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 Beitrag Verfasst: Sonntag 19. Februar 2017, 19:50 
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YB-Routinier Scott Sutter über Zauberzwerg Roger Assalé

«Gegen so einen zu spielen ist mühsam!»

Traumeinstand für den neuen YB-Zauberzwerg Roger Assalé: Tor nach neun Minuten. Routinier Scott Sutter schwärmt: «Er ist unglaublich schnell und unglaublich wendig!»

So etwas wünscht sich jeder Fussballer aus Afrika, der erstmals in Europa spielt: Ein paar Tage in der Kälte. Winterschuhe gekauft. Neun Minuten auf dem Feld. Und rumms! Hoarau nimmt eine Sutter-Flanke volley, St. Gallen-Keeper Daniel Lopar hält sensationell. Nützt aber nichts, weil Assalé dort steht, wo es am sinnvollsten ist: Nämlich dort, wo der Abpraller hinkommt. Und schon heisst es 2:2.

Der Ivorer selbst ist keiner, der sich gewohnt ist, grosse Reden zu schwingen. Er spricht von einem traumhaften Einstand, klar. «Ich danke Gott, dass ich diesen Treffer nach so kurzer Einsatzzeit für einen so grossen Klub wie YB erzielen konnte.»

Der starke Sutter – Tokos Foul an ihm stand am Ursprung von Hoaraus Penalty, der zum 1:0 von YB führte, und das 2:2 bereitete er mit seiner Flanke vor – analysiert den 1.67-Meter-Mann: «Er ist ein ruhiger Typ, der seine Qualitäten hat. Er ist unglaublich schnell, unglaublich wendig. Als Gegenspieler ist so einer sehr mühsam. Vor allem, wenn Du selbst etwas müde bist und er kommt rein...

Was Sutter sonst noch sagt und auch Espen-Keeper Daniel Lopar, dem die 0815-Antwort «Wir nehmen Spiel für Spiel» verboten wurde – im Video.


http://www.blick.ch/sport/fussball/yb-r ... 47709.html

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 19. Februar 2017, 19:53 
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Ein langer Frühling für die Young Boys

Die Young Boys tun sich gerade schwer mit ihrer Rolle im relativen Niemandsland der Tabelle. Beim 2:2 zu Hause gegen St. Gallen agieren sie über weite Strecken ohne Spannkraft.

Es kann eine lange Rückrunde werden für YB, irgendwie gefangen auf Rang 2 –und gemessen am Auftritt gegen St. Gallen ist einigen Akteuren der Young Boys bewusst, dass die ganz grosse Spannung in der Super League für sie draussen ist. Beim 2:2 im Stade de Suisse fehlte den Gastgebern nach ordentlicher Startviertelstunde mit obligatorischem Tor von Guillaume Hoarau, der einen Elfmeter verwandelte, lange Zeit die Spannkraft.

Die Offensivkräfte agierten mit Ausnahme von Hoarau schludrig, und so erstaunte es nicht, fanden die solidarischen St. Galler einen Weg zurück in die Partie. «Wir spielten mutig nach vorne», sagt ihr Trainer Joe Zinnbauer, «und verdienten uns ein gutes Resultat.»

Mit einem Doppelschlag drehten die Gäste nach rund einer Stunde Spielzeit das Skore, begünstigt von eklatanten Fehlern der Young Boys. Der starke Albian Ajeti sowie Roman Buess trafen und krönten damit ihre überzeugenden Vorstellungen.

Beinahe das späte Siegtor

Die St. Galler sind im 3-4-1-2-System mit den überzeugenden Angreifern Ajeti und Buess sowie Winterpausenzugang Tranquillo Barnetta, der sich in Bern eher Tranquillo präsentierte, deutlich stabiler als Anfang Saison – und haben nun in den letzten neun Begegnungen nur einmal verloren. Den ersten Sieg in Bern seit 2005 und 20. Anläufen sowie den ersten Erfolg überhaupt im Stade de Suisse verpassten sie aber trotz guter Gelegenheiten. «Nach der Führung hätten wir natürlich gerne gewonnen», sagt Zinnbauer, «aber YB hat am Schluss viel Druck gemacht. Da kann es auch mal ein Gegentor geben.»

Nach der Einwechslung von Roger Assalé Mitte der zweiten Halbzeit erwachten die Young Boys endlich wieder aus ihrer Lethargie. Der Debütant aus der Elfenbeinküste feierte einen Traumeinstand, riss die Mitspieler mit seiner Spielfreude und Schnelligkeit mit, schoss knapp zehn Minuten nach seinem Eintritt aus wenigen Metern das 2:2 und verpasste in der Nachspielzeit mit dem Kopf nur knapp das 3:2.

Die Berner ärgerten sich über einige strittige Schiedsrichterentscheidungen, hätten die Partie aber auch verlieren können. Ihr Torhüter Yvon Mvogo parierte mehrmals brillant.

«Wir sind enttäuscht», sagt Trainer Adi Hütter, «weil wir nach der 1:4-Niederlage in Luzern eine Reaktion hatten zeigen wollen.» Rechtsverteidiger Scott Sutter meint, YB habe zu viele Fehler gemacht. «Aber wir glaubten stets an den Sieg und drängten auch am Schluss auf das dritte Tor.» Sutter präsentierte sich als einer der wenigen Berner in starker Verfassung, aber auch sein präziser Flankenregen führte letztlich nicht zum erwarteten Heimsieg.

Wenig Zuschauer

Auf die Young Boys warten im relativen Niemandsland der Tabelle in dieser Saison noch 15 Auftritte. Und wenn sie so weitermachen wie zuletzt, stehen sie bald nicht mehr im Niemandsland, sondern auf einmal im engen Kampf um Rang 2 mit Luzern und Sion.

Immerhin bietet das breite Kader Coach Adi Hütter genügend personelle Möglichkeiten, um auf die zwei dürftigen Darbietungen zuletzt angemessen zu reagieren. Denn es geht ja nicht nur um die sportliche Lage, sondern auch um den Publikumszuspruch. Gegen St. Gallen weilten vielleicht 10'000 Zuschauer im Stade de Suisse, was für ein ziemlich tristes Bild in der Arena sorgte.


http://www.berneroberlaender.ch/sport/f ... y/29260012

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 Beitrag Verfasst: Montag 20. Februar 2017, 11:22 
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Wieder eine ivorische Rakete

Der kleinste bisher im Stade de Suisse eingesetzte YB-Spieler erwischt einen grossen Einstand. Roger Assalé versorgt die Young Boys gegen St. Gallen mit Energie und trifft zum 2:2.

Trist ist die Ambiance im spärlich gefüllten Stade de Suisse am Samstagabend kurz vor 21.30 Uhr, 1:2 liegt ein schwaches YB gegen St. Gallen zurück – doch Roger Assalé versorgt die apathischen Young Boys nach seiner Einwechslung in der 68. Minute für den rätselhaft blassen Miralem Sulejmani sofort mit jeder Menge Energie.

Er sorgt gleich für Spektakel mit einem gelungenen Dribbling, präsentiert seine flinken Füsse, setzt Akzente, erobert Bälle, flitzt über den Kunstrasen, schiesst das 2:2 – und in der Nachspielzeit beinahe das 3:2. Der erst knapp eine Woche zuvor verpflichtete Ivorer setzt eine erste Duftmarke in Bern und bestätigt die Lobeshymnen seines Trainers. «Er wird uns mit seinen Qualitäten helfen können», sagt Adi Hütter, «und er ist in der Offensive vielseitig einsetzbar, kann am Flügel spielen, aber auch im Sturmzentrum oder dahinter.»

Gegen St. Gallen wieselt Assalé derart selbstverständlich um den einen Kopf grösseren Guillaume Hoarau herum, als würde sich das ungleiche Duo schon seit Jahren kennen. Die beiden produzieren den späten Berner Ausgleich. Und Hoarau bereitet auch jene Grosschance vor, die Assalé in der 92. Minute vergibt, als er mit dem Kopf aus rund zwei Metern an Goalie Daniel Lopar scheitert.

«Es wäre nicht mein erstes Kopfballtor gewesen», sagt Assalé, kleinster bisher im Stade de Suisse eingesetzter YB-Fussballer – vor Grössen wie Renato Steffen und Alberto Regazzoni.

Der «Zauberzwerg»

Roger Assalé ist in Bern angekommen. Er hat keine Anlaufzeit benötigt und firmiert auf dem Boulevard schon als «Zauberzwerg». Nur – je nach Quelle – 165 oder 167 Zentimeter misst der Afrikaner, und doch prophezeien ihm nicht wenige Beobachter eine grosse Karriere.

Der 23-Jährige spielte in den letzten zwei Jahren im Kongo für den Topklub TP Mazembe, schoss in 75 Partien 24 Tore, gewann 2015 die afrikanische Champions League als Stammspieler und den Afrika-Cup mit der Elfenbeinküste als Reservist. YB hatte sich seit Herbst intensiver mit dem dreifachen Nationalspieler beschäftigt und verpflichtete Assalé nach dem lukrativen Verkauf Yuya Kubos zu Gent kurzerhand als Vorgriff auf nächste Saison.

«Er ist ein sehr interessanter Fussballer mit einer tollen Persönlichkeit.»
Sportchef Christoph Spycher


Die Young Boys besitzen eine Option, den Offensivspieler im Sommer fix zu übernehmen. «Er ist ein sehr interessanter Fussballer mit einer tollen Persönlichkeit», sagt Sportchef Christoph Spycher. «Und wir sind froh, hat er sich für uns entschieden, als er sich entschloss, nach Europa zu kommen.»

Mit Gott, ohne Kälteschock

Nach seinem Traumdebüt gegen St. Gallen und anschliessender Dusche und Pflege schlurft Assalé mit Landsmann Sékou Sanogo durch die Katakomben des Stade de Suisse, den Blick fix aufs Handy gerichtet. Der Ivorer ist ein stiller, schüchterner, bescheidener Kerl, so wird er von Mitspielern und Angestellten bei YB beschrieben, und so gibt er sich gegenüber dem Journalisten.

«Ich habe in Nordafrika, etwa in Marokko, auch bei solchen Temperaturen gespielt»
Roger Assalé


Zögerlich, sehr leise, aber jederzeit freundlich gibt er Auskunft. Ein Traum sei sein Einstand gewesen, Gott habe ihm geholfen, er sei froh, den Teamkollegen und Fans und dem Verein mit seinem Tor etwas für die Unterstützung zurückgeben zu können. Es ge­falle ihm in Bern, die Integration werde ihm leicht gemacht, selbst wenn es in der Schweiz schon etwas kalt sei.

«Aber ich habe in Nordafrika, etwa in Marokko, auch bei solchen Temperaturen gespielt», erklärt Assalé. Er wohnt bereits nicht mehr im Hotel, weiss aber nach wenigen Tagen in Bern noch nicht genau, wo seine Wohnung liegt.

Fast wie damals Doumbia

Assalé hat das Appartement von Kubo im Obstberg übernommen. Und er sieht bei YB, wo ja schon einige Afrikaner ihre Karrieren lanciert haben, die Möglichkeit, den nächsten Schritt zu realisieren. Seine Traumliga ist die Premier League, Vorbild ist der grösste Floh höchstpersönlich, Lionel Messi (1,70 m), Lieblingsklub dessen Arbeitgeber Barcelona.

In den ersten knapp 25 Minuten Spielzeit in Bern hat Assalé angedeutet, das Potenzial zum Publikumsliebling zu besitzen. Es ist viel zu früh dafür, Parallelen zu ziehen, doch der Sprinter ähnelt von Art und Auftreten her dem früheren YB-Topskorer und Landsmann Seydou Doumbia. Am Samstag fühlte man sich an dessen ersten Auftritt im Stade de Suisse am OBI-Cup im Sommer 2008 gegen Wolfsburg er­innert, als Doumbia nach seiner Einwechslung wie eine fleischgewordene Rakete die Seitenlinie entlangflitzte.


Elfmeter oder nicht?

Die Spuren im Rippenbereich von Michael Frey sind bemerkenswert, es sind die Abdrücke eines Trittes von einem St. Galler Spieler bei einem heftigen Zusammenprall kurz vor Spielende. Der erst in der 87. Minute eingewechselte Stürmer stand auch in der Nachspielzeit noch einmal im Fokus, als er von Verteidiger Karim Haggui im Gästestrafraum unsanft gecheckt wurde. «Man kann Elfmeter geben», sagt Frey, «aber es ging alles sehr schnell.» Auch in einer anderen Szene hatten die Young Boys kurz zuvor einen Elfmeter gefordert, als Silvan Hefti einen Schuss Guillaume Hoaraus mit dem Arm blockierte. Nicht zum ersten Mal regten sich die Berner über den in dieser Saison oft unglücklich agierenden Schiedsrichter Alain Bieri auf. Die beiden Strafraumszenen gegen St. Gallen boten Diskussionsstoff, eindeutig war die Sachlage nicht.

Karim Haggui hätte ohnehin nicht mehr auf dem Feld stehen dürfen. Unmittelbar nachdem er kurz nach der Pause verwarnt worden war, warf er den Ball wutentbrannt Richtung Mitspieler Roy Gelmi. Es war eine seltsame Unsportlichkeit, die ebenfalls mit einer Gelben Karte hätte geahndet werden müssen.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/30176723

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