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Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
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shalako
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Verfasst: Montag 24. Oktober 2011, 16:28 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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24.10.2011  Zitat: Keine Unterhaltung, keine Punkte
YB hat den Sprung auf Rang 1 kläglich verpasst – in einer sehr langweiligen Partie verloren die schwachen und lustlosen Berner zu Hause gegen ein biederes GC 0:1.
Christian Gross ist noch YB-Trainer. Es ist dieser Tage ja nicht selbstverständlich, dass ein Coach bleiben darf, wenn ein Berner Spitzenteam mit Meisterambitionen sein Heimspiel gegen eine biedere Zürcher Mannschaft verliert – und dabei ungefähr derart viel Spektakel bietet wie ein Informationsabend der Steuerbehörde. Die Young Boys jedenfalls agierten gegen GC behäbig, zurückhaltend, farblos, ihr Auftritt bei der 0:1-Heimniederlage am Sonntag war langweilig, uninspiriert, schwach – und wurde nicht mal mit einem Zähler belohnt. Auf der anderen Seite der Papiermühlestrasse hatte SCB-Trainer Larry Huras am Freitagabend nach einer 1:2-Niederlage nach Verlängerung gegen die ZSC Lions seinen Job verloren – trotz Punktezuwachs. Huras, dem mehrfachen Schweizer-Meister-Trainer (auch mit dem SCB), wurde der fehlende Unterhaltungswert der Auftritte zum Verhängnis. Die Position von Christian Gross, dem mehrfachen Schweizer-Meister-Trainer (noch nicht mit YB), steht natürlich nicht zur Diskussion, im Gegenteil, die Young Boys sind überzeugt, dass der Zürcher den Berner Verein zum ersten Meistertitel seit 1986 führen kann.
Bürkis ruhiger Nachmittag
Die gestrige 0:1-Heimniederlage gegen sehr ersatzgeschwächte Grasshoppers, die mit einer verstärkten U-20-Equipe verteidigten, sorgte aber in erster Linie für Stirnrunzeln, Kopfschütteln – und Pfiffe des Publikums. Die YB-Spieler wirkten auf der Suche nach Erklärungen für den herben Rückschlag nach vier Ligasiegen in Serie ähnlich ratlos wie zuvor auf dem Rasen auf der Suche nach Ideen und Offensivkraft. «Wir sind masslos enttäuscht», sagte David Degen, «wir müssen GC einfach schlagen.» Und Alexander Farnerud meinte mit trauriger Stimme: «Es ist uns nicht gelungen, die GC-Defensive zu knacken.» Degen, der Flügelflitzer auf der rechten Seite, und Farnerud, der Taktgeber im Zentrum, schöpften ihr Leistungspotenzial nicht einmal im Ansatz aus. Und es ist in dieser Saison ja so: Sag mir, wie Degen und Farnerud gespielt haben, und ich sage dir, ob YB gewonnen hat.
Nachdem Leader Luzern am Samstag überraschend 1:2 gegen Xamax verloren hatte, hätten die Young Boys gestern mit einem Sieg mit zwei Toren Unterschied die Leaderposition übernommen – aber von zwei Treffern waren sie gegen GC weit entfernt. «Ich war selber erstaunt, wie wenig Arbeit ich hatte», sagte Roman Bürki, der junge Berner im GC-Tor. Erst in der Schlussphase musste der 20-Jährige bei Weitschüssen von Marco Schneuwly und Emmanuel Mayuka eingreifen, sonst erlebte er einen überraschend geruhsamen und erfolgreichen Nachmittag im Stade de Suisse. Sein Gegenüber Marco Wölfli war nach der Partie deutlich weniger gut gelaunt. Der YB-Captain erklärte, es gebe halt manchmal solche Spiele, in denen wenig gelinge. «Aber wir haben ein starkes Team und dürfen jetzt nicht nervös werden», sagte Wölfli. Und auch Christoph Spycher, ein anderer YB-Teamleader, forderte, die Ruhe nicht zu verlieren: «In der ersten Halbzeit hatten wir das Spiel ja noch deutlich im Griff. Leider spielten wir insgesamt aber zu kompliziert und zu wenig entschlossen.»
Erschreckende Harmlosigkeit
Weil Basel (1:0 in Zürich) und Sion (2:0 bei Servette) gestern ihre Auswärtspartien gewannen, rutschte YB auf den vierten Zwischenrang ab. «Das entspricht nicht unserem Selbstverständnis», sagte Degen, «wir müssen und werden reagieren.» Die erschreckende Harmlosigkeit gegen GC und die Hilflosigkeit im Kreieren von Torchancen sollte den Bernern jedoch zu denken geben. Am Donnerstag in Neuenburg gegen Xamax sowie am Sonntag zu Hause gegen Lausanne sind kein Spektakel, sondern Punkte gefordert. Bei YB reicht es, Titel zu gewinnen – Unterhaltung gab es in den letzten Jahren genug.
Zögerlich, unpräzis, ungelenk
Die Überlegenheit ist messbar. Fünf Corner durfte YB im Spiel gegen GC treten, erst in der Nachspielzeit versuchten sich auch die Zürcher einmal von der Eckfahne aus. Gut ein Dutzend Torchancen besassen die Young Boys übers ganze Spiel, die Grasshoppers kamen zu drei Möglichkeiten. Und geschätzte 60 Prozent der Spielzeit zirkulierte der Ball in den Berner Reihen. Statistisch also dominierte YB den zu diesem Zeitpunkt Tabellenletzten. Das Resultat: ein 1:0-Sieg für GC.
Insgesamt gab es in einem schwachen Spiel an einem kalten Sonntagnachmittag nur eine Tendenz: YB besass im Vergleich zweier schlechter Mannschaften Vorteile. Viel aber ereignete sich im Stade de Suisse nicht. Ein Schuss von Alexander Farnerud – zu schwach (13.). Ein Freistoss von Moreno Costanzo – übers Tor (25.). Eine Hereingabe von Raphael Nuzzolo – zu ungenau (34.). Die Chronologie der ersten Halbzeit liest sich wenig spannend. Nach dem Seitenwechsel gab es dann mehr Aufregung. GC-Stratege Toko lancierte in der 64. Minute einen der wenigen GC-Angriffe, indem er Orhan Mustafi einsetzte; dieser nutzte das Zögern in der YB-Verteidigung zum Abschluss. Der Schuss war präzis – YB lag 0:1 hinten.
Das Gegentor war ein Weckruf im kalten Stadion. Die frierenden 21135 Besucher machten sich wieder bemerkbar, YB-Coach Christian Gross wurde an der Seitenlinie laut und gestikulierte intensiv. «Die Mittelfeldspieler hätten unsere Stürmer mehr unterstützen müssen, wir konnten aus dem vielen Ballbesitz keine zwingenden Aktionen schaffen», befand er nach dem Spiel.
Erkennbar war zwar, dass die Dominanz von YB nach dem Gegentor noch grösser wurde, die Präzision aber fehlte weiterhin. Dafür gewann das Spiel mit dem neuen Spielstand zumindest etwas an Fahrt. Drei Minuten nach dem Treffer ging Emmanuel Mayuka nach einer Berührung mit Michael Lang im Strafraum zu Boden, der YB-Stürmer aber liess sich etwas gar früh und inszeniert fallen. Schiedsrichter Carrel operierte also weiter korrekt, als er den Sambier verwarnte. Später nahm Elsad Zverotic eine Flanke von Marco Schneuwly mit der Hand statt mit dem Kopf ab und verpasste die nächste Chance auf den Ausgleich. GC kam zwar nun kaum noch aus der eigenen Hälfte heraus, und YB drückte, lauerte vor dem Strafraum – so richtig gefährlich aber wurde es vor GC-Goalie Roman Bürki nicht. Hinzu kam, dass Christian Gross überraschenderweise ziemlich positionsgleich wechselte: Scott Sutter ersetzte Zverotic, Mario Raimondi kam für Nuzzolo, Marco Schneuwly für Costanzo. «Ich gebe immer wieder jungen Spielern das Vertrauen», umschiffte Gross die Frage, ob frühere und pointiertere Wechsel mehr Effekt gehabt hätten, etwas ungelenk.
YB blieb der Torerfolg verwehrt, obwohl sich bis zum Schlusspfiff Chancen boten. Farneruds Freistoss prallte aus 17 Metern an der GC-Mauer ab, und Mayukas harten, aber ungenauen Schuss entschärfte zuletzt Bürki. Die Niederlage zur Unzeit (Leader Luzern liess Punkte liegen, andere Konkurrenten siegten) hinterlässt bei YB Konsternation. GC-Coach Ciriaco Sforza hingegen lobte wie immer sein «junges, leidenschaftliches» Team – diesmal freilich nach einem Sieg. http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/16606662
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shalako
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Verfasst: Montag 24. Oktober 2011, 16:29 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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24.10.2011  Zitat: Die Noten zum Spiel YB gegen GC (23. Oktober 2011)
Die Spieler der Young Boys enttäuschten gegen GC auf der ganzen Linie.
Marco Wölfli: Note 4 Selten wurde der YB-Goalie so wenig geprüft wie am Sonntag. Eine starke Parade in der Schlussphase, beim Gegentor aus wenigen Metern chancenlos.
Elsad Zverotic: Note 3 Der solide Nationalspieler Montenegros wurde rechts hinten erneut Scott Sutter vorgezogen. Allerdings wären gegen GC gute Flanken und offensive Präsenz gefragt gewesen – und in diesen Disziplinen blieb Zverotic so blass wie seine Mitspieler.
Alain Nef: Note 3,5 Kopfballstark, robust, aber bei den zahlreichen Eckbällen und Freistössen der Young Boys vermochte er sich nicht durchzusetzen. Und beim Gegentor kam er wie Abwehrkollege Spycher und andere YB-Spieler zu spät.
Dusan Veskovac: Note 3,5 Solid, aber in der Angriffsauslösung manchmal zu langsam.
Christoph Spycher: Note 3,5 Auffälliger als Zverotic auf der anderen Seite, aber viel besser waren seine Flanken nicht. Zudem auch mit Ballverlusten.
David Degen: Note 3,5 Ihm gelang gegen das massive Abwehrbollwerk der Grasshoppers wenig. In der Startphase teilweise auch zu egoistisch.
Michael Silberbauer: Note 4 Vor der Pause der beste YB-Spieler, mit einigen starken Balleroberungen und klugen Pässen. In der zweiten Halbzeit fehlten aber auch ihm die Ideen, um die GC-Defensive auszuhebeln.
Alexander Farnerud: Note 4 Diesmal nicht so dominant wie gewohnt. Farnerud rotierte wie immer, er war fleissig, laufstark, willig, doch auch er vermochte das Feuer und die Leidenschaft im YB-Team nicht zu entfachen.
Raphael Nuzzolo: Note 3,5 Links im Mittelfeld mit vielen Aktionen, selten aber mit einer wirklich gelungenen Szene.
Moreno Costanzo: Note 3,5 Der Spielmacher erhielt für den angeschlagenen Nassim Ben Khalifa eine Einsatzchance. Costanzo versuchte, das Spiel an sich zu reissen, blieb aber ebenfalls immer wieder hängen. Ihm fehlte die Sicherheit und Spielpraxis, um seine Klasse auszuspielen.
Emmanuel Mayuka: Note 3,5 Lange Zeit ohne Durchsetzungsvermögen. In der Schlussphase kam er zu zwei, drei Gelegenheiten, dabei fehlte dem Stürmer auch ein wenig das Glück.
Mario Raimondi: Note 4 Kam nach 65 Minuten für Nuzzolo. War sehr bemüht, Akzente zu setzen, blieb aber auch zu wenig konkret in seinen Aktionen.
Marco Schneuwly: Note 4,5 Kam nach 68 Minuten für Costanzo – und war noch der stärkste YB-Akteur. Schneuwly probierte einiges und war viel unterwegs.
Scott Sutter (77. Minute für Zverotic) war zu kurz im Einsatz, um benotet zu werden.
6 = herausragend; 5 = gut; 4 = solid; 3 = ungenügend; 2 = schlecht; 1 = sehr schlecht. http://www.bernerzeitung.ch/sport/axpo_ ... y/26753432
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shalako
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Verfasst: Montag 24. Oktober 2011, 16:30 |
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24.10.2011  Zitat: GC gibt Rote Laterne ab
YB verpasst Thron
Mit der ersten echten Chance holt die B-Elf von GC den Sieg in Bern. Orhan Mustafi trifft mit einem Spitzkick.
LDie YB-Viertelstunde ist vorbei. Ohne einen Berner Treffer. Vier Minuten Nachspielzeit sind angezeigt. Schlusslicht GC verteidigt mit elf Mann die 1:0-Führung. Trainer Ciri Sforza beordert sogar Torschütze Orhan Mustafi, den einzigen Stürmer, in die Verteidigung. Die jungen Zürcher fighten.
Von der Tribüne kommt der eigentliche GC-Captain Smiljanic zur Bank gerannt. Er, einer von immer noch acht (!) Stammspielern, die Sforza nicht zur Verfügung stehen, weist seinen Trainer darauf hin, dass bereits die 95. Minute läuft. Sforza interveniert beim 4. Ref. Es geht trotzdem weiter. 96. Minute. Endlich aus GC-Sicht: Der Schiri pfeift ab.
Mit einem 2:0-Erfolg hätte YB Luzern an der Spitze abgelöst. Wird nichts draus. Und GC gibt die Rote Laterne nach einer Nacht wieder an Lausanne ab.
Was ist los mit Titelkandidat YB? Nach vier Siegen in Serie diese biedere Leistung gegen die Zürcher Juniorentruppe. Trainer Christian Gross: «Wir waren zwar überlegen, aber zu wenig entschlossen. Der Gegner arbeitete sehr gut nach hinten. Und Mayuka war vorne zu isoliert.» Zu schwach, hätte er auch sagen können. Der erfolglose Sambier versucht es immer wieder mit Schwalben. Für seine dreisteste (im Strafraum gegen Lang) sieht er in der 66. Minute Gelb.
GC-Trainer Sforza bleibt trotz dem überraschenden Sieg cool: «Ein grosses Kompliment an mein junges Team. Ich habe den Spielern gesagt: YB kann Leader werden, hat Spieler mit internationaler Erfahrung. Nur wenn wir mit Herz und Leidenschaft auftreten, können wir ihnen weh tun. Und wenn du diese Eigenschaften zeigst, hast du auch Glück.»
Was Sforza meinte: Mit der ersten echten Chance holt GC den Sieg. Konter, Captain Toko auf Mustafi, YB-Verteidiger Veskovac ist zu weit weg. Mustafi lässt Spycher und Nef stehen, trifft mit einem Spitzkick. Der Schweiz-Mazedonier macht beim Jubeln mit den Händen den albanischen Adler.
Stade de Suisse 21 135 Fans SR: Carrel (4) Tor: 64. Mustafi (Steilpass Toko) 0:1. Bemerkungen: YB ohne Ben Khalifa, Mveng, Lingani (alle verletzt), Doubai und Dudar (beide überzählig). GC ohne Abrashi, Cabanas, Callà, Pavlovic, Smiljanic, Vallori (alle verletzt), Hajrovic und De Ridder (beide in U21). Gelb: 61. Zuber (Foul), 67. Mayuka (Schwalbe), 80. Menezes (Reklamieren).
Einwechslungen: YB: Raimondi (65. für Nuzzolo). Schneuwly (68. für Costanzo). Sutter (77. für Zverotic). GC: –
Der Beste: Iacopo La Rocca. Der GC-Innenverteidger bildet mit Lang ein ganz starkes Duo.
Der Schlechteste: Emmanuel Mayuka. Der YB-Mittelstürmer fällt nur durch Schwalben auf.
Spielwertung: Note 4
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shalako
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Verfasst: Montag 24. Oktober 2011, 16:33 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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24.10.2011  Zitat: Junges GC stoppt die YB-Erfolgsserie
BERN. Nach vier Siegen in Serie ist YB wieder gebremst worden. Die Berner verloren gegen die Grasshoppers zuhause unerwartet 0:1.
Eines vorweg: Christian Gross ist noch YB-Trainer. Aber wäre Gross gestern Eishockeycoach des SC Bern gewesen, hätte ihn dessen Manager Marc Lüthi schon in der Pause wegen zu wenig Unterhaltung gefeuert; Lüthi hatte am Freitag SCB-Trainer Larry Huras genau aus diesem Grund entlassen.
Dass YB gestern aber kaum eine unterhaltsame Szene gelang, lag vor allem an den Grasshoppers. Die jungen Zürcher, bei denen die 19-jährigen Denis Simijonovic und Mergim Brahimi erstmals in der Startelf einer Super-League-Partie standen, beschränkten sich aufs Verteidigen. Sie stoppten die YB-Bemühungen jeweils schon vor dem eigenen Strafraum. Selber kamen die Gäste nur zweimal zum Abschluss. Die erste Möglichkeit nutzte Orhan Mustafi nach gut einer Stunde jedoch gleich zum Siegestreffer. «Ich muss der jungen Mannschaft ein Kompliment machen», freute sich Ciriaco Sforza über den Coup. «Sie hat mit Herz und Leidenschaft gespielt und damit YB wehgetan.»
Die Berner warfen nach dem Gegentor alles nach vorne, gute Torchancen blieben aber aus. Und was aufs Tor kam, wurde eine sichere Beute von YB-Leihgabe Roman Bürki. Der GC-Keeper parierte zweimal einen Schuss von Emmanuel Mayuka. «Wir waren überlegen, aber zu wenig dominant», hielt Gross enttäuscht fest. Der YB-Coach weist nach sieben Partien im Stade de Suisse eine negative Heimbilanz auf: Zwei Siegen und zwei Remis stehen nun drei Niederlagen gegenüber.
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shalako
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Verfasst: Montag 24. Oktober 2011, 16:34 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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24.10.2011  Zitat: Fast wie eine Wahlschlappe
Fussball YB verliert gegen GC mit 0:1 und verpasst die Leaderposition Alle wollen nach Bern. An diesem Wahlsonntag ist die Bundesstadt mehr denn je der Nabel der Schweiz –wer kommt ins Bundeshaus, an die Hebel der Macht? Das ist die dominierende Frage des Tages.
Auch auf den Fussballplätzen stehen ähnliche Themen in der Luft. Am Samstag hatte Leader Luzern überraschend gegen Xamax verloren. Eine Machtumwälzung hätte bevorstehen, Bern auch im Fussball zum Zentrum der Nation werden können. Denn die Zweitplatzierten Young Boys hätten mit einem Sieg über das Schlusslicht Grasshoppers zu den Luzernern aufschliessen, mit einem torreichen Erfolg die Zentralschweizer gar überholen können.
Doppelt so viele Chancen
Hätten, denn es kam anders. YB-Trainer Christian Gross musste nach Spielschluss eine Niederlage erklären. Er tat es einerseits mit grosser Klarheit. «Wir waren überlegen, aber zu wenig zwingend», sagte der ehemalige Erfolgstrainer seines Gegenüber GC. Die Präsenz im Strafraum habe gefehlt, auch diejenige der Mittelfeldspieler. Es war die korrekte Zusammenfassung von 94. Minuten Einbahnfussball. Denn die Young Boys griffen an und die Grasshoppers wehrten sich lediglich. Am Schluss hatten die Berner doppelt so oft den Torerfolg gesucht als die Zürcher, jedoch vergeblich. «Wir brauchen noch mehr Entschlossenheit», sagte deshalb Christian Gross treffend. Doch andererseits umschiffte er andere Themen mit der Gewandtheit eines Politikers, der seine Wahlschlappe erklären muss. Etwa die Frage nach den späten Auswechslungen, obwohl seine Mannschaft schon nach einer guten halben Stunde in einen genügsamen Trott verfallen war und kaum Impulse nach vorne zustande brachte.
Bis YB von dieser Passivität erwachte, brauchte es zwei Ereignisse, ein negatives und ein positives. Die Grasshoppers nutzten einen Konter in der 64. Minute mit Toko und dem Torschützen Orhan Mustafi zur entscheidenden Führung. Kurz darauf tätigte Gross die erste und bitter nötige Auswechslung, indem er den wirkungslosen Raphaël Nuzzolo durch den aktiveren Mario Raimondi ersetzte. Auch der eingewechselte Marco Schneuwly brachte YB zurück zur Dominanz und unterstützte den sonst isolierten Emmanuel Mayuka. Doch obwohl sich die Chancen häuften, änderte sich nichts am Resultat.
Mit Leidenschaft und Glück
Die Grasshoppers verteidigten tapfer. «Ich muss meiner jungen Mannschaft ein grosses Kompliment machen», sagte GC-Trainer Ciriaco Sforza. Er habe sein Team vor diesem Spiel gewarnt, habe es darauf vorbereitet, dass die Young Boys auf den ersten Platz schielen würden. Und die Spieler haben auf den Coach gehört, der nicht nur vor der Partie, sondern auch während – und zwar andauernd – mit ihnen kommunizierte. Er hatte im Vorfeld seinen Spieler klar gemacht, dass es «Herz und Leidenschaft» brauche. «Wenn du das hast, dann hast du auch Glück», sagte Sforza. GC hatte jede Menge.
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shalako
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Verfasst: Montag 24. Oktober 2011, 16:35 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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24.10.2011  Zitat: Männer, Mäuse und Mustafi
Die Kellerkinder von GC überraschen die Young Boys und gewinnen auswärts 1:0 bsn. Bern · Als Christian Gross, ein sogenannter Titel-Trainer, im Sommer die Young Boys übernahm, musste er häufig die Frage beantworten, was ein «Winner-Gen» sei – und ob es entwickelt werden könne. Einmal sagte er: «Das hat man grösstenteils in sich.»
Nach zwölf Meisterschaftspartien muss Gross davon ausgehen, dass die YB-Spieler das gewünschte Gen grösstenteils noch nicht in sich haben. So hatte sich den Young Boys am 21. August die Chance geboten, in einem Heimspiel die Tabellenspitze zu übernehmen – doch sie verloren gegen Thun 0:2 und fielen auf Platz 4 zurück. Am Sonntag bot sich die nächste Gelegenheit, abermals auf heimischem Terrain: Ein Sieg mit zwei Toren Differenz gegen den Underdog GC hätte den Bernern gereicht, den FC Luzern als Leader abzulösen – doch sie verloren 0:1 und fielen erneut auf Platz 4 zurück.
Die Berner schienen ratlos nach der Niederlage, sie redeten etwa den Gegner stark, der in den letzten vier Meisterschaftspartien weder einen Punkt ergattert noch ein Tor erzielt hatte (das abgebrochene Zürcher Derby nicht eingerechnet). Und sie wiesen darauf hin, wie wenig Raum ihnen GC geboten habe. Aber treffend wäre auch, dass YB die Reife fehlt, eine nominell klare Überlegenheit auf dem Feld umzusetzen – wie defensiv der Gegner auch immer auftritt. Denn es dürften kaum jemals Gäste ins Stade de Suisse reisen, die frisch, frech und fröhlich die Offensive suchen, schon gar nicht Mannschaften wie GC, die mit einer Vielzahl Junger ums Überleben kämpfen. Er habe den Spielern gesagt, sie müssten Herz und Leidenschaft zeigen – in solchen Fällen klappe es auch mit dem Glück, sagte der GC-Trainer Ciriaco Sforza.
Ob's wirklich so einfach ist? Wahrscheinlich glaubt nicht einmal Sforza selber daran. Jedenfalls ist anzunehmen, dass er der Mannschaft nicht nur die Bedeutung von Herz und Leidenschaft vorbetete, sondern auch ein taktisches Konzept auf den Weg gab, dessen Fokus auf der Defensive gelegen haben muss. So ging dem Mittelfeldspieler Frank Feltscher der Ausdruck «chinesische Mauer» über die Lippen, als die Grasshoppers nach dem Abpfiff jubelnd und johlend die Kabine aufsuchten.
Die Young Boys waren öfter in Ballbesitz, doch Profit zogen sie daraus nicht. Es mag sein, dass GC sehr gut organisiert war und mit Mann und Maus mauerte. Doch mit Blick auf das Alter der gegnerischen Männer und Mäuse hätten die potenziell besser besetzten Berner ihre Vorteile in Tore umsetzen müssen. Von den elf Grasshoppers kamen acht 1990 oder später zur Welt. Denis Simijonovic und Mergim Brahimi (beide Jahrgang 1992) spielten erstmals von Beginn an, zudem im bedeutenden zentralen Mittelfeld, gemeinsam mit dem Captain Toko Bundebele (1990). Dazu sagte Sforza ziemlich unaufgeregt, aber recht stolz: «Es ist ja nicht neu, dass wir mit vielen Jungen spielen.»
Bei YB hingegen stand im Zentrum ein Trio mit Länderspielerfahrung: der Däne Michael Silberbauer, der Schwede Alexander Farnerud und der Schweizer Moreno Costanzo. Doch Lösungen, die jugendlichen Antipoden auszuhebeln, fanden sie keine, schon gar nicht spielerische. Und als die Berner beim Stand von 0:1 den Rhythmus erhöhten, schien es manchmal, sie würden sich mit schnellen Passfolgen selber überfordern. Die Young Boys mögen bis anhin am zweitmeisten Tore erzielt haben, aber das kreative Element ist bei ihnen an einem kleinen Ort; am Sonntag blieb es in der Kabine, möglicherweise hatte es gar nicht ins Stadion gefunden. Der YB-Trainer Gross sagte, seine Mannschaft sei zu wenig präsent, zu wenig zwingend gewesen – was für ihn, der oft von «Dominanz» spricht, besonders ärgerlich sein muss. Doch anscheinend sind kühle skandinavische Köpfen wie Silberbauer und Farnerud noch nicht allzeit fähig, das Spiel zu steuern und den Wunsch des Chefs umzusetzen.
Toko indes gab dem GC-Spiel in den meisten Momenten die richtige Richtung, auch in der 64. Minute. Als er eine Konterchance witterte, lancierte er mit einem Steilpass den einzigen Stürmer, Orhan Mustafi, der Marco Wölfli zum 1:0 bezwang. Vor dem Verkauf Innocent Emegharas nach Lorient Ende August war Mustafi ein einziges Mal in der 95. Minute eingewechselt worden – doch inzwischen ist GC um alle froh, um Männer, Mäuse und Mustafi.
_________________ For Ever
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