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Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
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shalako
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Verfasst: Sonntag 4. April 2021, 19:41 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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04.04.2021  Zitat: BSC Young Boys setzt sich in Sion mit 3:0 durch
Der BSC Young Boys siegt in der Super League gegen Sion mit Mühe 3:0. Sämtliche Tore erzielen die Berner in den Schlussminuten.
Das Wichtigste in Kürze
- Leader YB gewinnt gegen das neuntplatzierte Sion mit 3:0. - Nsame, Spielmann und Ngamaleu treffen für die Berner spät. - Dank dem Sieg hat YB nun 22 Punkte Vorsprung auf den ersten Verfolger.
YB schreitet weiter in grossen Schritten Richtung vierten Meistertitel in Serie. Die Berner bezwingen Sion auswärts mit 3:0. Dank dem Erfolg baut YB den Vorsprung bei noch neun ausstehenden Spielen auf 22 Punkte (!) aus.
Für die Walliser dagegen wird es im Abstiegskampf immer brenzliger. Mit einem Punktegewinn am Ostermontag gegen Basel (ab 16 Uhr) könnte Vaduz die Rote Laterne an Sion abgeben. BSC Young Boys belohnt sich spät
YB lässt von Beginn weg keine Zweifel an der Rollenverteilung aufkommen. Sion kann sich in der ersten Halbzeit bei Torhüter Timothy Fayulu bedanken. Er pariert gleich mehrmals mirakulös.
Auch nach Wiederanpfiff ist YB spielbestimmend. Ein Tor will allerdings erst kurz vor Schluss gelingen.
In der 86. Minute trifft Jean-Pierre Nsame nach einem Aebischer-Pass zum fast schon erlösenden 1:0. Der Bann ist danach gebrochen.
Marvin Spielmann sorgt mit seinem Penalty-Tor in der 90. Minute für das 2:0. Eine Minute später beendet Moumi Ngamaleu mit dem 3:0 das Berner Schlussfuriose und sorgt für den Endstand. https://www.nau.ch/sport/fussball/bsc-y ... 0-65900208
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shalako
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Verfasst: Sonntag 4. April 2021, 21:28 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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04.04.2021  Zitat: Nach Sieg bei Sion
Jetzt könnte YB schon in einer Woche Meister sein
Dank einem Schlussspurt gewinnen die Young Boys beim abstiegsgefährdeten FC Sion 3:0. Und biegen im Titelrennen auf die Zielgerade ein.
Am Ende ist das Resultat standesgemäss. So, wie das zu erwarten ist, wenn der Erste auf den Zweitletzten trifft. 3:0 gewinnt YB in Sitten, bei einem Gegner, dem sie in den letzten 18 Ligapartien gerade einmal ein mickriges Pünktchen zugestehen mussten. So weit, so normal.
Doch das Ergebnis gibt den Spielverlauf nicht wieder. Die Tore durch Jean-Pierre Nsame, Marvin Spielmann und Nicolas Ngamaleu fallen in der 86., 91. und 92. Minute. Es ist ein Last-Minute-Feuerwerk des Meisters, dessen Auftritt sonst nie spektakulär ist. Captain Fabian Lustenberger spricht von einer speziellen Torfolge. Der Sieg sei dennoch verdient. «Wir hatten mehr vom Spiel und liessen wenig zu.»
Constantin leidet auf der Tribüne
Es war der erste Auftritt daheim des neuen Sion-Trainers Marco Walker, der zuvor in der 1. Liga bei Naters gewirkt hatte und bei seiner Premiere vor zwei Wochen mit seinem Team zu einem Punktgewinn in Luzern kam. Als er vor dem Spiel auf die verheerende Bilanz von Sion gegen YB angesprochen wurde, sagte er, genau diese habe er in den Ansprachen vor der Mannschaft nicht erwähnt.
Als das Spiel beginnt, ist der Respekt der Walliser dennoch spürbar. Sie stehen sehr tief, und wenn sie einmal in Ballbesitz sind, dann versuchen sie es oft nach dem Prinzip Hoffnung mit langen Bällen. Als sich die erste Halbzeit dem Ende nähert, lassen sich ihre Chancen an zwei Fingern abzählen. Und es ist bezeichnend für Sions Spiel, dass am Ursprung dieser Möglichkeiten Standardsituationen stehen. Als sich das Geschehen einmal mehr in der Hälfte der Walliser abspielt, machen es sich fünf Tauben im Fünferraum hinter YB-Goalie David von Ballmoos gemütlich.
Auf der Tribüne ist mehr los. Dort hält es Christian Constantin kaum auf seinem Platz aus, immer wieder steht er auf, schreit Anweisungen aufs Spielfeld. Sie sind so banal, dass sie gar keinen Nutzen haben können. Sie dienen einzig dem Stressabbau des Sion-Präsidenten.
Basel kann Meisterentscheidung beschleunigen
YB müsste zur Pause führen, die beste Chance vergibt Christian Fassnacht, der sich mit einer Zidane-Pirouette selbst in Position bringt, dann aber aus kurzer Distanz an Timothy Fayulu scheitert.
Der 21-jährige Goalie nahm während der Länderspielpause mit dem Schweizer U-21-Nationalteam an der EM teil, wie auch Jan Bamert, der vor ihm verteidigt. Bei YB schafft es von den U-21-Nationalspielern nur Cédric Zesiger in den Kader, er sitzt während 90 Minuten auf der Bank. Fabian Rieder und Felix Mambimbi stehen hingen nicht im Aufgebot, sie geniessen eine Verschnaufpause. Auch das ist ein deutliches Zeichen für den Qualitätsunterschied beider Mannschaften.
Dieser wirkt sich in der zweiten Halbzeit weniger deutlich aus. Sion agiert nun mutiger, YB verliert zeitweise den Faden, wie Trainer Gerardo Seaone befindet. Erst retten YB-Goalie von Ballmoos und Michel Aebischer gegen Roberts Uldrikis, dann verpasst Gaëtan Karlen nach einer Flanke den Abstauber.
Damit hat es sich schon fast mit den Offensivbemühungen der Walliser, bei denen Guillaume Hoarau beim Teileinsatz verloren wirkt. Der Franzose muss mitansehen, wie die Young Boys ein Aufrücken seiner Teamkollegen mit einem Konter über Michel Aebischer und Jean-Pierre Nsame eiskalt ausnützen. Und das Spiel damit in der 86. Minute entscheiden.
Weil Servette gleichzeitig daheim gegen Lugano spät ausgleicht, ist es nun möglich, dass YB schon nächstes Wochenende gegen St. Gallen Meister wird. Dafür darf der FC Basel am Ostermontag gegen Vaduz nicht gewinnen, zudem müsste am nächsten Wochenende Einiges für YB laufen. Aber das hat es in den letzten Wochen, in denen die Berner selten schwungvoll agierten und viermal in Folge Unentschieden spielten, oft getan.
«Wir wissen, dass wir uns den Titel nicht mehr nehmen lassen», sagt Seoane. «Aber wann es soweit ist, damit beschäftigen wir uns nicht.» https://www.bernerzeitung.ch/jetzt-koen ... 9694885167
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shalako
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Verfasst: Montag 5. April 2021, 11:10 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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05.04.2021  Zitat: YB trifft drei Mal kurz vor Schluss gegen Sion
Die Berner Young Boys gewinnen am Ostersonntag mit drei Treffern in den Schlussminuten. Der Aussenseiter Sion konnte daheim gegen YB, den souveränen Leader der Super League, nichts ausrichten. https://www.telebaern.tv/telebaern-news ... -141420260
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shalako
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Verfasst: Montag 5. April 2021, 11:29 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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05.04.2021  Zitat: YB-Noten: Wären bloss die Aussetzer nicht
Mohamed Camara hat die Fähigkeiten, um in einer grossen Liga zu bestehen. Beim 3:0 in Sitten zeigt er aber eine altbekannte Schwäche.
David von Ballmoos – 4,5
Der Goalie ist bemüht, gepflegt hinten raus zu spielen, selbst wenn er von zwei Gegnern umzingelt ist. Das gelingt ihm. Ist ansonsten kaum gefordert. Als es ihn braucht, ist er gegen Araz zur Stelle – auch wenn er die Unterstützung von Aebischer benötigt, um das 0:1 zu verhindern.
Silvan Hefti – 4
Nach vorne läuft viel über den Rechtsverteidiger, doch Hefti mangelt es in seinen Aktionen an Genauigkeit und Überzeugung. Wie es gehen könnte, wird ihm einmal von Sions Linksverteidiger Abdellaoui gezeigt, der ihn im Strafraum frech überläuft. Insgesamt ist Hefti Teil einer Abwehr, die dem Gegner kaum etwas zugestehen muss.
Mohamed Camara – 3,5
Bei den Young Boys pflegen sie von ihrem Innenverteidiger zu schwärmen, ein Leader und bereit für den Wechsel in eine grössere Liga sei er. Camara ist eine vorzügliche Defensivkraft, die den Gegner mit ihrer Zweikampfstärke zur Verzweiflung bringen kann. Doch ein – nicht unerheblicher – Mangel zieht sich wie ein roter Faden durch seine Darbietungen: Der Guineer neigt zu Aussetzern. In Sitten leitet er mit einem Fehlpass die beste Chance der Gäste ein. Er kann sich bei von Ballmoos und Aebischer bedanken, bleibt das Malheur ohne Folgen. Scheint auf Wiedergutmachung aus zu sein, als er in der Schlussphase nach vorne stürmt. Seine Hereingabe wird von Fayulu entschärft.
Fabian Lustenberger – 4,5
Fehler sucht man im Spiel des Captains hingegen oft vergebens. Zeigt in Sitten eine Darbietung nach Lustenberger-Art: abgeklärt, vorausschauend, souverän. Ihm bietet sich in der Anfangsphase zudem die Chance auf das 1:0, er sieht nach einem Corner seinen Kopfball von Fayulu pariert.
Jordan Lefort – 4
Der Linksverteidiger spielt kurz vor der Pause einen schönen Doppelpass mit Elia, es ist seine auffälligste Aktion. Wird nach einer Stunde durch Garcia ersetzt.
Christian Fassnacht – 4
Hat die grösste Chance der ersten Halbzeit, als er sich erst mit Pirouette Platz verschafft, dann aber aus kurzer Distanz an Fayulu scheitert. Die Szene fasst den Fussballer Fassnacht gut zusammen; er ist überdurchschnittlich begabt, sein Mangel ist die Chancenauswertung. Muss nach 69 Minuten für Spielmann weichen.
Michel Aebischer – 5
Der Mittelfeldspieler gehört zu den auffälligsten Bernern. Er wirkt vor beiden Toren entscheidend mit. Rettet nach Schuss von Araz auf der Linie, lanciert dann nach einem Lauf durch die Walliser Hälfte herrlich Nsame, der das 1:0 erzielt. Aebischer hat weitere gute Szenen, einmal wird sein Abschluss im letzten Moment geblockt.
Sandro Lauper – 4
Ist zwar viel am Ball, findet im Abwehrbollwerk des Heimteams aber kaum Lücken und passt oft quer oder nach hinten. Und als der Mittelfeldspieler mal einen Steilpass anbringt, patzt der Teamkollege. Wird nach einer Stunde ausgewechselt.
Miralem Sulejmani – 4
Initiiert die erste Chance mit schneller Körperdrehung und Pass auf Elia, prüft dann Sion-Goalie Fayulu mit einer Flanke, die Nsame ganz leicht abfälscht. Es ist ein starker Beginn des linken Flügels, an den er in der Folge nicht anknüpfen kann. Muss nach einer Stunde für Ngamaleu Platz machen.
Meschack Elia – 4
Findet kaum Raum zur Entfaltung vor. Und wenn er sich für einmal etwas Platz verschaffen kann, findet seine Flanke nicht ans Ziel und sein Abschluss ist zu unpräzis.
Jean-Pierre Nsame – 5,5
Avanciert mit seinem 14. Saisontreffer in der 86. Minute zum Matchwinner. Doch Nsame zeigt im Wallis auch, dass er viel mehr kann als bloss Tore zu erzielen. Bereitet in der ersten Halbzeit die grösste Chance durch Fassnacht vor, spielt den vorzüglichen Pass vor Ngamaleus 3:0. Holt zudem den Penalty heraus.
Vincent Sierro – 4
61. Minute für Lauper. Macht dort weiter, wo Lauper aufhörte. Erledigt seine Arbeit, ohne zu brillieren.
Ulisses Garcia – 4
61. Minute für Lefort. Was für Sierro gilt, gilt auch für Garcia. Er setzt die Arbeit seines Vorgängers Lefort fort.
Nicolas Ngamaleu – 4,5
61. Minute für Sulejmani. Hatte es in den letzten Monaten selten leicht. Doch der Flügel bestätigt bei seinem Teileinsatz die Aufwärtstendenz, die er vor der Länderspielpause beim 4:0 gegen den FCZ andeutete. Ngamaleu belebt die Offensive und erzielt mit seinem erst zweiten Ligator in dieser Saison das 3:0.
Jordan Siebatcheu – keine Benotung
69. Minute für Elia.
Marvin Spielmann – keine Benotung
69. Minute für Fassnacht. Darf den Penalty treten und erzielt so das 2:0. Es ist das erste Saisontor des zuletzt oft verletzten Offensivspielers. Er wirkt danach sehr erleichtert.
https://www.bernerzeitung.ch/yb-noten-w ... 1452844327
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shalako
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Verfasst: Montag 5. April 2021, 22:53 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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05.04.2021  Zitat: Titel rückt für YB noch näherVon Eifersüchteleien keine Spur
Die Young Boys zeigen in Sitten eine unterschätzte Stärke. Und sie sehen, wie der FCB tags darauf gegen Vaduz verliert und damit die Türe zum vierten Titel in Folge weiter öffnet.
Der Dialog, der sich am frühen Sonntagabend in Sitten abspielt, geht in etwa so:
Marvin Spielmann: «Jordy, ich möchte den Penalty schiessen.» Jordan Siebatcheu: «Ich bin an der Reihe.» Marvin Spielmann: «Aber ich brauche dieses Tor unbedingt.» Jordan Siebatcheu: (zögert) Marvin Spielmann: «Jordy, ich habe in dieser Saison noch kein Tor erzielt.»
So erzählt das Spielmann, als ihm Siebatcheu den Penalty überlassen und er diesen zum 2:0 verwertet hat. Der 25-Jährige, der vor eineinhalb Jahren vom FC Thun nach Bern wechselte, bei den Young Boys aber auch verletzungsbedingt nicht auf Touren gekommen ist, wirkt in diesem Moment enorm erleichtert. Er sagt: «Ich musste kurz auf Jordy einreden. Aber er wusste, dass ich dieses Tor mehr brauche als er. Ich möchte mich ja nicht selbst zerfleischen, aber null Saisontreffer, das ist keine Bilanz für einen Offensivspieler.»
Bei YB gönnt man sich den Erfolg
Die Entstehungsgeschichte des 2:0 ist an diesem Ostersonntag, an dem YB mit dem 3:0 im Wallis einen weiteren Schritt in Richtung Meistertitel macht, zwar eine Randnotiz. Sie steht aber beispielhaft für einen Aspekt, der gern vergessen wird, wenn es darum geht, zu erklären, warum die Young Boys die dominante Kraft in der Super League sind.
Natürlich ist der Club schweizweit am kompetentesten aufgestellt, mit fähigen Leuten an jeder Stelle. Und nicht Nieten, wie das die «Basler Zeitung» im Herbst 2016 in einem Leitartikel mit dem Titel «Management by Jeans» schrieb, als chaotische Vorgänge dazu geführt hatten, dass Christoph Spycher das Amt des Sportchefs übernahm. Natürlich ist ihr Trainer Gerardo Seoane überdurchschnittlich begabt. Natürlich haben sie am meisten Qualität im Team. Aber gerade deshalb ist es nicht selbstverständlich, kommen trotz grossem Gedränge im Kader und grosser Anspruchshaltung der einzelnen Spieler keine Eifersüchteleien auf.
Das zeigt sich exemplarisch im Angriff. Jean-Pierre Nsame, für den es immerhin darum geht, den Titel als Torschützenkönig zu verteidigen, hatte schon im Februar gegen Servette die Ausführung des Penaltys Felix Mambimbi überlassen, bevor der Videoschiedsrichter intervenierte und die schöne Geste zunichtemachte. In Sitten wäre er erster Kandidat gewesen, den Elfmeter zu treten. Die Young Boys haben zwar jeweils mehrere Schützen eingeteilt. «Aber», sagt Seoane, «Nsame ist unser Hauptschütze.»
YB egalisiert Basels Rekord
Streit um Elfmeter gab es in der Geschichte des Fussballs zur Genüge, man braucht bei Google nur die beiden Stichworte einzutippen, und schon spuckt die Suchmaschine unzählige – oft peinliche – Beispiele aus. Und eigentlich mangelt es der Situation im YB-Angriff nicht an Brisanz, weil es in Seoanes System nur Platz für einen Stossstürmer hat und sich Nsame und Siebatcheu deshalb im ständigen Konkurrenzkampf befinden.
Die Young Boys werden sehr wahrscheinlich bei Siebatcheu die Kaufoption ziehen und ihn definitiv von Stade Rennes verpflichten, aber sie werden sich kaum den Luxus leisten, ihn und Nsame eine weitere volle Saison zu beschäftigen. Da könnte Nsame im Werben um einen neuen Club jeden Treffer gebrauchen. Doch in Sitten macht der bald 28-Jährige keine Anstalten, Siebatcheus Absichten anzufechten, und er freut sich dann mit Spielmann. «Die Spieler schauen aufeinander und unterstützen sich», sagt Seoane. «Bei ihnen ist eine grosse Empathie vorhanden.»
Die Szenen rund um Spielmanns 2:0 runden einen Nachmittag ab, an dem sich die Young Boys beim nun Letzten Sion lange schwertaten. Es lief schon die 86. Minuten, als Jean-Pierre Nsame einen von Michel Aebischer vorzüglichen vorgetragenen Konter mit seinem 14. Saisontreffer zum 1:0 abschloss. In der Nachspielzeit erhöhten die eingewechselten Spielmann und Nicolas Ngamaleu auf 3:0.
Die Berner, die gerade letzte Saison zeitweise auswärts schwächelten, bleiben in der Super League zum siebzehnten Mal in Folge in der Fremde ungeschlagen und egalisierten damit den Rekord des FC Basel aus den Jahren 2013 und 2014.
Basel macht YB den Gefallen
Da der Zweite Servette gleichzeitig im Heimspiel gegen den Dritten Lugano zum 1:1 ausglich, geniesst die Partie des FC Basel am Ostermontag gegen Vaduz beim Meister erhöhte Aufmerksamkeit. Weil sich bei Punktverlust des FCB die Türe zum vierten Titel in Folge weiter öffnet. Auf die Frage, ob er sich das Spiel anschaue, verneint Seoane am Sonntag, er werde stattdessen die Partie von St. Gallen gegen den FC Zürich analysieren.
Am Donnerstag steigen die Young Boys in diesem von der Corona-Pandemie geprägten Jahr mit dem Achtelfinal in der Ostschweiz in den Cup ein. «Für uns hat dieses Spiel Priorität», sagt Seoane. Dann legt der YB-Trainer sein Pokerface ab und schiebt nach, dass er sich zumindest Teile vom Auftritt der Basler ansehe werde.
Er sieht, wie Vaduz in Basel vor der Pause in Führung geht, dem Heimteam in der zweiten Halbzeit den Ausgleich zugestehen muss und spät doch noch zum 2:1-Sieg kommt. Damit kann YB nächsten Sonntag daheim gegen St. Gallen mit einem Sieg Meister werden. Sofern Lausanne und Lugano (im Direktduell) und Basel nicht gewinnen und Servette verliert. Es müsste also viel zusammenpassen.
Aber tat es das bei YB in den letzten Jahren nicht oft? https://www.bernerzeitung.ch/von-eifers ... 1892864111
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