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Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
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shalako
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Verfasst: Dienstag 19. Juli 2016, 23:20 |
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shalako
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Verfasst: Dienstag 19. Juli 2016, 23:23 |
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19.07.2016  Zitat: Ein Wort auf dem Index
Die Young Boys haben am Dienstag zur Medienkonferenz vor dem Saisonstart am Samstag in St. Gallen geladen. Sie gaben sich dabei grosse Mühe, ihre Ambitionen nicht zu ambitioniert zu äussern.
Fredy Bickel rutscht auf dem Sitz hin und her, schmunzelt. Soeben hat der YB-Sportchef einmal mehr die anspruchsvolle Aufgabe gemeistert, ambitioniert zu tönen, ohne das Wort «Titel» zu gebrauchen.
Er sagt, wer einen Wettbewerb bestreite, wolle diesen natürlich auch gewinnen. «Aber der FC Basel ist das Mass aller Dinge.» Bickel hält kurz inne, dann sagt er: «Wir wollen Taten sprechen lassen.» Es scheint, die Young Boys haben ihre Lektion gelernt: Der Ausdruck «Titel» steht jetzt auf dem Index.
Vor einem Jahr, an gleicher Stelle, hatte es noch anders geklungen. Eine kleine Euphorie machte sich im Sommer 2015 in Bern breit, hier und da landeten die Gelb-Schwarzen in den Prognosen auf Rang 1.
Präsident Werner Müller, der noch nie in den Verdacht geriet, ein Lautsprecher zu sein, formulierte die druckreife Ansage: «Unser Saisonziel lautet, einen Titel zu gewinnen; im Cup oder in der Meisterschaft.» Und Trainer Uli Forte meinte: «Wir wollen loslegen wie die Feuerwehr.»
Stattdessen brannte drei Wochen später der Baum lichterloh. Forte wurde gefeuert, der Klub stand heftig in der Kritik. Er brauchte schon eine hervorragende Rückrunde, in der er einen Punkt mehr holte als der FCB, um die desaströsen ersten Wochen der Saison beim Grossteil der Anhängerschaft vergessen zu machen.
Nun herrscht drei Tage vor der Auftaktpartie in St. Gallen erneut Zuversicht. «Wir haben in allen Belangen Fortschritte erzielt», sagt Bickel. Und Trainer Adi Hütter meint, die Basis sei gelegt. «Die Schlüsselspieler konnten wir alle halten. Wir sind ein eingespieltes Team.»
Hütters Hoffnung
Es ist das grosse Plus, das die Young Boys gegenüber ihrem scheinbar übermächtigen Konkurrenten aus Basel vorweisen können: Sie kennen sich, haben seit Monaten Abläufe statt einzustudieren verfeinern können. Gut möglich, wird am Samstagabend kein einziger Zugang in der Startaufstellung stehen. Gut möglich, werden derweil beim FCB gleich fünf Neue von Beginn an spielen. «Wir dürfen uns nicht an Basel orientieren. Wir haben die bestmöglichen Transfers gemacht», sagt Hütter.
Die ohnehin starke Offensive wurde mit der Verpflichtung von Thorsten Schick und Michael Frey noch einmal verstärkt. In der Defensive gibt es allerdings Fragezeichen, Abwehrchef Steve von Bergen fehlt in St. Gallen und ist in beiden Spielen gegen Schachtar Donezk gesperrt, sein angedachter Partner in der Innenverteidigung Gregory Wüthrich ist noch nicht hundertprozentig fit. «Wir hoffen sehr, diesmal von Verletzungen verschont zu bleiben», sagt Hütter.
Anders als der FC Basel vermögen die Berner Ausfälle nicht so leicht zu kompensieren. Ohne Von Bergen und Hoarau hatte es ihnen vor dem Jahreswechsel an Konstanz gefehlt. «Diese Ausfälle waren sehr schmerzhaft», sagt Bickel. Die Verletzungsgefahr, es ist ein Faktor, der sich nicht kalkulieren lässt.
Und so ist die Stimmungslage bei YB derzeit zurückhaltend zuversichtlich, das Glück scheint fragil. «Da ist die Vorfreude», sagt Bickel. «Da ist aber auch eine gewisse Anspannung.» Schliesslich könne die Vorbereitung noch so zufriedenstellend verlaufen sein. «Nach den ersten Partien ist dies womöglich bereits wieder vergessen.» Das mussten die Young Boys vor einem Jahr qualvoll erfahren.
Bickels Anekdote
Nun startet YB am Samstag in St. Gallen einen neuen Versuch, vorsichtig ambitioniert. Fredy Bickel erzählt am Dienstag einmal, wie es ihn gefreut habe, dass sich die Fans am Ende der letzten Saison mit einem Plakat für die «tolle Rückrunde» bedankt hätten. Er sagt auch, dass es nun das Ziel sei, dass der Ausdruck «Rückrunde» beim nächsten Mal ersetzt werden könne. Mit welchem Wort liess der Sportchef offen. http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/28481908
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shalako
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Verfasst: Dienstag 19. Juli 2016, 23:27 |
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19.07.2016  Zitat: Der Traum vom Maillot jaune
Die Young Boys verzichten auf ein klar ausformuliertes Saisonziel. Der Ehrgeiz ist dennoch spürbar.
Gelbe Trikots sind in diesen heissen Juli-Tagen das dominierende Thema an der Papiermühlestrasse in Bern. Am Montag liess sich Tour-Leader Chris Froome vor dem Stade de Suisse damit einkleiden. Am Dienstag gehörte die Bühne im Wankdorf bereits wieder den Young Boys, die mit ihren neuen gelben Shirts in der am Samstag beginnenden Saison ebenfalls eine Topklassierung anpeilen.
Anlass war der traditionelle Medientermin des BSC YB. Und wie immer war man gespannt, was sich die Berner als Dauerzweiter der Liga diesmal vorgenommen haben. So konkret wie im Vorjahr, als ein Titelgewinn als Ziel deklariert worden war, fiel das Votum heuer nicht aus.
Das «Maillot jaune» der Super League ist zwar der grosse Traum. Andererseits, gab Fredy Bickel zu bedenken, seien die 14 Punkte Rückstand auf den FC Basel trotz der starken YB-Rückrunde halt die Realität. Und so formulierte der Sportchef das Saisonziel pragmatisch: «Jeder, der zu einer Meisterschaft antritt, möchte diese auch gewinnen.»
Deutlicher war die Forderung, was den Schweizer Cup betrifft: «Dort haben wir Schulden beim Verein und bei den Fans. Deshalb müssen wir in diesem Wettbewerb ein anderes Gesicht zeigen.» So weit voraus wie sein Vorgesetzter wollte der YB-Trainer nicht schauen.
Er zieht es vor, mit «Etappenzielen» zu arbeiten. «Erste Ziele sind das Erreichen der Gruppenphase im Europacup und das Überwintern im Cup», sagte Adi Hütter. Und was ist mit der Liga? «Dort wollen wir uns nicht am FC Basel orientieren, sondern unseren eigenen Weg gehen, den YB-Weg.» Wann er mit dem Team wo ankommen will, liess der Österreicher am Dienstag offen.
Europacup doppelt wichtig
Was das Kader betrifft, sind Trainer und Sportchef zufrieden, weil es gelungen ist, alle Schlüsselspieler zu halten. Aufgestockt wurde das Kader mit zwei Neuverpflichtungen (Frey und Schick), zwei Rückkehrern (Bürgy und Fekete) und zwei Nachwuchsspielern (Duah und Obexer), die einen Profivertrag erhalten haben.
Damit steht für die erste Phase der Saison mit der frühen Dreifachbelastung Liga, Europacup und Cup eine Auswahl von 27 Spielern zu Verfügung. «Wir warten nun den Stand Ende August ab», schloss Bickel einen weiteren Zuzug im Laufe der Saison nicht aus. Dazu muss YB aber den Europacup erreichen, was zusätzliche Einnahmen in die Kasse spülen würde.
Der Vorstoss in eine europäische Gruppenphase sei nicht nur aus sportlicher Sicht äusserst wichtig, betonte er.Bei neuerlichem Fernbleiben werden die Berner wichtige Punkte für die Berechnung des Uefa-Koeffizienten verlieren, was die Aufgabe in der Qualifikationsphase in der Zukunft noch viel beschwerlicher machen dürfte.
Sie hätten wie letztes Jahr zwei Chancen, «wobei mit Schachtar Donezk schon eine grosse erste Hürde wartet», wie es Bickel respektvoll formulierte.
Klare Maxime des Verwaltungsrats
Sportliche Erfolge erhofft man sich auch auf der Chefetage bei YB. Nur, betonte Verwaltungsratspräsident Hanspeter Kienberger, nicht um jeden Preis. Es gelte bei YB die Maxime, «dass das Budget die Möglichkeiten definiert». Das bedeute, «aus den Mitteln das Beste herauszuholen».
Und auch an der Philosophie der Clubleitung, «das Team stetig zu entwickeln und junge Talente einzubauen», werde sich nichts ändern. Um diesen Kurs gezielt weiterzuverfolgen, kann der Verwaltungsrat auf zusätzliches Know-how zählen. Neu im Gremium tätig ist seit diesem Jahr Urs Siegenthaler, der Chefscout des Deutschen Fussballbundes.
«Wir wollten die fussballerische Kompetenz im Verwaltungsrat verbessern, was von aussen und insbesondere von den Medien gefordert worden war», erklärt Kienberger. «Der Name Urs Siegenthaler stand zuoberst auf unserer Wunschliste. Deshalb sind wir froh, dass er zugesagt hat.»
Der gebürtige Basler soll dem Verwaltungsrat in sportlichen Fragen wie bei der Zusammenstellung des Teams oder beim Nachwuchs als beratende Stimme zur Seite stehen. Der 68-Jährige war in diesem Frühjahr bereits in sportliche Entscheidungen involviert. http://www.derbund.ch/sport/fussball/de ... y/20307846
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shalako
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Verfasst: Donnerstag 21. Juli 2016, 13:20 |
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21.07.2016  Zitat: Alle Schlüsselspieler gehalten: YB will näher an den FCB rücken
Super League Vom Titel spricht bei den Bernern diesmal niemand, aber dem FCB näher kommen möchten sie schon
«Wir wollen Basel angreifen. Zu dieser Aussage stehe ich», hat Steve von Bergen vor ziemlich genau einem Jahr gesagt. «Unsere Entwicklung unter Adi Hütter ist so gut, dass wir Basel fordern können», hat von Bergen nun am Dienstagmorgen gesagt. Es ist die 16. Saison, die der Captain der Young Boys als Profi¬ in Angriff nimmt. Kein Zweifel: Mit dieser Erfahrung im Rücken ist der 33-Jährige grundsätzlich dazu befähigt, die Qualität einer Mannschaft einzuschätzen und eine entsprechende Saisonprognose abzugeben. Vermutlich wäre er vor einem Jahr mit seiner Ankündigung auch gar nicht so weit danebengelegen, gäbe es nur die vielen Unwägbarkeiten im Fussball nicht. Weil aber Topskorer Guillaume Hoarau lange ausfiel, war schon im Winter Makulatur, was von Bergen vor dem Saisonstart aus Überzeugung angekündigt hatte.
Aus Spott wird man klug. Diesmal ist der Neuenburger vorsichtiger, sagt aber gleichwohl: «Wir haben sehr gut trainiert. Wir sind sehr motiviert. Wir haben sehr viel Qualität. Wir haben uns sehr gut weiterentwickelt.» Er benützt das Wörtchen «sehr» sehr oft, weil er sich sehr sicher ist, dass die Chancen sehr gut sind, dem Serienmeister Basel näher zu rücken und die Meisterschaft spannender zu gestalten.Mut macht ihm die Rückrunde, als YB keinegrossen Verletzungssorgen kannte und einen Punkt mehr als Basel holte. «Wir müssen nun mal eine ganze Saison lang mit Basel mithalten, nicht nur einige Monate», sagt von Bergen.
Entscheidet die Kaderbreite?
Könnte YB einmal eine Spielzeit lang in Bestbesetzung durchspielen, dann wären die Aussichten gar nicht so übel, dem FCB Paroli zu bieten. Doch dies ist Wunschdenken in Zeiten, in denen die Spieler nicht selten über 50 Partien bestreiten. «Basel hat weiterhin das breitere Kader als wir», räumt Sportchef Fredy Bickel ein. Und damit das grosse Plus, jeden Ausfall zu kompensieren, ohne dass die Qualität darunter leidet. YB dagegen muss hoffen, dassnichts passiert, die grössten Leistungsträgernicht wieder monatelang pausieren müssen.14 Partien ist Torjäger Hoarau in der letzten Saison ausgefallen. Als er wieder da war, schoss er in 22 Spielen 18 Tore. Was wäre für YB möglich gewesen, hätte der Franzose durchspielen können?
Zwar haben die Berner derzeit 27 Spielerim Kader, aber Loris Benito, Taulant Seferiund Thomas Fekete sind dauerverletzt, undvon den Nummern 16 bis 22 lässt sich nicht sagen, sie könnten einen Stammspieler über längere Zeit gleichwertig ersetzen. «Wir haben das Bestmögliche gemacht und alle Schlüsselspieler gehalten», sagt Hütter. Der Österreicher ist zufrieden mit seinem Kader. «Wir haben im Frühjahr eine gute Basis für die kommenden Aufgaben gelegt und uns sehr gut vorbereitet.»
Der Trainer weiss, dass er für seine mit Hoarau, Alexander Gerndt, Yoric Ravet, Miralem Sulejmani und Yuya Kubo ohnehin schon gut bestückte Offensive mit den Zuzügen von Michael Frey (Luzern) und Thorsten Schick (Sturm Graz) noch mehr Optionen hat. Über seinen 26-jährigen Landsmann Schick sagt er: «Ich hatte ihn einst als 19-Jährigen zu Altach geholt. Er ist schnell und stark im Abschluss. Ein guter Typ, den wir noch brauchen werden.» «Vielleicht noch etwas tun»
Gibt es über die Qualität des Berner Angriffsspiels kaum zwei Meinungen, so existieren Zweifel, ob die Abwehr gut genug ist, um in der Super League, im Cup und auf internationaler Ebene die Ziele zu erreichen. Selbst von Bergen sagt: «Wir müssen sehen, dass wir weniger Gegentore bekommen. Aber unser Angriffsfussball führt dazu, dass der Gegner in unserer Platzhälfte mehr Platz hat.» Er selber ist übermorgen in St. Gallen und am Dienstag im Champions-League-Qualifikationsspiel in Lemberg gegen Schachtjor Donezk gesperrt.
Auf Milan Vilotic stand Hütter bisher nicht besonders und Alain Rochat ist auch nicht jünger geworden. Da ist es gut, dass der junge Gregory Wüthrich rechtzeitig zum Saisonstart wieder fit ist. «Wenn wir eine Gruppenphase erreichen, können wir auf dem Transfermarkt vielleicht noch etwas tun», sagt Hütter. Sollte man meinen, angesichts der 48 Millionen Franken, die YB jährlich ausgibt, wie Besitzer Andy Rihs vor einer Woche in einem Interview mit dem «Tages-Anzeiger» verriet und damit ein bisher streng gehütetes Geheimnis lüftete.
In Erinnerung gerufen hat man bei YB auf die kommende Saison hin mit einer neuen grafischen Umsetzung den alten Wahlspruch «YB Forever», der schon 1925 für die starke Verbundenheit der Fans mit ihrem Klub stand. Gelbschwarz hofft nun, es müsse ihn dereinst nicht erweitern auf: «YB Forever Zweiter». http://www.aargauerzeitung.ch/sport/all ... -130439182
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shalako
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Verfasst: Donnerstag 21. Juli 2016, 13:33 |
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20.07.2016  Zitat: YB-Star Hoarau hat einen Traum
«Champagner soll fliessen»
Beim YB-Saisonauftakt gibt es Hack und Hörnli mit Mineral. Stürmer Hoarau hätte lieber Champagner aus dem Pokal.
Braun gebrannt und bestens gelaunt stehen sie da, die YB-Spieler rund um Trainer Adi Hütter und Sportchef Fredy Bickel. Beim Saisonauftakt im Stade de Suisse gibt es Hörnli an Hackfleisch. Am Buffet dreht sichalles um die Frage: «Wann kann YB endlich wieder einen Titel gewinnen?» 1987 holte man den Cup zum letzten Mal. Der letzte Meistertitel liegt 30 Jahre zurück. Da war YB-Stürmer Guillaume Hoarau zweijährig. Der Mann von der Insel La Réunion schaufelt Teigwaren in den Mund, dann trällert er ein Liedchen.
Letzte Saison erzielte er 18 Tore in 22 Spielen. Den Rest verpasste Hoarau wegen einer Adduktorenverletzung: «Wir sind stärker als letzte Saison. Es liegt etwas in der Luft, ich spüre, dass es unsere Saison werden könnte.» Hoarau nimmt einen Schluck Mineralwasser und setzt noch einen drauf: «Die Stadt Bern will mit uns feiern. Ich hoffe, dass im Frühling der Champagner fliesst.»
Auch Zugang Michael Frey ist gut gelaunt. Er feiert seinen 22. Geburtstag. «Wir wollen jedes Spiel gewinnen.» Und Steve von Bergen ist trotz EM schon wieder voll motiviert. Er und Milan Vilotic hatten vor einem Jahr einen Pokal versprochen. Von Bergen: «Der BLICK schrieb das. Ich hatte gesagt, es sei unser Ziel, einen Titel zu holen. Ziele erreicht man manchmal, aber nicht immer.» Deswegen ist Von Bergen jetzt zurückhaltender. Aber auch er sagt: «Wenn wir so weitermachen wie inder Rückrunde, dann haben wir eine schöne Saison vor uns.»
Coach Adi Hütter gehen die Fragen nach Titeln und die Vergleiche mit dem FC Basel langsam auf die Nerven: «Eigentlich mag ich darüber nicht reden. Wir sind YB, nicht der FCB. Basel ist Favorit. Es muss optimal laufen, wenn wir vorne mitmischen wollen.»
Für Sportchef Fredy Bickel bleibt Basel «das Mass aller Dinge, mehr noch als letzte Saison». Bickel: «Alles muss stimmen, wenn wir sie herausfordern wollen.»Das 27-Mann-Kader wird um höchstens drei Spieler verringert. Bickel: «Durch die Champions-League-Qualifikation haben wir eine Dreifachbelastung.» Letzte Saison habe man Verletzungspech gehabt (Hoarau, Gerndt, Von Bergen). Bickel: «Ich hoffe, dass wir davon verschont bleiben.» Auch das Los in der Champions-League-Quali gegen Schachtar Donezk löst bei Bickel nicht gerade Freudentränen aus: «Der stärkste Gegner von allen, die möglich waren.» Stürmer Hoarau dagegen freut sich: «Warum sollen wir sie nicht schlagen? Wir haben alle Chancen!» http://www.blick.ch/sport/fussball/supe ... 84409.html
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shalako
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Verfasst: Freitag 22. Juli 2016, 14:15 |
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22.07.2016  Zitat: Die nächsten Wochen sind von grosser Bedeutung für YB
Sportredaktor Fabian Ruch zu den Erfolgsaussichten der Young Boys in der kommenden Saison.
YB kann die neue Saison optimistisch in Angriff nehmen. Steigerungspotenzial gibt es in allen Wettbewerben. Im Europacup, wo das Erreichen der Europa-League-Gruppenphase erwartet werden darf. Im Cup, wo die Young Boys nach einigen Peinlichkeiten in den letzten Jahren unter Druck stehen. Und auch in der Meisterschaft, wo alles andere als Rang 2 eine Enttäuschung wäre. Zweite wurden sie auch zuletzt, aber mit 14 Punkten Rückstand auf den Rivalen Basel.
Weil die Berner in der Rückrunde einen Zähler mehr als der FCB holten, haben sie Erwartungen geschürt. Zumindest ein bisschen spannender dürfte das Titelrennen in der Super League werden. Doch das ausgezeichnet geführte Basel bleibt das Mass aller Dinge. Nur wenn der Serienchampion schwächelt und YB eine starke, weitgehend verletzungsfreie Spielzeit hinlegt, kann der FCB in Schwierigkeiten gebracht werden.
Vorerst aber sind die Young Boys gut beraten, sich auf das Tagesgeschäft zu fokussieren. Denn der Start ist äusserst happig. Wie letztes Jahr. Als alles schiefging, was schiefgehen konnte, Trainer Uli Forte bald entlassen, Basel weit davongezogen und die Europacup-Gruppenphase verpasst worden war. Diesmal warten auf YB gleich fünf englische Wochen in Serie mit zwei kontinentalen Qualifikationsrunden – sowie mittendrin, am Mittwoch, 10.?August, der Ligaauftritt in Basel.
Ende August und nach dem Gastspiel bei GC am 6.?Spieltag wird man abschätzen können, ob diese Young Boys halten können, was sie versprechen. Vor einem Jahr lag YB nach der 2:3-Niederlage bei GC und vor der ersten Länderspielpause Anfang September schwer kriselnd am Boden. Dann übernahm Adi Hütter, und dem Trainer gelang es nicht nur, das Team zu stabilisieren, er setzte auch zu einem bemerkenswerten Siegeszug an, dank dem die Young Boys viel Vertrauen bei der verärgerten Kundschaft zurückgewinnen konnten.
Und nun ist es YB in dieser Transferphase bisher gelungen, das Kader zusammenzuhalten. Die Young Boys sind eingespielt und in der Offensive erheblich verstärkt durch Rückkehrer Michael Frey, der dank seiner Klasse und Kampfkraft ein wertvoller Zuzug ist. Frey wird den routinierten Torjäger Guillaume Hoarau in der strengen ersten Halbserie bis Mitte Dezember mit möglicherweise über 30 Pflichtspielen in fünf Monaten im Sturm entlasten. Die bestmögliche Formation der Berner jedenfalls ist nicht wesentlich schwächer als jene Basels, allerdings kann der FCB zwei fast gleich starke Mannschaften aufstellen.
Und in der Defensive, wo Linksverteidiger Loris Benito bis zur Winterpause verletzt fehlt, gibt es bei den Young Boys einige Fragezeichen. Vor allem im Zentrum. Captain Steve von Bergen fällt die ersten zwei Pflichtspiele gesperrt aus und ist wie Alain Rochat 33 Jahre alt, Milan Vilotic gilt nicht als Lieblingsspieler von Hütter, und Grégory Wüthrich ist nach langer Verletzungspause erst seit einigen Wochen belastbar. Insgesamt aber hat Sportchef Fredy Bickel ein starkes, teures Kader zusammengestellt, welches bereit für den nächsten Schritt ist.
Es kann eine erfolgreiche Saison für YB werden. Wenn Hoarau fleissig skort. Wenn die überragenden Flügelspieler Miralem Sulejmani und Yoric Ravet sich nicht verletzen. Wenn die erfahrenen Vilotic, Sékou Sanogo, Milan Gajic und Alexander Gerndt stabil agieren. Wenn die vielen Youngster wie Yvon Mvogo, Wüthrich, Florent Hadergjonaj, Linus Obexer, Denis Zakaria, Leonardo Bertone, Frey und Yuya Kubo sich weiterentwickeln.
Und wenn bis Ende August kein Akteur verkauft werden muss. Stimmen die Perspektiven, werden die Talente bleiben. Und brillieren die Young Boys in der Saison 2016/2017, werden sie im nächsten Jahr endlich einmal keinen Millionenverlust erleiden, weil sie für ihre grössten Talente sehr hohe Transfererlöse realisieren können. Auch deshalb sind die nächsten Wochen von grosser Bedeutung für YB. Zumal der wieder rundum erneuerte FC Basel Zeit dafür benötigt, sich zu finden, und diesmal kaum mit acht Siegen in die Super League starten wird. http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/22681609
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shalako
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Verfasst: Samstag 23. Juli 2016, 12:41 |
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22.07.2016  Zitat: Viel Vertrauen in YB-Coach Hütter –Hoffnung auf einen Titel
BernWas trauen Sie YB in der neuen Saison zu? Wir machten uns mit einer Pappfigur von YB-Trainer Adi Hütter in Lebensgrösse auf Stimmenfang.
Am Samstagabend startet YB auswärts gegen St. Gallen in die neue Saison. Was erwarten Sie dieses Jahr von den Young Boys? Welche Tipps geben Sie Trainer Adi Hütter mit auf den Weg?
Mit einer Pappfigur des YB-Trainers in Lebensgrösse ging diese Zeitung vor dem Stade de Suisse auf Stimmenfang. Allgemeiner Tenor: Das Vertrauen der Fans in den Trainer ist gross, nur die wenigsten glauben aber an einen ganz grossen Coup.
Die Pappfigur, welche auf den Bildern zu sehen ist, trägt mittlerweile bereits ihr viertes Gesicht. Seit Christian Gross bei YB übernommen hatte, macht sich die BZ mit dem Papptrainer auf Stimmenfang.
Den Trainerposten bei YB hatten in den letzten fünf Jahren sechs verschiedene Personen inne. Da waren Gross, Martin Rueda, Bernard Challandes, Uli Forte, Harald Gämperle und jetzt Adi Hütter. Grosse Erwartungen weckte bei der Umfrage damals nur die Pappfigur von Christian Gross. http://www.bernerzeitung.ch/region/bern ... y/21610835
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shalako
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Verfasst: Samstag 23. Juli 2016, 12:43 |
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23.07.2016  Zitat: YB: Kein Wort von Meistertitel
Die Young Boys schlagen deutlich leisere Töne an im Vergleich zu anderen Jahren. Vom Meistertitel scheinen sich die Berner schon vor Saisonbeginn verabschiedet zu haben. Ist die neue Bescheidenheit nur Strategie?
In den letzten Jahren hatte man sich an grosse Worte aus Bern gewöhnt:
« Wir wollen die Phase 3 zünden. »
Benno Oertig YB-VR-Präsident im August 2010
« Ich will den Berner Bären durch den Grizzly ersetzen. »
Christian Gross YB-Trainer im Juni 2011
« Unser Saisonziel lautet, einen Titel zu gewinnen: im Cup oder in der Meisterschaft. »
Werner Müller YB-Präsident im Sommer 2015
Von Grossspurigkeit ist in diesen Tagen nichts mehr zu spüren. Die YB-Verantwortlichen üben sich vor dem Saisonstart in Demut:
Sportchef Fredy Bickel: «Ziele sind immer schwierig zu formulieren. Jeder, der eine Meisterschaft antritt, will sie auch gewinnen. Aber wir wissen, dass Basel das Mass aller Dinge ist – diese Saison vielleicht noch mehr als in der letzten. Sieben Meistertitel sprechen für sich. Es müsste alles stimmen, dass wir Basel etwas herausfordern können.»
Trainer Adi Hütter: «Ich will nicht zu weit nach vorne schauen. Wir wollen im Cup sicher überwintern und unbedingt in eine Gruppenhase einziehen (CL oder EL, die Red.). Wir sind YB. Ich möchte, dass wir unseren eigenen Weg gehen.»
VR-Präsident Hanspeter Kienberger: «Wir halten an der Philosophie fest, junge Talente zu integrieren. Wir haben die U21-Trophy gewonnen. Das ist eine schöne Bestätigung für unsere Arbeit.» http://www.srf.ch/sport/fussball/super- ... istertitel
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shalako
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Verfasst: Samstag 23. Juli 2016, 12:44 |
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23.07.2016  Zitat: Mit Ehrgeiz statt Ehrfurcht
YB hat das Potenzial, in der neuen Super-League-Saison näher an Serienmeister Basel heranzukommen.
Noch bevor am Samstag der erste Ball in der neuen Saison der Super League rollt, scheint die Meisterschaft entschieden. Niemand könne den FC Basel auf dem Weg zum 8. Titel in Folge aufhalten, heisst es unisono in den Vorschauen und Kommentaren. Und selbst die verwegene Option, dass der Titelverteidiger genügsam wird und sich selber in Probleme bringt, wird ausgeschlossen – dafür ist er schlicht zu stark besetzt.
Ein Blick auf die Transferaktivitäten zeigt, dass die Mannschaft sogar an Qualität gewonnen hat. Den gewichtigsten Abgang, jenen des Stürmertalents Breel Embolo zu Schalke 04, kompensierte der FCB gleich mit mehreren hochkarätigen Zuzügen wie Seydou Doumbia, Geoffroy Serey Die oder Eder Balanta in allen Linien der Mannschaft. Und so heisst die Frage vor der Saison 2016/17 nicht: Wer wird Meister? Sondern: Wer kann dem designierten Champion das Leben allenfalls schwer machen? Hat der FC Sion das nötige Potenzial, Basels Startgegner am Sonntag? Im Wallis blieb es im Sommer viel ruhiger als in anderen Jahren, was für stabilere Verhältnisse spricht als auch schon. Substanz ist im teuren Kader zwar viel vorhanden. Was der Mannschaft jedoch abgeht, sind Tugenden wie Winnermentalität oder Konstanz. Deshalb kann der FC Sion dem Favoriten auf die Dauer nicht Paroli bieten. GC oder Luzern? Ebenfalls nicht. Beiden Clubs sind bestenfalls gute Phasen wie den Zürchern zuletzt in der Vorrunde oder den Innerschweizern im Saisonfinal zuzutrauen, mehr nicht. Und der Rest? St. Gallen wird primär froh sein, nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben. Und für das Quartett Thun, Vaduz, Lugano und Neuling Lausanne, das um den Ligaerhalt kämpfen wird, spielt der FCB ohnehin in einer anderen Liga.
14 Punkte sind zu viel
Bleiben also nur die Young Boys – falls ihr neuer Slogan «YB forever», der auf die Gründungszeit des Clubs zurückgeht, nicht bedeuten soll, dass die Berner nun «forever» Zweiter hinter den Baslern bleiben wollen. Die Vorzeichen stehen gut, dass YB den FCB härter bedrängen kann. 13 oder 14 Punkte Rückstand auf den Meister wie in den letzten beiden Saisons darf man sich in Bern nicht mehr leisten, weil die Konstellation eine andere ist. Es gibt gute Argumente, die für eine starke Saison der Young Boys sprechen. Die Automatismen beispielsweise, die schon funktionieren, weil die Mannschaft keinen einzigen Schlüsselspieler verloren hat. Die sehr gute Qualität der Offensive, die mit Michael Frey und Thorsten Schick nochmals verstärkt wurde. Der Umstand, das YB praktisch ohne Verletzte in die Saison steigen kann. Und schliesslich der ambitionierte Trainer. Adi Hütter lässt einen offensiven und kreativen Fussball spielen. Und er hat der Berner Genügsamkeit den Kampf angesagt. Die 41 Punkte in einer Rückrunde, in der es für YB um nicht mehr viel ging, sind ein vielversprechendes Indiz. Freuen über einen YB-Angriff auf den FCB würde sich die ganze Fussballschweiz. Nach sieben Jahren mit sieben Titeln, welche dem Serienmeister zuletzt schon fast kampflos überlassen wurden, gibt es inzwischen sogar in Basel viele Anhänger, die sich wieder etwas mehr Spannung erhoffen. Hoarau sagt, was Sache ist
YB ist gewillt, diese Langeweile aus dem Titelrennen zu vertreiben, gibt sich nach aussen aber bescheidener als noch vor der letzten Saison. Sich zu exponieren wie damals und einen Titel zu fordern, davon hat die Clubleitung diesmal bewusst abgesehen. Auch wenn es intern eigentlich kein anderes Ziel geben darf. Stattdessen wurden die Stärke und die Klasse des FCB gepriesen. Das ist aufgrund der Erfahrungen der letzten Saison legitim. Zu viel Understatement dient der Sache aber auch nicht. Was die Young Boys näher an Basel heranbringt, ist letztlich Ehrgeiz und nicht Ehrfurcht. «Wir können in dieser Saison kein anderes Ziel haben, als uns gegenüber der Vorsaison zu steigern», hat Guillaume Hoarau in dieser Woche gesagt. Diese Ansage des Topskorers ist die YB-Messlatte für die neue Saison. http://www.derbund.ch/sport/fussball/Mi ... y/16538531
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shalako
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Verfasst: Samstag 23. Juli 2016, 12:47 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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23.07.2016  Zitat: «Und das braucht es, um Meister zu werden»
Heute startet YB in St. Gallen in die Saison. Trainer Adi Hütter spricht über seine Ziele und Spieler, den FC Basel und Europameister Portugal, die Aare und Ablösesummen von 130 Millionen Franken.
Wen würde Fussballjournalist Adi Hütter auf Rang 1 der Super League setzen? Adi Hütter: Basel.
1. Basel, 2. YB, also wie wir... ... der FC Basel ist Favorit. Er ist siebenmal in Serie Meister geworden und hat die besten Voraussetzungen.
Sie haben aber mit YB in der Rückrunde mit 41 Zählern einen Punkt mehr geholt. Das war ein schönes Signal. Aber wir haben auch gesehen, wie konstant stark man spielen muss, um Ende Saison 80 oder mehr Punkte zu haben. Und das braucht es, um Meister zu werden.
YB gibt sich diesen Sommer richtig viel Mühe, nicht vom Titel zu sprechen. Könnten Sie sich nach dieser erfolgreichen Halbserie nicht mehr zutrauen? Ich halte nicht viel von grossen Ankündigungen. Wir tun gut daran, uns auf die Arbeit zu konzentrieren. Das mag langweilig klingen, aber es ist so. Und sowieso bringt es uns nichts, wenn wir zu weit nach vorne blicken. Auf uns warten anstrengende Wochen, in denen es bereits früh in der Saison um sehr viel geht. Das ist nun wichtig. Und nicht irgendwelche Zielsetzungen.
Vor einem Jahr starteten die Young Boys mit viel Optimismus und dem Ziel, einen Titel zu holen, in die Saison. Wenige Wochen später war Trainer Uli Forte entlassen, YB aus dem Europacup ausgeschieden und Basel in der Liga weit entfernt. War das in den letzten Wochen ein Thema? Bei mir nicht. Aber ich war damals ja auch nicht hier und wäre heute nicht Trainer von YB, wenn es diesen Fehlstart nicht gegeben hätte. Es mag sein, dass der eine oder andere daran gedacht hat, man wird ja auch immer wieder darauf angesprochen. Aber mich interessiert das nicht. Wir stehen vor grossen Herausforderungen. Darum geht es. Wir wollen eine Gruppenphase im Europacup erreichen, im Cup auch 2017 im Wettbewerb sein und in der Super League vorne mitspielen.
Mit dem Kader sind Sie zufrieden? Ja, wir haben im Rahmen unserer Möglichkeiten gut gearbeitet. Den Stürmer Philipp Zulechner haben wir durch Michael Frey ersetzt, im Mittelfeld kam Thorsten Schick für Raphaël Nuzzolo, und vor allem ist es uns gelungen, alle umworbenen Spieler zu halten. Wir sind eingespielt, das ist ein Vorteil für uns.
Wie wichtig ist es für Sie als Trainer, diesmal die gesamte Saisonvorbereitung mit dem Team bestritten zu haben? Das ist sehr wichtig, um die Basis für eine starke Saison zu legen. Es gab nur kleinere Blessuren, wir konnten Dinge einstudieren. Als ich im letzten September anfing, lief es YB nicht gut, wir hatten Verletzte, es galt also, die Spieler aufzurichten und Schritt für Schritt nach oben zu führen. Nun kennen wir uns besser.
Gehen wir die einzelnen Mannschaftsteile durch. In der Defensive wirkt YB anfällig, zumal Linksverteidiger Loris Benito bis zur Winterpause ausfällt. Das sehe ich anders. Fehlt ein Spieler, ist das immer die Chance für andere. Wir haben viele junge, talentierte, hungrige Fussballer, links hinten zum Beispiel Linus Obexer. Und ich finde auch nicht, dass wir im Zentrum schwach aufgestellt sind. Wir haben fünf gute Innenverteidiger mit Steve von Bergen, Milan Vilotic, Alain Rochat, Gregory Wüthrich und Nicolas Bürgy. Da müssen immer drei zuschauen, aber wir werden alle benötigen, weil wir in drei Wettbewerben engagiert sind.
Im Mittelfeld sind die überzeugenden Miralem Sulejmani und Yoric Ravet auf den Flügelpositionen unbestritten. Wie sieht denn die Hierarchie bei YB im zentralen Mittelfeld mit vier Kandidaten aus? Ich halte wenig von Hierarchien auf einzelnen Positionen. Bei uns ist es so, dass Captain Steve von Bergen und Guillaume Hoarau mit ihrer Klasse und Erfahrung die Leaderfiguren sind. Und ich bin froh, je nach Form oder Gegner auf unterschiedliche Akteure zurückgreifen zu können.
Was heisst das konkret für den zentralen Aufbau? Mit Sékou Sanogo und Leonardo Bertone haben wir zwei kampfstarke, robuste Akteure, die auch Akzente nach vorne setzen können. Dann haben wir Denis Zakaria, den schlaksigen, sehr talentierten Strategen, und mit Milan Gajic einen, der das Tempo des Spiels gut variieren kann. Das ist eine ideale Auswahl.
Im Sturm schliesslich ist Rückkehrer Michael Frey eine starke Alternative zu Hoarau, Alexander Gerndt und Yuya Kubo. Auch dort haben wir eine perfekte Mischung dafür, uns unterschiedlich auszurichten. Das ist toll. Und die Spieler können sich nicht ausruhen. Zudem freut es mich, haben wir derart viele junge Fussballer im Kader. Sie haben gesehen, dass sie bei YB eine echte Chance erhalten.
Sie sind nun seit bald einem Jahr in Bern. Wie fällt Ihr Fazit aus? Ich habe den Schritt ins Ausland und vor allem zu YB noch nie bereut. Ich wusste, dass ich zu einem Spitzenklub wechsle. Aber ich realisierte erst hier, über was für grosse Möglichkeiten die Young Boys tatsächlich verfügen. Das Stadion, das Umfeld, die Fans, das Team, das alles ist erstklassig. Ich wurde wunderbar empfangen und fühlte mich sofort wie zu Hause. Zudem ist Bern eine wirklich schöne Stadt, aber das muss ich Ihnen ja nicht sagen.
In der Aare waren Sie aber immer noch nicht schwimmen? Nein, ich habe mal die Zehen reingehalten. (schmunzelt) Ernsthaft: Dazu fehlte mir bisher die Zeit, es gibt immer etwas zu tun. Und wenn ich mal ein wenig Freizeit habe, gehe ich ganz gerne in die Innenstadt und geniesse die Atmosphäre in Bern.
Der Fussball wird immer grösser und verrückter, die Ablösesummen haben absurde Dimensionen angenommen, Paul Pogba soll Manchester United 130 Millionen Franken wert sein. Ist diese Entwicklung gesund? Solche Zahlen wirken immer gewaltig. Ich sage: Wenn der Markt solche Beträge hergibt, dann soll es so sein. Das sind ja Fachleute, die sich damit befassen und dieses Geld ausgeben. Zudem sorgt so ein Topstar für enorme Einnahmen in vielen Bereichen auch abseits des Rasens, im Sponsoring und Merchandising zum Beispiel.
Und welche Erkenntnisse haben Sie aus der Euro 2016 zuletzt in Frankreich gezogen? Es ist alles noch enger, intensiver, ausgeglichener geworden, auch die Kleinen verteidigen auf höchstem Niveau. Geschlossene Mannschaftsleistungen sind elementar, wenn man etwas erreichen will. Fundamental neu erfunden wurde der Fussball nicht, aber das ist ja immer so. Es gibt stets Entwicklungen, die faszinierend sind. So ein Turnier ist immer auch geprägt durch den Modus, und weil diesmal die meisten Gruppendritten weiterkamen, wurde in der Vorrunde vorsichtiger gespielt als gewöhnlich.
Die Hochphase des Ballbesitzfussballs scheint ein wenig vorbei zu sein... ... das ist sie doch schon seit Jahren. Es gewinnt längst nicht immer jene Mannschaft, die mehr den Ball hat. Es geht darum, den Ball zu erobern und dann schnell umzuschalten. Entscheidend ist die Qualität des Ballbesitzes.
Ist Portugal für Sie ein Zufallseuropameister? Zufälle gibt es nicht. Wer eine EM gewinnt, tut das nicht einfach so und hat es verdient. Klar kam Portugal in der Vorrunde mit drei Unentschieden und ohne Sieg weiter, aber der Modus erlaubte das eben.
Später fielen die Portugiesen dadurch auf, dass sie sich dem Gegner anpassten und etwa im Achtelfinal gegen die Kroaten die Schlüsselspieler Luka Modric und Ivan Rakitic im Mittelfeld eng deckten. Was nehmen Sie von der portugiesischen Leistung mit für Ihre Arbeit? Dass sie eine starke Defensive hatten. (lacht) Und dass sie vorne über genügend Klasse verfügten, um im entscheidenden Moment zuzuschlagen. Sie haben das mehrmals clever gemacht. Und im Final packten sie als Aussenseiter gegen Frankreich die Chance, als sie sich bot. Das war beeindruckend. Bei den Franzosen sah man an jenem Abend auch, wie schwierig es ist, wenn man grossen Siegdruck hat. http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/28083430
_________________ For Ever
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