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Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
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shalako
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Verfasst: Sonntag 6. März 2022, 02:14 |
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05.03.2022  Zitat: YB verspielt 2:0-Führung – Dräger rettet Luzern mit spätem Traumtor einen Punkt
Nach einem frühen Doppelschlag der Berner sieht es lange nach einem lockeren YB-Sieg aus. Doch Luzern erholt sich vom Schock und kommt kurz vor Schluss durch ein Traumtor von Mohamed Dräger tatsächlich noch zum 2:2-Ausgleich. https://www.bluewin.ch/de/sport/super-l ... 19456.html
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shalako
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Verfasst: Montag 7. März 2022, 01:13 |
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06.03.2022  Zitat: Nach dem 2:2 gegen Luzern
Die Auslegeordnung des YB-Tiefs
Wieder verpassen die Young Boys den Sieg, zum wiederholten Mal geben sie eine Führung her. Um den Titel geht es nicht mehr – und für Trainer David Wagner könnte es ungemütlich werden.
Im März 2021, da hätte man sich diese Partie zwischen YB und Luzern ungefähr so vorgestellt: 8. Minute, Jordan Siebatcheu trifft zum 1:0, 10. Minute, Felix Mambimbi schiesst das 2:0. Zur Halbzeit wäre es vielleicht 3:0, später 4:0 gestanden. Drei Punkte mehr, der Arbeitstag wäre sanft ausgeklungen.
Und im März 2022, da sieht diese Partie zwischen YB und Luzern halt so aus: Das frühe 1:0, das frühe 2:0 – und dann gehen die Young Boys weg vom Gas. Sie geraten ins Schleudern, kassieren vor der Pause den ersten Gegentreffer, mühen sich vor dem Tor ab, kurz vor Schluss erhalten sie das 2:2.
Was ist passiert in diesem Jahr? Wo liegt der Unterschied zwischen dem YB damals und dem YB heute?
1. Die offensive Hemmung
Irgendwas ist immer. Die Young Boys pflegen ihre Punkte nach zwei Mustern zu verpassen: Entweder sie erspielen sich kaum Chancen – wie am Dienstag beim desolaten 0:1 bei Servette. Oder sie verspielen ihre Möglichkeiten sträflich – wie am Samstag gegen Luzern.
26 Abschlüsse verbucht YB in diesem Spiel, nur 7 davon gehen aufs Tor, nur 2 davon rein. Es ist ein Manko, das sich vor allem im Herbst bemerkbar machte, als der Meister so reihenweise Punkte verspielte. Anfang Jahr schien es kurzzeitig mal behoben, in St. Gallen oder bei GC etwa brauchte YB kaum Chancen für eine Führung, geriet aber anschliessend stark unter Druck.
Auch Christian Fassnacht kommt gegen den FCL nach einer Stunde ins Spiel, nach einer schnellen Heilung seiner Bänderverletzung war er schon nach dreieinhalb Wochen zurück im Teamtraining und am Samstag zurück auf dem Platz. Nachdem er zuletzt auch von aussen zugeschaut hat, sagt er: «Zurzeit stimmt bei uns vieles nicht. Wir haben unsere Prinzipien verloren, lassen den Gegner immer atmen. Das ist nicht mehr die gleiche Mentalität.» Und Captain Fabian Lustenberger sagt nach dem Spiel schon fast ungläubig: «Dass wir aus einer solchen Dominanz nicht mehr Tore erzielen, das passt zur Situation, in der wir stecken.»
2. Die fehlende Kontinuität
Es war zu einem grossen Teil den vielen Verletzungen geschuldet, dass die Young Boys in dieser Saison nie über einen längeren Zeitraum in der gleichen Besetzung spielen und vor allem auch trainieren konnten. Allein Fassnacht war schon dreimal verletzt. «Klar ist das ein Faktor, klar fehlen Automatismen, das ist mir zuletzt von aussen auch aufgefallen», sagt er.
Nur kommt zur fehlenden Routine die nicht immer ganz stringente Aufstellungsstrategie des Trainers hinzu. Gegen Luzern gibt es im Vergleich zum Spiel in Genf vier Wechsel. Das ist in einer englischen Woche einerseits vertretbar, andererseits nimmt es einer ohnehin nach Kontinuität suchenden Mannschaft die Möglichkeit, diese fehlenden Automatismen behutsam aufzubauen.
Sie hätten «häufig richtig gute Spiele» gemacht in der Vorrunde, so sieht das David Wagner. Gegen Luzern sieht er seine Mannschaft «die beste Halbzeit der Rückrunde spielen», als sie den Gegner in den zweiten 45 Minuten zwar phasenweise einkreist – den Abschnitt aber dann ohne Tor und mit dem späten Gegentreffer 0:1 verliert.
3. Die defensive Anfälligkeit
Auch die sind nicht ganz neu im Spiel des Meisters: individuelle Unsicherheiten, die den Gegner zurück ins Spiel kommen lassen. Am Samstag fallen die beiden Gegentore zwar nicht nach individuellen Fehlern, jedoch ganz allgemein nach zu nachlässigem Einschreiten in der Abwehr. Nach dem Ballverlust in der Offensive haben die Luzerner Samuele Campo und Marco Burch vor dem 1:2 auf der rechten Seite zu viel Platz und Zeit. Genau so wie Ardon Jashari und Torschütze Mohamed Dräger vor dem 2:2.
«Ab und zu ein Tor bekommen ist in Ordnung», sagt Lustenberger. «Aber es passiert uns zu einfach.» Mit der Rückkehr des Captains und Abwehrchefs waren rund um die Young Boys viele Hoffnungen verbunden, ebenso mit seinem Nebenmann Cédric Zesiger, der nach überragender Form im Spätsommer bis zur Rückrunde verletzt ausfiel. Doch auch die vermeintlich beste Besetzung in der Innenverteidigung offenbart beim Meister grosse Schwächen.
4. Die Konstellation mit Trainer Wagner
Einmal mehr gerät David Wagner am Samstagabend in Erklärungsnot. Viermal hat er mit YB in der Rückrunde und seit der vermeintlichen Aufholjagd auf Leader FCZ schon Punkte verschenkt, dreimal davon in Führung liegend. «Das war kein Schritt nach vorn, nicht ohne die drei Punkte», muss Wagner zugeben.
Wie lange hält diese Konstellation dem Druck stand? YB-Sportchef Christoph Spycher sagt zwar noch vor dem Anpfiff, dass man Resultat und Leistung bei der Analyse trennen müsse. Aber mit den starken Schwankungen, die YB derzeit offenbart – und einem weiterhin souveränen FCZ, der in Lausanne am Samstag problemlos 2:0 gewinnt – ist nicht nur der Titel ausser Griffweite, sondern auch ein zweiter Rang nicht mehr selbstverständlich. Am Sonntag gewinnt auch der FCB in Lugano mit 2:0, punktgleich ist er nun mit den Young Boys – und das Kopf-an-Kopf-Rennen der beiden vermeintlichen Titelaspiranten findet nun eine Etage tiefer statt.
Es gebe keine Garantien, sagt Spycher am Samstag noch, nicht für ihn als Sportchef, nicht für die Spieler. Und nicht für den Trainer. Wagner wird am Sonntag gegen Lausanne gewinnen, eine Woche später gegen den FCZ weitere Fortschritte zeigen müssen. Danach ist Länderspielpause. Für einen Trainer in seiner Situation nie ein angenehmer Moment. https://www.bernerzeitung.ch/die-ausleg ... 9370216035
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shalako
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Verfasst: Montag 7. März 2022, 01:15 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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06.03.2022  Zitat: Die Einzelkritik
YB-Noten: Diesmal passts weder vorne noch hinten
Die Young Boys lassen beim 2:2 gegen Luzern viele Chancen liegen – und offenbaren zum wiederholten Mal eine defensive Anfälligkeit.
David von Ballmoos – Note 5
Kommt nach seiner Verletzung zum Heimdebüt und ist nach dem starken YB-Start gleich mehrfach gefordert: Erst klärt er riskant und ausserhalb des Strafraums per Kopf, dann entschärft er Cumics Distanzschuss, bevor er die bis dahin beste Luzerner Chance von Kvasina vereitelt. Vor der Pause ist er beim Gegentor machtlos, weil ihm durch Zesiger auch die Sicht verdeckt ist. Dann passiert kaum mehr was in seinem Strafraum – bis von Ballmoos schliesslich Drägers Geschoss passieren lassen muss.
Lewin Blum – Note 5,5
Der absolute Lichtblick in diesen schwierigen Wochen. Nach zehn Minuten holt er mächtig Anlauf, startet von der eigenen Platzhälfte zum Solo, doppelpasst mit Elia, legt zur Mitte, wo Burch klären will und Mambimbi abstauben kann. Offensiv bleibt er auch im zweiten Durchgang prägend, grätscht die wenigen Luzerner Konter über seine Seite bravourös ab. Ob der verletzte Quentin Maceiras auf der rechten Aussenbahn auf diesem Niveau performt hätte, ist schwer vorstellbar.
Fabian Lustenberger – Note 4
Für den Captain geht eine schwierige Woche zu Ende. Bereits beim 0:1 am Dienstag in Genf erwischt er nicht den besten Abend. Gegen Luzern ist er stabiler, klärt Cumics Vorstoss nach Zesigers missglückter Grätsche. Vor Kvasinas Chance aber ist er nicht auf seinem Posten. In der Schlussphase agiert er einmal risikofreudig gegen Aboubakar, in der Nachspielzeit trifft dann Garcia nach Lustenbergers Flanke beinahe noch zum 3:2.
Cédric Zesiger – Note 3
Noch schwieriger tut sich Lustenbergers Nebenmann. Zesiger lässt sich erst von Cumic ausspielen, dann von Kvasina überlaufen. Burchs Schuss zischt vor dem 1:2 knapp an Zesiger vorbei, seinem Goalie verdeckt er dabei die Sicht.
Jordan Lefort – Note 3
Erhält auf links den Vorzug gegenüber Garcia – und vermag nicht zu überzeugen. Früh unterlaufen ihm Fehlpässe, vor dem 1:2 agiert er beim Zusammenspiel zwischen Campo und Burch zu passiv. Nach einer Stunde ist für ihn Schluss.
Edimilson Fernandes – Note 4
Nach einer Pause zuletzt bei der Partie in Genf startet der Walliser wieder auf dem Flügel. Seine frühe Flanke auf Siebatcheu ist massgenau und führt zum 1:0, auch sonst macht er das Spiel schnell. Dann geht ihm etwas die Luft aus, in der zweiten Halbzeit schlägt er noch eine zweite ideale Flanke, die in der Mitte jedoch gleich drei YB-Angreifer verpassen. Auch er muss nach einer Stunde vom Feld.
Sandro Lauper – Note 4,5
Toll sein umsichtiger Steilpass auf Fernandes vor dem 1:0, wuchtig sein Schuss dann in der zweiten Halbzeit, den FCL-Goalie Müller an den Pfosten lenkt. Dazwischen hat Lauper immer mal wieder Hänger, einmal schiesst er noch übers Tor, in der Schlussphase kämpft er glücklos.
Vincent Sierro – Note 3
Schwache Partie des im Zentrum zuletzt so oft eingesetzten Wallisers. Startet mit Fehlpässen, versteht sich schlecht mit seinen Nebenleuten. Zur Pause wird er von Trainer Wagner erlöst.
Felix Mambimbi – Note 4,5
Startet quirlig, ist nach Burchs zu kurzer Abwehr zur Stelle und trifft zum 2:0. Vor dem 1:2 unterläuft ihm im Angriff der entscheidende Fehlpass. Im von YB so druckvoll gestalteten zweiten Umgang hat er reihenweise Chancen, einmal wird sein Schlenzer geblockt, dann geht sein Schuss ins Aussennetz.
Jordan Siebatcheu – Note 4
Hält es wie so oft: Abgesehen von seinem frühen Kopfball-Tor bleibt er lange unauffällig. In der Schlussphase sündigt auch er im Abschluss, einmal schiesst er drüber, dann verstolpert er im Strafraum zusammen mit Kanga.
Meschack Elia – Note 4,5
Erreicht nach seiner Verletzung noch nicht sein gewohntes Rendement. Startet zwar mit Tempo wie beim Doppelpass vor dem 2:0, er dribbelt und kämpft, holt einmal einen Freistoss aus gefährlicher Position heraus. Aber seinen Aktionen geht die Torgefahr ab.
Fabian Rieder – Note 4,5
46. Minute für Sierro. Mit ihm in der Schaltzentrale macht YB in der zweiten Halbzeit massiv mehr Druck. Seine beste Chance hat er in der 82. Minute, als sein scharfer Schuss rechts vorbeigeht.
Ulisses Garcia – Note 3,5
61. Minute für Lefort. Braucht eine Weile, bis er im Spiel ist – und hat dann in der Nachspielzeit gleich zwei Chancen zur neuerlichen Führung.
Wilfried Kanga – Note 3,5
61. Minute für Elia. Legt einmal gut ab auf Rieder, dann wehrt Müller seinen Schuss mit den Fäusten ab, und schliesslich vergibt Kanga aus fünf Metern nach einem Eckball.
Christian Fassnacht – Note 4
61. Minute für Fernandes. Gibt nach seiner dritten Verletzung in dieser Saison ein überraschend frühes Comeback. Verursacht den Eckball vor dem 2:2, dass seine Kopfballabwehr dann beim Gegner landet, ist mehr Pech als Unvermögen.
Nicolas Ngamaleu – ohne Note
90. Minute für Blum. https://www.bernerzeitung.ch/yb-noten-d ... 7042039997
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shalako
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Verfasst: Montag 7. März 2022, 01:34 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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06.03.2022  Zitat: YB – Wagner: «Wir wollten heute zeigen, dass wir es besser können»
Nach der Pleite gegen Servette kassiert YB im Titelkampf den nächsten Dämpfer. Gegen Luzern reicht es nur zu einem 2:2 – zu wenig, um den FCZ zu gefährden.
Das Wichtigste in Kürze
- Meister YB stolpert in der Super League auch gegen den FC Luzern. - Gegen den Vorletzten reicht es nach 2:0-Führung nur zu einem Unentschieden. - Der FCZ sagt Danke und baut seinen Vorsprung auf 15 Punkte aus.
Das hat man sich bei YB zweifellos anders vorgestellt: Statt den Tabellenführer FCZ mit einem Heimsieg gegen Luzern unter Druck zu setzen, liefert Gelb-Schwarz eine Steilvorlage. Die nutzen die Zürcher und bauen den Vorsprung auf 15 Punkte aus.
Dabei erwischt YB zuhause gegen den Vorletzten der Super League einen Traumstart. Nach nur elf Minuten liegen die Berner mit 2:0 voran. Trotzdem reicht es am Ende nur zu einer Punkteteilung im Wankdorf.
«Wir haben am Ende einen enttäuschenden Abend erlebt», gesteht Trainer David Wagner. «Die erste Halbzeit war schlecht, obwohl wir sie 2:1 gewonnen haben. Die zweite Halbzeit war gut, obwohl wir sie 0:1 verloren haben.»
YB zwar dominant, aber ohne Effizienz
Für Wagner waren die zweiten 45 Minuten trotz des späten Ausgleichs der bessere Auftritt. «Wir waren sehr dominant, wir haben unzählige Grosschancen herausgespielt, die wir leider nicht verwertet haben. Der Gegner hatte eigentlich so gut wie keinen Abschluss.»
Allerdings: Eine Chance hatte Luzern dann eben doch, und aus dieser heraus fiel kurz vor Schluss der Ausgleich. «Es war eine Halbzeit, in der wir keine Effizienz hatten. Aber wir haben guten Offensivfussball gespielt und auch gut verteidigt», bilanziert Wagner.
Der Ärger ist bei den Bernern verständlicherweise gross. «Wir wollten heute zeigen, dass wir es besser können. Das haben wir in der ersten Halbzeit nicht getan, aber in der zweiten Halbzeit. Am Ende ist es natürlich enttäuschend, nur 2:2 gespielt zu haben.» https://www.nau.ch/sport/fussball/yb-wa ... n-66124097
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shalako
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Verfasst: Montag 7. März 2022, 01:37 |
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06.03.2022  Zitat: Was passiert mit YB-Wagner?
Das sagt Captain Lustenberger zur Trainer-Diskussion
YB-Captain Fabian Lustenberger dementiert Probleme zwischen Team und Trainer David Wagner. Dieser steht nun in Lausanne unter ultimativem Siegzwang.
Nun auch zuhause! Hatte YB gegen St. Gallen und GC in letzter Minute noch je zwei Punkte auswärts abgegeben, so ist das dem bald entthronten Meister beim 2:2 gegen den FC Luzern auch im Wankdorf passiert, wo die Jahresbilanz bislang makellos war. «Nun hats uns auch zuhause erwischt», sagt auch Captain Fabian Lustenberger. «Das ist bitter und widerspiegelt die ganze Saison.»
Bitter und enttäuschend
Vier Jahre lang habe YB diese Situation nicht gehabt, sagt der Luzerner, der im Sommer 2019 zu den Bernern stiess, dass man Vorsprünge über die Runden brachte. «Nun gelingt uns das nicht. Das ist enttäuschend.» Und bei solchen Enttäuschungen setzen oft gegenseitige Vorwürfe ein. Doch Lustenberger dementiert Gräben in der Kabine. «Da ist alles ruhig. Aber natürlich ist die Stimmung nicht dieselbe, wie wenn wir fünfzehn Punkte Vorsprung hätten. Das ist auch menschlich.»
Lustig, dass Lusti gerade die Zahl 15 nennt, um einen YB-Vorsprung zu dokumentieren. Denn nun sind es die Berner die ebendiesen unglaublichen, ja wahnsinnigen Rückstand auf den FCZ haben. «Das ist wahnsinnig», pflichtet der Captain bei. «Aber der FCZ bringts auf den Platz. Und solange wir unsere Spiele nicht gewinnen und Federn lassen, müssen wir gar nicht schauen, was die anderen machen.»
Keine Probleme zwischen Spielern und Trainerteam
Und die Rolle von Coach David Wagner in diesem Kontext? Probleme zwischen Team und Trainer dementiert Lustenberger vehement. Die Trainerfrage sei öffentlich und nicht intern gestellt worden. «Vielmehr muss man dazu nicht sagen. Wir arbeiten tagtäglich. Wenn man sieht, was wir in der zweiten Halbzeit aufs Feld gebracht haben, stellt man fest, dass es zwischen Spielern und Trainerteam funktioniert. Nein, die Frage stellt sich mir nicht.»
Und doch: Fragen stellen sich in Bezug auf David Wagner. Viele gar. Die Hauptfrage ist: Was passiert mit dem Coach, sollte es YB nicht gelingen am Sonntag beim abgeschlagenen Schlusslicht Lausanne zu gewinnen. Sportchef Christoph Spycher müsste sich ernsthaft mit einer Trainerentlassung befassen. Es wäre für ihn Neuland. https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 94429.html
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shalako
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Verfasst: Montag 7. März 2022, 02:20 |
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06.03.2022  Zitat: «Leistung hat gestimmt» oder «keine gute Leistung»? Darum wackelt Wagners Stuhl bei YB
Die Berner Young Boys verlieren auswärts bei Servette mit 0:1. Während der Rückstand auf Leader FCZ weiter anzuwachsen droht, gerät Trainer David Wagner immer mehr unter Druck.
Wer nach der 0:1-Niederlage der Young Boys bei Servette auf die Aussagen der Berner achtete, konnte die Ansätze für die Probleme beim amtierenden Schweizer Meister erkennen. Es herrscht eine gewisse Uneinigkeit.
Goalie David von Ballmoos, der nach einer längeren Verletzungspause sein Comeback feierte, sah grundsätzlich ein gutes Spiel seiner Mannschaft: «Die Leistung hat gestimmt. Wir haben gut gekämpft, das hat jeder gesehen. Am Ende kreierten wir einfach zu wenige zwingende Torchancen und kassierten zu einfach ein Tor.»
Trainer David Wagner betonte dagegen mehrfach, dass YB schlicht nicht überzeugt habe. «Die Niederlage war verdient. Es war kein gutes Spiel von uns. Gerade offensiv war es keine gute Leistung. Wir waren heute einfach nicht gut», erklärte der 50-jährige Deutsche beim Schweizer Fernsehen.
Dass der Trainer seine Mannschaft kritisiert, überrascht nicht. Er steht unter Druck. Bei einem grossen Teil der YB-Fans ist Wagner längst in Ungnade gefallen. Und auch die Klubführung dürfte nicht restlos zufrieden sein. Mit der Niederlage in Genf droht der Rückstand auf Leader Zürich auf bis zu 13 Punkte anzuwachsen. Der Meistertitel ist nur noch mit einem fast perfekten Schlussspurt möglich.
Die Ansprüche bei den Young Boys sind nach vier Meistertiteln in Serie natürlich andere. Doch es scheint, als hätte es zwischen Wagner und seinen Spielern nie richtig Klick gemacht. Als würde die Mannschaft die Ideen und Vorstellungen Wagners auch nach über acht Monaten nicht richtig verstehen und umsetzen können – die unterschiedlichen Ansichten im Interview stehen stellvertretend dafür. Zu oft konnte die eigentlich sehr talentierte Mannschaft ihr Potenzial nicht abrufen.
Natürlich könnte man auch mit dem Finger auf die Verletzungshexe zeigen. Schliesslich hat YB mit Mohamed Camara, Christian Fassnacht, Quentin Maceiras oder Miralem Sulejmani gewichtige Ausfälle zu beklagen. Doch die Vereinsführung hat darauf reagiert und sich mit den Verpflichtungen von Kevin Varga, Edimilson Fernandes und Cheikh Niasse abgesichert.
Genügend Qualität wäre in der Mannschaft immer noch vorhanden. Das zeigt sich daran, dass in Genf Sandro Lauper, Meschack Elia, Varga oder Fernandes vorerst nur auf der Bank sassen. Doch es gelingt den Young Boys unter Wagner nicht, diese konstant auszuspielen. Ist es zu einfach, die Schuld einfach dem Trainer zuzuschieben? Möglicherweise, aber er ist nunmal das schwächste Glied eines Fussballklubs.
David Wagner sagt: «Wir müssen am Samstag gegen Luzern wieder besser Fussball spielen.» Wenn das nicht gelingt, droht Wagners Amtszeit in Bern vorzeitig zu enden. https://www.watson.ch/sport/analyse/433 ... uhl-bei-yb
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shalako
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Verfasst: Montag 7. März 2022, 13:26 |
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07.03.2022  Zitat: YB-Fassnacht haut auf den Putz
«Wir haben unsere früheren Prinzipien verloren»
Christian Fassnacht ist zurück. Das ist sportlich relevant. Aber nicht nur. Der Zürcher ist einer, der Klartext redet. Und auch das braucht YB jetzt.
Nicht ganz einen Monat muss Christian Fassnacht (28) nach seiner Bänderverletzung am Sprunggelenk pausieren. Bevor aber sein kurzfristig verpflichteter Backup Kevin Varga erstmals in der Startaufstellung steht, ist der Zürcher zurück. Gegen Luzern kommt er nach einer Stunde für Edimilson Fernandes.
Fasi wirkt enorm initiativ. Kann aber auch nicht für das 3:1 sorgen. Im Gegenteil! Er steht unfreiwillig am Ursprung des späten Luzerner Ausgleichs, als er Schulz’ Eckball zwar wegköpfelt, an der Strafraumgrenze aber Jashari und Dräger vergessen gehen, die das 2:2 besorgen. «So kann es nicht weitergehen», sagt Fassnacht unverblümt.
YB steckt in einer Negativspirale
Im Gegensatz zu andern, bejaht er auch, dass YB in einer Negativspirale stecke. «Das ist so. Und dann ist es auch nicht einfach daraus herauszukommen. Du weisst zwar, was du tun musst, aber du kannst es nicht umsetzen.» Gegen Luzern habe man ja alles in den Händen gehabt. Schnell das 1:0. Dann gleich das 2:0. «Da verstehe ich dann nicht, dass man einen Gegner da nicht mal kaputtspielt. Halt mal mit dem Kopf durch die Wand geht. Die Angriffe fertigspielt. Und mal mit einem 4:0 in die Pause geht. Aber im Moment bringen wir das halt nicht.» Da habe man die Prinzipien von früher verloren, als Angriff um Angriff lief, der Gegner gepresst wurde und man ihn kaum schnaufen liess. «Heute lassen wir den Gegner immer wieder kommen. Versuchen zu verwalten, werden passiv. Da ist nicht mehr dieselbe Mentalität. Vor zwei Jahren hätten wir das Tor in der 92. Minute garantiert noch gemacht. »
Mit Trainer Wagner sieht Fassnacht kein Probleme
Und obwohl es keine Rolle spiele, wer bei YB auf dem Platz stehe, fehlten derzeit gewisse Automatismen. «Da sieht man dann von aussen, dass einer so, und der andere so läuft. Im Moment stimmt bei uns vieles nicht. So kann es nicht weitergehen. Da muss einiges passieren.» Auch in Bezug auf Trainer David Wagner? Fassnacht zu «Blue»: «Logisch hat der Trainer die Woche über Einfluss, was er trainieren will. Aber wir Spieler stehen auf dem Platz. Da sehe ich kein Problem. Die Mannschaft ist ja nicht tot. Sie lebt.»
Und die Ziele? Fassnacht glasklar: «Den Meistertitel haben wir aus der Hand gegeben. Da haben wir nichts mehr zu melden. Wir wollen endlich mal eine Serie starten und dann schauen, wohin das reicht Aber sicher wollen wir nicht weiter zurückfallen als auf Platz zwei.» Ein Blick auf die Rangliste besagt: Dazu fehlen gegenüber Basel nur zwei Törchen. https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 96521.html
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shalako
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Verfasst: Dienstag 8. März 2022, 00:00 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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07.03.2022  Zitat: FCL nach dem 2:2 bei YB mit breiter Brust
Dräger und Frick blasen zur Heuschreckenjagd
Mentalitätsmonster Mohamed Dräger unterstreicht die FCL-Renaissance mit einem feurigen Appell. Und Trainer Mario Frick schaut zu Lausanne und bläst gleichzeitig zur Heuschreckenjagd.
Glücklich kann sein, wer solch ein Mentalitätsmonster wie Mohamed Dräger in seinen Reihen hat. Der erst 25-jährige Deutsch-Tunesier hat nicht die ganz grosse Karriere gemacht. Zwanzig Bundesliga-Spiele stehen auf dem Konto des Schwaben. Und 27 Länderspiele für Tunesien. Aber das kann a) noch ändern du liegt b) ganz bestimmt nicht an seiner Einstellung. So sagt er nach dem 2:2 bei YB auf die Frage, ob man nach dem 0:2 beim Meister und bei dieser Kulisse mit über 24'000 Fans noch an einen Punktgewinn geglaubt habe fadengerade: «Wer nicht auf dem Platz steht und dran glaubt, der kann seine Sachen packen und heimgehen. Wir sind im Abstiegskampf. Wir können von mir aus auch 0:5 in der Pause hinten liegen - da muss man auch dann weiterhin dran glauben ...» Das tue man in Luzern. Und das mache den FCL stark. «Wir zeigen Charakter. Wir haben einen guten Lauf.»
Vier Skorerpunkte in sechs Spielen
Nach seinem Wahnsinnsausgleich in der 85. Minute im Wankdorf hat er in nun in sechs Spielen vier Skorerpunkte gebucht. Eine für einen Aussenverteidiger höchst bemerkenswerte Quote! «Das war ein Sonntagsschuss am Samstag», sagt der Mann – und lächelt verschmitzt.
Und er ist nicht der Einzige, der die Jagd auf GC einläutet. Auch Trainer Mario Frick bläst zum Halali auf Heuschrecken. «Das war jetzt mal das perfekte Spiel im Hinblick auf das Heimspiel gegen GC, um dieses zu gewinnen», so der FCL-Coach. «Denn wenn du bei YB nach zehn Minuten 0:2 hinten bist, läufst du normalerweise mit einer Packung aus dem Stadion.»
Hauptfokus auf Lausanne, GC im Visier
Aber der Hauptfokus liege nicht auf Platz acht, betont Frick. «Dieser liegt darauf, Lausanne zu distanzieren. Aber klar: Wenn wir beide Direktduelle mit GC gewinnen, sind wir auf Tuchfühlung. Das ist unser grosses Ziel.» Acht Punkte beträgt die Differenz derzeit. Nur schon ein Sieg am nächsten Sonntag würde die Distanz um drei verringern und die Innerschweizer auf Schlagdistanz zu den Zürchern bringen. Und gleich drei Runden später, am 9. April, gehts in den Letzigrund. https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 96618.html
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