstockung, wir stimmten aus Solidarität dafür. Und akzeptieren, dass diese die überwältigende Mehrheit der Clubs will.

Sprich: Das «schottische Modell» ist einfach das kleinere Übel?

Dieser Modus ist die einzige Chance, die Playoffs zu kippen. Alle anderen Vorschläge sind chancenlos.


https://www.bernerzeitung.ch/ich-bin-gu ... 0694579821

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 Beitrag Verfasst: Freitag 11. November 2022, 16:12 
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11.11.2022

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Neuer Fussballmodus

Um 11:42 Uhr war klar: Ancillo Canepa hat das Playoff versenkt

Von den Präsidenten beschlossen, von den Fans verhasst: Der neue Modus sorgte für Knatsch. Nun stimmten die Vereine für eine Alternative: das schottische Modell.

Rolle rückwärts im Schweizer Fussball: An der Generalversammlung der Swiss Football League in Bern haben die 20 Proficlubs dem Antrag von FCZ-Präsident Ancillo Canepa zugestimmt und den Playoff-Modus wieder versenkt. Noch im Mai war dieser beschlossen worden, nicht zuletzt dank lautstarken Protesten der verschiedensten Fankurven setze jedoch ein Umdenken ein. 12:8 lautete das Resultat der Abstimmung in Bern. Ab 2023/24 gilt nun das so genannte schottische Modell.

«Ich bin sehr froh, dass ich den Grossteil meiner Kollegen überzeugen konnte, dass ein Playoff im Schweizer Fussball nicht gut wäre», sagte Canepa im Interview mit dem «Blick». Mit einem Antrag zuhanden der GV hatte er Schwung in ein Traktandum gebracht, das als abgeschlossen galt. Als um 11:42 Uhr am Freitagmittag der FC Basel auf Twitter meldete, ebenfalls gegen das Playoff zu stimmen, war klar, dass Canepa genug Clubs auf seiner Seite hatte.

Erleichterung bei den Fans

Einen grossen Anteil zum Meinungsumschwung unter den Clubvertretern hatten die Fans. Das Bündnis «Playoffs Nein» sammelte clubübergreifend mit einer Petition Unterschriften gegen den neuen Modus. Am Donnerstag wurden über 57’000 Unterschriften an Liga-Geschäftsführer Claudius Schäfer überreicht. Ancillo Canepa richtete seinen Dank an diese Arbeit, «die meine Kollegen nicht ignorieren konnten.» Seit Wochen protestieren die Fankurven im ganzen Land auch während der Spiele.

Leichtes Spiel war es aber nicht: «Ich habe schlecht geschlafen und rechnete nicht wirklich mit einem Sieg», kommentiert Mämä Sykora. Der Chefredaktor des Fusballmagazins «Zwölf» war eine der führenden Stimmen im Widerstand gegen den ungeliebten Modus, bei dem die Fankurven des Landes für einmal gemeinsame Sache machten. Sykora hatte schon den ursprünglichen Modus-Entscheid im Mai harsch kritisiert und zeigt sich irritiert, wie viel Unwissen bei den Clubpräsidenten geherrrscht hat. «Es waren viele falsche Informationen im Umlauf.»

Eine andere Quelle bestätigt gegenüber dieser Zeitung, dass ein Teil der stimmberechtigten Präsidenten noch nach der Abstimmung im Mai davon ausgegangen war, dass beim schottischen Modell nach 33 Spielen die Saison zu Ende sei. Es folgt aber eine zweite Meisterschaftsphase mit fünf weiteren Partien.

«Auch der schottische Modus ist nicht ideal, weil eine Liga mit zwölf Teams einen klassischen Modus schwierig macht», sagt Sykora. Weil unter den 20 Vereinen der Swiss Football League aber der Konses herrscht, dass die Super League idealerweise mit zwölf Teams besetzt sein muss, hält Sykora das schottische Modell für die «mit Abstand beste Lösung».

Warum «schottischer Modus»?

Genannt wird das Modell, weil es in der höchsten schottischen Liga seit Jahren angewandt wird, seit der Saison 2000/01 schon. Jedes Team der Zwölferliga hat 38 Spiele zu absolvieren. In der ersten Meisterschaftsphase trifft jede Mannschaft dreimal auf jeden Gegner, wobei ein Ungleichgewicht bei den Heim- und Auswärtsspielen entsteht.

Kompensiert wird dieses zumindest grösstenteils in der zweiten Meisterschaftsphase, die in Final- und Abstiegsrunde mit jeweils sechs Teams unterteilt wird. Die Punkte aus der ersten Phase werden behalten. Es kommt zu fünf weiteren Spielen, entweder zwei oder drei Partien zuhause. Es ergibt ein Total von 38 Spielen (in der aktuellen Zehnerliga sind es 36). Der Sieger der Finalrunde ist Meister, der Letzte der Abstiegsrunde wird relegiert. Der Zweitletzte spielt eine Barrage gegen den Zweiten der Challenge League.

Der Modus gilt ab der kommenden Saison und wird die Zehnerliga ablösen, die 2003 mit der Schaffung der Swiss Football League eingeführt worden war. Sie wiederum hatte einen Modus ersetzt, dem das schottische Modell ähnelt: eine Zwölferliga, die nach 22 Spielen in eine Final- und Auf-/Abstiegsrunde getrennt wurde. Die Abstiegsrunde wurde mit den Clubs der damaligen Nationalliga B ausgespielt.


https://www.bernerzeitung.ch/sieg-fuer- ... 8128516826

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 Beitrag Verfasst: Samstag 12. November 2022, 01:16 
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Ab Saison 2023/24 im schottischen Modus

Die Vertreter der 20 Klubs der Swiss Football League sprachen sich an der Generalversammlung in Bern für den Antrag aus, die Meisterschaft ab der Saison 2023/24 nach schottischem Vorbild auszutragen.

Auszug aus der Mitteilung der SFL:

Im Mai 2022 hatten die Klubs der Swiss Football League (SFL) die Aufstockung der Credit Suisse Super League auf die Saison 2023/24 hin von 10 auf 12 Klubs beschlossen und einem dreistufigen Modus mit Entscheidungsspielen zugestimmt. Nach zahlreichen Diskussionen und eingehenden Analysen kamen die Klubvertreter an der ordentlichen Generalversammlung in Bern auf diesen Entscheid zurück und beschlossen, noch vor der ersten Austragung eine Anpassung vorzunehmen.

Die Klubs folgten dem Antrag des FC Zürich mit 12 zu 8 Stimmen, die Meisterschaft in der höchsten Schweizer Liga ab der Saison 2023/24 nach dem Vorbild der schottischen Liga auszutragen. Somit treffen die 12 Klubs in einer ersten Phase drei Mal gegeneinander an (33 Runden). Danach wird die Tabelle in der Mitte geteilt und die Teams auf den Rängen 1-6 und 7-12 bestreiten in einer zweiten Phase ein weiteres Spiel gegeneinander. Dabei wird im Idealfall der Heimvorteil wieder ausgeglichen.

Nach 38 Runden stehen der Meister (Rang 1), die qualifizierten Klubs für die europäischen Wettbewerbe (abhängig von der Position im UEFA-Ranking), der Teilnehmer der Barrage (Rang 11) gegen den 2. der dieci Challenge League (DCL) und der direkte Absteiger in die zweithöchste Liga fest. An den Modalitäten der Übergangssaison und dem Modus der DCL gibt es keine Änderungen.

https://www.sfl-org.ch/aktuelles/news/a ... aesentiert

https://www.sfl-org.ch/fileadmin/user_u ... 3-2027.pdf


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