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 Beitrag Verfasst: Samstag 26. September 2020, 13:06 
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Guillaume Hoarau ist mehr als nur der beliebteste Fussballer der Schweiz – höchste Zeit für eine Hommage

Ganz Bern mag den Franzosen, auch wenn er nun am Samstag mit Sitten gegen die Young Boys spielt – wie ist das möglich?

In der Altstadt von Sitten ist es schon tiefe Nacht, als sich Guillaume Hoarau in einer Bar an einen langen Holztisch setzt und zu singen beginnt. Ein paar Tage zuvor war er von Thun durch den Lötschberg-Basistunnel geschlüpft und aus dem dunklen Loch wie eine Erscheinung im Wallis aufgetaucht, ein grosser Mann mit weissen Kleidern. Er spielt jetzt hier unter dem Schloss Tourbillon Fussball und macht nebenbei Musik. Vielleicht ist es auch umgekehrt, das weiss man bei ihm nicht so genau. Hoarau ist einer wie der frühere Tennisprofi Yannick Noah, Sportler und Sänger zugleich. Oder wie John McEnroe, der gut Gitarre spielte. An diesem Freitag erschien Hoaraus neues Lied, «Paname», eine Hommage an die Stadt Paris.

Aber noch soll bei ihm der Fussball weiterhin zuoberst stehen. Hoarau ist 36-jährig und steht neu beim FC Sion unter Vertrag. Nüchterner kann ein Satz nicht sein, aber in Bern schmerzt jedes einzelne Wort. Am Samstag spielt Hoarau gegen die Young Boys. Das ist für die Berner etwa so, wie wenn ihr grüner Stadtpräsident Alec von Graffenried auf einmal für die SVP kandidieren würde. Aber Hoarau hat es viel schöner und gleichzeitig ganz untheatralisch gesagt: «Il y a que les montagnes qui ne se croisent pas.» Was so viel bedeutet wie: Das Leben geht weiter, man begegnet sich immer wieder.

Einer von hier

Als Hoarau 2014 von Bordeaux nach Bern kam, gab ein YB-Blog Nachhilfe in der Aussprache seines Namens. 2016 war er in einer Wahl bereits der beliebteste Spieler der Schweiz. Sechs Jahre lang hat Hoarau für die Young Boys in Bern gespielt und in Thun in einer fünfhundertjährigen Villa mit Panoramablick gewohnt. In diesem Sommer wollte ihn YB nicht mehr, es war ein Vernunftsentscheid, obwohl man so gern unvernünftig gewesen wäre. Das Alter und seine letzten Verletzungen sprachen gegen Hoarau.

In Bern war Hoarau «Saint Gui» geworden, ein fast heiliggesprochener Fussballer, der sich zunächst nur sechs Monate in der Stadt niederlassen wollte, dann aber so lange blieb, bis er einer von hier geworden war. Hoarau spricht keine Mundart und nur wenig Hochdeutsch. Musikalisch prägten ihn Serge Gainsbourg und Bob Marley. Aber in Bern wollte er wissen, wer Mani Matter war, er begann ihn und seine Chansons zu mögen, und die Berner liebten Hoarau dafür, dass er sich für ihre Kulturszene und ihr Leben interessierte. Hoarau brachte das Frankofone mit, das in Bern immer auch anklingt. Und einmal sagte er, die Berner seien wie die Menschen in seiner Heimat La Réunion, der Vulkaninsel im Indischen Ozean: gemütlich und gelassen. Hoarau und Bern wussten nichts voneinander, nicht einmal, dass sie sich ähnlich sind. Er hat sich auf eine ihm unbekannte Stadt eingelassen und sie sich auf ihn.

Weltläufigkeit aus Paris

Hoarau machte die Berner mit seiner Art grösser, als sie es vor ihm waren, ohne ihn wären sie jüngst wohl nicht drei Mal Meister geworden; und auch die Berner mochten es, ihren «Gui» zu überhöhen. Eigentlich war er zu gut für sie, der damalige Sportchef Fredy Bickel traute sich zunächst gar nicht, ihn anzurufen, Stéphane Chapuisat musste das für Bickel tun, von Spieler zu Spieler. Hoarau brachte zwar die Weltläufigkeit aus Paris mit aus seiner Zeit bei PSG, als er mit Zlatan Ibrahimovic zusammengespielt hatte. Aber ein Weltstar war er nie, zu früh schaute er aufs Geld, als er nach China ging und dort nicht glücklich wurde. Fünf Länderspiele absolvierte Hoarau für das französische Nationalteam, zu wenige für eine Weltkarriere, aber genug, um im Alter den Young Boys etwas vom grossen Fussball beizubringen.

«Scharlachrot» und «Zündhölzli»

Es gab früher schon andere ausländische Fussballer in der Schweiz, die Klubs prägten, Mats Gren bei den Grasshoppers, Ivan Ergic in Basel, Hannu Tihinen beim FC Zürich. Aber Hoarau ist nicht nur Teil der Fussballkultur eines Vereins geworden, sondern auch Teil der Stadtkultur, mit allem, was sie ausmacht, mit der Aare, den Lauben, den Beizen, den Konzertsälen. Er hat selber Konzerte gegeben, im «Bierhübeli» oder in der «Mühle Hunziken», und er hat sie alle kennengelernt, die ganze Berner Musikszene, Büne Huber, Lo & Leduc, Steff la Cheffe. Hoaraus Beziehung zu Bern sah man an den ausverkauften Konzertabenden fast noch besser als im Stadion, auf den kleinen Bühnen kamen sie sich immer näher. Das Verhältnis zwischen den Bernern und ihm war immer mehr als nur ein Tauschhandel: Tore gegen Zuneigung. Hoarau hätte irgendwann auch gar nicht mehr treffen können, es wäre trotzdem nicht zum Bruch gekommen. Er hat geschafft, was nur ganz wenigen gelingt: sich ein Stück unabhängig zu machen vom Erwartungsdruck der Fans und nicht nur an Leistung gemessen zu werden.

Als Hoarau in diesem Sommer von YB weggehen musste, hat er zum Abschied noch einmal ein Lied für die Berner gesungen, «Scharlachrot» von Patent Ochsner, mit einem leicht veränderten Text: Nicht über scharlachrote Träume sang er, sondern über gelb-schwarze, die Farben von YB. Und umgekehrt haben sie ihm das Mani-Matter-Lied «Zündhölzli» gewidmet. In einem Blog schrieb jemand: «Nüchtern kann ich verstehen, dass der Klub Hoarau nicht behalten wollte. Aber ich will verdammt noch mal gerade nicht nüchtern sein.»

Und jetzt ist Hoarau also im Wallis, er kommt von seinen Berner Oberländer Alpen in die nächste Berglandschaft, aber hier ist es wilder und rauer. Und man fragt sich, wie oft sich die Verbundenheit zu einer Region herstellen lässt. Ein zweites Mal diese Nähe zu erzeugen, hat noch kaum je ein Fussballer irgendwo auf der Welt geschafft. Die Zeitung «Le Matin» schrieb: «Auch wenn der Fussball-Sänger für immer ein Held für die Supporter von YB bleibt, kann er ein Leuchtturm in der Nacht für jene vom Tourbillon werden.»

Hoarau ist wie immer, er hat sein rot-weisses Sittener Trikot mit der Nummer 99 verschenkt, und er umarmt den Präsidenten Christian Constantin so, wie er es früher immer mit dem YB-Sportchef Christoph Spycher getan hatte; ihn hat er einmal sogar vor laufender Kamera auf die Wange geküsst. Gegenüber dem «Blick» sagte Constantin über Hoarau: «Er bringt Ambiance in die Mannschaft. Ich habe jedenfalls lieber einen, der mit einem Musikinstrument kommt, als einen Griesgram.» Er fühle sich, als sei er schon lange hier im Wallis, meint Hoarau. Er kann das sagen, ohne dass dies anbiedernd klingen würde und ohne dass sie in Bern enttäuscht von ihm wären. Einige sind viel mehr besorgt.

Die Angst von Pedro Lenz

Sie haben Angst, dass er den Young Boys weh tun und gegen sie Tore erzielen könnte, der Berner Schriftsteller Pedro Lenz hat sich kürzlich so geäussert. Aber noch mehr fürchten sie, dass es Hoarau nicht gut gehen könnte im Wallis, wie so vielen vor ihm. Doch Hoarau wollte hierhin, Angebote aus Australien, der Türkei oder Brasilien lehnte er ab. Aber in Sitten hat es selten geklappt mit grösseren und kleineren Stars. Valon Behrami beispielsweise ging vorzeitig, ebenso Johan Djourou und Raphael Wicky. Sie alle waren Schweizer Nationalspieler und wurden in Sitten nicht glücklich. Und auch wenn sich der Präsident Constantin in der Vergangenheit ältere ausländische Fussballer aussuchte, funktionierte das oft nicht richtig: Der Grieche Theofanis Gekas, der Belgier Emile Mpenza oder der Ivoirer Seydou Doumbia trugen ihre berühmten Namen als frühere Nationalspieler ins Wallis, hinterliessen aber nichts Nachhaltiges, weder sportlich noch emotional. Mit Hoarau soll es diesmal anders werden, und vielleicht gelingt es ihm tatsächlich, die Erwartungen zu erfüllen, die grösser sind, als wenn er bei den Young Boys als Ergänzungsspieler hätte bleiben dürfen.

In Bern hat Hoarau alles gewonnen, was es Wichtiges zu gewinnen gibt, vor allem den ersten Meistertitel nach 32 Jahren. In Sitten gibt es eine ähnliche Sehnsucht nach Erfolg, der letzte Gewinn der Meisterschaft ist ebenfalls eine Ewigkeit her, 1997 gelang es dem FC Sion letztmals. Hoarau sagt, es werde seltsam sein, gegen YB in einem andersfarbigen Trikot zu spielen. Er sei enttäuscht gewesen vom Entscheid der Young Boys, ihn nicht behalten zu wollen, «aber so ist der Fussball, so ist das Leben». Vielleicht ist das das Geheimnis: leidenschaftlich zu leben, aber den Gefühlen nicht nachzutrauern, wenn sie einmal nicht erwidert werden.

«Wenn die Dinge gut laufen, habe ich dieser Stadt und diesem Klub viel zu bieten», sagt Hoarau über seinen neuen Verein Sitten. Bald wird ein Buch über ihn erscheinen. Die letzten Seiten sind noch weiss.


https://www.nzz.ch/sport/guillaume-hoar ... 8#register

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 Beitrag Verfasst: Samstag 26. September 2020, 13:25 
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 Beitrag Verfasst: Samstag 26. September 2020, 21:53 
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Starkes Sion holt beim Hoarau-Debüt gegen YB einen Punkt

Aluminiumtreffer, aberkannte Tore und ein fast perfektes Debüt. Doch am Ende gibt es keine Tore. Sion und YB trennen sich in der zweiten Runde torlos.

Das Spiel ist aus. Trotz starkem Schlussspurt von YB fallen keine Tore in diesem Spiel. Sion holt dank einer starken Vorstellung einen Punkt. Am Ende definitiv ein verdientes Resultat.

Guillaume Hoarau konnte bei seiner Rückkehr auf den Fussballplatz für seinen neuen Club nichts bewirken: Sion und die Young Boys trennten sich in einem spannenden Spiel 0:0. Der langjährige YB-Stürmer wurde bei Sion in der 65. Minute eingewechselt und kam einmal zu einem gefährlichen Abschluss – sein ehemaliger Teamkollege David von Ballmoos im Tor der Berner konnte aber parieren.

Beide Teams kamen zu einigen Chancen und versteckten sich nicht: Sowohl YB (wegen Hands) als auch Sion (wegen Abseits) wurde ein Tor aberkannt. Nach zwei gespielten Runden steht der Meister damit mit einem Sieg und einem Unentschieden da, die Walliser liegen mit einem Remis und einer Niederlage auf dem achten Tabellenrang.

In Kürze folgt dann ein ausführlicher Artikel zum Spiel auf unserer Seite.

Sion – Young Boys 0:0

1000 Zuschauer. – SR Bieri.

Sion: Fickentscher; Martic, Bamert, Ndoye, Iapichino (91. Theler); Serey Die; Baltazar (65. Hoarau), Grgic (91. Ruiz); Tosetti (76. Khasa), Luan (76. André), Itaitinga.

Young Boys: Von Ballmoos; Hefti, Camara, Lefort, Garcia; Moumi Ngamaleu (82. Gaudino), Sierro, Lustenberger, Sulejmani (65. Elia); Fassnacht (92. Mambimbi); Nsame (92. Siebatcheu).

Bemerkungen: Sion ohne Abdellaoui (gesperrt), Andersson, Kabashi (beide verletzt). Young Boys ohne Zesiger (gesperrt), Aebischer, Martins, Spielmann Lauper und Petignat (alle verletzt). 31. Lattenschuss Fassnacht. 92. Pfostenschuss Sierro. Verwarnungen: 6. Bamert (Foul), 20. Camara (Foul), 57. Lefort (Unsportlichkeit), 75. Garcia (Foul).

Rangliste: 1. Lugano 2/4. 2. Young Boys 2/4. 3. Lausanne-Sport 1/3. 4. St. Gallen 1/3. 5. Basel 1/1. 5. Vaduz 1/1. 7. Zürich 2/1. 8. Sion 2/1. 9. Luzern 1/0. 9. Servette 1/0.


https://www.bernerzeitung.ch/hoarau-geg ... 2528168875

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 Beitrag Verfasst: Samstag 26. September 2020, 21:56 
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Punktgewinn gegen YB

Hoarau und die Veränderung beim FC Sion

Nach 15 Niederlagen in Serie gegen die Young Boys gewinnt Sion verdient einen Punkt. Auch Neuzuzug und Ex-YB-Liebling Guillaume Hoarau darf mitmischen.

Nach 65 Minuten schlenderte Guillaume Hoarau im rotweiss-gestreiften Trikot des FC Sion auf den Rasen des Tourbillon Stadions. Für seine neuen Copains verkörperte er Hoffnung, Zuversicht, Aufwind. Für seine alten Kollegen der Young Boys symbolisierte er Nostalgie. Hoarau – der Star, Skorer, Künstler – hat die Seiten gewechselt, wechseln müssen.

Auch in der Beziehung zwischen dem FC Sion und den Young Boys haben sich Dinge verändert. Die Young Boys hatten gegen den FC Sion die vergangenen 15 Spiele in der Meisterschaft allesamt gewonnen. Sie hatten die Walliser in diesen viereinhalb Jahren oft dominiert, mehrmals fast geknüppelt und manchmal gar lächerlich gemacht.

Doch jetzt stand ihnen unvermittelt ein Gegner mit Selbstbewusstsein, physischer Stärke und einem klaren Plan gegenüber. Ein Gegner, der beseelt und gefestigt wirkt im Vergleich mit dem Zustand in der inferioren vergangenen Saison.

YB kassiert mehr Schläge

Der FC Sion und die Young Boys trennten sich in einem intensiven, lebendigen und phasenweise guten Spiel 0:0 (hier finden Sie den Liveticker zum Nachlesen). Es war das gerechte Resultat, die logische Konsequenz eines Duells zweier Teams, die einander alles abverlangten.

Hoarau hatte in der 84. Minute die Chance, den FC Sion zum Sieg zu schiessen. Doch so viel Kitsch wäre lächerlich gewesen. Für die Young Boys war der Match im Wallis das dritte schwierige Spiel nach dem Ausscheiden im Europacup gegen Midtjylland und dem harzigen Saisonstart gegen den FC Zürich.

Es wirkt, als seien sie den Gegnern in der Schweiz ähnlicher geworden, als passiere gerade eine Nivellierung nach unten. Die Young Boys leiden mehr als in den vergangenen drei Saisons, sie kassieren mehr Schläge, werden härter angegangen, machen mehr Fehler.

Der Unterschied in der Klasse zeigte sich im Match gegen den FC Sion nur, wenn Miralem Sulejmani und Nicolas Ngamaleu den Gegner mit Finten, Drehungen, Dribblings oder klugen Pässen überraschten. Ansonsten fehlte es YB an Kreativität, an guten, schnellen Gedanken, an der letzten Bestimmtheit.

Dass Ngamaleu, ein Künstler im Team und der beste YB-Spieler an diesem Abend, das 1:0 notgedrungen mit der Fussspitze schoss und das Tor aber vom VAR aberkannt wurde, war Ausdruck von Berner Schwerfälligkeit. Davon, dass YB die Selbstverständlichkeit verloren hat. Und dann stiess der Innenverteidiger Jordan Lefort in der Feldmitte den Sittener Patrick Luan um und erhielt die gelbe Karte. Der Goalie David von Ballmoos stürmte aus dem Tor, schrie, intervenierte. Und plötzlich wurde bei YB eine Nervosität offenbar, die befremdend wirkt.


https://www.bernerzeitung.ch/hoarau-und ... 3403579265

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 Beitrag Verfasst: Samstag 26. September 2020, 21:59 
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Bei Remis im Wallis

Hoarau schlittert am Traum-Debüt vorbei

0:0 trennen sich Sion und YB. Dabei macht Guillaume Hoarau sein Debüt für die Walliser und schreibt fast Geschichte.

Das Spiel: In der 65. Minute ist es soweit: Guillaume Hoarau kommt gegen seinen Herzensklub YB zum Sion-Debüt. Bis dahin schlägt sich sein neuer Verein Sion stark. Die Partie ist von harten Zweikämpfen geprägt. Kein Meter schenken sich die beiden Teams. Sion soll wieder zur alten Heimstärke finden, gegen YB zeigt Sion sein neues, altes Gesicht.

In der 31. Minute schafft es YB, die Sion-Abwehr zu überwinden. Plötzlich steht Fassnacht mutterseelenalleine vor Keeper Fickentscher, chippt den Ball über den Keeper, scheitert dann aber am Pfosten. Eine enge Sache! Sowieso entscheiden die Partie Zentimeter. Kurz vor der Pause trifft Itaitinga zur vermeintlichen Führung. Der Brasilianer steht aber Zentimeter im Abseits. Und auch YB jubelt vergebens: Ngamaleu trifft in der 64. Minute, der Treffer zählt aber nicht, weil Fassnacht das Leder zuvor mit dem Arm streift.

Und Hoarau? Das Märchen wäre fast perfekt gewesen! Khasa spielt einen flachen Pass in den Strafraum, Hoarau erwischt den Ball aber nicht richtig und verpasst die Sensation nur ganz knapp.

Die Tore: Fehlanzeige.

Der Beste: Auch wenn ihm zwei weite Bälle mit dem Fuss misslingen: Sion-Goalie Kevin Fickentscher hält die Null und damit den Sion-Punkt fest mit einem Big Save in der Nachspielzeit gegen seinen Kumpel Vincent Sierro.

Der Schlechteste: Birama Ndoye hat zweimal Riesendusel nach seinen beiden grossen Böcken. Erst trifft Fassnacht die Lattenunterkante (31.). Dann schaut der VAR beim vermeintlichen 0:1 genau hin und detektiert ein Handspiel von Fasi (64.).

Das gab zu reden: In der 65. Minute ist es soweit: Guillaume Hoarau spielt in der Schweiz erstmals für einen anderen Klub als YB, als er Baltazar ersetzt. Das geht unter wenig Applaus, null Glamour und kaum Emotionen vonstatten. Einfach so. Hoarau kommt. Baltazar geht.

So gehts weiter: YB spielt am Donnerstag (20:30 Uhr) gegen Tirana um die Europa-League-Qualifikation. In der Liga müssen die Berner am Sonntag (16 Uhr) gegen Aufsteiger Vaduz ran. Sion spielt am Samstag (19 Uhr) im Tessin gegen Lugano.

Sion – Young Boys 0:0

Tourbillon, 1000 Anwesende, SR: Bieri (5)


Sion: Fickentscher; Martic, Bamert, Ndoye, Iapichino; SereyDie; Tosetti, Baltazar, Grgic, Itaitinga; Patrick Luan.

YB: Von Ballmoos; Hefti, Camara, Lefort, Garcia; Sulejmani, Lustenberger, Sierro, Ngamaleu; Fassnacht; Nsame.

Einwechslungen:
Sion: Hoarau (65. für Baltazar), Edgar André (75. für Patrick Luan), Khasa (75. für Tosetti), Theler (91. für Iapichino), Ruiz (91. für Grgic)

YB:Elia (65. für Sulejmani), Gaudino (82. Für Ngamaleu), Siebatcheu (92. für Nsame), Mambimbi ( für Elia)

Gelb:
6. Bamert. 20. Camara. 57. Lefort. 75. Garcia (alle Foul)

Bemerkungen:

Sion ohne Kabashi, Andersson (verletzt), Abdellaoui
(gesperrt). – YB ohne Aebischer, Spielmann, Martins,
Lauper, Petignat (verletzt), Zesiger (gesperrt). – 31.
Lattenschuss Fassnacht. 72. Pfostenschuss Sierro.


https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 13797.html

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 Beitrag Verfasst: Samstag 26. September 2020, 22:02 
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Attraktives 0:0 im Tourbillon

Sion knöpft YB einen Punkt ab

- Sion holt gegen YB in der 2. Runde der Super League einen Punkt, die beiden Teams trennen sich 0:0.
- Trotz zahlreicher Torchancen gelingt keiner der beiden Mannschaften im Tourbillon ein Tor.
- Guillaume Hoarau kommt gegen seinen Ex-Klub zum Debüt im Sion-Dress.
- In der 2. Partie vom Samstagabend spielen Zürich und Lugano 2:2.

Endlich schien der Knoten für die Young Boys im Wallis geplatzt zu sein. Mehr als eine Stunde war im Tourbillon gespielt, als Nicolas Moumi Ngamaleu nach starker Ballkontrolle zum 1:0 für die Gäste einnetzte. Der Ball lag bereits wieder auf dem Anspielpunkt, als sich der VAR bei Schiedsrichter Alain Bieri meldete. Der Grund: Bevor Ngamaleu das Leder an den Füssen hatte, berührte Christian Fassnacht den Ball mit dem Arm – Handspiel und Annullierung des Tors.

In den Schlussminuten zog sich das Heimteam weit zurück, liess YB gewähren. In der Nachspielzeit wurde es noch einmal richtig gefährlich. Nach einem Berner Eckball rettete Sion-Keeper Kevin Fickentscher gegen Vincent Sierro, der den Nachschuss an den Pfosten knallte. Es blieb beim 0:0.

Spielfreudige Mannschaften

Doch das Ergebnis wurde der Partie keineswegs gerecht. Bereits in Durchgang Nummer 1 wussten beide Mannschaften mit attraktivem Offensivfussball die Zuschauer im Wallis zu begeistern. Trotz der harten Gangart beider Teams waren einige ausgezeichnete Möglichkeiten zu verzeichnen:

- 29. Minute: Glanzparade von David von Ballmoos. Geoffroy Serey Die wird im offensiven Mittelfeld nicht angegangen und zieht aus rund 30 Metern einfach mal ab. Der YB-Keeper kann das Geschoss gerade noch über die Latte lenken.
- 31. Minute: Auf der anderen Seite müsste Fassnacht eigentlich zur Führung treffen. Nach einem perfekt gespielten Konter findet sich der Berner alleine vor Fickentscher wieder, trifft mit seinem Heber aber die Latte.
- 45. + 1 Minute: In der Nachspielzeit der 1. Halbzeit trifft Itaitinga zur vermeintlichen Führung. Der Sittener startete aber aus einer Abseitsposition.

Hoarau mit Sion-Debüt

Ein weiterer Höhepunkt war sicherlich die Einwechslung von Guillaume Hoarau (65.). Der langjährige YB-Spieler gab ausgerechnet gegen seinen Ex-Klub sein Debüt im Sion-Dress. Einzig in der 84. Minute fiel der Franzose mit einer Strafraumaktion auf, die von der Berner Defensive aber geklärt werden konnte.

So geht es weiter

Für Sion ist es der erste Punkt in dieser Saison, die Walliser können sich vorübergehend vom Tabellenende lösen und treffen in der nächsten Runde auf Lugano. YB lässt erstmals Federn und empfängt nächste Woche Aufsteiger Vaduz.


https://www.srf.ch/sport/fussball/super ... n-punkt-ab

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 Beitrag Verfasst: Samstag 26. September 2020, 22:10 
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YB und der FC Sion trennen sich im Wallis torlos

Keine Tore zwischen YB und dem FC Sion. Die beiden Teams liefern sich eine intensive Schlacht – doch sogar Sion-Joker Guillaume Hoarau bleibt ohne Treffer.

Das Wichtigste in Kürze

- YB und der FC Sion trennen sich im Tourbillon torlos.
- Guillaume Hoarau kommt zu seinem Debüt für die Walliser, bleibt aber ohne Treffer.

Ein 0:0 muss nicht immer langweilig sein. Das beweisen der FC Sion und YB am Samstag im Tourbillon. Geboten werden Chancen auf beiden Seiten, mehrere aberkannte Tore – und das Sion-Debüt für Guillaume Hoarau.

Zweikampfstarke Walliser

Im Tourbillon geht es von Beginn an zur Sache. Der FC Sion zeigt sich wie schon vor Wochenfrist in St.Gallen sehr zweikampfstark. Die Walliser langen ordentlich zu – und lassen Meister YB damit kaum ins Spiel finden.

Zur Pause steht es 0:0 – doch beide Teams hätten in Führung können. Von Ballmoos pariert nach einer halben Stunde einen Distanzschuss von Serey Die. Und Christian Fassnacht trifft nach einem herrlichen YB-Konter mit Sulejmani nur die Latte.

Vor dem Pausenpfiff wird zudem ein Tor von Itaitinga wegen Abseits annulliert.

Auch ein Tor von YB aberkannt

Erst nach einer Stunde zappelt der Ball dann im Netz. Nicolas Moumi Ngamaleu profitiert von einem Schnitzer in der Sion-Abwehr und trifft. Doch weil Christian Fassnacht mit dem Arm dran war, wird auch dieser Treffer zurück genommen.

Die Walliser reagieren – und wechseln Guillaume Hoarau ein. Und tatsächlich kommt der Franzose nach 84 Minuten sogar zu einer grossen Chance. Doch der Traumstart bleibt ihm verwehrt.

Gegen Ende der Partie ist YB näher am Siegestreffer. Doch auch der Double-Sieger bleibt vor dem Tor zu harmlos.


https://www.nau.ch/sport/fussball/yb-un ... s-65789330

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 Beitrag Verfasst: Samstag 26. September 2020, 22:28 
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Hoarau verpasst Hollywood-Ende gegen YB knapp – FCZ verspielt Sieg trotz Überzahl

Sion – YB 0:0

Nach einem Unterbruch von fast auf den Tag genau vier Jahren hat der FC Sion in der Meisterschaft wieder einmal nicht verloren. Das 0:0 im Tourbillon war einigermassen gerecht. Nach 15 vergeblichen Versuchen in Folge konnte Sion gegen YB in der Meisterschaft wieder einmal punkten. Letztmals hatten die Sittener Ende September 2016 gegen YB einen Punkt geholt – damals ebenfalls mit einem 0:0 im Tourbillon.

Bei Druckperioden um die Pause herum und in der Schlussphase zeigten die Berner, warum sie und nicht der FC Sion Meister sind. Über die 90 Minuten gesehen, verdiente sich die Mannschaft von Trainer Fabio Grosso den Punkt jedoch mit einer aufopfernden Leistung.

In der ersten Halbzeit waren beide Mannschaften je einmal nahe am Führungstor. Geoffroy Serey Die zwang YB-Goalie David von Ballmoos mit einem seiner bekannten kräftigen Weitschüsse zu einer ausgezeichneten Parade. Nur Zentimeter fehlten nach einer guten halben Stunde zur Führung der Berner. Nach einem schön gespielten Konter mit Miralem Sulejmani traf Christian Fassnacht mit einem Lob über Kevin Fickentscher hinweg die Latte. Die Torumrandung, den Pfosten, traf für YB in der 92. Minute auch der Ur-Walliser Vincent Sierro, allerdings aus sehr spitzem Winkel.

Hoarau rutscht am Siegtreffer vorbei

65 Minuten lang kam Guillaume Hoarau darum herum, mit zwei Herzen in der Brust gegen «seine» Young Boys spielen zu müssen. Der Franzose entledigte sich der Aufgabe nach seiner Einwechslung so, dass er sich zuletzt kein Gewissen machen musste. Er setzte sich für die neue Mannschaft generös ein, ohne der alten Mannschaft irgendeinen Schaden zuzufügen. In der 84. Minute hat der Franzose aber plötzlich das 1:0 auf dem Fuss, doch er trifft aus kurzer Distanz den Ball nicht richtig.

Hoarau über seinen Sion-Einstand:

«Ich bin müde, glücklich und ein bisschen enttäuscht. Natürlich hätte ich diesen Treffer machen können.»

In den Meisterschaftsspielen über die kurze Sommerpause hinweg war es für die Mannschaft von Trainer Gerardo Seoane der erste Punktverlust nach sieben Siegen. Auch brachte die Berner erstmals seit zwölf Meisterschaftsspielen kein Tor zustande.

Sion - Young Boys 0:0
1000 Zuschauer. - SR Bieri.
Sion: Fickentscher; Martic, Bamert, Ndoye, Iapichino (91. Theler); Serey Die; Baltazar (65. Hoarau), Grgic (91. Ruiz); Tosetti (76. Khasa), Luan (76. André), Itaitinga.
Young Boys: Von Ballmoos; Hefti, Camara, Lefort, Garcia; Moumi Ngamaleu (82. Gaudino), Sierro, Lustenberger, Sulejmani (65. Elia); Fassnacht (92. Mambimbi); Nsame (92. Siebatcheu).
Bemerkungen: Sion ohne Abdellaoui (gesperrt), Andersson, Kabashi (beide verletzt). Young Boys ohne Zesiger (gesperrt), Aebischer, Martins, Spielmann Lauper und Petignat (alle verletzt). 31. Lattenschuss Fassnacht. 92. Pfostenschuss Sierro. Verwarnungen: 6. Bamert (Foul), 20. Camara (Foul), 57. Lefort (Unsportlichkeit), 75. Garcia (Foul).


https://www.watson.ch/sport/super%20lea ... ur-fast-ab

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 Beitrag Verfasst: Samstag 26. September 2020, 22:32 
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Sion - Young Boys 0:0

Erster Sittener Punktgewinn gegen YB seit 4 Jahren

Nach einem Unterbruch von fast auf den Tag genau vier Jahren verliert der FC Sion in der Meisterschaft gegen YB wieder einmal nicht. Das 0:0 im Tourbillon ist einigermassen gerecht.

Nach 15 vergeblichen Versuchen in Folge konnte Sion gegen YB in der Meisterschaft wieder einmal punkten. Letztmals hatten die Sittener Ende September 2016 gegen YB einen Punkt geholt - damals ebenfalls mit einem 0:0 im Tourbillon.

Bei Druckperioden um die Pause herum und in der Schlussphase zeigten die Berner, warum sie und nicht der FC Sion Meister sind. Über die 90 Minuten gesehen, verdiente sich die Mannschaft von Trainer Fabio Grosso den Punkt jedoch mit einer aufopfernden Leistung.

In der ersten Halbzeit waren beide Mannschaften je einmal nahe am Führungstor. Geoffroy Serey Die zwang YB-Goalie David von Ballmoos mit einem seiner bekannten kräftigen Weitschüsse zu einer ausgezeichneten Parade. Nur Zentimeter fehlten nach einer guten halben Stunde zur Führung der Berner. Nach einem schön gespielten Konter mit Miralem Sulejmani traf Christian Fassnacht mit einem Lob über Kevin Fickentscher hinweg die Latte. Die Torumrandung, den Pfosten, traf für YB in der 92. Minute auch der Ur-Walliser Vincent Sierro, allerdings aus sehr spitzem Winkel.

Diplomatischer Hoarau

65 Minuten lang kam Guillaume Hoarau darum herum, mit zwei Herzen in der Brust gegen "seine" Young Boys spielen zu müssen. Der Franzose entledigte sich der Aufgabe nach seiner Einwechslung so, dass er sich zuletzt kein Gewissen machen musste. Er setzte sich für die neue Mannschaft generös ein, ohne der alten Mannschaft irgendeinen Schaden zuzufügen.

In den Meisterschaftsspielen über die kurze Sommerpause hinweg war es für die Mannschaft von Trainer Gerardo Seoane der erste Punktverlust nach sieben Siegen. Auch brachte die Berner erstmals seit zwölf Meisterschaftsspielen kein Tor zustande.


Telegramm und Rangliste

Sion - Young Boys 0:0

1000 Zuschauer. - SR Bieri.

Sion: Fickentscher; Martic, Bamert, Ndoye, Iapichino (91. Theler); Serey Die; Baltazar (65. Hoarau), Grgic (91. Ruiz); Tosetti (76. Khasa), Luan (76. André), Itaitinga.

Young Boys: Von Ballmoos; Hefti, Camara, Lefort, Garcia; Moumi Ngamaleu (82. Gaudino), Sierro, Lustenberger, Sulejmani (65. Elia); Fassnacht (92. Mambimbi); Nsame (92. Siebatcheu).

Bemerkungen: Sion ohne Abdellaoui (gesperrt), Andersson, Kabashi (beide verletzt). Young Boys ohne Zesiger (gesperrt), Aebischer, Martins, Spielmann Lauper und Petignat (alle verletzt). 31. Lattenschuss Fassnacht. 92. Pfostenschuss Sierro. Verwarnungen: 6. Bamert (Foul), 20. Camara (Foul), 57. Lefort (Unsportlichkeit), 75. Garcia (Foul).

Rangliste: 1. Lugano 2/4 (4:3). 2. Young Boys 2/4 (2:1). 3. Lausanne-Sport 1/3 (2:1). 4. St. Gallen 1/3 (1:0). 5. Basel 1/1 (2:2). 5. Vaduz 1/1 (2:2). 7. Zürich 2/1 (3:4). 8. Sion 2/1 (0:1). 9. Luzern 1/0 (1:2). 9. Servette 1/0 (1:2).


https://www.aargauerzeitung.ch/sport/fu ... -139298691

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