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 Beitrag Verfasst: Sonntag 21. August 2011, 06:53 
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------------Benito------------
Zverotic--Nef-Veskovac--Lecjaks
Sutter-Doubaï-Silberbauer-Raimondi
-------NBK---Schnweuly-------

2:0


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 Beitrag Verfasst: Sonntag 21. August 2011, 09:07 
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21.08.2011

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Heute Berner Derby um ASL-Führung

Heisser Spitzenkampf im Stade de Suisse

Das heutige Berner Derby ist gleichzeitig der Spitzenkampf der 6. ASL-Runde. Der Gewinner der Partie zwischen den Young Boys und Thun (Spielbeginn 16.00 Uhr) wird oder bleibt Tabellenführer.

Eigentlich ist die Bilanz der letzten Jahre von Leader Thun gegen YB miserabel. Seit Mai 2005 trafen die beiden Teams 17-mal aufeinander. Neben zehn Remis gelang den Thunern nur ein Sieg - und das ausgerechnet im letzten Duell Ende April im Stade de Suisse (0:1).

Ähnlich schlecht schneidet Thuns neuer Trainer Bernard Challandes im Direktvergleich mit seinem Pendant Christian Gross ab. In 14 Partien gegen ein von Gross betreutes Team blieb Challandes nur einmal Sieger: 1995 als Trainer von Servette beim 2:0 gegen GC. Bei einem erneuten Auswärtssieg bleiben die Berner Oberländer Leader. Verlieren sie, übernimmt YB die Führung. Bei den Stadtbernern ist neben den angeschlagenen David Degen und Goalie Marco Wölfli auch Alexander Farnerud fraglich. Der Schwede erlitt in der Europa-League-Partie am Donnerstag in Braga (0:0) eine Risswunde an der Stirn.

Mit dem verdienten 0:0 in Braga wahrte sich YB am späten Donnerstagabend die Chance auf den Verbleib in der Europa League. Ein Sieg gegen Leader Thun könnte die Stadtberner am Sonntag nun an die Spitze der Axpo Super League bringen. Rund 200 Supporter hatten YB am Donnerstag in den Norden Portugals begleitet. Sie bekamen eine aufopfernd kämpfende und sehr solidarisch auftretende Mannschaft zu sehen und honorierten den Einsatz im speziellen "Felsenstadion" von Braga mit der entsprechenden akustischen Unterstützung.

Darauf hofft YB-Cheftrainer Christian Gross auch in den kommenden drei Heimspielen. Es sind heisse Partien, die für YB wegweisenden Charakter haben. Nach dem Spitzenkampf gegen den erstaunlichen FC Thun folgt am Donnerstag das Playoff-Rückspiel gegen Braga. Ein Sieg würde sechs weitere Partien auf der europäischen Bühne einbringen. Und am nächsten Sonntag gastiert der FC Zürich im Stade de Suisse. Eine gute Gelegenheit, sich einen harten Konkurrenten im Titelkampf für längere Zeit vom Hals zu halten.

Gross zeigte sich in Braga erfreut über die Leistung seines Teams, obwohl das angestrebte Auswärtstor nicht gefallen war. "Dieser Gegner wird uns auch im Rückspiel alles abverlangen, doch mit mehr Offensiv-Impulsen sollte das Weiterkommen für uns möglich sein. Wir stehen nun vor einer heissen Woche. Am Sonntag gegen Thun müssen wir höllisch aufpassen. Die Thuner sind sehr kampfstark und extrem effizient vor dem gegnerischen Tor. Ich hoffe, dass wir in diesen drei schwierigen Heimspielen innert sieben Tagen auch vom Publikum getragen werden."

Wegen den Triathlon-WM-Rennen in Lausanne wurde die sonntägliche Partie des Aufsteigers gegen Sion auf 17.15 Uhr verschoben, um ein Verkehrschaos in der Stadt zu verhindern.


http://www.nzz.ch/nachrichten/sport/akt ... 91134.html

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 21. August 2011, 11:21 
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gibt es heute ein bruderduell schneuwly gegen schneuwly?
lässt benito heute wieder keinen ball rein?
spielt farneud mit turban?
kriegt der alain heute wieder eine gelbe?
spielt heute erstmals lecjaks und/oder ojala für yb?
wieviele trinkpausen während des spiels wirds wohl geben?

fragen über fragen welche alle spätestens um 17:45 uhr beantwortet sind.


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 Beitrag Verfasst: Montag 22. August 2011, 07:46 
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andrist ist ein idiot!


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 Beitrag Verfasst: Montag 22. August 2011, 08:36 
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22.08.2011

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Thuner Stolz, Berner Ärger

Die siegreichen Vertreter des Leaders aus dem Oberland bleiben grösstenteils bescheiden, während die Verlierer aus der Hauptstadt mit der Chancenauswertung hadern.

So sehen Sieger aus. Andres Gerber, der Thuner Sportchef mit YB-Vergangenheit, strahlt am Sonntagabend derart prächtig wie die Sommersonne in diesen Tagen am wolkenfreien Himmel. «Das ist natürlich ein toller Erfolg für uns», sagt Gerber, «denn Siege im Derby sind immer besonders schön. YB freut sich auch mehr über einen Sieg in Thun als über einen Sieg in Lausanne.» Einzelne Exponenten der erstaunlich stabilen Oberländer wie Stephan Andrist provozierten die Young Boys zwar mit Gesten, aber die totale Bescheidenheit und Bodenständigkeit, die Sportchef Gerber und Trainer Bernard Challandes vorleben, haben die meisten Angestellten übernommen und verinnerlicht. «Wir müssen nicht Meister werden», sagt Gerber, während Christian Schneuwly meint: «Wir hatten hier überhaupt keinen Druck.» Und der beim 2:0-Auswärtssieg gegen YB überragende Torhüter David Da Costa erklärt: «Das war eine reife Teamleistung. Doch bei uns hebt jetzt keiner ab.» Angesprochen auf seine grossartige Leistung und die vielen starken Paraden, meint Da Costa: «Dafür habe ich ja Handschuhe an und darf meine Hände benutzen. Ich bin froh, wenn ich dem Team helfen kann.»

Geschätzte 12:2 Schüsse

So sehen Verlierer aus. Marco Wölfli, der YB-Goalie mit Thuner Vergangenheit, spricht mit hängenden Schultern und leiser Stimme. Die überraschende Heimniederlage gegen den kleinen Kantonsrivalen hat die Stimmung bei den Young Boys empfindlich getrübt. Die Ansprüche des Grossklubs sind klar definiert, der Meistertitel ist das Ziel. «Wir wollten nach den Niederlagen von Zürich und Basel vorlegen», sagt Wölfli. Als Captain ist der Nationalspieler jetzt besonders gefordert, und darum hat er das Selbstvertrauen und die feste Stimme rasch wieder gefunden: «Niemand hat erwartet, dass wir zwölf Monate ohne Niederlage bleiben. Es geht weiter, am Donnerstag steht die nächste Partie gegen Braga an. Wir werden reagieren.»

Marco Wölfli war wegen eines Daumenbruchs ja für die Partien bei GC (3:0) und Braga (0:0) durch Ivan Benito ersetzt worden. «Aber in den Trainings am Freitag und Samstag habe ich keine Schmerzen mehr gehabt», sagt Wölfli. Und ausser bei den beiden Toren, bei denen er nichts habe ausrichten können, habe er ja bloss noch bei einer scharfen Flanke ernsthaft eingreifen müssen, sagt Wölfli, der von einem geschätzten Schussverhältnis von 12:2 für die Young Boys spricht.

Ehrlicher Alain Nef

Auch Christoph Spycher, der Linksverteidiger, mag trotz fehlender Inspiration im Aufbau und mangelnder Entschlossenheit der Offensivkräfte nicht alles schlechtreden bei YB. «Wir kombinierten sicher nicht wie der FC Barcelona, hatten aber viele Gelegenheiten», sagt Spycher. «Aber das erste Tor war heute in dieser Hitze sehr wichtig. Nach der Führung konnten die Thuner noch defensiver agieren, und wir rannten an.» Alain Nef schliesslich, der YB-Abwehrchef, entschuldigt sich für sein «ungeschicktes Einsteigen» gegen Mauro Lustrinelli, das zum Elfmeter und dem ersten Thuner Treffer führte. «Aber vorne hatten wir auch viel Pech», meint Nef, dem gleich zwei wuchtige Kopfbälle auf der Torlinie abgewehrt wurden.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/axpo_ ... y/20703595

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 Beitrag Verfasst: Montag 22. August 2011, 08:37 
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Ghezal: «Ich habe Verständnis für die Pfiffe der YB-Fans»

Der neue Thun-Verteidiger spricht über sein erfolgreiches Debüt und die Rückkehr nach Bern, seine Verletzung und die lautstarken Pfiffe der YB-Anhänger.

Saif Ghezal, sind Sie erstaunt, wie stark Ihr neues Team ist?
Saif Ghezal: Nein, denn es ist nie Zufall, wenn eine Mannschaft Leader ist. Wir haben gegen YB gut gekämpft und sicher auch ein wenig Glück gehabt. Wichtig war, dass wir vorne effizient agierten.

Sie waren im ersten Spiel für Thun gleich der souveräne Abwehrchef und spielten, als ob Sie schon lange im Team wären.
Nun, Fussball ist ein einfaches Spiel, man muss die Zweikämpfe gewinnen und einander helfen. Das ist uns heute gut gelungen.

Nach einem harten Zusammenprall mit Ihrem Torhüter David Da Costa mussten Sie das Spielfeld Mitte der zweiten Halbzeit auf der Bahre verlassen. Was war da genau passiert?
Es war ein sehr langer Ball in unserem Strafraum, wir sind beide hochgesprungen, und Da Costa hat mir sein Knie genau in den Brustkorb gerammt. Das war eine unglückliche Szene, ich konnte nicht mehr gut atmen und deshalb nicht weiterspielen. Aber unser Arzt hat die Sache schon angeschaut, ich werde beim nächsten Spiel wieder dabei sein.

War es für Sie kein Thema, gegen Ihren ehemaligen Verein YB nicht spielen zu wollen...
...nein, sicher nicht, ich bin hier, um Fussball zu spielen. Natürlich war das eine sehr, sehr spezielle Partie für mich, ich kenne hier in Bern noch viele Leute und habe mich vor und nach der Partie auch mit vielen unterhalten.

Während der Partie wurden Sie von den YB-Fans bei jedem Ballkontakt lautstark ausgepfiffen. Sogar als Sie auf der Bahre rausgefahren wurden, gab es Pfiffe und Beschimpfungen. Fanden Sie das nicht auch unsportlich?
Im Fussball hat es immer viele Emotionen, das gehört dazu. Ich habe Verständnis für die Pfiffe der YB-Fans während des Spiels.

Warum?
Weil mein Abgang im Dezember 2009 nicht ideal verlaufen ist.

Welche Fehler haben Sie denn gemacht?
Ich bin nicht immer ehrlich genug gewesen. Aber die familiäre Situation war damals für mich sehr kompliziert.

Sie erfanden einen tödlichen Autounfall Ihrer Frau und liessen das Team vor dem Cupviertelfinal gegen Lausanne im Stich...
...in dieser Geschichte lief am Ende vieles schief, aber ich finde, das ist eine private Angelegenheit. Wissen Sie, es war sehr hart für mich, denn in den zwei Jahren in Bern sah ich meinen kleinen Sohn nur dreimal. Deshalb wollte ich näher bei ihm sein.

Es ging Ihnen also wirklich nicht um das enorm gut dotierte Angebot aus Saudiarabien?
Nein, absolut nicht. Es ging mir darum, meine Familie zu sehen.

Und in Thun ist Ihr Sohn dabei?
Ja, er kommt nächste Woche mit meiner neuen Lebensgefährtin nach Thun. Ich freue mich sehr.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/axpo_ ... ier_id=841

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 Beitrag Verfasst: Montag 22. August 2011, 08:39 
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Die Noten zum Spiel YB gegen Thun (21. August 2011)

Gegen den FC Thun agierten die YB-Akteure dominant, aber uninspiriert und unentschlossen. Die Thuner konnten sich beim 2:0 in Bern auf den starken Goalie David Da Costa verlassen.

Die Noten der YB-Spieler

Marco Wölfli: Note 4
Sehr schwierig zu benoten, da er gar nicht geprüft wurde. Beim Elfmetertor von Dario Lezcano und beim Kontertor von Stephan Andrist natürlich chancenlos.

Scott Sutter: Note 4
Relativ robust und zweikampfstark. Nach vorne jedoch ohne entscheidende Impulse.

Alain Nef: Note 3
Wie die gesamte YB-Abwehr mit sehr wenig Arbeit. Zweikampfstark, aber in der entscheidenden Szene sehr ungeschickt. Erhielt nach der Grätsche an Mauro Lustrinelli, die den Elfmeter verursachte, die achte Verwarnung im achten Pflichtspiel!

Dusan Veskovac: Note 3,5
Auch er war wenig gefordert von den offensiv zurückhaltenden, relativ harmlosen Thunern. Aber in der Angriffsauslösung wie teilweise Nef mit Schwächen.

Christoph Spycher: Note 4
Schaltete sich oft in die Offensive ein, wobei die Flanken nicht immer optimal waren. Fleissig, laufstark. Vor dem zweiten Gegentor fehlte es ihm dann an der Kraft, um den sprintenden Torschützen Andrist zu stören.

Raphael Nuzzolo: Note 4,5
Eine der besseren Leistungen des neuen YB-Mittelfeldspielers in dieser Saison. Probierte einiges, war agil, aber Entscheidendes gelang auch ihm nichts.

Michael Silberbauer: Note 3,5
Von ihm werden keine genialen Dinge erwartet. Aber in Abwesenheit des in dieser Spielzeit überragenden Alexander Farnerud muss vom Dänen mehr kommen. Eroberte zwar einige Bälle, war aber zu wenig dominant.

Pascal Doubai: Note 3
Durfte für den verletzten Farnerud (Nackenschmerzen und Kopfweh) beginnen. War emsig, aber insgesamt noch überfordert mit der Spielgestaltung.

Mario Raimondi: Note 4,5
Probierte viel und war ballsicher, baute aber ab. Er braucht ein Erfolgserlebnis und war bei seinem Schuss, den Thun-Goalie David Da Costa in der 19. Minute toll parierte, nahe an einem Torerfolg.

Emmanuel Mayuka: Note 3
Das Spiel lief an ihm vorbei. Auch ihm fehlte die letzte Entschlossenheit bei seinen zahlreichen Dribblings. Vergab eine grosse Chance relativ kläglich. Später war vom zuerst als Stürmer eingesetzten Mayuka am rechten Flügel nichts mehr zu sehen.

Marco Schneuwly: Note 3,5
Erhielt kaum brauchbare Bälle, kämpfte und rannte, aber Torgefahr ging vom Stürmer nicht aus.

Henri Bienvenu: Note 3
Kam nach 46 Minuten für Doubai. Auch er tat sich sehr schwer und setzte sich nur selten durch.

Nassim Ben Khalifa: Note 3,5
Kam nach 60 Minuten für Raimondi. Technisch stark, aber ebenfalls zu wenig zwingend.

Elsad Zverotic: Note 4
Kam nach 65 Minuten für Sutter. Solid, ein starkes Solo, aber auch eine schwache Flanke.

6 = herausragend; 5 = gut; 4 = solid; 3 = ungenügend; 2 = schlecht; 1 = sehr schlecht.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... ier_id=841

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 Beitrag Verfasst: Montag 22. August 2011, 08:40 
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22.08.2011

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Verkehrte Welt in Fussball-Bern

YB hat im Derby viele Chancen vergeben, Thun seine wenigen Möglichkeiten zu zwei Toren genutzt. Nach dem 2:0 führen die Oberländer die Super League weiter an, YB fällt auf Rang 4 zurück.

Die YB-Spieler suchten so rasch wie möglich die Kabine auf, die Thuner Fussballer liessen sich im Stade de Suisse minutenlang von ihren Fans feiern. Verkehrte Welt in Fussball-Bern. Nach dem 2:0 bei YB sind die Oberländer mit 14 Punkten fürs Erste nicht nur die Nummer 1 im Kanton Bern, sondern weiter Leader in der Super League. YB hingegen fiel nach der Niederlage im ersten Berner Derby der Saison hinter die am Wochenende siegreichen Luzerner und Sion auf Platz 4 zurück. «Wir haben in dieser Saison noch kein Heimspiel gewonnen, das ist natürlich ärgerlich», stellte YB-Trainer Christian Gross fest. Dabei hatte es für ihn und sein Team vor 26834 Zuschauern an diesem sengend heissen Nachmittag nicht an Chancen gemangelt. Mario Raimondi, Alain Nef, Raphael Nuzzolo und Emmanuel Mayuka scheiterten bei ihren Versuchen aber allesamt am starken Thun-Goalie David Da Costa. «Es fehlte die letzte Entschlossenheit, den Ball ins Tor zu bringen», sagte Gross. Aussenverteidiger Christoph Spycher formulierte es ähnlich: «Wir müssen den Ball halt auch mal über die Linie drücken, sonst nützen alle Chancen nichts.»

Nefs «unglücklicher Einsatz»

Die Gastgeber begannen stark und hatten sich die richtige Taktik vorgenommen, um die systemtreuen Thuner, bei denen der neue Verteidiger Saif Ghezal debütierte, in Bedrängnis zu bringen. Früh setzten die Berner Offensivspieler Thuns Abwehr unter Druck, ein sauberer Aufbau gelang den Gästen in den ersten 25 Minuten nicht. Doch mit der ersten Offensivaktion kamen sie in der 29.Minute zum 1:0. Es begann mit der «unglückliche Intervention von Nef», wie es Gross ausdrückte, und endete mit dem Penaltytreffer von Dario Lezcano. Statt seinen Gegenspieler Mauro Lustrinelli im eigenen Strafraum abzudrängen und am Torschuss zu hindern, war der YB-Innenverteidiger nach dem Ball gegrätscht. Er erwischte jedoch Lustrinellis Fuss, sah im fünften Meisterschaftsspiel die fünfte gelbe Karte und musste zusehen, wie Lezcano mit seinem ersten Saisontreffer für die Thuner Führung sorgte.

In der Folge funktionierte die Thuner 3-4-2-1-Formation, die Trainer Challandes erstmals verordnet hatte, hervorragend. «So gelang es uns, die YB-Flügelspieler zu zweit abzudrängen, ohne dass wir uns in der Mitte in Unterzahl befanden, wenn eine Hereingabe in unseren Strafraum kam», freute sich Challandes.

Andrists unkluger Jubel

Nur kurz geriet Thun ins Wanken. Nach der Auswechslung des angeschlagenen Debütanten Ghezal verhinderte Goalie Da Costa mit mehreren starken Aktionen einen Gegentreffer. «In guten Zeiten kann man halt auch ein bisschen auf das Glück zählen», sagte Challandes, der nicht nur mit der veränderten Taktik eine clevere Wahl bewiesen hatte, sondern auch mit der Hereinnahme des vorerst geschonten Stephan Andrist in der 78. Minute. Der schnelle Offensivspieler verschaffte Thun mit seinen Gegenangriffen zuerst etwas Luft und sorgte dann in der 86.Minute nach einem Doppelpass mit Muhamed Demiri für das zweite Tor und die Entscheidung. Dass Andrist, geboren und wohnhaft in Thun, sein viertes Saisontor mit provozierenden Gesten ausgerechnet vor der YB-Fankurve feierte, war garantiert kein kluger Entscheid. «Es gab halt mal einen Vorfall, deshalb habe ich so reagiert», sagte Andrist, ohne näher auf diese Geschichte eingehen zu wollen. In der Rückrunde muss nicht nur Saif Ghezal mit Pfiffen im Stade de Suisse rechnen.

In der Gegenwart will Thun, das am Donnerstag bei Stoke City zum Rückspiel in den Europa-League-Playoffs und am Sonntag in Basel antritt, gemäss Challandes «den Moment geniessen, ohne zu vergessen, wer wir sind». Bei YB hingegen geht es vor dem Heimspiel gegen die Portugiesen von Braga laut Gross darum, «die Kräfte zu bündeln und zur Entschlossenheit zurückzufinden».


http://www.bernerzeitung.ch/sport/axpo_ ... y/15808318

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 Beitrag Verfasst: Montag 22. August 2011, 08:42 
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YB verliert das Derby gegen Thun

Der FC Thun gewann dank einer optimalen Chancenauswertung das Derby 2:0 und fügte den Young Boys die erste Saisonniederlage bei.

Der FC Thun bleibt zurzeit die dominierende Kraft im Schweizer Fussball. Das bewiesen die Oberländer auch im Berner Derby. Im 11. Spiel innert 36 Tagen und drei Tage nach der 0:1-Niederlage gegen das robuste Team von Stoke City, die nicht nur für die Seele, sondern auch für die Knochen schmerzlich war, demonstrierte der FC Thun im Stade de Suisse beim 2:0 erneut Leidenschaft und kämpferische Qualitäten. «Ich hatte etwas Sorgen um meine Mannschaft», bekannte Trainer Bernard Challandes nach der Partie. «Denn das Spiel gegen Stoke ging an die Substanz und hat uns sehr viel Kraft gekostet.»

Doch im Stade de Suisse überzeugten die Thuner mit einfachem, zielstrebigem Spiel, das durchaus auch spielerische Qualitäten aufweist. Und gegen YB zeigten sie eine geradezu frappante Effizienz: drei Schüsse auf das YB-Tor – zwei Treffer. Für YB-Goalie Marco Wölfli, der nach seinem Daumenbruch vor zwei Wochen und nach zwei ausgesetzten Spielen wieder im Tor stand, waren es nur «zweieinhalb Schüsse. Der einzige Ball, den ich zu halten bekam, war ein Flankenschuss.»

Nefs Schuldbekenntnis

Die beiden anderen Bälle, die auf sein Tor flogen, landeten im Netz. «Das ist bitter», sagte Wölfli, der nach eigenen Angaben keine Schmerzen mehr an seinem lädierten Daumen verspürte. Nach 29 Minuten musste er zusehen, wie Bättig mit einem Pass Lustrinelli lancierte, der im Strafraum gegen Nef zu Boden ging. Schiedsrichter Carrel zeigte sofort auf den Elfmeterpunkt, und Nef bekannte: «Diesen Penalty nehme ich auf mich. Ich stellte mich dumm an, ich hätte gegen Lustrinelli nicht zu Boden gehen dürfen. Er ist ein Fuchs und hat dies clever ausgenutzt.» Nef sah zudem die achte Gelbe Karte in seinem achten Saisonspiel. Lezcano liess Wölfli beim Penalty keine Chance.

Und in der 86. Minute nutzten die Thuner Einwechselspieler Demiri und Andrist nach einem YB-Corner die Konterchance: Demiri passte zum schnellen Andrist und dieser wuchtete den Ball über Wölflis Kopf ins Tor zur Entscheidung.Zwischen diesen beiden Thuner Toren stürmten die Young Boys verzweifelt an, erarbeiten sich auch viele Torchancen. «Es kann nicht sein, dass der FC Thun beim ersten Vorstoss über die Mittellinie gleich das 1:0 erzielt», ärgerte sich Christoph Spycher. «Wir hatten Chance um Chance. Natürlich erspielten wir uns die Möglichkeiten nicht wie der FC Barcelona mit Kombinationen über 30 Stationen. Aber wir hatten genügend Gelegenheiten, um dieses Spiel zu gewinnen.»Doch David Da Costa war nicht zu bezwingen. Er hielt auch den Kopfball von Nef in der 59. Minute. Und als Silberbauer mit einer Flanke in den Strafraum Ben Khalifa freispielte und dieser den Ball mit dem Kopf zu Mayuka leitete, schien das 1:1 perfekt, doch Da Costa war wieder zur Stelle.

Gross: «War nicht alles verkehrt»

«Der gegnerische Goalie war sehr stark», zollte auch YB-Trainer Christian Gross Lob. «Wir haben sehr viel Aufwand betrieben und begannen das Spiel stark. Doch dann kam dieser Penalty durch die unglückliche Intervention von Nef.» Ohne die verletzten Farnerud und Degen fehlten seiner Mannschaft zwei Spieler, die mit entscheidenden Zweikämpfen Raum für die Offensive schaffen können. Gross versuchte nach der Pause mit den Einwechslungen von Bienvenu und Ben Khalifa seinem Angriff zusätzliche Impulse zu verleihen. Doch mehr als ein Lattenschuss von Ben Khalifa (90.) resultierte nicht. Der Trainer fügte an: «Es war nicht alles verkehrt, was die Mannschaft heute zeigte, uns fehlte auch etwas das Glück. Nun müssen wir uns schnell auf das Spiel gegen Braga konzentrieren.»

Die Thuner aber führen die Rangliste in der Super League nach sechs Runden weiter vor Luzern an. Der Vorsprung auf YB beträgt fünf Punkte, die zwei anderen meistgenannten Meisterschaftsfavoriten, der FC Basel und der FC Zürich, liegen gar acht Zähler hinter den Oberländern. Challandes aber sagte: «Für den Ligaerhalt fehlen uns noch 26 Punkte.»

Young Boys - Thun 0:2 (0:1)

Stade de Suisse. - 26 834 Zuschauer. - SR Carrel. - Tore: 29. Lezcano (Penalty/Foul von Nef an Lustrinelli) 0:1. 86. Andrist (Demiri) 0:2.
Young Boys: Wölfli; Sutter (66. Zverotic), Nef, Veskovac, Spycher; Nuzzolo, Silberbauer, Doubai (46. Bienvenu), Raimondi (60. Ben Khalifa); Marco Schneuwly, Mayuka.
Thun: Da Costa; Schindelholz, Ghezal (61. Siegfried), Schneider; Reinmann, Bättig, Hediger, Schirinzi; Christian Schneuwly (72. Demiri), Lezcano; Lustrinelli (78. Andrist).
Bemerkungen: Young Boys ohne Costanzo, Dudar, Lingani, Farnerud, Degen (alle verletzt) und Mveng (nicht im Aufgebot). Thun ohne Lüthi und Matic (beide verletzt). Spycher mit 200. Spiel in der höchsten Schweizer Liga. 61. Ghezal bei Debüt für Thun verletzungsbedingt ausgeschieden. 90. Lattenschuss Ben Khalifa. - Verwarnungen: 28. Nef (Foul). 65. Schirinzi (Foul). 82. Schindelholz (Spielverzögerung). 85. Lezcano (Hands). 93. Marco Schneuwly (Foul). 94. Nuzzolo (Foul).


http://www.derbund.ch/sport/axpo_super_ ... y/18869205

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 Beitrag Verfasst: Montag 22. August 2011, 08:43 
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22.08.2011

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Thuner Derbysieg – und der Sprung an die Spitze

Der Leader der Super League heisst überraschenderweise auch nach der 6. Runde FC Thun. Das Challandes-Team gewinnt das Derby und den Spitzenkampf bei den Young Boys 2:0.

Thun schoss im Stade de Suisse etwa dreimal aufs gegnerische Gehäuse, und zweimal lag der Ball im Netz. Nach einer halben Stunde verwertete der Paraguayer Dario Lezcano stilsicher einen Penalty, den Alain Nef an Mauro Lustrinelli verschuldet hatte. Und kurz vor dem Abpfiff vollendete der eingewechselte Stephan Andrist kaltblütig einen Konter.

Der Sieg der Thuner kam zwar glückhaft zustande, weil sie in der Offensive selten in Erscheinung traten, sie verdienten sich den «Dreier» aber durch Tapferkeit und Kampfkraft. Mit Mann und Maus hielten sie ihren Kasten rein. Keeper David Da Costa brillierte mit diversen Paraden, vor allem bei einem Kopfball von Nef (63.) und einem Abschluss aus kurzer Distanz von Emmanuel Mayuka (69.).

Der unglückliche Nachmittag von Wölfli

Da Costas Gegenüber wurde kaum geprüft, und doch musste hinter sich greifen. YB-Captain Marco Wölfli war allerdings bei seinem Comeback nach kurzer Pause wegen einer Daumenverletzung bei beiden Gegentreffern machtlos. Die Nummer 2 der Nationalmannschaft wusste zuletzt in der Person von Ivan Benito um einen starken Stellvertreter.

Bei Thun zog Saif Ghezal die Aufmerksamkeit auf sich. Der Tunesier lief nach einem Transfer-Hickhack erstmals für die Berner Oberländer auf – ausgerechnet gegen jenen Klub, den er Ende 2009 unter dubiosen Umständen fluchtartig in Richtung Saudiarabien verlassen hatte. Die YB-Fans bereiteten Ghezal einen ungemütlichen Empfang. Sie pfiffen ihn gnadenlos aus; auch als sich der Innenverteidiger nach einer Stunde im Anschluss an einen Zusammenprall mit Da Costa verletzungsbedingt auswechseln lassen musste. Das Schlussresultat dürfte Ghezal befriedigt haben. YB ist unter Christian Gross noch ohne Heimsieg in der Meisterschaft.


http://www.derbund.ch/sport/axpo_super_ ... y/13484241

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