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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 1. Dezember 2021, 09:26 
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Luganesi mit berechtigter Zuversicht im Wankdorf

Die Spieler des FC Lugano können sich dem Nachtragsspiel vom Mittwochabend in Bern gegen die Young Boys voller Selbstvertrauen stellen.

(sda) Die Tessiner sind die Mannschaft der Stunde. Mit vier Siegen am Stück gelang ihnen die zweitlängste solche Serie, seit sie überhaupt der Super League angehören (Sommer 2015). Und die Serie könnte weitergehen.

Die erstaunliche Konstanz, mit der sich die Luganesi zum Spitzentrio Basel/Zürich/YB gesellt haben, hat auch mit dem Trainerwechsel zu tun. Der vormalige Assistent Mattia Croci-Torti übernahm Ende September von Abel Braga. Er begann mit einem Unentschieden gegen GC. Danach siegte Lugano in sechs von acht Spielen, häufiger als jede andere Mannschaft in der gleichen Zeit.

Wenn die Young Boys einmal, wie gerade jetzt, nicht voranschreiten, ertönt in den verschiedensten Medien das Wort Krise. Tatsächlich holten die Berner aus den letzten drei Spielen nur einen Punkt. Dies war ihnen zuletzt im Frühling 2017 passiert, als Basel letztmals Meister wurde.

Die jetzigen drei Spiele ohne Sieg bestritten die Berner allesamt auswärts. In den verbleibenden fünf Spielen vor der Winterpause treten sie viermal im Wankdorf an.

In der Saison 2019/20, als sie unter Trainer Gerardo Seoane am Ende mit erklecklichem Vorsprung Meister wurden, hatten die Berner eine bedeutend längere "Krise" zu überstehen: Sie errangen damals in acht Auswärtsspielen am Stück keinen Sieg und nur drei Punkte durch drei Unentschieden. In jener Saison wie in der laufenden waren die Young Boys lange Zeit die Mannschaft mit den meisten verletzten Leistungsträgern.

Beim Beginn der zweiten Saisonhälfte Ende Januar werden voraussichtlich alle zurzeit Fehlenden wieder zur Verfügung stehen.

Das Nachtragsspiel vom Mittwoch im Überblick:

Young Boys - Lugano (Duelle der Saison 2020/21: 2:2, 2:0, 3:1, 3:0). - Nachtragsspiel, Mittwoch, 20.30 Uhr. - SR Schärer. - Absenzen: Young Boys ohne Moumi Ngamaleu (gesperrt), Von Ballmoos, Nsame, Fassnacht, Garcia, Zesiger, Monteiro und Petignat (alle verletzt); Mahmoud, Osigwe und Alexander Muci. - Fraglich: Camara; - . - Statistik: Für eine Saison mit normalem Kalender ist es einmalig: Bis Anfang Dezember haben zwei Mannschaften in der Super League noch nicht gegeneinander gespielt. YB - Lugano aus der 4. Runde wurde verschoben, damit die Berner alle Kraft in die Qualifikation für die Champions League legen konnten. Und Lugano - YB findet - ordnungsgemäss angesetzt - erst in der 18. Runde am 19. Dezember statt. Im einzigen Duell des Herbsts setzten sich die Tessiner daheim in den Cup-Achtelfinals 2:1 durch. Diesmal hat der Meister den Heimvorteil auf seiner Seite, der Formstand dagegen spricht für Lugano. Die Tessiner holten aus den letzten vier Spielen zwölf Punkte, die Young Boys aus den letzten drei Spielen nur einen Punkt.

Rangliste: 1. Zürich 15/31 (33:24). 2. Basel 14/29 (32:13). 3. Lugano 14/26 (21:15). 4. Young Boys 13/22 (29:15). 5. Grasshoppers 15/18 (25:23). 6. Servette 15/18 (26:30). 7. Sion 15/18 (19:29). 8. St. Gallen 15/15 (20:31). 9. Lausanne-Sport 15/11 (16:31). 10. Luzern 15/10 (19:29).


https://www.bielertagblatt.ch/sport/akt ... m-wankdorf

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 1. Dezember 2021, 09:31 
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Reto Ziegler im PorträtDer arrogante Töfflibueb fährt jetzt Smart

Der 35-Jährige ist der gelobte Spieler im aufregenden Fussballprojekt des FC Lugano – mit grösserer Lust und stärkerem Willen als manch ein Junger.

Als Reto Ziegler vor ein paar Tagen im Zürcher Kreis 5 am Hardturm vorbeifährt, da packt ihn die Wehmut. In diesem Stadion gewann er mit GC seinen ersten Titel als Fussballprofi, überhaupt ist er hier zum Fussballprofi geworden. Heute steht hier eine Brache. «Es schmerzt, diesen Ort so zu sehen», sagt er.

Ziegler sitzt, als er an seinem ehemaligen Arbeitsplatz vorbeikommt, im Mannschaftsbus des FC Lugano. Und die Tessiner bekommen 2026 ein neues Stadion. Mit dieser Aussicht und dem amerikanischen Milliardär Joe Mansueto als Besitzer wird Lugano endgültig zu einem der aufregendsten Fussballprojekte der Schweiz. Ziegler hat eine Wohnung im Tessin gekauft und sagt: «Warum nicht gleich hierbleiben nach der Karriere und für den Club weiterarbeiten?»

Weil der FC Lugano gerade die Liga aufmischt, ist die Stimmung gut. Jeden Tag essen sie alle zusammen im Stadionrestaurant, Spieler und Trainer und ihre Familien. Sobald seine Frau und die beiden Töchter dabei sind, wird Ziegler ruhiger. So erzählt es Trainer Mattia Croci-Torti. Sonst wirft der 35-jährige Verteidiger alles rein für den Fussball. Croci-Torti sagt: «Reto hat einen Willen und eine Lust, die grösser sind als bei vielen Jungen. Das ist der Grund, warum er in dieser Liga noch immer top ist.»

Der Trainer stabilisiert das Team, zusammen mit Sportkoordinator Carlos Da Silva und Ziegler. Die zwei Grossen und der Kleine, alle gemeinsam, so wie damals, als die drei Teenager bei den Grasshoppers spielten und in Höngg zusammenwohnten. Früher war Ziegler überall und immer der Jüngste. «Der Kleine», wie er sagt. Weil er keinen Fahrausweis hatte, fuhr er damals mit dem Töffli ins Training.

Die Tochter füttern und über Fussball reden

Als 14-Jähriger verlässt Ziegler seine Heimat in Genf und kommt im Fussball an. Mit 17 debütiert er bei den GC-Profis. «Ansprechend und frech», steht danach in der Zeitung.

So ist Ziegler auch neben dem Platz. Als er in einem Junioren-Länderspiel ausgewechselt wird, sagt der 19-Jährige, er werde vom Trainer eine Erklärung verlangen. Dann sei die Sache für ihn erledigt. Carlos Bernegger, sein Trainer bei GC, schickt Ziegler mehrmals nach Hause, weil er ihn für zu arrogant, zu nachlässig oder zu aggressiv hält. So erzählt es der Spieler in einem Interview.

An solchen Episoden ist Ziegler gewachsen. Heute formuliert er seine Gedanken auch dann noch klar, wenn er nebenher die jüngere Tochter füttert. Der französische Akzent begleitet seine Stimme so sanft, dass man ihn am Telefon fast überhört. Während des Gesprächs sagt er, wenn ihm etwas gefällt. Und er beschwert sich, wenn er auf Aussagen angesprochen wird, die Jahre her sind und an die er sich nicht erinnert.

Ziegler besucht seinen Präsidenten im Gefängnis

Diese Sicherheit und Ruhe hat ihn das Leben in sechs Ländern gelehrt. Als 18-Jähriger geht er nach England zu Tottenham. In Italien lernt er bei Sampdoria Genua Luigi Delneri kennen. Ziegler sagt: «Davor war ich ein junger Wilder und habe nur mit meinem Instinkt gespielt. In Genua bin ich in meinen Augen zum erfahrenen, schlauen Spieler geworden.» Delneri macht ihn zum Aussenverteidiger und holt ihn später zu Juventus. Kein anderer Trainer prägt ihn mehr.

Bei Juventus scheitert Ziegler, er geht in die Türkei zu Fenerbahce. Der Verein ist in einen Manipulationsskandal verwickelt, Präsident Aziz Yildirim sitzt im Gefängnis. Ziegler schnappt sich zwei Teamkollegen, lässt alle Sicherheitsvorkehrungen über sich ergehen, dann sitzt er dem Präsidenten im Besuchsraum gegenüber. Er sagt: «Türkische Gefängnisse sind nicht die allerschönsten. Aber ich wollte ihn treffen. Aus Respekt. Weil ich hier glücklich war.» Noch heute erhält er Nachrichten von türkischen Fans.

Danach wohnt er in einem Moskauer Hotel und steht täglich zwei Stunden im Stau, um ins Training von Lokomotiv Moskau zu fahren. Bevor er ins Tessin wechselt, spielt er drei Jahre in den USA bei Dallas. Er wohnt in einer Gated Community, einem bewachten Quartier: aussenrum Wohnhäuser, in der Mitte das Schwimmbad und ein Fitnesscenter.

Heute lebt Ziegler mit seiner Familie in Massagno, einem mit Lugano verwachsenen Vorort. Ehemalige Teamkollegen, kaum älter als Ziegler, arbeiten als Sportchef, wie Philippe Senderos bei Servette, oder besitzen einen Fussballclub, wie David Degen in Basel. Ziegler ist weiterhin als Fussballer gefragt.

«Reto Ziegler ist ungemein professionell und sehr zuverlässig, was im Fussball eher selten vorkommt.»
Georg Heitz, Verwaltungsrat FC Lugano

Im letzten Sommer wollte ihn der FC Sion zurückholen, und der damals klamme FC Lugano war zu diesem Transfer bereit. Doch die neuen Besitzer nahmen das Dossier sofort vom Tisch. Sportkoordinator Carlos Da Silva sagt: «Reto ist für uns ein ganz wichtiger Spieler. Er lebt Professionalität vor und zieht die Jungen mit. Reto ist im Mannschaftsrat, aber wenn er Anregungen und Verbesserungswünsche hat, dann tauschen wir uns auch informell aus.»
Der FC Lugano liegt nach 15 Runden auf Rang 5. Ziegler, der immer spielt, hat einen wesentlichen Anteil an diesem Erfolg.

erwaltungsrat Georg Heitz sagt: «Reto ist sehr klar in seinen Aussagen und Analysen, ungemein professionell und sehr zuverlässig, was im Fussball eher selten vorkommt.»

Etwas anderes als lobende Worte von Vorgesetzten erstaunte. Aber es tönt eben auch aus der Vergangenheit so: Peter Zeidler, Zieglers Trainer bei Sion und heute beim FC St. Gallen, sagt: «Ich habe ganz selten einen Spieler gesehen, eigentlich nie, der sich so auf seine Aufgabe konzentrieren kann.»

Dieser Fokus hat Ziegler sechs Titel eingebracht. Der Cupsieg mit dem FC Sion hat es ihm besonders angetan. Noch heute geht er jede Woche zu seinem Trainer und zur Mannschaft und sagt, Lugano könne diesen Cup gewinnen. Croci-Torti erzählt diese Geschichte und sagt mehrmals: «Das müssen Sie unbedingt aufschreiben.»

Ziegler braucht leisere Worte. Aber ja, der Cup sei ein Ziel. Der Kleine von damals ist ruhiger geworden in seinen Ansagen. Heute fährt er mit einem Smart zum Training.


Reto Ziegler: Vereine und Titel

Kaum ein Schweizer Fussballer ist weiter gereist als der Genfer Reto Ziegler. Er spielte in 6 Ländern bei 13 Clubs, nachdem er im Sommer 2000 von Servettes Junioren als 14-Jähriger zu den Grasshoppers gewechselt hatte.

2000–2002 | Junioren bei GC | bei Servette entdeckt vom legendären Scout Oldrich Svab

2002–2004 | Grasshoppers | Meistertitel 2003 | 47 Spiele/0 Tore

2004–2005 | Tottenham Hotspur, ENG | 34/1

2005–2006 | Hamburger SV, GER | ausgeliehen | 13/0

2006 | Wigan Athletic, ENG | ausgeliehen | 13/0

2007–2011 | Sampdoria Genua, ITA | erst Leihe, dann fix | 155/5

2011 | Juventus, ITA | keine Einsätze in der ersten Mannschaft

2011–2012 und 2013 | Fenerbahce Istanbul, TUR | ausgeliehen | Cupsieger 2012 und 2013 | 59/1

2012–2013 | Lokomotiv Moskau, RUS | ausgeliehen für fünf Monate | 7/0

2013–2014 | US Sassuolo, ITA | ausgeliehen | 18/0

2015–2017 | FC Sion | Cupsieg 2015 | 92/13

2017–2018 | FC Luzern | Vertrag über drei Monate | 10/2

2018–2021 | FC Dallas, USA | 87/12

seit 2021 FC Lugano | Vertrag bis Ende Juni 2023 | 32/5

Für die Schweiz spielte Ziegler in allen Junioren-Nationalmannschaften und wurde 2002 Europameister. Für das A-Team absolvierte er 35 Länderspiele. Er gehörte 2010 und 2014 zum Schweizer WM-Kader und kam 2010 in allen drei Gruppenspielen zum Einsatz.


https://www.bernerzeitung.ch/der-arroga ... 3341022287

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 1. Dezember 2021, 09:36 
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Nachtragsspiel gegen Lugano

Die Young Boys und der Novemberblues

Die Young Boys stecken in einer Resultatekrise. Kehrt der Meister gegen Lugano zum Siegen zurück?

Am Mittwochabend empfangen die Young Boys in einem Nachtragsspiel der 4. Runde den FC Lugano im Wankdorf. Mit einem Sieg würden die Berner bis auf einen Punkt an die drittplatzierten Tessiner heranrücken.

YB spielt am 1. Dezember nicht nur gegen Lugano, sondern irgendwie auch gegen den Novemberblues. Schliesslich liest sich die jüngste Bilanz des Liga-Dominators der letzten 4 Saisons ungewöhnlich schlecht:

- 27. Oktober: 1:2 im Schweizer Cup gegen Lugano
- 30. Oktober: 1:3 in der Super League gegen St. Gallen
- 2. November: 0:2 in der Champions League gegen Villarreal
- 6. November: 1:1 in der Super League gegen GC
- 23. November: 3:3 in der Champions League gegen Atalanta
- 28. November: 0:1 in der Super League gegen den FCZ

Klar: In den beiden CL-Partien durfte man keinen Sieg der Berner erwarten und das 3:3 gegen Atalanta Bergamo war gar eine herausragende Leistung. Unter dem Strich wartet YB jedoch seit 6 Pflichtspielen auf einen Sieg. Das Out im Cup-Achtelfinal sowie die Bilanz von nur einem Remis aus den letzten 3 Liga-Spielen schmerzen durchaus.

Sollte YB gegen Lugano nicht triumphieren, würden die Berner erstmals seit fast 20 Jahren 7 Pflichtspielen in Serie nicht gewinnen. Damals, zum Abschluss der Saison 2001/02, blieben die Young Boys in den letzten 7 Meisterschaftspartien sieglos und unterlagen zudem im Cup-Halbfinal dem FCB.

Gegen das heisseste Team der Liga

War das Cup-Duell gegen Lugano für YB der Auftakt einer Resultate-Krise, war bei den Tessinern das Gegenteil der Fall. Die Mannschaft von Trainer Mattia Croci-Torti ist heiss gelaufen und hat seine letzten 4 Spiele in der Super League alle gewonnen. Servette, Lausanne, Luzern und GC wurden bezwungen.

Am Wochenende des 23. Oktobers gewann YB letztmals ein Meisterschaftsspiel (3:2 gegen Lausanne). Am selben Wochenende ging Lugano letztmals nicht als Sieger vom Feld (0:2 in Basel).

Lugano deshalb am Mittwoch in die Favoritenrolle zu drängen, wäre dennoch falsch. Trotz der zahlreichen Absenzen bei YB und den Strapazen der Champions League verfügt die Equipe von David Wagner über genügend Breite, um den Ansturm der Luganesi abzuwehren. Einfach wird es jedoch nicht werden.


Maskenpflicht im Wankdorf

Nachdem die Berner Kantonsregierung am 26. November die Maskentragpflicht ausgeweitet hat, müssen alle Zuschauer ab 12 Jahren auch im Wankdorf ab sofort wieder eine Maske tragen. «Lediglich zum Konsumieren von Speisen und Getränken darf die Maske kurz abgelegt werden», schreibt YB.


https://www.srf.ch/sport/fussball/super ... emberblues

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 1. Dezember 2021, 12:03 
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Jetzt spricht Captain Fabian Lustenberger über die YB-Krise

«Ich sage dem Coach, ich fühle mich fit für die Startelf»

Nun muss es der Captain richten! Fabian Lustenberger steht vor dem Startelf-Comeback. Sagt, er habe Luft für 90 Minuten. Jegliche Alibi-Suche hält er für «komplett falsch». Klartext aus Schenkon LU.

Fabian Lustenberger, bei unserem letzten Gespräch vor genau einem Monat konnten wir uns auf den Begriff «Resultatkrise» einigen. Nun ist daraus eine ausgewachsene Krise geworden – nicht?
Fabian Lustenberger: Seither haben wir fünf Spiele gemacht und keines gewonnen. Die Resultate stimmen nicht. Aber es ist keine Krisensituation. Das wäre es dann, wenn wir schlechter wären als der Gegner, keine Chance hätten und es im Team nicht stimmt. Aber nichts von alledem passiert. Es fehlt uns im Moment einfach das gewisse Etwas, um diese Spiele in positive Bahnen zu lenken. Das müssen wir so schnell wie möglich korrigieren.

Was meinen Sie mit dem «gewissen Etwas»?
Im letzten Drittel treffen wir oft nicht die richtigen Entscheidungen. Zudem haben wir auch das Glück nicht, wie das in solchen Situationen oft der Fall ist. Aber wir haben mehrmals in letzter Minute noch Punkte geholt. Das ist ein sicheres Zeichen, dass wir uns nicht hängen lassen. Am Sonntag in Zürich haben wir in der letzten Minute den Pfosten getroffen. Diese Szene ist bezeichnend für die gegenwärtige Situation.

Welche Rolle haben die Champions-League-Matches gespielt?
Gar keine! Wir haben es im September ja auch hinbekommen, in der Meisterschaft nach Champions-League-Spielen zu brillieren. Und wir haben in der Königsklasse ja nicht serienweise gewonnen, was uns Anlass zu Arroganz hätte geben können. Es ist logisch, dass das Champions-League-Argument nun aufkommt, aber es ist nicht stichhaltig. Es ist eine Suche nach Alibis und eine solche ist komplett falsch!

Blerim Dzemaili hat gesagt, YB habe nun Heimspiele und damit den Kunstrasen-Vorteil.
Das ist viel zu einfach. Das tönt auch nach Alibi und solche suchen wir wie gesagt nicht. Wir haben ein Heimspiel und unsere Fans im Rücken. Das ist entscheidend.

Fans, die nun alle eine Maske werden tragen müssen, weil YB das ab sofort obligatorisch gemacht hat
Da ich nicht mehr Zuschauer bin, habe ich auf dem Feld das Privileg, keine tragen zu müssen … Nein, wir sind uns solche Veränderungen mittlerweile gewohnt und leben damit. Und ich bin sicher, dass auch die YB-Fans das Beste aus der Situation machen und uns sehr gut unterstützen werden.

In Deutschland gibts bereits wieder Geisterspiele …
Wir müssen es akzeptieren, wie es kommt und leisten unseren Beitrag an die Gesellschaft. Aber klar: Die Zahlen sind beunruhigend hoch.

Ihre Zahl ist: Acht Meisterschaftsminuten inklusive Nachspielzeit im Letzigrund. Reichts nun für neunzig Minuten?
Ich denke schon. Ich bin nun seit sechs Wochen im Teamtraining und habe drei Spiele in der U21 absolviert. Und ich fühle mich total wohl.

Dann spielen Sie gegen Lugano?
Das weiss ich noch nicht.

Erwarten Sie es?
Nach sieben Monaten Verletzungspause kommt es auf eine Woche mehr oder weniger nicht an. In erster Linie geniesse ich es, wieder dabei zu sein.

Aber es wäre ein Zeichen, wenn sich der Captain in diesem Krisenmoment in der Startelf zurückmeldet.
Wenn der Trainer mich fragt, werde ich ihm jedenfalls sagen, dass ich mich fit fühle für die Startelf. Ebenso wichtig ist aber, dass in absehbarer Zeit weitere Spieler zurückkommen: Ali Camara, Cédric Zesiger, Jean-Pierre Nsame, Joël Monteiro.

Aber Nsame wird in diesem Jahr kaum spielen. Sie haben ja auch sechs Wochen gebraucht vom Moment der Rückkehr ins Teamtraining an.
Vielleicht ist es bei einem Stürmer anders, gegen Spielende ein paar Minuten aufs Feld zu kommen als bei einem Verteidiger, der grundsätzlich für neunzig Minuten bereit sein muss. Und sonst macht Jean-Pierre im Januar die Vorbereitung voll mit und ist auf die Rückrunde bereit.

Wirkt Trainer David Wagner angespannt?
Nein, kein bisschen! Er ist cool wie immer. Was auch richtig ist.

Lugano hat zuletzt vier Mal gewonnen …
Die Tessiner haben einen Lauf und der neue Coach macht es richtig gut. Sie sind eingespielt und enorm stabil. Es liegt nun an uns, diesen Lauf zu beenden, so wie viele andere Teams versucht haben, Läufe von uns zu beenden. Aber eigentlich ist es egal, wer kommt: Wir müssen dieses Spiel so oder so unbedingt gewinnen.


https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 30019.html

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 1. Dezember 2021, 12:08 
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YB im Tief

«Wir machen uns zu viele Gedanken, das ist nie gut»

Bei den seit Wochen sieglosen Young Boys wird der Dezember zum Schicksalsmonat. «Wir müssen eine Serie starten», sagt Michel Aebischer vor dem Nachholspiel gegen Lugano.

Warum kann YB nicht mehr gewinnen?

Weil wir zu wenig Tore schiessen. Nehmen wir das Spiel gegen Zürich: Wir zeigten an sich eine gute Leistung, waren oft in der Nähe des Strafraums. Aber wir haben einige Male die falsche Entscheidung getroffen. Dazu hatten wir auch etwas Pech mit meinem Pfostenschuss.

Wenig Durchschlagskraft, etwas Unvermögen und Pech – war dieses Spiel symptomatisch für die derzeitige Situation der Young Boys?

Ja, das passt ganz gut. Aber es bleibt uns nichts anderes übrig, als dranzubleiben und unsere Chancen zu nutzen. Wir müssen den Gegner dazu zwingen, etwas zu tun, sich nicht bloss hinten rein zu stellen, dadurch eröffnen sich uns wieder mehr Räume.

Machen Sie sich Sorgen?

Wir müssen unsere Probleme in der Offensive beheben. Aber es ist nicht so, dass wir keine Chancen hätten, das würde mir wirklich Sorgen bereiten.

Woran liegt es dann?

Vielleicht an einer gewissen mentalen Frische, die nach vielen Spielen ein bisschen fehlt. Es sind viele kleine Dinge, die nicht ganz zusammenpassen. Du musst im Kopf bereit sein, dann muss der Pass richtig kommen, es gilt, zu entscheiden: Wann schiesse ich, wann spiele ich ab? Diese Entscheidungen sind bei uns im Moment nicht immer die richtigen.

Inwiefern spielt das Selbstvertrauen hier eine Rolle?

Das spielt sicher eine Rolle. Gewinnst du länger nicht mehr, beginnst du zu zweifeln. Vor ein paar Monaten hatten wir das Selbstverständnis und schossen den Ball direkt aufs Tor. Nun überlegst du dir: «Den muss ich jetzt machen, sonst stehen wir unter Druck.» Und schon steht der Gegenspieler bei dir.

Das kann zermürbend sein.

Es gehört zum Leben als Sportler, mit Druck umgehen zu können. Deshalb freuen wir uns auf Mittwoch, wir wollen gegen Lugano zeigen, dass wir weiterhin Selbstvertrauen haben und Tore schiessen können.

«Es wäre zu einfach, nun zu behaupten: Ohne Lustenberger, Fassnacht und Nsame sind wir zu wenig gut.»
Michel Aebischer

Offensichtlich sind auch defensive Unzulänglichkeiten. Warum ist YB so anfällig?

Vielleicht fehlen auch in diesem Bereich die letzten 5 Prozent Konzentration, die wichtig sind. Es ist ähnlich wie in der Offensive und hat ebenfalls mit dem Selbstvertrauen zu tun. Wir machen uns zu viele Gedanken, und das ist nie gut.

Fehlt dem Team im Moment in Anbetracht der vielen Abwesenden die Qualität, um die Mängel zu beheben?

Natürlich fehlen uns starke Spieler. Aber jede Position ist doppelt bis dreifach besetzt. Es wäre zu einfach, nun zu behaupten: Ohne Lustenberger, Fassnacht und Nsame sind wir zu wenig gut. Wir haben nach wie vor genug Qualität in unserem Team.

Zuletzt führten Sie das Team als Captain an, als insgesamt schon dritter Spieler in dieser Saison – das sagt einiges über die Situation bei YB aus.

Es ist für uns sehr unglücklich gelaufen. Bei von Ballmoos war es eine ausgerenkte Schulter, Fassnacht verletzte sich im Kopfballduell. Das sind Verletzungen, für die du nichts kannst.

Mit Nsame, Fassnacht, von Ballmoos und bis vor kurzem auch Lustenberger fehlt der Equipe viel Erfahrung. Damit wird der Druck auf die gesunden Leistungsträger noch grösser. Wie äussert sich dieser für Sie?

Sind alle fit, haben wir viele erfahrene Spieler, die Präsenz ausstrahlen, Verantwortung übernehmen können. Nun müssen andere ihre Aufgaben übernehmen. Das ist eine Chance, daran kannst du wachsen. Wir suchen lieber nach Lösungen, als die Probleme in den Vordergrund zu stellen. Für mich persönlich jedenfalls hat sich nichts verändert. Und ich bin sicher: Wenn wir diese Phase überwunden haben, werden wir noch stärker sein.

Welche Bedeutung hat es für Sie, die Captainbinde zu tragen?

Es ist ein Traum, diese tolle Mannschaft in ein volles Stadion zu führen, das macht mich stolz. Gerade in der Champions League, wenn diese Hymne ertönt, ist das wunderbar. Ich bin dem Verein dankbar für diese Möglichkeit, betrachte sie auch als Anerkennung für meine Arbeit.

«Der Titel wird im Mai vergeben, nicht im Dezember. Uns bleibt genug Zeit.»
Michel Aebischer

Im Dezember bestreitet YB vier Heimspiele, zwei davon – gegen Lugano und Basel – sind Nachtragspartien. Wir können getrost vom «Schicksalsmonat» sprechen, einverstanden?

Ja sicher. Wir müssen eine Serie starten, weil wir nun viele Punkte liegen gelassen haben. Und wir haben die Ambition, in diesen vier Heimspielen gut zu spielen. Tun wir das, werden sich auch die Resultate ergeben.

YB kann bis zur Meisterschaftspause viel verlieren…

… aber auch viel gewinnen. Ich streiche hier bewusst das Positive hervor: Gewinnen wir die vier Spiele, halten wir den Anschluss an die Tabellenspitze. Wenn es perfekt läuft, sind wir sogar international noch dabei. Und dann wäre es ein sehr gelungener Herbst, trotz der aktuellen Baisse. Das ist eine Chance, dafür spielen wir Fussball. Unter Druck zeigt sich, wer die Besten sind.

Wie ist die Stimmung in der Mannschaft?

Natürlich sind wir enttäuscht, wenn wir verlieren. Aber das hat keinen grossen Einfluss aufs Innenleben des Teams. Es ist eine Stärke von uns, dass wir zusammenstehen, positiv bleiben. Wir wissen: Es geht nur als Einheit, einer allein kann kein Spiel gewinnen. Und diese Stärke müssen wir wieder auf den Platz bringen.

In den letzten vier Jahren hatte YB in der Liga leichtes Spiel, auch weil die Konkurrenz nicht mithalten konnte. Nun steht das Team wieder einmal unter Druck. Kann es damit überhaupt noch umgehen?

Natürlich können wir das. Bei YB hast du immer Druck. Sicher wären wir lieber auf Platz 1 mit 15 Punkten Vorsprung. Nun stehen andere im Fokus, und wir können zeigen, dass wir auch die Rolle des Jägers beherrschen. Der Titel wird im Mai vergeben, nicht im Dezember. Uns bleibt genug Zeit. Wir haben unsere starke Mentalität schon oft unter Beweis gestellt.

Ist es der heikelste Moment seit dem Titelgewinn 2018?

Klar, wir haben nun seit sechs Spielen nicht mehr gewonnen. Diesbezüglich ist es die heikelste Situation seit 2018. Aber es gilt zu differenzieren. Die Leistung hat zuletzt fast immer gestimmt. Es sind die kleinen Details, die noch nicht passen. Ich bin zuversichtlich, dass wir nun mit unseren Fans im Rücken wieder punkten können.

Nun hat es auch Garcia erwischt

Die Verletzungshexe bleibt den Young Boys in dieser Saison treu. Kaum scheinen sich die Plätze im Lazarett zu lichten – Captain Fabian Lustenberger ist zurück, Torjäger Jean-Pierre Nsame arbeitet am Comeback –, fallen neue Spieler aus. In Zürich hat es Ulisses Garcia erwischt, er zog sich eine Wadenprellung zu. Am Mittwoch im Nachtragsspiel gegen Lugano (Stadion Wankdorf, 20.30 Uhr) müssen die Young Boys zudem auf den gesperrten Nicolas Ngamaleu verzichten.

Im gesamten Stadion gilt Maskentragpflicht. Die Maske darf lediglich zum Konsumieren von Speisen und Getränken kurz abgelegt werden. (mob)

So könnte YB spielen: Faivre; Hefti, Lustenberger, Lauper, Maceiras; Mambimbi, Aebischer, Martins, Rieder; Siebatcheu, Elia. – YB ohne Garcia, von Ballmoos, Fassnacht, Petignat (verletzt), Ngamaleu (gesperrt) und Nsame, Zesiger, Monteiro (rekonvaleszent). – Fraglich: Camara.


https://www.bernerzeitung.ch/wir-machen ... 6920375249

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 1. Dezember 2021, 23:46 
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Nach sechs Spielen ohne Sieg: YB dreht Spiel gegen Lugano und feiert drei Punkte

YB holt sich im Nachholspiel gegen Lugano wichtige drei Punkte. Der Schweizer Meister drehte dabei einen Rückstand zur Pause.

Sechs Pflichtspiele ohne Sieg gegen fünf Dreier in Folge. Am Mittwochabend empfing der kriselnde Meister YB das formstarke Lugano. Die Gastgeber aus Bern legten los wie die Feuerwehr und drückten aufs Gaspedal. Bereits nach wenigen Minuten kam man zu einer grossen Doppelchance, doch die Effizienz fehlte, wie so oft in der Saison.

Im Laufe der ersten Halbzeit steigerte sich Lugano und in der 27. Spielminute lag der Ball plötzlich hinter Faivre im Netz. Für den Treffer verantwortlich: Sandi Lovric, der die Kugel mittels direktem Freistoss ins Tor beförderte. Ein Schock für die gut 20’000 Fans im Berner Wankdorf. Lugano war im Anschluss bis kurz vor der Pause das spielbestimmende Team. Vor dem Pausentee wäre dennoch beinahe noch der Ausgleich gefallen. Rieder traf bei seinem Freistoss aber nur die Latte und Lugano brachte die Führung in die Pause.

Penalty dank VAR-Intervention

YB, übrigens zum ersten Mal in dieser Saison mit Captain Fabian Lustenberger in der Startelf, gab sich aber nicht geschlagen und die Berner drückten auf den Ausgleich. Von Lugano war in der Offensive nichts mehr zu sehen. Nach einem Zweikampf mit Sabbatini kam der eingewechselte Sierro im Strafraum zu Fall. Die Pfeife von Schiedsrichter Fähndrich blieb vorerst stumm. Der VAR meldete sich jedoch zu Wort und der Unparteiische entschied nach Konsoltierung der Video-Bilder auf Penalty. Zu Recht, da Sierro von Sabbatini beinahe wie ein Ringkämpfer behandelt wurde.

Die Young Boys blieben auch im Anschluss dominierend und drückten auf den Ausgleich. In der 82. Spielminute brachte Kanga das Wankdorf zum Beben. Der eingewechselte Stürmer wurde vom eingewechselten Sulejmani auf die Reise geschickt und blieb eiskalt. Sechs Minuten später war erneut Kanga zur Stelle. Wie beim 2:1 wurde er von Sulejmani in Szene gesetzt. Der Stürmer sah, wie Goalie Saipi zu weit vor dem Kasten stand und er lupfte die Kugel ins Tor. Der blue-Kommentator sprach gar von einem Wundertor.

Von Lugano kam nichts mehr und YB feierte nach sechs Pflichtspielen ohne Sieg wieder einmal drei Punkte. Der grosse Unterschied zwischen Lugano und YB war in diesem Spiel die Auswechselbank. Bei allen drei YB-Toren hatten die Joker ihre Füsse, respektive ihren Körper im Spiel.

Stimmen zum Spiel

Fabio Daprèla (Lugano): «Von YB war in der ersten Halbzeit nicht viel zu sehen. Wir haben bis zum Penalty gut verteidigt. Das hat uns aus dem Konzept gebracht. Im Anschluss schiessen sie zwei Tore, die wir besser verteidigen müssen.«

Sandro Lauper (YB): «Der Stein, der vom Herzen fällt ist schon gross. Ich glaube die Mentalität spricht für uns. So dominant sind wir zurückgekommen. Es sind Details die entscheiden. Wir sind in jedem Spiel dominant. Heute war es ähnlich wie gegen Zürich.«


https://www.20min.ch/story/findet-yb-ge ... 1762389631

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Super League: YB – Lugano

Der Joker bringt die Wende: Kanga schiesst YB zum Sieg

Nach einer schwierigen Phase schlagen die Young Boys zu Hause das formstarke Lugano. Dafür brauchen sie zwei späte Tore von Wilfried Kanga.

Drei Wechsel tätigt Trainer David Wagner in der 57. Minute, 0:1 steht es da. Es kommen Maceiras, Kanga und Sierro. Nur wenige Minuten später ist es Sierro, der einen Penalty herausholt, Siebatcheu trifft, 1:1.

Wenn etwas einmal funktioniert, kann das ein zweites Mal ja wieder funktionieren, denkt sich Wagner wohl, und bringt Sulejmani. Es vergeht keine Minute, da gelingt dem Serben ein wunderbarer Pass auf Kanga, der Franzose schiesst das 2:1 für die Young Boys.

Zu diesem Zeitpunkt ist Lugano von der Rolle – und Kanga bereit für den goldenen Schlusspunkt. Wieder von Sulejmani angespielt, lupft er den Ball aus etwa 20 Metern hervorragend über den zögernden Goalie Amir Saipi, es ist die Entscheidung in dieser Partie.

Die Young Boys gewinnen also zum ersten Mal seit dem 23. Oktober und dem 3:2 über Lausanne wieder ein Spiel. Lugano hingegen verliert erstmals nach zuletzt vier siegreichen Partien in Folge. Dabei starten sie noch besser in diese Partie, Sandi Lovric macht in der 27. Minute mit einem herrlichen Freistoss das 1:0. Dann aber wechselt Wagner Sierro, Kanga und später Sulejmani ein.


https://www.bernerzeitung.ch/yb-krise-o ... 2709215806

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 1. Dezember 2021, 23:50 
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3:1 gegen Lugano

YB dreht das Spiel und findet zum Siegen zurück

- YB gewinnt nach sechs sieglosen Spielen gegen den FC Lugano mit 3:1.
- Zwei schöne Co-Produktionen von Miralem Sulejmani und Wilfried Kanga ebnen den Weg zum Sieg.
- Damit nähern sich die Berner den Tessinern, die zuvor vier Liga-Spiele in Folge gewannen, in der Tabelle bis auf einen Punkt an.

Lange hatte YB in diesem Spiel zu kämpfen, gegen die formstarken Luganesi fehlte es an Ideen und an Spielwitz. Doch dann kam Miralem Sulejmani. Der Serbe wurde in der 80. Minute eingewechselt, nur eine Minute später lenkte er das Spiel mit seiner ersten Ballberührung für YB in die richtigen Bahnen.

Mit einem genialen Pass, perfekt in den Lauf gespielt, lancierte er Wilfried Kanga. Dieser hatte alleine vor Lugano-Goalie Amir Saipi keine Mühe, die 2:1-Führung zu erzielen.

Traumtor zum 3:1

Nur sechs Minuten später waren es erneut diese zwei Berner, die für das nächste Tor sorgten. Sulejmani spielte erneut einen Pass nach vorne – diesmal war etwas Glück dabei –, erneut kam Kanga an den Ball und erneut verwandelte er. Ein Traumtor.

Bereits in der ersten Halbzeit war YB die aktivere Mannschaft gewesen – trotzdem gingen die Tessiner zunächst in Führung. Sandi Lovric holte in der 27. Minute einen Freistoss wenige Meter vor dem Strafraum heraus, trat dann gleich selbst an und verwandelte sehenswert direkt zum 1:0.

Die Berner brauchten dann etwas Zeit, fingen sich aber wieder. In der 41. Minute traf Fabian Rieder ebenfalls mit einem Freistoss aber nur die Latte. Nach viel Kampf und Krampf konnten die Berner in der 63. Minute dann nicht aus dem Spiel, aber per Penalty ausgleichen. Jordan Siebatcheu traf zum 1:1.

Lugano hatte spätestens dann nichts mehr zu melden, und mit den beiden Enwechselspielern Sulejmani und Kanga fand die Kreativität und damit auch der Sieg zu YB.

So gehts weiter

Dank dem ersten Sieg seit sechs Pflichtspielen liegt der Meister nun auf dem vierten Rang. Nur einen Punkt davor sind die Tessiner platziert, die im Wankdorf die erste Niederlage nach vier Vollerfolgen bezogen. Am Samstag treffen die Berner erneut zuhause auf Servette (20:30, live auf SRF zwei), Lugano empfängt am Sonntag den FC Sion.


https://www.srf.ch/sport/fussball/super ... en-zurueck

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 1. Dezember 2021, 23:53 
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Alle Highlights im Video: «Wundertor» von Kanga bringt YB drei Punkte

YB sichert sich drei Punkte gegen Lugano. Besonders überzeugen konnte Joker Kanga, der nach Meinung des blue-Kommentators ein «Wundertor» erzielte. Alle Tore und Highlights im Video.


https://www.20min.ch/video/wundertor-vo ... 7313769175

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 1. Dezember 2021, 23:55 
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Der langersehnte YB-SiegUnd dann packen die solche Kunststücke aus

Die Young Boys schlagen Lugano 3:1 und tanken Moral. Für die Wende sorgen mit Miralem Sulejmani und Wilfried Kanga zwei Spieler, die unter dem neuen Trainer aussen vor schienen.

Und dann packt der diesen Pass aus. Gerade mal 153 Einsatzminuten wies Miralem Sulejmani bis am Mittwochabend vor, der Serbe galt früher als feinster Linksfuss der Liga, zuletzt nur noch als Auslaufmodell, aussen vor geblieben unter dem neuen Trainer David Wagner. Im Spiel gegen Lugano bleiben noch zehn Minuten, YB will das 2:1, YB muss das 2:1 erzielen, weil der Meister seit einem Monat nicht mehr gewonnen hat, weil der Druck in den letzten Wochen zugenommen hat.

Sulejmani ist neu im Spiel, Wilfried Kanga schon etwas länger da, beide sind sie keine Berner Hauptdarsteller in diesen ersten Saisonmonaten. Sulejmanis linker Fuss zuckt, 40 Meter weiter vorne erreicht der Ball Kanga, der trifft überlegt, da ist es, das 2:1. Und nach dem zweiten Tor des Franzosen – einem sehenswerten Lob, wieder nach Zuspiel von Sulejmani – ist für die Young Boys nach einer von Widrigkeiten geprägten Partie ein kleiner Bann gebrochen.

Lauer Sommerabend? Kalte Dezembernacht!

YB gegen Lugano, das hätte auch ein lauer Sommerabend im August sein können, mit dem gemütlichen Brasilianer Abel Braga bei den Tessinern an der Seitenlinie. Und jetzt: Eine kalte Nacht im Dezember, am Platz steht Mattia Croci-Torti, der erfolgreichste Lugano-Trainer in der Super League, der ebenso eifrig Kaugummi kaut wie Punkte sammelt, der Verein im Hoch nach fünf Siegen am Stück und einem vom Stimmvolk bewilligten Stadionprojekt.

Im August beantragte YB eine Verschiebung der Partie, um sich optimal auf das Playoff-Rückspiel gegen Ferencvaros Budapest vorbereiten zu können. Das hat sich insofern ausbezahlt, als die Young Boys das Rückspiel mit 3:2 gewannen - und ihnen die Champions League am Ende um die 37 Millionen Franken eingebracht haben wird.

Die Young Boys gehen die Aufgabe auch im widrigen Winter konzentriert an. Mit Ulisses Garcia reiht sich zwar ein Nächster in die lange Liste der Verletzten ein, doch dass Fabian Lustenberger nach überstandener Blessur seine Mannschaft zum ersten Mal seit 234 Tagen wieder als Captain aufs Feld führt, sorgt für Zuversicht. YB totalisiert nach 20 Minuten 70 Prozent Ballbesitz und sechs Abschlüsse, darunter gefährliche wie der Versuch von Felix Mambimbi, der auf der Linie geblockt wird.

Dann die 26. Minute, Christopher Martins begeht am eigenen Strafraum ein ungeschicktes Foul, Sandi Lovric läuft zum Freistoss an. Noch vor einer Woche in der Champions League gegen Atalanta erwies sich die YB-Mauer beim letzten Gegentreffer als löchrig, diesmal drehte sich keiner weg. Doch Lovrics Schuss ist platziert, schlägt oben links zum 1:0 ein, es ist der erste Torschuss überhaupt der Tessiner.

Und es ist ein Knacks fürs YB-Spiel. Die so zielstrebigen Young Boys aus der Startphase erinnern jetzt an das Team, das am Sonntag beim FCZ (0:1) umständlich und ideenlos agiert, defensiv tun sich die ersten Lücken auf. Und die Tessiner nehmen sofort die Haltung des in Führung liegenden Underdogs ein betreiben Zeitspiel und Mätzchen, die Lage ist früh ungemütlich für den so unter Druck stehenden Meister.

Zwei Tore aus den letzten drei Ligaspielen, bei den Young Boys hakt es offensiv. Zuletzt in Zürich zogen sich die Berner wie ein Handballteam um den gegnerischen Strafraum auf, ohne Gefahr zu versprühen. Am Mittwoch gelingt der Vortrag geradliniger. In der 61. Minute wird Vincent Sierro von Luganos Jonathan Sabbatini im Strafraum umgerissen, nach einem Wink des VAR schaut Schiedsrichter Lukas Fähndrich noch einmal genau hin und gibt den Penalty. Jordan Siebatcheu tritt ihn, es ist ein heikler Moment, sein Treffer ist vor 19’973 Zuschauern ein Befreiungsschlag.

«Schauen Sie sich die individuelle Klasse bei den Toren an»

Die Young Boys powern weiter, greifen irgendwann in einem 4-2-4-System mit Siebatcheu und Kanga, mit Elia und Sulejmani an. Bis zur Schlussphase und Sulejmanis Geniestreich haben sie weitere gute Möglichkeiten. «Es ist eine grosse Erleichterung», sagt Sandro Lauper. Dass die zuletzt nicht souveränen Berner Widrigkeiten getrotzt haben, spricht für eine wiedererstarkte Moral. «Mit mir hat das nichts zu tun, schauen Sie sich die individuelle Klasse bei den Toren an», sagte Wagner, der die Protagonisten der zweiten Halbzeit eingewechselt hatte.Der erste Sieg seit dem 23. Oktober sorgt beim Meister für etwas Entspannung. Am Samstag darf er wiederum zu Hause gegen Servette antreten. Die Reise nach Manchester zur Dernière in der Champions League gegen United tritt er am Dienstag an.


https://www.bernerzeitung.ch/und-dann-p ... 3924890243

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