 |
 |
Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
|
| Autor |
Nachricht |
|
shalako
|
Verfasst: Sonntag 10. August 2014, 18:11 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
10.08.2014  Zitat: Nur 1:1 im Derby gegen Thun
YB kommt weiter nicht vom Fleck!
Die Hitze war gross. Der Wille der beiden Berner Teams ein grosses Spiel zu zeigen ebenso. Am Schluss teilen sich YB und Thun die Punkte.
Die Rückkehr von Marco Wölfli, der gestern beim 0:4 in Kriens zum Saisonstart der 1. Liga gleich vier Mal hinter sich greifen musste, naht. Das scheint Yvon Mvogo immer mehr zu spüren.
Bei Sadiks Führungstor sah der junge Keeper jedenfalls uralt aus, als er aus seinem Kasten stürmte, den Ball aber nicht erreichte. Sadik hatte so leichtes Spiel.
Ohnehin war Thun da besser, liess den Ball zirkulieren. Der sommerliche Aderlass war zu keiner Sekunde spürbar. Bis Michi Frey einen Rebound – Gajic hatte abgezogen – zum 1:1 via Innenpfosten ins Netz setzte.
YB verdiente sich dieses Tor nachträglich, war nach der Pause klar besser und dem Führungstreffer sehr, sehr nah. Am nähesten bei Freys Kopfball, den Faivre – er ersetzte Leite im Thun-Tor – an die Latte lankte.
Doch auch Thun hatte Pech – als Ferreira seinen Schuss vom Pfosten zurückklatschen sah. Genau zu Sadik, der das Tor machte. Doch da sah das Ref-Trio ein Offside. Eine verdammt enge Kiste – aber korrekt entschieden.
Am Ende verzweifelte YB am Romand im Thun-Kasten, als er in der Nachspielzeit einen Kopfball von Michi Frey sensationell über die Latte lenkte.
Was bedeutet: Thun setzt sich oben fest und hat nur gerade gegen den FCB und den FCZ verloren. YB hingegen wartet auch nach vier Spielen auf den ersten Sieg.
Eine grosse Enttäuschung, welche die Berner allerdings mit GC, Luzern und Vaduz teilen können. Da verkam das Comeback von Nationalspieler Steve von Bergen nach seinem Augenhölenbruch im WM-Spiel gegen Frankreich fast zur Nebensache. http://www.blick.ch/sport/fussball/supe ... 43602.html
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Sonntag 10. August 2014, 18:13 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
10.08.2014  Zitat: YB wartet weiter auf den ersten Saisonsieg
Die Young Boys stehen auch nach vier Super-League-Runden noch ohne Sieg da. Im Berner Derby gegen den FC Thun spielen die Hauptstädter 1:1 unentschieden
Die Gäste gingen in der 17. Minute durch Berat Sadik in Führung. Nicolas Schindelholz flankte den Ball mit viel Übersicht in die Schnittstelle, dort Mvogo kommt zu spät und Sadik köpfelt den Ball ins Netz. YB tat sich schwer und konnte nicht gleich auf den Rückstand reagieren. In der 34. Minute liess Thun-Goalie Guillaume Faivre einen Schuss von Milan Gajic abprallen, der Ball fiel direkt in die Füsse von Michael Frey und dieser schob via Pfosten zum 1:1-Pausenstand ein.
In der zweiten Halbzeit drehte YB auf. Die Eingewechselten Raphael Nuzzolo und Moreno Costanzo brachten frischen Wind. In der 61. Minute vergaben Frey und Nuzzolo aus aussichtsreicher Position. Nur vier Minuten später hatten die Young Boys jedoch Glück, dass sie nicht erneut in Rückstand gerieten. Ein Schuss von Nelson Ferreira prallte an den Pfosten, den Nachschuss von Michael Siegfried ging zwar ins Tor, wurde wegen Offsides aber zurecht aberkannt.
Young Boys - Thun 1:1 (1:1)
20'923 Zuschauer. - SR Studer. - Tore: 17. Sadik (Schindelholz) 1:0. 35. Frey 1:1.
Mvogo; Hadergjonaj, von Bergen, Rochat, Sutter; Gajic, Sanogo; Steffen (46. Nuzzolo), Frey, Nikci (77. Kubo); Afum (60. Costanzo).
Thun: Faivre; Glarner, Reinmann, Schindelholz, Wittwer; Hediger, Siegfried; Ferreira (70. Kaludjerovic), Schneuwly, Gonzalez (62. Cassio); Sadik.
Bemerkungen: Young Boys ohne Gerndt, Vitkieviez, Zarate (verletzt), Bürki, Fekete, Vilotic und Wölfli (alle rekonvaleszent), Thun ohne Sulmoni, Zino (beide verletzt) und Frontino (krank). 61. Faivre lenkt Kopfball von Frey an die Latte. 63. Pfostenschuss von Ferreira, folgendes Tor von Siegfried aberkannt (Offside). Verwarnungen: 40. Gonzalez. 45. Frey. 56. Ferreira (alle wegen Fouls). 64. Schneuwly (Unsportlichkeit). 90. Wittwer (Unsportlichkeit). http://www.derbund.ch/sport/fussball/YB ... y/24003270
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Montag 11. August 2014, 11:34 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
11.08.2014  Zitat: Krisengipfel? «Nussgipfel!»
Die Young Boys konnten auch ihr viertes Spiel in der Super League nicht gewinnen. Es ist nicht einfach zu benennen, was genau fehlt. Vordergründig lässt sich feststellen, dass sich die Berner Chancen kreieren, aber die Effizienz vor dem Tor vermissen lassen. Der erstmals nach seiner Kopfverletzung in Brasilien wieder eingesetzte von Bergen klopfte nach dem Spiel mit der Faust in die Fläche der anderen Hand und sagte: «Wir müssen es vehementer wollen, dieses Tor.»
Die Chancenverwertung ist das eine, das andere ist, dass das Spiel von YB strukturell bisweilen schwächelt. Das Team generiert phasenweise zwar viel Ballbesitz, betreibt grossen Aufwand, aber die Laufwege für die abschliessenden Aktionen sind oft nicht optimal. So wirkt das Ganze kompliziert. YB befindet sich nicht in einer einfachen Situation. Der Sportchef Fredy Bickel muss das Kader reduzieren; man will auf diesem Weg die eigenen Jungen forcieren. Aber die Erwartungshaltung unterschreitet in Bern eine gewisse Schwelle nicht. Zudem sind viele arrivierte Spieler verletzt oder im Aufbau (Gerndt, Vitkieviez, Zarate, Vilotic, Wöfli). Das ist alles nicht so einfach.
Drei Punkte aus den ersten vier Spielen sind «ungenügend», wie der Trainer Uli Forte es ausdrückt. Ein Lokalreporter fragte den Stürmer Frey nach dem Match, ob das Kräftemessen gegen GC in zwei Tagen ein Krisengipfel sei? Frey überlegte, schaute lange in die Welt, und man sah in seinem Gesicht, dass ihm das Wort Krise nicht gefiel. Überhaupt wehrte sich etwas in seinem Innern, zu stark ins Negative zu fallen. Krisengipfel, das Rezept? «Nussgipfel», sagte Frey und verzog die Miene.
YB kam nach 35 Minuten durch ein Tor von ebendiesem Frey zum 1:1, nachdem Sadik Thun in Führung geschossen hatte. Das Spiel hätte auf beide Seiten kippen können. Die Stadtberner hatten nach einer Stunde Chancen en masse, aber Thuns Ferreira traf wenig später auch nur den Pfosten. Das Remis spiegelt die Stärkeverhältnisse korrekt, was wiederum den nicht über alle Zweifel erhabenen Zustand der Berner aufzeigt. Thuns Trainer Urs Fischer zeigte sich an der Pressekonferenz in ermutigender Manier und gab sich überzeugt, dass YB gegen das Team aus Debrecen die Gruppenphase der Europa League erreichen wird. Nicht alle sind sich da so sicher wie der Trainer der Oberländer.
Young Boys - Thun 1:1 (1:1). 20'923 Zuschauer. - Schiedsrichter: Studer. Tore: 17. Sadik 1:0. 35. Frey 1:1. Young Boys: Mvogo; Hadergjonaj, von Bergen, Rochat, Sutter; Gajic, Sanogo; Steffen (46. Nuzzolo), Frey, Nikci (77. Kubo); Afum (60. Costanzo). Thun: Faivre; Glarner, Reinmann, Schindelholz, Wittwer; Hediger, Siegfried; Ferreira (70. Kaludjerovic), Schneuwly, Gonzalez (62. Cassio); Sadik. Bemerkungen: Young Boys ohne Gerndt, Vitkieviez, Zarate (verletzt), Bürki, Fekete, Vilotic und Wölfli (alle rekonvaleszent), Thun ohne Sulmoni, Zino (beide verletzt) und Frontino (krank). 61. Faivre lenkt Kopfball von Frey an die Latte. 63. Pfostenschuss von Ferreira, folgendes Tor von Siegfried aberkannt (Offside). Verwarnungen: 40. Gonzalez. 45. Frey. 56. Ferreira (alle wegen Fouls). 64. Schneuwly (Unsportlichkeit). 90. Wittwer (Unsportlichkeit). http://www.nzz.ch/sport/fussball/yb-war ... 1.18360129
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Montag 11. August 2014, 11:36 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
11.08.2014  Zitat: Kleine Schritte verhindern grossen Sprung
YB steht nach vier Meisterschaftsrunden noch immer ohne Sieg da, der FC Thun indes hält den Anschluss. Ein unterhaltsames Derby endete 1:1, wobei die Young Boys zu zwingenderen Chancen kamen.
Beide sassen sie so da, beide lächelten sie, beide beglückwünschten sie sich – und doch erging es den Trainern von YB und Thun ganz unterschiedlich. 1:1 hiess es im Derby nach 90 unterhaltsamen Minuten, im Stade de Suisse setzten sich also YB-Coach Uli Forte und Thun-Trainer Urs Fischer zur Pressekonferenz. Dem Unentschieden konnten sie beide Positives abringen, Forte aber befand schliesslich doch deutlich: «Das ist zu wenig.» Thun kann mit dem Remis sicher besser leben, zum einen, weil die Oberländer nun immerhin sieben Punkte haben, zum anderen, weil YB im zweiten Durchgang beste Chancen für zwei, drei Tore ungenutzt liess.
Erfrischt aus der Trinkpause
Zu Beginn waren die Kräfteverhältnisse noch ganz anders verteilt. Thun fand sich sofort gut zurecht, spielte clever und abwartend, YB hingegen wenig kreativ und überhastet – das Oberland hatte Oberhand. In der 14.Minute schlug Dennis Hediger im YB-Strafraum über den Ball; die Verteidigung um Rückkehrer und Captain Steve von Bergen schien da noch alles andere als gut sortiert. Und nur drei Minuten später kam der Berner Goalie Yvon Mvogo bei einer Flanke erst dezidiert aus dem Tor – um dann ebenso dezidiert danebenzugreifen. Berat Sadik profitierte, der lange Thuner Stürmer traf per Kopf zur Führung.
Wenig wies zu diesem Zeitpunkt darauf hin, dass YB das Spiel noch in andere Bahnen lenken könnte. Zwar hatte Forte gegenüber dem Spiel auf Zypern gegen Ermis Aradippou vor drei Tagen kräftig rotiert und vier neue Akteure eingebaut, doch für Schwung und Energie sorgte das in den ersten 45 Minuten fast nie.
Ein ziemlich heisser Nachmittag war es gestern, nach 27 Minuten pfiff Schiedsrichter Stephan Studer bereits zur Trinkpause, und vielleicht waren es die nassen Tücher, vielleicht das kühle Wasser – YB jedenfalls fasste langsam Fuss in dieser Partie. Den Schuss des auffälligen Milan Gajic vermochte Thun-Goalie Guillaume Faivre nur ungenügend abzuwehren, Michael Frey stand richtig und schob ein.
Den Aufschwung des Ausgleichs vermochte YB über die Pause hinweg zu halten. Es hatte sich eine muntere Partie entwickelt, beiden Teams war anzumerken, dass sie mit Kunstrasen gut vertraut sind. YB war spielbestimmend, Thun blieb gefährlich im schnellen Gegenstoss. YB aber hatte die besseren Möglichkeiten: Gajics Freistoss ging knapp daneben, Scott Sutter probierte es mit einem Schlenzer, Sékou Sanogo nach einer Ecke. Dann köpfelte Frey – immer wieder er, der die Bälle zuerst als Spielmacher, dann als Stossstürmer oft weit hinten eroberte und nach vorne trieb – aufs Tor, Goalie Faivre lenkte an die Latte. Der Rückkehrer hatte einen starken Nachmittag erwischt, in der Nachspielzeit sollte Frey noch einmal an ihm scheitern, erneut per Kopfball.
Mvogo bleibt vorerst im Tor
YB schnürte den FC Thun immer mehr zu, auf der Gegenseite gelang Thun nach einem Pfostenschuss durch Michael Siegfried der vermeintliche Ausgleich – Siegfried stand offside. So also blieb es beim 1:1. «Wir sind zufrieden und haben jetzt sieben Punkte, das ist keine schlechte Bilanz», meinte Fischer. Die drei Zähler von YB indes zeugen von kleinen Schritten, die in der Tabelle nun mal grosse Sprünge verhindern. Die Young Boys jedenfalls stehen in den nächsten Partien massiv unter Zugzwang, die kommenden Gegner heissen GC und Vaduz. Bei zwei Punkten könnte es auch für Trainer Uli Forte unangenehm werden, vier wären entspannender.
Den sich anbahnenden Grundsatzentscheid auf der Goalieposition verschob Forte gestern mit einer Kommunikationsoffensive etwas nach hinten. «Marco Wölfli wird im Cup gegen Bavois zum ersten Einsatz kommen», verkündete er. Die erste Hauptrunde findet erst in zwei Wochen statt – solange ruht der Konkurrenzkampf zwischen dem zurückkehrenden Wölfli und Mvogo. http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/27759247
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Montag 11. August 2014, 11:38 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
11.08.2014  Zitat: Die Sieglosigkeit hat ihren Preis
Die Young Boys warten nach dem 1:1 im Derby gegen Thun weiter auf das erste Erfolgserlebnis in der Super League.
Uli Fortes Miene liess seine Unzufriedenheit erahnen. Und als der YB-Trainer an der Medienkonferenz das Wort erhielt, sprach er sogleich Klartext: «Das 1:1 ist für uns zu wenig. Es hätte heute einen Dreier geben müssen.»
Fortes Enttäuschung war nachvollziehbar, er kann mit dem bisherigen Abschneiden seiner Mannschaft in der neuen Super-League-Saison nicht glücklich sein. Die gestrige Punkteteilung im Derby gegen Thun war nach dem 2:2 in St. Gallen, dem 1:1 gegen Aarau und dem 1:2 gegen den FCZ das vierte Spiel ohne Sieg. Mit der mageren Ausbeute von drei Punkten liegen die Berner als Tabellensiebter klar hinter ihren Ansprüchen.
Schon der vierte Rückstand
Nicht zum ersten Mal machte sich YB das Leben selber schwer. Die im Vergleich zum Rückspiel der Europa-League-Qualifikation am Donnerstag auf Zypern auf vier Positionen veränderte YB-Startformation – Nikci, Hadergjonaj, Afum und Von Bergen für Nuzzolo, Lecjaks, Costanzo und Wüthrich – tat sich gegen die stark beginnenden Thuner in den ersten 30 Minuten unerklärlich schwer. Kam hinzu, dass sich Fortes Team im vierten Spiel zum vierten Mal einen Rückstand einhandelte.
Die Art und Weise, wie das 0:1 (17.) fiel, passte zum anfänglich sehr durchzogenen Auftritt: Thuns Schindelholz schlug einen hohen Ball in den Berner Strafraum, Yvon Mvogo verschätzte sich beim Herauslaufen und Berat Sadik beförderte den Ball mit dem Kopf ins verlassene YB-Tor. «Keine Diskussion, wer die Schuld bei diesem Gegentreffer auf sich nehmen muss», sagte Forte. Trotzdem stellte er sich schützend hinter sein Goalietalent. «Wichtig war, dass Yvon gleich danach einen Ball wieder sicher parierte.» Tatsächlich liess sich Mvogo nach seinem Lapsus wenig anmerken und spielte in der Folge eine gute Partie.
Mvogo weiter die Nummer 1
Die Möglichkeit, das es am Mittwoch gegen die Grasshoppers (19.45, Stade de Suisse) bei YB zu einer Goalierochade kommen könnte, verneinte der YB-Trainer kategorisch. Und erläuterte anschliessend gleich den Fahrplan in der Torhüterfrage: «Wir haben intern festgelegt, wann Marco Wölfli sein Comeback in der ersten Mannschaft geben wird. Das wird am 24. August sein, im Cupspiel auswärts gegen Bavois.» Wölfli sass gegen Thun nicht auf der Bank, weil er am Samstag in der 1. Liga Spielpraxis beim U-21-Team holte (0:4 in Kriens).
Wesentlich mehr Freude hatte Forte am Auftritt seines Teams nach dem Seitenwechsel. Während starken Druckphasen und besten Chancen nach Ablauf einer Stunde und später im Finish hätte der entscheidende Treffer für YB eigentlich fallen müssen. Doch insbesondere Michael Frey vergab beste Gelegenheiten. Nach 35 Minuten hatte der YB-Stürmer beim überraschenden 1:1 noch von einer ungenügenden Abwehr von Guillaume Faivre profitiert. Danach gewann der Thuner Goalie aber alle Duelle mit dem sehr aktiven Frey und wehrte dabei zwei Kopfbälle – den ersten via Latte – auf magistrale Art ab. «Thun kann sich bei Faivre bedanken, dass wir in unserer Druckphase den K.-o.-Schlag verpasst haben», sagte Forte, der erstmals wieder auf Leaderfigur Steve von Bergen zählen konnte, der am Samstag signalisiert hatte, wieder fit zu sein.
YB bleibt nach dem 1:1 die Erkenntnis, dass es zwar an Chancen nicht mangelt, dass aber alles weiterhin nicht zwingend ist. Die letzte Bereitschaft, so lange Druck zu machen, bis der Gegner fällt, oder die Kompromisslosigkeit, den Ball auf welche Art auch immer über die Linie drücken zu wollen, fehlt noch immer.
Die Zufriedenheit beim Derbygegner
Thun hält in der Rolle des Aussenseiters auch im Stade de Suisse gegen YB gut mit und erkämpft sich ein glückliches, aber nicht unverdientes 1:1. Besonders in der ersten Halbzeit spielten die Oberländer erneut überzeugend und gingen durch das dritte Saisontor von Berat Sadik in Führung. Der Ausgleich der Stadtberner kam zwar aus dem Nichts, aufgrund der starken Leistung von YB nach der Pause, dürfen sich die Thuner aber über das Resultat nicht beklagen.
«Ich bin stolz auf die Mannschaft und zufrieden mit dem Punkt», sagte Trainer Urs Fischer nach dem Spiel. Das durfte er. Denn in der animierten Partie, die in der zweiten Halbzeit auf beide Seiten hätte kippen können, hatte YB mehr Chancen. Das widerspiegelt sich nicht nur im Cornerverhältnis von 11:3 zu Gunsten von YB.
Goalie Faivre im Mittelpunkt
Der auffälligste Mann bei Thun war Guillaume Faivre. Der Thuner Stammgoalie kehrte nach seiner Rekonvaleszenz aufgrund einer Hirnerschütterung wieder in die Startaufstellung zurück. Der Torhüterwechsel hatte nichts mit dem Fauxpas von Ersatztorhüter Leite gegen Basel am letzten Wochenende zu tun. «Überhaupt nicht», sagte Fischer. «Wir sind mit Leite sehr zufrieden, er war in den ersten vier Spielen ein guter Rückhalt, und wir brauchten ihn.»
Faivre zeigte mehrere Glanzparaden, insbesondere zwischen der 57. und der 62. Minute hielt er sein Team im Spiel, zuerst lenkte er einen Sutter-Schuss mirakulös um den Pfosten, und später lenkte er einen Kopfball von Michael Frey mit einem starken Reflex an die Latte. Vier Minuten später hatten für einmal die Thuner Pech, als Nelson Ferreira nur den Pfosten traf, Siegfrieds Treffer im Nachschuss wurde zu Recht wegen Offside nicht anerkannt.
Gegen Ende des Spiels übernahmen die Young Boys mehr und mehr das Spieldiktat, scheiterten aber weiter am starken Faivre. Nicht zuletzt dank dessen Grosstat in der Nachspielzeit – wieder gegen Frey – konnte Thun aber den Punkt sichern und so auch die Derby-Bilanz weiterhin ausgeglichen gestalten. Es war bei je fünf Siegen das siebte Unentschieden zwischen den beiden Teams seit dem Wiederaufstieg der Oberländer vor vier Jahren.
Insgesamt konnten die Gäste mit dem eroberten Punkt in Bern sehr gut leben. Doch ein grosser Teil der Zufriedenheit ist auch auf den allgemein guten Saisonstart zurückzuführen. Denn nach dem Startsieg gegen Aufsteiger Vaduz spielte Thun mit Zürich, GC, Basel und YB gegen die vier «Grossen» des Schweizer Fussballs – drei Spiele davon auswärts. Dass die Oberländer nach diesen fünf Spielen mit sieben Punkten näher an der Spitze der Tabelle als an deren Ende stehen, ist nicht selbstverständlich. Das betonte auch Sportchef Andres Gerber: «Ich bin zufrieden, ja sogar ein bisschen erleichtert. Vor dem schwierigen Startprogramm hatte ich Respekt. Jetzt haben wir sieben Punkte und waren in keinem der Spiele gegen die Grossen deutlich unterlegen. Die Mannschaft funktioniert auch nach den vielen Wechseln, das gibt uns Selbstvertrauen. Wir sind auf dem richtigen Weg.»
In der nächsten Runde am kommenden Sonntag (13.45 Uhr) empfängt Thun den FC St. Gallen. http://www.derbund.ch/sport/fussball/Di ... y/10523417
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Montag 11. August 2014, 16:15 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
11.08.2014  Zitat: Zwei Rückkehrer im Fokus
Mit Steve von Bergen und Guillaume Faivre kehrten zwei Leistungsträger nach Verletzungspausen auf den Fussballplatz zurück.
Überraschung, Überraschung. Nicht wenige rieben sich beim Einmarsch der beiden Teams die Augen. Steve von Bergen führte YB als Captain aufs Spielfeld, der Romand konnte erstmals wieder mittun, nachdem er an der WM in Brasilien im Spiel gegen Frankreich verletzt ausgefallen war. «Ich habe jetzt drei Wochen voll trainiert», erklärte der Innenverteidiger, der die Europacup-Reise nach Zypern nicht mitgemacht hatte und stattdessen mit der U-21-Equipe an seiner Rückkehr feilte. «Es war an der Zeit, wieder einmal einen Match zu spielen.»
Nun, der 31-jährige Abwehrpatron wurde bei YB gebraucht. Bereits in der 3.Minute musste er Thuns Nelson Ferreira am Durchbruch hindern. Es war ein Zweikampf, der zwar ohne Foulpfiff des Schiedsrichters, dafür aber für beide Spieler mit Schmerzen endete. «Blöd, dass Ferreira in dieser Aktion meine Wade mitnahm», sagte von Bergen mit etwas Schalk, «er hat sich aber bei mir entschuldigt.»
Der Schmerz begleitete Steve von Bergen allerdings bis zum Spielende. Das Tempo konnte er noch nicht bis ganz zum Schluss mithalten. «Ich glaube, man hat gemerkt, dass ich müde wurde.» Das Comeback darf dennoch als erfolgreich bewertet werden, der Makel war einzig, «dass wir nicht gewonnen haben. Das ärgert mich.»
Herausragender Faivre
Auch Thun hatte gestern seinen Rückkehrer. Guillaume Faivre hat sich von einer Gehirnerschütterung erholt – just im richtigen Moment fürs Derby. Wie schon zeitweise in der letzten Saison trug der Torhüter einen Kopfschutz. Eher ungewollt stand der 27-Jährige oft im Zentrum des Spielgeschehens. In der ersten Halbzeit wehrte Faivre einen Gajic-Schuss nur ungenügend ab – beim Nachschuss Freys war er dann machtlos. YB erzielte so den Ausgleich zum 1:1.
In der zweiten Halbzeit rettete Guillaume Faivre hingegen den Berner Oberländern das Remis. Gleich zweimal parierte er einen Kopfball von Michael Frey mirakulös. «Da war auch etwas Glück dabei», sagte der Romand bescheiden.
Thun hatte das Glück gehabt, das YB nach Spielende beklagte. So erstaunt nicht, dass Urs Fischer mit dem 1:1-Schlussresultat zufrieden war und Uli Forte nicht. Nur in einem Punkt waren sich die beiden Trainer einig. «Faivre hat in den heiklen Phasen hervorragend reagiert», sagte Fischer, und Forte ergänzte: «Thun muss sich bei ihm bedanken, dass es bis zum Ende 1:1 blieb.» http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/13611078
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 79 Gäste |
| |
|
|
Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen. Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen. Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern. Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen. Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.
|
|
 |