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 Beitrag Verfasst: Montag 29. August 2011, 10:16 
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Die Noten zum Spiel YB gegen Zürich (28. August 2011)

Abwehrchef Alain Nef überzeugte beim 2:3 gegen Zürich, Stürmer Nassim Ben Khalifa blieb sehr blass.

Marco Wölfli: Note 3
Vorerst sicher; sensationeller Reflex, als er Alexandre Alphonses Schuss an die Latte lenkte. Beim ersten Gegentor chancenlos, aber bei den zwei Treffern nach FCZ-Eckbällen zum 2:2 und zum 2:3 sah er zweimal unglücklich aus.

Elsad Zverotic: Note 4,5
Wurde als Rechtsverteidiger erneut Scott Sutter vorgezogen. Relativ dynamisch, nach vorne mit guten Szenen, schlug die zwei Eckbälle zu den Toren. Defensiv aber auch mit einigen Fehlern.

Alain Nef: Note 5,5
Eine starke Leistung des Abwehrchefs. Zwei Kopftore, viele gewonnene Zweikämpfe.

Dusan Veskovac: Note 3,5 Bei Steilpässen teilweise mit Stellungsfehlern, nicht immer souverän. Wurde zur Pause angeschlagen ausgewechselt.

Jan Lecjaks: Note 4,5 Spielte für den angeschlagenen Christoph Spycher (Oberschenkelprobleme). Gab ein vielversprechendes Debüt, ziemlich druckvoll als Linksverteidiger. Und nach hinten solid, bügelte eigene Stellungsfehler wieder aus.

Emmanuel Mayuka: Note 3 Ist am rechten Flügel wohl nicht perfekt aufgestellt, spielte erneut für den angeschlagenen David Degen. Viel am Ball, probierte einiges, blieb glücklos – und vergab eine grosse Chance kläglich.

Michael Silberbauer: Note 4,5
Lange Zeit mit ansprechender Partie, verlor wenig Bälle, war präsent. Nach vorne darf aber noch mehr von ihm kommen.

Alexander Farnerud: Note 5
70 Minuten wieder mit einer sehr starken Vorstellung. Der Chef auf dem Rasen, mit klugen Pässen, grosser Laufbereitschaft und kampfstark. Am Ende fehlten auch ihm Kraft und Frische.

Mario Raimondi: Note 4,5
Eines der auffälligeren Spiele des linken Mittelfeldspielers. Setzte sich einige Male gut durch, aber es fehlte dann an Präzision. Musste noch vor der Pause angeschlagen ausgetauscht werden.

Nassim Ben Khalifa: Note 2,5
Ihm mangelt es an Selbstvertrauen. Entschied sich meistens für die falsche Lösung, strahlte wieder kaum Torgefahr aus.

Henri Bienvenu: Note 3,5
Wirkte sehr motiviert, war viel unterwegs, leitete gute Szenen ein. Aber selber kam der Stürmer erneut selten zum Abschluss.

Raphael Nuzzolo: Note 3,5
Kam nach 45 Minuten für Raimondi. Engagiert, aber im Abschluss viel zu umständlich.

François Affolter: Note 4
Kam nach 46 Minuten für Veskovac. Eigentlich eine gute Partie, zweikampfstark und parat. Aber mit unglücklichem Eigentor.

Scott Sutter: Note 3,5
Kam nach 70 Minuten für Lecjaks. Unauffällig, mit wenig Einfluss aufs Geschehen.

6=herausragend; 5=gut; 4=solid; 3=ungenügend; 2=schlecht; 1=sehr schlecht.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/26009946

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 Beitrag Verfasst: Montag 29. August 2011, 10:17 
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Ende mit Schrecken in bizarrem Spektakel

YB hat die «Woche der Wahrheit» völlig verpatzt – und auch gegen Zürich 2:3 verloren. Die glücklosen Berner erhielten zwei Gegentore in den Schlussminuten und stecken in der Ergebniskrise.

Die Veranstaltung bot Stoff für zahllose Geschichten, und man weiss kaum, womit zu erzählen beginnen. Vielleicht mit der Torfolge: 1:0, 1:1, 2:1, 2:2, 2:3. Das allein hört sich schon nach bester Unterhaltung an, doch richtig abenteuerlich wird es erst, wenn man die Spielminuten der Treffer erwähnt. Der FC Zürich erzielte also in der 74.Minute den 1:1-Ausgleich, YB gelang in der 83.Minute das 2:1, doch der FCZ konterte in der 84. und in der 92. Minute! Möglicherweise lohnt es sich aber, zuerst die zahlreichen glänzenden Chancen zu nennen, den Lattenschuss von Zürich Stürmer Alexandre Alphonse beispielsweise kurz vor der Pause – oder den Lattenkreuzstreifschuss von YB-Offensivkraft Raphael Nuzzolo, der dabei gleich nach dem Seitenwechsel das leere Tor nicht traf. Zürichs Dusan Djuric scheiterte aus bester Position ebenso kläglich wie der Berner Emmanuel Mayuka.

Vier Tore nach Eckbällen

YB und der FCZ lieferten sich am Sonntagnachmittag ein fehlerhaftes, bizarres Spektakel, das auch 4:3, 3:3 oder 3:4 hätte enden können. Es war eine wilde Achterbahnfahrt der Gefühle, spannend und unterhaltsam für die rund 22000 Zuschauer im Stade de Suisse, ungesund für die Nerven der Trainer. «Die Leute im Stadion amüsierten sich bestimmt gut», sagte ein erleichterter FCZ-Coach Urs Fischer, während sein Gegenüber Christian Gross meinte: «In den letzten 15 Minuten fehlte uns die Frische.» Die Fussballlehrer waren sich in ihrer Analyse eher nicht einig, beide sprachen von der Überlegenheit ihrer Teams in der ersten Halbzeit und den defensiven Schwächen bei Standardsituationen. Tatsächlich fielen gleich vier Tore nach Eckbällen. Alain Nef war zweimal mit dem Kopf für YB erfolgreich, doch in der turbulenten Schlussphase reüssierten auch die Zürcher zweimal nach einem Corner. Zuerst, und das passte zu dieser Begegnung, lenkte YB-Verteidiger François Affolter den Ball mit der Schulter ins eigene Tor, und beim Siegestor in der Nachspielzeit war Alphonse flinker als alle schläfrigen Berner, die im und um den Fünfmeterraum versammelt waren. «Wenn man in der 83.Minute in einem Heimspiel das 2:1 erzielt, muss man die Partie gewinnen», sagte Gross verärgert.

Und so verhinderten die ambitionierten Zürcher in extremis die fünfte Niederlage im siebten Saisonspiel. Sie stehen jetzt mit neun Punkten im prominent besetzten Mittelfeld – wie die gleichfalls bescheiden platzierten Titelrivalen Basel und YB. Die Berner wurden gestern von ihrem Anhang nach dem Ende mit Schrecken mit einem gellenden Pfeifkonzert entlassen. Und natürlich gibt es viele Dinge, die derzeit bei den Young Boys nicht stimmen. «Wir sind nicht konsequent und dominant genug», sagte Gross. «Aber wir gehen unseren Weg jetzt weiter. Es gibt viel zu tun und viel zu verbessern.»

Offensivspieler treffen nicht

Die Lage zumindest ist für YB nach den völlig verpatzten letzten Tagen bereits ein wenig ungemütlich. Zur «Woche der Wahrheit» hatte Gross die Heimauftritte gegen Thun (0:2), Braga (2:2) und Zürich (2:3) ausgerufen. Die Bilanz ist mit zwei Niederlagen und einer gefühlten Niederlage im Europa-League-Playoff-Rückspiel gegen Braga desolat: kein Sieg, aber gleich sieben Gegentore; keine Punkte in der Liga; frühes, unglückliches Ausscheiden im Europacup; Rang 6 in der Super League – schon sechs Punkte hinter Leader Luzern; fehlende Treffsicherheit der Offensivabteilung.

Das Zwischenzeugnis der unter Druck stehenden Young Boys ist mies. Es gibt Baustellen in der unkonzentrierten Defensive wie in der harmlosen Offensive. Der Kader ist riesig, aber auf hohem Niveau agiert einzig der Schwede Alexander Farnerud. Und doch ist der gewohnheitsmässig hektische Verein gut beraten, die Ruhe zu bewahren.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/28915463

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 Beitrag Verfasst: Montag 29. August 2011, 10:19 
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Der Erfolgstrainer sucht die Erfolgsformel

Trainer Christian Gross ist es bisher nicht gelungen, YB das Erfolgsgen einzupflanzen.

Vor etwas mehr als einem Jahr kam es im Stade de Suisse zu einer Palastrevolution. Betriebsleiter Stefan Niedermaier musste das Büro räumen. Seinen Platz übernahm Ilja Kaenzig, der sich seine Sporen im Fussballgeschäft bei GC, Leverkusen und Hannover abverdient hatte. Mit ihm kehrte ein frischer, rauerer Wind ein. Sobald sich der gebürtige Luzerner einen Überblick verschafft hatte, begann er, wichtige Positionen mit neuen Leuten zu besetzen. Hansruedi Hasler ernannte er zum technischen Direktor, Ingo Winter verstärkte die Scoutingabteilung, Thomas Gurtner wurde Stadionchef.

Der Umbruch erforderte auch etliche Opfer: Sportchef Alain Baumann wurde in der Winterpause verabschiedet, Trainer Vladimir Petkovic vier Runden vor Meisterschaftsende. Tags darauf präsentierte die YB-Führung bereits Petkovics Nachfolger Christian Gross. Der erfolgsgewohnte Zürcher (11 nationale Titel mit GC und Basel) soll das Puzzleteilchen sein, welches YB den ersten Titel seit 1987 beschert. «Gross ist der richtige Mann für die letzten 10 Meter, die unerhört beschwerlich sind», verkündete Kaenzig nach dessen Engagement.

Mittlerweile ist der viel gelobte Coach über 70 Tage im Amt. 11 Wettbewerbsspiele hat YB unter seiner Führung bestritten. Die Resultatbilanz fällt zwiespältig aus: In der Meisterschaft holten die Berner aus sieben Spielen magere neun Punkte; das ergibt in der Tabelle Rang 6. Zum Vergleich: Vor Jahresfrist belegte YB nach sieben Runden mit acht Punkten Rang 8. Der Stuhl des damaligen Trainers Petkovic wackelte nur deshalb nicht, weil er sich mit seinem Team nach starken Auftritten in der CL-Qualifikation für die Gruppenphase der Europa League qualifiziert hatte. Das haben die Berner unter Gross verpasst. Dennoch muss er vorerst nicht befürchten, dass seine Arbeit von der Clubleitung grundsätzlich infrage gestellt wird. Sie wird ihrem Wunschtrainer noch etwas Zeit lassen, um eine schlagkräftige und erfolgreiche Gruppe zu formen.

Bislang ist noch nicht klar ersichtlich, was Gross mit YB genau vorhat. Er pröbelt fleissig an der Aufstellung herum. Mayuka spielte mehrmals im rechten Mittelfeld, obwohl er sich im Angriff sichtlich wohler fühlt. Costanzo beorderte er vom Zentrum auf die Seite. Nuzzolo kam mal links zum Zug, dann wieder rechts. Insgesamt hat Gross bereits 21 Spieler eingesetzt in Ernstkämpfen. Das zeigt, dass er seine Wunschformation noch nicht gefunden hat. Auch scheint er sich nicht schlüssig zu sein, wie stark er auf dem Kunstrasen auf lange Bälle setzen soll. Sinnigerweise spielte YB in der Auftaktspartie gegen Basel am besten, als sie vorwiegend das Kurzpassspiel pflegten.

Der ernüchternde Start unter Gross hat die Klubführung nervös gemacht. Nach dem Ausscheiden gegen Braga hat Kaenzig seinem Ärger Luft gemacht. Ihm will es nicht in den Kopf, wieso YB die Portugiesen nicht besiegen konnte. Seine Nervosität kommt daher, dass er selber unter Druck steht, hat er doch die Vorwärtsstrategie zu verantworten. Mittlerweile kostet der Profibetrieb 25 bis 30 Millionen Franken – ein Betrag, der zum Erfolg verpflichtet.


http://www.derbund.ch/sport/axpo_super_ ... y/15183511

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 Beitrag Verfasst: Montag 29. August 2011, 10:21 
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YB leckt schon wieder Wunden

Nach dem 0:2 gegen Thun verlieren die Berner diesmal gegen den FCZ 2:3. Die Niederlage ist umso bitterer, weil YB knapp 10 Minuten vor Schluss 2:1 in Führung ging.

Freud und Leid liegen im Fussball zuweilen extrem nahe beieinander. Nach 83 Minuten lagen sich die Young Boys in den Armen. Alain Nef hatte eben sein zweites Kopfballtor an diesem Nachmittag erzielt und damit die Gastgeber zum zweiten Mal in Führung geschossen. Keine 60 Sekunden später schauten sich die Berner ungläubig an, nachdem Affolter einen Corner von Gajic ins eigene Tor abgelenkt hatte. Mitschuldig an diesem Gegentreffer: Goalie Wölfli, der nicht an die wenige Meter vors Goal getretene Hereingabe herangekommen war.

Vollkommene Fassungslosigkeit bei YB dann in der 92. Minute, nachdem Alphonse unbedrängt einen Cornerball von Rodrigues ins Netz gelenkt hatte. Der FCZ hatte in extremis einen verrückten Match gedreht und damit den Kopf aus der Schlinge gezogen. Hätte er in Bern im siebten Meisterschaftsspiel bereits die fünfte Niederlage erlitten, wäre die FCZ-Führung mit etlichen unangenehmen Fragen konfrontiert gewesen. So aber konnte Urs Fischer die aufregende Begegnung hinterher relativ entspannt kommentieren. Beide Teams hätten dem Publikum ein ordentliches Spektaktel geboten, sagte der FCZ-Trainer. Wichtig war ihm, die Solidarität und den guten Geist seiner Gruppe hervorzustreichen.

«Ganz dumm angestellt»

Ganz anders präsentierte sich die Gefühlslage bei den Verlierern. Mit hängenden Schultern und leerem Blick trotteten die Spieler in die Garderobe. Mit der Presse reden mochte vorerst nur Doppeltorschütze Nef. «Ganz bitter» sei diese Niederlage, brummte der Verteidiger. Weil sie sich bei stehenden Bällen «zweimal ganz dumm angestellt» hätten, stünden sie jetzt wieder mit leeren Händen da. Woher die Konzentrationsschwäche in der Abwehr rühre, würde der bodenständige Zürcher auch gerne wissen. Vielleicht zeigten er und seine Kollegen «zu wenig Biss in gewissen Situationen», meinte er selbstkritisch.

Den Vorwurf des mangelnden Bisses müssen sich zum wiederholten Mal die YB-Stürmer gefallen lassen. Bienvenu war zwar enorm fleissig, doch er kam nicht ein einziges Mal zu einem Torschuss. Ben Khalifa agierte ein weiteres Mal unglücklich und war weit weg von seinem ersten Erfolgserlebnis im gelbschwarzen Trikot. Und Mayuka kam seine Ungestümheit in die Quere, als er nach Bienvenus feinem Steilpass freie Bahn hatte (45.) oder später eine Flanke Nuzzolos am Goal vorbeiköpfelte (59.).

Bescheidene vier Tore haben die vier Angreifer Ben Khalifa, Bienvenu, Mayuka und Schneuwly in sieben Super-League-Partien zustande gebracht. Für die hohen Ansprüche, die YB hat, ist das eindeutig zu wenig. Christian Gross, der wiederholt mehr Effizienz im Abschluss gefordert hatte, mochte nicht wieder auf seinen Stürmern herumreiten. «Wir haben den Match in der Defensive verloren», sagte der YB-Trainer. Er bemängelte das fehlende Verantwortungsbewusstsein bei stehenden Bällen und die Konzentrationsschwächen.

«Ganz schlechte Woche»

Am Ende der «heissen Woche» (Originalton Gross) mit den drei Heimspielen gegen Thun, Braga in der Europa League und den FCZ ist die Ernüchterung bei YB gross. Gegen die nationale Konkurrenz aus dem Berner Oberland und Zürich resultierten zwei Heim-Nullnummern. Gegen Braga schaute ein achtbares, aber nutzloses 2:2-Unentschieden heraus. «Resultatmässig war es eine sehr schlechte Woche», konstatierte Gross. Nach dem Ausscheiden in der Europa League werde vieles infrage gestellt. Es tönte beinahe schon nach einer ersten Durchhalteparole, als der 57-jährige Zürcher verkündete: «Wir müssen Moral zeigen und Kräfte sammeln für das nächste Meisterschaftsviertel.»


http://www.derbund.ch/sport/axpo_super_ ... y/21035831

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 Beitrag Verfasst: Montag 29. August 2011, 10:25 
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FCZ-Alphonse trifft in der 92. Minute

Alain Nef: «Wir haben uns dumm angestellt!»

BERN - Der FCZ gewinnt einen spektakulären Krisengipfel gegen YB mit 3:2. Der Siegestreffer fällt in der 92. Minute!

Welch ein Spektakel – was für ein Spiel in Bern! Schon nach sechs Minuten wirds heiss: Schönbächler fällt im YB-Strafraum – Schiri Hänni gibt den fälligen Penalty nicht.

Dann eine Ecke für YB. Alain Nef kommt im Tiefflug herangestürmt und bringt die Berner per Hechtkopfball traumhaft in Führung (24.).

Es entwickelt sich ein offener Schlagabtausch. Die Zuschauer kommen gar nicht zum Durchatmen. Chancen praktisch im Minutentakt, wobei es die Young Boys sind, die Regie führen.

Aber YB verpasst es nachzulegen. So stehts in der 74. Minute plötzlich 1:1! Dusan Djuric versenkt einen missglückten Aegerter-Schuss im YB-Tor.

Neun Minuten später: Ecke für YB. Und wer kommt da wohl angeflogen? Richtig, wieder ist es Alain Nef. Per Kopfball bringt er YB wieder in Front – die vermeintliche Vorentscheidung.

Aber der FCZ ist nicht tot, im Gegenteil. Nach einer Ecke fällt nur zwei Minuten später der überraschende Ausgleich! Wölfli zögert im YB-Tor und der eingewechselte Affolter lenkt den Ball mit dem Rücken ins eigene Netz (85.).

YB ist geschockt. Und in der zweiten Minute der Nachspielzeit folgt doch tatsächlich noch das dramatische Finale! Ecke für den FCZ, Alexandre Alphonse sticht hinein und sichert den Zürchern den Sieg. YB ist am Boden.

Mit dem 3:2-Siegestreffer in der 92. Minute überholen die Zürcher die Young Boys auch in der Tabelle. Neu ist der FCZ auf Platz 5 zu finden, YB rutscht auf Platz 6 ab. Beide haben nur 9 Punkte aus sieben Spielen auf dem Konto.


Young Boys - FC Zürich 2:3 (1:0)

Stade de Suisse. – 22 254 Zuschauer. – SR Hänni. – Tore: 24. Nef (Zverotic) 1:0. 74. Djuric (Aegerter) 1:1. 83. Nef (Zverotic) 2:1. 84. Affolter (Eigentor) 2:2. 92. Alphonse 2:3.

Young Boys: Wölfli; Zverotic, Nef, Veskovac (46. Affolter), Lecjaks (70. Sutter); Mayuka, Silberbauer, Farnerud, Raimondi (45. Nuzzolo); Bienvenu, Ben Khalifa.

FC Zürich: Leoni; Philippe Koch, Beda, Teixeira, Rodriguez; Schönbächler (64. Nikci), Aegerter, Buff (70. Gajic), Djuric; Alphonse, Mehmedi.

Bemerkungen: Young Boys ohne Costanzo, Dudar, Lingani, Spycher (alle verletzt), Mveng und Ojala (beide nicht im Aufgebot). FC Zürich ohne Chermiti (gesperrt), Kukuruzovic, Margairaz (beide verletzt), Chikhaoui und Zouaghi (beide U21). 44. Lattenschuss Alphonse. 47. Tor von Alphonse wegen Offside aberkannt. 47. Schuss von Nuzzolo ans Lattenkreuz. – Verwarnungen: 19. Schönbächler (Foul). 35. Alphonse (Foul). 90. Nuzzolo (Foul).


http://www.blick.ch/sport/fussball/supe ... ern-180226

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 Beitrag Verfasst: Montag 29. August 2011, 10:27 
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Happy End statt happiges Ende

Der FC Zürich siegt bei den Young Boys dank späten Toren 3:2

Die Erleichterung in den Reihen der Zürcher nach dem Schlusspfiff war beinahe zum Greifen. Der Sportchef Fredy Bickel nannte den Effort der Seinen auf der Zielgeraden «sehr schöne letzte zehn Minuten». Er wusste zu genau, dass eine fünfte Niederlage nach sieben Runden einige unangenehme Fragen hervorgerufen hätte.

Wie zum Beispiel: Kann dieser FCZ die Ambition einlösen und um den Titel mitspielen? Und wäre es vielleicht doch sinnvoll gewesen, dem Team für eine leistungsfördernde Gruppendynamik ein wenig frisches Blut mittels Transfers zuzufügen?

Durch ein Eigentor Affolters und ein Tor von Alphonse in der Nachspielzeit zum 3:2-Sieg wurde vorerst verhindert, diese Fragen vertieft beantworten zu müssen. Der FCZ ist mit Basel und YB punktemässig auf Augenhöhe, wobei der Zürcher Trainer Urs Fischer den Mahnfinger hebt und sagt: «Ich habe es von allem Anfang an gesagt, diese Meisterschaft kennt kaum Aussenseiter. Ein schlechter Tag, und man kann überall als Verlierer vom Platz gehen.»

Der Ex-FCZ-Spieler Nef hatte die Berner per Kopf zum 1:0 und 2:1 in Führung gebracht. Djuric glich nach 74 Minuten zum 1:1 aus, und der YB-Trainer Christian Gross musste einmal mehr festhalten, dass «das defensive Verantwortungsgefühl nach stehenden Bällen» ungenügend war. Die Berner sind teilweise verkrampft auf der Suche nach einem funktionierenden Spielsystem, richtig mit Vehemenz kämpfte mit Nef und Farnerud eigentlich nur ein Tandem.

Viele andere Hoffnungsträger suchen die Form und eine adäquate Position im Spiel. Gross nennt dies «einen Lernprozess», der allerdings harzig in die Gänge kommt. In Stuttgart verlief der Verlauf nach der Verpflichtung von Gross nach dem Motto: gekommen, geschaut, analysiert, gehandelt, gewonnen und gefeiert. In Bern wartet der Trainer noch immer auf den ersten Heimsieg. Es gab gellende Pfiffe aus dem Block D des Stadions, die Verabschiedung mit den Anhängern misslang erstmals gründlich.

Fischer und die FCZ-Spieler lobten sich selbst für «einen gesunden Geist», denn so eine Wende entspringe nicht einfach dem Zufall. Der Mittelfeldspieler Aegerter sagte, dass nach einer Halbzeit «das falsche Team» geführt habe. Ausgezeichnet habe man «in die Schnittstellen der Abwehr gespielt», nur die letzte Konsequenz vor dem Tor habe gefehlt.

Es waren Worte des Captains, die der Trainer an der Medienkonferenz in etwas anderen Formulierungen, im Inhalt aber genauso bestätigte. Und Fischer fand, dass die Leistungen in den letzten Wochen «öffentlich zu negativ» beurteilt worden seien. Das kann man sagen, wenn ein Happy End ein mögliches happiges Ende gar schnell aus dem Blickfeld rückt.


http://www.nzz.ch/nachrichten/sport/akt ... 04053.html

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 Beitrag Verfasst: Montag 29. August 2011, 11:07 
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phase 3.....und wir starten durch!!! :clap:


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 Beitrag Verfasst: Montag 29. August 2011, 13:45 
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unter petkovic spielten wir wenigstens noch attraktiven fussball, wenn da mal ein spiel verloren ging wars nicht so schlimm, man hat wenigstens einen guten match gesehen. heute spielen wir langweiligen fussball und die resultate alles andere als positiv.

WORD


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 Beitrag Verfasst: Montag 29. August 2011, 13:52 
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Young Boys uralt

Welch ein verrücktes Spiel in Bern! Sekunden vor Schluss schiesst Alphonse den FC Zürich aus der Krise – und YB ins Elend.

Man stehe vor einer heissen Woche. So hatte YB-Coach Christian Gross die drei Heimspiele gegen Thun, Braga und den FCZ angekündigt. Fazit am Ende der Woche: Sie war für YB zu heiss.

Zwei Niederlagen, eine gefühlte Schlappe beim 2:2 gegen Braga mit dem Euro-Out als Konsequenz. «Eine Katastrophe», bilanziert der angeschlagene David Degen, dessen Tempovorstösse gestern schmerzlich vermisst wurden. Und auch Doppeltorschütze Alain Nef ringt nach Worten: «Bitter, frustrierend, enttäuschend», fällt ihm spontan zur Last-Minute-Niederlage im Krisengipfel gegen den FCZ ein.

Sogar bei den unfassbar gutmütigen Berner Fans reisst der Geduldsfaden. Sie warten, bis sich das Team einigermassen ungeordnet vor dem Block D aufstellt, um es nach Spielschluss auszupfeifen.

Die Bilanz der teuersten YB-Mannschaft ever ist miserabel: nur ein Punkt mehr als letzte Saison. In der Euro-League das Aus gegen Braga – Mindereinnahmen von fünf Mio. Franken. Kein Heimsieg in der Meisterschaft. Und eine impotente Offensive. Young Boys uralt.

Typisch, dass die beiden YB-Tore auf stehende Bälle fallen. «Wir wussten um die YB-Stärke in solchen Situationen», sagt FCZ-Aegerter. «Wir wussten aber auch, dass sie ihrerseits auf Standards anfällig und insgesamt nicht sehr stabil sind.» So fällt das einzige Tor aus dem Spiel von Djuric nach einem missglückten Aegerter-Schuss – die kleine Differenz, die diesen Krisengipfel entscheidet.

Das 3:2 in der Nachspielzeit durch Alphonse ist für FCZ-Trainer Urs Fischer ein Lucky Punch, allerdings bezeichnet er den FCZ-Sieg als keineswegs zufällig: «Die Reaktion nach dem 1:2 spricht für den Charakter dieser Mannschaft.»

Sein Antipode Gross findet seine Worte nicht so zielsicher wie sonst. Und sie haben gar den Beigeschmack von Durchhalteparolen, so etwa, wenn der YB-Coach auf das nächste Spiel in zwei Wochen hinweist. Und wenn er betont, dass das 2:2 gegen Braga zu schlecht bewertet wird – bloss weil YB ausschied.

Denn Gross ist der Letzte, der das so sieht: Anspruch und Realität klaffen bei den Young Boys derzeit krass auseinander.

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 Beitrag Verfasst: Montag 29. August 2011, 13:53 
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Vom Himmel in die Hölle – und umgekehrt

Super League YB geht gegen den FCZ nach 83 Minuten 2:1 in Führung, verliert aber noch 2:3
Vor acht Tagen ist die Welt beim BSC Young Boys noch halbwegs in Ordnung gewesen. Gut, man war vielleicht nicht gar so beeindruckend in die Super-League-Saison gestartet, wie sich das manche ausgemalt hatten, weil mit Christian Gross ein Erfolgsgarant als Trainer verpflichtet worden war. Doch YB war noch ungeschlagen und hatte sich in der Qualifikation für die Europa League mit dem 0:0 in Braga eine vielversprechende Ausgangslage fürs Rückspiel geschaffen. Und mit den Heimspielen gegen Thun, Braga und dem FC Zürich würde die grosse Chance winken, nun so richtig durchzustarten.

Doch es ist anders gekommen; aus der Woche der Hoffnung ist die Woche der grossen Ernüchterung geworden. Keine der drei Partien konnte gewonnen werden, und im einzigen Spiel, das unentschieden endete, gab es für das 2:2 nicht mal einen Punkt. Dafür das Ausscheiden aus dem Europacup und ein finanzieller Verlust in der Grössenordnung von mehr als vier Millionen Franken.

Aber auch in der Liga, dem Kerngeschäft, mussten die Berner harte Tiefschläge einstecken. Vom FC Thun am letzten Sonntag bei der 0:2-Heimniederlage noch ausgekontert, setzte es gestern auch im Duell mit dem FC Zürich eine herbe Enttäuschung ab. Und vor allem die Art, wie diese 2:3-Niederlage zustande kam, war ausserordentlich schmerzhaft. Denn sieben Minuten vor dem Ende hatte der aufgerückte Alain Nef nach einem Cornerball von Elsad Zverotic den Young Boys mit einem wuchtigen Kopfball zum 2:1 den vermeintlichen Sieg beschert. Dachten alle; ausser den Zürchern. Nach einem Eckball des eingewechselten Milan Gajic lenkte François Affolter den Ball unglücklich ins eigene Tor ab – 2:2 (85.).

Doch es sollte aus Berner Sicht noch schlimmer kommen. Es lief schon die Nachspielzeit, als es erneut einen Corner für die Zürcher gab. Ricardo Rodriguez trat ihn, und aus nächster Nähe war Alexandre Alphonse zur Stelle, um den Ball zum 3:2-Siegtreffer ins Netz zu spedieren. «Ich stand da, wo ein Stürmer in einer solchen Situation sein sollte», sagte der Franzose, der bei seinem Comeback nach einer Verletzungspause seinen Wert für den FCZ untermauert hatte. Innert weniger Minuten waren die Zürcher von der Hölle in den Himmel gekommen, derweil die Young Boys den entgegengesetzten Weg gegangen waren. «In den letzten fünfzehn Minuten hat die Frische gefehlt», sagte Christian Gross. «Das 3:2 ist vielleicht etwas glücklich, aber sicher kein Zufall», sagte FCZ-Trainer Urs Fischer. «Meine Spieler haben nie aufgegeben.»

So war hinterher weniger bedeutsam, dass die Zürcher zwei Kopftore von Nef – der Innenverteidiger war schon für das 1:0 (24.), ebenfalls nach einer Cornerflanke von Zverotic, verantwortlich gewesen – hatten hinnehmen müssen, obwohl Fischer ausdrücklich vor dessen Kopfballstärke gewarnt und Mathieu Beda als Bewacher abgestellt hatte. «Aber gäbe es im Fussball keine Fehler, wäre das Spiel heute 0:0 ausgegangen», konnte Fischer nach dem Sieg versöhnliche Töne anschlagen. Vor allem in der ersten Halbzeit hatte er seine Mannschaft im Vorteil gesehen. Immer wieder hatte Marco Schönbächler dem tschechischen Debütanten bei YB, Jan Lezjaks, Probleme aufgegeben; und einmal hätte der Flügel nach einem Foul des später verletzt ausscheidenden Dusan Veskovac einen Penalty erhalten müssen.

Hatten die Zürcher in dieser Situation noch Pech gehabt, so war später beim 1:1-Ausgleich von Dusan Djuric (74.) einiges Glück im Spiel, weil der missglückte Abschluss von Captain Silvan Aegerter den Weg exakt zum Torschützen gefunden hatte. Es war der erste Meilenstein auf dem Weg zum ersten Sieg in der Super League in Bern seit über vier Jahren. YB dagegen wartet unter Gross noch immer auf den ersten Heimsieg; der Druck auf den Trainer nimmt zu. Dass mit dem FCZ und Basel zwei andere prominente Teams ebenfalls nur neun Punkte auf dem Konto haben, macht die Sache auch nicht angenehmer.

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