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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 24. Februar 2021, 22:49 
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Mit 34 km/h in die BayArena

Leverkusen zittert vor YB-Rakete Elia

Seine Spitzengeschwindigkeit liegt bei 34 km/h. Wie schnell das ist, hat Leverkusen beim 3:4 in Bern leidvoll erfahren müssen. Das Rückspiel in Deutschland ist das perfekte Schaufenster für YB-Rakete Meschack Elia.

Die Hierarchie ist klar: Jean-Pierre Nsame (27) und Meschack Elia (23) ist das Sturmduo Nummer eins bei YB. Das zweite ist Jordy Siebatcheu mit Felix Mambimbi. Doch weil Nsame skandalöserweise von der Uefa für einen bereits unberechtigten Platzverweis gegen Cluj gleich für zwei Spiele gesperrt worden ist, fehlt er im Rückspiel. So heisst das Duo in der BayArena wiederum Siebatcheu und Elia. Und dieses hat dem Bundesliga-Spitzenteam in Bern so richtig wehgetan!

Siebatcheu bucht ein Doppelpack. Elia macht das zwischenzeitliche 3:0. Mit dem ultraschnellen Kongolesen aus der 15-Millionen-Stadt Kinshasa kommen die langsamen Innenverteidiger Dragovic und Tah nie klar. Jonathan Tah wird auch im Rückspiel wieder auflaufen, weil sich Sven Bender verletzt hat. Aber mit Edmond Tapsoba statt Aleks Dragovic. Doch auch dieses Duo wird mit dem nimmermüden kongolesischen Nationalspieler gewiss seine liebe Mühe haben. Apropos Abwesende: Stammgoalie Lukas Hradecky fällt mit einer Achillessehnen-Verletzung wochenlang aus, so dass am Donnerstag erneut Niklas Lomb im Tor steht. Der mit dem unfassbaren Luftloch in Augsburg…

In der Jugend machte er Karate und Judo …

Zurück zu Elia, dem wohl schnellsten Spieler der Super League. Wie schnell? «Keine Ahnung», sagt er. Und auch YB hat keine Werte eines Sprints über 80 oder 100 Meter. Aber er soll mit bis zu 34 km/h unterwegs sein. Da liegt der Gedanke nahe: War er in seinem früheren Leben Sprinter? «Ich habe als Kind neben Fussball auch Karate und Judo gemacht. Aber auch Sprintläufe. Klar, das liegt mir», sagt der Rocketman.

Die Sechzehntelfinals der Europa League sind die bisher grössten Spiele im Leben des ehemaligen Stürmers des kongolesischen Spitzenteams TP Mazembe, wo er einst kurze Zeit mit Roger Assalé zusammenspielte, seinem Vorgänger bei YB. Und dort hat er auch in der afrikanischen Champions League gespielt. Und das nicht zu knapp. 26 Matches hat er für Mazembe bestritten. Einmal gings bis in den Halbfinal gegen Espérance de Tunis. «Aber das hier ist natürlich das viel grössere Schaufenster.»

In Lausanne warten die Zwillinge

Dass Elia, der mit vollem Namen Meschack Elia Lina heisst, in Bern landete, ist nicht selbstverständlich. Er wurde von einem Agenten schon vor seinem Transfer vor dem Wankdorf «abgestellt». Allerdings hätte er in Antwerpen spielen sollen, was er nicht wollte. Es gab Geschichten um eine Entführung, gefälschte Spielerpässe, falsche Altersangaben und so weiter. Am Ende aber, nach minutiöser Überprüfung der Sachlage, bot ihm YB einen Vertrag an. Und die Fifa qualifizierte ihn rassig. Dennoch sind die nach wie vor nicht restlos geklärten Modalitäten des Transfers immer noch vor dem Sportgerichtshof hängig. Allerdings soll es mittlerweile nur noch im die Transfersumme gehen.

Das alles ist für Elia ohnehin weit weg. Denn er kann seinen Traum weiterleben. Der Traum wovon? «Nun, ein ganz Grosser zu werden. Ich träume gerne gross. Denn nur wer gross träumt, erreicht auch Grosses.» Es hat etwas Philosophisches, wenn der gläubige Christ das sagt. Wie es etwas Rührendes hat, wenn er von seinem grossen Idol erzählt. Und das ist nicht etwa einer wie Mo Salah oder Sergio Agüero. Sondern… Kaka. Spielmacher. Genie. Schlaks. Rakete? Eher kaum. «Dennoch: Ihn liebe ich. Er hat die schwierigen Dinge so einfach aussehen lassen. Wunderbar!», sagt Elia.

Und ob der Coup in Leverkusen gelingt oder nicht: In Lausanne wartet in jedem Fall Elias Traumtrio: Seine Freundin Sandra, die auch von dort stammt, mit den sechs Monate alten Zwillingen Ethan und Elias. Der Traum von der eigenen Familie ist für Elia nach seiner Ankunft in Europa schnell wahr geworden. Demjenigen im Fussball kann er am Donnerstag einen grossen Schritt näherkommen.


https://www.blick.ch/sport/fussball/eur ... 65003.html

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 25. Februar 2021, 11:07 
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Bayer-Legende Tranquillo Barnetta vor Europa-League-Kracher

Darum kann YB die Deutschen packen

Kein Schweizer kennt Bayer Leverkusen besser als Tranquillo Barnetta. Sieben Jahre lang spielte er für die Werkself. Jetzt hofft er, dass Leverkusen YB unterschätzen wird.

Klar, da ist diese liebevolle wie satirische markenrechtlich geschützte Abwandlung: Vizekusen. Zu verdanken hat das der Klub den drei Vizemeistertiteln unter Christoph Daum Ende Jahrhundert. Doch bevor Leverkusen erstmals Meister wird (was es nach wie vor noch nie geworden ist…), erreichte es das Champions-League-Endspiel. Und verlor es… Immerhin reichte es zu zwei Titeln: Den Uefacup holte man sich 1988 und den deutschen Pokal 1993.

«Ein grosser, aber familiärer Klub»

Dennoch: Das Image der grauen Maus konnte Leverkusen nie ganz ablegen. «Das ist ein bisschen überspitzt formuliert. Aber ein Exploit würde halt schon mal guttun, damit die Anerkennung grösser wird», sagt Tranquillo Barnetta (35), der als 19-Jähriger zur Werkself wechselte und dann sieben Saisons lang seine Knochen für Bayer hinhielt. «Es ist ein grosser Klub, der aber dennoch familiär ist. Es ist Bundesliga, weshalb es Druck gibt. Aber der ganz grosse Druck liegt in diesem Ballungszentrum mehr bei Köln und Gladbach. Selbst bei Zweitligist Düsseldorf ist er grösser. Weshalb der Klub super ist für Junge wie mich damals. Da kriegt man Zeit, sich zu entwickeln.» Auch medial. Barnetta erinnert sich, dass der 1. FC Köln auch dann das beherrschende Thema in den Zeitungen gewesen sei, als Leverkusen voll um den Titel gespielt habe. «Auf der einen Seite ist das positiv, um in Ruhe arbeiten zu können. Auf der anderen fehlt vielleicht genau dieses letzte bisschen Druck, damit es endlich mal reicht.» Auch «Quillo», der 229 mal für den Pillenklub auflief, wurde 2011 Vizemeister…

Kontakt zu Rolfes und Kiessling

Einen richtig guten Kumpel aus den sieben Jahren Leverkusen hat Barnetta nicht mehr. Aber Kontakt gehalten hat er mit seinen ehemaligen Mitspielern Simon Rolfes, der heute Sportchef ist, und 04-Legende und Ehrenspielführer Stefan Kiessling, der als Referent der Geschäftsführung amtet.

Aus Sicht von YB schwingt auch bei Barnetta Bedauern mit darüber, dass man das Resultat nicht noch besser gestalten konnte. «Denn so schwach wie in der ersten Halbzeit wird man Leverkusen nie mehr präsentiert erhalten.»

Wie soll denn der Masterplan von YB-Trainer Gerry Seoane für den Match in der BayArena aussehen? «YB muss versuchen, Leverkusen wieder unter Druck zu setzen. Denn die Mannen von Peter Bosz haben nicht mehr die Selbstsicherheit, die sie noch im Herbst hatten.»

Apropos Bosz: Der hat ja seine eigene Mannschaft nach dem 3:4 so was von versenkt und sich selber auch, weil er mit Nachdruck darauf hinwies, die Verantwortung zu ­tragen dafür, wie die Spieler ins Spiel stiegen. «Der war mächtig angefressen», sagt Barnetta. Der Insider glaubt auch zu wissen, warum: «Er wird die Mannschaft x-mal vor den Stärken von YB gewarnt haben. Aber bei den Spielern ist das nicht restlos angekommen. Das ist immer so in Deutschland. Die Deutschen nehmen die Schweizer im Fussball nach wie vor ein bisschen auf die leichte Schulter.»

Statistik in Deutschland ist ernüchternd

Etwas Statistik: Bayer hat seine beiden Heimsiele gegen Schweizer Teams gewonnen: 1:0 gegen den FCZ 2018 und 3:1 gegen Sion 2006. YB seinerseits hat in Deutschland noch nie gewonnen. Immerhin gabs in sechs Spielen drei Remis. Allerdings alle in den 50er-Jahren. Der letzte Auftritt endete in einem Debakel: 1:6 bei Borussia Mönchengladbach 2016.


https://www.blick.ch/sport/fussball/eur ... 66744.html

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Kongolese bei YB in Topform

Meschack Elia: Endlich Ruhe nach turbulenter Vorgeschichte

Der Kongolese hat sich nach schwierigen Zeiten und kurzer Eingewöhnungsphase zu einem Schlüsselspieler der Young Boys entwickelt.

Seit einem Jahr läuft Meschack Elia für die Young Boys auf. Die Berner haben den perfekten Ersatz für Roger Assalé gefunden. Nach turbulenten Zeiten ist für den kongolesischen Nationalspieler in Bern endlich Ruhe eingekehrt.

Im Kongo im gleichen Klub wie Assalé

Elia wächst in einer Siedlung in Kongos Millionen-Hauptstadt Kinshasa auf. Sein Talent wird schnell entdeckt, 2016 landet er bei TB Mazembe. Jenem Klub, wo zur selben Zeit auch Assalé spielt, bevor dieser 2017 zu den Young Boys wechselt.

"Es war schon lange – schon in Afrika – meine Idee, einmal in die Schweiz zu kommen und hier zu spielen."

Elias Weg in die Schweizer Hauptstadt ist jedoch einiges steiniger und länger. Nach einem Probetraining will ihn Anderlecht 2019 für die 2. Mannschaft verpflichten. Elia winkt ab und sagt später offenbar, dass man ihn zur Unterschrift zwingen wollte. Doch statt zurück in die Heimat zu reisen, taucht der heute 23-Jährige unter – was sogar Kidnapping-Gerüchte nach sich zieht, obwohl Elia diese selber dementiert.

Belgien – abgetaucht – Bern

Elia hat Familie Frankreich und der Westschweiz, Kontakt zu YB hatte er – auch dank Assalé – schon länger. Im Herbst 2019 absolviert er bei den Bernern erste Trainings und überzeugt Trainer Gerardo Seoane und sein Team sogleich.

Ein juristisches Hickhack zögert die Vertragsunterschrift beim Meister aber hinaus. Im Februar 2020 schliesslich folgt sein Debüt bei Gelb-Schwarz. Seither hat er sich zu einer festen Grösse im Team entwickelt.

«Es war schon lange – schon in Afrika – meine Idee, einmal in die Schweiz zu kommen und hier zu spielen. Es ist nicht überraschend, dass ich bei YB gelandet bin», sagt Elia vor dem Sechzehntelfinal-Rückspiel in der Europa League gegen Bayer Leverkusen.

Der 173 cm grosse kongolesische Internationale brauchte in Bern kaum Eingewöhnungszeit. Das ist auch dem Fakt geschuldet, dass im Team vorwiegend auf Französisch kommuniziert wird. Elia gilt als dribbelstark, pfeilschnell und treffsicher – was er auch im Hinspiel gegen Leverkusen mit seinem Treffer zur zwischenzeitlichen 3:0-Führung bewiesen hat.

Und wie würde sich Elia privat beschreiben? «Eigentlich gleich wie auf dem Platz», sagt er. «Auch im Privatleben bin ich am Arbeiten. Wenn ich frei habe und zuhause bin, dann bin ich immer aktiv, um meine Leistung zu halten.»

Und das scheint zu klappen. Elia befindet sich seit Wochen in einer beneidenswerten Form und könnte im Kampf um den Achtelfinal-Einzug in der Europa League eine Schlüsselrolle übernehmen.


Live-Hinweis

Sie können das Sechzehntelfinal-Rückspiel in der Europa League zwischen Bayer Leverkusen und YB am Donnerstag ab 20:40 Uhr live auf SRF zwei und im Stream mit Ticker in der Sport App mitverfolgen.


https://www.srf.ch/sport/fussball/europ ... geschichte

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Supertalent Florian Wirtz

Leverkusens grosse Hoffnung ist erst 17-jährig

Florian Wirtz ist das wertvollste Juwel im Kader der Werkself. Was er kann, bekam YB bereits zu spüren.

Im Sechzehntelfinal-Hinspiel in der Europa League zwischen YB und Leverkusen war in der 69. Minute Moussa Diaby der gefeierte Torschütze zum 3:3. Die magistrale Vorarbeit lieferte dabei einer, der sich in Windeseile in die Notizbücher der Fussball-Welt geschrieben hat: Florian Wirtz.

Als Leverkusen im vergangenen Sommer mit Kai Havertz seinen wertvollsten Spieler an Chelsea abgeben musste, füllte das einerseits die Kassen der Werkself mit 80 Millionen Euro. Auf der anderen Seite wurde am Rhein eine grosse Lücke befürchtet. In die Bresche sprang aber mit Wirtz einer, der eigentlich für die Zukunft vorgesehen war.

Ein gutes Investment

Erst im Mai wird der offensive Mittelfeldspieler 18 Jahre alt. Das Spiel Leverkusens prägt Wirtz – der im Januar 2020 vom Rivalen aus Köln für eine symbolische Ausbildungsentschädigung von 200'000 Euro kam – aber schon heute.

- Mit dem verletzten Stammgoalie Lukas Hradecky, den beiden Flügelspielern Diaby und Leon Bailey sowie Innenverteidiger Edmond Tapsoba kamen in der laufenden Spielzeit nur gerade 5 Teamkollegen zu mehr Spielzeit.
- An 14 Toren war Wirtz in seinen 27 Einsätzen direkt beteiligt (7 Tore, 7 Assists). Auch in dieser Hierarchie ist er teamintern die Nummer 5.
- Seinen Marktwert, der mittlerweile auf 45 Millionen Euro gestiegen ist, toppt bei Leverkusen niemand.

Bereits jetzt wird darüber spekuliert, dass Wirtz seinem Arbeitgeber dereinst noch mehr in die Kassen spülen könnte, als dies Havertz 2020 machte. Und dies nicht ohne Grund: Der Teenager bewies schon früh, dass er auch dann liefern kann, wenn es zählt.

Seinen ersten Treffer im Profifussball erzielte das Supertalent noch in der letzten Saison in seinem 4. Bundesliga-Spiel gegen Bayern München und machte sich so schnell einen Namen. Beim Europa-League-Rückspiel am Donnerstag dürfte man auch in Bern ganz besonders auf das feine Füsschen des Technikers achten.


https://www.srf.ch/sport/fussball/europ ... 17-jaehrig

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 25. Februar 2021, 11:15 
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Jeder Sieg der Young Boys ist wichtig für die Schweiz in der Uefa-Fünfjahreswertung

Aktuell ist die Schweiz, hinter Zypern und Serbien, auf Platz 17 platziert. Das heisst: Der Meister bestreitet in der Saison 2021/22 die Qualifikation für die Champions League (drei Runden), doch für die Europa League reicht es keinem Super-Ligisten mehr.

Es gab Zeiten, da hatten zwei Klubs aus der Super League die Chance, in die Champions League einzuziehen, und drei konnten es in die Europa League schaffen. Zu verdanken war dies dem FC Basel, der die Schweiz in der Uefa-Fünfjahreswertung über Wasser hielt.

Doch mit dem Ende der FCB-Dominanz im Schweizer Fussball ging das Abrutschen unseres Landes im Ranking einher. Nachdem Rotblau noch in der letzten Saison im Finalturnier der Europa League stand, schafften es die Basler nun gegen CSKA Sofia nicht mal mehr in die Gruppenphase. Genauso wenig wie St. Gallen (out gegen AEK Athen) und Servette (out gegen Reims). Umso bedeutsamer wäre es, könnte YB weiter punkten.

Aktuell ist die Schweiz, hinter Zypern und Serbien, in der Fünfjahreswertung auf Platz 17 angekommen. Das heisst: Der Meister bestreitet in der Saison 21/22 die Qualifikation für die Champions League (drei Runden), für die Europa League reicht es keinem Super-Ligisten mehr. Dafür tummeln sich drei von ihnen in der Qualifikation für die neue Conference League. Dem internationalen Auffanglager der Armenhäusler Europas.


https://www.luzernerzeitung.ch/sport/eu ... ld.2106544

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 25. Februar 2021, 11:41 
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YBs Chance in der Zeit des abgeschafften Heimvorteils

YBs Chancen, erstmals eine K.o.-Runde in der Europa League zu überstehen, waren nie so gut wie jetzt. Für das Sechzehntelfinal-Rückspiel bei Bayer Leverkusen halten die Berner gute Karten in der Hand.

Die Geschichte der Young Boys in der Europa League ist nicht reich. Nur zweimal «überwinterten sie europäisch», wie es oft heisst. In den Sechzehntelfinals im Februar 2011 gewannen sie gegen Zenit St. Petersburg das Hinspiel in Bern 2:1. Im Rückspiel führten sie 1:0, bevor sie drei Gegentore hinnehmen mussten. Beim zweiten Anlauf im Februar 2015 war Hopfen und Malz verloren. Im Hinspiel im Wankdorf unterlagen die Young Boys dem FC Everton nach einem frühen Führungstor von Guillaume Hoarau 1:4. Im Rückspiel in Liverpool fiel das Verdikt mit 1:3 etwas gnädiger aus. Romelu Lukaku erzielte insgesamt fünf Tore.

Argumente für YB

Es gibt diesmal ein paar Dinge, die für das Weiterkommen der Berner sprechen. Zwar hat sich Bayer Leverkusen mit der 3:4-Niederlage in Bern in eine auf dem Papier günstige Situation gebracht. Für die Mannschaft von Trainer Peter Bosz sind die drei auswärts erzielten Tore einiges wert. Mit einem 1:0 oder beispielsweise auch einem 2:1 oder einem 3:2 kämen die Leverkusener weiter. Solche Ergebnisse werden von einem bestandenen Bundesliga-Klub im Vergleich mit einer Schweizer Mannschaft in einem Heimspiel allemal erwartet.

Aber ist es für Leverkusen überhaupt ein Heimspiel? Ist es nicht vielmehr das zweite Spiel auf neutralem Terrain? Die pandemiebedingten Geisterspiele zeigen auf, dass die jeweilige Heimmannschaft ohne ihren zwölften Mann, das Publikum, keinen offensichtlichen Vorteil mehr hat. Ein Blick in die Super League zeigt dies. In den 56 Geisterspielen, die einen Sieger ergaben, gewannen Heim- und Auswärtsmannschaften je 28 Mal.

YBs Trainer Gerardo Seoane vermutet, dass die Heimmannschaften nach wie vor einen Vorteil haben, wenn auch einen kleinen: dadurch, dass sie in der gewohnten Umgebung, im vertrauten Stadion spielen können. Dennoch sind die Young Boys nicht gezwungen, den Match vom Donnerstag in der BayArena als Auswärtsspiel anzusehen. Sie können es als zweites Spiel über 90 Minuten betrachten.

Für die Berner spricht ebenso die hervorragende Verfassung, die sich besonders mit der Dominanz in der Meisterschaft manifestiert. Nur noch zwei Spieler aus dem 26er-Kader sind verletzt: Christopher Martins und der Nachwuchsmann Esteban Petignat. Für jede einzelne Position kann Gerardo Seoane auf eine gute bis sehr gute Alternative zurückgreifen. Dadurch kann er den Kräfteverschleiss niedrig halten. Der Trainer verordnete für das Meisterschaftsspiel vom letzten Sonntag gegen Servette (2:0) Jordan Siebatcheu, Nicolas Moumi Ngamaleu und Jordan Lefort eine Pause. Andere Spieler, die Seoane in Leverkusen voraussichtlich ebenfalls in die Anfangsformation setzen wird, beorderte er erst für die Schlussphase aufs Spielfeld.

Siebatcheu könnte es richten

Eine der guten bis sehr guten Alternativen ist Jordan Siebatcheu. Der Franzose, der nicht nur mit Nationalität und imposanter Körpergrösse an Guillaume Hoarau erinnert, wird in Leverkusen abermals den gesperrten Goalgetter und Schweizer Torschützenkönig Jean-Pierre Nsame ersetzen. Mit seinen zwei Toren beim 4:3-Sieg im Hinspiel hat Siebatcheu seine Schuldigkeit schon getan. Aber er wird darauf drängen, auch im Rückspiel ein entscheidender Spieler zu werden. In der Super League benötigte er für seine bislang acht Tore relativ wenige Einsatzminuten.

ie Nsame ist auch Innenverteidiger Ali Camara am Donnerstag – nach seiner im Gruppenspiel in Rom eingehandelten Roten Karte – gesperrt. Auch hier braucht Seoane nur mit den Fingern zu schnippen, um die Alternative zu präsentieren: Cedric Zesiger. Der lange Seeländer hat seit seinem Wechsel von den Grasshoppers im Sommer 2019 enorm viele Fortschritte gemacht. So senkte er die Zahl seiner Fehler vor dem eigenen Tor so stark, dass Seoane ihn auch in wichtigen Spielen bedenkenlos einsetzen kann.

Peter Bosz war nach der 3:4-Niederlage im Wankdorf ausser sich. Er konnte nicht glauben, wie schlecht seine Leute vor allem in der ersten Halbzeit gespielt hatten. Am Donnerstag liegt es an den Young Boys, dem Niederländer die Zornesröte ins Gesicht zu treiben.

Die möglichen Aufstellungen

Bayer Leverkusen – Young Boys. – Donnerstag, 21.00 Uhr. – SR Massa (ITA).

Bayer Leverkusen: Lomb; Frimpong, Tah, Dragovic, Wendell; Wirtz, Aranguiz, Demirbay; Bailey, Schick, Diaby.

Young Boys: Von Ballmoos; Hefti, Lustenberger, Zesiger, Lefort; Fassnacht, Aebischer, Lauper, Moumi Ngamaleu; Elia, Siebatcheu.

Bemerkungen: Bayer Leverkusen ohne Bellarabi, Baumgartlinger, Lars Bender, Paulinho, Hradecky, Arias (alle verletzt) und Amiri (krank). Young Boys ohne Nsame, Camara (beide gesperrt), Martins und Petignat (beide verletzt).


http://www.bluewin.ch/de/sport/fussball ... 99330.html

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 25. Februar 2021, 11:44 
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Europa League: Die Young Boys können zeigen, dass sie den FC Basel auch international zu beerben vermögen

Noch nie haben die Berner in der Europa League die Achtelfinals erreicht. Nun bietet sich auswärts gegen den Bundesliga-Fünften Leverkusen die Möglichkeit dazu. Die international abgehängten Schweizer Klubs sind dringend auf Uefa-Punkte angewiesen.

Einen Stachel bringen die Berner Young Boys nicht aus ihrem Fleisch. In der hiesigen Liga haben sie den FC Basel zwar abgelöst, doch auf internationalem Terrain sind sie weit von der Ausbeute des früheren Dominators der Super League entfernt. Der FC Basel bleibt die Referenz schlechthin, zumindest im Europacup. Und so hält der YB-Trainer Gerardo Seoane den Berner Europacup-Traum mit den Worten hoch: «Wie im letzten Jahr der FC Basel.»

Dazu müsste YB als nächster Programmpunkt am Donnerstagabend ab 21 Uhr Bayer Leverkusen von der Achtelfinal-Qualifikation in der Europa League abhalten. Dies nach dem 4:3-Erfolg und den wechselhaften Eindrücken im Hinspiel in Bern. Leverkusen ist der Tabellenfünfte der Bundesliga.

2020 schalteten die Basler in der Europa League zuerst Apoel Nikosia aus, ehe sie in den Achtelfinals zu Beginn der Corona-Krise sogar den Bundesligaklub Eintracht Frankfurt vorführten, wobei dessen Arena erstmals leer war. Das Gesamtskore lautete zwei Mal 4:0. Der FCB scheiterte erst im Viertelfinal an Schachtjor Donezk (1:4). Das lässt sich sehen und adelt im Rückblick zumindest in diesem Bereich die Arbeit des im Sommer 2020 verabschiedeten Basel-Trainers Marcel Koller.

Noch ist YB nicht überall der neue FC Basel. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass der YB-Sportchef Christoph Spycher derzeit in den Medien gerühmt wird, als sei er der Funktionärsgott persönlich, als könne er Wasser in Wein oder Fussball-Bern in Fussball-Basel verwandeln.

Der Schweizer Europacup-Schrecken

Spycher hat in Bern zweifellos einiges bewirkt und den Klub vor allem stabilisiert, aber europäisch halten sich die YB-Wallungen im Rahmen. Daran ändert auch die Qualifikation für die Champions League 2018 wenig. Zu viel europäisches Terrain haben die Schweizer Klubs in den vergangenen Jahren preisgegeben. Egal welche Uefa-Rangliste konsultiert wird, egal ob sie Punkte, Ränge oder Geld zum Inhalt haben: Alle bilden den Schweizer Schrecken ab. Selbst der Rückstand auf kleinere Ligen wie Österreich könnte extremer fast nicht sein, was die Schieflage des Finanzhaushalts der Schweizer Klubs weiter verschärfen wird. Mit Ausnahme des mutmasslichen Meisters YB werden ab Sommer 2021 alle auf einer tieferen Europacup-Etage unterwegs sein, die Conference League genannt wird und die es noch gar nicht gibt.

Nur noch YB kann die Fahne im internationalen Wind flattern lassen, jetzt und als alter und mutmasslich neuer Champion auch in der Saison 2021/22. Der Match in Leverkusen ist von erheblicher Bedeutung, zumal der erste Vergleich auf dem heimischen Kunstrasen Anlass zu Berner Hoffnungen gab. 3:0 führten die Berner zur Pause, Leverkusen reagierte und glich zum 3:3 aus, ehe dem YB-Stürmer Jordan Siebatcheu kurz vor Schluss das 4:3 glückte. Damit verschonte er seine Copains vor dem Erfolgszwang im Rückspiel beim Bundesligisten.

Edel-Ersatz Jordan Siebatcheu

In der Super League erstaunt, wie wenig Gegenwehr YB spürt. Obschon Seoane zuletzt gegen den Servette FC (2:0) im Vergleich zum ersten Leverkusen-Spiel gleich sieben Wechsel vornahm, waren die Genfer nicht nahe am Punktgewinn. Aber wer hat schon einen Ersatz für den im Europacup gesperrten Jean-Pierre Nsame wie YB mit Siebatcheu, der einspringt – und ebenfalls regelmässig das Tor trifft. Als wäre er Nsame. Es ist, als wäre YB wie der FC Basel zu seinen besten Zeiten. Jeder Transfer ergibt Sinn und birgt wenig Fragezeichen.

Letztlich geht es in diesen bizarren, abgeschirmten und von zahlreichen Corona-Gruppentests durchzogenen Europacup-Spielen in verwaisten Stadien auch darum, «den Leuten in diesen Krisenzeiten etwas Spektakel zu bieten», wie sich Seoane nach dem Hinspiel ausdrückte. In Anbetracht des immer grösser werdenden Vorsprungs in der Super League kann YB im Europacup nicht nur die Supporter vor dem Fernsehgerät unterhalten, sondern auch im eigenen Haus Reizpunkte setzen und die Temperatur hochhalten. Und nicht zu vergessen: In Leverkusen steht abermals ein siebenstelliger Euro-Betrag auf dem Spiel.

Noch sind die Berner nicht am Ende der Fahnenstange, noch nie kamen sie in der Europa League weiter als in die erste K.-o-Runde. 2015 wurden sie auf gleicher Stufe in zwei Partien von Everton 2:7 überdeutlich in die Schranken gewiesen, wobei der Stürmer Romelu Lukaku gleich 5 Tore erzielte und der YB-Ofen schon nach dem ersten Spiel erkaltete. Zumindest das ist jetzt anders. Noch ist es ein weiter Weg bis zum Vorbild FC Basel. So bizarr dieser Satz in konfusen Basler und erfolglosen Schweizer Zeiten wie diesen auch daherkommen mag.


https://www.nzz.ch/sport/europa-league- ... 5#register

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 25. Februar 2021, 11:47 
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RTL-Sportbude: "Achterbahnfahrt ins Achtelfinale – Bayers Ballermänner heiß auf Bern"

Showdown in der Europa League: Schafft Bayer Leverkusen trotz der 3:4-Hinspielniederlage gegen die Young Boys Bern den Sprung ins Achtelfinale? Unser Moderatorin Alessa Naujoks und unser Moderator Nico Holter haben in der aktuellen Ausgabe der RTL-Sportbude unter anderem mit BVB-Legende und Bern-Scout Stephane Chapuisat und den RTL/NITRO-Experten vor Ort in Leverkusen gesprochen. Die ganze Sportbude zur Europa League sehen Sie oben im Re-Live.

Leverkusen - Bern live bei NITRO

Der Europa-League-Wahnsinn geht in eine neue Runde: Nach dem verrückten Hinspiel von Bayer Leverkusen gegen Bern, der Achterbahnfahrt und der letztendlich bitteren 3:4-Niederlage, will die Werkself trotzdem mit einem starken Rückspiel zuhause das Ticket ins Achtelfinale buchen. Das Spiel zeigt NITRO am Donnerstag ab 20.15 Uhr exklusiv im Free-TV. Und wir liefern euch in unserer Sportbude alle Informationen, die ihr vorab für das Spiel braucht.

In unserer Sendung schaltete das Moderatoren-Duo nach Leverkusen und sprach mit unseren Experten vor Ort. Wie ist die Lage, wer gilt als Favorit und wie stehen die Chance auf eine erneute Achterbahnfahrt im Duell Bayer vs. Bern? Außerdem hatten die beiden Stephane Chapuisat im Interview. Der Schweizer arbeitet als Scout für die Young Boys Bern und lieferte mit all seiner Europapokal-Erfahrung vor allem aus seiner BVB-Zeit eine Einschätzung zum Spiel. Und was traut er eigentlich Dortmund diese Saison in der Champions League zu?

https://www.rtl.de/cms/europa-league-rt ... utType=amp


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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 25. Februar 2021, 11:51 
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Lustenberger vor Leverkusen: „Sind gewarnt, aber bereit“

Leverkusen Der langjährige Berliner Hertha-Profi Fabian Lustenberger geht mit großem Respekt, aber auch Selbstbewusstsein in das Zwischenrunden-Rückspiel der Europa League mit den Young Boys Bern bei Bayer Leverkusen (Donnerstag, 21.00 Uhr/DAZN).

„Wir haben das Hinspiel gewonnen und eine gute Ausgangslage. Aber wir wissen, dass Leverkusen unglaubliche Qualitäten hat“, sagte der 32-Jährige, der von 2007 bis 2019 für Hertha BSC spielte: „Wir sind gewarnt, aber wir sind auch bereit und werden Leverkusen alles abverlangen.“

Der Schweizer Double-Sieger hatte das Hinspiel vor einer Woche nach 3:0-Führung und zwischenzeitlichem Ausgleich mit 4:3 gewonnen. „Ich denke, dass es nicht wieder so ein verrücktes Spiel wird wie das erste“, sagte Berns Trainer Gerardo Seoane, dessen Team als offensivstark gilt. „Wenn man in solch engem zeitlichen Rahmen zweimal gegeneinander spielt, werden beide Seiten ihre Lehren gezogen haben.“ Bern wolle sich aber keineswegs hinten reinstellen, auch wenn ein 0:0 reichen würde. „Natürlich ist es unser Wunsch, im Ballbesitz schnell nach vorne zu spielen“, sagte Seoane, der Gerüchte über ein angebliches Interesse von Borussia Mönchengladbach zuletzt nicht kommentieren wollte.

Lustenberger wollte sich derweil zu seinem Ex-Club aus Berlin, der nur aufgrund der besseren Tordifferenz nicht auf dem Bundesliga-Relegationsplatz steht, nicht ausführlich äußern. „Es ist nicht der richtige Zeitpunkt dafür“, sagte er: „Was ich sagen kann, ist, dass ich die Daumen drücke, dass sie den Turnaround schaffen.“

https://www.wz.de/nrw/lustenberger-vor- ... d-56449945


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Bayer dient sich selbst als warnendes Beispiel

Leverkusen Was passiert, wenn man in der Europa League ohne Fokus und Biss spielt, hat Bayer Leverkusen 45 Minuten lang beim 3:4 in Bern erlebt. „Das darf nicht wieder passieren“, mahnt Jonathan Tah vor dem Rückspiel am Donnerstag.

Jonathan Tah war bei Bayer Leverkusens 3:4 (0:3) in Bern vergangene Woche nicht zu beneiden. Der Innenverteidiger stand im Hinspiel des Sechzehntelfinals der Europa League während der desolaten ersten Halbzeit unter Dauerdruck. Eine Angriffswelle nach der nächsten rollte auf das Tor der Werkself zu. Der Schweizer Meister führte den Bundesligisten phasenweise vor. Dabei wirkte der Nationalspieler ebenso wie seine Teamkollegen fahrig und nicht bissig genug, während Bern mit Verve die Schwachstellen der Mannschaft von Trainer Peter Bosz offenlegte. Am Donnerstag kommt es zum Rückspiel (21 Uhr).

Die Ausgangslage ist klar: Ein Sieg muss her, um das Achtelfinale zu erreichen. „Es ist wichtig, dass wir fokussiert und aggressiv anfangen“, sagt Tah. „Was in der ersten Halbzeit in Bern passiert ist, darf nicht wieder passieren.“ Mut macht ihm die Aufholjagd in den zweiten 45 Minuten, die trotz Niederlage eine etwas bessere Ausgangslage einbrachte. Etwaige Rechenspiele interessieren den Nationalspieler aber nicht. „Sich damit zu beschäftigen, wie hoch und mit wie vielen Toren man gewinnen müsste, ist nicht gut“, sagt Tah.

Neben Stammtorwart Lukas Hradecky (Achillessehnenverletzung) und Lars Bender (Meniskusoperation) wird auch Sven Bender fehlen (Belastungssteuerung). Hinzu kommen Langzeitverletzte wie unter anderem Santiago Arias (Wadenbeinbruch) und Julian Baumgartlinger (Kreuzbandriss). Immerhin: Nadiem Amiri kehrt in den Kader zurück, nachdem er am Wochenende beim 1:1 in Augsburg aussetzen musste. Bei Karim Bellarabi sieht es nach überstandener Oberschenkelverletzung ebenfalls vielversprechend aus. Allerdings sei noch das Abschlusstraining abzuwarten, betont Bosz.

Der Kader der Werkself ist zweifellos geschwächt. Für den Trainer ist die Häufung von Ausfällen mehr als nur bemerkenswert. Sie ist ein Novum für den 57-Jährigen. „Ich bin jetzt 40 Jahre im Profifußball, aber so viele langfristig Verletzte habe ich noch nie erlebt“, sagt er. Vieles davon sei schlicht und einfach Pech, manches sei aber auch die Folge der hohen Belastung in dieser besonderen Pandemie-Saison mit ihrem extrem eng getakteten Spielplan.

Der Niederländer ist aber freilich dennoch in der Lage, ein schlagkräftiges Team auf den Rasen zu schicken – auch dank der Winterzugänge Demarai Gray, Jeremie Frimpong und Timothy Fosu-Mensah. Was die schwachen Spiele der vergangenen Wochen angeht, nimmt sich Bosz nicht aus der Verantwortung. Schon nach dem 3:4 in Bern übte er ungewöhnlich deutliche Selbstkritik und sprach davon, dass er seine Mannschaft womöglich nicht gut genug auf die Young Boys und ihre forsche Spielweise vorbereitet hatte.

„Es ist klar, dass ich am Ende die Verantwortung trage, wenn die Leistungen nicht gut sind“, sagt der Chefcoach. „Wir versuchen immer, die Mannschaft sehr präzise auf das vorzubereiten, was auf sie zukommt. Aber man muss ehrlich sagen: Es war nicht gut, wie wir in Bern angefangen haben.“ Das sei auch erneut Thema der Analyse sowie der Besprechung mit den Spielern vor dem Rückspiel gewesen. „Ich hoffe, dass wir nun besser vorbereitet sind und wir das am Donnerstag auch sehen werden.“

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