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Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
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shalako
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Verfasst: Montag 2. Mai 2022, 15:20 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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02.05.2022  Zitat: Die Einzelkritik
YB-Noten: Rieder und Niasse sind die Besten
Wer in der nächsten Saison den Aufbau prägen könnte, wird beim 2:1 in Sitten deutlich. Und ein Abwehrspieler entpuppt sich als Sicherheitsrisiko.
David von Ballmoos – Note 4
Ist trotz der optischen Überlegenheit von YB im ersten Durchgang immer mal wieder gefragt und ein Posten im Spielaufbau. Hält den Abschluss von Bua, vor allem dann vor der Pause den Versuch von Baltazar, der tückisch in der nahen Ecke landet. In der zweiten Halbzeit, als Sion dominanter aufritt, hat er eigentlich nicht mehr viel Gelegenheit, sich auszuzeichnen. Beim Gegentor ist er im Prinzip schon nach Karlens Hackentrick geschlagen – beim vermeintlichen 2:1 von Stojilkovic sieht er wiederum ziemlich schlecht aus.
Quentin Maceiras – Note 4
Darf gegen seinen Stammverein von Beginn weg ran. Startet verhalten, kommt dann besser in Fahrt, als er vor der Pause Garcia bedient. Fällt anschliessend noch mit einem beeindruckend weiten Einwurf auf, der bis in den Strafraum findet, danach muss er bereits Blum Platz machen.
Mohamed Camara – Note 3,5
Rückt für den am Oberschenkel verletzten Zesiger ins Team und ist mit seiner physischen Präsenz einerseits ein Mittel gegen die vor allem zu Beginn offensiv so verhaltenen Walliser. Ist mit seiner Tendenz zur unkonventionellen Lösung aber immer auch ein Sicherheitsrisiko für YB. Im ersten Durchgang prallt ihm im eigenen Strafraum der Ball an die Hand, was korrekterweise keinen Penaltypfiff nach sich zieht. Grätscht gegen Itaitinga zweimal ins Leere und ebnet mit seinem Fehler den Weg für das vermeintliche 2:1. Clever dann, wie er in der Nachspielzeit den Ball vom bereits grätschenden Cavaré wegführt, was gewissermassen den Weg für dessen Foul ebnet.
Fabian Lustenberger – Note 4,5
Ist ein umsichtiger Aufbauer, steht meist am richtigen Ort, damit macht er auch seine Tempodefizite gegen den flinken Itaitinga wett.
Ulisses Garcia – Note 4,5
Ist in Sitten der aktivere der beiden Aussenläufer, auch wenn seine Flanken zu Beginn noch unpräzis ausfallen. Absolviert bis tief in die Nachspielzeit ein beeindruckendes Laufpensum – und holt am Ende gegen Cavaré den Penalty heraus.
Edimilson Fernandes – Note 4
Bei Sion unterschrieb der Walliser seinen ersten Profivertrag, im Tourbillon fühlt er sich sofort wohl. Kommt früh zu seinem ersten Abschluss, hat auch in der Folge den einen oder anderen Vorstoss, bleibt insgesamt aber glücklos. Bei den Young Boys hat er seit der Winterpause schon diverse Rollen bekleidet – wo genau er die grösste Wirkung entfaltet, ist noch nicht klar geworden.
Fabian Rieder – Note 5,5
Hat man die YB-Mannschaft von kommender Saison vor Augen, zeichnet sich immer deutlicher ab, wer für sie die zentrale Figur im Mittelfeld sein soll. Der 20-jährige Rieder ist auch in Sitten die zentrale Schaltstelle, über ihn läuft fast alles. Tritt auch die Standards, die Corner gelingen gut, wie etwa der vor dem 1:0.
Cheikh Niasse – Note 5
Sichert den Aufbauer Rieder defensiv ab, fungiert als Aufräumer vor der Abwehr. Dort fällt er zum wiederholten Mal als eleganter, dem Risiko nicht immer abgeneigter Fussballer auf. Hat eine gute Kopfballchance in der ersten, klärt dann im letzten Moment gegen Itaitinga in der zweiten Halbzeit. Muss überraschenderweise schon nach einer Stunde vom Platz.
Nicolas Ngamaleu – Note 3
Seine erste Aktion ist ein Ballverlust, den er danach selber mit einem Foul unterbinden muss, das schon fast Gelb-würdig ist. Im gleichen Stil geht es für den Kameruner weiter, er ist wie gewohnt viel am Ball, verschleppt aber das Spiel mit seinen Dribblings – und setzt er sich am Flügel einmal durch, so fehlt ihm die Präzision.
Felix Mambimbi – Note 3
Springt für den gesperrten Meschack Elia im Sturm ein. Der einstige «Golden Boy» scheint in seiner Entwicklung stagniert zu haben, von ihm kommt in Sitten zu wenig, die Laufwege bleiben zu kompliziert, im direkten Duell setzt er sich kaum einmal durch. Nach den ersten Wechseln rückt er ins Mittelfeld auf den Flügel.
Jordan Siebatcheu – Note 5
Versucht, vorne die Bälle festzumachen, was ihm mal besser, mal schlechter gelingt. Auch er ist beim Freistoss vor dem 1:1 zu passiv – dafür aber in der 97. enorm nervenstark, als er den Penalty zu seinem 22. Saisontor in der Liga verwandelt.
Lewin Blum – Note 4
62. Minute für Maceiras. Belebt das Spiel, holt den Eckball raus, der zum 1:0 führt. Beim 1:1 schaut er dem abstaubenden Stojilkovic dann nur zu.
Vincent Sierro – Note 4,5
62. Minute für Niasse. Trifft drei Minuten nach seiner Einwechslung zum 1:0. Schlägt sich danach gegen immer besser ins Spiel kommende Walliser gut, hat noch eine Chance in der Nachspielzeit.
Wilfried Kanga – Note 3,5
62. Minute für Fernandes. Tut sich etwas schwer, das Spiel läuft zunächst an ihm vorbei. Holt dann in der Nachspielzeit noch einen Freistoss aus gefährlicher Position heraus.
Joël Monteiro – ohne Note
82. Minute für Ngamaleu.
Nico Maier – ohne Note
88. Minute für Mambimbi. Für die Nachwuchshoffnung der erst dritte Einsatz in der Super League in dieser Saison. https://www.bernerzeitung.ch/yb-noten-r ... 2693341135
_________________ For Ever
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shalako
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Verfasst: Montag 2. Mai 2022, 15:21 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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02.05.2022  Zitat: 2:1-Sieg bei Sion
YB schüttelt im Wallis das Pech ab
Ein aberkanntes Gegentor, ein Foulpenalty in der Nachspielzeit: Die Young Boys entscheiden in Sion eine umkämpfte Schlussphase für einmal für sich.
Und plötzlich lebt sie, diese lange Zeit so träge Veranstaltung. Sion hat sich gegen YB in eine bereits verloren geglaubte Partie zurückgekämpft und einen äusserst drögen Nachmittag wiederbelebt. Schiedsrichter Luca Piccolo drückt den Knopf sekundenlang in sein Ohr, bis vom VAR das Signal kommt: Alles gut, der Treffer zählt, Filip Stojilkovic stand bei seinem Abstauber zum 1:1 nicht im Abseits.
Der Ausgleich – gefallen nach einem von der Latte zurückgeprallten Hackentrick von Sions Gaëtan Karlen – markiert den Auftakt zu einer wilden Schlussphase. Nur Minuten später verschätzt sich YB-Verteidiger Mohamed Camara, als er den Ball mit der Brust ablegen will. Karlen schaltet schnell, lanciert Stojilkovic, im Berner Tor lässt sich David von Ballmoos übertölpeln. 2:1, Ekstase, Sion hat das Spiel gedreht. Dann ein Pfiff, Enttäuschung, diesmal stand Stojilkovic hauchdünn im Abseits. YB im Glück.
1:1, noch gut zehn Minuten zu spielen, und würden die Young Boys diesen einen Punkt aus dem Wallis mitnehmen, würde das den Auftritt in etwa widerspiegeln. Eine dominante erste, eine weitgehend uninspirierte zweite Halbzeit, viel Widerstandskraft aus dem zuletzt so erlösenden 3:1 gegen Servette, nach wie vor eine gewisse Verunsicherung aus der durchzogenen Rückrunde.
In der 88. Minute kommt mit Nico Maier der letzte Einwechselspieler von der Berner Bank. «Ein Dribbling im Strafraum, etwas Gefahr, vielleicht ein Penalty», so habe er sich das noch erhofft, erzählt YB-Trainer Matteo Vanetta später.
Tramezzanis ultradefensive Einstellung
Fünf Minuten gibt Schiedsrichter Piccolo obendrauf, er will nicht kleinlich sein, der Austausch mit dem VAR war ausgiebig. YB kommt noch einmal zu einem Einwurf, lang fliegt er in den Strafraum. Sions Dimitri Cavaré grätscht, Camara hat den Ball mit einem Haken gerettet, Cavaré trifft stattdessen den heranrauschenden Ulisses Garcia. Der VAR informiert Piccolo, der schaut sich das alles noch einmal an – und pfeift Penalty für YB. Jordan Siebatcheu tritt an, und als er zum 2:1-Auswärtssieg für die Young Boys verwandelt hat, sind fast 97 Minuten gespielt.
Es sind Szenen, die eine kleine Berner Wende illustrieren. Nicht in dieser Partie, in der YB kontinuierlich abgebaut hat, sondern vielmehr in den letzten Monaten, in der diese Mannschaft sich so oft in den Schlussminuten noch ins Verhängnis und um Punkte gebracht hat. «Wie oft haderten meine Spieler zuletzt mit diesen Entscheidungen, die ein Spiel noch auf die eine Seite kippen lassen?», fragt Vanetta rhetorisch. «Dieses Glück nehmen wir gern», sagt Goalie von Ballmoos, «wir haben es uns auch erarbeitet.»
Angefangen hat alles ganz harmlos. Angeführt vom abermals gut funktionierenden Aufbau um Cheikh Niasse und Fabian Rieder sind die Young Boys früh spielbestimmend, zeigen jedoch auch, dass es um ihr Selbstvertrauen noch immer nicht allzu gut steht. Captain Fabian Lustenberger hat eine Kopfballchance, ebenso Niasse, später schliesst Rieder eine Kombination mit einem ungenügend platzierten Flachschuss ab. Es ist ein Bild, wie es sich bei YB oft gezeigt hat in den letzten Wochen: Der Gegner ist beschäftigt, das Geschehen unter Kontrolle, aber so richtig gefährlich ist das alles nicht.
In der zweiten Halbzeit kommt Sion besser ins Spiel, korrigiert die von Trainer Paolo Tramezzani ultradefensive Einstellung ein wenig mehr nach vorn. Camara patzt gegen Itaitinga, später klärt Niasse gegen den Brasilianer. Die YB-Abwehr ist plötzlich offen, Kevin Bua setzt den Ball einmal neben das Tor.
Vanetta reagiert, er bringt nach etwas mehr als einer Stunde Vincent Sierro und Lewin Blum, ebenso Wilfried Kanga. Drei Minuten später holt Blum einen Eckball heraus, Rieder tritt ihn, Sierro köpfelt die Flanke ins Tor. 1:0 durch den Walliser im YB-Trikot, ein Tor ausgerechnet in der ersten Druckphase des Gegners.
«Wir hatten die Partie im Griff», sagt von Ballmoos. «Und doch fehlte uns in dieser Phase die Ruhe am Ball.» Durch Tramezzanis defensive Nominationen verbleiben ihm auf der Bank noch Stojilkovic und Karlen. Die beiden Stürmer bringen Sion den Aufwind und den Anschlusstreffer, am Ende aber nicht die Wende.
Rang 2 ist jetzt näher als die Verfolger Lugano und St. Gallen
Für die Young Boys ist der Wert des kleinen Coups im Wallis gerade angesichts der kommenden Wochen nicht hoch genug einzuschätzen. Erstmals in diesem Jahr gewinnen sie zwei Spiele in Folge, die Partie nächste Woche in Lugano verliert dadurch etwas an Brisanz, nach dem 1:1 der Tessiner gegen GC beträgt der Vorsprung sechs Punkte, ebenso auf das gegen Servette siegreiche St. Gallen. Gegen die Ostschweizer tritt YB dann unter der Woche am 10. Mai an. Nacheinander gegen die beiden Cupfinalisten zu spielen, ist vor deren Spiel des Jahres womöglich keine schlechte Ausgangslage für die Young Boys.
Und weil der FCZ mit einem 2:0 beim FCB den letzten Schritt zum Titel machte, ist Rang 2 mit drei Zählern für YB jetzt näher als die Verfolger dahinter. «Jetzt bleiben wir erst mal clever und cool», sagt Vanetta, dessen Zukunftsaussichten für einen Verbleib bei YB mit jedem gewonnenen Punkt besser werden. Aus Sitten aber nimmt der Tessiner nicht nur den Sieg mit. «Wie die ganze Bank nach dem 2:1 zu Siebatcheu rennt, zeigt mir, wie gross der Zusammenhalt bei uns noch immer ist. Auch das nehme ich mit.» https://www.bernerzeitung.ch/yb-schuett ... 3226465202
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