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 Beitrag Verfasst: Sonntag 14. Mai 2017, 21:21 
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YB zündet gegen Luzern ein Feuerwerk

Mit dem drittschnellsten Tor der Swiss-Football-League-Geschichte haben die Young Boys nach nur 11 Sekunden für die Initialzündung zum 4:1-Kantersieg über Luzern gesorgt.

- CL-Quali auf sicher: Der Zweite YB hat 4 Runden vor Schluss 14 Punkte Vorsprung
- Die Krise weitet sich aus: Luzern holte aus den letzten 4 Partien 0 Punkte (4:13 Tore)

Mit einer deutlicheren Kampfansage kann man kein Spiel beginnen. Schon 11,8 Sekunden nach dem Anpfiff versenkten die Berner den Ball in den gegnerischen Maschen. Miralem Sulejmani veredelte einen überzeugenden Angriff – wehrlose Luzerner blieben völlig perplex zurück.

Erstaunlicherweise erholten sich die angezählten Innerschweizer von diesem Schock sogleich wieder. Nach nur 8 Minuten machte Tomi Juric mit dem Kopf den krassen Fehlstart wett.

FCL: Desolat und dezimiert

«Ich wollte die Mannschaft bewusst wachrütteln», hatte der FCL-Trainer Markus Babbel noch vor dem Charaktertest in der Hauptstadt erklärt. Er rechtfertigte mit dieser Aussage seine heftige Kritik nach zuletzt 3 Niederlagen in Serie.

Spätestens nach einer halben Stunde war Babbels erhoffte Wirkung endgültig verpufft. Denn bis zur 35. Minute stellten erneut Sulejmani und Roger Assalé das Skore auf 3:1.

Der Rest war ein Schaulaufen der Gelb-Schwarzen. Michael Frey erhöhte nach 60 Minuten auf 4:1. Zum tristen Auftritt der Luzerner passte, dass sich Captain Claudio Lustenberger nach der 2. Verwarnung (72.) auch noch einen Platzverweis einhandelte.

«Wenn bei uns nicht alles passt, haben wir nicht die Qualität, um oben mitzuhalten. Das hat man heute gesehen», stellte Babbel ernüchtert fest. Zudem kritisierte er die Leute im Klub, welche Internas an die Öffentlichkeit getragen haben. «Das geht gar nicht», so der Deutsche.

Nun sei er froh, dass es bereits am Mittwoch weitergehe. «Das ist das schöne am Fussball. Man erhält jede Woche die Gelegenheit, es wieder besser zu machen.»


https://www.srf.ch/sport/fussball/super ... -feuerwerk

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 14. Mai 2017, 21:23 
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YB gewinnt deutlich gegen Luzern

Die Berner Young Boys gewinnen gegen Luzern mit 4:1. Die Tore für die Berner erzielten Miralem Sulejmani (2), Roger Assalé und Michael Frey. Damit schliessen die Berner die Super League dieses Jahr definitiv auf dem 2. Platz ab.

Miralem Sulejmani war im Stade de Suisse das Sinnbild für die Spielfreude, die die Berner auch ohne den verletzten Goalgetter wiedergefunden haben. Im Herbst und zu Beginn der Rückrunde wurde der 28-jährige serbische Offensivspieler von Trainer Adi Hütter schier geächtet. Auf den Seiten kamen in dieser zeit fast nur noch Yoric Ravet und Thorsten Schick zum Zug, während sich Sulejmani einige Spiele auf der Tribüne anschauen musste.

Seit ein paar Wochen setzt Hütter wieder vorbehaltlos auf Sulejmani. Im Match gegen Luzern war der antrittsschnelle und schussstarke Spieler nicht nur mit seinen zwei von Ravet vorbereiteten Toren und der Vorbereitung von Michael Freys 4:1 der beste YB-Spieler. Der launische Sulejmani ist wieder in bester Laune - und ein wichtiger Grund für das Hoch der Mannschaft.

Luzerns Trainer Markus Babbel sagte im Lauf der jüngsten drei Niederlagen am Stück, seine Mannschaft sei «tot». Also saft- und kraftlos. Die Worte durfte er nach der vierten Niederlage in Folge wiederholen. Nach dem 1:3 gaben die Luzerner in Bern den Widerstand auf. Die Gelb-Rote Karte gegen Claudio Lustenberger eine Viertelstunde vor Schluss hatte keinen Einfluss mehr. Im Kampf um Platz 3 hat Sion jetzt um fünf Punkte die Nase vorn.

Manchmal laufen Duelle spiegelverkehrt. Am 12. Februar stand es zwischen Luzern und YB 1:1, als Kryeziu und Rodriguez mit einem Doppelschlag nach 31 und 32 Minuten den späteren 4:1-Sieg der Luzerner vorspurten. Als müssten sie sich für den damaligen Match revanchieren, machten es ihnen die Berner im Rückspiel vor eigenem Publikum nach. Bis längere Zeit nach dem 1:1 hielten die Innerschweizer gut mit. Doppeltorschütze Miralem Sulejmani und die in Bern schon jetzt beliebte Neuerwerbung Roger Assalé schlugen nach 29 respektive 35 Minuten zu. Am Schluss - Michael Frey verwertete ein tödliches Zuspiel Sulejmanis kurz vor der Torlinie - hiess es wie damals in Luzern 4:1.

Die Duelle zwischen dem FCL und YB sind die torreichsten der Liga. Die 17 Tore ergeben einen Durchschnitt von 4,25 pro Partie.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/19686933

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 14. Mai 2017, 21:25 
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Sulejmani führt YB zum klaren Sieg

Die Young Boys finden offensichtlich zur Stabilität zurück. Das 4:1 daheim gegen Luzern ist der dritte Sieg in Serie und bedeutet die endgültige Sicherung des 2. Platzes.

Miralem Sulejmani war im Stade de Suisse das Sinnbild für die Spielfreude, die die Berner auch ohne den verletzten Goalgetter Guillaume Hoarau wiedergefunden haben. Im Herbst und zu Beginn der Rückrunde wurde der 28-jährige serbische Offensivspieler von Trainer Adi Hütter schier geächtet. Auf den Seiten kamen in dieser zeit fast nur noch Yoric Ravet und Thorsten Schick zum Zug, während sich Sulejmani einige Spiele auf der Tribüne anschauen musste.

Seit ein paar Wochen setzt Hütter wieder vorbehaltlos auf Sulejmani. Im Match gegen Luzern war der antrittsschnelle und schussstarke Spieler nicht nur mit seinen zwei von Ravet vorbereiteten Toren und der Vorbereitung von Michael Freys 4:1 der beste YB-Spieler. Der launische Sulejmani ist wieder in bester Laune - und ein wichtiger Grund für das Hoch der Mannschaft.

Luzerns Trainer Markus Babbel sagte im Lauf der jüngsten drei Niederlagen am Stück, seine Mannschaft sei "tot". Also saft- und kraftlos. Die Worte durfte er nach der vierten Niederlage in Folge wiederholen. Nach dem 1:3 gaben die Luzerner in Bern den Widerstand auf. Die Gelb-Rote Karte gegen Claudio Lustenberger eine Viertelstunde vor Schluss hatte keinen Einfluss mehr. Im Kampf um Platz 3 hat Sion jetzt um fünf Punkte die Nase vorn.

Manchmal laufen Duelle spiegelverkehrt. Am 12. Februar stand es zwischen Luzern und YB 1:1, als Kryeziu und Rodriguez mit einem Doppelschlag nach 31 und 32 Minuten den späteren 4:1-Sieg der Luzerner vorspurten. Als müssten sie sich für den damaligen Match revanchieren, machten es ihnen die Berner im Rückspiel vor eigenem Publikum nach. Bis längere Zeit nach dem 1:1 hielten die Innerschweizer gut mit. Doppeltorschütze Miralem Sulejmani und die in Bern schon jetzt beliebte Neuerwerbung Roger Assalé schlugen nach 29 respektive 35 Minuten zu. Am Schluss - Michael Frey verwertete ein tödliches Zuspiel Sulejmanis kurz vor der Torlinie - hiess es wie damals in Luzern 4:1.

Die Duelle zwischen dem FCL und YB sind die torreichsten der Liga. Die 17 Tore ergeben einen Durchschnitt von 4,25 pro Partie.

Young Boys - Luzern 4:1 (3:1)

21'133 Zuschauer - SR San. - Tore: 1. (0:13) Sulejmani (Ravet) 1:0. 8. Juric (Christian Schneuwly) 1:1. 29. Sulejmani (Ravet) 2:1. 35. Assalé (Frey) 3:1. 60. Frey (Sulejmani) 4:1.

Young Boys: Mvogo; Mbabu, Nuhu, Rochat, Benito; Ravet (82. Schick), Zakaria, Aebischer, Sulejmani (79. Gerndt); Frey (63. Bertone), Assalé.

Luzern: Omlin; Christian Schneuwly, Ricardo Costa, Affolter, Lustenberger; Rodriguez (46. Oliveira), Kryeziu, Voca, Schürpf (75. Itten); Marco Schneuwly, Juric.

Bemerkungen: Young Boys ohne Hoarau, Sanogo und Wüthrich (alle verletzt). Luzern ohne Neumayr, Lucas (beide verletzt), Sarr, Haas und Puljic (alle nicht im Aufgebot). Gelb-Rote Karte: 75. Lustenberger (Foul). Lattenschuss: 81. Aebischer. Verwarnungen: 23. Zakaria (Foul), 45. Mbabu (Foul), 55. Lustenberger (Foul), 59. Benito (Foul), 67. Ricardo Costa (Foul).


https://www.aargauerzeitung.ch/sport/fu ... -131328348

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 Beitrag Verfasst: Montag 15. Mai 2017, 08:07 
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YB-Noten: Der Papa am Muttertag

Einmal 6, dreimal 5,5, fünfmal 5 – die spielfreu­digen Akteure der Young Boys überzeugen gegen Luzern.

Yvon Mvogo: Note 4,5
Wirkte sicher und souverän an einem für ihn ruhigen Nachmittag. Beim Gegentor chancenlos.

Kevin Mbabu: Note 5,5
Wie fast immer in den letzten Wochen einer der auffälligsten Akteure bei YB. Kaum vom Ball zu trennen, offensivstark, dynamisch, flankensicher. Holte die gelb-rote Karte gegen Claudio Lustenberger mit einem seiner unwiderstehlichen Läufe heraus.

Kasim Nuhu: Note 4
Der schwächste YB-Spieler, weil zuweilen fahrig. Das trübte seinen eigentlich guten Auftritt. Beim Luzerner Tor zudem mit grobem Stellungsfehler. Der junge Innenverteidiger erhielt eine Spielgelegenheit, dafür sass Steve von Bergen überraschend auf der Bank. Der Captain soll aber am Mittwoch in Vaduz und am Sonntag gegen Basel laut Trainer Adi Hütter wieder dabei sein.

Alain Rochat: Note 5
Der Routinier gefiel mit starker Angriffsauslösung und konzen­trierter Vorstellung. War am Muttertag wie ein Papa: Ohne den 34-Jährigen hätte das Durchschnittsalter des sehr jungen YB-Startteams 23 Jahre betragen!

Loris Benito: Note 5
Erstmals seit November (und mal wieder längerer Verletzungspause) in der Startformation. Benito bewies sein grosses Potenzial – und dürfte sich bald als YB-Leistungsträger etablieren.

Denis Zakaria: Note 5,5
Der Dominator im zentralen Mittelfeld. Gewann viele Zweikämpfe, war aktiv und fleissig, bereitete das 4:1 herrlich vor.

Michel Aebischer: Note 5
Der Youngster, wie Zakaria erst 20, ersetzte den verletzten Sékou Sanogo vorzüglich. Umsichtig, kluger Stratege, passsicher. Hätte beinahe aus rund 50 Metern ein Tor erzielt, sein Schuss prallte aber an die Lattenoberkante.

Yoric Ravet: Note 5,5
Spielfreudig, überzeugend, entschlossen. War an der Entstehung der ersten drei Tore beteiligt.

Miralem Sulejmani: Note 6
Überragender Matchwinner. Schoss die ersten zwei Tore, bereitete die zwei weiteren vor.

Roger Assalé: Note 5
Manchmal zu überhastet. Aber oft anspielbar, traf zum 3:1.

Michael Frey: Note 5
Schuf mit viel Einsatz Räume für die Mitspieler. Wurde für seinen Fleiss belohnt, schoss das 4:1.

Leonardo Bertone: Note 4,5
63. Minute für Frey. Coach Adi Hütter möchte die letzten Saisonspiele auch für personelle und taktische Experimente nutzen. YB agierte mit Bertone nicht mehr im 4-4-2, sondern im 4-3-3-System. Forderte die Bälle, schoss mehrmals, war ein Aktivposten.

Alexander Gerndt: ohne Note
79. Minute für Sulejmani.

Thorsten Schick: ohne Note
83. Minute für Ravet.

Noten: 6 = herausragend; 5 = gut; 4 = solid; 3 = ungenügend; 2 = schlecht; 1 = sehr schlecht.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/14562088

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 Beitrag Verfasst: Montag 15. Mai 2017, 08:09 
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15.05.2017

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Viel los auf der linken Aussenbahn

Beim 4:1-Sieg über einen schwachen FC Luzern wissen die Young Boys vor 21 133 Zuschauern zu gefallen.

«War es ein Rekord?», fragte Miralem Sulejmani nach dem Spiel gegen Luzern, angesprochen auf sein schnelles Tor. Auf die Antwort, dass dieser bei zehn Sekunden liege, erwiderte er mit einem Lachen: «Dann muss ich im nächsten Spiel eben schon nach zehn Sekunden treffen.» Sulejmani hatte allen Grund, zum Scherzen aufgelegt zu sein.

Elf Sekunden waren seit dem Anpfiff vergangen, als der Flügel YB wunderschön in Führung brachte. Zwei Minuten später war es wiederum er, der mit einem Kopfball nach einer Flanke Mbabus das Tor knapp verfehlte. Nach einem Freistoss von Yoric Ravet traf Sulejmani, dem dieser Freistoss zugesprochen worden war, doch noch mit dem Kopf.

Schliesslich bereitete er mit viel Einsatz auch noch das 4:1 durch Michael Frey vor. «Er ist eine Bereicherung für die Liga», hat Adi Hütter im Vorfeld über den Serben gesagt. Dieser verlieh den Worten seines Trainers mit seiner Leistung gestern Nachdruck. Nicht nur sorgte er für Gefahr im gegnerischen Strafraum, er half in der Defensive aus und war beinahe überall auf dem Platz anzutreffen. «Ich fühle mich gut», gab der Doppeltorschütze zu Protokoll.

Benito «müde und happy»

Unterstützung erhielt Sulejmani auf der linken Seite von Loris Benito. Nach seinem Mittelfussbruch ist der Verteidiger gegen Luzern zum ersten Mal über 90 Minuten zum Einsatz gekommen. «Ich bin kaputt, aber sehr happy», sagte er nach Spielschluss. In der ersten Halbzeit sei er etwas nervös gewesen, doch die Mannschaft habe ihm geholfen und auch der positive Spielverlauf habe ihm Sicherheit gegeben. Benito erhielt auf der linken Aussenverteidigerposition den Vorzug vor Sven Joss und Jan Lecjaks. Hütter zeigte sich sehr zufrieden mit dem Einsatz des 25-Jährigen, war gar positiv überrascht, dass dieser bereits über die ganze Spiellänge auch physisch so gut mithalten konnte.

Sowieso wand der YB-Trainer dem ganzen Team ein Kränzchen: «Ich will meiner Mannschaft für ihr tolles Auftreten herzlich gratulieren.» Mit diesem Sieg sind YB der zweite Rang und die damit verbundene Teilnahme an der Champions-League-Qualifikation sicher. «Das gibt mir die Möglichkeit, einige Spieler zu sehen, was wichtig ist für die neue Saison», kündigte Hütter Personalrochaden in den letzten vier Partien an. Bereits heute gönnte er seinem Captain Steve von Bergen eine Auszeit, in der Innenverteidigung kamen Nuhu und Rochat zum Einsatz. «Steve hat, seit ich hier bin, wohl jedes Spiel gespielt. Er wird in den nächsten beiden wieder auf dem Platz stehen», versicherte Hütter. Mit Zakaria und Aebischer bildeten zwei junge Fussballer das zentrale Mittelfeld – und überzeugten ebenfalls.

Protest für das «Wankdorf»

Während die Fans auf den Rängen mit Bannern und Fahnen für ein «Stadion Wankdorf» und gegen einen kommerziellen Namen für das Stade de Suisse protestierten, konnten sich die zahlreichen Zuschauer – 21 133 Tickets waren für den Kids Day verkauft und verschenkt worden – über das Gebotene auf dem Platz nicht beschweren.

Einzig kurz nach Sulejmanis früher Chance zum 2:0 wurden die Young Boys etwas passiv. In diesen rund 15 Minuten brachte Tomi Juric mit dem Ausgleich seinem arg gebeutelten Verein die Hoffnung zurück. Bei seinem vermeintlich zweiten Treffer stand der Stürmer im Abseits. «Es gibt Mechanismen im Fussball, die man nicht erklären kann», kommentierte Loris Benito diese Spielphase. Glück hätten sie beim Abseitstor gehabt, ansonsten seien sie der «absolute Chef» auf dem Platz gewesen, sagte Hütter. Wenig Gegenwehr und viel Platz bot Luzern dem Heimteam nach dem 2:1.

Während beim FC Luzern nach dieser Niederlage die Unruhen wohl kein Ende nehmen werden, können die Young Boys den Endspurt entspannter angehen. Ein Grund nachzulassen, ist das dennoch nicht. «Wir wollen konstant gute Leistungen zeigen und weiter gewinnen», gibt Matchwinner Sulejmani die Richtung für die nächsten Spiele vor.


http://www.derbund.ch/sport/fussball/Vi ... y/10437575

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 Beitrag Verfasst: Montag 15. Mai 2017, 08:12 
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15.05.2017

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Spass beim Schönwetter-Schaulaufen

Beim 4:1 gegen Luzern zeigt YB eine starke Leistung. Insbesondere Miralem Sulejmani brilliert – und erzielt beinahe ein Rekordtor.

Auch Fussballspiele, in denen es um nicht mehr besonders viel geht, können Spass machen. So lautet das sonntägliche Fazit aus YB-Sicht. Bei bestem Fussballwetter und – dank des Kids Day – prächtiger Kulisse mit über 21'000 Zuschauern boten die Young Boys gestern Nachmittag allerbeste Unterhaltung, reichlich Spektakel und eine starke Vorstellung.

Sie kreierten jede Menge Chancen und herrliche Angriffe – und krönten ihre Leistung mit schönen Toren. Am Ende resultierte ein 4:1-Sieg, den YB-Trainer Adi Hütter zufrieden kommentiert: «Wir waren Chef auf dem Platz und haben uns überzeugend Rang 2 gesichert.»

Mal wieder der linke Fuss

Einige Berner Akteure nutzten die Bühne für weitere Bewerbungsauftritte. Denis Zakaria eroberte mit seinen langen Beinen erneut viele Bälle, Kevin Mbabu raste wie fast immer forsch auf der rechten Flanke nach vorne, die Flügelspieler Yoric Ravet und Miralem Sulejmani präsentierten sich bester Laune.

Bereits in den ersten Momenten der Veranstaltung kombinierten sich die beiden zum 1:0, nach 11 Sekunden schloss der überragende Sulejmani die Vorarbeit Ravets mit einem satten Schuss unter die Latte ab. «Habe ich ein Rekordtor erzielt?», fragt der Serbe nach Spielschluss schmunzelnd. Eine Sekunde fehlte Sulejmani zum historischen Tor, Sions Moussa Konaté war 2015 gegen St. Gallen ein bisschen schneller gewesen.

«Wenn die Sonne scheint, ist es einfach schöner.»
Miralem Sulejmani


Es kümmert Sulejmani wenig. Das Klima wird milder, und der Techniker mit dem feinsten linken Fuss der Liga, der an schönen Tagen sogar europaweit aussichtsreich in ein Casting steigen könnte, fühlt sich pudelwohl. Sulejmani ist, und das ist nicht despektierlich gemeint, ein Schönwetterfussballer der gehobenen Sorte.

Die Komplimente für seinen linken Fuss quittiert Sulejmani humorvoll («so viele Linksfüsse gibt es in der Super League halt nicht»), und sowieso gibt er sich bescheiden und stellt die Teamleistung in den Vordergrund. «Und, ja, wenn die Sonne scheint, ist es einfach schöner.»

FCL-Defensive ungenügend

Die Kopfballfähigkeiten Sulejmanis sind derweil ausbaufähig, nach 130 Sekunden und einer Massflanke Mbabus hätte er das 2:0 erzielen müssen, verfehlte das Tor aber aus wenigen Metern. Weil sich der Sonntag für den 28-Jährigen jedoch als echter Sonnentag herausstellte, gelang ihm nach rund einer halben Stunde doch noch eines seiner raren Kopfballtore – nach einem Freistoss Ravets und haarscharf im Abseits stehend.

Es war das 2:1, nachdem Luzerns Angreifer Tomi Juric in der 8. Minute mit einem bilderbuchmässigen Kopfball den Ausgleich aus dem Nichts erzielt hatte. Vielleicht bewog jenes Tor den FCL-Verteidiger François Affolter zum verwegenen Statement, die Luzerner hätten in Bern eine Reaktion auf die drei Niederlagen zuletzt gezeigt.

Insbesondere die Defensivabteilung der Gäste agierte in Wahrheit zuweilen vogelwild. Was gewiss auch an den spielfreudigen Young Boys lag, die sich wenige Minuten nach dem 2:1 mit einer blitzschnellen Ein-Kontakt-Passstafette über mehrere Stationen zum 3:1 durch Roger Assalé kombinierten. Wenig überraschend hatten Sulejmani und Ravet ihre flinken Füsse erneut im Spiel.

Kantersieg verpasst

Und so entwickelte sich die zweite Hälfte zum gelb-schwarzen Schaulaufen mit Luzerner Statisten, die sich trotz gelb-roter Karte gegen Claudio Lustenberger eine Viertelstunde vor Spielende halbwegs ordentlich in Schadenbegrenzung übten. Die Young Boys verpassten einen Kantersieg, die Chancenverwertung geriet zur Disziplin, in der sie sich keine hohen Noten verdienten.

Einmal noch reüssierte YB, erneut ging es den überforderten Gästen viel zu schnell, Frey musste wie Torvorgänger Assalé den Ball aus zwei Metern nur noch über die Linie spedieren. Zakaria und – natürlich – Sulejmani hatten den smarten Zuliefererdienst geleistet.

Während in Luzern weiter sehr dicke Luft im Betrieb herrscht, sind die Young Boys auf bestem Weg zu einem versöhnlichen Saisonende. Und am nächsten Sonntag, vier Tage nach dem Gastspiel in Vaduz, wartet auf YB im Stade de Suisse gegen Serienmeister Basel eine weitere Partie mit Amüsementpotenzial.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/15100976

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