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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 27. August 2020, 19:08 
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CUPFINAL YB – FCB:

Fanarbeiter wollen nötigenfalls Masken verteilen

Am Sonntag wird in Bern der Cupfinal ausgetragen. Schiesst sich YB zum Sieg, so holen sich die Berner das Double. Die Stadt Bern bittet Fans in Kleingruppen und mit Abstand zu feiern.

Darum gehts

- YB kann am Sonntag das Double holen.
- Die Stadt bittet Fans, bei einem allfälligen Sieg trotzdem Abstand zu wahren.
- Die Fanarbeiter rechnen nicht mit grossem Menschenaufkommen, wappnen sich aber trotzdem.

Gewinnt am Sonntag der BSC YB im Cupfinal gegen den FC Basel, so hat er es geschafft: Die Young Boys wären Schweizermeister und Cup-Gewinner in der gleichen Saison. Eine Sensation, die Gelb-Schwarz zuletzt vor über 60 Jahren gelang. Die Vorfreude bei den Fans ist entsprechend gross: «Es wäre das Tüpfelchen auf dem i. Zuerst der Hattrick, dann noch das Double. Das wäre richtig fett», so YB-Fan Beni W. Aber selbst wenn seine Mannschaft am Sonntag den Sieg hole, so trübe Corona die Festlaune «halt massiv».» Normalerweise hätte ich am Montag bereits vorsorglich freigenommen, um dann bei einem Sieg die ganze Nacht mit meinen Freunden zu feiern.» Aber bereits die Meisternacht habe gezeigt, dass dies derzeit nicht gehe: «Uns wurde der Zutritt zur Aarbergergasse verwehrt, und sonst lief nichts in der Stadt.» Er habe seinen Chef bereits informiert, dass er am Montag zur Arbeit erscheinen werde. «Ich und meine Freunde werden den Match bei einem Kumpel schauen und dort bleiben.»

Des einen Freud, des anderen Leid

Dies ist ganz im Sinne der Behörden. Diese appellieren an die Fans, das Spiel am Bildschirm in Kleingruppen und auf Distanz zu verfolgen. «Es gilt nach wie vor, die Hygiene- und Abstandsregeln konsequent einzuhalten, um eine Weiterverbreitung des Coronavirus zu verhindern», so Sicherheitsdirektor Reto Nause. Wie bereits beim Meisterschaftsspiel sei es Wirten erlaubt, das Spiel auf Bildschirmen zu zeigen – sofern die nötigen Schutzmassnahmen eingehalten würden. «Bernerinnen und Berner können das Spiel so quasi im dezentralen Public Viewing schauen und gemeinsam mitfiebern – einfach im kleineren Rahmen.» Die Stadt appelliere an die Eigenverantwortung der Fans. Übertragungen seien unbedingt zu vermeiden, um zu einer Eindämmung der Pandemie beizutragen.

Szenen wie am 31. Juli will man bei der Stadt nicht nochmals sehen. In der Meisternacht hatten sich in der Aarbergergasse grössere Menschenansammlungen gebildet; die Kapo Bern musste daraufhin den Zugang zur Gasse regulieren. Sollten sich am Sonntag erneut zu viele Menschen dort aufhalten, würde das Vorgehen wiederholt. Nause fügt an: «Im Falle eines Sieges des BSC YB wird die Mannschaft nicht in der Stadt erscheinen.» Dies sei mit YB so vereinbart, um Menschenansammlungen zu vermeiden. «Der Cupsieger 2020, ob Basel oder YB, wird seine Mannschaft und den Pokal leider nicht den Fans präsentieren können», sagt Albert Studenmann, Sprecher von YB zu «20 Minuten». Das traditionelle Fussballfest finde dieses Jahr fast ohne Publikum statt, «das bedauern wir natürlich sehr». Dennoch sei die Vorfreude auf den Cupfinal sehr gross. «Wir appellieren an die Fans, sich an die Hygienevorschriften zu halten und sich nicht in grösseren Gruppen zu versammeln.»

Schlechtes Wetter und Sonntag

Lukas Meier von der Fanarbeit Bern rechnet nicht damit, dass es viele Fans in die Innenstadt ziehen wird: «Es ist Sonntag; viele müssen am nächsten Tag arbeiten, und die Wetterprognosen sind schlecht.» So oder so hätten sich die Fans bereits an die Covid-19-Regeln gewöhnt und seien sehr sensibilisiert für die Thematik. Auch in der Meisternacht hätten sich 99,9 Prozent der Fans daran gehalten: «Wenn nicht Corona gewesen wäre, hätten 30’000 Fans an diesem 1.-August-Wochenende in den Strassen getanzt.» Trotzdem will die Fanarbeit in den nächsten Tagen nochmals einen Online-Aufruf bezüglich der Schutzmassnahmen veröffentlichen. Am Sonntag selber werden zudem Flyer an neuralgischen Punkten verteilt. Meier: «Und wir werden persönlich in der Aarbergergasse anwesend sein und Masken verteilen, sollte dies nötig werden.»


https://www.20min.ch/story/fanarbeiter- ... 2745483502

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 27. August 2020, 19:11 
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YB-Cupfinal: Public-Viewing in der Stadt Bern erlaubt

Wie auch schon beim Meisterschaftsspiel, erlaubt die Stadt Bern den YB-Fans das Cupfinal in der Stadt mitzuverfolgen. Ziel ist es, möglichst viele Zuschauer über die ganze Stadt zu verteilen. Trotz Sicherheitsmassnahmen appelliert die Sicherheitsdirektion an die Eigenverantwortung der Fussballenthusiasten. Bei einem Cupsieg kommt es aber trotzdem zu keiner Freinacht.


https://www.telebaern.tv/telebaern-news ... -138914123

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 Beitrag Verfasst: Freitag 28. August 2020, 15:55 
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BSC YB redet Fussballfans ins Gewissen

Der Berner Fussballclub YB ermahnt die Fans, anlässlich des Cupfinals vom Sonntag die Corona-Hygienevorschriften einzuhalten. Dazu gehöre auch, sich nicht in grösseren Gruppen zu versammeln, schreibt der Verein in einer Mitteilung vom Freitag.

Im Berner Wankdorfstadion stehen sich am Sonntag der BSC YB und der FC Basel im Cupfinal gegenüber. Das Spiel findet praktisch unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Die siegreiche Mannschaft wird das Feiern auf die paar Minuten nach Spielende auf dem Stadionrasen beschränken. Die Spieler werden sich auch nicht in der Stadt unter die Fans mischen.

Als YB Ende Juli die Schweizer Fussballmeisterschaft gewann, kam es vor allem in der Berner Aarbergergasse zu grösseren Menschenansammlungen. Die Corona-Hygieneregeln wurden in der Festfreude teilweise nicht oder zu wenig beachtet.

Auch die Stadt Bern hat bereits an die Fans appelliert, sich dieses Mal besser an die Regeln zu halten. Statt in grossen Ansammlungen in der Berner Vergnügungsmeile an der Aarbergergasse zu feiern, sollten die Fans das Spiel zu Hause am Bildschirm oder in den verschiedenen Beizen, verteilt über die ganze Stadt, geniessen.


https://www.nau.ch/ort/bern/bsc-yb-rede ... n-65770701

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 Beitrag Verfasst: Freitag 28. August 2020, 16:05 
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1987 holte YB letztmals den Cup

DJ Prytz sorgt für Stimmung

Der schwedische Mittelfeldstratege hat wesentlichen Anteil am Meistertitel von YB 1986 – und er spielt auch beim bislang letzten Cupsieg 1987 gegen Servette eine zentrale Rolle.

Dieser Moment – wie könnte er ihn vergessen. Es ist der 8. Juni 1987, Pfingstmontag, Cupfinal im Wankdorf, YB trifft auf Servette. 1:1 steht es zur Pause, dann bricht die 55. Minute an. Dario Zuffi zieht in den Strafraum, geht zu Boden, gefoult von einem Genfer, Penalty. Der «Zehner» schnappt sich den Ball, in solchen Momenten führt kein Weg an ihm vorbei. Die Szene ist auch 33 Jahre danach jederzeit abrufbar. «Der Goalie spekuliert, dass ich die linke Ecke wähle, aber ich entscheide mich für die rechte», sagt Robert Prytz.

Es ist das 2:1 in einem Match, der erst in der Verlängerung entschieden wird. Die Young Boys setzen sich 4:2 durch, sie feiern ihren sechsten und bislang letzten Cupsieg – danach verabschiedet sich Prytz. Er wechselt in die Bundesliga zu Bayer Uerdingen.

Aber wer könnte einen wie ihn je vergessen? Einen Spielmacher, dem der Ball gehorchte. Einen Schweden, der das Leben liebte, überall mit seinem CD-Player und Lautsprechern im Rucksack auftauchte? «Es war eine wunderbare Zeit», sagt der 60-Jährige, «und es war lustig.»

Buschauffeur? Von wegen!

Als Prytz im Januar 1986 nach Bern kommt, fällt der Empfang nicht überschwänglich aus. Der damalige «Bund»-Journalist Charles Beuret sieht ihn am Hallenturnier in Genf das erste Mal. Prytz steigt aus dem Teamcar, und Beuret kann sich danach in einer Glosse eine Bemerkung nicht verkneifen: Er habe zuerst gedacht, es handle sich um den neuen Buschauffeur. Klein, eher rundlich, nicht eben das Abbild eines drahtigen Profis – so kommt er daher. «Ein unscheinbares Mannli», sagt Martin Weber, damals bei YB ein kompromissloser Verteidiger, «man hörte verschiedene kritische Stimmen: Was habt ihr da für einen gekauft?»

Aber die Bedenken verfliegen schnell, die Leute sind entzückt, als sie Prytz das erste Mal auf dem Platz sehen. Er lenkt und denkt, und er rennt, er legt weite Wege zurück. Trainer Alexander Mandziara hat dafür gesorgt, dass der Neuankömmling fit wird. Die Kollegen beobachten begeistert die Entwicklung. Weber sagt: «Er war auf dem Feld viel unterwegs, hatte unheimlich viel Kraft und eine überragende Technik. Ihm hast du den Ball auch in Bedrängnis zuspielen können, er hat etwas Vernünftiges damit angefangen. Da ging die Post rassig ab.» Und: «Es hat sich ziemlich schnell keiner mehr abschätzig über ihn geäussert. Für mich ist er einer der besten Ausländer in der Vereinsgeschichte.»

Dario Zuffi, damals Stürmer und heute Assistenztrainer beim FC Winterthur, erinnert sich gerne an den Regisseur: «Wenn es drauf ankam, war er zur Stelle. Er fütterte die Offensivleute mit brauchbaren Bällen, zeigte mit dem Ball am Fuss seine Klasse und war oft in bemerkenswertem Tempo unterwegs.»

Faible für die Dire Straits

Prytz prägt YB während eineinhalb Jahren. 1986 bildet er nach seiner Ankunft im Duo mit Georges Bregy im Mittelfeld das Herzstück der Mannschaft, in der Rückrunde reiht das Team Sieg an Sieg. Zwölf sind es insgesamt in fünfzehn Runden. Nur eine Niederlage gibt es – beim 1:2 gegen Zürich zum Saisonabschluss, als der Meistertitel bereits feststeht. «Wir haben uns blind verstanden», sagt Bregy, «Robert war ein sensationeller Fussballer.»

Das Leben neben dem Rasen, das kostet er auch aus. «O ja», sagt er, «für mich war es immer auch wichtig, Spass zu haben.» Nach einem Auswärtssieg gibt er den DJ, in der hintersten Reihe des Cars hat er seinen Stammplatz, und er bevorzugt die Dire Straits. «‹Walk of Life›!», ruft er in Malmö ins Telefon, «das lief immer wieder.»

Seine Laufbahn ist reich an Stationen. Die Reise führt von Uerdingen nach Italien, in der Serie A werden Atalanta Bergamo und Hellas Verona seine Arbeitgeber. Er trifft auf Diego Maradona, der in Diensten von Napoli steht, er sagt: «Er war unfassbar stark, unerreichbar für alle anderen.» Und nie, sagt er, habe er einen besseren Mitspieler gehabt als den Serben Dragan Stojkovic in Verona.

Comeback in Bern wegen Conz

Via Malmö kehrt Prytz 1995 noch einmal für ein paar Monate zu YB zurück, um einem alten Weggefährten zu helfen. Jean-Marie Conz, mit dem er befreundet ist und der 1986/87 sein Teamkollege war, ist inzwischen Trainer. Anfang 1997 verabschiedet er sich zum zweiten Mal und verbringt den Rest seiner Laufbahn bei verschiedenen schottischen Vereinen. Mit 46 Jahren kickt er immer noch auf Amateurstufe, seine fussballerischen Fähigkeiten verlernt er auch mit dem Alter nicht.

Der 56-fache schwedische Nationalspieler versucht sich als Trainer, assistiert bei Hamilton Academical FC. Aber irgendwie will das nicht klappen in dieser Rolle. Prytz, zweifacher Familienvater, hört auf. Nach der Scheidung kehrt er 2008 von Glasgow in seine Heimat Malmö zurück und sucht Arbeit. Einmal lässt er sich von einer Zügelfirma anstellen und schleppt Kisten und Möbel, einmal installiert und reinigt er Zapfhahnen in Restaurants und Pubs. In Zeiten von Corona ist die Auftragslage dünn geworden, Prytz hat darum aktuell keinen Job. Also kostet er die sommerlichen Tage in Schweden aus, im Wissen, dass er sich wieder nach einer Einnahmequelle umsehen muss: «Es ist nicht so, dass ich Million um Million verdiente. Und eben: Ich genoss mein Leben.»

«Ich drücke die Daumen!»

Gesammelt hat er in all den Jahren viele Erfahrungen. Und er lernte Fremdsprachen, ein paar Brocken Deutsch sind noch hängengeblieben. Er verfolgt den Fussball mit Interesse, «ich schaue immer, wie meine ehemaligen Mannschaften dastehen. Natürlich freue ich mich extrem, dass YB dreimal in Serie den Titel geholt hat.» Die Kontakte nach Bern beschränken sich auf Whatsapp-Nachrichten mit Lars Lunde, aber gerade Martin Weber ist bemüht darum, Prytz einmal für einen Legenden-Match einzuladen.

Aus der Ferne wird er mitverfolgen, wie YB am Sonntag im Cupfinal abschneidet. «Schöne Grüsse nach Bern», sagt er zum Schluss, «ich drücke die Daumen!»


https://www.bernerzeitung.ch/dj-prytz-s ... 9604889677

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 Beitrag Verfasst: Freitag 28. August 2020, 16:06 
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Cupfinal und Corona

YB redet Fans ins Gewissen

Am Sonntag spielen die Berner Young Boys im Wankdorf-Stadion gegen den FC Basel um den Schweizer Cup. Der BSC YB appelliert an seine Fans, sich an die Corona-Regeln zu halten.

Der Berner Fussballclub YB ermahnt die Fans, anlässlich des Cupfinals vom Sonntag die Corona-Hygienevorschriften einzuhalten. Dazu gehöre auch, sich nicht in grösseren Gruppen zu versammeln, schreibt der Verein in einer Mitteilung vom Freitag.

Im Berner Wankdorfstadion stehen sich am Sonntag der BSC YB und der FC Basel im Cupfinal gegenüber. Das Spiel findet praktisch unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Die siegreiche Mannschaft wird das Feiern auf die paar Minuten nach Spielende auf dem Stadionrasen beschränken. Die Spieler werden sich auch nicht in der Stadt unter die Fans mischen.

Meisterparty in der Aarbergergasse

Als YB Ende Juli die Schweizer Fussballmeisterschaft gewann, kam es vor allem in der Berner Aarbergergasse zu grösseren Menschenansammlungen. Die Corona-Hygieneregeln wurden in der Festfreude teilweise nicht oder zu wenig beachtet.

Auch die Stadt Bern hat bereits an die Fans appelliert, sich dieses Mal besser an die Regeln zu halten. Statt in grossen Ansammlungen in der Berner Vergnügungsmeile an der Aarbergergasse zu feiern, sollten die Fans das Spiel zu Hause am Bildschirm oder in den verschiedenen Beizen, verteilt über die ganze Stadt, geniessen.


https://www.bernerzeitung.ch/yb-redet-f ... 7557209830

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 Beitrag Verfasst: Freitag 28. August 2020, 17:48 
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94 Cupfinals gabs bisher, aber noch nie YB vs. Basel

Der verrückteste Cupfinal aller Zeiten

Eine verrückte Premiere. Ein erboster Trainer. Schlüsselspieler in Quarantäne. Corona-Fälle beiderseits. Keine Fans. YB vs. Basel ist der 95. Cupfinal. Vielleicht der verrückteste aller Zeiten!

Wie oft hat YB gewonnen? Wie oft Basel? Die Antwort ist unfassbar: Die beiden Teams standen schon in 36 Endspielen. Aber nie gegeneinander! 94 Cupfinals sind ausgetragen worden. Es gab exotische Paarungen wie La Chaux-de-Fonds gegen Grenchen oder Lugano gegen Winterthur. Aber YB gegen Basel, die beiden in diesem Jahrtausend unseren Fussball dominierenden Vereine? Fehlanzeige.

«YB ist der Favorit»

Umso brisanter, spezieller, verrückter diese Premiere! «Es geht gegen Basel. Das ist eine tolle Affiche und die Spiele sind immer geil», sagt YB-Flügel Christian Fassnacht.

Basel-Coach Marcel Koller seinerseits schiebt die Favoritenrolle elegant Gelbschwarz zu: «YB ist der Favorit, die Berner sind Meister und spielen im eigenen Stadion.» Eine Anspielung auf den Kunstrasen, natürlich. Und dass YB im eigenen Stadion in der abgelaufenen Saison kein einziges nationales Heimspiel verloren hat. Einzig das Europa-League-Duell gegen Porto, die Nummer 19 Europas.

«Aber», so Koller, «wir können im Wankdorf und auf Kunstrasen gewinnen. Das zu wissen, ist gut für unser Selbstvertrauen.» Da ist sie, die Kampfansage des Zürchers, der immerhin Trainer ist der Nummer 24 von Europa. Nicht weit hinter Porto…

Angesäuerter Koller

Koller also kampfeslustig. Wohl auch, weil er total angesäuert ist. Und seinem Unmut über diverse Dinge in der Chefetage freien Lauf lässt. So zum Beispiel darüber, dass Ciri Sforza als neuer Trainer noch schnell vor dem Final präsentiert wurde: «Mit der Vorstellung hätte man warten können.» Schliesslich versuche seine Mannschaft sich in dieser Zeit auf das Spiel gegen YB zu konzentrieren. Und weiter: «Ich will nicht überheblich sein. Aber man müsste uns einen Orden verleihen für alles, was wir ertragen und aushalten mussten.»

Er spielt damit auf die Unruhe im Klub an, die ja zuletzt fast schon epische Ausmasse angenommen hat. Nur «das Team im Keller» halte noch zusammen und versuche alles zu geben. Gemeint ist natürlich die Mannschaft.

Quarantäne-Trio nicht mit dabei

Doch auch die ist dezimiert. Cömert, Cabral und Ramires stecken wegen ihres Sardinien-Ferientrips noch in Quarantäne, könnten am Wochenende daraus befreit werden. Sie sind also sicher nicht dabei. Allenfalls höchstens Samuele Campo, der vierte im unseligen Bunde.

Der Zauberfuss war «nur» isoliert, weil er mit dem Trio auf Sardinien war, aber zwei Tage früher zurückkam und im Gegensatz zu den anderen nicht Covid-19-positiv war. Er konnte am Freitag mit dem Team trainieren.

Corona-Fälle auch bei YB

Weil zudem Xhaka und Zuffi verletzt fehlen, könnte Campo ebenso als Joker im FCB-Kader auftauchen wie bei YB die sechs Wochen verletzte gewesene Klublegende Guillaume Hoarau in ihrem letzten Spiel für die Berner.

Die ihrerseits auch ihre Corona-Fälle haben: Ein Mitarbeiter im Umfeld der ersten Mannschaft, aber keiner aus dem Trainerstaff, weshalb die Vorbereitung nicht beeinträchtigt wurde. Dazu zwei Angestellte im Nachwuchsbereich.

«Mir fehlen auch alle Rechtsverteidiger»

Trainer Gerry Seoane könnte also in der FCB-Aufstellung die eine oder andere Überraschung erleben. Das bereitet ihm kein Kopfweh. «Wenn ein oder zwei Spieler fehlen, wirft dies das Konzept des Gegners nicht über den Haufen. Mir fehlen auch alle Rechtsverteidiger. Es wird nun immer wieder vorkommen, dass es in Mannschaften Corona-Fälle hat.»

An diese Realität, so der zweifache Meistercoach, müsse man sich gewöhnen. «Wir haben so viele Mitarbeiter, da kann es mal einen erwischen. Wie in der Bäckerei. Wir können nicht mehr machen, als alle nötigen Vorkehrungen zu treffen. Und das mindert den Wert eines Cupsiegs auch nicht», sagt der Luzerner, der weder als Spieler noch als Trainer jemals in einem Cupfinal stand.

Jetzt also die verrückte Premiere. Gewiss ist: Seoane wird sie niemals vergessen. Wer den Pokal auch immer holt.


https://www.blick.ch/sport/fussball/cup ... 66288.html

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 Beitrag Verfasst: Freitag 28. August 2020, 21:34 
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Cupfinal gegen Basel: YB will sich am Sonntag das Double holen

Am Sonntag spielt der BSC YB gegen den FC Basel im Berner Wankdorf Stadion um den Cup-Titel. Nach 33-jähriger Pause erhofft sich YB jetzt den Cupfinal zu gewinnen und sich so das Double zu holen.


https://www.telebaern.tv/telebaern-news ... -138929119

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 Beitrag Verfasst: Freitag 28. August 2020, 21:37 
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Fussballcupfinal 2020: Auf Distanz mitfiebern

Am Sonntag spielen die Young Boys gegen den FC Basel um den Sieg im Schweizer Fussballcup.

Der Schweizer Fussballcupfinal findet am kommenden Sonntag, 30. August, im Wankdorfstadion in Bern statt. Aufgrund der anhaltenden Pandemie ist die Besucherzahl für dieses Spiel nach wie vor begrenzt.

Berner Gastgewerbebetrieben ist es aber, wie schon bei der Fussballmeisterschaft, erlaubt, das Spiel auf Bildschirmen unter Einhaltung der notwendigen Schutzkonzepte auf bewilligten Aussenbestuhlungsflächen zu zeigen. «Bernerinnen und Berner können das Spiel so quasi im dezentralen Public Viewing schauen und gemeinsam mitfiebern – einfach im kleineren Rahmen», sagt Sicherheitsdirektor Reto Nause.

Spiel dezentral und in kleinen Gruppen verfolgen

Die Stadt Bern appelliert weiterhin an die Eigenverantwortung der Bevölkerung, die notwendigen Distanzen und Hygieneregeln einzuhalten und in kleineren Gruppen, verteilt auf die Stadt, das Spiel zu geniessen. Übertragungen des Virus sind unbedingt zu vermeiden, um zu einer Eindämmung der Pandemie beizutragen.

Am 31. Juli 2020 hatte sich anlässlich des Meistertitels in der Aarbergergasse eine zu grosse Menschenansammlung gebildet, worauf der Zugang zur Gasse eingeschränkt werden musste. Sollte es in der Innenstadt wieder zu Menschenansammlungen kommen, namentlich in der Aarbergergasse, hat die Stadt Bern die Kantonspolizei Bern beauftragt, den Zugang erneut zu regulieren.

Im Falle eines Sieges des BSC YB, wird die Mannschaft nicht in der Stadt erscheinen. Dies wurde mit den Verantwortlichen von YB so vereinbart, um grössere Menschenansammlungen zu vermeiden.


https://www.nau.ch/ort/bern/fussballcup ... n-65769738

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 Beitrag Verfasst: Freitag 28. August 2020, 21:44 
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YB vor dem Cupfinal gegen Basel

Wie ein grosses Eingeklemmtes

Neue und alte Saison vermischen sich. Da kann leicht vergessen gehen, dass die Young Boys am Sonntag Geschichte schreiben können.

Die Frage geht an Christoph Spycher: Fühlt sich das Spiel gegen Basel am Sonntag im Wankdorf überhaupt wie ein Cupfinal an? Das spezielle Feeling fehle noch, antwortet der YB-Sportchef. Er sei gerade im «Seich». Es gebe so viele Sachen zu erledigen.

So ist das 2020, in diesem speziellen Jahr, das von der Corona-Pandemie geprägt wird. Nichts ist wie vorher, wenig wie angedacht. Auf den Final im Schweizer Cup übertragen, bedeutet das: Austragung Ende August statt am 24. Mai, ohne Zuschauer, eingeklemmt wie ein Sandwich zwischen alter und neuer Saison. Die grosse Affiche im Schweizer Fussball, bei der 95. Cup-Austragung erstmals überhaupt mit YB vs. Basel, droht zu einer Randnotiz zu verkommen.

Am Donnerstag empfängt Marco Wölfli im Stade de Suisse zum Abschiedsinterview. Am Vorabend beim Sieg in der zweiten Qualifikationsrunde der Champions League gegen die färöischen Halbprofis von Klaksvik sass die Goalie-Legende auf der Tribüne – am Sonntag wird er nach 463 Einsätzen für YB zum allerletzten Mal im Aufgebot stehen. Stammtorhüter David von Ballmoos trainiert derzeit gemeinsam mit der alten (Wölfli) und der neuen (Guillaume Faivre) Nummer 2.

Am Mittwoch spielten die Young Boys zudem in den neuen Trikots mit wunderbarem Retro-Kragen, am Sonntag werden sie noch einmal die alten Shirts überstreifen. Er fühle sich zwischen Vergangenheit und Zukunft hin- und hergerissen, sagt Spycher. «Das alles ist schon ein wenig surreal.»

Später teilt der Club mit, Stürmerlegende Guillaume Hoarau, dessen Vertrag am Sonntagabend auslaufen wird, werde zu einem späteren Zeitpunkt verabschiedet, dies soll in einem würdigen Rahmen vor hoffentlich vielen Zuschauern geschehen. In der gleichen Mitteilung kommuniziert YB, dass drei Mitarbeiter des Clubs positiv auf Corona getestet worden seien. Grosse Gefühle werden vom Virus zerstört.

Hinten rechts klafft eine Lücke

Und doch geht es immer weiter. Der Spielplan sieht keine Verschnaufpausen vor. Die Kaderplanung muss en passant erledigt werden. Es gilt zu improvisieren, statt zu studieren.

Nach nur 9 Tagen im Team kam Zugang Quentin Maceiras im Spiel gegen Klaksvik hinten rechts gleich zu seiner Premiere. Im Cupfinal ist er nicht spielberechtigt, wie auch Léo Seydoux, letztes Jahr an Xamax ausgeliehen. Und weil der FC Porto trotz etlichen Anfragen der Young Boys nicht einwilligte, die Ausleihe von Saidy Janko bis Ende August zu verlängern, klafft auf der Position der Rechtsverteidiger im Cupfinal eine grosse Lücke. Das weiss auch Gerardo Seoane. Darauf angesprochen, sagt der YB-Trainer salopp: «Machen Sie mir einen Vorschlag, wie ich aufstellen soll.» Eine Umstellung auf drei Verteidiger sei sicher eine Option. Ebenso, dass Nicolas Bürgy in einer Viererkette auf rechts rückt.

Es sei sehr schade, habe Porto dem Wunsch Jankos, zumindest noch den Cupfinal mit YB zu bestreiten, nicht entsprochen, sagt Spycher. Seit dieser Woche trainiert der Rechtsverteidiger mit dem portugiesischen Grossclub, dem er seit 2018 gehört, für den er aber noch nie ein Spiel bestritten hat. Man verfolge genau, wie sich die Situation Jankos entwickle, sagt Spycher. Er schliesst eine Rückkehr des 24-Jährigen nicht aus. Man sei mit seinen Darbietungen zufrieden gewesen, sagt der Sportchef. «Gerade in der Schlussphase der Saison hat Janko stark gespielt.»

Auf der Suche nach einem Stossstürmer

Handlungsbedarf ortet Spycher auch im Angriff. Ohne Hoarau ist Jean-Pierre Nsame die einzige verbliebene wuchtige Offensivkraft. Man halte Ausschau nach einem Angreifer, sagt Spycher, Typ physischer Stossstürmer. Auf den Flügeln sowie auf der Position des zweiten Angreifers sei man hingegen vorzüglich besetzt, sofern es zu keinen Abgängen komme, findet Spycher.

Zumal Rückkehrer Roger Assalé, nach positivem Corona-Test am Freitag aus der Quarantäne entlassen, nun mit dem Formaufbau beginnt. Der Ivorer habe sich mit seinen Auftritten in Leganés in die Notizbücher einiger Clubs gespielt, sagt Spycher. Er nennt es eine gute Ausgangslage: «Entweder erhalten wir ein passendes Angebot für Assalé. Oder wir haben einen starken Stürmer mehr.»

Und so stapeln sich die Pendenzen des Sportchefs, klingelt sein Handy ununterbrochen. «Die Vorfreude auf den Final kommt allmählich auf», sagt er. Spycher spricht von einer riesigen Chance, weil eine tolle Saison mit dem Triumph im Cup gekrönt werden könne. Es wäre der erste seit 1987.

In einem Jahr, in dem Weltgeschichte geschrieben wird, können die Young Boys mit dem ersten Gewinn des Doubles seit 62 Jahren Geschichte schreiben. Das ist keine Randnotiz – spezielle Ausgangslage hin oder her.

So könnte YB spielen: von Ballmoos; Camara, Lustenberger, Zesiger; Fassnacht, Sierro (Martins), Aebischer, Lefort; Ngamaleu, Nsame, Sulejmani. – Ohne Lauper, Elia, Petignat (verletzt), Seydoux, Assalé, Faivre, Maceiras, Seferi (nicht spielberechtigt). Fraglich: Hoarau.


https://www.bernerzeitung.ch/wie-ein-gr ... 9383732643

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 Beitrag Verfasst: Samstag 29. August 2020, 11:12 
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Der Schweizer Cup-Final zwischen YB und dem FC Basel steht auch für Abschied

Am Sonntag geht die kuriose Fussballsaison 2019/20 zu Ende. Der Cup-Final zwischen den zwei Schwergewichten des Schweizer Fussballs findet im leeren Wankdorfstadion statt und versinnbildlicht in Corona-Zeiten den fliessenden Übergang zwischen Vergangenheit und Zukunft.

Vor dem Stadion Wankdorf haben Alain Baumann und Reto Gertschen eine Fernsehkamera im Geleit. Die zwei früheren Fussballer waren zugegen, als YB 1987 letztmals Cup-Sieger wurde. Reminiszenzen sind gefragt, so lange ist das her. Damals hiess der YB-Präsident Rudolf Baer und der YB-Spielmacher Robert Prytz. YB gegen Servette, 4:2 nach Verlängerung. Das Spiel vor 33 Jahren wird jetzt hervorgekramt, vor dem Cup-Final 2020 zwischen YB und dem FC Basel, der am Sonntag um 17.30 Uhr in einer leeren Arena vonstattengehen wird. Fussball ist auch Geschichte.

Fussball ist dieser Tage auch ein Kuriosum, wie der YB-Trainer Gerardo Seoane mehrfach betont. Der Cup-Final setzt den späten Schlusspunkt hinter eine nationale Saison, die so schnell nicht in Vergessenheit geraten wird. Die Klubs planen die neue Spielzeit, wenngleich die alte Ende August noch gar nicht abgeschlossen ist. Marcel Koller wird im Cup-Final die letzten Minuten als Trainer des FC Basel erleben, während dessen Nachfolger Ciriaco Sforza das Spiel vermutlich irgendwo im Fernsehen verfolgen wird. Vergangenheit und Zukunft verschmelzen. Kollers Abgang, freudig oder traurig, mit oder ohne Pokal, in einem leeren Stadion. Auch der Spieler Ricky van Wolfswinkel, dessen Vertrag nicht verlängert wird, wird so von dannen schreiten.

Die letzte YB-Nummer mit Hoarau

YB verschiebt die Verabschiedung des Stürmers und Aushängeschilds Guillaume Hoarau, dessen Vertrag am Sonntagabend ausläuft, auf später. Der Klub verspricht sich einen «würdigen Rahmen» und «hoffentlich viele Zuschauerinnen und Zuschauer». Ob Hoarau nach seiner Verletzung bereits eingesetzt werden kann, bleibt offen, auf jeden Fall wird er zum Team gehören und gemäss Seoane «ganz sicher nicht» von Anfang an auf dem Plastikrasen stehen. Hoarau schweigt im Moment und will sich erst am Montag gegenüber den Medien äussern. Der 36-jährige Franzose wollte in Bern nach sechs Jahren weitermachen und brauchte nach seiner Ausmusterung «ein paar Tage zur Verarbeitung», wie Klubangestellte berichten.

Der YB-Captain Fabian Lustenberger berichtet, dass Hoarau in der Mannschaft auch fernab des Terrains derjenige geblieben sei, «den man kennt». Hoarau habe «nicht die beleidigte Leberwurst gespielt» und könne im finalen Match wertvolle Dienste leisten, dank seiner «Präsenz, Statur und Aura». Ebenfalls ein letztes Mal zum Team gehört der langjährige Goalie Marco Wölfli, der im bedeutungslosen Saison-Schlussspiel gegen den FC St. Gallen mit einer vorzeitigen Auswechslung eigentlich schon verabschiedet worden ist. Aber wer weiss in Corona-Zeiten schon, wo etwas endet und wo etwas beginnt. Alles ist fliessend, bleibt ungewöhnlich.

Beide Teams mit Corona-Fällen

Während Basel auf Eray Cömert, Arthur Cabral und Eric Ramires, die positiv auf Covid-19 getestet wurden, und vermutlich auch auf Samuele Campo verzichten muss, der bis am Donnerstag vorsichtshalber isoliert worden ist, fällt bei YB aus dem gleichen Grund der Rückkehrer Roger Assalé aus. Er wäre ohnehin nicht spielberechtigt gewesen. Andere YB-Corona-Fälle betreffen nicht die Mannschaft.

Trotz anhaltenden Turbulenzen, die zuletzt selbst das Qualifikationsspiel zur Champions League zwischen YB und Klaksvik (3:1) erfasst haben, üben sich die Protagonisten darin, die Wettbewerbe starkzureden. Besser etwas als nichts. Immerhin kann so das Fernsehen bedient werden. Und ja, es «schwirren Zahlen und Statistiken herum», wie sich der YB-Trainer Seoane ausdrückt. Eben, 1987. Und 1958. Das war das Jahr des letzten YB-Doubles.


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