 |
 |
Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
|
| Autor |
Nachricht |
|
shalako
|
Verfasst: Freitag 22. Juni 2012, 09:09 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
21.06.2012  Zitat: Kanton Bern erklärt YB-Lied zum Kulturgut
Das YB-Lied «Häbed nech am Bänkli» aus dem Jahr 1973 gehört nach Ansicht einer unabhängigen Expertengruppe zu den lebendigen Traditionen des Kantons Bern.
1973 haben die Five Friends nicht nur ein prägendes YB-Lied geschrieben, sondern auch ein Stück Berner Kulturgeschichte. Ihr Song «Häbed nech am Bänkli» zählt nun offiziell zu den lebendigen Traditionen des Kantons Bern. Der Song werde seit Jahrzehnten überall dort gesungen, wo die Young Boys zu Gast seien, begründen die Experten. Das Lied, das auf einer Komposition von Wilhelm Hinsch basiere, gehöre zum Stadionbesuch wie das Bier und die Wurst. Der Song findet sich auf einer Liste mit insgesamt 75 Traditionen, die am Donnerstag publiziert wurde.
Der Berner Fussballklub ist im Lauf der Jahre in mehreren Dutzend Liedern besungen worden. Der älteren Generation vertraut ist vor allem «E rächte Bärner Giel» aus dem Jahr 1959. Das Lied stammt aus der Feder des Berner Kabarettisten Harry von Graffenried.
Ständige Überarbeitung
Die Liste geht auf die UNESCO-Konvention zur Bewahrung des immateriellen Kulturerbes zurück, die 2008 in Kraft trat. Der Kanton Bern rief darauf Gruppen, Vereine und Verbände auf, die von ihnen gepflegten Traditionen zu melden. Mehr als 90 Anträge gingen ein, eine unabhängige Expertengruppe wählte nun 75 «lebendige Traditionen» aus allen Regionen aus - von Grossanlässen wie dem Berner Zibelemärit und der Foire de Chaindon bis zum Räbeliechtli-Umzug in Wiedlisbach.
Die Brienzer Holzschnitzerei ist ebenso dabei wie das Goldwaschen, das Korbflechten, die Wässermatten im Oberaargau und das Fleischräuchern in Grandval. Die 1.-August-Feuerschrift im Eriz gehört zu den Traditionen, die Gasterntalpredigt und das Ostereiertütschen auf dem Kornhausplatz.
Die «Liste der lebendigen Traditionen» sei kein flächendeckendes Inventar und habe nicht den Anspruch auf Vollständigkeit, betont die kantonale Erziehungsdirektion. Gruppen, Vereine und Verbände, die immaterielles Kulturerbe pflegten, könnten weiterhin Anträge stellen. Die Liste soll alle vier Jahre überarbeitet werden. http://www.derbund.ch/bern/kanton/Kanto ... y/24196377
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Freitag 29. Juni 2012, 10:43 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
29.06.2012  Zitat: Kennenlernphase im Saanenland
Fussball · Seit knapp einer Woche bereitet sich YB im Saanenland auf die neue Saison vor. Im Trainingslager erfahre er, «wie die Mannschaft lebt», sagt der neue Trainer Martin Rueda.
Matias Vitkieviez und Raphaël Nuzzolo hechten gleich in den Hotelpool. Christian Schneuwly, Christoph Spycher und Mario Raimondi stellen sich als Erstes bis zu den Oberschenkeln in die Saane, die unweit der Unterkunft durch Gstaad fliesst. Die YB-Spieler brauchen nach dem Vormittagstraining dringend eine Abkühlung. Intensive Matches auf kleinem Raum und Pendelläufe bei grosser Hitze sah das Programm von Coach Martin Rueda vor. Seit einer Woche bereitet der neue Trainer die Young Boys im Saanenland auf die kommende Saison vor. Das Trainingslager zeige ihm, «wie die Mannschaft lebt», sagt Rueda. Das Potenzial des Teams sei gross, hat er festgestellt. Zum Schwärmen verleiten lässt sich der 49-Jährige unter der brennenden Sonne aber nicht: «Entscheidend ist, was in den Spielen geschieht, nicht wie es im Training läuft.» Seit am Mittwoch auch der dänische EM-Teilnehmer Michael Silberbauer aus dem Urlaub zurückkehrte und zum Team stiess, ist YB komplett. Zuzüge seien weiterhin keine geplant, versichert CEO Ilja Kaenzig, der ebenfalls im Saanenland weilt, einmal mehr. «Nach dem letzten Jahr steht das Geld an erster Stelle. Es ist nicht möglich, neue Spieler zu holen.» Anders als die meisten Ligakonkurrenten haben die Young Boys bisher noch keine Vorbereitungspartie bestritten. Diese Woche war ein Match gegen Stade Nyonnais vorgesehen. Die Waadtländer, welche die Reduktion der Challenge League von 16 auf 10 Teams nicht überstanden, befinden sich derzeit aber in einer Phase der Reorganisation und sagten die Begegnung ab. «Das ist schade. Es wäre wichtig gewesen, die Mannschaft mal in einer Spielsituation zu sehen», sagt Rueda, der auf das Programm nicht mehr viel Einfluss nehmen konnte. Mit einem teaminternen Spiel über 90 Minuten versuchte er, einen Testmatch zu simulieren, «doch das ist natürlich nicht das Gleiche».
Grillplausch am Lauenensee
Und so sammeln die Young Boys erst ab heute Spielpraxis, wenn sie nach der Rückkehr aus dem Oberland auf dem Berner Spitalacker zum Burkhalter-Cup antreten (siehe Kasten). Echte Standortbestimmungen seien allerdings erst in der kommenden Woche zu erwarten, sagt Rueda. Dann trifft YB im Rahmen des MLG-Cups in Köniz auf Donezk (Mittwoch) und 1860 München (Samstag). Am 15. Juli beginnt die Saison mit dem Auswärtsspiel in St. Gallen. Am 19. folgt im Stade de Suisse das Hinspiel in der Europa-League-Qualifikation gegen Bangor (Wales) oder Chisinau (Moldau). Der Vorstoss in die Gruppenphase ist das erste Saisonziel, das Rueda und Assistent Thomas Häberli sich und der Equipe gesetzt haben. «Dort wollen wir unbedingt hin. Die Gruppenphase ist wichtig für den Klub. Und die Spieler, die bereits dabei waren, wissen, wie sehr sie an dieser Aufgabe wachsen können», sagt der Coach, der vor zwei Jahren mit Lausanne überraschend die Europa-League-Qualifikation überstand. Daher lässt Rueda seine Spieler diese Woche schwitzen. Doch die Klubverantwortlichen belohnen das Team auch für die Mühen: Nach dem Training und der Erfrischung im Pool respektive im Bach stand gestern ein Ausflug an den Lauenensee auf dem Programm. Ohne die Musik von Span, dafür aber mit Grillfleisch im Gepäck. Alexander Wäfler
Burkhalter-cup in Bern
YB, Thun und Biel auf dem Spitalacker. Zum neunten Mal findet heute Abend auf dem Berner Sportplatz Spitalacker der Burkhalter-Cup des FC Breitenrain statt. Erneut treten die drei Berner Klubs YB, Thun und Biel (Challenge League) in einem Blitzturnier gegeneinander an. Ein Spiel dauert 45 Minuten. Um 17.30 Uhr treffen die Young Boys auf den FC Biel, es folgen Thun - Biel und Thun - YB. Der FC Thun unter Trainer Bernard Challandes will seinen Sieg aus dem Vorjahr wiederholen. Der neue YB-Trainer Martin Rueda coacht seine Mannschaft zum ersten Mal, seit er seine Aufgabe übernommen hat. «Wir werden in den zwei Partien mit zwei verschiedenen Mannschaften spielen», sagt er. Rueda erhofft sich heute einen erfolgreicheren Einstand, als sein Vorgänger Christian Gross ihn hatte. Unter Gross hatte YB vor Jahresfrist beide Partien am Burkhalter-Cup verloren. Türöffnung auf dem «Spitz» ist um 16 Uhr. Tickets gibt es ab 10 Franken.
http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/15934548
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Donnerstag 5. Juli 2012, 11:41 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
05.07.2012  Zitat: Verpasst YB die Europa League, gibts Abgänge
Bei YB ist es an der Transferfront für einmal erstaunlich ruhig. Wir zeigen, wer die Young Boys noch verlassen könnte und wer vielleicht bald im Dress der Berner auflaufen wird.
Bei YB ist die Kriegskasse leer. Deshalb brodelt es in der Transfer-Gerüchteküche weniger heftig als üblich. «Zuzüge wird es keine geben in diesem Sommer», sagt YB-CEO Ilja Känzig denn auch unmissverständlich. Der neue Coach Martin Rueda müsse mit den aktuellen Kaderspielern arbeiten, schliesslich habe man in der vergangen Saison nicht weniger als 13 neue Spieler geholt, führt Känzig aus. Es sei jedoch möglich, so der YB-Boss, dass allfällige Abgänge ersetzt werden.
Es wird noch Abgänge geben
Vielmehr als über Zuzüge spricht man beim Berner Fussballverein derzeit über Fussballer, die den Klub verlassen sollen. Der BSC Young Boys versucht derzeit, einige Abgänge zu forcieren. Für Scott Sutter gebe es wohl keinen Platz mehr im Team, bestätigt Känzig: «Wir haben bereits zwei Rechtsaussenverteidiger im Kader». Sutter möchte gerne nach England wechseln. Allerdings haben dort die Vereine gerade erst das Training aufgenommen. «Wir hoffen aber, dass sich im Verlauf des Sommers etwas konkretisieren wird, möglicherweise bei einem unterklassigen Verein aus England», so Känzig. Wieder fest im Sattel sitzt hingegen Mario Raimondi: Beim inzwischen entlassenen Trainer Christian Gross hatte er keine Rolle mehr gespielt. Unter dem neuen Trainer Martin Rueda scheint sich eine Renaissance anzubahnen, zumal Josh Simpson, ein direkter Konkurrent für einen Stammplatz, verletzungsbedingt lange ausfallen wird.
Ausser Rang und Traktanden ist dagegen der junge Freddy Mveng. Er trainiert mit der U-21 und ist laut Känzig leistungsmässig zu weit von der ersten Mannschaft entfernt. Für ihn sucht YB zurzeit einen neuen Verein: «Das ist aber nicht so einfach, denn er hatte die ganze letzte Saison kaum Spielpraxis. Er stand lediglich 17 Minuten auf dem Feld», ergänzt Känzig.
Scheitern hätte Folgen
Die Zusammensetzung des Kaders für die kommende Saison wird auch wesentlich davon abhängen, ob sich YB für die Europa League qualifizieren wird: «Erreichen wir die Gruppenphase nicht, werden wir wohl einen etablierten Spieler verkaufen müssen – Henri Bienvenu im letzten Herbst», sagt Ilja Känzig. Der Verein unterliege wirtschaftlichen Zwängen und müsse das Kader entsprechend verkleinern, wenn Einnahmen aus internationalen Spielen ausfallen. Man darf also gespannt sein, wer alles noch vom YB-Boot muss. http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/16810647
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Freitag 6. Juli 2012, 16:57 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
06.07.2012  Zitat: «Ich wünsche mir eine Annäherung zwischen Fans und Polizei»
Marcel Wirth ist seit zwei Jahren als Fanarbeiter beim BSC Young Boys tätig. Mit Bernerzeitung.ch/Newsnet sprach er über sein Verhältnis zur Fankurve, Gärtchendenken im Stadion und Pyros.
Wie haben Sie sich in den vergangenen zwei Jahren in Ihrer Arbeit als Fanverantwortlicher bei YB eingelebt? Marcel Wirth: Ich habe mich sehr gut eingelebt. Am Anfang ging es darum, viele Kontakte zu knüpfen. Schon bald wurde eine Basis gelegt, auf der wir für die Zukunft aufbauen können.
Was war Ihr bisheriger Höhepunkt? Aus persönlicher Sicht, dass ich dank den Euro-League-Spielen an Orte kam, die ich sonst nicht gesehen hätte. Aus sportlicher Sicht der Match in Istanbul und das Heimspiel gegen Tottenham. Aus professioneller Sicht ist der Kontakt zu den Fans ein Highlight. Unabhängig davon, ob es gut oder schlecht läuft, man kann immer zusammen an einen Tisch sitzen. Ich sehe, wie es bei anderen Klubs ist, wie sie mit den Fans zusammensitzen oder eben nicht, reden oder eben nicht. Da dürfen wir bei YB mit einem gewissen Stolz sagen, dass der Dialog mit den Fans sehr gepflegt wird und fruchtbar ist.
Pflegen Sie auch zu anderen Fanverantwortlichen den Kontakt ? Eigentlich gibt es nur bei Basel einen Fanverantwortlichen mit einem 50-Prozent-Pensum. Bei den anderen Klubs gibt es niemanden mit vergleichbarem Pensum. Mit ihnen habe ich vor allem im Rahmen der Swiss-Olympic-Ausbildung für Fan- und Sicherheitsverantwortliche in Magglingen Kontakt.
Wie hat sich Ihre Beziehung zu den YB-Fans entwickelt? Anfänglich war eine gewisse Skepsis da. Man kannte mein Gesicht nicht und ich gehörte keiner Gruppierung an. Dadurch war ich nicht vorbelastet, aber die Fans wussten nicht, mit wem sie es zu tun hatten. Nun wissen die Fans, wie ich ticke und was ich für ein Typ bin. Ein Vertrauensverhältnis ist da, bei manchen mehr, bei anderen weniger. Natürlich bin auch ich YB-Fan, aber nicht in dem Ausmass wie die meisten. Das verstehen nicht alle. Ich bin auch nicht derjenige, der in der Halbzeit rumhängt oder auf Networking aus ist. Aber wir haben ein gutes bis sehr gutes Verhältnis, welches einen konstruktiven Dialog zulässt.
Was unterscheidet Sie als Fanverantwortlicher von einem Fanarbeiter? Der Fanverantwortliche hat die schwierigere Rolle zwischen den Fans und dem Klub. Die Fanarbeit nimmt die Optik der Fans ein, selbstverständlich mit Ausnahmen. Ich vermittle zwischen den Fronten. Dabei nehme ich die Klubposition ein, bringe aber auch die Fanoptik in den Klub hinein. Ich versuche, das Verständnis für die verschiedenen Rollen zu vergrössern. Mir ist klar, dass der Polizist und der Fan je ihre Rolle haben. Es muss aber möglich sein, ohne Vorurteile zusammen zu reden.
Was könnte besser sein? Wie erwähnt möchte ich das Verständnis füreinander verbessern. Ich will dieses Gärtchendenken etwas auflösen. Verständnis für andere bringt viel. Das zeigt das Projekt mit den Extrazügen, da war das Verhältnis zwischen dem Klub, den Fans und den SBB schon gut und darauf konnte man aufbauen. Wir sind noch nicht soweit, dass wirklich alle Parteien an einen Tisch sitzen und sich die Bedürfnisse und Bedenken der anderen anhören. Ich würde mir diesbezüglich eine Annäherung zwischen Fans und Polizei wünschen.
Was ist Ihr Sorgenkind? Im Grossen und Ganzen haben wir eine gute Situation. Ich will nichts verharmlosen, doch Wochenende für Wochenende sind in den Stadien so viele Menschen, wie in einer kleinen Stadt. Während YB-Heimspielen sind wir sozusagen das grösste Jugendhaus des Kantons. Dass Emotionen und Alkohol zu Zwischenfällen führen können, liegt leider in der Natur der Sache. Betrachtet man aber die Relationen, passiert relativ wenig. Wir bemühen uns im Austausch mit allen Verantwortlichen, dass die Anzahl Zwischenfälle auf ein Minimum reduziert werden kann.
Wie denken Sie über Pyros? Das Thema polarisiert und ist wortwörtlich ein Brennpunkt. Fakt ist, dass Pyros verboten sind. Es wäre wünschenswert, wenn die Diskussionen sachlicher geführt würden.
Was sind Ihre persönlichen Ziele für die kommende Saison? Ich möchte das Verhältnis zu den Fans weiter festigen. In der Prävention sehe ich Potenzial, dass man vermehrt in die Schulen geht. Dass man dort viel erreichen kann, sieht man beispielsweise beim Projekt «Sport fägt». Die Nachfrage seitens der Schulen wäre da. Hier könnten die Sportklubs und die Liga aus meiner Sicht noch mehr bewegen, und ich möchte auch in diesem Bereich meinen Beitrag leisten. http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/14334175
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Montag 9. Juli 2012, 15:08 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
09.07.2012  Zitat: YB: Mit Bescheidenheit zum nächsten Titelangriff
Nach der enttäuschenden letzten Saison ist bei den Bernern Young Boys im Vorfeld der neuen Spielzeit Bescheidenheit eingekehrt. Zwar wollen die Berner um den Titel mitspielen, offen auszusprechen vermag dies jedoch niemand.
Nach dem Knall im vergangenen April und der Entlassung von Christian Gross leiten inzwischen Martin Rueda als Chefcoach und Identifikationsfigur Thomas Häberli als dessen Assistent die Geschicke bei den Young Boys. Das Duo soll YB nach der verkorksten letzten Saison wieder auf Kurs bringen.
Das «Wir-Gefühl» stärken
Anders als vor einem Jahr wird in Bern – zumindest in Fussballkreisen – auch nicht mehr ununterbrochen vom Meistertitel gesprochen. Die niedrigeren Erwartungshaltungen könnten aber genau Ruedas Chance sein. Auch wenn sich der 49-jährige Zürcher davor hütet, vom Titel zu sprechen: «Für mich heisst es, eine gewisse Bescheidenheit an den Tag zu legen. Wir wollen einen guten Start in die neue Saison hinlegen und guten Fussball spielen.»
Der schweizerisch-spanische Doppelbürger hauchte den YB-Spielern seit seinem Amtsantritt neues Leben ein. Anders als unter Vorgänger Gross wirkte das Team in der Vorbereitung wieder befreit und locker. «Das Wir-Gefühl ist für mich wichtig. Die Mannschaft hat absolute Priorität und der muss alles untergeordnet werden», sagte Rueda.
Geringe Fluktuation
Bezüglich der Kaderzusammenstellung hat Rueda nicht viel Spielraum, der Geldhahn wurde bereits früh zugedreht. So sind die neuen Spieler bis anhin auch nur Rückkehrer. Christian Schneuwly wurde nach seiner starken Rückrunde in Thun zurückgeholt, der FCZ verzichtete nach der Ausleihe von Scott Sutter in der Rückrunde auf eine Weiterverpflichtung. Sutter dürfte YB jedoch bald verlassen, ihn zieht es nach England. Zu den definitiven Abgängen zählen einzig David Degen (Basel) und Nassim Ben Khalifa (GC).
Keine Zuzüge geplant, aber…
Weitere grosse Kaderveränderungen sind in der Hauptstadt auch nicht mehr geplant. YB-CEO Ilja Kaenzig machte unmissverständlich klar, dass kein Geld für Neuzuzüge vorhanden sei. Es sei denn, YB erhält ein angemessenes Angebot zum Verkauf eines eigenen Akteurs. So bleibt die Möglichkeit bestehen, dass Spieler wie Emmanuel Mayuka, Michael Silberbauer oder Freddy Mveng noch verkauft werden könnten.
Rueda will offensiv spielen
Die Berner Fans dürfen sich unter der Leitung von Rueda wieder auf offensiv ausgerichteten Spektakel-Fussball freuen, der unter Gross so schmerzlich vermisst wurde. «Ich plane, offensiv spielen zu lassen. Das 4-4-2-System ist unsere Grundidee», erklärt Rueda. Um sein Team aber je nach Situation flexibel agieren zu lassen, wurde in der Vorbereitung auch häufig ein 4-2-3-1 geübt. Diese Spielweise könnte bei YB bereits in den ersten 4 Partien zur Anwendung kommen, denn Stürmer und Torhoffnung Raul Bobadilla ist nach seinem Ausraster im Heimspiel gegen Luzern (2:2) noch gesperrt.
Wölfli: «Wir wollen mehr»
Auch wenn bei YB weder auf Führungsebene noch im Trainerstab vom Titel gesprochen wird, zeigen sich vor allem die Spieler erfolgshungrig. Nach dem Vize-Meister-Hattrick von 2008 bis 2010 und der Europa-League-Qualifikation in der vergangenen Saison soll endlich Basels Vorherrschaft beendet werden. «Letzte Saison haben wir das Minimalziel erreicht. Jetzt wollen wir mehr», sagte Captain Marco Wölfli. Eine klare Kampfansage an die Konkurrenz, die, wenn bei YB alles zusammenpasst, durchaus ernstgenommen werden muss. http://www.sport.sf.tv/Nachrichten/Arch ... telangriff
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Dienstag 10. Juli 2012, 17:12 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
10.07.2012  Zitat: «Tore schiessen macht süchtig»
Die Mischung aus Routiniers und Youngstern wie Michael Frey soll den Berner Young Boys diese Saison den Erfolg bringen. Trainer Martin Rueda warnt jedoch davor, die Ziele zu hoch zu stecken.
Die Stimmung ist locker an diesem Dienstagmittag im Stade de Suisse in Bern. Die Vereinsleitung der Berner Young Boys hat zur letzten Pressekonferenz vor dem Saisonstart am kommenden Sonntag eingeladen. «Wir wollen positive Schlagzeilen schreiben, sportlich und vereinstechnisch», bringt Präsident Werner Müller die Saisonziele auf den Punkt.
Trainer Martin Rueda ist zuversichtlich, dass YB sportlich die Leistung zeigen kann, die Fans und Verantwortliche vom Verein erwarten. Er mahnt jedoch davor, die Ziele zu hoch anzusetzen, um nachher nicht enttäuscht zu werden. Sicher wolle man im Cup überwintern, in der Europa League die Gruppenphase überstehen und in der Meisterschaft um die vorderen Rängen mitspielen, um am Ende die europäischen Plätze belegen zu können. Keine Erwähnung findet aber das Wort «Meistertitel». Auch CEO Ilja Kaenzig bekräftigt, dass das primäre Ziel sei, die Saison 2012/13 zu einem positiven Abschluss zu bringen: «In der Vergangenheit hat jede Saison mit einer Enttäuschung geendet, das soll diese Saison anders sein.»
Teamchemie und der nötige Biss
Die Mannschaft selbst ist guter Dinge. Die Spieler kennen sich nun mindestens ein halbes, die meisten schon ein ganzes Jahr und das vor allem auch neben dem Platz. YB-Routinier Mario Raimondi hält fest, dass die Stimmung innerhalb der Mannschaft sehr gut sei. «Die Vorbereitung war seriös, aber wir pflegen auch ein gutes Verhältnis untereinander, so dass wir auch mit der Lockerheit auftreten können, die uns letzte Saison teilweise gefehlt hat.»
Rueda hat seit seinem Amtsantritt vor vier Wochen sicherlich davon profitiert, dass es im Kader nur wenige Wechsel gab. Zusätzlichen Drive verleihen dem Team die bissigen Jungstars, wie Nachwuchsmann Helios Sessolo oder das Stürmertalent Michael Frey. Letzterer kam bereits die letzten Spiele der vorherigen Saison zum Einsatz und brillierte in der Vorbereitung gegen 1860 München. Mit insgesamt drei Toren aus fünf Spielen lässt er die Fans hoffen.
Stürmertalent mit Torsucht
Auf sein Erfolgsrezept angesprochen erwidert der 17-Jährige schlicht, dass er es einfach liebe Fussball zu spielen. Natürlich seien auch Fleiss und Erfolge wichtig für das Vorankommen. «Tore wie gegen Sion bleiben natürlich in guter Erinnerung», meint der junge Stürmer aus Münsingen und ergänzt lächelnd, «Tore schiessen macht süchtig und ich will immer weiter treffen. Das Gefühl wenn man den Ball im Netz versenkt hat ist unbeschreiblich.»
Mit den Stürmerkollegen Mayuka und Bobadilla gäbe es keine Hahnenkämpfe. Im Fussball sei es wichtig, dass man sich nicht mit anderen vergleiche. Viel mehr schätzt es Frey, dass er solch erfahrene und talentierte Stürmerkollegen hat, von denen er lernen und sich damit weiter verbessern kann. http://www.bernerzeitung.ch/region/bern ... y/24222888
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Dienstag 10. Juli 2012, 17:18 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
10.07.2012  Zitat: «Bescheidenes» YB startet zuversichtlich in die neue Saison
Die YB-Verantwortlichen lobten kurz vor dem Saisonstart die herrschende Ruhe im Klub und glauben an einen erfolgreichen Auftakt. Bernerzeitung.ch/Newsnet berichtete live von der Medienkonferenz.
Medienkonferenz beendet Die Medienkonferenz ist hiermit beendet.
Noch ein Hinweis in eigener Sache: Künftig wird es auf Bernerzeitung.ch/Newsnet möglich sein, die eingesetzten YB-Spieler nach dem Match zu benoten.
Kaenzig lobt die Ruhe Kaenzig sieht auch Positives an der letzten Saison. Er glaubt, dass die zahlreichen Transfers für Unruhe gesorgt hatten. «Weil wir weniger Transfers machen mussten, kennen sich die Spieler jetzt besser und sind noch enger zusammengewachsen.»
Bleibt Mayuka? «Im August werden alle Klubs noch Stürmer suchen», ist sich Kaenzig bewusst. Er rechnet mit Anfragen für Emmanuel Mayuka.
Mögliche Abgänge Falls der Abgang von Scott Sutter nicht Zustande kommt, sei er ein vollständiges Mitglied des Teams, sagt Kaenzig. «Es handelt sich um ein Luxusproblem». Scott Sutter ist übrigens auch im Raum anwesend und lauscht den Worten Kaenzigs.
Sicher nicht dabei sei wird im Moment Freddy Mveng. Er soll in der U21 wieder auf Touren kommen.
Jemal ist momentan fix bei der U21, würde aber gerne Wechsel. Fix ist auch in seinem Fall noch nichts. Kaenzig erhofft aber, dass sich im August eine Lösung ergibt.
Kaenzig erwähnt auch noch Coly und Lingani. «Bei ihnen sind wir permanent auf der Suche nach einer Lösung».
Affolter möchte offenbar bei Bremen bleiben. Kaenzig denkt aber, dass er seinen Stammplatz in der Vorrunde verspielt hat, weil er an die Olympiade reist.
Klare Vorstellung von der Startelf Rueda hat bereits eine klare Vorstellung, wie er am Sonntag spielen lassen will, sagt er. Die Aufstellung will er aber noch nicht preisgeben. Es gebe natürlich auch noch einige Positionen, bei denen es Fragezeichen gebe.
Rueda zu den Saisonzielen «Im Cup wollen wir überwintern, in der Europa League die Gruppenphase erreichen und in der Super League vorne mitspielen», sagt Rueda. Europa sei das Mindestziel in der Liga.
Die Mannschaft ist topparat Auch Martin Rueda hätte sich eine längere Vorbereitunszeit gewünscht als die vier Wochen. «Die Mannschaft ist willig und seriös bei der Sache.» Die Mannschaft sei topparat. Rueda rechnet mit einem guten Saisonstart. «Wir sind bereit für den nächsten Sonntag».
Hasler nicht dabei Hansruedi Hasler ist heute nicht dabei. Er wird sein Pensum reduzieren und muss sich erholen. Er wird sich künftig auf den Nachwuchs und seine Rolle als technischer Direktor fokussieren.
Hasler arbeite ab 1. Juli offiziell nur noch 50 Prozent.
Ruhe im Team Kaenzig freut sich nicht, dass es schon losgeht. Er findet, die Sommervorbereitung könne noch länger dauern. Noch sei bei allen Team alles gut, schon nächste Woche werde es aber Verlierer geben.
Die Ruhe im Verein begründet Kaenzig damit, dass in der letzten Saison massiv am Team gearbeitet wurde. Es seien auch noch keine Zuzüge geplant, aber mit Abgängen sei noch zu rechnen - spätestens im August. Wenn es Abgänge gibt, werde der Verein aber sicher reagieren.
«Es ist das los der Schweizer Klubs, dass wir früher in die Saison starten und die anderen Vereine die Chance haben, unsere Spieler zu beobachten.»
Vertrauen in den Trainer Werner Müller ergreift zuerst das Wort. Er freue sich, dass die Saison wieder losgeht. Er hofft, dass die Super League diese Saison keine negativen Schlagzeilen mehr macht. «Ich hoffe, dass jetzt wieder im Vordergrund steht».
Müller möchte mit attraktivem Fussball noch mehr Fans ins Stadion locken als in der Vorsaison. Müller glaubt an die Mannschaft und den Teamgeist. «Wir haben volles Vertrauen in die Crew und den neuen Trainer.» Die Vorsaison-Konferenz beginnt früher als geplant. Die Protagonisten haben Platz genommen.
Müller, Kaenzig und Rueda An der heutigen Medienkonferenz werden YB-Präsident Werner Müller, CEO Ilja Kaenzig und Trainer Martin Rueda informieren.
Wir haben vor der Medienkonferenz mit Michael Frey, Mario Raimondi und Neuling Helios Sessolo gesprochen. Der Beitrag mit Frey und Raimondi lesen Sie heute noch auf Bernerzeitung.ch/Newsnet. http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/22714247
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Mittwoch 11. Juli 2012, 10:33 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
11.07.2012  Zitat: Der Technische Direktor zieht die Notbremse
Hansruedi Hasler hat sein Arbeitspensum bei YB auf 50 Prozent reduziert. Die Schwierigkeiten der letzten Saison haben dem bald 65-Jährigen gesundheitlich zugesetzt.
Die Bombe platzte an der Vorsaison-Medienkonferenz des BSC Young Boys vom Montag. Hansruedi Hasler, Technischer Direktor des Berner Klubs, hat sich weitgehend aus dem Umfeld der ersten Mannschaft zurückgezogen. Seit Anfang Juli sei er nur noch zu 50 Prozent bei YB angestellt, erklärte CEO Ilja Kaenzig. Hasler kümmert sich nun um die Dossiers, die seit seinem Arbeitsbeginn im Januar 2011 meistens liegen geblieben waren wegen der Ressourcen, die das YB-Fanionteam beanspruchte.
Namentlich handelt es sich um die Nachwuchsförderung, die Trainingsinfrastruktur, den Frauenfussball sowie die Beziehungspflege von Vereinen in der Region Bern und den städtischen Behörden. Von einer Zurückstufung oder einer Trennung in Raten kann laut Kaenzig nicht die Rede sein. «Hansruedi Hasler bleibt unser Technischer Direktor – ohne Wenn und Aber.» Die Frage ist, ob ein Direktor, der nur ein Teilzeitmandat innehat, noch genügend Einfluss nehmen kann auf das Tagesgeschäft. Kaenzig wischt solcherlei Bedenken vom Tisch. Hasler werde immer noch an fünf von sieben Wochentagen für YB unterwegs sein. «Eine 50-Prozent-Anstellung im Fussball entspricht einem Fulltime-Job.»
Kräfteraubendes Tagesgeschäft
Hansruedi Hasler gönnt sich inskünftig mehr Auszeiten. Die freien Tage Dienstag und Mittwoch will er nutzen, um abseits von Fussballplätzen Energie zu tanken und abzuschalten. Etwas, was in der vergangenen Saison nicht mehr möglich war. Das Projekt mit Christian Gross als Trainer absorbierte Hasler weit stärker, als er sich das vorgestellt hatte. «Die Belastung war sehr hoch. Und ich konnte mich auch nicht so abgrenzen, wie ich mir das gewünscht hätte.» Der Technische Direktor litt, wurde zusehends grantig und dünnhäutig. «Ich habe die Dynamik des Tagesgeschäftes unterschätzt», sagt Hasler selbstkritisch.
Die zwiespältigen Erlebnisse der letzten Monate haben Haslers Freude am Fussball getrübt, doch der Leidenschaft für diesen Sport haben sie nichts anhaben können. Er sei voll motiviert, bei YB etwas zu bewegen, sagt er. Sein Vorgesetzter Kaenzig hört solche Worte gerne. Denn er ist nach wie vor überzeugt, dass Hasler eine wichtige Rolle spielen kann bei der Weiterentwicklung des ambitionierten Stadtberner Klubs.
Europa League ein Muss
Für die Belange der ersten Mannschaft ist nach Haslers Rückzug ins zweite Glied Kaenzig zuständig. Der CEO war auch gestern bemüht, die Erwartungen hinsichtlich der übermorgen Freitag beginnenden Saison tief zu halten. Er wünscht sich ein Team, welches attraktiven Fussball spielt. Nur so könne man das Publikum zurückgewinnen, das sich zuletzt abgewandt hat vom Klub.
YB braucht ein sehr gut gefülltes Stadion, um finanziell einigermassen auf festem Boden zu stehen. Die durchschnittlich fast 21'500 Zuschauerinnen und Zuschauer, die in der Saison 2011/12 ins Stade de Suisse kamen, reichen mehr schlecht als recht aus, damit sich YB das aktuelle Kader leisten kann. «Wir brauchen die Einnahmen aus den Gruppenspielen der Europa League.» Womit gleichzeitig das einzige klar definierte Ziel formuliert wäre, welches Gelb-Schwarz unter dem neuen Trainer Martin Rueda erreichen soll. http://www.derbund.ch/sport/fussball/De ... y/13060069
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Mittwoch 11. Juli 2012, 10:36 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
11.07.2012  Zitat: Neue Phase der Bescheidenheit an allen Fronten
Nach der teuren, turbulenten, enttäuschenden Saison unter Trainer Christian Gross ist bei YB fast alles eine Nummer kleiner.
Die Gegensätze könnten drastischer kaum sein. Vor einem Jahr herrschte bei YB grenzenlose Euphorie, das Riesenbrimborium nach der Verpflichtung des Startrainers Christian Gross sorgte für spektakuläre Zielsetzungen und Schlagzeilen. 12 Monate später ist bei den Young Boys Ruhe und Vernunft eingekehrt, das sehr teure, sehr enttäuschende Jahr mit Gross hat für finanzielle und sportliche Kapriolen der unerwünschten Art gesorgt. «Wir wollen Freude haben und Freude bereiten», sagt der neue Präsident Werner Müller an der Vorsaisonpressekonferenz am Dienstagmittag, «und es wäre schön, wenn wir den Zuschauerschnitt von zuletzt knapp 21'500 steigern könnten.» CEO Ilja Kaenzig meint, die letzten Saisons hätten für YB immer mit einer grossen Enttäuschung geendet: «Das soll nun anders sein.»
Rueda als Gegenentwurf
Und es ist der neue Trainer Martin Rueda, der die Ziele, Träume und Wünsche des geerdeten Klubs ausformuliert: «Im Cup wollen wir überwintern, in der Europa League die Gruppenphase erreichen und in der Liga in den europäischen Rängen landen.» Von Titeln und Pokalen und Hochphasen spricht keiner.
Der ruhige Martin Rueda wirkt in vielerlei Hinsicht wie ein Gegenentwurf zum dominanten Christian Gross. An der Besetzung des Trainerpostens lässt sich die neue Bescheidenheit bei YB gut ablesen. Und an den Transferaktivitäten. In den beiden Wechselperioden der letzten Saison verpflichtete der Verein insgesamt 13 Spieler (7 im letzten Sommer, 6 in der Winterpause). Nun sind einzig ein paar zuletzt ausgeliehene Akteure wie Christian Schneuwly und Scott Sutter zurück in Bern. YB muss jetzt sparen. YB verbrennt jetzt keine Millionen mehr. YB ist nun solid.
Mayuka soll verkauft werden
Und so wollen die Young Boys das für Schweizer Verhältnisse immer noch prächtig besetzte Team weiter redimensionieren. Akteure wie Sutter, Ammar Jemal (zuletzt an Köln ausgeliehen) und sogar Matar Coly und Hassan Lingani stehen weiter auf der Lohnliste, sollen aber abgegeben werden. Das im letzten Sommer verpflichtete Talent Freddy Mveng trainiert vorderhand mit dem U-21-Team. Und es ist sehr gut möglich, dass Stürmer Emmanuel Mayuka bis Ende August noch verkauft wird. «Ja, das ist nicht auszuschliessen», bestätigt CEO Ilja Kaenzig. Die Geldgeber der Young Boys wollen einen Teil der massiven Investitionen zuletzt rasch wieder hereinholen.
Nachdem Mayuka im Winter einen ausgezeichneten Afrika-Cup mit Sieger Sambia gespielt hatte, hiess es, der Marktwert des Stürmers betrage 12 oder sogar 14 Millionen Franken. Jetzt muss YB auf einen starken Saisonstart Mayukas hoffen, um vielleicht die Hälfte davon zu erhalten. «Und falls wir Mayuka verkaufen, würden wir einen anderen Stürmer verpflichten», sagt Ilja Kaenzig.
Hasler reduziert Pensum
Möglich ist zudem eine frühere Rückkehr François Affolters, der bis Ende Dezember an Bremen ausgeliehen ist, als einer von fünf Innenverteidigern beim Bundesligisten aber schlechte Perspektiven besitzt – zumal er an den Olympischen Spielen teilnimmt und nun einen Grossteil der Saisonvorbereitung verpasst.
Bekannt gab YB derweil, dass der 64-jährige Hansruedi Hasler sein Pensum auf 50 Prozent reduzieren und sich als Technischer Direktor auf den Nachwuchs fokussieren wird. Auch eine bessere Jugendarbeit soll das neue YB auszeichnen. http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/12829893
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Mittwoch 11. Juli 2012, 10:39 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
11.07.2012  Zitat: Der Jüngste, der Älteste und das witzige Foto
Am Sonntag startet YB in St.Gallen in die neue Saison. Der jüngste Feldspieler Michael Frey steht vor seiner ersten Saison in der Super League – der doppelt so alte Christoph Spycher vielleicht vor seiner letzten.
Am YB-Medientermin mit Pastaessen am Dienstag ist die gesamte Mannschaft inklusive Trainerstab im Stade de Suisse versammelt. Und wenn der Eindruck nicht komplett täuscht, dann ist die Ambiance bei der YB-Ausgabe 2012/2013 gelöster, lockerer, offener als in der letzten Saison unter Coach Christian Gross. «Die Stimmung ist gut», sagt Christoph Spycher. «Aber wir spielen immer noch Fussball. Und entscheidend für die Stimmung werden auch in Zukunft unsere Resultate sein.»
Christoph Spycher ist der mit Abstand älteste YB-Feldspieler und fast zweieinhalb Jahre älter als Mario Raimondi, der just gestern seinen 32. Geburtstag feierte. Unter den vielen jungen Akteuren im Team geniesst Spycher einen hohen Stellenwert. 47 Länderspiele sowie Einsätze an Welt- und Europameisterschaften zieren seine Visitenkarte, und nach einem erfolgreichen, fünfjährigen Engagement in der Bundesliga bei Eintracht Frankfurt steht er nun vor seiner dritten Saison bei YB.
Spycher träumt davon, mit den Young Boys einen Titel zu gewinnen, natürlich tut er das, aber auch er äussert sich – getreu der neuen Vereinsbescheidenheit – wenige Tage vor dem Start zur neuen Spielzeit eher zurückhaltend: «Wir sind eingespielt, müssen aber konstanter werden.» Und: «Ich habe ein gutes Gefühl. Es stört uns nicht, sprechen viele nur von Basel oder Sion.»
Wie lange noch als Spieler?
Es ist ja vielleicht die letzte Saison von Spycher als Profifussballer, im nächsten Frühling wird er 35 Jahre alt. Den richtigen Zeitpunkt zum Rücktritt will er nicht verpassen, sagt aber auch: «Ich bin völlig entspannt und freue mich einfach sehr auf die neue Saison.» Ein Jahr läuft sein Kontrakt noch, zugesichert ist ihm ein Anschlussvertrag bis 2014 mit einer noch zu definierenden Aufgabe. Wenn er so weiterspielt wie letzte Saison, als er bester und verlässlichster YB-Akteur und zuverlässiger Elfmeterschütze war, ist eine Verlängerung der Karriere nicht auszuschliessen.
Vorerst geht es darum, ob Spycher als Linksverteidiger oder im zentralen Mittelfeld spielen wird. «Ich glaube, ich werde auf beiden Positionen eingesetzt werden», sagt der Linksfuss, «das hängt ja auch davon ab, welche Spieler verletzt oder gesperrt sind.» Es ist eine typische Aussage für den ausgeprägten Teamspieler.
Genau halb so alt wie Spycher ist der jüngste YB-Feldspieler. Aber Michael Frey bewegt sich bereits selbstbewusst im Spielerkreis. Der Schweizer U-19-Nationalspieler gilt als eines der grössten helvetischen Sturmtalente. Frey ist torgefährlich, zweikampfstark, robust, und er sagt, er profitiere enorm davon, im Training die Teamkollegen Raúl Bobadilla und Emmanuel Mayuka beobachten zu können. «Von ihnen kann ich sehr viel lernen.»
Spychers Autogramm für Frey
Michael Frey geht trotz starker Vorbereitung davon aus, bei YB vorerst als Joker eingesetzt zu werden. «Ich bin vor dieser Saison wahnsinnig motiviert und bereit, wenn es mich braucht», sagt der 17-Jährige, der im Frühling gegen Sion bereits ein Tor erzielte. Frey steht vor seiner ersten ganzen Spielzeit in der Super League – und vor seinem 18.Geburtstag. Er sei übrigens am 19. Juli und nicht am 19. Oktober 1994, wie es überall im Internet geschrieben stehe, geboren worden, betont er. Frey ist derzeit daran, den Nothelferkurs zu absolvieren, um so bald wie möglich die Autoprüfung abzulegen. Es sind aufregende Zeiten für den Teenager. Und der zweifache Familienvater Spycher sagt schmunzelnd, es sei keine Überraschung, sei Frey ein derart grosses Talent: «Er hatte als Bub ja auch die richtigen Vorbilder.»
Denn es gibt eine witzige Geschichte, die den früheren Münsingen-Akteur Spycher mit dem ehemaligen Münsingen-Junior Frey verbindet. 2003 stattete der damalige GC-Meisterspieler Spycher einem Sommertrainingslager in Huttwil einen Besuch ab und verteilte fleissig Autogramme. Michael Frey, damals acht Jahre alt, war so stolz auf die Unterschrift des Nationalspielers, dass er das dazugehörige Bild aufbewahrt hat. Es ist heute auf seinem Smartphone gespeichert. http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/25193497
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 29 Gäste |
| |
|
|
Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen. Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen. Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern. Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen. Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.
|
|
 |