 |
 |
Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
|
| Autor |
Nachricht |
|
Bierflasche
|
Verfasst: Mittwoch 5. Dezember 2012, 16:02 |
|
Registriert: Montag 24. Mai 2004, 18:21 Beiträge: 3440 Wohnort: In der Brauerei
|
|
Guus Hiddink in bester Laune
Die Anji-Delegation ist am Mittwoch von Moskau via Basel in Bern eingetroffen. Um 14 Uhr stand die Medienkonferenz im Stade de Suisse auf dem Programm, anschliessend eine kurze Trainingseinheit auf dem Neufeld-Kunstrasen. Der holländische Trainer Guus Hiddink, einer der erfahrensten Coaches der Welt, stellte sich in sympathischer Art und Weise den Fragen der Journalistinnen und Journalisten. Hier ein paar Hiddink-Aussagen zu einigen Stichworten.
Ausgangslage vor der letzten Runde Guus Hiddink: «Wir sind natürlich stolz, dass wir schon vor dem letzten Spieltag qualifiziert sind. Es ist für uns eine besondere Sache, in dieser starken und ausgeglichenen Gruppe die Qualifikation geschafft zu haben. Aber das heisst nicht, dass wir das Spiel in Bern gegen die Young Boys nicht seriös angehen würden.»
YB «Für YB liegt noch einiges drin. So lange man eine Chance auf das Weiterkommen hat, gibt man alles. Ich erwarte einen Gegner, der sehr engagiert zur Sache gehen und sehr motiviert sein wird. Im Hinspiel in Moskau haben uns die Young Boys vor Probleme gestellt. Ich erinnere mich noch gut daran, wie sie bereits in der Startphase des Spiels zu einigen Torchancen gekommen sind.»
31 Spiele seit Juli «Wir haben gerade zuletzt geschmunzelt, als wir darüber sprachen, wie viele Spiele wir seit Sommer absolviert haben. Wir sind mehrmals um die Welt geflogen (lacht). Aber die Mannschaft ist mit den verschiedenen Wettbewerben sehr gut umgegangen.»
Eto’o und Traoré «Wir haben alle Spieler dabei. Eto’o und Traoré werden am Donnerstag sicher eingesetzt. Aber ich will mich noch nicht festlegen, ob beide in der Startformation stehen werden. Es kann sein, dass der eine oder andere junge Spieler bei uns eine Einsatzchance erhält. Aber grosse Experimente werden wir nicht machen.»
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Mittwoch 5. Dezember 2012, 17:55 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
05.12.2012  Zitat: Mit Vollgas oder bloss im Schongang?
Fussball · Genk und Anschi – Fragezeichen hinter den Europa-League-Gegnern von Basel und YB Dritter gegen Vierter, Lokeren gegen Genk – das Spitzenspiel der belgischen Jupiler League ist am letzten Wochenende ein Spektakel gewesen. Die Torfolge: 1:0, 1:3, 3:3, 3:4. Zwar war Stephen Joseph-Monrose der umjubelte Genker Siegtorschütze (85.), der überragende Stürmer aber hiess Jelle Vossen. Eine halbe Stunde hatte ihm genügt, um aus dem 0:1-Rückstand der Gäste eine 3:1-Führung zu machen und seinem Team zu einem schmeichelhaften Sieg zu verhelfen. Ein Punkt beträgt der Rückstand noch auf Lokeren; acht Zähler aber ist Leader Anderlecht entfernt. Mit 12 Toren belegt der 23-jährige Vossen Rang 3 in der Torschützenliste; in 27 Pflichtspielen in dieser Saison hat er es bereits auf 18 Tore und in die Notizbücher verschiedener Klubs aus den Topligen gebracht. Auch beim 2:2 in Basel hatte er getroffen.
1988 aus einer Fusion zwischen Thor Waterschei und dem FC Winterslag – zwei Klubs aus Genker Ortsteilen – hervorgegangen, hat der KRC Genk zehn Jahre später den belgischen Cup gewonnen, dem bis heute zwei weitere Erfolge im Pokalwettbewerb (2000, 2009) und drei Meistertitel (1999, 2002 und 2011) folgten. Die schmucke, 1999 eingeweihte Cristal Arena fasst 25000 Zuschauer und ist, bei einem Schnitt von 19800 Besuchern, zu vier Fünfteln ausgelastet.
Zwei Mal waren bereits Schweizer Vereine hier zu Gast. 2000 verlor der FC Zürich im Uefa-Cup 0:2 und schied aus; im Herbst dieses Jahres unterlag der FC Luzern ebenfalls 0:2 und war eliminiert. Die Genker, seit August 2011 vom 49-jährigen Mario Been trainiert, haben den Einzug in die Sechzehntelfinals der Europa League bereits auf sicher. Ein Unentschieden gegen Basel genügt ihnen zum Gruppensieg und dem Gewinn der Prämie von 400000 Euro. Weil dies bei einem Budget von 17 Millionen Euro nicht bloss Peanuts sind und der nächste Gegner in der Liga «nur» der kleine SK Lierse ist, werden die Limburger gegen den FCB wohl mit einer kompetitiven Elf auflaufen.
Anschi zwischen ZSKA und Zenit
Ein wenig anders könnte dies bei Anschi Machatschkala, dem Gegner der Young Boys morgen Abend im Stade de Suisse, aussehen. Auch die Russen haben sich das Weiterkommen bereits gesichert, selbst wenn Liverpool und YB es ebenfalls noch auf zehn Punkte bringen könnten. Der Direktvergleich spräche für den aktuellen Tabellenzweiten der russischen Premier Liga.
Angesichts ihrer uneingeschränkten finanziellen Möglichkeiten – das Geld, das sie Stürmer Samuel Eto’o als Salär überweisen, entspricht dem dreifachen Genker Etat – dürfte den Russen der Gruppensieg aber weniger wichtig sein, als das Abschneiden in der heimischen Meisterschaft. Hier sind sie nach dem 2:0-«Heimsieg» (der Klub aus Dagestan spielt aus Sicherheitsgründen in Moskau) über ZSKA Moskau punktgleich mit dem Verlierer an der Tabellenspitze klassiert. Und weil sie am Montag in der 19.Runde beim drittklassierten Meister Zenit St.Petersburg antreten müssen, ist gut möglich, dass Trainer Guus Hiddink in Bern nicht alles laufen lässt, was Rang und Namen hat. Besonders wichtig sind ihm die beiden besten Torschützen Lacina Traoré und Eto’o. Der Ivorer und der Kameruner haben mit neun und sieben Toren die Hälfte aller Treffer von Anschi erzielt.
Hiddink hat gegenüber dem holländischen Fernsehen angekündigt, dass er seine Trainerkarriere nach dieser Saison beenden werde. Sein grosses Ziel zum Abschluss einer sehr erfolgreichen Laufbahn: Anschi erstmals zum russischen Meister machen. Eine satte Belohnung wäre ihm sicher: Präsident Suleiman Abusaidowitsch Kerimow zählt zu den reichsten Männern der Welt.
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Mittwoch 5. Dezember 2012, 17:58 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
05.12.2012  Zitat: YB sucht sein Heil in der Offensive
YB-Trainer Martin Rueda kündigt für das Spiel gegen Anschi Offensivfussball an. Wer die Abwehr zusammenhalten soll, wollte er an der Medienkonferenz aber noch nicht verraten.
YB will am Donnerstag gegen Anschi Machatschkala voll auf Sieg spielen. Das machte Trainer Martin Rueda am Mittwochmittag an einer Medienkonferenz im Stade de Suisse deutlich. Er rechnet damit, dass die Russen in der Bestbesetzung antreten, obwohl sie schon für die Ko-Phase qualifiziert sind. Gleichzeit hofft Rueda aber auch, dass nicht alle Stars mit voller Leidenschaft in die Zweikämpfe gehen werden.
Torhüter Marco Wölfli ist seinerseits überzeugt, dass ein Sieg für die Young Boys drinliegt. Jeder im Team wolle die Sensation schaffen. «Was wir bis jetzt in der Gruppenphase gezeigt haben ist genial. Kaum jemand hat mit uns gerechnet, aber wir haben mehrmals gezeigt, dass wir auch gegen grosse Namen dagegenhalten können», erklärt er.
Wer sichert hinten ab?
Martin Rueda kann im Spiel gegen Anschi wieder auf den in der Liga gesperrten Raul Bobadilla zählen. Nach seinen überragenden Leistungen in der Europa League erhoffen sich die Young Boys die nächste Galavorstellung des Argentiniers, der vielleicht das letzte Mal für die Berner aufläuft. «Für Raul Bobadilla wird es kein Problem sein, dass er zwei Spiele gefehlt hat. Wenn es der Mannschaft läuft, wird er uns sicher helfen können», ist sich Rueda sicher.
Während ihn in der Offensive keine Sorgen plagen, kann YB-Trainer Martin Rueda in der Defensive nicht aus dem Vollen schöpfen. Auf der Position der «Nummer 6» fehlt ihm nicht nur Christoph Spycher, sondern auch Elsad Zverotic. Dieser wird sich nicht rechtzeitig von der Zerrung erholen, die er sich im Spiel gegen Sion zugezogen hat. Er musste das Training am Mittwoch vorzeitig abbrechen. Als Alternativen bieten sich Alexander Farnerud, Moreno Costanzo und Pascal Doubaï an. Während Farnerud und Costanzo ihre Qualitäten aber vor allem im Offensivspiel haben, mangelt es Doubaï an Spielpraxis. Wen er schlussendlich nominieren wird, wollte Rueda am Mittwoch noch nicht verraten. «Ich habe verschiedene Möglichkeiten auf dieser Position, werde aber noch einmal darüber schlafen. Doubaï ist sicher eine Variante», stellte er gegenüber den Medien klar. Er könne sich aber auch vorstellen, mit zwei Mittelfeldspielern vor der Abwehr zu spielen.
Auch noch nicht klar ist, wer in der Innenverteidigung aufläuft. Dusan Veskovac ist noch immer verletzt, Juhani Ojala überzeugte zuletzt nicht und ob Marco Bürki schon bereit ist, um gegen Samuel Eto'o zu verteidigen, ist auch unklar. Martin Rueda wollte seine Gedanken zu dieser Personalie nicht mit den Journalisten teilen. Er bezeichnete Youngster Marco Bürki zwar als «gute Alternative», liess aber durchblicken, dass er im Cupspiel gegen Wil auf den 19-Jährigen setzen will.
So kommt YB weiter
Für die Young Boys liegt am Donnerstag vor mindestens 17'000 Zuschauern sogar der Gruppensieg drin – wenn sie Anschi höher als 2:0 bezwingen und Liverpool beim ausgeschiedenen Udinese nicht gewinnt. Grundsätzlich gilt es bei den Rechnereien drei Dinge zu berücksichtigen: Gewinnt Liverpool, ist YB draussen – verliert Liverpool, ist YB weiter. Bei diesen zwei Szenarien spielt das Resultat der Berner überhaupt keine Rolle. Holt Liverpool aber einen Punkt, müssen die Young Boys gegen das bereits qualifizierte Anschi gewinnen. «Wir müssen in erster Linie für uns schauen», sagt Martin Rueda zur Ausgangslage. «Was in Udinese passiert, werden wir früh genug wissen». http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/23190433
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Donnerstag 6. Dezember 2012, 09:53 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
06.12.2012  Zitat: Vielleicht wie einst am 6. Dezember 1992
YB trifft heute im Stade de Suisse auf Anschi Machatschkala (19 Uhr). Die Young Boys wollen in der Europa League überwintern – Datum wie Wetter sind ein gutes Omen.
Es gibt Ereignisse, die sind untrennbar miteinander verbunden. Denkt ein (nicht mehr ganz jugendlicher) Berner Fussballfreund etwa an den 6.Dezember 1992, erinnert er sich mit Begeisterung an einen bemerkenswerten und legendären YB-Sieg – der ihm jenen Tag je nach politischer Einstellung veredelte oder aufhellte.
Vor genau 20 Jahren nämlich schlugen die Young Boys das damals grosse, reiche GC mit 2:1, stiessen den Rekordmeister sensationell in die Abstiegsrunde und krönten sich zum Wintermeister. Und am gleichen Tag entschied sich das Schweizervolk gegen den EWR und für einen Alleingang in Europa. Und heute will YB – nun, ja – Fussballeuropa erobern und den Einzug in die Sechzehntelfinals der Europa League realisieren.
Bizarre Rechenspiele
Der leichtfüssige Pole Piotr Nowak erzielte 1992 gegen die vom holländischen Starcoach Leo Beenhakker trainierten Grasshoppers das 2:1 kurz vor Spielende nach brillanter Einzelleistung und tollem Schuss von der Strafraumgrenze aus. Das GC-Luxuskader – in dem beispielsweise Pascal Zuberbühler, Mats Gren, Ramon Vega, Murat Yakin, Ciriaco Sforza, Alain Sutter, Marcel Koller, Thomas Bickel, Mario Cantaluppi und Giovane Elber standen – musste im Frühling 1993 die Abstiegsrunde bestreiten. «Wie einst im Mai 1986», titelte die Berner Zeitung euphorisch. Vor 26 Jahren triumphierte YB ja letztmals in der Liga.
Vom Meistertitel sind die Young Boys in der aktuellen Saison sehr weit entfernt, der Rückstand auf den (überraschenden) Wintermeister GC beträgt 13 Punkte. Heute aber kämpfen die Berner im Fernduell mit Weltklub Liverpool ums Weiterkommen in der Gruppenphase der Europa League. «Wir dürfen stolz sein, was wir im Europacup erreicht haben», sagt YB-Goalie Marco Wölfli. Und der Captain ergänzt: «Das hätte uns gegen diese starken Gegner kaum jemand zugetraut.»
Die Ausgangslage heute ist rechnerisch gesehen auf den ersten Blick knifflig, eigentlich aber einfach: Verliert Liverpool beim bereits ausgeschiedenen Udinese, ist YB auf jeden Fall weiter. Gewinnt Liverpool aber, sind die Berner Träume zu Ende. Die dritte Variante ist ein Remis von Liverpool, dann müssten die Young Boys das bereits für die Sechzehntelfinals qualifizierte Anschi heute bezwingen, um weiterzukommen.
Martin Rueda mag sich nicht als Rechenmeister betätigen. «Wir spielen auf Sieg», sagt der YB-Trainer. «Und wenn uns Udinese Schützenhilfe leistet, wäre das wunderbar.» Bizarrerweise könnten den Young Boys ja ein Sieg und am Ende 10 Punkte nicht genügen, während eine Niederlage und 7 Zähler zum Weiterkommen vielleicht ausreichen.
Sieg im Schneetreiben 2010
Martin Rueda erhofft sich gegen Anschi viel von Stürmer Raul Bobadilla, der am Sonntag im Cup-Achtelfinal beim FC Wil gesperrt sein wird. «Er ist ein Spieler, der den Unterschied ausmachen kann», sagt Rueda. Und aufs attraktive Treffen mit Anschis Staraufgebot freut man sich im Berner Lager sehr – die winterlichen Bedingungen heute Abend sind dabei neben dem Datum ein weiteres gutes Omen für YB.
Denn vor zwei Jahren sicherten sich die Young Boys ja bereits am zweitletzten Spieltag und teilweise im dichten Schneetreiben das Weiterkommen in der Europa-League-Gruppenphase – mit einem 4:2-Sieg gegen den (wie diesmal Anschi) schon qualifizierten Leader Stuttgart. Und: Auch am 1.Dezember 2010 galt das YB-Interesse dem anderen Gruppenspiel, in dem Odense in letzter Minute gegen Getafe zum 1:1 ausgleichen konnte und damit den vorzeitigen Berner Weg ins Glück erst ermöglichte.
Nach einer vor allem in der Schlussphase ausgezeichneten Leistung gegen eine verstärkte B-Mannschaft Stuttgarts titelte die Berner Zeitung vor zwei Jahren unter anderem: «YB überwintert im Europacup». Gegen eine solche Schlagzeile hätten die Young Boys auch morgen nichts einzuwenden. http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/15443832
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Donnerstag 6. Dezember 2012, 09:55 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
06.12.2012  Zitat: Der holländische Vielflieger
Trainer Guus Hiddink ist neben Samuel Eto’o die grosse Figur bei Anschi, das heute YBs letzter Gegner in der Gruppenphase ist. Der Holländer steht vor dem Ende einer langen und erfolgreichen Karriere.
Lionel Messi, Sergio Agüero, David Silva, Sergio Ramos, Iker Casillas, Fernando Torres, Daniele de Rossi, Frank Lampard, Jamie Carragher, Antonio di Natale - die Liste der internationalen Fussballgrössen, die heuer im Stade de Suisse zu sehen waren, ist eindrücklich. Den Reigen beschliessen Samuel Eto’o und Juri Schirkow, die heute (19.00 Uhr, live auf DerBund.ch/Newsnet) mit Anschi Machatschkala gegen den BSC Young Boys zumindest zu einem Teileinsatz kommen sollten. So kündete es zumindest Guus Hiddink an der gestrigen Pressekonferenz an.
Der Trainer ist ein weiterer Star, den Anschis Besitzer Sulejman Kerimow mit viel Geld in die Kaukasusregion gelockt hat. Der Holländer ist einer der Renommiertesten seiner Zunft. Die grössten Erfolge auf Klubebene feierte er mit dem PSV Eindhoven, den er zu einer Topadresse in Holland machte. Als Nationaltrainer führte er sein Heimatland (1998) und Südkorea (2002) in WM-Halbfinals. Bei der EM 2008 erreichte Russland unter seiner Leitung ebenfalls die Halbfinals. Kein Glück beschieden war Hiddink hingegen bei Real Madrid und Betis Sevilla: Beide Klubs entliessen ihn schon nach wenigen Monaten.
Kritik an Wintermeisterschaft
Kurz vor Ende seiner langen Trainerkarriere - Hiddink hat vor einer Woche bekannt gegeben, dass er im nächsten Sommer aufhört - mag der 66-Jährige nicht mehr in jeder Situation den Diplomaten spielen. Als er gestern gefragt wurde, wie sich die Umstellung auf eine Wintermeisterschaft in Russland bewährt habe, sagte er: «Ich bin nicht wirklich glücklich darüber.» Längst nicht alle Klubs verfügten über eine Infrastruktur, die im strengen russischen Winter einen vernünftigen Trainingsbetrieb zulasse. Glücklicherweise habe Anschi am letzten Wochenende zu Hause in Machatschkala spielen können, wo immer noch verhältnismässig milde Temperaturen herrschten. Dank dem 2:0 gegen ZSKA Moskau führt Anschi nach 18 Runden ex aequo mit ZSKA die Tabelle der heimischen Liga an.
Weil bereits am nächsten Montag in St. Petersburg ein weiterer Spitzenkampf ansteht, wird das bereits für die Sechzehntelsfinals qualifizierte Anschi im Stade de Suisse nicht in Bestbesetzung antreten. Seine Mannschaft werde die Aufgabe gegen YB dennoch mit der nötigen Seriösität angehen, versprach Hiddink treuherzig. Spieler auf Shoppingtour in der Berner Innenstadt werde es keine geben: «Weihnachtseinkäufe können sie in ihrer Freizeit tätigen.»
«Zweimal um die Welt gereist»
Anschi bestreitet in Bern bereits das 32. Pflichtspiel in dieser Saison. Weil die Kaukasier aus Sicherheitsgründen in der Region Moskau trainieren und in der Europa League engagiert sind, haben Staff und Spieler seit Juli 80'000 bis 90'000 Flugkilometer zurückgelegt. «Wir sind in diesem Jahr zweimal um die Welt gereist», rechnete Hiddink vor. Die vielen Reisen seien «eine grosse Herausforderung» für alle Beteiligten. Er als Coach habe viel mit den Spielern reden müssen, «um zu spüren, wie frisch sie im Kopf sind».
Die geistige Frische ist auch bei YB ein zentrales Thema, wenn es um die Beurteilung der grossen Leistungsschwankungen im zweiten Halbjahr 2012 geht. Nach guten Auftritten in der Europa League folgte in der Meisterschaft regelmässig ein Taucher. Wie so viele andere Teams, die nicht regelmässig in zwei Wettbewerben engagiert seien, hätten sie den Schalter nicht immer umkippen können nach internationalen Partien, sagt Mario Raimondi selbstkritisch. «Das ist weniger eine Sache der Beine als des Kopfes.» Nicht einmal drei ganze Tage Pause zwischen zwei Begegnungen sei sehr wenig, um die nötige Spannung wieder aufzubauen.
Ohne Zverotic, mit Bobadilla
Die zwei wichtigen Siege gegen Luzern und Sion haben bei den Young Boys noch einmal Kräfte frei gemacht. Trainer Martin Rueda freut sich auf einen «super Jahresabschluss», auch wenn er auf Zverotic verzichten muss (Oberschenkelzerrung). Wieder mit dabei ist Raúl Bobadilla, der wegen einer Roten Karte in Lausanne die letzten zwei Meisterschaftsspiele verpasste und auch am Sonntag im Cup fehlen wird. Der Argentinier traf auf europäischem Parkett bereits sieben Mal, mit fünf Toren in der Gruppenphase ist er nach Edison Cavani von Napoli (6 Tore) der zweitbeste Torschütze.
So kann es YB schaffen
Während der heutige YB-Gegner Anschi schon für die Sechzehntelfinals der Europa League qualifiziert ist, liefern sich die Young Boys und der FC Liverpool (auswärts gegen Udinese) ab 19.00 ein Fernduell um den zweiten Startplatz in der K.-o.-Phase 2013. Der Modus bringt es mit sich, dass die Berner trotz eines Sieges gegen Anschi ausscheiden, im Fall einer Niederlage aber auch weiterkommen könnten. Die Ausgangslage:
Wenn Liverpool gewinnt . . .. . . ist Liverpool auf jeden Fall im Sechzehntelfinal, weil es in den Direktduellen gegen YB (5:3/2:2) besser dasteht.
Wenn Liverpool remis spielt . . .. . . muss YB gegen Anschi gewinnen, um die Sechzehntelfinals zu erreichen
Wenn Liverpool verliert . . .. . . ist YB auf jeden Fall für die Sechzehntelfinals qualifiziert, also auch bei einer Niederlage gegen Anschi. Der Grund: YB, Liverpool und Udinese wären in diesem Fall alle punktgleich, die Berner hätten aus den Direktduellen untereinander aber die meisten Punkte (7) geholt vor Udinese (6) und Liverpool (4). http://www.derbund.ch/sport/fussball/De ... y/26568713
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Donnerstag 6. Dezember 2012, 09:58 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
06.12.2012  Zitat: «Wir spielen auf Sieg»
Die Berner Young Boys spielen am Donnerstag gegen Anzhi Makhachkala um das Weiterkommen in der Europa League. YB-Trainer Martin Rueda lässt sich von grossen Namen beim Gegner nicht beeindrucken.
Am Donnerstagabend könnten die Berner Young Boys eine bisher erfolgreiche Europa League-Saison krönen und eine eher durchzogene Saison in der heimischen Liga vergessen machen: Den Bernern winkt der Einzug in die Runde der letzten 32 der Europa League. Um dieses Ziel zu erreichen, setzt YB-Trainer Martin Rueda voll auf die Offensive. «Wir spielen auf Sieg», sagt an einer Medienkonferenz am Mittwochmittag.
Anzhi sei eine sehr gute Mannschaft und er rechne damit, dass der Zweitplatzierte der russischen Liga mit der besten Besetzung nach Bern reise. Darunter befinden sich auch Stars wie Samuel Eto'o. «Das ist gut für uns», sagt Rueda zuversichtlich.
Die Sensation schaffen
Trotz des verlorenen Hinspiels blickt YB-Goalie Marco Wölfli gerne auf die vergangenen Spiele zurück: «Wir haben etwas geleistet», sagt er. Da dürfe man schon etwas stolz sein. Im Spiel gegen Anzhi gehe es nun darum, die Sensation zu schaffen.
Und es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie eine solche Sensation zustande kommen könnte. Je nach Konstellation würde YB zum Weiterkommen eine Niederlage reichen, andererseits könnten sie auch bei einem Sieg ausscheiden. Die Rechnung geht so: Falls Liverpool in Udine verliert, ist YB weiter. Gewinnen die Engländer, ist YB draussen. Gibt es aber zwischen Udinese und Liverpool ein Unentschieden, muss YB gegen Anzhi gewinnen.
Mit solchen Rechnungen will sich Rueda aber nicht beschäftigen. «Wir schauen in erster Linie für uns», sagt er. «Wir werden früh genug wissen, was in Udine passiert ist».
Der Rasen ist in gutem Zustand
Rueda muss am Donnerstag neben den Ausfällen von Veskovac, Spycher und Simpson nun auch auf Elsad Zverotic verzichten, der zuletzt das wichtige 2:2 in Liverpool geschossen hat. Er hat sich im Spiel gegen Sion am vergangenen Sonntag verletzt und musste ein Training am Mittwochmorgen abbrechen. Wer ihn ersetzen soll, wollte Rueda nicht sagen.
Im Sturm hat Martin Rueda wieder alle Optionen: Mit Raul Bobadilla kehrt der zweitbeste Torschütze der laufenden Europa League ins Team zurück. In der Verteidigung dürfte Rueda am Donnerstag auf Juhani Ojala und nicht auf Marco Bürki setzen. Bürki wird wohl im Cup-Spiel für den rot-gesperrten Ojala zum Einsatz kommen.
YB scheint trotz den Ausfällen für das wichtige Spiel bereit zu sein. Aber ist es auch der Rasen im Stade de Suisse? Anhaltende Regen- und Schneefälle dürften dem Rasen in den letzten Tagen zugesetzt haben. Bei YB ist man sich dessen bewusst und weicht für die Trainings auf Plätze in Bümpliz und im Neufeld aus. Bezüglich des Rasens im Stade des Suisse kann YB-Mediensprecher Albert Staudenmann beruhigen: «Der Rasen ist in gutem Zustand. Das Spiel findet sicher statt.»
Für das Spiel wurden bisher 17'000 Tickets verkauft. Die YB-Verantwortlichen rechnen mit rund 20'000 Besuchern. http://www.derbund.ch/sport/fussball/Wi ... y/13743368
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Donnerstag 6. Dezember 2012, 10:08 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
06.12.2012  Zitat: YB will Sensation – Anschi kein Weihnachts-Shopping
BERN. In Europa legte YB einen Steigerungslauf hin. Nun geht es gegen Anschi darum, vor Liverpool in die K.-o.-Phase einzulaufen.
Mit zwei Niederlagen ist YB gestartet, zuletzt blieb es dreimal ungeschlagen. Dennoch ist eines klar: Ohne fremde Hilfe reicht es nicht. Liverpool darf in Udine nicht gewinnen (siehe Kasten). «Ein Sieg ist die sicherste Variante für uns», sagt Trainer Martin Rueda, der in der Europa League wieder auf Raul Bobadilla zählen kann. Der Stürmer ist im laufenden Wettbewerb mit fünf Toren der zweitbeste Torschütze hinter Napolis Edinson Cavani (6). «Raul kann uns extrem helfen», weiss Rueda, «aber nur, wenn das Team mitzieht.» National bleibt Bobadilla nach seinem Ausraster immer noch gesperrt. Das Strafmass soll nächste Woche nach einer Anhörung bekannt werden.
Rueda fordert von seinem Team ein aggressives Auftreten. «Dann verlieren die Russen hoffentlich ihre Leidenschaft», so der Coach. Auch Marco Wölfli hofft, dass das bereits qualifizierte Anschi «nicht mehr so viel Lust verspürt». Der Goalie will unbedingt weiterkommen: «Unsere Gruppe ist fast wie eine Champions-League-Gruppe. Dass wir noch Chancen haben, ist genial, doch jetzt wollen wir die Sensation auch schaffen.»
Allerdings ist Guus Hiddink nicht gewillt, Geschenke zu verteilen. «Wir sind nicht hier, um Weihnachtseinkäufe zu besorgen», sagt der holländische Coach von Anschi Machatschkala. Immerhin lässt er durchblicken, dass Superstar Samuel Eto’o nicht durchspielen muss und auch einige junge Akteure eingesetzt werden.
Sogar Niederlage kann YB reichen
BERN. Die Ausgangslage in der Gruppe A ist kompliziert. Anschi Machatschkala ist durch. Die Russen stehen in jedem Fall in den Sechzehntelfinals.
YB ist weiter, wenn ...
... es mehr Punkte holt als Liverpool.
... Udinese gegen Liverpool gewinnt. In diesem Fall kann sich YB sogar eine Niederlage leisten. Dann hätten YB, Liverpool und Udinese alle 7 Punkte. YB weist mit 7 Zählern die beste Ausbeute aus den Direktbegegnungen aus, vor Udinese (6) und Liverpool (4).
YB scheidet aus, wenn ...
... Liverpool mehr Punkte holt als YB.
... YB und Liverpool gewinnen. Das Duo hätte dann wie Anschi 10 Punkte – Liverpool (7) und Anschi (6) aber mehr Punkte aus den Direktbegegnungen als YB (4).
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Donnerstag 6. Dezember 2012, 10:10 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
06.12.2012  Zitat: Der Traum vom Überwintern in der Europa League
Fussball · Die Chance der Young Boys, mit einem Sieg über Anschi (19 Uhr, SF2) etwas fürs Image zu tun und – vielleicht – europäisch zu bleiben.
Anschi ist sicher in den Sechzehntelfinals, Udinese out – dies sind die wichtigsten Fakten in der Gruppe A der Europa League vor dem letzten Spieltag. An welchem YB gar noch Gruppensieger werden kann, wenn es die Sensation schafft, Anschi Machatschkala mit mehr als zwei Toren Differenz zu bezwingen und Liverpool im Friaul nicht gewinnt.
Doch in erster Linie geht es einmal darum, das Spiel gegen den Zweiten der russischen Premier Liga erfolgreich zu bestreiten. «Wir schauen auf uns und sehen dann, was in Udine passiert», sagt Martin Rueda. Der YB-Trainer, der mit seinem Team nach den beiden Startniederlagen gegen Liverpool und Anschi dank sieben Punkten aus den letzten drei Partien unverhofft noch einmal auf die Sechzehntelfinalqualifikation hoffen darf und zuletzt in der Super League zwei Siege gefeiert hat, muss gegen Anschi nebst Christoph Spycher, Dusan Veskovac und Josh Simpson verletzungsbedingt nun auch noch Elsad Zverotic ersetzen. Was umso bedauerlicher ist, weil sich der Montenegriner im defensiven Mittelfeld zuletzt in einer guten Verfassung präsentierte. «Vielleicht spielt Farnerud nun auf dieser Position, ich weiss es noch nicht», sagt Rueda.
Bürki oder Ojala?
Ebenfalls noch offen ist, wer gegen Anschi neben Alain Nef in der Innenverteidigung aufläuft. Der 19-jährige Marco Bürki konnte beim 3:1 über Sion während 54 Minuten überzeugen, nachdem er die Position des vom Platz gestellten Juhani Ojala eingenommen hatte. Vielleicht entscheidet sich Rueda dafür, heute Ojala einzusetzen, am Sonntag im Cup gegen Wil dann Bürki, da der Finne in St.Gallen gesperrt ist.
Viele Gedanken darüber macht sich Bürki, der bis im nächsten Sommer die Sport-Handelsschule in Bern besucht, nicht. «Ich bin jetzt einfach einmal zufrieden, dass mir mein Heimdebüt in der Super League so gut gelungen ist», sagt Bürki. Er habe viele Gratulationen aus dem Familien- und Freundeskreis erhalten.
Natürlich auch von seinem älteren Bruder Roman, der bei GC das Tor hütet. «Ich bin extrem stolz auf Marco», meldet Roman aus Zürich. «Er hat eine seriöse Einstellung und weiss ganz genau, was er will.» Die beiden sehen sich einmal pro Woche im Elternhaus in Münsingen, wo Marco noch wohnt. Wie Roman war auch der Vater einst Torhüter. «Ich selber bin immer lieber Feldspieler gewesen», sagt Marco. «Bei YB habe ich zu Beginn in der U13 und U14 noch im linken Mittelfeld gespielt, seither bin ich Innenverteidiger.»
Nach einem Mittelfussbruch im Training mit der U21 ist Bürki längere Zeit ausgefallen. Jetzt möchte er sich im Kader der ersten Mannschaft etablieren. «Ich gebe Gas und schaue, was dabei herauskommt», sagt Bürki.
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Donnerstag 6. Dezember 2012, 10:12 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
06.12.2012  Zitat: Etwas von der grossen Welt
Die Young Boys und der FC Basel wollen in die nächste Europa-League-Runde Die Europa League wird die kleine Schwester der Champions League bleiben. Aber gerade für Schweizer Klubs ist sie nicht zu unterschätzen: Sie bringt Inhalte und ein paar Millionen Franken.
Die grosse und reiche Fussballwelt ist in Bern zu Gast. Der 66-jährige Holländer Guus Hiddink besteigt schweren Schrittes das Podium im Stade de Suisse. Die Trainer-Koryphäe ist guter Dinge und erzählt viel. Anschi Machatschkala, der aus einer Oligarchenschatulle vollgepumpte Retortenklub aus der russischen Teilrepublik Dagestan, ist schwer fassbar. Wohnen und trainieren in Moskau, spielen in Machatschkala, wenn die Uefa nicht gerade aus Sicherheitsgründen den 2000 Kilometer langen Transfer nach Moskau befiehlt.
Jetzt aber Bern, letztes Gruppenspiel in der Europa League. «Wir haben kürzlich ausgerechnet, dass wir seit Saisonbeginn mehr als zweimal um die Welt geflogen sind – 80 000 bis 90 000 Flugkilometer», bemerkt Hiddink. Anschi ist vorzeitig für die nächste Runde der Europa League qualifiziert, kommuniziert aber unvermindert Seriosität. Hiddink verrät, dass Leistungsträger wie Eto'o und Traoré «während des Spiels auf dem Rasen stehen». Wann und wie lange auch immer. In der Europa League werden zu oft Abwesende thematisiert. Liverpool schonte gegen YB Stammspieler, Anschi tut das jetzt auch.
Millionenprämien
YB muss in erster Linie darauf hoffen, dass Liverpool in Udine nicht gewinnt. Das Verbleiben im Europacup über den Winter hinaus wäre für den Klub und vor allem für den Trainer Martin Rueda ein bedeutendes Signal. Auch wirtschaftlich ist der Wettbewerb für Schweizer Klubs willkommen, wenngleich vermutlich noch lange von der kleinen Schwester der Champions League die Rede sein wird. Die Uefa versucht, die Europa League besser zu positionieren, subventioniert sie sogar zu Teilen aus der Champions League und hat abermals die Prämien erhöht.
Die mögen für Teilnehmer wie Liverpool oder Anschi ein Klacks sein, für YB sind sie mit den Zuschauereinnahmen weit mehr als das. Zu den 1,6 Millionen Franken Start- kommen bis jetzt 0,6 Millionen Erfolgsprämien. Dazu addiert sich ein siebenstelliger Nettobetrag aus den drei Heimspielen gegen Liverpool (31 120 Zuschauer), Udinese (20 143) und Anschi (bis am Mittwoch 17 000 Billette verkauft). Da stehen inzwischen mit etwas Losglück schnell 4 bis 5 Millionen auf dem Spiel. Haben oder nicht haben. Solche Beträge erklären die Sorgen, wenn zum Beispiel der Präsident Ancillo Canepa für den FC Zürich die Europacup-Qualifikation entschwinden sieht.
Trotzdem: Europa League ist nicht Champions League, bei weitem nicht. Im Schweizer Fernsehen etwa fallen die Quoten in der Europa League trotz Schweizer Beteiligung im Vergleich zur Champions League ohne Schweizer krass ab. Und der FCB, der letzte Saison in der Königsklasse ein Mehrfaches kassierte, kämpft jetzt eine Stufe tiefer ohne Losglück gegen die Übersättigung im Anhang. In Genk reicht den Baslern ein Unentschieden, um aus eigener Kraft in die erste K.-o.-Runde einzuziehen.
Für den Uefa-Koeffizienten
Aber man redet halt stets den eigenen Boden stark. Lyon war Abonnent der Königsklasse. Jetzt ist der redimensionierte französische Klub nur in der Europa League. Der Präsident Jean-Michel Aulas legt sich den Abstieg so zurecht, dass in der Champions League nur erfolgreich sein könne, wer sich in der Europa League durchsetze. Der Verlust eines italienischen Champions-League-Platzes zugunsten Deutschlands wird auch damit begründet, dass die Italiener die Europa League geringschätzten und zu wenig für ihren Uefa-Koeffizienten taten. Das ist in der Schweiz anders: Man spielt mit Losglück im Stadion an der Liverpooler Anfield Road, man kassiert ein paar Millionen, man hält den Betrieb auf Temperatur, man lastet das Stadion besser aus, man kann etwas fürs Gemüt tun.
Und plötzlich ist Guus Hiddink zu Gast, und man kann auf dem Rasen des Stade de Suisse erst noch Samuel Eto'o sehen. Vielleicht.
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
Rino
|
Verfasst: Donnerstag 6. Dezember 2012, 10:42 |
|
Registriert: Samstag 8. Mai 2004, 12:12 Beiträge: 3258 Wohnort: Bern
|
|
 |
|
 |
|
Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 26 Gäste |
| |
|
|
Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen. Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen. Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern. Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen. Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.
|
|
 |