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 Beitrag Verfasst: Montag 14. März 2011, 07:01 
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Blick, 13.03.2011

Auch mit Jeff Saibene gibts keine Punkte

St. Gallen verliert gegen YB

ST. GALLEN - Der FC St. Gallen verliert auch mit dem neuen Trainer Jeff Saibene. Das 0:2 gegen YB ist die sechste Niederlage in Folge.

Neue Besen kehren besser. Denkste, noch ist nichts (Sai)bene beim FCSG. Auch unter Trainer Jeff Saibene kommt der FC St. Gallen nämlich nicht vom Fleck. Die Espen verlieren auch das sechste Spiel in der Rückrunde und haben nach dem 0:2 gegen die Young Boys schon sechs Punkte Rückstand auf den Barrage-Platz.

Bei seinem Debüt schickt der Luxemburger mit Lavric nur einen Stürmer aufs Feld. In der 27. Minute sieht der Slowene nach einer Schwalbe im YB-Strafraum Gelb. Es bleibt die einzige nennenswerte Aktion des Winkelrieds in der Ostschweizer Offensive.

«YB hat eigentlich nur zwei Chancen, macht zwei Tore. Wir hätten einen Punkt verdient gehabt. Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen», hadert Saibene nach dem Schlusspfiff im Teleclub-Interview.

Nach 16 Minuten pennt die Hintermannschaft. Farnerud führt einen Freistoss schnell aus. Lulic lässt mit brilliantem Haken alle stehen und spielt die perfekte Flanke zu Bienvenu. Der Kameruner vollendet mit seinem sechsten Treffer in sechs Rückrundenspielen. Vailati hat keine Abwehrchance.

Im Gegenzug scheitert der als Captain bestätigte Muntwiler mit einem Schuss an YB-Goalie Wölfli. Nach etwas mehr als einer halben Stunde (35.) legt Conçalves Spielmacher Costanzo im Strafraum mit einem ungeschickten Rempler. Schiri Wermelinger lässt weiterspielen. Ein klarer Fehlentscheid!

Auch in der zweiten Hälfte bleiben die Ostschweizer harmlos. Bezeichnend: Nach einer Stunde landet ein Verzweiflungsschuss von Nushi bei der Eckfahne. YB spielt den Stiefel souverän runter. Und kurz vor Schluss verliert St. Gallen Conçalves doch noch. Gelb-Rot nach wiederholtem Foulspiel.

Super-Joker Emmanuel Mayuka macht nach einem Konter den Sack zu (91.). Mit dem Sieg rücken die Berner wieder auf den vierten Platz vor. Dieser berechtigt zur Teilnahme an der Qualfikation zur Europa League.


St. Gallen - Young Boys 0:2 (0:1)

AFG-Arena. -- 12 798 Zuschauer. -- SR Wermelinger. -- Tore: 16. Bienvenu (Lulic) 0:1. 91. Mayuka (Lulic) 0:2.
St. Gallen: Vailati; Lang, Schenkel, Gonçalves, Hämmerli; Nushi (75. Abegglen), Imhof, Muntwiler, Pa Modou (62. Fabian Frei); Scarione; Lavric.
Young Boys: Wölfli; Affolter, Dudar, Jemal; Thierry Doubai, Spycher; David Degen (92. Tosetti), Farnerud, Costanzo (67. Sutter), Lulic; Bienvenu (74. Mayuka).
Bemerkungen: St. Gallen ohne Regazzoni (gesperrt), Dunst (krank), Bakens, Calabro, Lehmann, Winter (alle verletzt), Owona und Martic (beide U21). Young Boys ohne Nef (gesperrt), Christian Schneuwly (verletzt). 83. Gelb-Rot gegen Gonçalves (Foul). 84. Tor von Mayuka wegen Offside aberkannt. -- Verwarnungen: 27. Lavric (Unsportlichkeit). 45. Doubai (Foul). 56. Lulic (Foul). 61. Gonçalves (Foul). 68. Farnerud (Foul).

http://www.blick.ch/sport/fussball/supe ... iel-168503

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 Beitrag Verfasst: Montag 14. März 2011, 07:02 
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sf.tv, 13.03.2011

St. Gallen auch mit Saibene erfolglos

Der Trainerwechsel von Uli Forte zu Jeff Saibene hat beim FC St. Gallen noch nicht die gewünschte Wirkung erzeugt. Beim Debüt des luxemburgischen Trainers kassierten die Ostschweizer gegen YB eine 0:2-Heimniederlage.

Tabellenschlusslicht St. Gallen ist nun seit 9 Partien sieglos. Die letzten 6 Spiele gingen, bei einem Torverhältnis von 2:14, allesamt verloren. Auch Neo-Trainer Jeff Saibene konnte der Mannschaft die nötigen Impulse noch nicht geben.

Bienvenu mit 10. Saisontor

Die vorentscheidende Szene der Partie spielte sich bereits nach einer Viertelstunde ab. YB-Akteur Alexander Farnerud zirkelte einen Freistoss von rechts diagonal in den Strafraum, wo Senad Lulic den Ball gekonnt mit der Brust annahm, volley ins Zentrum weiterleitete und in Henri Bienvenu einen Passabnehmer fand. Der Kameruner nickte unbedrängt ein. Es war Saisontreffer Nummer 10 für Bienvenu.

Muntwiler vergibt - Mayuka macht alles klar

Unmittelbar nach dem Rückstand besass Philipp Muntwiler die beste Torchance für die Gastgeber. Er konnte von der linken Seite alleine auf YB-Keeper Marco Wölfli losziehen, scheiterte jedoch aus spitzem Winkel. Die Siegsicherung für YB gelang dem eingewechselten Emmanuel Mayuka in der 91. Minute mit einem platzierten Schlenzer in die rechte Torecke.

Während YB in den ersten 45 Minuten die Partie - ausser der einen Szene mit Muntwiler - im Griff gehabt hatte, schlich sich nach dem Seitenwechsel eine lethargische Spielweise ein. Die Berner taten nur noch, was nötig war. Die Passivität wurde nicht bestraft. St. Gallen war zwar mehr im Ballbesitz, doch richtig gefährlich wurde es vor Wölfli nicht.

Saibene: «Letzter Biss hat gefehlt»

«Wir haben über die 90 Minuten eigentlich eine gute Leistung gezeigt», resümierte Saibene. Wille und Organisation seien durchaus vorhanden gewesen, doch der letzte Biss habe gefehlt. Für Saibene und den FC St. Gallen verbleiben 12 Partien, um den direkten Abstieg abzuwenden. In einer Woche kommt die AC Bellinzona zu Besuch - bereits eine wegweisende Partie für den neuen Mann an der Seitenlinie.

http://www.sport.sf.tv/Nachrichten/Arch ... -erfolglos

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 Beitrag Verfasst: Montag 14. März 2011, 07:04 
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Tagesanzeiger, 13.03.2011

YB vermiest Debüt von Saibene

Auch unter dem neuen Trainer Jeff Saibene konnte St. Gallen seine Niederlagen-Serie nicht beenden und bezog gegen YB mit 0:2 die sechste Pleite in der Rückrunde.

Eine gelungene YB-Kombination und eine Unaufmerksamkeit St. Gallens genügte und YB lag nach 16 Minuten 0:1 in Rückstand. Senad Lulic düpierte die umgebaute Ostschweizer Abwehr und seine Flanke nickte der Kameruner Henri Bienvenu zu seinem 10. Saisontor ein. Die Siegessicherung glückte YB in der 91. Minute, als J9oker Mayuka von einer Vorlage von Lulic profititerte.

St. Gallens neuer Trainer und Hoffnungsträger Saibene krempelte seine Viererabwehr komplett um. Michael Lang rückte für den kurzfritig erkrankten Daniel Dunst auf die rechte Aussenposition, José Gonçalves in die Mitte und Marco Hämmerli kam ebenso wie Mittelfeldspieler Daniel Imhof und Stürmer Klemen Lavric wieder neu ins Team. Die Umstellungen brachten wohl etwas Ordnung, und auch taktisch vermochte St. Gallen besser zu gefallen als zuletzt. Aber die Verunsicherung zeigte sich in der Spielkonstruktion und in der Passfolge. Zwar vergab Captain Philipp Muntwiler unmittelbar nach Bienvenus 0:1 eine klare Ausgleichschance, als er freistehend an Torhüter Wölfli scheiterte, doch sonst sonst verzeichnete St. Gallen trotz sichtlichem Bemühen weder Torchancen noch Überraschungsmomente.

Geruhsamer Nachmittag für Wölfli & Co

Die Berner verbrachten einen geruhsamen Nachmittag. Ihre Defensive zeigte sich kompakt. Sie besassen die bessern Einzelspieler und wenn sie sporadisch aufs Tempo drückten und direkt kombinierten, waren sie gefährlich. Zwei Einzelstreiche genügten, um die drei Zähler einzufahren.

Bei St. Gallen dagegen muss man sich fragen, ob man die richtigen Leute in die AFG-Arena geholt hat. Gonçalves flog vom Platz, und aus sechs Partien resultierten 0 Punkte. Seit gut 290 Minuten erzielten die harmlosen Ostschweizer kein eigener Treffer.

St. Gallen - Young Boys 0:2 (0:1)

AFG-Arena. - 12 798 Zuschauer. - SR Wermelinger. - Tore: 16. Bienvenu (Lulic) 0:1. 91. Mayuka (Lulic) 0:2.

St. Gallen: Vailati; Lang, Schenkel, Gonçalves, Hämmerli; Nushi (75. Abegglen), Imhof, Muntwiler, Pa Modou (62. Fabian Frei); Scarione; Lavric.
Young Boys: Wölfli; Affolter, Dudar, Jemal; Thierry Doubai, Spycher; David Degen (92. Tosetti), Farnerud, Costanzo (67. Sutter), Lulic; Bienvenu (74. Mayuka).
Bemerkungen: St. Gallen ohne Regazzoni (gesperrt), Dunst (krank), Bakens, Calabro, Lehmann, Winter (alle verletzt), Owona und Martic (beide U21). Young Boys ohne Nef (gesperrt), Christian Schneuwly (verletzt). 83. Gelb-Rot gegen Gonçalves (Foul). 84. Tor von Mayuka wegen Offside aberkannt. - Verwarnungen: 27. Lavric (Unsportlichkeit). 45. Doubai (Foul). 56. Lulic (Foul). 61. Gonçalves (Foul). 68. Farnerud (Foul).

http://www.tagesanzeiger.ch/sport/fussb ... y/13130150

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 Beitrag Verfasst: Montag 14. März 2011, 07:07 
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Berner Zeitung, 14.03.2011

Schritt 1 der YB-Mission ist erfüllt

Beim bescheidenen Tabellenletzten FC St.Gallen hat YB 2:0 gewonnen – und erstmals seit dem 31.Oktober 2010 zu null gespielt.

Auf ihrer Mission, sich Position für Position zu verbessern und am Ende eine mühsame Saison als Zweite einigermassen zu retten, realisierten die Young Boys am Wochenende den ersten Schritt. Weil Sion am Samstag beim FC Zürich 0:2 verloren hatte, rückte YB gestern von Rang 5 auf Rang 4 vor. Dazu reichte eine solide Leistung, um beim erschreckend harmlosen Tabellenletzten St.Gallen 2:0 zu gewinnen. «Wir haben sicher nicht brilliert», sagte Captain Marco Wölfli. «Das war ein reiner Arbeitssieg.» Und David Degen erwies sich als reiner Pragmatiker, als er meinte: «Heute waren nur die drei Punkte wichtig.» Henri Bienvenu erzielte früh das 1:0, der für ihn eingewechselte Sturmkollege Emmanuel Mayuka in der Nachspielzeit das 2:0, und es war der starke Senad Lulic, der zu beiden Toren die Vorarbeit geleistet hatte.

So weit die Fakten zu einer Begegnung, die kaum lange in Erinnerung bleiben wird. Es war eine zähe Darbietung, der FC St.Gallen konnte nach Bienvenus Treffer in der 16.Minute kaum mehr machen, und YB wollte offensichtlich nicht. «Gerade nach der Pause war das ein bisschen passiv von uns», sagte Degen. Und Wölfli hatte «zu viele Fehlpässe» im Aufbauspiel der Berner gesehen.

Sehr schwacher FC St.Gallen

Letztlich aber setzte sich ein überlegenes YB problemlos 2:0 durch. Torhüter Wölfli freute sich natürlich darüber, endlich mal kein Gegentor erhalten zu haben. Er wusste direkt nach der Partie auch nicht, wann ihm das zum letzten Mal gelungen ist («irgendwann im letzten Herbst»). Tatsächlich ist es viereinhalb Monate her, dass YB gegen GC am 31.Oktober 2010 mit 1:0 letztmals zu null gesiegt hatte. «Es tut uns gut, zu null gespielt zu haben, nachdem wir zuletzt zu viele Gegentore erhalten hatten», sprach Wölfli, um schmunzelnd zuzugeben, dass sich sein Arbeitsaufwand in St.Gallen äusserst überschaubar gestaltet hatte. Ein paar halbherzige Flanken der bescheidenen Gastgeber musste der YB-Goalie fangen und immerhin einen halbwegs gefährlichen Schuss von Philipp Muntwiler kurz nach dem Tor Bienvenus parieren. Dennoch wirkte die Gästedefensive nicht immer stilsicher und offenbarte insbesondere dann (und vor allem in Person von Emiliano Dudar) Schwächen, wenn der Gegner aufs Tempo drückte.

Allerdings gelang das den schwachen St.Gallern bloss ansatzweise. Immerhin durften die Ostschweizer bis in die Schlussphase auf einen Punkt hoffen, wobei es zu einem eigenen Torerfolg wohl eines monumentalen Fehlers eines YB-Akteurs bedurft hätte. Weil aber auch die Young Boys die wacklige Abwehr der Gastgeber zu selten unter Druck setzten, blieb es lange beim minimalen Vorsprung. «Wir hatten das Spiel immer im Griff», sagte Degen. Aber: «Nach vorne gelang uns auch wenig.»

Am Sonntag auf Rang 3?

Die Young Boys operierten gestern in St.Gallen mal wieder in einem neuen, interessanten und relativ offensiven System, ein abgewandeltes 3-5-2. Der flinke Lulic agierte dabei streng am linken Flügel, und Bienvenu besetzte das Sturmzentrum, während auf der rechten Seite kein fixer Angreifer aufgestellt war. Die offensiven Mittelfeldspieler Alexander Farnerud und Moreno Costanzo sollten abwechslungsweise in diesen Raum vorstossen, doch meistens war es David Degen, der rechts viel Platz vorfand. «Das war viel besser für mich. Ich mag es, wenn ich das Spielfeld vor mir habe und nicht erst am Strafraum angespielt werde», sagte Degen, gab aber zu, dass auch er zu wenig zielstrebig agiert hatte. Kurz vor Spielende hatte Degen vehement einen Penalty gefordert, als er von José Gonçalves, der kurze Zeit später zum zweiten Mal verwarnt wurde, seiner Meinung nach («Das war ein ganz klarer Elfmeter») gefoult worden war. Bereits vor der Pause hätte es nach einer Intervention an Moreno Costanzo einen Strafstoss für YB geben können. Doch gestern spielte das am Ende überhaupt keine Rolle mehr.

Und auf dem Weg nach oben können die Young Boys bereits am Sonntag den nächsten Schritt machen: Mit einem Heimsieg gegen Luzern überholen sie den FCL und rücken auf Rang 3 vor.


Erste Niederlage für Saibene

In St.Gallen begegneten sich zwei unterschiedliche Trainernaturen. Jeff Saibene litt an der Seitenlinie mit, Vladimir Petkovic dirigierte seine Equipe zurückhaltender. Die Mikrofone zeigen wenig Wirkung. Jeff Saibene spricht leise und schwer verständlich, obwohl eine grosse Gruppe Berichterstatter an seinen Lippen hängt. Nach der 0:2-Niederlage gegen die Young Boys und einem ungenügenden Auftritt seiner Mannschaft ist der Trainer des FC St. Gallen ernst, aber gefasst. «Wir haben gegen eine clevere Mannschaft verloren», sagt er und verbindet so die Durchhalteparole mit dem obligaten Kompliment an den Gegner. Mehr Kreativität und Gefahr verlangt der Luxemburger von seiner Mannschaft in der Offensive. Doch weiter will er die sechste Niederlage in Folge der St.Galler nicht ergründen und flüchtet sich in die Floskel: «Wille und Einsatz stimmen. Ich glaube fest an die Punkte, die wir noch brauchen.»

Zuversicht vor dem Spiel

Vor dem Spiel hatte es in der AFG-Arena noch anders getönt. Auf den zahlreichen Bildschirmen im Stadion war Jeff Saibene omnipräsent, stand fürs Fernsehen vor der Kamera, wurde hier nach einer Einschätzung und dort nach dem Potenzial seines neuen Teams gefragt. Etwas lauter und zuversichtlicher als rund zwei Stunden später äusserte er sich zu seiner schwierigen Aufgabe, mit der er vor sechs Tagen betraut worden war: Den FC St.Gallen bis zum Saisonende vom Tabellenende wegzuführen und ihn so (mindestens) vor dem direkten Abstieg zu retten.

Von der ersten Minute an stand Saibene im Spiel dann am äussersten Rand seiner Befugniszone an der Seitenlinie, durchmass diese mit nervösen Schritten, gestikulierte, kommandierte und machte einen engagierten Eindruck. Vor der Gästebank blieb derselbe Bereich weit weniger frequentiert. YB-Trainer Vladimir Petkovic sass ruhig in seinem Trainerstuhl, auf der Bank wie im Verein, so hat das Klubchef Ilja Känzig in den letzten Tagen auch bekräftigt. YB vermochte trotz früher Führung nicht nachzulegen, Petkovic sprach später von einem «ganz komischen Spiel, mit komischen Gefühlen». Trotz der offensiv sehr schwachen Darbietung der St.Galler zeigten sich die Berner in der Verteidigung unsicher. In der 40.Minute holte sich Petkovic seinen Abwehrspieler François Affolter an die Seitenlinie und versuchte, durch gestenreiche Anweisungen das Defensivspiel zu stabilisieren.

Zwei positive YB-Aspekte

Es war das lange Zeit knappe Resultat, welches die Zuschauer noch im Stadion hielt, fussballerisch wurde freilich nicht viel geboten. Mit «Cupspielen» hatte Jeff Saibene vor der Partie die 13 Liga-Einsätze verglichen, die ihm für die Bewerkstelligung seiner Mission mit St.Gallen noch zur Verfügung standen. Ebenfalls 13 ausstehende Spiele waren es 2007 gewesen, als er beim FC Thun als Hoffnungsträger gegen den Abstieg installiert worden war – und reüssiert hatte. Beim FC St.Gallen indes ist er weit vom Klassenerhalt entfernt, und Möglichkeiten, zu punkten, gibt es nun nur noch zwölf.

Die Young Boys derweil siegten, ohne zu überzeugen. Trainer Vladimir Petkovic hob nebst den drei gewonnenen Punkten den Shutout von Torhüter Marco Wölfli als positiv hervor, «das Spiel jedoch war nicht unser bestes». Petkovics Position ist nach wie vor stabil. Ebenso die von Jeff Saibene. Er soll ja nächstes Jahr – bei einem Abstieg St.Gallens – die Rückkehr in die Super League realisieren.

http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/26679590

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 Beitrag Verfasst: Montag 14. März 2011, 15:07 
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Bienvenu und Mayuka schiessen YB zum Auswärtssieg

Bei den Young Boys ersetzte Jemal in der Abwehr den gesperrten Nef. Farnerud und Costanzo wechselten sich auf der rechten Offensivseite im Mittelfeld ab. Beide zog es jeweils weit ins Zentrum, so dass Degen am Flügel viel Platz vorfand. Über das rechte Couloir entstanden auch die zwei ersten gefährlichen Szenen für die Young Boys. Degens Hereingaben fanden jedoch in beiden Situationen keinen Abnehmer.

Nach einer Viertelstunde führte Farnerud einen Freistoss rasch aus. Sein weiter Ball auf die linke Seite fand Lulic, dieser bediente Bienvenu, der per Kopf die Führung für YB bewerkstelligte (16.). Eine Zeigerumdrehung später waren die Qualitäten von YB-Goalie Wölfli gefragt. Er stoppte den alleine auf ihn zustürmenden Muntwiler mit einem starken Reflex.

Obwohl das Spiel ausgeglichen verlief, ging die Führung für YB in Ordnung. Sie agierten in der Offensive gefährlicher als das Heimteam, bei denen der ehemalige YB-Stürmer Regazzoni aufgrund einer Sperre fehlte.

Nach der Pause setzten die St. Galler alles daran, den Ausgleich zu erzielen. Die Einheimischen bissen sich an der gut stehenden YB-Abwehr die Zähne aus. Zwar benötigten die Berner in ein paar Situationen auch ein wenig Glück, doch mehrheitlich war an Dudar, Affolter, Jemal und ihren Teamkollegen kein Vorbeikommen. Die beste Gelegenheit vereitelte Wölfli, als Lang aus guter Position zum Abschluss kam.

Fünf Minuten vor dem Ende erlitten die Bemühungen der St. Galler einen herben Dämpfer. Gonçalves sah nach einem Foul an Mayuka die zweite gelbe Karte und wurde des Feldes verwiesen. YB nutzte die Überzahl in der Nachspielzeit aus, als Mayuka nach Vorarbeit von Lulic den entscheidenden zweiten Treffer markieren konnte (91.). Kurz danach pfiff Schiedsrichter Wermelinger ab. YB rückt mit diesem Sieg auf den vierten Rang vor und hat am nächsten Sonntag die Chance, mit einem Heimsieg den FC Luzern auf dem dritten Platz abzulösen

Stadion: AFG-Arena
Zuschauer: 12798
Schiedsrichter: Wermelinger

Tore:
16. Bienvenu (Kopfball; Lulic) 0:1.
91. Mayuka (Rechtsschuss; Lulic) 0:2.

Auswechslungen:
63. Frei für Pa Modou.
67. Sutter für Costanzo.
75. Mayuka für Bienvenu.
75. Abegglen für Nushi.
91. Tosetti für Degen.

Ersatz:
YB: Benito, Lingani, M. Schneuwly, Raimondi.
St. Gallen: Lopar, Fernando, Beichler, Sutter.

Bemerkungen:
YB ohne C. Schneuwly, Dussin (beide verletzt), Nef (gesperrt). St. Gallen ohne Bakens, Calabro, Lehmann, Winter (alle verletzt), Regazzoni (gesperrt) und Dunst (krank). 84. Tor von Mayuka wegen Offside aberkannt. Erster Super-League-Einsatz für Matteo Tosetti.

Verwarnungen:
27. Lavric (Unsportlichkeit), 56. Lulic (Foul), 68. Farnerud (Foul).

Platzverweis:
84. Gonçalves (62. Foul/84. Foul).


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 Beitrag Verfasst: Montag 14. März 2011, 15:42 
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Berner Zeitung, 14.03.2011

Die Noten zum Spiel St. Gallen gegen YB (13. März 2011)

Die Young Boys agierten beim 2:0-Sieg in St.Gallen solid. Matteo Tosetti gab sein Super-League-Debüt.

Marco Wölfli: Note 4,5
Wirkte jederzeit sicher, wurde aber sehr selten getestet.

François Affolter: Note 4,5
Agierte in der Dreierkette für einmal rechts und war meistens ruhig und zweikampfstark. Leistete sich aber auch den einen oder anderen Fehlpass.

Emiliano Dudar: Note 3,5
Rückte für den gesperrten Alain Nef wieder ins Team. Relativ robust, aber es war ideal für ihn, agierte der FC St. Gallen derart harmlos. Dudars Schnelligkeitsdefizite waren unübersehbar.

Ammar Jemal: Note 4
Spielte rechts in der Dreierkette und tat das solid, aber auch mit dem einen oder anderen Abspielfehler im Aufbauspiel.

David Degen: Note 4
Nach starker Startphase mit auffälligen Szenen baute er konstant ab – und tauchte erst in der Schlussphase wieder auf, als er aber bei den Kontergelegenheiten zu kompliziert vorging.

Alexander Farnerud: Note 4,5
Aggressiv im Zweikampf und mit vielen Ballkontakten leitete er einige gute Angriffe ein. Rochierte ständig mit Costanzo, gönnte sich aber auch seine Auszeiten.

Thierry Doubai: Note 4,5 Mit gewohnt guter Ballkontrolle und toller Übersicht, wobei auch er teilweise zu verhalten spielte.

Moreno Costanzo: Note 4
Weniger dominant als Farnerud und Doubai. Costanzo probierte gegen seinen früheren Verein einiges, viel Gefährliches produzierte er jedoch nicht.

Christoph Spycher: Note 4,5
Solide, ruhige, souveräne Leistung im linken Mittelfeld. Enorm zweikampfstark und routiniert, liess den unangenehmen Gegenspieler Kristian Nushi nie zur Entfaltung kommen.

Henri Bienvenu: Note 5
Erhielt kaum brauchbare Zuspiele, doch als eine Flanke in den Strafraum segelte, war er zur Stelle und versenkte den Kopfball in der 16.Minute eiskalt zur 1:0-Führung der Young Boys. Später fehlte ihm die Unterstützung, um die unsichere St.Galler Abwehr unter Druck zu setzen.

Senad Lulic: Note 5
Sein grosses Potenzial bewies der flinke Dribbler auch in St.Gallen. Lulic betrieb einen riesigen Aufwand, allerdings waren nicht alle Solovorstösse von Erfolg gekrönt. Schlug die Flanke zum 1:0 und gab den Pass zum 2:0 für YB.

Scott Sutter: Note 4
Kam nach 67 Minuten für Costanzo und spielte im rechten Mittelfeld, während Degen nach vorne rückte und YB jetzt in einem 3-4-3-System agierte.

Emmanuel Mayuka: Note 5 Kam nach 74 Minuten für Bienvenu. Job erfüllt: Schoss mit überlegtem Flachschuss das Kontertor zum 2:0 in der 91.Minute.

Matteo Tosetti: ohne Note
Kam nach 92 Minuten für Degen – und zu seinem Super-League-Debüt, das eine Minute dauerte – Ballkontakte inklusive.

6 = herausragend; 5 = gut; 4 = solid; 3 = ungenügend; 2 = schlecht; 1 = sehr schlecht.

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 Beitrag Verfasst: Montag 14. März 2011, 15:44 
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NZZ, 14.03.2011

Verpuffte Hoffnungen

0:2 gegen YB – St. Gallen verliert zum sechsten Mal in Serie
akn. St. Gallen

Gleiche Konstellation, andere Besetzung: Nach Abpfiff des Heimspiels gegen YB benutzte der neue St.-Gallen-Trainer Jeff Saibene für die Spielanalyse fast identische Sätze wie bis vor kurzem sein Vorgänger Uli Forte. Er stellte fest, dass seine Mannschaft gegen einen clever spielenden Gegner verloren habe; dass ihr in der Offensive die Durchschlagskraft fehle; dass er aber daran glaube, dass sie die nötigen Punkte noch gewinnen werde.

Der FC St. Gallen verlor gegen YB 0:2, der Luxemburger Saibene erwies sich nicht als Wunderheiler. Realistischerweise braucht ein neuer Trainer allerdings auch mehr Zeit als ein paar Trainingstage, um in einer verunsicherten Mannschaft Veränderungen zu bewirken. Für das St. Galler Publikum lösten sich bereits im dritten Heimspiel die Hoffnungen auf Besserung in Luft auf: Im ersten Match 2011 gegen GC verlor die Mannschaft trotz fünf neuen Spielern, danach gegen Thun trotz dem neuen Spielmacher Oscar Scarione – und nun gegen YB trotz neuem Trainer. Was bleibt, ist die vage Hoffnung auf langsame Fortschritte, auf ein Erfolgserlebnis, das alles verändern könnte.

Anzeige:Für die Rolle des Ausbaugegners hätten sich die Young Boys an diesem Sonntagnachmittag eigentlich nicht schlecht geeignet. Die Berner schossen früh ein Tor und beschränkten sich danach auf die Kontrolle des Spiels. Der Treffer Henri Bienvenus (16.) bedeutete für die St. Galler bereits den 18. frühen Rückstand in 24 Spielen. «Wir haben in letzter Zeit genügend attraktive Spiele geboten – und sie verloren», sagte der YB-Goalie Marco Wölfli, der im ganzen Match in genau einer Szene eingreifen musste. Direkt nach dem Gegentreffer tankte sich der St. Galler Captain Philipp Muntwiler in den Strafraum, als wolle er sich mit aller Kraft gegen die ewige Misere der frühen Gegentreffer auflehnen, brachte den Ball aber nicht am herauseilenden Wölfli vorbei. Zu einer weiteren Torchance sollte St. Gallen nicht mehr gelangen.

Wie sein Torhüter erwies sich Vladimir Petkovic für einmal als Pragmatiker: Es sei wichtig gewesen, eine schwierige Phase zu beenden und wieder einmal drei Punkte zu gewinnen. Zufrieden war der YB-Trainer mit der Defensivleistung seines Teams. Nicht gefallen haben dürfte ihm die Passivität in der Offensive. In der zweiten Halbzeit schien es, als würden die Berner ihrem Gegner schlicht keine offensiven Qualitäten zubilligen, die sie noch in Gefahr bringen könnten. Niederschmetternd für die St. Galler war, dass die Gäste mit dieser Einschätzung völlig richtig lagen. In der 91. Minute nutzte Mayuka eine Konterchance und traf zum 2:0. Das St. Galler Publikum nahm den erneuten Rückschlag und die sechste Niederlage im sechsten Spiel 2011 fast emotionslos hin. Zu klar waren die Stärkeverhältnisse auf dem Platz gewesen.

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