Registrieren    Anmelden    Forum    Suche    FAQ

 

 

 

     

 

 

Foren-Übersicht » www.ybfans.ch » BSC Young Boys Stammtisch




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 16 Beiträge ]  Gehe zu Seite Vorherige  1, 2
Autor Nachricht
 Beitrag Verfasst: Samstag 31. Juli 2021, 23:10 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
31.07.2021

Bild

Zitat:
[YB gegen GC nur Remis – Pusic: «Es ist schon ein gestohlener Punkt»

Im strömenden Regen von Bern muss sich Meister YB gegen Super-League-Rückkehrer GC mit einem 0:0-Unentschieden begnügen.

Das Wichtigste in Kürze

- YB und GC trennen sich am Samstagabend mit einem 0:0-Unentschieden.
- Bei den Bernern werden mehrere Stammkräfte nach dem CL-Quali-Spiel geschont.
- GC tritt defensiv auf und lässt kaum Torchancen zu.

Zufrieden war er nicht, David Wagner, nach seinem ersten Heimspiel mit YB in der Super League. Gegen Aufsteiger GC bissen sich offensiv wenig überzeugende Berner 90 Minuten lang die Zähne aus.

Der defensive Einsatz sei für GC der Schlüssel zum Punktgewinn gewesen, meint Hoppers-Angreifer Petar Pusic. «Wir haben gewusst, es wird ein schwieriges Spiel auswärts in Bern. Da sind wir froh, dass wir hinten solide stehen konnten.»

«Verdient ist der Punkt wegen unserer Defensivleistung», meint der Zürcher Angreifer. «Wenn man ehrlich ist, ist es am Schluss schon ein gestohlener Punkt. Aber den nehmen wir sehr gerne mit.»

«Ich bin stolz auf die Mannschaft», freut sich auch sein Teamkollege Amir Abrashi. «Es war heute ein anderes Spiel als gegen Basel. Wir mussten mehr gegen den Ball arbeiten, aber schlussendlich haben wir den Punkt gern mitgenommen.»

Wagner schont nach dem anstrengenden Einsatz in der Champions-League-Quali mehrere Stammkräfte. Von Ballmoos und Elia fehlen mit leichten Blessuren, Fassnacht und Camara stehen ebenfalls nicht im Kader. Die Absenzen machen sich bemerkbar, vor allem nach vorn.

YB kommt nur langsam in die Gänge

Eine halbe Stunde dauert es bis zur ersten Grosschance – die hat es dann aber in sich. GC-Keeper Moreira bringt Cvetkovic mit einem schlechten Zuspiel in Bedrängnis, der verliert den Ball. Siebatcheu versucht es mit dem Direktabschluss, aber Moreira kann parieren.

Kurz vor der Pause erhöht YB dann den Druck, kommt mehr als einmal knapp an das 1:0 heran. Moreira hält GC in dieser Phase aber gut im Spiel. Ngamaleu sorgt bei den Fans kurz für Jubel – nach einem Eckball köpft er aber nur ins Aussennetz.

Nach dem Seitenwechsel setzen die Berner ihre Drangphase fort, beissen sich an defensiv ausgerichteten Hoppers aber die Zähne aus. Ngamaleu vergibt nach einer knappen Stunde per Kopf die wohl grösste Chance.

Danach betreiben die Berner Powerplay vor dem Strafraum des Aufsteigers. Aber immer, wenn sich eine Lücke aufzutun scheint, ist ein Zürcher Bein, Körper oder Kopf dazwischen. Offensiv finden die Hoppers unterdessen nur sporadisch statt.

Glück für den Meister beim Lattenkracher

Ausgerechnet die beste Chance des Spiels gehört aber den Zürchern. Der eingewechselte Nikola Gjorgjev zieht nach einem schönen Dribbling aus rund 18 Metern einfach ab. Faivre steht zu weit vor dem Tor, der Ball klatscht aber von der Latte zurück ins Spiel.

Auf der Gegenseite muss Moreira in höchster Not gegen Sulejmani retten. Nach einem Vorstoss von Hefti ist der Routinier mit dem Kopf aus kurzer Distanz zur Stelle. Moreira rettet aber in extremis – wie auch zwei Minuten später gegen Fabian Rieder.

Die Berner verpassen es damit, den FCZ wieder von der Tabellenspitze zu verdrängen. Das torlose 0:0 gegen den Aufsteiger hilft eher den Zürchern als dem Meister. Für GC ist es der erste Punktgewinn nach dem Wiederaufstieg.

«Ich glaube, über weite Strecken haben wir ein gutes Spiel gemacht. Meiner Meinung nach waren wir schon dominant», bilanziert YB-Verteidiger Silvan Hefti. «Am Schluss haben wir kein Tor gemacht, GC hat auch gut verteidigt. Das 0:0 müssen wir akzeptieren.

Das Ziel sei gegen den Aufsteiger ganz klar ein Heimsieg gewesen. «Ich glaube, der Auftritt war auch dementsprechend. Am Ende hat vielleicht einfach die Überzeugung gefehlt, ihn irgendwie über die Linie zu drücken.»


https://www.nau.ch/sport/fussball/yb-be ... s-65974198

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Beitrag Verfasst: Sonntag 1. August 2021, 12:38 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
01.08.2021

Bild

Zitat:
YB-Noten: Ngamaleu und die immer gleiche Frage

Der Flügel zählt beim 0:0 gegen GC zu den auffälligsten YB-Spielern. Aber er zeigt eine altbekannte Schwäche.

Guillaume Faivre – Note 4,5

Ersetzt im Tor David von Ballmoos, der sich gegen Slovan beim Treffer zum 1:3 leicht verletzte. Faivre erhält kaum Gelegenheit, sich auszuzeichnen. Er muss gegen die harmlosen Zürcher keinen einzigen Schuss parieren, aber einmal muss er Glück in Anspruch nehmen, als der eingewechselte Gjorgjev in der Schlussphase die Latte trifft. So bleibt der Routinier ohne Gegentor.

Silvan Hefti – Note 4,5

Läuft und läuft und läuft die rechte Seite entlang; Hefti ist gegen den defensiv ausgerichteten Aufsteiger eher Flügel als Verteidiger. Geht kurz vor der Pause in den Abschluss, spielt dann Ngamaleu frei, der den Ball nicht kontrollieren kann. Und legt in der Schlussphase für Sulejmani auf, der an Moreira scheitert.

Sandro Lauper – Note 4,5

YB-Trainer David Wagner erwartet einen defensiven Gegner und rechnet mit viel Ballbesitz für YB – auch deshalb nominiert er Lauper, der über grosse Qualitäten im Passspiel verfügt. So sagt das der Trainer vor der Partie. Und sein Entscheid erweist sich als richtig. Lauper erledigt den Part im Abwehrzentrum umsichtig, er ergänzt sich vorzüglich mit Nebenmann Zesiger. Als er einmal mit dem Ball am Fuss weit nach vorne prescht, misslingt ausgerechnet ihm das Zuspiel. Es ist fast der einzige Makel bei seiner Saison-Premiere in der Startaufstellung.

Cédric Zesiger – Note 4,5

Während der zuletzt wenig überzeugende Mohamed Camara eine Pause erhält, spielt Zesiger auch im vierten Saisonspiel in der Innenverteidigung durch. Er tut dies am Samstagabend im strömenden Regen resolut und kompromisslos, was die GC-Offensivspieler hin und wieder zu spüren bekommen. Ist so Teil einer Defensive, die diesmal zu überzeugen weiss – allerdings gegen einen harmlosen Gegner.

Jordan Lefort – Note 4,5

Der französische Linksverteidiger ist im Vergleich zum Spiel gegen Slovan einer von sechs Neuen in der Startaufstellung. Die Abstimmung mit Spielmann passt nicht immer, aber in der Defensive hat Lefort seine Seite im Griff. Schlägt eine formidable Flanke auf Ngamaleu, der das Kunststück vollbringt, diese aus kürzester Distanz nicht zu verwerten.

Nicolas Ngamaleu – Note 3,5

Auffällig agiert der rechte Flügel, vor allem in der Viertelstunde vor und nach der Pause. Da bieten sich ihm etliche Chancen. Ngamaleu versucht es aus der Distanz und mit dem Kopf. Mit dem immer gleichen Resultat: Er vermag den Ball nicht im Tor unterzubringen. Und so stellt sich bei ihm am Ende einmal mehr die Frage: Was wäre nur, wenn er ein wenig effizienter agieren würde?

Michel Aebischer – Note 4

Vertritt von Ballmoos als Captain und wird früh rüde von Abrashi umgegrätscht. Es ist nicht das erste und letzte Foul des GC-Spielers, der zum Erstaunen vieler erst in der zweiten Halbzeit eine Gelbe Karte sieht. Aebischer strotzt vor Selbstvertrauen, bietet sich ihm die Möglichkeit, dann sucht er den Abschluss. Einmal tut er das aus einem ähnlichen Winkel wie am Mittwoch gegen Slovan, als ihm ein schönes Freistosstor gelang. Diesmal verzieht er deutlich. Wird zur Pause ausgewechselt, Belastungssteuerung nennt das Trainer Wagner. Aebischer wird am Dienstag in Cluj gebraucht.

Christopher Martins – Note 4,5

Seine Spielverlagerungen haben nicht immer den gewünschten Zug, aber Martins’ Stärken liegen woanders, nämlich im Spiel gegen den Ball. Diesen Job erledigt er tadellos.

Marvin Spielmann – 3,5

Der Flügel zeigte zuletzt bei Teileinsätzen ansprechende Ansätze. Doch als sich ihm gegen GC die Bewährungschance von Beginn an bietet, gelingt Spielmann die Darbietung nicht wunschgemäss. Einmal stimmt das Timing beim Kopfball nicht, einmal kommt er im Strafraum zu spät, einmal wird sein Schuss abgefälscht. Spielmann ist bemüht, aber glücklos. Muss nach einer Stunde Sulejmani weichen. Chance vertan.

Jordan Siebatcheu – Note 3,5

Ohne den verletzten Jean-Pierre Nsame lastet viel Verantwortung auf Siebatcheu. Mit drei Toren in vier Spielen enttäuschte er nicht. Als er gegen GC für einmal Platz vorfindet, scheitert er aus kurzer Distanz an Moreira, bald darauf setzt er einen Kopfball zu hoch an. Es ist nicht der Abend Siebatcheus, der nach einer Stunde ausgewechselt wird. Auch ihn braucht es in Cluj.

Felix Mambimbi – Note 3,5

Rückt für den angeschlagenen Meschack Elia in die Startformation. Obwohl er viel unterwegs ist, kann er sich gegen die defensive Fünferkette der Grasshoppers nur selten in Szene setzen. Weil es ihm an diesem Abend an Durchsetzungsvermögen fehlt.

Vincent Sierro – Note 4

46. Minute für Aebischer. Ball- und passsicher, aber mit weniger Vorwärtsdrang als sein Vorgänger.

Wilfried Kanga – Note 4

62. Minute für Siebatcheu. Bei seinem Debüt gegen Slovan erzielte er gut zwanzig Sekunden nach seiner Einwechslung ein Eigentor. Diesmal agiert der neue Stürmer nicht so unglücklich, jedoch offenbart er, dass er noch Zeit benötigt. Mit guten Ansätzen, aber nur einem Abschluss. GC-Goalie Moreira pariert mühelos.

Miralem Sulejmani – Note 4,5

62. Minute für Spielmann. Wird schon beim Einwärmen von den Fans mit Sprechchören gefeiert. Als er dann eingewechselt wird, wird es laut im Wankdorf. Das scheint Sulejmani anzuspornen, er zeigt einen auffälligen Teileinsatz. Und beinahe wird er zum Matchwinner, doch Moreira wehrt seinen Kopfball in der 80. Minute reaktionsstark ab.

Ulisses Garcia – ohne Benotung

73. Minute für Lefort.

Fabian Rieder – ohne Benotung

81. Minute für Martins. Vergibt den Siegtreffer, als er aus kurzer Distanz an Moreira scheitert.


https://www.bernerzeitung.ch/yb-noten-n ... 9060496920

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Beitrag Verfasst: Sonntag 1. August 2021, 12:40 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
01.08.2021

Bild

Zitat:
GC legt einen Akt der Solidarität vor – mehr nicht

Das Beste beim 0:0 in Bern gegen YB sind aus der Optik des Aufsteigers der Kampf und das Resultat. Wer ihm nicht wohlgesinnt ist, weist auf den bisweilen krassen Klassenunterschied hin, der sich in neun von zehn Mal negativ auswirken würde.

Der Grasshopper-Club verdient sich in zweierlei Hinsicht gute Noten: Einerseits legte er am Samstag auf dem Weg zum 0:0 gegen YB mit kompromissloser Kampfbereitschaft den Beleg einer gewissen Solidarität vor, was in Anbetracht der personellen Umwälzungen nicht selbstverständlich ist. Andrerseits machte er es besser als in der Abstiegssaison 2018/19, als er gegen YB vier Mal verlor – 1:12 Tore. Im Gegensatz zum FC Zürich hat er zwar immer noch kein Tor erzielt, aber die Gegner hiessen eben Basel (0:2) und YB.

Wunderdinge sind nicht zu erwarten, nicht von den vielen neuen Spielern, nicht vom GC-Trainer Giorgio Contini. Wer der Performance im Wankdorfstadion positive Aspekte abgewinnen will, nennt das Resultat und die bisweilen heroische Abwehrarbeit, für deren Sinnbild der GC-Verteidiger Aleksandar Cvetkovic stand. Gegen Ende des Spiels hatte er einen vom Kampf beschädigten, einbandagierten Kopf, und obwohl der Turban zu lose befestigt war, konnte der Schiedsrichter Cvetkovic zwecks Nachbesserung kaum vom Kunstrasen beordern. Als habe Cvetkovic sein arg wankendes Team nicht im Stich lassen wollen.

Wer den zweifellos tapferen Zürchern weniger wohlgesinnt ist, bemerkt zum Beispiel den Klassenunterschied, der sich etwa darin manifestierte, dass sie bisweilen Bälle ins Niemandsland droschen wie eine überforderte Mannschaft, die nicht mehr weiss, wo vorne und wo hinten ist. «Wir haben in der ersten Halbzeit gelitten», sagte Contini hinterher, «und ich sagte der Mannschaft in der Pause, dass wir nochmals 45 Minuten lang leiden müssen.» GC war weit vom Rendement entfernt, das die neu formierte Mannschaft eine Woche zuvor gegen Basel trotz der Niederlage gezeigt hatte. So gesehen war GC auch eine Enttäuschung. Oder die Erwartungen waren zu hoch gewesen.

Weit weg von Europa

Aufsteiger ist Aufsteiger. Und erst noch neu zusammengesetzt. Meister ist Meister. Und erst noch in bekannter Formation, wären da nicht verletzungsbedingt Abwesende wie Fabian Lustenberger und vor allem Jean-Pierre Nsame. Bereits am Dienstag spielt YB das Hinspiel der 3. Runde in der Champions-League-Qualifikation beim rumänischen Meister Cluj. Da wird bisweilen auch Personal geschont. Von Europacup-Einsätzen sind die Grasshoppers einstweilen noch ein grosses Stück entfernt, auch wenn die Klubführung in einem Anflug von Realitätsverlust die Eroberung Fussball-Europas zum längerfristigen Ziel erklärt hat.

Gemach, gemach. Der als Abwehrchef vorgesehene Österreicher Georg Margreitter fehlte angeschlagen ebenso wie Léo Bonatini und Shkelqim Demhasaj, die in der Aufstiegssaison elf und zehn Tore beisteuerten. Für den Japaner Hayao Kawabe liegt immer noch keine Arbeitsbewilligung vor. Es ist früh in der Saison, aber Contini hat dennoch erste Gewissheiten: Er weiss, dass er unter dem chinesischen Dach das Team besonders gut zusammenkitten muss. Solidarität war da. Und er hat mit dem Portugiesen André Moreira einen Torhüter, der gegen YB das wenige abwehrte, was die Feldspieler durchliessen. Das ist noch nicht alles, aber schon etwas.


https://www.nzz.ch/sport/gc-das-spiel-g ... 0#register

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Beitrag Verfasst: Sonntag 1. August 2021, 12:43 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
01.08.2021

Bild

Zitat:
YB gegen GC – David Wagner: «Gute Leistung, schlechtes Resultat»

Für YB ist das 0:0 gegen Aufsteiger GC ein enttäuschendes Ergebnis. Trainer David Wagner ärgert sich vor allem über die schlechte Chancenverwertung.

Das Wichtigste in Kürze

- YB-Trainer David Wagner ist nach dem 0:0 gegen GC nicht zufrieden.
- Die schlechte Chancenverwertung ärgert den neuen Trainer der Berner.
- GC-Coach Giorgio Contini freut sich unterdessen über den Punkt.

Der Frust ist Trainer David Wagner nach dem ersten Super-League-Heimspiel als YB-Coach deutlich anzumerken. Trotz klarer Überlegenheit kommt YB gegen Aufsteiger GC im Wankdorf nicht über ein 0:0-Unentschieden hinaus.

«Das Kurzfazit lautet: Gute Leistung, schlechtes Resultat», fasst der neue Trainer zusammen. «Gute Leistung, was die Intensität betrifft, Gegenpressing, auch Geduld. Wir haben eigentlich sehr viel richtig gemacht, aber die Chancenverwertung war schlecht.»

Vor allem der Kopfball von Miralem Sulejmani aus kürzester Distanz und der gehaltene Schuss von Fabian Rieder schmerzen. «Ich bin mit der Leistung absolut einverstanden. Aber aus diesen drei, vier Grosschancen, die wir hatten, da müssen wir treffen.»

So sei das Resultat nicht zufriedenstellend, meint Wagner. «Solche Spiele gibts, das ist nicht schön. Das tut auch ein Stück weit weh. Mit so einer Leistung gegen so einen Gegner hätten wir sicher drei Punkte machen können.»

GC bei YB auch mit Glück erfolgreich

GC-Angreifer Petar Pusic hatte nach dem Spiel gemeint, es sei «ein gestohlener Punkt». Dem konnte sein Trainer Giorgio Contini nicht zustimmen. «Im Fussball stiehlt man nichts, das erarbeitet man sich», lachte der 47-Jährige.

Der GC-Coach war mit dem Auftritt seiner Mannschaft trotz Punktgewinn nicht zufrieden. «Wir haben die Umschaltmomente, die Balleroberungen einfach schlecht ausgespielt, viel zu schnell den Ball wieder verloren. Balleroberungen, Ballverluste, das kostet Energie.»

Die Mannschaft habe Charakter bewiesen, aber auch ein wenig Glück gebraucht. «Im Fussball gewinnt nicht immer die bessere Mannschaft, sondern auch mal die glücklichere. Heute hat die glücklichere Mannschaft einen Punkt mitgenommen.»


https://www.nau.ch/sport/fussball/yb-ge ... t-65974199

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Beitrag Verfasst: Sonntag 1. August 2021, 22:22 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
01.08.2021

Bild

Zitat:
Das lange YB-Sündenregister

Bis irgendwann nur noch das Mitleid von GC geholfen hätte

33 Schüsse verzeichnen die Young Boys gegen GC. Dennoch kommen sie im Duell mit dem Aufsteiger nur zu einem 0:0. Trainer David Wagner zeigt, wo seine Prioritäten liegen.

Nein, ein Weltrekord ist es nicht, was sich am Samstagabend im Wankdorf zuträgt. Viel zu reich an Kuriositäten ist die Fussballgeschichte. Die höchste Niederlage in einem offiziellen Spiel etwa datiert vom 31.10.2002, als Madagaskars Meister SOE Antananarivo aus Protest gegen Schiedsrichterentscheidungen den Ball nach Anstoss immer wieder ins eigene Tor beförderte und 0:149 verlor.

Aber speziell ist es schon, was sich vor grosszügig gezählten 20’826 Zuschauern gegen GC abspielt. Und damit ist nicht gemeint, dass sich rund fünfzig Fans des Aufsteigers aus Protest gegen personalisierte Tickets vor dem Stadion versammeln und während der neunzig Minuten am Vorabend des Schweizer Nationalfeiertags reichlich Feuerwerk zünden. Speziell ist die Partie deshalb, weil die Berner im strömenden Regen wohl noch stundenlang hätten weiterspielen können, ohne dass ihnen ein Treffer gelungen wäre. Ausser natürlich, die Grasshoppers hätten irgendwann Mitleid bekundet und im ma­da­gas­sischen Stil ein Eigentor erzielt.

Die Statistiken zum Spiel: 33:4 Schüsse für YB, 9:0 Torschüsse, 12:2 Eckbälle, 0:0 Tore. So einseitig das Geschehen ist, am Ende bringt es den Teams dasselbe ein. «Von einem gestohlenen Punkt», spricht GC-Mittelfeldspieler Petar Pusic und bedauert gleichzeitig, dass sein eingewechselter Teamkollege Nikola Gjorgjev in der 78. Minute mit einem Distanzschuss die Latte traf. Und YB-Aussenverteidiger Silvan Hefti bemerkt trocken: «Wir haben schon aus weniger Chancen ein Tor gemacht.»
Ein Auszug aus dem YB-Sündenregister: 31. Minute, Jordan Siebatcheu scheitert an GC-Goalie André Moreira. 38., Siebatcheu köpfelt übers Tor. 59., Ngamaleu vergibt freistehend mit dem Kopf aus wenigen Metern. 80., der eingewechselte Miralem Sulejmani scheitert aus kurzer Distanz mit dem Kopf am sensationell reagierenden Moreira. 82., Moreira pariert gegen den eingewechselten Fabian Rieder.

Die Auflistung beschränkt sich auf die besten Gelegenheiten der Berner und enthält gleich mehrfach den Namen des portugiesischen GC-Zugangs. Der Meister findet seinen Meister in Moreira. «Wäre uns früh ein Tor gelungen, dann hätten wir diese Partie 4:0 oder 5:0 gewonnen», ist sich Innenverteidiger Sandro Lauper sicher. «Gute Leistung, schlechtes Resultat», fasst sein Trainer David Wagner zusammen.

Wagner rotiert ausgiebig

Lauper ist im Vergleich zum 3:2 gegen Slovan Bratislava einer von sechs Neuen in der Startaufstellung. Dass er unter Wagner zuvor nie von Beginn an spielte, sorgte hie und da für Unverständnis, schliesslich hatte er in der vergangenen Rückrunde zu den besten YB-Spielern gehört. Zumal die YB-Abwehr gegen Luzern und Slovan nicht sattelfest wirkte.

Der zuletzt wenig überzeugende Mohamed Camara erhält gegen GC eine Pause, er steht nicht im Aufgebot, wie auch Nationalspieler Christian Fassnacht, der nach der EM kaum Ferien hatte und nach seiner Rückkehr schon wieder arg beansprucht wurde. Der 27-Jährige absolvierte in den letzten Tagen ein individuelles Trainingsprogramm. Belastungssteuerung nennt das Wagner. Deshalb war etwa auch schon vor dem Spiel geplant, dass Michel Aebischer, der gegen GC in Abwesenheit des leicht verletzten Goalies David von Ballmoos als Captain fungiert, zur Pause ausgewechselt wird.

Nach der von Corona geprägten letzten Saison mit leeren Stadien und vollem Terminkalender ist YB bereits wieder im Dreitagesrhythmus im Einsatz. Bis zur Länderspielpause Ende August bestreiten die Young Boys englische Wochen. Danach steht ein strenger Herbst an, weil schon vor dem Hinspiel der 3. Runde der Qualifikation zur Champions League am Dienstagabend beim rumänischen Spitzenclub Cluj klar ist, dass der Schweizer Meister im Europacup eine Gruppenphase bestreiten wird. Die Frage ist nur, welche.

Bangen um von Ballmoos und Elia

Mit seiner Aufstellung gegen GC macht Wagner deutlich, dass sein Fokus auf dem Erreichen der Playoffs zur Königsklasse liegt. Allein diese würden dem Club 5 Millionen Euro einbringen, potenzielle Gegner sind Salzburg, Dinamo Zagreb, Slavia Prag und Olympiakos Piräus. Die mögliche Paarung wird am Montag ausgelost.

Gegen GC nutzen nicht alle Spieler die Bewährungschance, die ihnen Wagner gewährt. Lauper gelingt eine überzeugende Premiere in der Startelf, Spielmann hingegen nicht. Und im Sturm kann Felix Mambimbi nicht annähernd so viel Druck entwickeln wie Meschack Elia, der, nachdem er gegen Slovan rüde gefoult worden ist, angeschlagen ist. Er hoffe, sagt Wagner, dass sowohl Elia wie auch von Ballmoos für die Partie in Cluj rechtzeitig fit würden. Wobei er fand, seine Spieler hätten es gegen die Grasshoppers «absolut ordentlich» gemacht.

Aber eben, da war die ungenügende Chancenauswertung. Es nerve, sagt YB-Rechtsverteidiger Silvan Hefti, nach so vielen Gelegenheiten und einer so grossen Dominanz nur zu einem 0:0 zu kommen. Und Wagner bemerkt: «Wir haben leider nicht getroffen. Das ist doof.»


https://www.bernerzeitung.ch/bis-irgend ... 9417532656

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Beitrag Verfasst: Montag 2. August 2021, 07:53 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
01.08.2021

Bild

Zitat:
Verregnete Nullnummer

Neuer GC-Goalie lässt YB-Stars verzweifeln

Das passt bestens zum 1. August. Im Stil der alten Eidgenossen holt Aufsteiger GC in einer epischen Abwehrschlacht in Bern einen Punkt.

Es erinnert mal an «Eile mit Weile». Mal an «Mensch ärgere dich nicht». Dann ists wieder sowas wie Handball. Oder Scheibenschiessen. Aber eines ist es immer: äusserst einseitig. Nach 43 Minuten kann YB ein kleines Jubiläum feiern: Der 10. Corner. Gegenüber null der Hoppers.

Und so zeigt dieses Spiel exemplarisch auf, wie Anspruch und Wirklichkeit auseinanderklaffen können. Denn Giorgio Contini, ein Trainer, von dem man weiss, dass er kein Befürworter eines Réduit-Fussballs ist, sagt vor dem Spiel: «Wir wollen mutig auftreten. Es macht keinen Sinn, hinten hineinzustehen. Erst recht nicht gegen YB. Denn irgendwann geht sie rein.»

Allein dieses «irgendwann», das passiert in den 96 dauerverregneten Minuten auf dem am Ende durchnässten (!) Wankdorf-Kunstrasen nicht. YB kann anstellen, was es will. Am Ende ist ein GC-Bein dazwischen. Die Präzision fehlt. Die Kaltblütigkeit. GC-Keeper André Moreira hext in seinem Kasten. Die eingewechselten Sulejmani und Rieder scheitern mit Topchancen an ihm. Es will einfach nicht an diesem Tag für Gelb-Schwarz. Trotz 32 zu 3 Torschüssen.

Und wie es so kommen kann an solchen Tagen: Fast machen die Hoppers das Tor mit dem einzigen Ball, der auf das Tor von Guillaume Faivre kommt. Doch Gjorgjevs Knaller prallt von der Latte zurück (78.). Es wäre ein unfassbarer Lohn gewesen für ein GC-Spiel, das nicht nur wegen des Feuerwerks seiner Fans ausserhalb des Stadions bestens zum 1. August passte. Sondern auch, weil die Blau-Weissen wohl nicht mutig nach vorne spielten, aber viel Mut zeigten. Mut entgegenzuhalten. So wie die alten Eidgenossen in diversen Schlachten gegen die zahlen- und ausrüstungsmässig meist weit überlegenen Habsburger. So wie in Morgarten. Das war nicht der 1. August. Aber einer der ganz grossen Schlachten unserer Geschichte. Eine Abwehrschlacht.

Und so holt GC erstmals seit sieben Spielen wieder einen Punkt gegen YB. Was Agressivleader Amir Abrashi äusserst glücklich macht: «Ich bin stolz, dass wir diesen Punkt als Aufsteiger holen konnten. Es war schwierig. Aber jeder einzelne hat gefightet bis zum Schluss.» Nicht der Captain. Der musste in der 67. Minute runter. Was ihm sichtlich nicht passte. «Kein Problem», so der Ostschweizer. «Wenn man hier einen Punkt holt, hat der Trainer alles richtig gemacht», krächzte ein völlig heiserer Abrashi. Ja ja, wenn fast 20 000 im Stadion sind, muss man wieder so richtig schreien auf dem Platz.

Trotz der Nullnummer: YB scheint für den ersten Millionenmatch in Cluj am Dienstag bereit zu sein. Und dann spielen auch wieder Leute, die gegen GC nicht mal im Aufgebot standen wie Nati-Crack Christian Fassnacht. Hoffentlich haben sich die Berner die Tore für die Champions-League-Quali aufgespart.


https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 18668.html

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
 
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 16 Beiträge ]  Gehe zu Seite Vorherige  1, 2

Foren-Übersicht » www.ybfans.ch » BSC Young Boys Stammtisch


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 43 Gäste

 
 

 
Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.

Suche nach:
Gehe zu:  
Deutsche Übersetzung durch phpBB.de